Beiträge von Spaceman

    aber ein aus Trotz und Beleidigtsein bzgl. der (nachvollziebarenen) Situation und schlechten Kommunikation durch Fair/Sutor erfolgende schädliche Kündigung ist der selbstgewählte schlechteste Auweg.

    Du unterliegst dem psychologischen Phänomen der versunkenen Kosten.

    (Zitat Wikipedia: Das eskalierende Commitment bezeichnet die Tendenz, sich gegenüber einer früher getroffenen Entscheidung verpflichtet zu fühlen und diese über die Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen zu stützen, obwohl sich diese Entscheidung bisher als ineffektiv oder falsch erwiesen hat.)

    Als guter Investor muss man die verschiedenen Optionen durchrechnen und entschlossen handeln.

    Es ist durchaus möglich, dass eine Kündigung des Vertrags und anschließende Neu-Investition in ETFs besser abschneidet als eine Fortführung des Vertrags. Sogar wenn man dabei die Fördergelder zurückzahlen muss.

    Hast du den kompletten Betrag auf einmal investiert oder auf mehreren Tranchen verteilt, um eventuell einen Börsenabschwung wegen einer zweiten Welle im Herbst mitzunehmen?

    Darüber hatte ich 3 Monate Zeit, nachzudenken. Am Ende habe ich alles in einer großen Transaktion investiert. Wieso? Weil ich jetzt in Ruhe in Urlaub fahren möchte, ohne jeden Tag zitternd auf den Börsenabschwung zu warten, der vielleicht nie kommt. Ich habe mit dem Thema meinen Frieden gemacht. fairr hat alles versprochen und nichts gehalten. Ich folge jetzt dem Finanzwesir: der verspricht nichts und hält alles.

    Hast du mal darüber nachgedacht, dass das auch schief gehen könnte?
    Versicherer verweigert Änderung des Rentenbeginns mit Verweis auf "Beitragsgarantie nicht erreicht".
    Du steckst in einem Vertrag fest, der dir mit 85 ausbezahlt wird - na vielen Dank auch.

    Ich habe heute meine Ausahlung von der Sutor-Bank bekommen und noch am selben Tag in ETFs investiert.
    Der Wertverlust durch Ausstieg und Wiedereinstieg ist ca. 25 %. Das ist bitter, aber ich habe noch Zeit, um es wieder aufzuholen. Bye bye Riester. War eine nette Idee, aber ich komme jetzt alleine zurecht.

    Ja eben, es stand in der Broschüre. Aber ist die Bindend?

    Warum sollte die Produktbeschreibung nicht bindend sein?
    Das wäre ja sonst absichtliche Irreführung der Kunden.


    Mich stört auch ganz besonders die Pressemitteilung des Gründes von fairr von 2014 (siehe Anhang).
    Darin wird ausdrücklich beworben, dass sie genau das, was jetzt eingetreten ist, nie tun werden!


    Deine Ausführungen zur Riester-Gesetzgebung in allen Ehren. Man kann doch nicht allen Kunden zumuten, erstmal ein Jura-Studium zu absolvieren, und sich mit den Details der Riester-Gesetzgebung auseinander zu setzen, bevor sie einen Vertrag abschließen.

    Hallo @tobiasweiss,
    den von dir beschriebenen Deutschland-Fonds gibt es schon: Nennt sich "DAX ETF". ;)


    Ich finde es nicht gut, wenn der Staat Garantien für alles und jeden übernimmt. Dann würde ich nämlich eine Bank gründen und folgendes Riester-Produkt anbieten:
    - Investiert in irgendwelche hoch spekulativen Finanzprodukte
    - Ich kassiere dafür reichlich Gebühren jedes Jahr
    - Ups, das Geld ist weg. Was soll's, der Staat haftet ja dafür!


    Alle Tendenzen in der Regierung gehen in Richtung "all inclusive Staat":
    - Grundrente
    - Grundeinkommen
    - Thomas Cook Pleite: Staat bezahlt den Bürgern den ausgefallenen Urlaub
    - Condor Pleite: Staat vergibt Kredite (die wahrscheinlich nicht zurückgezahlt werden)
    - Kulturveranstaltungen fallen wegen Corona aus: Staat haftet für Gutscheine


    Ich bin dafür, dass die Bürger mehr Eigenverantwortung für ihr Leben übernehmen.
    Das hat jetzt allerdings überhaupt nichts mehr mit dem Thema zu tun.


    Hier hat übrigens jemand genau beschrieben, wie das Risiko bei Riester-Produkten berechnet wird und wieso das mit "in 15 Jahren hat noch niemand Geld mit dem MSCI World verloren" nicht mit dem Gesetz vereinbar ist:
    https://www.finanzwesir.com/blog/wochenueberblick-kw16-2020 (Suche nach Beitrag von ChrisS)

    Hallo Leute. Ich habe es jetzt so wie @Zitronenelch gemacht und schweren Herzens mein fair-Riester gekündigt.
    Obwohl ich den Vertrag mit fairr geschlossen habe, wurde mir vom fairr-Kundendienst mitgeteilt, dass ich bei der Sutor Bank kündigen muss.
    Wann das Geld ausgezahlt wird, hat mir die Sutor Bank nicht mitgeteilt. Das Depot ist ja bereits aufgelöst, also hoffentlich geht es schnell.


    Mein Anlagehorizont erlaubt kein Abwarten und keine weiteren Experimente. Sofort nach der Auszahlung wird das Geld wieder investiert. Dann habe ich noch eine Chance, die Verluste wieder reinzuholen.
    Ich erwarte bis zur Rente noch mehrere solche Börsen-Rücksetzer und kann es mir nicht leisten, dabei jedes mal aus dem Markt auszusteigen. An alle die Besserwisser hier im Forum: das diese Möglichkeit besteht, stand *wirklich* nicht im Verkaufsprospekt von Fairr. Sonst hätte ich das nicht abgeschlossen.


    Hinweis: Dies ist nur meine persönliche Meinung und keine Handlungsempfehlung.

    Ich finde es höchst zweifelhaft, dass fairr das ganze Produkt geändert hat und das Ablaufmanagement gestrichen hat. Ist das rechtlich überhaupt zulässig? Wozu gibt es dann einen Vertrag und eine Produktbeschreibung? Am Ende sind wir ja hier bei "die können mit meinem Geld machen, was sie wollen". Aktives Management war genau das, was ich NICHT wollte.



    @Saidi


    Ich kann auch nicht warten, ob und wann die Bundesregierung irgendwas an Riester ändert. Das bringt mir meine Verluste auch nicht zurück.


    @Zitronenelch
    Wenn fairr sich nicht bald zur Anlagestrategie äußert, werde ich wie Zitronenelch den Vertrag kündigen. Die staatlichen Zulagen schreibe ich als versunken Kosten ab. Wenn man ehrlich ist, sind es doch nur die angedrohte Rückzahlung der Zulagen, die uns alle an diesem Riester festhalten lässt. (https://de.wikipedia.org/wiki/…_und_rationales_Verhalten)


    Zitat Wikipedia: "Da Individuen nicht immer dem Rationalitätspostulat des Homo oeconomicus folgen, werden irreversible Kosten oft zum Anlass genommen, unrentable Aktivitäten weiter fortzusetzen, weil bereits so viel in diese Aktivitäten investiert wurde – aus rationaler Sicht ungerechtfertigterweise. Somit können irreversible Kosten den (aus Sicht des Entscheidungsträgers) wirtschaftlich optimalen Entscheidungsprozess verfälschen. Auf solches Verhalten nimmt die Redensart: "gutes Geld schlechtem hinterherwerfen", Bezug."

    Ich finde es enttäuschend, wie sich fairr und die Sutor Bank gegenseitig die Schuld zuweisen.


    Die Sutor Bank hat mir geschrieben "Bitte wenden Sie sich an den Kundendienst von fairr" und fairr verweist ständig auf "den Anlageausschuss der Sutor Bank". Ja toll, wer ist eigentlich verantwortlich? :(


    Ich werde in Zukunft auf die staatlichen Zuschüsse verzichten und mein Geld selber anlegen. ||

    Hallo @Max Musterman, du hast recht. Das ist derselbe, den du schon erwähnt hast.


    Ich persönlich lege nicht sooo einen Wert auf die Tracking-Differenz. Das ist nur meine persönliche Meinung.


    Es gibt im Bereich SRI/ESG noch nicht viele ETFs. Und im Bereich Emerging Markets SRI noch weniger. Viele Anbieter legen gerade erst ETFs auf und müssen sich noch beweisen. Deshalb fühle ich mich bei den ETFs von UBS wohler, weil die das schon anbieten, bevor es "in" war.

    Hallo, bei mir die selbe Situation. Restlaufzeit noch 20 Jahre. Am 12.03. wurden alle ETFs verkauft und damit -20% Verlust realisiert.


    Vom fairr-Kundendienst habe ich die selbe Mail wie Beasley erhalten.


    Ein Berater der Sutor-Bank hat mir am Telefon erklärt, dass das Geld erstmal in Rentenfonds geparkt werden soll und später wieder in Aktien investiert wird. Ich glaube das aber erst, wenn ich es sehe. Hier wurde ja schon mehrfach erwähnt, dass während der Krise 2008 alles in Rentenfonds umgeschichtet wurde und nicht mehr zurück in Aktien.


    Also wenn ich nach 35 Jahren Papierkram mit Riester nur noch meine eingezahlten Beiträge zurück bekomme, dann lohnt sich das nicht. Da würde auch ein Tagesgeldkonto ausreichend, ohne Papierkram.


    Ich habe meine Beiträge gestoppt, bis bekannt wird, wie die weitere Anlagestrategie der Sutor Bank sein wird.

    Jetzt mal locker bleiben. Niemand sollte FALSCHE Angaben machen.
    Aber nicht jede Information ist relevant. Die Allianz zum Beispiel schreibt:


    (...) Bei den Gesundheitsfragen geht es meistens nur um die letzten Jahre. Für ambulant behandelte Krankheiten, Beschwerden und Arztbesuche betrachten wir nur die vergangenen fünf Jahre. Bei Operationen und stationären Klinikaufenthalten sind es nur zehn Jahre. Viele Vorerkrankungen spielen also keine Rolle mehr, wenn sie längere Zeit zurückliegen. (...)


    https://www.allianz.de/vorsorg…g/ohne-gesundheitsfragen/


    Im Zweifelsfall die VERSICHERUNG fragen, und nicht den MAKLER. Das rät auch Saidi:

    Hallo Community,


    Meine Krankenkasse bietet ein Bonusprogramm an. Ich habe übers Jahr Arzt-Stempel gesammelt (wie bei Payback) und bekomme jetzt 60 € Prämie. Klingt erstmal toll.


    Die 60 € muss ich aber bei meiner nächsten Steuererklärung angeben. Ich vermute, das wird mit gezahlten Krankenkassen-Beiträgen verrechnet, also habe ich 60 € weniger Krankenkassenbeiträge. Die KK-Beiträge mindern eigentlich meine Steuer. Die 60 € Prämie erhöhen also meine Steuer.


    Frage: Bleibt mir am Ende überhaupt etwas von den 60 € Prämie übrig?
    Der Papierkram ist nämlich erheblich.

    Hallo, ich habe auch letztes Jahr zwei BU-Versicherungen neu verhandelt.
    Nach meinen Recherchen bei Finanztipp ist folgendes relevant:
    - Du musst nur Erkrankungen angeben, bei denen du in den letzten 5 Jahren in Behandlung warst.
    - Relevant für die Versicherung sind nur Erkrankungen, für die du in der Vergangenheit eine längere oder häufige AU-Bescheinigung hattest.


    Generell haben BU-Versicherungen einen großen Spielraum. Wir konnten bei beiden Versicherungen Ausschlüsse "raus verhandeln" (eine Allergie hatte sich seit vielen Jahren nicht mehr gezeigt) und Beiträge senken. Das hängt natürlich davon ab, ob du Bestandskunde bist oder Neukunde.