Beiträge von Matzi

    Ich lese gerade von den neuesten sozialistischen Phantasien unserer linken Berliner Bausenatorin, die die Mieten drastisch deckeln möchte. Die Rede ist von Mieten zwischen 3,42 bis 7,97 Euro pro Quadratmeter je nach Baujahr. Dann wird man wohl für Neubauten höchstens 8,50 EUR nehmen können. Ich ging eigentlich von 10 EUR aus, besser wären 12 EUR. Ich wollte ja eigentlich was Hochwertiges bauen.


    Aber wenn das so weitergeht, dann scheidet die Vermietung von Wohnraum wohl auch aus, zumindest in Berlin.


    Was gäbe es denn noch für Investitionsmöglichkeiten, wo ich jährlich oder monatlich eine halbwegs vernünftige Einnahme ohne zu großes Risiko habe? Ich will ja nichts, wo man mit irgendwelchen langfristigen Zuwächsen rechnet, sowas habe ich ja schon mit den Fonds. Ich will etwas Solides, falls es sowas heute überhaupt noch gibt...


    Matzi


    Planst du für dich alleine? Willst du deine Partnerin mit abdecken? Fühlst du dich für dein Stiefkind finanziell verantwortlich?

    Na klar doch. Nach gegenwärtigem Stand werde ich den beiden alles vererben, wenn sie lieb bleiben... :-)


    Aber bis dahin wollen wir ja schöne Zeiten haben und da ist es mir schon wichtig, das vorhandene Vermögen möglichst sinnig zu investieren, damit es dauerhaft erhalten bleibt und sich vermehrt.


    Matzi

    1500 Euro ist nicht viel. Du solltest in jedem Fall eine Bestandsaufnahme machen, ob und zu welchen Vorbedingungen du dir "Rente mit 55" leisten kannst.

    1.500 EUR aus der gesetzlichen Rente, 1.250 EUR aus der Landwirtschaftspacht, schätzungsweise 1.800 EUR aus der Vermietung von sechs Studentenzimmern, schätzungsweise 2.000 EUR aus der Vermietung der beiden Wohnungen im neuen Haus - das macht 6.550 EUR im Monat, die natürlich zum ganz überwiegenden Teil noch zu versteuern sind. Gleichzeitig mietfrei wohnen in einem bezahlten Haus. Klingt für mich jetzt erst mal nicht schlecht...


    Zur Frage der konkreten Tätigkeit bitte ich um Verständnis, dass ich mich da bedeckt halte. Als "Künstler" gelten jedenfalls nicht nur Maler, Bildhauer, Schauspieler oder Musiker, sondern zum Beispiel auch Moderatoren, Fotografen oder Filmemacher.


    Ich sage ja auch nicht, dass ich mit Mitte 50 überhaupt nicht mehr arbeiten möchte. Aber vielleicht nicht mehr so viel wie heute. Und dann ist auch mal mehr als zwei Wochen Urlaub drin, wo heute die Termine so dicht liegen, dass das kaum mal möglich ist.


    Matzi

    Erst mal vielen Dank - ich werde das alles durcharbeiten. Zur gesetzlichen Rente noch eine Info: Meine Tätigkeit gilt als "künstlerisch", daher bin ich nach §1 KSVG pflichtversichert und bekomme 50 Prozent Zuschuss zur gesetzlichen Rente und auch zu meiner privaten Krankenversicherung. Allerdings habe ich mich erst vor einigen Jahren an die KSK gewandt, so dass ich dort noch nicht besonders lange einzahle. Früher hielt ich das für Unfug, aber in Zeiten der Nullzinsen kommt man ja doch ins Grübeln. Wenn ich da weiterhin immer den Maximalbetrag einzahle, kommt nach heutiger Prognose eine Rente von etwa 1.500 EUR heraus. Hätte ich das von Anfang an gemacht, würde ich die Maximalrente bekommen. Aber so hoffe ich, dass später aus dieser Rente vielleicht die Krankenversicherung bezahlen kann, die wird ja auch weiter kräftig steigen.


    Matzi

    Guten Tag an alle!


    Ich habe mich hier gerade angemeldet, weil ich mit Hilfe der hiesigen Schwarmintelligenz gerne mal einige grundsätzliche Fragen zur finanziellen Lebensgestaltung durchdiskutieren möchte, um Weichen eher richtig als falsch zu stellen. In meiner Familie sind einige Vermögenswerte vorhanden, die es nötig machen, eher mehr als zu wenig über das Thema nachzudenken.


    Ich lege jetzt einfach mal mutig die Karten auf den Tisch:


    Meine Eltern sind Mitte 70 und ich bin Mitte 40. Verheiratet bin ich nicht, habe aber eine Beziehung mit einer Frau, die mit ihrem kleinen Kind auch bei mir wohnt. Meine Eltern haben ein relativ großes Grundstück in einem westlichen Berliner Außenbezirk und bewohnen dort ein fast 100 Jahre altes Haus. Vor 20 Jahren habe ich auf diesem Grundstück neben dem alten Haus ein neues Haus gebaut, in welchem wir wohnen und in welchem ich auch meiner freiberuflichen Tätigkeit nachgehe. Diese freiberufliche Tätigkeit macht mir viel Spaß, bringt mich durch ganz Europa und sorgt für gute Einkünfte. Auf dem Grundstück könnte man im hinteren Bereich nach §34 BauGB noch ein weiteres Haus errichten, in dem man zwei größere und eine kleinere Wohnung unterbringen könnte. Das dafür nötige Geld wäre, wenn meine Eltern und ich zusammenlegen, vorhanden. Perspektivisch bestünde am Haus meiner Eltern sicher ein gewisser Investitionsbedarf. Später könnte man da vielleicht sechs Studentenzimmer vermieten.


    Außerdem verfügen wir über landwirtschaftliche Nutzfläche und Wald in Brandenburg. Der Wald wird in den nächsten 20 Jahren nichts abwerfen, die Landwirtschaft bringt 15.000 EUR Pacht im Jahr. Risiko dort ist natürlich, dass der Landwirt vielleicht mal Pleite geht und dass der Wald abbrennt und man selbst Brandwache halten muss, obwohl man beruflich vielleicht gerade weit weg zu tun hat. Angeblich steigt ja der Wert von landwirtschaftlichen Flächen in Brandenburg, aber dort sind eben nur 30 Bodenpunkte und nicht 100 wie in der Magdeburger Börde. Also keine Ahnung, ob man das langfristig behalten sollte oder nicht.


    Ich möchte meinen Beruf natürlich gerne noch lange ausüben, so lange ich gute Aufträge habe. Aber das wird sicher nicht ewig so weitergehen. Daher suche ich nach einer Möglichkeit, das vorhandene und noch hinzukommende Vermögen so geschickt zu nutzen, dass ich vielleicht in zehn Jahren komplett von den Erträgen leben kann. Meine Eltern waren Beamte im mittleren Dienst und kommen mit ihren Pensionen ganz gut klar. Die Dame meines Herzens wird später nur eine kleine Rente bekommen.


    Eine von mehreren möglichen Varianten wäre es, das besagte weitere Haus zu bauen und dann beide Wohnungen zu vermieten. Oder meine Eltern ziehen in eine der beiden Wohnungen, und vorne werden sechs Studentenzimmer vermietet. Später, wenn wir nicht mehr berufstätig sind, könnten wir im neuen Haus in die Dachgeschosswohnung einziehen und dann auch unser jetziges Haus vermieten. Wir wollen später nämlich gerne mit unserem Boot in den Sommerhalbjahren durch Europa fahren.


    Oder soll man das mit dem Haus bleiben lassen, weil das Ärgerpotenzial zu groß ist, und die Kohle lieber irgendwie besser anlegen als bisher? Ich muss ehrlich zugeben, dass ich derzeit mehrere 100.000 EUR nutz- und zinslos auf verschiedenen Konten liegen habe, weil ich mich an Aktien nicht herantraue. Immerhin bespare ich drei Fonds, wodurch jetzt in ein paar Jahren auch schon wieder knapp 100.000 EUR zusammengekommen sind. Die Fonds würde ich dann zu einem günstigen Zeitpunkt verkaufen, wenn das Geld für das Haus gebraucht wird.


    Steuerliche Belange würde ich jetzt mal unberücksichtigt lassen, dafür bräuchte ich eine persönliche Beratung. Mir geht es auch nicht darum, Steuern zu sparen, koste es, was es wolle. Wichtiger ist mir, eine langfristig tragfähige Lösung zu finden. Keinesfalls möchte ich jedoch in die Situation kommen, irgendwann irgendwelche staatlichen Forderungen nicht bedienen zu können. Man muss ja immer damit rechnen, dass doch mal eine Vermögenssteuer kommt, die dann natürlich sofort die Rendite auffrisst.


    Als Berliner kann ich den Standort Berlin auch nicht seriös einschätzen. Viele Leute meinen, dass Berlin immer eine Zukunft hat, aber andere halten Berlin für den Inbegriff des "Failed State" und machen einen großen Bogen um die Stadt.


    Ich bin für alle hilfreichen Gedankengänge dankbar!


    Matzi

    Guten Tag an alle!
    Ist es eigentlich denkbar, erlaubt und möglich, hier mal einige grundsätzliche Fragen zur finanziellen Gestaltung des Lebens durchzudiskutieren, wenn man bereit ist, die Karten ziemlich offen auf den Tisch zu legen? Bevor ich das mache, würde ich aber eben gerne wissen, ob hier einige Auskenner bereit sind, sich an der Erörterung zu beteiligen.
    Vielen Dank und Grüße!
    Matzi