Beiträge von Schlesinger

    Gibt es denn keinen support an welchen man sich wenden kann ? oder man macht es direkt am flughafen


    Die Firma 'fluege.de' hat Ihren Sitz im romantisch klingenden 'Barfußgäßchen' Nr. 12, in 04109 Leipzig. Die haben keinen Support an Flughäfen. Die Firma ist lt. Impressum unter Tel.-Nr.: 0341 35575 85560 oder der EMail-Adresse 'service@fluege.de' erreichbar.

    Ich habe gehört dass die Kosten erstattet werden. jedoch ist es sicherlich von gesellschaft zu gesellschaft anders


    Ein Streik, auch in der eigenen Flotte, zählt als 'außergewöhnlicher Umstand (im Volksmund: 'höhere Gewalt') im Sinne der 'Europäischen Fluggastrechteverordnung, der VO (EG) 261/2004. Daraus lassen sich zwei Sachen ableiten:
    1. Die Airline muß keine entfernungsabhängige Ausgleichsleistung an den Passagier zahlen, wenn es zu einer entsprechenden großen Verspätung von über drei Stunden, einer Annullierung oder einer Nichtbeforderung kommt.
    2. Auch in Fällen 'außergewöhnlicher Umstände' sind alle Airlines gem. der vorgenannten Rechtsovrschrift verpflichtet, den Passagieren Betreuungs- und Unterstützungsleistungen zu gewähren, wozu u. a. auch Hotelübernachtungen gehören.
    Und dieses Recht ist nicht von Gesellschaft zu Gesellschaft anders.


    1. Mieterhöhung
    Wenn ich es richtig verstanden habe, muss eine Mieterhöhung begründet werden durch Mietspiegel, Sachverständigengutachten oder Vergleichswohnungen. Dies ist aber nicht geschehen.


    Genau. In diesem Fall ist die Mieterhöhrung unwirksam, da sie nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht.
    Man sollte sich allerdings als Mieter überlegen, ob man nicht doch zustimmt. Man sollte selbst mal nachpfrüfen, falls es einen Mietspiegel oder Vergleichswohnungen gibt, wie hoch demnach die Miete wäre. Vielleicht führt man ja durch einen Widerspruch den Vermieter erst auf die richtige Spur und er erhöht dann rechtlich kortrkt wesentlich mehr als EUR 50,- nach neun Jahren.



    2. Umlagefähige Versicherungen
    Ich bin ja gern bereit die Versicherung, welche das Haus betreffen, anteilig zu bezahlen. Aber kann der Vermieter sie nicht einfach benennen, als einfach nur Versicherung zu schreiben?


    Er muß die Versicherungen benennen, denn sonst kann der Mieter nicht erkennen, ob ggf. eine nicht umlagefähige Rechtsschutz- oder Mietausfallversicheurng mit auf die MIeter umgelegt wurde.



    3. Verteilungsmaßstab Wasser, Abwasser
    Bei der Besichtigung der Wohnung ist mir direkt aufgefallen, dass die einzelnen Wohnungen keinen Wasserzähler haben. Darauf habe ich den Vermieter angesprochen und er versicherte mir, dass der Verteilungsmaßstab nicht die Wohnungseinheiten sondern die Personen in den Wohnungen maßgeblich sind. Leider steht das im Mietvertrag nicht drin. Was bei uns "erschwerend" hinzukommt, ist, das wir im EG einen Laden haben. Dieser hat zwar eine Wasseruhr, diese ist wohl aber kaputt. Darüber wurde der Vermieter informiert. Jetzt braucht doch ein Laden (Blumengeschäft) täglich viel Wasser. Da aber die Wasseruhr kaputt ist, kann es jetzt nicht getrennt werden. Wie verhält sich jetzt hier der Sachverhalt?


    'Findet sich im Mietvertrag keine Regelung, kann der Vermieter nach billigem Ermessen den Verteilerschlüssel festlegen.
    Dabei muss der Vermieter dem unterschiedlichen Verbrauch oder der unterschiedlichen Verursachung Rechnung tragen (§ 556a I 2 BGB). Insbesondere kann dies der Fall sein, wenn sich im Objekt auch Gewerbeeinheiten befinden, bei denen der Wasserverbrauch geringer oder höher sein kann. Teils wird die gesonderte Erfassung des gewerblichen
    Verbrauchs durch Wasserzähler und der Abzug dieser Kosten vor der Umlegung auf die Wohnraummieter verlangt (LG Berlin GE 2003, 190). Die gesonderte Erfassung macht aber wirtschaftlich nur Sinn, wenn das Gewerbe einen deutlich höheren Verbrauch verursacht. Dies wurde für einen Hundesalon, Juwelierladen und Reisebüro verneint, für eine Sauna, Wäscherei und Getränkehersteller jedoch bejaht.' Quelle: http://www.nebenkostenabrechnu…Mietvertrag-nichts-regelt



    4. Müll
    Da der Laden im letzten Jahr immer seinen Müll in unserer Mülltonne entsorgt hat, war die 1100l-Tonne wöchtenlich voll. Jetzt gibt es den Laden nicht mehr und die Tonne ist für uns (6 Mietparteien) viel zu groß (wöchtlich gerade mal viertel voll) Wie ich auch herausgefunden kostet uns die 1100l-Tonne ca.2.700€/Jahr. In dem Preis ist ein Vollservice inkludiert, d.h. die Tonne soll eigentlich vom Stellplatz geholt, geleert und dort wieder hingestellt werden. Das ist aber gar nicht möglich, da der städtische Abfallbetrieb gar nicht an die Tonne rankommt, da ein Tor davor ist. Also können wir den Vollservice gar nicht nutzen, müssen ihn aber bezahlen. Können wir vom Vermieter verlangen, dass demnächst der private und gewerbliche Müll getrennt wird und wir somit nur eine kleinere Tonne (240l oder 500l) bekommen? Das macht sich im Preis extrem bemerkbar.


    Es gibt das Wirtschaftlichkeitsgebot. Näheres siehe hier: http://www.bmgev.de/mietrecht/…gebot-betriebskosten.html



    5. Grundsteuer
    Ebenfalls habe ich auch gelesen, das sich die Grundsteuer erhöht sobald ein sich ein Gewerbe im Haus befindet. Muss er der Vermieter dann nicht in der Nebenkostenabrechnung eine Aufschlüsselung aufzeigen?


    Unter der Endsumme der Nebenkostenabrechnung hat der Vermieter einen Punkt "-25% Laden". Somit entfallen dann nur noch 75% der Kosten auf die Mieter. Ist das rechtens oder muss er alles korrekt aufschlüsseln..


    Der Vermieter muß die Gewerbeeinheit gesondert abrechnen und die restlcihen Wohnungen nach Quadratmeterzahl.

    Mir zollt das Unternehmen einfach großen Respekt ab. Ich komme aus der Gegend und kenne die Geschichte auch ein wenig. Ein junges Unternehmen, gegründet von 3 Studenten, in einem Wohnheim - über Wochen programmiert und aufgebaut und dann sind sie damit so erfolgreich, unter den Top-Reiseanbietern in Deutschland. Fehler hin oder her, dafür haben sie meinen Respekt!!!!


    Ein anderes, positives Beispiel aus dem Marketing. Erinnert ihr euch an das Ski-Springen?
    Ja, Fluege.de steht unter den Skiern (und hätte damit eigentlich auch bei Olympia dabei sein müssen).
    Sie haben vor wenigen Jahren einen Sprung-Ski Hersteller aus Thüringen vor dem Bankrott gerettet (ich glaube Germina), diesen umbenannt und sich das Recht erworben unter den Skiern werben zu dürfen. ...


    Genausowenig wie die zahlreichen Verdienste des Ex-FC-Bayern-Managers Uli Hoeneß diesem das Recht geben, gegen steuerrechtliche Bestimmungen zu vestossen, geben die Herkunftsgeschichte und die Marketingmaßnahmen von "fluege.de" dieser Firma noch lange nicht das Recht, immer wieder erneut gegen wettbewerbsrechtliche Bestimmungen zu verstossen.

    'Kann man Reisebewertungen im Internet glauben?
    In diversen Reisebewertungsportalen melden sich Mitglieder in den Foren mit dem Namen "pfiffige-senioren" an und geben positive Reisebewertungen ab. Ein Forenmitglied auf dem Portal cylex schreibt sogar: "Pfiffige-Senioren.de": Wir sind begeistert".
    Hier soll offenbar der Eindruck erweckt werden, dass diese Webseite "pfiffige-senioren.de" von den FFO-Reisen begeistert ist. Die Betreiberin der Webseite "pfiffige-senioren.de" distanziert sich von diesen Bewertungen. Sie hat zu "Schöne FFO Welt Reisen GmbH" nie eine Reisebewertung in einem Bewertungsportal abgegeben und wird dies auch in Zukunft nicht tun. Mein Einverständnis/Kenntnis liegt mir als Betreiberin der Webseite "pfiffige-senioren.de" für diese Bewertungen nicht vor.' Quelle: http://www.pfiffige-senioren.de/kaffeefahrt-faelle.htm


    Hier ein Beispiel:
    Auf der community von T-online hat ein User mit dem Pseudonamen 'pfiffigeSenioren' folgendes geposter: 'Immer mehr Pfiffige Senioren verreisen mit Schöne Ffo Welt Reisen, einer der Reiseanbieter mit einem der besten Preis Leistungsverhältnisse speziell für Busreisen ab allen größeren Staedten Deutschlands.'. Quelle: http://community.t-online.de/c…elt-reisen,100422807.html

    1. Wie funktioniert ein Mieterhöhungsverlangen?
    'Grundsätzlich steht einem Vermieter jederzeit die Möglichkeit offen, die gegenwärtig bezahlte Miete gemäß § 558 BGB
    an die ortsübliche Miete durch ein entsprechendes Mieterhöhungsverlangen anzupassen. Hier hat der Gesetzgeber eine sogenannte Kappungsgrenze eingeführt von 20 % alle drei Jahre. Das heißt, die Mieterhöhung darf in einem Zeitraum von drei Jahren nicht höher sein als 20 %, gerechnet von der in diesem Zeitraume ersten Erhöhung.


    Als Instrument zur Begründung des Mieterhöhungsverlangens kann sich der Vermieter sowohl der Benennung von Vergleichsmieten bedienen, wie er auch zur Begründung ein Sachverständigengutachten heranziehen kann oder einen örtlichen Mietspiegel.


    Einen örtlichen Mietspiegel gibt es in zahlreichen Städten, in vielen – insbesondere kleineren Gemeinden - jedoch
    nicht. Vergleichsmieten können auch aus eigenen Beständen des Vermieters kommen. Wenn also der Vermieter hier eigene Wohnungen im Bestand hat, für die eine höhere Miete als für Ihre Wohnung bezahlt wird, können diese problemlos herangezogen werden. Auch ein Sachverständigengutachten ist ein geeignetes Begründungsmittel.' Quelle: http://www.mieterverein-bamber…--was-zu-beachten-ist.pdf

    2. Umlagefähige Versicherungen

    Umlagefährig auf die Mieter sind die Elementarschädenversicherung (Feuer, Wasser) und die Gebäudehaftpflicht. Letztere tritt für Schäden ein, die durch Gefahren verursacht sind, die vom Gebäude ausgehen (z. B.: herabfallende Dachziegeln, explodierende Gasleitung usw.)


    3. Verteilungsmaßstab Wasser, Abwasser
    § 556a Abs. 1 u. 2 BGB -Abrechnungsmaßstab für Betriebskosten-
    (1) Haben die Vertragsparteien nichts anderes vereinbart, sind die Betriebskosten vorbehaltlich anderweitiger Vorschriften nach dem Anteil der Wohnfläche umzulegen. Betriebskosten, die von einem erfassten Verbrauch oder einer erfassten Verursachung durch die Mieter abhängen, sind nach einem Maßstab umzulegen, der dem unterschiedlichen Verbrauch oder der unterschiedlichen Verursachung Rechnung trägt.
    (2) Haben die Vertragsparteien etwas anderes vereinbart, kann der Vermieter durch Erklärung in Textform bestimmen, dass die Betriebskosten zukünftig abweichend von der getroffenen Vereinbarung ganz oder teilweise nach einem Maßstab umgelegt werden dürfen, der dem erfassten unterschiedlichen Verbrauch oder der erfassten unterschiedlichen
    Verursachung Rechnung trägt. Die Erklärung ist nur vor Beginn eines Abrechnungszeitraums zulässig. Sind die Kosten bislang in der Miete enthalten, so ist diese entsprechend herabzusetzen.


    Also: Hier im Mietvertrag nachsehen, was als Umlagemaßstag vereinbart wurde.

    Die Firma „Schöne FFO Weltreisen GmbH“ wollte am vergagenen Mittwoch auf der Wilferdinger Höhe bei zwei Veranstaltungen eine sogenannte „Gewinnverteilung“ vornehmen. Nach Einschätzung des Amts für öffentliche
    Ordnung handelte es sich dabei um eine sogenannte Kaffeefahrt. Bei derartigen Veranstaltungen werden zumeist ältere Menschen durch geschickte und/oder aggressive Gesprächsführung dazu gebracht, überteuerte Waren zu kaufen. Nach einem Testanruf bei der FFO hat sich am Dienstag dieser Verdacht erhärtet.


    Immer wieder landen bei zumeist älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern Einladungen zu dubiosen Veranstaltungen mit dem Versprechen, Gewinne und/oder Zuwendungen zu erhalten. Am Ende steht dann eine der altbekannten Verkaufsveranstaltungen, auf der Ware mit falschen Versprechungen, mit zum Teil durch Ausüben von Druck oder wesentlich überteuert verkauft wird. Im Sinne der Gewerbeordnung sind derartige Veranstaltungen „Wanderlager“.


    Wird auf eine solche Veranstaltung durch öffentliche Ankündigung hingewiesen, so muss diese zwei Wochen vor Beginn der zuständigen Behörde angezeigt werden. Das ist nicht geschehen. Dazu sind bei solchen Wanderlagern unentgeltliche Zuwendungen bzw. Verlosungen wettbewerbsrechtlich nicht zulässig. Aufgrund der Rechtswidrigkeit der
    Veranstaltung hat das Amt für öffentliche Ordnung die Veranstaltung untersagt: „Wir haben schnell und erfolgreich Verbraucherschutz vor Ort betrieben“, so Siegbert Morlock vom Amt für öffentliche Ordnung.


    Quelle: Pressemitteilung der Stadt Pforzheim v. 22.09.14

    Wenn du dies über eine App getan hast - ist es vielleicht sogar nur ein technischer Fehler. Meines Wissens, wird die Darstellung der Preise (inkl. aller Bearbeitungsgebühren) auf der Browser-Version für den PC vor dem abschließenden Kaufprozess angezeigt.


    Nein. Das ganze hat offenbar System: 'Flüge.de' ist in der Vergangenheit schon des öfteren von Verbraucherschutzvereinen erfolgreich gerichtlich abgemahnt worden!



    Ich würde dies auch genauso dem Service mitteilen oder dich ggf. gleich an die Technik wenden.
    Über solches Feedback ist man doch sehr dankbar und sicher wird man dir die angefallenen Kosten dann auch erstatten.


    Die Technik und der Service von 'Flüge.de' haben dies m. E. absichtlich so eingestellt. Dies schließe ich aufgrund der Vielzahl der in der Vergangheit erfolgreichen Abmahnungen durch die Verbraucherschutzvereine.



    Gleich immer zum Verbraucherschutz zu rennen und mit Klagen drohen, halte ich für übertrieben. Fluege.de ist viel zu groß, dass Sie absichtlich Verbraucher täuschen können und wollen. Also einfach mal die Mitarbeiter freundlich darauf hinweisen, deinen dokumentierten Fall auch einreichen und schon werden sich die Probleme auflösen!


    Ich habe soeben ein Probebuchung bei 'Flüge.de' durchgeführt. Der ursprünglich angezeigte Preis von EUR 520,81 verteuerte sich während des Buchungsvorgang auf etwas über EUR 580,-. Dabei war die Webseite in zwei Parts eingeteilt: In eine linke und in eine rechte Hälfte. In der linken Hälfte mußte man Angaben zur Person machen und mehrere Male angeben, daß man keine Versicherungen und keine 'Flüge.de'. In der wesentlich kleineren rechten Hälfte verteuerte sich der Flug, obwohl ich alle kostenpflichtigen Zusatzleistungen ablehnte.


    'Buchungsportale wie fluege.de versprechen, den billigsten Flug zu finden. Doch während des Buchungsvorgangs werden immer mehr Gebühren auf den Preis aufgeschlagen. Verbraucherschützern reicht es.


    "Fluege.de findet den billigsten und schönsten Flug." So säuselt es Reiner Calmund in einem Werbespot für das Internetportal in die Kamera, während die hinter ihm stehende Stewardess ein Lächeln aufsetzt, bei dem man am liebsten gleich abheben möchte. Besser, man bleibt am Boden.


    Denn zumindest der erste Teil der Botschaft ist zweifelhaft. Wer mittels der Suchmaschine des Onlineportals, das aus 750 Anbietern den angeblich günstigsten Flug heraussucht, eine Buchung vornimmt, erlebt im letzten Schritt eine herbe Überraschung. Bei einer Stichprobe für einen Flug von Köln/Bonn nach Berlin-Tegel mit Germanwings für eine Person Ende August 2015 wird ein Gesamtpreis von 66 Euro ohne Gepäck ausgewiesen. Doch nachdem man alle Personendaten eingegeben hat und bei den Zahlungsoptionen von der voreingestellten "fluege.de Mastercard Gold" auf "Mastercard" oder "Visa" gewechselt hat, ändert sich der Flugpreis schlagartig auf 107,55 Euro.


    Sowohl für den Hin- als auch für den Rückflug wird auf einmal eine sogenannte "ServiceFee" fällig, die insgesamt stolze 49,98 Euro beträgt – ein im Vergleich zu anderen Portalen hoher Betrag für die Verwendung eines gängigen Zahlungsmittels. Der Sprecher von fluege.de sagt dazu: "Die Erhebung von Service-Entgelten ist im Flugbetrieb das ureigene Geschäftsmodell sämtlicher Reisebüros. Die Höhe des Service-Entgelts berechnet sich in aller Regel aufwandsabhängig."


    Zum Vergleich: Exakt derselbe Flug ist bei Germanwings mit der Mastercard für 75,90 Euro inklusive Gebühren buchbar, im kostenfreien Lastschriftverfahren sogar für nur 66 Euro. "Wir halten, was andere versprechen", lautet das Motto von fluege.de. Treffender wäre: Wir versprechen, was andere halten.


    Das Prinzip ist einfach: Mit überteuerten Gebühren will man potenzielle Kunden zum Erwerb einer Kreditkarte verleiten, die dann eben diese überteuerten Gebühren überflüssig macht.


    Wer die Buchung auf fluege.de im letzten Schritt abbricht, bekommt eine E-Mail an die angegebene Adresse mit dem Hinweis: "Achtung! Ihre Reservierungsanfrage läuft ab", verbunden mit der Empfehlung, die Buchung doch auszuführen. Interessant ist, dass der Flugpreis hier mit 66 Euro angegeben ist, also ohne Gebühren. Es wird keine Gelegenheit ausgelassen, dem potenziellen Kunden einen Preis zu suggerieren, der nicht dem Endpreis entspricht.


    Mit Tricks wie diesen hat das Onlineportal bereits zahllose Kunden in die Irre geführt. Auf Bewertungsportalen wie ciao.de, dooyoo.de oder den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter häufen sich Einträge Betroffener, die Opfer des intransparenten Geschäftsgebarens von fluege.de geworden sind.


    Auch die Verbraucherschützer sind längst aufmerksam geworden. "Seit Jahren gibt es Beschwerden, weil sich die Kosten bei fluege.de während des Buchungsvorgangs erhöhen", sagt Kerstin Hoppe vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv).


    Als Referentin für Rechtsdurchsetzung hat sie die Leipziger Unister GmbH, zu der neben fluege.de und billigfluege.de auch flug24.de und die Online-Reisebüros ab-in-den-Urlaub.de und travel24.com gehören, für ihre Geschäftspraxis bereits mehrfach abgemahnt, zuletzt am 19. Juni 2014.


    Anlass für die jüngste Abmahnung war die Änderung eines BGB-Paragrafen, der die Festlegung von Grenzen bei Entgeltvereinbarung regelt. Dort heißt es: "Eine Vereinbarung, durch die ein Verbraucher verpflichtet wird, ein Entgelt dafür zu zahlen, dass er für die Erfüllung seiner vertraglichen Pflichten ein bestimmtes Zahlungsmittel nutzt, ist unwirksam, wenn


    1. für den Verbraucher keine gängige und zumutbare unentgeltliche Zahlungsmöglichkeit besteht oder


    2. das vereinbarte Entgelt über die Kosten hinausgeht, die dem Unternehmen durch die Nutzung des Zahlungsmittels entstehen."


    Auch wenn der Fluege.de-Sprecher auf Nachfrage die Vorzüge der kostenfreien "Master Card Gold" anpreist: Um ein gängiges Zahlungsmittel handelt es sich dabei nicht.


    Noch dazu ist das von der Luxemburger Advanzia Bank angebotene Produkt mit Vorsicht zu genießen. Sie ist zwar kostenfrei, kann den Kunden allerdings teuer zu stehen kommen, wenn er einige Eigenheiten der Karte nicht beachtet. Die Rechnungssumme wird nicht automatisch von einem Konto eingezogen, sondern muss vom Kunden selbst nach Erhalt der Rechnung in einer bestimmten Frist überwiesen werden. Sonst werden eine Mahngebühr und Zinsen von jährlich knapp 20 Prozent vom Zeitpunkt des Einkaufes an fällig.


    Und grundsätzlich gilt: Wer eine gängige Kreditkarte verwendet und eine zusätzliche Karte beantragt, um auf einem Portal kostenfrei buchen zu können, riskiert, dass seine Bewertung bei Scoring-Gesellschaften wie der Schufa herabgesetzt wird.


    Gängig ist auch die "Visa Electron" nicht, jene Karte, die noch bis Ende 2014 auf den Unister-Portalen als kostenfreie Zahlungsmöglichkeit angeboten wurde. "Visa Electron spielt im deutschen Markt so gut wie keine Rolle", sagt Matthias Adel von Visa Europe. "Nur wenige Karten sind von den deutschen Banken ausgegeben worden. Das Produkt hat sich bei den Kunden hier nicht durchgesetzt." Seit Neuestem wird die von fluege.de erhobene "ServiceFee" übrigens auch bei dieser Karte fällig.


    Die Verbraucherzentrale wird jetzt vor dem Landgericht Leipzig Klage gegen Unister einreichen. "Ein Anwalt ist bereits mandatiert, die Klageschrift wird vorbereitet", sagt Kerstin Hoppe. Doch selbst wenn der Rechtsstreit für die
    Verbraucherschützer erfolgreich verlaufen sollte, dürften die Probleme damit kaum aus der Welt geschafft sein.


    Schon seit 2008 haben nicht nur Verbraucherschützer ein Auge auf Unister. Die "ServiceFee" war schon damals Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen. Seit November 2008 gelten die EU-Bestimmungen zur
    Preiswerbung für Flugreisen, die ausdrücklich verlangen, dass bei Flugreisen Endpreise inklusive sämtlicher obligatorischer Kostenpositionen angegeben werden müssen. Unister hatte auch damals die "ServiceFee" erst am Ende der Buchung ausgewiesen.


    Die Wettbewerbszentrale hatte daraufhin gegen Unister geklagt und den Rechtsstreit sowohl vor dem OLG Dresden als auch vor dem Bundesgerichtshof gewonnen. Unister musste daraufhin seine Fluege.de-Website kurzfristig umgestalten. Quelle: Welt.de vom 15.01.2015 auf: http://www.welt.de/finanzen/ve…arbeiten-Flugportale.html


    Finanz-Chris
    Es ehrt dich zwar, daß du zunächst vom Guten im Menschen (oder in der Firma) ausgehst. Bei 'Flüge.de' müßte aber ein Sinneswandel in diesem Unternehmen stattgefunden haben, um denen solch einen Vertrauensvoschuß zu geben.




    Die
    Art und Weise, wie sich die Website heute präsentiert, sagt allerdings
    viel aus über Unisters Strategie. Die besagte "ServiceFee" taucht nach
    wie vor erst am Ende des Buchungsvorgangs auf, jetzt allerdings in
    Abhängigkeit des zu wählenden Zahlungsmittels. Diese kleine Änderung
    reichte offenbar aus, um eine neue Rechtssituation zu schaffen. Der
    Umstand, dass nach wie vor eine sehr hohe Gebühr erhoben wird, blieb
    bestehen. Erst die erwähnte Änderung des BGB vom Juni 2014 könnte das
    nun ändern.

    Die Deutsche Bahn storniert Fahrkarten während des Streiks ohne Gebühren. Das ist eine freiwillige Kulanzleistung des Unternehmens.


    Das ist nicht nur eine freiwillig Kulanzleistung der Bahn sondern es sind Verbraucherrechte!


    'Seit Juli 2009 gelten neue Fahrgastrechte für Bahnreisende in Deutschland. Grundlage ist die EU-Fahrgastrechte-Verordnung, die am 3. Dezember 2009 automatisch in allen EU-Mitgliedsstaaten für Eisenbahnfahrten und -dienstleistungen in Kraft trat.


    Die Regelungen zur Rückerstattungszahlung
    Erreicht man mit 60 Minuten Verspätung sein Reiseziel, erstattet das Bahnunternehmen 25 Prozent des Fahrpreises, ab 120 Minuten sogar 50 Prozent. Im September 2013 hat der europäische Gerichtshof entschieden, dass die Entschädigung auch bei höherer Gewalt zu zahlen ist, z. B. bei schlechtem Wetter, Streik oder wenn ein Lastwagen die Gleise blockiert (EuGH, 26.09.2013 - C-509/11).


    Die Entschädigung kann man sich auf Wunsch auch bar ausbezahlen lassen.


    Zeichnet sich schon vor Beginn der Reise eine Verspätung von über einer Stunde ab, kann der Fahrgast auf die Fahrt verzichten und sich den Fahrpreis komplett zurückerstatten lassen oder die Fahrt auf einen späteren Zeitpunkt und mit geänderter Streckenführung verschieben.


    Wenn sich abzeichnet, dass eine Übernachtung nötig wird, weil der Zug über eine Stunde zu spät das Ziel erreichen wird, muss die Bahn dem Reisenden die Übernachtung in einem Hotel bezahlen. Dies hängt jedoch von der
    Verfügbarkeit ab.


    Keine Erstattung gibt es, wenn die Rückerstattungssumme weniger als vier Euro beträgt.


    Neuregelungen im Nahverkehr
    Wenn sich abzeichnet, dass sich ein Nahverkehrszug mehr als 20 Minuten verspätet, darf stattdessen ein Fernverkehrszug mit dem gleichen Ticket benutzt werden (mit Ausnahme von Zügen der Linien „City Night Line“ und
    „ICE Sprinter“)

    Taxifahrten von bis zu 80 Euro werden bezahlt, wenn aufgrund einer mindestens einstündigen Verspätung das Ziel erst nach Mitternacht und noch vor fünf Uhr morgens erreicht wird und kein anders preisgünstiges öffentliches Verkehrsmittel mehr zur Verfügung steht oder


    wenn der letzte fahrplanmäßige Zug des Tages (nach 20 Uhr) ausfällt und der Passagier daher sein Ziel vor Mitternacht nicht mehr erreichen würde.' Quelle: Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland auf: http://www.eu-verbraucher.de/d…n/bahn/eu-fahrgastrechte/

    Eine rückwirkende Mieterhöhung gibt es nicht:
    § 558b Abs. 1 BGB - Zustimmung zur Mieterhöhung
    Soweit der Mieter der Mieterhöhung zustimmt, schuldet er die erhöhte Miete mit Beginn des dritten Kalendermonats nach dem Zugang des Erhöhungsverlangens.

    Der Vermieter hatte mir vor ein paar Wochen in einem Telefonat zwar eine Mieterhöhung angekündigt,...


    § 558a Abs. 1 BGB - Form und Begründung der Mieterhöhung
    Das Mieterhöhungsverlangen nach § 558 ist dem Mieter in Textform zu erklären und zu begründen.

    Die Vorbesitzerin hat den Mietern laut Mietvertrag ein hälftiges Nutzungsrecht für die Garage eingeräumt.


    Es wird ausdrücklich gesagt, dass


    "Eine [..]Kündigung wäre unzulässig, wenn die Garage Bestandteil des Wohnungsmietvertrages wäre"


    Genau so sieht's anscheinend aus.


    @Ta_loco
    Was im Einzelfall genau im MIetvertrag abgeschlossen war, können wir hier beide aus der Ferne wohl nicht beurteilen.

    Richtig! Anonym kann jeder sagen was er will. Es zählen harte Fakten.


    Frage: Ist es in Deutschland nicht so, dass man vor Gericht keine Filmaufnahmen verwednden darf wenn die Person nicht wusste dass sie gefilmt wird? Dann bleibt einem doch nur das Filmen des Zimmers und des Pools um 5 Uhr morgens... ;(


    Danke für die Bestätigung meines Beitrags!!!


    Telefonanrufe dürfen auch nur mit Einwilligung des Betreffenden mitgeschnitten oder von eine Person, die neben dem Telefon steht, mitgehört werden. Hat man diese Einwilligung nicht, ist die zeugenschaftliche Aussage des Mithörenden oder die Abspielung des Mitschnitts vor Gericht im Zivilverfahren nicht verwertbar.


    Beim Recht am eigenen Bild sieht es etwas anders aus: Wenn die Person auf dem Bild nur Beiwerk ist, darf das Bild durchaus (u. a. vor Gericht als Beweismittel) Dritten zugänglich gemacht oder veröffentlicht werden. Handelt es sich hingegen um eine Portraitaufnahme der Person, muß diese einwilligen, daß das Bild Dritten zugänglich gemacht oder veröffentlicht werden darf.


    Insofern: Wenn man eine schadhafte Treppe am Pool dokumentieren will, indem man diese fotografiert, diese Treppe im Mittelpunkt des Fotos steht und Dritte nur Beiwerk sind, darf dieses Foto durchaus vor Gericht verwendet werden.


    Allerdings ist der Einwand durchaus berechtigt, denn die Grenzen, was Portrait oder Beiwerk ist, sind fließend.

    Garagen werden wohl eher nicht zum Wohnraum gezählt ...


    Kommt drauf an...


    'Der Bundesgerichtshof hat in diesem Urteil entschieden, unter welchen Voraussetzungen eine separat angemietete
    Garage gekündigt werden kann. In diesem Zusammenhang klärte er, in welchen Fällen eine Garage Bestandteil eines Wohnungsmietvertrages ist und damit nicht unabhängig von der Wohnung gekündigt werden kann.


    Die Beklagte ist Mieterin einer Wohnung in Duisburg und einer Garage in einem 150 Meter von der Wohnung entfernt gelegenen Einfamilienhaus, welches ursprünglich ebenfalls im Eigentum der Vermieterin stand. Im schriftlichen Wohnungsmietvertrag ist die Garage nicht erwähnt. Die Anmietung der Garage wurde mündlich vereinbart. Später erwarben die Kläger das Eigentum an dem Gebäude, in dem sich die Garage befindet. Danach kündigten sie das Mietverhältnis über die Garage. Da die Mieter die Garage nicht räumten, verklagten die Käufer der Garage die Mieterin auf Räumung und Herausgabe.


    Der BGH hat entgegen den vorinstanzlichen Gerichten der Klägerin Recht gegeben und entschieden, dass der Räumungsanspruch gemäß § 546 Abs. 1 BGB besteht. Die Kündigung der Garage ist gültig. Eine solche Kündigung wäre nur dann unzulässig, wenn die Garage Bestandteil des Wohnungsmietvertrages wäre, was vorliegend nicht der
    Fall sei. Bei einem schriftlichen Wohnungsmietvertrag und einem separat abgeschlossenen Mietvertrag über eine Garage spreche eine Vermutung für die rechtliche Selbständigkeit beider Vereinbarungen. Diese Vermutung
    sei nicht widerlegt worden. Zwar ist im Regelfall anzunehmen, dass die Mietverhältnisse über dei Wohnung und die Garage nach dem Willen der Beteiligten eine rechtliche Einheit bilden sollen, wenn sich die Wohnung und die Garage auf demselben Grundstück befinden. Diese Voraussetzung ist hier aber nicht erfüllt. Auch die übrigen Umstände des Falles rechtfertigen nach Ansicht des BGH keine Annahme einer rechtlichen Einheit beider Mietverträge.'
    Quelle: https://www.mieterbund-darmsta…agenkuendigung.312.0.html unter Hinweis auf BGH VIII ZR 251/10

    Noch eine kleine Ergänzung:
    Selbst wenn in Internetforen von anonymen oder unter Nick-Names agierenden Personen noch so viel behauptet wird, daß ein Hotel dreckig oder schimmlig sei, dann muß der Reisende für seine konkrete Reise im konkreten Einzelfall -notfalls vor Gericht- den Beweis nach den zuvor hier aufgeführten Beweisregeln erbingen, um erfolgreich gegen den Reiseveranstalter sein Recht auf Reisepreisminderung aufgrund eines Mangels geltend machen zu können.

    Aber bevor die Tabelle in Anspruch genommen werden kann mus allesuch hieb und stichfest sein.


    Genau so sieht es aus. Wenn der Kunde einen Mangel behautpet, dann muß er ihn auch beweisen. Dies entspringt dem Grundsatz im Zivilverfahren: 'Wer etwas behauptet, der muß es auch beweisen'. (Ausnahmen: -es ist etwas offenkundig oder -wird vom Prozeßgegner, hier durch den Reiseveranstateler, zugestanden).


    Vor deutschen Zivilgerichten werden folgende Beweismittel anerkannt:
    -Sachverständigenaussagen,
    -richterlicher Augenschein (einer sichergestellten Sache, eines Fotos oder eines Videos)
    -Urkunden,
    -Zeugenaussagen (z. B. von Mitreisenden)
    -Anerknntnis einer Forderung im Zivilverfahren.


    Verlaßt Euch nicht auf die Gutmütigkeit des Reiseveranstalters.


    Volle Zustimmung!

    Der Kunde schließt mit der Bahn einen Beförderungsvertrag, also einen Unterfall des Werkvertrages, ab.


    Auch für Werkverträge gilt, wie für alle Verträge: 'Geschlossene Verträge' sind einzuhalten oder - wie wir Lateiner unter uns sagen: 'pacta sunt servanda'.


    Gestzliche Grundlage für die Stornierung:
    § 649 BGB - Kündigungsrecht des Bestellers

    Der Besteller kann bis zur Vollendung des Werkes jederzeit den Vertrag kündigen. Kündigt der Besteller, so ist der Unternehmer berechtigt, die vereinbarte Vergütung zu verlangen; er muss sich jedoch dasjenige anrechnen lassen, was er infolge der Aufhebung des Vertrags an Aufwendungen erspart oder durch anderweitige Verwendung seiner
    Arbeitskraft erwirbt oder zu erwerben böswillig unterlässt. Es wird vermutet, dass danach dem Unternehmer 5 vom Hundert der auf den noch nicht erbrachten Teil der Werkleistung entfallenden vereinbarten Vergütung zustehen.


    Der Nachweis des Kunden, daß die Bahn genau das vom Kunden gekaufte Ticket/den Sitzplatz an jemand anderen verkauft hat und daraus (=anderweitige Verwendung) einen Erlös erzielt hat, dürfte sehr sehr schwierig werden. Und genau diesen Beweis müssen Flugpassagiere (die meisten Tickets werden im Billigsegment erworben und sind nicht kostenlos erstattbar) auch erbingen. Dieser Beweis gelingt eigentlich nur in zwei Fallvarianten:
    -das Flugzeug / der Zug ist restlos ausgebucht oder
    -man hat dem Beförderungsunternehmen selbst einen Ersatzmann gestellt.


    Bei Flugtickets kommt noch ein anderer Aspekt hinzu: Zusätzlich zum reinen Flugpreis werden noch Steuern und Gebühren für Dritte (Flughafenbetreiber, Sicherheitsbehörden usw.) zusätzlich erhoben. Deren Bezahlung erfolgt in der Regel sofort nach Bestellung. Diese Steuern und Gebühren für Dritte übersteigen gerade im Billigsegment oft den reinen Flugpreis. Diese personenbezogenen Steuern und Gebühren für Dritte fallen 'in der Fliegerei' nur an, wenn der Passagier wirklich abfliegt. Fliegt der Kunde nicht, sind diese Kosten dem Flugpassagier vollständig (!) zu erstatten. Für den reinen Flugpreis gilt das oben Gesagte. - Im Bahnverkehr gibt es solche pesonenbezogenen Steuern und Gebühren für Dritte ('Bahnhofsgebühr', 'Sicherheitsabgabe' oder ähnlich) natürlich nicht. Insofern können solche auch nicht erstattet werden.

    Die verarschen einen nur ! Ruf da an bis es geht !


    Ob man das als 'Verarsche' bezeichnet oder nicht, sei dahingesellt. Die Fluggesellschaft versucht halt nur, ihren Schaden so gering wie möglich zu halten, indem sie dem Passaagier einen Gutschein übersendet. - Gerade, wenn man öfter mit der betreffenden Airline fliegt, kann ein Fluggutschein im Einzelfall sinnvoll sein um langwierige Streitigkeiten zu vermeiden.


    In den meisten Fällen ist es jedoch so, daß man solche (Wiedergutmachungs-)Gutscheine, die auf die Airline bezogen und auch noch zeitlich begrenzt sind nicht gebrauchen kann. Da gebe ich FainanzK natürlich recht.


    Vom Anrufen rate ich ausdrücklich ab! Alles, was am Telefon vereinbart wird, kann später kaum bewiesen werden. Ferner läuft man Gefahr, in kostenpflichtige Hotlines oder lange Wartescheliefen zu gelangen.


    Man sollte also gegenüber der Airline klip und klar kommunizieren, daß man einen Gutschein als Ausgleichleistung nicht akzeptiert. Am besten schriftlich, z. B. : FAX, EMail, Brief oder Einschreibbrief. Dabei sollte eine klare angemessene Fristsetzung erfolgen. Bei ausländischen Airline sollten hier drei bis vier Wochen ausreichend sein.


    Von der Reaktion oder Nichtreaktion der Airline hängt dann das weitere Vorgehen ab.


    Gibt es Unterschiede bei technischen Störungen ??? Kann mir diese Antwort jemand erläutern ????


    Immer wieder berufen sich Airlines auf 'technische Defekte' um so gegenüber dem Passagier einen vermeintlichen
    'außergewöhnlichen Umstand' zu begründen. - 'Technische Defekte, wie sie beim Betrieb eines Flugzeugs gelegentlich auftreten können, begründen für sich gesehen keine außergewöhnlichen Umstände, die das Luftfahrtunternehmen von der Verpflichtung befreien können, die nach Art. 7 der Verordnung vorgesehene Ausgleichszahlung zu leisten. Dies gilt auch dann, wenn das Luftfahrtunternehmen alle vorgeschriebenen oder sonst bei Beachtung der erforderlichen Sorgfalt gebotenen Wartungsarbeiten frist- und ordnungsgemäß ausgeführt hat. Als außergewöhnlicher Umstand kann ein technisches Problem nach der Rechtsprechung des Europäischens Gerichtshofs (Rs. C 549/07 – Wallentin-Hermann gegen Alitalia, RRa 2009, 35) nur dann angesehen werden, wenn es seine Ursache in einem der in Erwägungsgrund 14 der Verordnung genannten Umstände hat, beispielsweise auf versteckten Fabrikationsfehlern, Sabotageakten oder terroristischen Angriffen beruht' (BGH, Urteil vom 18. Januar 2011 - X ZR 71/10).


    Ganz gleich ob geplatzte Reifen (AG Königs Wusterhausen, Urt. v. 31.05.2011, Az.: 20 C 84/11) oder eine defekte Benzinpumpe (AG Frankfurt/M. Urt. v. 27.6.2013, Az. 30 C 1055/13 – 25) - es gibt heute kaum mehr ein Flugzeugteil über welches nicht schon vor Gericht gestritten wurde und stets wurde zu Gunsten der Fluggäste entschieden.



    Zu Beginn bieten sie aus Kulanzgründen einen Travel Credit an und am Ende sprechen sie doch von einer Überweisung !!! Was denn nun, ich kann die Antwort nicht deutenn.


    Ein SAS Travel Credit ist ein Reiseugtschein für SAS-Flüge.


    Die VO (EG) 261/2004 (sogen. 'Europäswiche Fluggastrechteverordnung') spricht bei den entfernungsbedingten Ausgleichsleistungen von Euro-beträgen, also Geldbeträgen! Die Ausgleichsleistung ist ein pauschaler Schadenersatz.


    Niemand ist verpflichtet, bspw. Naturalien, Dienstleistungen, fünf Sack Kartoffeln, Steine, Stöcker oder Gutscheine als Ausgleichsleistung zu akzeptieren. (Schließlich sind Stöcker zu lang, so daß sie nicht in die Kasse passen und Steine sind zu schwer...).


    Googelt man mit dem Begriffen 'SAS Travel Credt', so findet man zahlreiche Beiträge mit der fast immer ähnlichen Formulierung:
    'Aus Kulanzgründen möchten wir der besonderen Situation Rechnung tragen und Ihnen als Ausgleich unseren SAS Travel Credit im Wert von EUR250 zukommen lassen. Der Travel Credit ist ein Jahr gültig und kann für alle von SAS durchgeführten Flüge angerechnet werden. Die Buchung Ihrer Reise erfolgt über unsere Reservierungsabteilung (Tel. + 49 (0) 180 5 117 002). Die Referenznummer Ihres Vouchers ist xxxxx.


    Gerne möchten wir Ihnen ferner pauschal EUR25 als Ausgleich für Verzehrkosten zukommen lassen. Wir bitten um Mitteilung der entsprechenden Bankverbindung (IBAN, BIC, Kontoinhaber mit Anschrift). Die Überweisung können wir nach Erhalt veranlassen.
    Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und würden uns freuen, wenn wir Sie auch künftig als Gast begrüßen dürfen
    .'


    Dabei ist auffällig, daß SAS immer zehn Prozent des Gutscheinwerts als Bargeldüberweisung für angebliche Verzehrkosten überweisen will. Vermutlich haben die sich im vorliegenden Sachverhalt nur verschrieben und meinten nicht den Überweisungsbetrag von EUR 660,- sondern lediglich EUR 60,-.