Beiträge von Schlesinger

    Sinnvoll im Sinne der Corona-Eindämmung ist es natürlich, wenn der Familienangehörige des Reiserückkehrers aus dem Risikogebiet sich mit engen Kontakten zu weiteren Personen (Dritten) zurückhält.


    Dennoch möchte ich darauf hinwiesen, dass ich hier nur die Rechtslage für den Familienangehörigen des Reiserückkehrers aufgezeigt habe.


    Und ich gebe auch zu bedenken, dass der Reiserückkehrer aus dem Risikogebiet (noch) kein nachgewiesener Krankheitsfall, also kein Infizierter ist.


    In der Praxis kommt es natürlich auch darauf an, ob es sich bei dem Reiserückkehrer um einen jungen Partygänger handelt, der sich sagt, es wird schon gutgehen oder jmd., der alle AHA-L-Regeln strikt eingehalten hat. Nach diesen Kriterien kann das Gesetz leider bei Reiserückkehrern nicht unterscheiden.

    Schlesinger , Auszug aus dem Gesundheitsministerium:


    "Sie reisen aus einem Risikogebiet nach Deutschland ein? Dann müssen Sie einen negativen Corona-Test vorlegen oder sich direkt nach Ankunft nach Hause - oder an Ihren Zielort - begeben und zwei Wochen lang isolieren (häusliche Quarantäne). Und Sie müssen sich sofort bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt melden. Das Corona-Testergebnis darf höchstens 48 Stunden alt sein. Auf diese Regelungen haben sich Bund und Länder geeinigt. "

    Vollkommen richtig, dass man neuerdings auch ein negatives Testergebnis vorlegen kann (bzw. zwei im Anstand von einigen Tagen). Dies gilt für den Reiserückkehrer. Dieser kann also seine Quarantänezeit verkürzen oder ganz beseitigen. Näheres ist den Länderverordnungen zu entnehmen.


    Gefragt wurde allerdings auch nach dem Familienangehörigerr des Reiserückkehrers. Und auf diesen bezog sich meine Antwort. Dieser muß nicht in Quarantäne, da er keine Kontaktperson K I eines Infizierten ist.

    Ich habe bei einer Reederei für den Dezember 2021 unabhängig voneinander zwei Kreuzfahrten gebucht. Die erste geht von Barcelona nach Miami. Die zweite dann 9 Tage später von Miami in die Karibik und wieder zurück nach Miami. Die Kreuzfahrten lassen sich bis 4 Monate vor Abreise kostenfrei stornieren. Habe ich Anspruch auf Rückerstattung des Reisepreises für beide Kreuzfahrten, wenn die USA ihr Einreiseverbot für EU-Bürger, bzw. Deutsche bis zum Abreisetermin nicht aufhebt oder die Einreise an eine Quarantäne länger als 8 Tage binden.

    Meine Frage wäre, ob ich die Kreuzfahrten spätestens 4 Monate vor der Abreise stornieren sollte oder ob es einen entsprechenden Rückerstattungsanspruch gibt, wenn der o.g. Fall eintritt.

    Für beide Kreuzfahrten liegt ein in Deutschland ausgestellter Sicherungsschein vor, so dass es sich um Pauschalreisen handelt.


    Vielen Dank für eure Unterstützung

    Heute, am 09.10.2020 gibt es sowohl eine Reisewarnung für die USA vom Auswärigen Amt wie auch ein Einreiseverbot für Touristen durch die USA:

    Aufgrund der Ausbreitung von COVID-19 und damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wird vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die USA weiterhin gewarnt.


    Seit dem 13. März 2020 gilt ein Einreiseverbot für Personen, die sich innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen vor der Einreise in die USA in Deutschland oder einem anderen Schengenstaat aufgehalten haben. Ausgenommen vom Verbot der Einreise sind

    US-Staatsbürger, Personen mit ständigem legalen Aufenthalt in den USA („Greencard“-Inhaber), Personen, die in einem nahen Verwandtschaftsverhältnis zu einem US-Staatsbürger oder einer Person mit ständigem legalen Aufenthalt in den USA stehen, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen (wegen der Einzelheiten informieren Sie sich bitte vor Reiseantritt bei der Botschaft oder einer konsularischen Vertretung der USA in Deutschland), Diplomaten oder Mitarbeiter internationaler Organisationen.‘ Quelle: Auswärriges Amt


    Dies gilt heute und kann sich täglich ändern.


    Wurde die Reise bereits vor der Reisewarnung und vor dem Einreisestopp gebucht, so können sowohl der Reisende wie auch der Reiseveranstalter bis zum Beginn der Reise wegen ‚höherer Gewalt‘/‚außergewöhnlichem Umständen‘ kostenlos von der Reise zurücktreten (stornieren). Dies ergibt sich aus § 651h Abs. 3 BGB. Dabei wird weder der Reiseveranstalter noch der Reisende schadenersatzpflichtig.


    Wer jedoch die Reise nach Inkrafttreten der Reisewarnung und des Einreisestopps gebucht hat, hat in voller Kenntnis der ‚außergewöhnlichem Umstände‘ gebucht und kann sich später nicht auf den § 651h Abs. 3 berufen.


    Schlesinger, woher hast du deine Information? Eine gute Bekannte von mir hat diese Info vom Gesundheitsamt bekommen.

    Es kann ja eigentlich auch nicht sein, dass ich mit einer ansteckenden Person ein Bett, eine Küche, etc. teilen kann und dann nicht in Quarantäne muss. Dann macht die Quarantäne ja irgendwie auch keinen Sinn.

    Danke.

    In Quarantäne mus derjenige, bei dem eine Corvid-19 nachgewiesen wurde (=Infizierter).


    Kontaktpersonen der Gruppe K I, die engen Kontakt zu einem Infizierten hatten, müssen ebenfalls in Quarantäne.


    Beim Reiserückkehrer aus einem Risikogebieten handelt es sich jedoch nicht um einen Infizierten. Selbst wenn ich diesen Reiserückkehrer in die Gruppe K I einstufen würde, dann handelt es sich beim Famileinangehörigen, der im gleichen Haushalt lebt, maximal um eine Kontaktperson der Gruppe II (hatte lediglich Kontakt zu Kontaktperson Gruppe I - und nicht zu einem Infizierten!)

    Bei Kontaktpersonen der Gruppe II werden gem. Robert-Koch-Instiut keine Quarantänemaßnahmen angeordnet. Vgl.: https://www.rki.de/DE/Content/…html#doc13516162bodyText6

    Man hört das so. Gab mal ein Urteil wegen Klausel zu Bestpreisgarantie gegen ein Portal. Findet die Suchmaschine ...

    Ja, es gibt ein Gerichtsurteil. Dieses regelt die Rechtsbeziehungen zwischen dem Vermittlungsportal und dem Hotelier. - Auf die Rechtsbeziehungen zwischen dem Hotelgast oder dem Vermittlungsportal einerseits und dem Endkunden und möglichen Ansprüchen daraus hat es jedoch keine Auswirkung.

    Näheres zu den Hintergründen: https://www.spiegel.de/reise/a…lausel-auf-a-1270783.html

    Also bleibt nur eines: weiterhin vergleichen!

    In der Regel ist das ja nicht umsetzbar und daher gilt die Quarantäne dann für den kompletten Haushalt, also alle Personen die im Haushalt leben und mit der potenziell infizierten Person Kontakt haben.

    Das ist falsch. Lediglich der Reiserückkehrer muß sich in häusliche Isolation begeben. Für Kontaktpersonen des Reiserückkehrers, wozu auch die Ehefrau gehört, gilt dies nicht.

    1.

    Offenbar wurde hier ein Nur-Hotelaufenthalt gebucht und keine Pauschalreise. Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes zähen als 'höhere Gewalt'/'außerordentliche Umstände' und berechtigen nur den Pauschalreisenden (sh. § 651h Abs. 3 BGB) zu einer kostenlosen Stornierung des Pauschalreisevertrages.

    2.

    Reisewarnungen weisen lediglich auf Gefahren hin und stellen keine Reiseverbote dar.

    3.

    Secret Escapes ist nur Vermittler des Beherbergungsvertrages. Diese Vermittlerrolle geht an exponierter Stelle aus den AGB von Secret Escapes hervor. Dies bedeutet, daß nach durchgeführter Vermittlung unmittelbare Vertragsbezeihungen zwischen dem Hotelgast und dem Hotelier bestehen. - Dies ist ähnlich wie beim Immobilienkauf zu sehen: Dort hat der Makler als Vermittler nach vermitteltem Immobilienkaufvertrag auch nichts weiter mit der Vertragsdurchführung -auch nicht im Falle von Leistungsstörungen- zu tun. - Also bestehen direkt Vertragsbeziehungen zwischen dem Hotelier und dem Hotelgast.

    4.

    Was der Arbeitgeber des Hotelgastes sagt oder nicht, fällt nicht in die Risikosphäre des Hoteliers sondern in die alleinige Risikospäre des Hotelgastes.

    5.

    Grundsätzlich ist also die vereinbarte Stornierungsgebühr zu bezahlen, auch wenn diese im Kleingedruckten steht. Vertrag ist Vertrag. Und abgeschlossene Vertäge (inkls der AGB) sind einzuhalten ('pacta sunt servanda'). Wenn hier falsch geworben wurden, so wäre dies ein Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Bei einem solchen Verstoß kann allerdings der Verbraucher keine Ansprüche ableiten; lediglich Mitbewerber des Hotels könnten hier Ansprüche gletend machen.

    Alledings darf es keine 100-%-Stornierungsquote geben, denn der Hotelier muß sich dasjenige anrechnen lassen, was er einspart (Zimmerreinigung, Frühstück) oder durch andere Verwendung (Vermietung an einen anderen Hotelgast) einspart. Es dürfen also maximal 80 bis 90 % des vereinabrten Hotelpreises als Stornierungsgebühr verlangt werden bzw. im Fall der Neuvemietung an einen anderen Gast entsprechend weniger.

    Der Passagier ist einen Beförderungsvertrag mit der Airline eingegangen. Somit sind die Fluggesellschaft und der Passagier Vertragspartner. Das Reisebüro beziehungsweise das online Reisebüro ist nur Vermittler gewesen und hat somit nach der Vermittlung der Flüge mit der weiteren Vertragsdurchführung nichts zu tun.

    Das ist ähnlich zu sehen wie beim Immobilienkauf: Dort ist der Makler reiner Vermittler und hat auch nichts weiter mit der Durchführung des Vertrages zu tun, wenn diese abgeschlossen ist. Vertragspartner sind hier Verkäufer und Käufer.


    Daraus folgt, dass man sich im Falle von Leistungsstörungen an seinen direkten Vertragspartner, nämlich die ticketausstellenden Airline wendet.

    § 270a BGB - Vereinbarungen über Entgelte für die Nutzung bargeldloser Zahlungsmittel

    Eine Vereinbarung, durch die der Schuldner verpflichtet wird, ein Entgelt für die Nutzung einer SEPA-Basislastschrift, einer SEPA-Firmenlastschrift, einer SEPA-Überweisung oder einer Zahlungskarte zu entrichten, ist unwirksam. Satz 1 gilt für die Nutzung von Zahlungskarten nur bei Zahlungsvorgängen mit Verbrauchern, wenn auf diese Kapitel II der Verordnung (EU) 2015/751 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2015 über Interbankenentgelte für kartengebundene Zahlungsvorgänge (ABl. L 123 vom 19.5.2015, S. 1) anwendbar ist.


    Unterstreichung durch mich. Dies heißt also, man muß nicht für das Bezahlen bezahlen.

    Vertragspartner des Reisenden ist immer der Veranstalter und nicht der Vermittler. Der Vermittler (hier: Kaffeeröster) hat nach der Vermittlung seine Schuldigkeit getan und mit der weiteren Vertragsdurchführung zwischen den Vertragsparteien (Reiseveranstalter und Reisender) nichts weiter zu tun. Dies heißt also: Ansprüche sind immer gegen den Reieseveranstalter zu richten.


    Die Aufforderung zum Schadenersatz kann man dem Reiseveranstalter mündlich, per FAX, per EMail, durch einfach Brief, durch Morsezeichen o. a. zukommen lassen. Es empfiehlt sich doch immer der Einschreibebrief wegen der besseren Nachweisbarkeit der Zustellung.


    Zur Höhe des Schadenersatzes:
    'Für die Höhe des Schadensersatzanspruchs wegen entgangener Urlaubsfreude gibt es im Gesetz keine fixen Beträge oder Prozentsätze. Nach der Rechtsprechung sind die Umstände des Einzelfalls maßgeblich. Der Entschädigungsbetrag muss sich aber jedenfalls am Reisepreis orientiern.


    Bei einer kurzfristigen Absage der Reise wird wohl meist ein Betrag in Höhe von ca. 50 % des Reisepreises angemessen sein. Die Rechtsprechung kennt hier aber keine Höchstgrenze, so dass bei Vorliegen besonderer Umstände auch 100 % des Reisepreises angemessen sein können (denkbar bei Hochzeitsreise oder Reise zur Fussball-WM, die nicht nachgeholt werden kann). Bei einer normalen Reise setzen Sie am besten die Hälfte des Reisepreises als Schadensersatz an, wenn die Reise komplett ausfällt.


    Sofern die Reise erheblich beeinträchtigt ist, sollte man eine prozentuale Entschädigung fordern, die sich an den Prozentsätzen der Reisepreisminderung (nach Frankfurter Tabelle oder Kemptener Reisemängeltabelle) orientiert. Sofern nur einzelene Tage der Reise beeinträchtigt sind, kann man einen entsprechenden Teil der Tages-Reisepreise als Entschädigung fordern. Bei gravierenden Mängeln an einzelnen Tagen kann (nur!) in Extremfällen aber auch der gesamte Urlaub beeinträchtigt sein (möglich z.B. bei einem "Beinahe-Absturz" des Flugzeugs oder einer Vergewaltigung durch einen Hotelmitarbeiter).
    Wichtig: Es spielt keine Rolle, wie Sie Ihre nutzlos aufgewendete Urlaubszeit anderweitig verbringen. Der Erholungswert zu Hause (auf "Balkonien") mindert Ihre Entschädigung nicht. Dasselbe gilt, wenn Sie eine Ersatzreise unternehmen. Auch bei einer Erkrankung oder Aufnahme der Arbeit während der geplanten Reisezeit brauchen Sie keine Schmälerung Ihres Ansrpuchs zu befürchten. In allen genannten Fällen darf die Entschädigung nach § 651n Abs. 2 BGB nicht gekürzt werden.' Quelle: https://www.kanzlei-irion.de/r…tzlos-vertane-urlaubszeit


    'Entschädigung in Höhe des vollen Reisepreises
    Bei einem vollständig ausbleibenden Urlaub ist nach einer Ansicht stets der volle Reisepreis als Entschädigung zuzuerkennen (u.a. "Führich, Reiserecht", 7. Aufl. 2015, § 11 Rn. 66). Dieser Ansicht hat der BGH ausdrücklich widersprochen (vgl. BGH, Urt. v. 29.05.2018, Az.: X ZR 94/17, Rn. 15). Nach Ansicht des Gerichts ist dem Gesetzeswortlaut (§ 651f Abs. 2 BGB) nicht zu entnehmen, dass bei der vollständigen Vereitelung des Urlaubs die Höhe der Entschädigung nicht auch im Ermessen des Tatrichters liegen soll. Die vollständige Vereitelung einer Reise stellt sich zwar als größte denkbare Beeinträchtigung der geschuldeten Reiseleistung dar. Die Entschädigung für vertane Urlaubszeit ist als immaterieller Ersatzanspruch aber gerade nicht darauf gerichtet, einen gerechten Ausgleich für eine mangelhafte Leistungserfüllung durch den Veranstalter herzustellen. Dies soll durch den Schadenersatz für die mangelhafte Reiseleistung geschehen, also durch materielle Schadenersatzansprüche. Statt dessen soll der Reisende hier dafür entschädigt werden, dass er seine Urlaubszeit nicht so verbringen konnte, wie mit dem Veranstalter vereinbart. Dies betrifft typischerweise auch das physische und psychische Wohlbefinden des Reisenden, das unter Umständen viel mehr in Mitleidenschaft gezogen wird, wenn die Reise unter groben Mängeln leidet, als wenn sie gänzlich ausfällt (vgl. BGH, Urt. v. 29.05.2018, Az.: X ZR 94/17). Andererseits kann eine kurzfristige Absage einer Reise ebenfalls erhebliche Beeinträchtigungen mit sich bringen.
    Entschädigung in Höhe des halben Reisepreises
    Nach einer weiteren Ansicht in der Rechtsprechung kann ein Reisender bei einer Reisevereitelung als Entschädigung wegen nutzlos aufgewendeter Urlaubszeit grundsätzlich einen Betrag von zumindest 50 % des Reisepreises verlangen (LG Frankfurt (Main), Urt. v. 29.10.2009). Diese Annahme kann jedoch nur ein erster Anhaltspunkt sein. Sie kann hinsichtlich der Rechtsprechung des BGH nicht pauschal angenommen werden. Das tatsächliche Maß der Beeinträchtigung muss im Einzelfall zumindest korrigierend berücksichtigt werden.' Quelle: https://passagierrechte.org/Nu…%20Reise%20(BGH%2C%20Urt.
    Von der früheren Berechnung anhand des Nettoeinkommens ist die Rechtsprechnung abgerückt, denn auch Kinder oder Frauen ohne Einkommen haben einen Anspruch auf diesen immateriellen Schadenersatz.

    Man sollte den Reiseveranstalter anschreiben und auffordern, die Reise so zu erbringen wie gebucht (sogen. ‚Abhilfeverlangen‘). Ferner sollte man gleichzeitig darauf hinweisen, dass man das neue
    Angebot nicht annimmt.


    Der Reiseveranstalter muß geleistete Anzahlungen zurückzahlen. Die ergibt sich aus §§ 275 und 316 BGB. Hier bitte angemessene Frist setzen.


    Daneben hat der Reisende Anspruch auf Schadenersatz wegen ‚umsonst vertaner Urlaubszeit‘ aus § 651n BGB. DieHöhe dieses Schadenersatzes orientiert sich am Reisepreis. Auch hier angemessene Frist setzen!

    Hallo und danke für die Rückmeldung.


    Es ist wie Schlesinger sagt. Wurde in der Zwischenzeit auch von Thai bestätigt.


    Allerdings befinden die sich im Insolvenzverfahren und haben deswegen einen Reisegutschein angeboten, der falls nicht genutzt, ebenfalls in einer Erstattung endet. Ich denke, damit will man dort einfach ein wenig Geit gewinnen, um das Unternehmen zu retten und danach den Leuten ihr Geld zurückgeben zu können.

    Genau. Ich habe die Rechtslage aufgezeigt. Jedoch kann man einen nackten Mann bekanntlich nicht in die Tasche fassen.

    'Urlauber können ein gebuchtes Hotel in Deutschland wegen der Coronakrise nicht ohne weiteres kostenlos stornieren. «Es handelt sich um einen Mietvertrag. Solange das Hotel offen ist, muss ich bezahlen – auch wenn ich nicht anreise», erklärt die Reiserechtsexpertin Sabine Fischer-Volk von der Kanzlei Karimi in Berlin. Eine Ausnahme bestehe, wenn vor Ort Quarantäne herrsche.
    Allerdings ist es derzeit angeraten, private Reisen zu unterlassen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. «Wenn ich bezahlen muss, aber nicht anreisen will, dann würde ich versuchen, eine Umbuchung auf einen späteren Zeitpunkt oder einen Gutschein auszuhandeln», rät die Juristin. «Ein Gutschein ist besser, weil man sich dann nicht schon wieder auf einen festen Termin festlegen muss.»' Quelle: https://www.tageskarte.io/zahl…otels-in-deutschland.html


    Gleiche Rechtslage dürfte auch in Schweden gelten, denn die Rechtslage ist auf Europäischer Ebene weitgehend harmonisiert. Der Gutschein ist sogar ein Entgegenkommen seitens des Hotels an den Gast auf Kulanzbasis.


    Es gilt das Recht vom Sitz des Hotels, also schwedisches Recht, wenn per AGB nichts anderes wirksam verinbart ist.


    booking.com ist nur Vermittler und hat mit der Vertragsdurchführung nichts zu tun.


    Allerdings kann man als Hotelgast alternativ zum Gutschein auch 10 bis 20 % des Preises in bar zurück verlangen, denn eine 100% Stornokostenregelung ist unzulässig. Schließlich hat der Hotelier auch Kosteneinsparungen durch die ersparten Aufwendungen des Hoteliers (Strom, Essen, Reinigung, etc.).Vgl.: https://www.anwaltonline.com/r…rung-und-hotelstornierung


    Hat der Hotelier das Zimmer anders verwendet (Vermiertung an einen anderen Kunden), müßte er sich dieses auch anrechnen lassen. Doch dies dürfte in Corona-zeiten graue Theorie sein.



    Im übrigen liegt das Anreiserisiko immer beim Hotelgast.

    Ergänzend zu der Antwort von @Pumphut: Ob Stornierungsgebühren anfallen oder nicht, hängt immer vom Zeitpunkt des Reiserücktritts ab und ob zu diesem Zeitpunkt für das Reiseziel und den Reisezeitraum eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes besteht oder nicht.


    Wenn man die Reise kündigt, obwohl die Reisewarnung den Reisezeitraum nicht umfaßt, gilt sie als storniert. Dann sind die vereinbarten Stornierungsgebühren zu zahlen. Was hinterher passiert (ob die Reisewarnung verlängert wird), ist vollkommen egal, denn zum Zeitpunkt der Buchung bestand sie nicht und somit liegen dann auch nicht die Voraussetzungen des § 651h Abs. 3 BGB vor.

    Unzulässig und damit unzumutbar sind erhebliche Verkürzungen der Nachtruhe oder eine Ankunft am nächsten Tag.
    Diese unzulässigen Leistungsänderungen sind reklamationsfähige
    Reisemängel. Der Reisende muss - möglichst mit Fax - diese
    Pflichtverletzung bei seinem Reiseveranstalter rügen (§ 651 d II BGB). Gerichte haben in letzter Zeit folgende Flugzeitänderungen als unzumutbar bezeichnet:
    - Vorverlegung des Rückflugs von 22.10 auf 5.30 Uhr (AG Bad Homburg NJW-RR 1998, 1357)
    - Vorverlegung des Rückflugs um einen Tag mit verkürzter Nachruhe (AG Hamburg-Altona RRa 2001, 5)
    - Vorverlegung von 15.00 auf 5.00 Uhr mit Änderung des Landeflughafens (AG Düsseldorf NJW-RR 2002, 1638: 1/2 Tagespreis)
    - Abflugverlegung bei einer Städtereise von 5 Tagen mit 4
    Übernachtungen, wenn die Nachtruhe so verkürzt wird, dass keine 4 volle
    Übernachtungen möglich sind (AG Rheine RRa 2003, 126)
    - die Ankunft um 1.00 Uhr nachts erst am Tag nach Reiseantritt, wenn am folgenden Morgen um 9.00 Uhr eine Busrundreise beginnen soll (LG Koblenz, RRa 2003, 260)
    - Verschiebung des Rückflugs in die Morgenstunden des nächsten Tages (AG Hannover RRa 2005, 79)' Quelle: http://www.reiserecht-fuehrich…Index/Flugaenderungen.htm

    Der Reisende hat nun folgende Rechte:
    '- Rücktritt vom Reisevertrag ohne Stornokosten vor Reisebeginn, da eine erhebliche Änderung einer wesentlichen Reiseleistung vorliegt (§ 651a V BGB),
    - Nimmt der Kunde geänderten Flug, kann er spätestens 1 Monat nach Reisende Preisminderung bis zu 30 % des Tagesgesamtpreises verlangen (§ 651d BGB),
    - Zusätzlich entstandene Kosten können als Schadensersatz
    vom Veranstalter verlangt werden (§ 651 f I BGB), wenn dieser nicht
    nachweist, dass er oder seine Fluggesellschaft die Verschiebung nicht zu
    verantworten hat. Wirtschaftliche Gründe wie die Anpassung der
    Flugkapazitäten entlasten den Veranstalter nicht.
    - Eine Entschädigung in Geld wegen vertaner Urlaubszeit nach §
    651 f II BGB' Quelle:
    http://www.reiserecht-fuehrich…Index/Flugaenderungen.htm
    falls die Reise nicht angetreten wird.


    Wenn die Flugreise sogar um zwei Tage verschoben wird, handelt es rechtlich um die Absage der gebuchten Reise durch den Reiseveranstalter und das Angebogt an den Kunden, das neue Vertragsangebot anzunehmen oder abzulehnen.

    Wenn es sich um einen Flug handelt, welcher in der EU startete, dann ist europäisches Recht anwendbar! Dies gilt unabhängig davon, in welchen wirtschaftlichen Allianzen mit anderen Airlines dieses Luftfahrtunternehmen kooperiert.


    Art 8 der VO (EG) 261/2004 (sogen. Europ. FluggastrechteVO) regelt die Unterstützung nach annulierten Flügen:
    "Aus Art. 8 der VO (EG) 261/2004 ergibt sich der Anspruch auf sogen. Unterstützungsleistungen. Doch was ist dies? -
    Dies ist ein Anspruch des Fluggastes auf
    -Erstattung der Flugscheinkosten binnen sieben Tagen oder
    -einen Rückflug zum ersten Abflugort oder
    -anderweitige Beförderung zu seinem Endziel,
    und zwar nach Wahl des Fluggastes. -
    Wann entsteht dieser Anspruch? -
    Er entsteht im Falle der
    -Annulierung oder
    -Nichtbeförderung." Quelle: http://fluggastrecht.blogspot.…ng-und-unterstutzung.html


    Dies bedeutet, der Fluggast hat u. a. die Wahl, sich den Ticketpreis erstatten zu lassen. Eine Gutscheinslösung sieht die Verordnung nicht vor.


    Sollte es sich allerdings um einen Flug handeln, welcher sowohl außerhalb Europas startete und landete und zudem mit einer außereuropäioschen Airline durchgeführt wurde, dann käme ausländisches Recht zu Anwendung, ggf. das Montrealer Übereinkommen (MÜ).

    Diese Antwort ist nur gültig, wenn der Ort der Beherbergung in Deutschland liegt:


    Wenn für das betroffene Gebiet, wo sich das Feriengut befindet, zum Zeitpunkt des gebuchten Aufenthalts ein behördlch angeordnetes Aufnahmeverbot für Touristen bestand, dann war es für den Vermieter (und auch für jedermann) unmöglich, die gebuchte Leistung zu erbringen.


    Wenn eine Leistung nicht erbracht wird, dann entfällt der Anspruch auf Gegenleistung (=Zahlung). Dies folgt aus den §§ 275 in Verbindung mit 326 BGB.


    Auf den Grund der rechtlichen Unmöglichkeit (Höhere Gewalt) kommt es nicht an.
    Mit einem Gutschein muß man sich nicht zufrieden geben.


    Anderes wäre die Rechtslage, wenn ein solches Aufnahme- und Beherbergungsverbot für Touristen nicht bestand. Alleinige Angst nicht dorthin zu reisen, wäre kein Grund, vom Vertrag zurückzutreten.