Beiträge von DeSa

    Ich bin auch bei smartbroker und hatte bisher den Xtracker MSCI World 1C mit ISIN: IE00BJ0KDQ92 bespart.

    Wegen der genannten Änderung bin ich auf den Amundi MSCI World mit ISIN: LU1681043599 gewechselt. Gütlig ab 01.01.2022. Da ich mehrere Depots bei TR, flatex, sb und sc habe, steht auch noch die Überlegung an den Broker hierfür zu wechseln..

    Außerdem noch zu nennen und wärmstens zu empfehlen:

    Torsten Breitag

    Guido Lehberg

    Finanzberatug Bierl

    Sven Hennig


    Die ersten zwei sind Koryphäen in Deutschland zum Thema BU, die Bierls sind im täglichen Austausch mit Torsten Breitag. Diese drei veranstalten auch regelmäßig das sogenannte BU-Forum, wo auch die Versicherer selber teilnehmen. Teilweise "schreiben" diese auch an den Versicherungsbedingungen mit - bzw. werden von den Versicherern gefragt, wie sie die AVBs verbessern können. Außerdem werden die anonymen Risikovoranfragen nicht einfach pauschal an die Gesellschaften geschickt sondern sondieren auf Grund den AVBs und deiner Gesundheitshistorie sinnvoll aus. Plus die RiVos werden nicht an eine Software gesendet (bspw. bei der ansonst guten AL nur noch Software zur Einschätzung; die AL ist auch nicht mehr DER VR schlechthin wie vor 5-10Jahren - er wurde eingeholt; außerdem gibt es nicht DEN einen passenden VR für jeden ;) ), sondern zu echten Menschen - entsprechend belastbar sind die Risikobewertungen dann auch.


    Falls du selber auch stärker in die Thematik einsteigen magst und die Hintergründe besser kennen zu lernen, lies dir die Blogs der o.g. Personen an. Lesen und VERSTEHEN heißt die Devise. ;) Zusätzlich gibt's noch diesen alten und trotzdem weiterhin gültigen Leitfaden von Torsten Breitag & Matthew Pyor aus dem Wertpapier-Forum:

    https://web.archive.org/web/20…cherung-tipps-und-tricks/


    Diese Personengruppe findest du aber nicht den Finanztip-Empfehlungen, dafür gibt's tlw. & u.a. aber auch Gründe auf deren Seite. Mehr Kenntnisse und Praxiserfahrung als diese hat keiner zum Thema BU. Im Leistungsfall sieht es wieder anders aus, aber das betonen alle der oben genannten und verweisen u.a. auf Angela Baumeister. Oder auch Stephan Kaiser/BU-Expertenservice.

    Ein Grund der Beitragserhöhung ist der gesetzlich vorgeschriebene, jedoch befristete "Corona-Zuschlag" für 2022 und auch nur für den Pflegeanteil. Siehe folgendes Video mit Erklärung:

    https://www.youtube.com/watch?v=dwh9tHzJRdE


    Was ist denn als Grund in dem BAP-Schreiben angegeben ?


    Eine Relationsangabe wie 13% ist ohne absolute Beiträge nicht sehr aussagekräftig. Man muss immer die Leistungsstärke der PKV betrachten und auch die absoluten Beiträge. Und nicht zu vergessen: einfach mal mit den aktuellen GKV Werten vergleichen und nicht den bei Abschluss gültigen. Viele sind dann überrascht.

    Das alles ist neutral gemeint und soll nicht wertend sein.


    Wenn ich grob mit einfachem Dreisatz überschlage und die 70€ Mehrbeitrag als Gesamterhöhung annehme, dann liegt dein Gesamtbeitrag für die PKV bei 538,46€. Herzlichen Glückwunsch, damit spart man monatlich 72,85€ gegenüber der GKV.


    Wenn ich im Internet nach Beitragserhöhung BBKK suche, dann finde ich ganz oben in der Ergebnisliste folgenden Link, der bis über 30% Beitragserhöhungen angibt:

    https://www.hcconsultingag.de/…enkrankenkasse-bbkk-2022/

    Lustig, ein waschechter Forentroll. :thumbsup:

    Fakten verlangen, aber selber keine wirklichen liefern und nur mit Halbwahrheiten am sticheln.

    Die Zeitungsartikel sind auch nur Meinungen mit unvollständigen Wahrheiten - nur halt von anderen & die du nur wiederholst.


    Fakten gegen die Meinungen der Autoren:


    - es wird mit vermeintlichen Minderleistungen der PKV zur GKV erzählt - ist halt so, wenn man sich nicht richtig informiert und nur auf den Beitrag schaut - Leistung kostet. ÜBERALL!

    Wenn ich etwas für den Rest meines Lebens (auf die bisherigen "Schlupflöcher" sollte man nicht bauen - das sagt einem auch ein halbwegs seriöser Makler) entscheiden will/muss, verlasse ich mich nicht auf einen Keksevergleich von Franke&Bomberg etc. (mMn. tlw. unseriös, weil oberflächlich und oft nicht die richtige Bedeutung des Kleingedruckten wiedergeben wird) oder Meinungen anderer (Zeitungsartikel, Kneipentischrunden, Makler). Ich MUSS mich selber einlesen (in die AVB) und VERSTEHEN. Ich kann hier nicht die Last der Entscheidung auf die Schultern anderer laden oder wie mit 12 Jahren widerrechtlich die AGB von Facebook und Co. bei Accounteröffnung akzeptieren.


    - es wird von stetig steigenden Beiträgen in der bösen PKV erzählt: als Gutverdiener über BBG KV steigen für mich auch jährlich die Beiträge, nur redet darüber keiner. Aber das müsste man, um fair zu bleiben. Und auch entsprechend transparent zeigen und vergleichen. (Ausnahme wie nächstes Jahr, in dem die BBG fallen; habe jetzt nicht recherchiert - ist das das erste Mal oder ist das schonmal zuvor vorgekommen ? Klar: Interpolation der Vergangenheit in die Zukunft ist auch nur Glaskugel schauen, aber was anderes bleibt einem erstmal nicht übrig - über Sinn und Unsinn könnten wir einen eigenen Thread erstellen)


    - zu obigen Punkt: schleichende Verteuerung der GKV durch Leistungswegfall - wird auch nicht offen und transparent diskutiert. Und wie will man - außer den Beitrag einer entsprechenden Zusatzversicherung - den Wert dafür ermitteln und als Verteuerung der GKV klarstellen ? Die Gefahr besteht immer durch die Willkür der Politik - hat man in der PKV nicht, weil vertraglich festgehalten. fGKV-Beitrag plus alle Zusatzversicherung, die in Summe die Leistung einer richtig guten PKV abbilden, kosten mehr als PKV-Beiträge, auch im Alter. Man ist lediglich flexibler als eine PKV. Muss man halt abwägen. Wie gesagt, mit Sicherheit in die Zukunft schauen kann keiner. Wir können nur vom Jetzt und unserer Lebensplanung ausgehen. Wenn das Leben/Schicksal einem einen Strich durch die Rechnung machen will, kann auch die GKV mich nicht vorm endgültigen Untergang retten.


    - wenn beide Partner freiwillig versichert sind, dann muss man außerhalb der Mutterschutzfristen bei gleichzeitiger Elternzeit (auch wenn keine Einkünfte bestehen) trotzdem Beiträge für die GKV zahlen. Da ja vermehrt die Leute auf das Privatleben wert legen und "gemeinsam Eltern sein wollen", ist das auch ein Fallstrick - wissen nur sehr wenige. Bei unverheirateten frw. GKV muss der Partner, bei dem das Kind nicht mitversichert ist, für die Elternzeit auch Beiträge zahlen (bei Selbstständigkeit eines Partners & als fGKV grds. so). Dann kann ich doch auch gleich in die PKV mit besseren Leistungen wechseln. Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege - war für mich auch schwierig zu verstehen und möglichst korrekt wiederzugeben.



    Ich lehne mich mal zurück und besorg mir eine Tüte Popcorn.

    Jegliche Antwort hierdrauf macht es nur noch amüsanter.. weil keine Fakten als Gegenargument. Aber ich mag Überraschungen :*


    Sidefact: ich/wir verdienen über BBG KV, ich hatte auch schon Beratungstermine zur PKV, wir sind aber bisher in der GKV geblieben. Weil wir nur knapp über der BBG liegen und bei Kurzarbeit wie letztes Jahr drunter sind. MMn. muss man sich PKV auch dann noch durchgehend leisten können (nicht nur wollen) und kein Hopping zwischen PKV und Anwartschaft machen. Entweder richtig oder gar nicht. So ehrlich muss man sich selbst gegenüber schon sein. Sonst lasst es einfach. Egal was.

    Ich habe vor 1,5Jahren auch meinen KfW-Studienkredit über eine Umschuldung abgelöst und wie du es schreibst, die Zinsen von >=4% auf 1,99% gesenkt.

    Eine Vorfälligkeitsentscheidung gibt es m.W. für den Studienkredit nicht. - also ich hatte keine (Vertrag 2011 abgeschlossen).

    Hallo Herr Meyenberg,


    Sie stellen hier die Frage nach einer Berufshaftpflicht, aber im Titel steht Berufsunfähigkeitsversicherung. Dies sind zwei grundverschiedene Produkte - um welches bitten Sie nun nach mehr Informationen ?

    Zur Unterscheidung:


    Berufshaftpflicht: manche Berufe bergen hohe Risiken - die Versicherung übernimmt im Schadensfall (Beschädigung von fremden Eigentum oder Verletzung anderer Personen im Rahmen der eigenen Berufsausübung) die Kosten und schützt vor unberechtigten Forderungen; bei manchen Berufsgruppen ist eine solche Versicherung sogar vorgeschrieben.


    Berufsunfähigkeitsversicherung: ist eine Form der Invaliditätsabsicherung (eine weitere, aber andere ist die Unfallversicherung); sinnvoll für alle, die von ihrem Arbeitslohn leben, also kein Vermögen haben welches sie auf lange Sicht finanziell unabhängig macht, und das Risiko einer Berufsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall absichern wollen, weil die gesetzliche Erwebsminderungsrente meist nicht ausreicht um dann den bisher gewohnten Lebensstandard zu halten.



    Ich gehe aber davon aus, dass Ihre Frage auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzielt.

    Daher empfehle ich persönlich einen kompetenten und auf BU spezialisierten Versicherungsmakler zu kontaktieren.

    ---

    Antwort auf Ihre Frage: Denn eine pauschale bzw. auf ihr Anliegen gültige Aussage zu treffen ist hier so nicht möglich.

    ---

    Es muss vorher immer die komplette Gesundheitshistorie aufgearbeitet werden. Erst damit können die Antragsfragen der Versicherer rechtssicher beantwortet und eine Versicherbarkeit angefragt werden. Da das Thema sehr komplex ist, empfehle ich gerne folgenden Leitfaden vorher zu lesen und dann wie gesagt, sich an einen spezialisierten Makler zu wenden.

    https://web.archive.org/web/20…cherung-tipps-und-tricks/


    Auch wenn das keine kurze und einfache Antwort auf die Frage ist, hoffe ich, dass das schonmal weiterhilft. Bei Unklarheiten gerne nochmal melden.


    Gruß DeSa

    Für mich persönlich wäre das ein No-Go.

    Wenn ich mit einem Produkt, dass Sicherheit suggeriert, trotzdem und vor allem stark risikobehaftet auf einen guten/besseren Rentenfaktor in ~30 Jahren (!) wetten soll, dann ist das für mich paradox.

    Faktoren, die hier reinspielen:

    - wir werden immer älter/leben länger = Sterblichkeitstafel ändert sich = negativ für Rentenfaktoren

    - gesetzliche Änderungen; alleine schon die anstehende bzw. angedrohte Reform in 1+ Jahr

    usw.

    Schlechte News zu Scalable Capital:

    - https://finanz-szene.de/fintec…ausende-kunden-betroffen/


    - https://www.reddit.com/r/Finan…all_bei_scalable_capital/


    Es wurden 20.000 Datensätze an vertraulichen Informationen gestohlen. Darunter vor allem sehr sensible Daten wie:

    • Personalien und Kontaktdaten
    • Daten zur gesetzlich erforderlichen Identifizierung des Kunden (etwa Ausweisdaten)
    • im Rahmen der Geeignetheitsprüfung erfasste Informationen
    • Daten bezogen auf Konto und/oder Wertpapierdepot (etwa Referenzkontoverbindung, Berichte, Wertpapierabrechnungen, Rechnungen) sowie
    • steuerliche Daten (etwa Steueridentifikationsnummer)


    Damit steht das Tor zur Hölle des Identitätsdiebstahls weit offen. Aber das liebe Geld, das ist sicher....

    Leider bin ich auch betroffen. Für mich ist Scalable Capital nun gestorben und das Konto wird aufgelöst. Die Fairr-Krise mit bisschen Geldvernichtung im März wäre mir lieber gewesen, wen ich aussuchen könnte...

    schlechte News zu Scalable Capital:

    - https://finanz-szene.de/fintec…ausende-kunden-betroffen/


    - https://www.reddit.com/r/Finan…all_bei_scalable_capital/


    Es wurden 20.000 Datensätze an vertraulichen Informationen gestohlen. Darunter vor allem sehr sensible Daten wie:

    • Personalien und Kontaktdaten
    • Daten zur gesetzlich erforderlichen Identifizierung des Kunden (etwa Ausweisdaten)
    • im Rahmen der Geeignetheitsprüfung erfasste Informationen
    • Daten bezogen auf Konto und/oder Wertpapierdepot (etwa Referenzkontoverbindung, Berichte, Wertpapierabrechnungen, Rechnungen) sowie
    • steuerliche Daten (etwa Steueridentifikationsnummer)


    Damit steht das Tor zur Hölle des Identitätsdiebstahls weit offen. Aber das liebe Geld, das ist sicher....

    Leider bin ich auch betroffen. Für mich ist Scalable Capital nun gestorben und das Konto wird aufgelöst. Die Fairr-Krise mit bisschen Geldvernichtung im März wäre mir lieber gewesen, wen ich aussuchen könnte...

    Eigentlich weiß ich schon, dass ich mit meinen Eckdaten nicht der geeignete Typ für Riester bin. Daher war ich auch kurz davor meinen Vertrag zu kündigen, bis ich dann die Idee hatte, ihn einfach und ausschließlich mit der VL von meinem Arbeitgeber weiterlaufen zu lassen.

    Ich verstehe deine Überlegung und ganz falsch ist das nicht. Lass mal überschlagen:


    Die volle Zulage bekommt man bei einer jährlichen Einzahlung von 4% des zu-versteuernden-Jahreseinkommen (zvE). Da man das zvE erst nach der Steuererklärung kennt, orientieren sich alle am Bruttojahreslohn. Bei dir wären das circa 31.350€, wenn ich das von deiner aktuellen Zulage und Einzahlung hochrechne. Da du aber weniger als 4% einzahlst, bekommst du ja auch nicht die vollen 175€ sondern deine genannten 103,30€.


    Jetzt nimmst du monatlich die VL vom AG mit - ich nehme mal 40€ an, die maximal möglich sind. 40€ x 12 = 480€. Dann würde es eine Zulage von 66,99€ geben. (175/1254 = xyz/480 ; xyz = 66,985645...€). Bitte die Rechnung entsprechend deiner realen VL-Werte anpassen. Wenn du sonst selber nichts einzahlst, nimmst du "geschenktes" Geld vom AG in Form von VL mit und die jährliche Zulage (plus SteuerSTUNDUNG und Rückzahlung in der Steuererklärung). Wird nicht viel bei rumkommen am Ende, aber einem geschenkten Gaul.. Aber sei dir bewusst, dass die spätere Auszahlung nachversteuert werden muss. :P

    Und ein möglichst günstiges Riester-Produkt wäre dann erstrebenswert - sprich Nettopolice, falls es da eine gibt, die VL zulässt.


    Ob das wirklich möglich ist, weiß ich nicht. Dazu solltest du wirklich einen Experten fragen !



    Andere Option:

    was bietet dir dein AG an andere Möglichkeiten für VL oder baV an ? Falls du einen Immobilienkredit hast, hier gucken ob du die VL zur Tilgung nutzen kannst, oder in einen ETF-Sparplan einzahlen lassen, oder oder oder.


    Bei baV sollten möglichst alle laufenden Kosten vom AG übernommen werden und mehr als nur die VL-Zulage fließen, damit das Sinn macht.

    Bei uns beispielsweise trägt der AG alle Kosten, es gibt die AVWL von 30€ (VL muss für die Altersvorsorge angelegt werden, Bausparer wie früher gehen damit nicht mehr; Tarfivertrag) und gibt bei 1% Entgeltumwandlung das 1,4fache noch oben drauf. Da lohnt sich das immer. Die alte Option von MetallRente über IG-Metall und Allianz war so teuer und nachteilig, dass man am Ende keinen Mehrbetrag hatte....

    HalloBetzebub86, Hallo Benda,


    auch euch beiden kann ich den folgenden Beitrag wärmstens empfehlen:

    https://web.archive.org/web/20…r-rente-tipps-und-tricks/

    Zwar veraltet von den Werten her, aber in der Grundaussage immer noch aktuell und richtig.


    Ihr stellt hier die dritte Frage, bevor ihr die ersten beiden beantwortet habt:

    1. Wie will ich meine Altersvorsorge aufstellen/managen (welche der drei Säulen und welche Gewichtung, welchen Aufwand möchte ich in der Verwaltung haben) ?

    2. Lohnt sich Riester für MICH ? Denn die Frage "Lohnt sich Riester" ist komplett am Ziel vorbei und macht keinen Sinn.


    Erst nach Beantwortung dieser Fragen, stellt man konkrete Fragen zu den verschiedenen angebotenen Produkte.

    Die Top-8-Spartipps sind gut und schön, aber verlangen vorher schon, dass man seine Hausaufgaben gemacht hat.



    Von Betzebub86 kenne ich keine Eckdaten zu Einzahlung und Förderung, daher kann ich dazu erstmal nichts sagen. Hier nur der Hinweis auf Nettopolicen.


    Benda zahlt nur 59% des maximalen Beitrags, den er in Riester einzahlen kann an (740€ für 103,3€ vs. ~1254€ für die volle Zulage von 175€). Relativ gesehen ist die Förderung sowieso nicht die Beste, absolut gesehen verliert er auch noch "geschenktes" Geld vom Staat. Unterm Strich und mit den gegebenen Infos ist Riester m.E. sowieso nicht sinnvoll hier. VL würde die Sache zwar verbessern, aber nicht in eine gute Entscheidung ändern.


    Reclaimer: ich bin nicht annähernd ein Profi oder beruflich unterwegs in diesem Kontext. Das ist lediglich meine Meinung. Daher bitte auch an einen kompetenten (Honorar-)Berater wenden, der einem nicht nur ein Produkt verkaufen möchte, weil es sich für ihn dann lohnt, sondern einem auch wirklich die Förderqouten vorrechnet und anhand dessen Empfehlungen ausspricht.



    Saidi  Annika

    In den bereits bestehenden Artikeln zur Riester-Rente und -Förderung wird zwar bereits auf zwei Idealtypen (Gutverdiener und kinderreiche Familien) hingewiesen, aber lediglich nur im fett markierten Fließtext. Von Berechnungen zur selbstständigen Vorgehensweise fehlt jegliche Spur und es werden lediglich Brutto-Policen oder Mehrfachvermittler empfohlen/aufgezeigt. Günstigere Netto-Policen fehlen komplett, warum ? (bitte korrigiert mich, falls ich das übersehen habe)

    Wäre es nicht sinnvoll und auch in eurem Interesse sowas wie im mir verlinkten Thread mit aktuellen Daten und Entscheidungsbäumen im Finanztip-Stil aufzubauen ?

    Oder wird noch auf die angebliche Reformierung der Riester-Rente gewartet, was bisher nur ein Plan der Union ist und sicherlich mindestens 2+ Jahre dauern wird (sicherlich nicht vor der nächsten Wahl 2021) ?


    Grüße

    DeSa

    Hallo kreuzundkwer,


    erstmal herzlichen Glückwunsch, da es mir so scheint, dass du Riester und deine derzeitige, individuelle Situation bzw. die deiner Frau korrekt als gute Ausgangssituation für Riester verstanden hast. Denn Riester ist nicht eine einmalige Entscheidung und dann bis zum Rentenbezug vergessen, sondern muss immer auf die derzeitige und sich später verändernde Lebens-&Einkommenssituation angepasst werden.


    Wie du auch korrekt anzweifelst, ist das Produkt der WWK sehr teuer - sogar eins der teureren am Markt. Ich möchte dir hier den Schubs in Richtung sogenannter "Nettopolicen" geben. Hier gibt es auch Riesterverträge von, bei denen keine Abschluss-&Vertriebskosten wie bei Bruttopolicen anfallen. Auch die Verwaltungskosten sind fast immer geringer. Diese Nettopolicen kann man bei Honorarberatern gegen eine einmalige Aufwandsentschädigung abschließen. Dazu einfach mal im Internet suchen. Obwohl ich keine Werbung machen möchte und auch selber keine Vorteile daraus ziehe, aber am bekanntesten ist hier fiseba, wo man solche Riester-Nettopolicen für ~150€ abschließen kann.


    Du solltest dir aber auch iwo vermerken, dass sobald deine Frau wieder arbeiten geht (auch Teilzeit) du die Situation sowie die Förderquote neu errechnen und bewerten musst, ob Riestern dann noch sinnvoll ist.


    Generell kann ich dazu eine hilfreiche Seite verlinken, die zwar von den Zahlen her veraltet ist (154 vs. 175, 185 vs. 300), aber von der Aussagekraft weiterhin gültig ist:

    https://web.archive.org/web/20…r-rente-tipps-und-tricks/


    Grüße
    DeSa

    Hallo zusammen,


    derzeit zahle ich meinen Studienkredit monatlich ab und habe auch die Möglichkeit von jährlichen Sondertilgungen.

    Ich kenne auch bereits die anderen Topics aus diesem und anderen Foren, aber ich möchte eure Einschätzungen & Meinungen zu meinem individuellen Fall.


    Ursprünglich hatte ich einen KfW-Studienkredit mit ~4% Zinsen p.a., habe diesen aber direkt durch Umschuldung mit der Hausbank (Raiba) abgelöst.

    Eckdaten:

    - Kreditsumme: 46.000€

    - Tilgungsstart war Oktober 2019

    - Zinsen: Sollzins 1,99% p.a. ; Effektivzins 2,01% p.a.

    - jährliche Sondertilgungsmöglichkeit von 10% = 4.600€

    - Laufzeit: 100 Monate bis 30.01.2028

    - monatliche Tilgungsrate: 500€

    - jetziger Stand: -40.866,18€



    Mein monatliches Nettoeinkommen liegt bei 3.000€ (bAV bereits abgezogen) und nach Abzug von Miete (950), Versicherungen (150), Sparen&Altersvorsorge (800), Lebensunterhalt/Essen (200) und Tilgung (500) bleiben ca. 400€ mtl. übrig. Demnächst mehr, da ich mit meiner Partnerin zusammenziehen werde. Außerdem werden die alten BUZ durch SUB abgelöst und die frei gewordene Sparsumme eigenständig investiert. Andere Verbindlichkeiten bestehen keine, auch sonst ist alles bezahlt weil nie auf Kredit gekauft und ein Notfallgroschen ist vorhanden.

    Diese 400€ sowie Sonderzahlungen vom AG oder Steuerrückerstattung spare ich überwiegend für die Sondertilgung an.


    Nun habe ich mir aber mal die beiden Szenarien von Sondertilgung (ST) und Anlage in ETF gegenübergestellt.

    Die Tilgungspläne mit und ohne ST findet ihr im Anhang.

    Ohne ST wäre ich im Januar '28 fertig -- mit jährlicher ST im September '24.

    Dabei belaufen sich die Zinsen ohne ST auf 3.954€ , mit ST auf 2.382€ --> Differenz von 1.572€ oder 66%.


    Wenn ich aber nun davon ausgehe diese jährliche Summe von 4.600€ in den MSCI World anzulegen und konservative 5% Wertentwicklung heranziehe (und den jährlichen Sparer-Pausch-Betrag nutze), dann sieht die Entwicklung wie folgt aus:

    2020-2021: 4.600 *1,05 = 4.830€

    2021-2022: (4.830+4.600) * 1,05 = 9.901,50€

    2022-2023: (9.901,5+4.600) * 1,05 = 15.226,58€

    2023-2024: (15.226,58+4.600) * 1,05 = 20.817,90€

    Gewinn: 20.817,90 - (4.600*4) = 2.417,90€


    Wenn ich den Gewinn von 2.417,90€ den eingesparten Zinsen von 1.572€ gegenüberstelle, bleibt eine Differenz von 845,90€ oder 54%.

    Das ist nicht wirklich viel, aber auch nicht Nichts. Bei einer angenommen Wertentwicklung von 8% p.a. liegt das Plus der Anlage schon bei 3.986,36€. Das ist aber alles nur bis zum Endtermin inkl. ST - man könnte ja noch bis 2028 bei ohne ST weiterrechnen.


    Mir ist vollkommen klar, dass niemand eine Glaskugel hat und mir garantieren kann dass der Aktienmarkt nur positiv läuft - aber Annahmen kann man ja mal treffen. Außerdem ist bisher mein Standpunkt klar bei der Tilgung und das Schuldenfrei-werden gewesen. Unterm Strich und sehr streng genommen lege ich ja bereits "auf Pump" an, indem ich "nur" 500€ tilge und 500€ bereits anlege.

    Nicht desto Trotz möchte ich eure Meinungen dazu hören, zu was ihr bei Kenntnis dieser Zahlen und Annahmen tendieren würdet: Sondertilgungen oder Einmalanlagen ?

    Oder habe ich Rechen- und/oder Denkfehler in meiner Aufstellung bzw. Überlegung ?


    Grüße

    DeSa

    Ich finde den Vorschlag von Chris mit der WG sehr gut, weil man da doch sehr flexibel bleibt ohne erhöhtes Risiko und hat dann auch noch Zeit sich in das Arbeitsleben und die Umgebung einzugewöhnen. Und man erhält sicherlich Tipps von den anderen WG-Bewohnern.


    Auch von Pantoffelheld der Beitrag finde ich top. Sowas wissen sicherlich die wenigsten und wenn, dann nur wenn es einem auch vom Jobcenter überhaupt erklärt wird.



    Zum Thema Mietkaution möchte ich beitragen, dass es auch sogenannte Kautionsbürgschaften bei vielen Banken und Versicherern gibt. So habe ich es bei meinem Berufsstart mit neuer Wohnung auch gemacht. Kostet bei 2000€ Kautionshöhe ~60€ p.a. bei mir.


    Glückwunsch zum neuen Job und viel Erfolg, cannonball !