Beiträge von Bjoern Wie. aus J.

    Hallo zusammen,


    Ich habe 2008 ein sog. Schrottimmobilie gekauft (Eigentumswohnung in einem 10 Parteinhaus). Darlehnessumme 89.600 €. Zum damaligen Zeitpunkt und auch heute ist die Wohnung nicht mal halbsoviel wert. Es ist nun ein Käufer gefunden, der das ganze Haus kaufen möchte und mir ca. 25.000 € zahlen möchte. Ich hatte viele Problem und unmengen an Kosten mit der Wohnung und möchte nun endlich Ruhe haben und alles hinter mir lassen.


    Ich war bei der Schuldnerberatung, weil ich einfach wissen wollte, wie ich am besten alles abwickeln kann. Ob eine Privatinsolvenz Sinn macht oder es eine andere Möglichkeit gibt. Dabei kam auch die Prüfung des Widerrufes zum ausdruck. (das werde ich auf alle Fälle prüfen lassen). Die liebe Frau meinte, dass ich der Bank die Einzugsermächtigung erstmal entziehen soll - darauf werden die sich melden - Es gibt dann später die Möglichkeit, dass die Bank pfänden kann und dass wird laut Tabelle gestaffelt. Alleine der pfändbare Betrag ist über 100 € weniger als meine jetzige Tilgungsrate.


    Sie meinte ebenfalls, dass ich diesen Betrag erstmal freiwillig zahlen kann, ohne das mein AG was mit bekommt. Und anschließend soll man mit der Bank in Verbindung treten und einen Vergleich aushandeln, weil es sich tatsächlich um eine solche Schrottimmobilie handelt. Des Weiteren, sollte ich ein Kind in der nächsten Zeit bekommen, würde der pfändbare Betrag auf ein Minimum von ca. 90 € im Monat fallen. Wird die Bank dann nichts dagegen tun, wenn ich zB. bis an mein Lebensende diese 90 € zahle? (nur mal so gesponnen)


    Die Frau von der VBZ meinte ebenfalls, dass man alles unterschiedlich betrachten muss. Einerseits gibt es den Vertrag und auf der anderen Seite ist die Immobilie.


    Ich möchte einfach nur eine Lösung finden, dass ich wieder ein ruhiges Leben habe.


    folgende Fragen dazu:


    Ist dieser vorgeschlagene Weg seriös?
    Wenn es zu einem Verkauf von 25.000€ kommt, steht doch trotzdem im Grundbuch eine Schuld (Belastung) von 89.600 €, wie wird das gelöst?
    Kann ein Vergleich erzielt werden ohne Anwalt?
    Kann ich meine Willenserklärung (laut BGB § 119) anfechten?


    P.S. die Abwicklung war nicht direkt mit der Bank, sondern über einen Vermittler, der das ganze Geld einkassiert hat.


    Es passt vllt. nicht zu 100% zu diesem Thema, aber ich würde mich über ein Antwort sehr freuen.


    Beste Grüße aus Jena


    Björn Wiegand