Beiträge von DeSa

    Hallo zusammen,


    ich musste auch auf einen KfW-Studienkredit zurückgreifen, nachdem ich spendable 74€ Bafög bekommen habe - trotz damals arbeitslosen/erkrankten Eltern (Bafög schaut immer 2 Jahre rückwirkend) und habe eine ähnlich hohe Summe über die KfW und deren Studienkredit wahrgenommen (47.000€).


    Bei mir ergibt sich aber der Unterschied, dass ich schon ins Berufsleben gestartet bin und nun monatlich 500€ tilge, 500€ in ETFs anlege und über die Steuerrückzahlungen jährlich ca. 10% Sondertilgung umzusetzen. Das war für mich aber nur möglich, weil ich über meine Hausbank umgeschuldet und den Zinssatz der KfW von schwankenden und >4% auf feste 1,99% halbiert habe. So will ich es schaffen in 5 Jahren fertig zu tilgen und gleichzeitig anzulegen.



    Mit dem Hintergrund, dass du noch an deinem Doktor und der Auszahlungsphase hängst, gibt es m.E. mehrere Möglichkeiten, welche die Richtige bzw. Beste ist, kommt dem Blick in eine Glaskugel gleich.



    Aber darf ich fragen, warum du weiterhin in der Auszahlungsphase bist, wenn du doch zeitgleich 200€/Monat in ETFs anlegst ?
    Das finde ich ehrlich gesagt schwachsinnig, weil du damit auf Pump investierst und wettest, dass die Rendite der ETFs höher als die Zinsen der KfW liegen. Ich weiß gerade nicht, wie 2019 gelaufen ist, aber zumindest der Jahresstart von 2020 lässt Zweifel entstehen, dass die Wette aufgeht.
    Mein gut gemeinter Rat: ich persönlich würde dies schleunigst überdenken und die Auszahlungshöhe minimieren sowie die ETF Sparpläne einstellen !
    Für mich sieht es nämlich eher so aus, dass du nicht mehr in der aktuellen Höhe oder generell weiterhin auf die Auszahlungen des KfW-Kredits angewiesen bist.


    Wenn du schon nur noch den Mindestbetrag abrufst von der KfW und 200€ monatlich sparen kannst, würde ich sofort die Auszahlung stoppen und in die Karenzphase starten. Dabei kann man dann natürlich weiter in ETFs sparen (und wetten, dass es mind. gleich bleibt). Die Rückzahlung würde ich persönlich ohne festen Job und während der Promovierung noch nicht antreten wollen. Da man bei der KfW die Höhe der Rückzahlung flexibel gestalten kann und ich glaube sogar noch etwas nach hinten schieben, wenn man keinen Job hat, würde ich mir wegen der Knappheit 2 Jahre Karenz und 1-2 Jahr bis zur Erreichung des Doktortitels plus Jobsuche weniger den Kopf machen.



    Bitte versteh mich nicht falsch, ich will dich jetzt nicht verrückt machen - du bist auf dem richtigen Weg, weil du ja die jetzige Lage überdenkst und dir Rat suchst. Also alles gut. Und bist in einer super Ausbildung mit sehr guten Chancen - und noch sehr jung. Also bleibt dir noch viel Zeit - die Tilgung so schnell wie möglich hinter sich bringen und dann beim Ansparen reinklotzen.
    Den für dich richtigen und vor allem psychologisch unbeschwertesten Weg musst du leider selber (heraus-)finden.

    Hallo vth92,


    meine beiden Vorredner haben es ja schon gesagt, zu einer wirklichen Beurteilung des Vertrages und ob sich Riester für DICH lohnt, werden mehr Informationen gebraucht:


    - Kind vor oder nach 2008 geboren ? Wie viele Kinder ?
    - dein Jahresbruttoverdienst
    - Alleinstehend oder Verheiratet
    - einziger Riestervertrag oder hat der verheiratete Lebenspartner auch einen ?


    Lies dir dazu diesen Beitrag zu Riester mal durch: https://www.wertpapier-forum.d…r-rente-tipps-und-tricks/


    Dieser ist zwar etwas veraltet und noch mit den alten Zulagen (154 statt 175 Eigenzulage, 185 statt 300 Kinderzulage) gerechnet, aber trotzdem kann man nach dieser Anleitung immer noch seine eigene Förderquote errechnen und vor allem die Sinnhaftigkeit von Riester für einen selbst herausfinden.

    Hallo KR_83,


    für meinen Teil kann ich sagen, dass ich keine triftigen Gründe gegen einen Abschluss feststellen kann.
    Ich bin in Bezug auf die bAV in der gleichen Lage wie du und habe den AG-Anteil (bei uns sind es fixe 30€/mtl. für jeden) über die MetallRente letzten Monat mitgenommen. Bin da voll bei dir, dass ich das auch als geschenktes Geld ansehe - auch wenn es nur wenig ist und sein wird.



    Exkurs:
    Die Bruttoentgeltumwandlung habe ich abgelehnt. Der Berater (bei uns ist es die Allianz) meinte zwar, dass ich eine 50%ige Steuerförderung habe, da von 100€ Bruttoeinzahlung ich nur 50,12€ netto spüre.


    Dann habe ich dem netten Herren das ganze mal durch- bzw. vorgerechnet und höflich (wirklich höflich!) mitgeteilt, dass er da Stuss redet. Ich habe keine Steuerförderung, sondern die Sozialabgaben verlagern sich von der Beitragszeit in die Leistungszeit. Nach Abzug aller Kosten, Sozialabgaben, fehlender gesetzlicher Rente (!!!), Einkommensteuer (ok, anstatt meinen jetzigen 42% Grenzsteuersatz habe ich nur 30% angenommen, aber das machte nur Centbeträge aus), dem kleinen Rentenfaktor von nur 14,69 hatte ich eine wirkliche "Netto-Mehr-Rente" von 3,53€/mtl. auf dem Blatt stehen.
    Danach hat er mich mit großen Augen kommentarlos angeschaut... und ich dachte, ich bin der Laie auf dem Gebiet. Vllt. habe ich auch nur Mathematik mit Marketing verwechselt...


    Eine eigen-verwaltete Anlage in ETF bringt da deutlich bessere Ergebnisse und ist flexibler.



    Hinweis: meine obigen Aussagen im Exkurs trifft nur in meinem speziellen Fall zu. Das muss jeder für sich selber durchrechnen und dann entscheiden. Es gibt definitiv Fälle und auch Angebote, in denen eine bAV mit BEUW sich für einen persönlich lohnen kann.



    Meiner persönlichen Meinung nach (Angestellter), reicht ein Standbein in jeder Rentenschicht absolut als Diversifikation aus (gesetzliche Rente, bAV oder Riester, private Vorsorge). Vor allem in Schicht 2, sprich bAV oder Riester, ist m.E. meistens nur eines von beiden für einen passend. Und beide muss man sich vor Abschluss genau anschauen, verstehen, durchrechnen und entscheiden: lohnt sich das für MICH !
    Und: es ist immer eine MOMENTaufnahme in Schicht 2 - ändert sich auch nur eine der Rahmenbedingung
    "Gehaltshöhe, ledig oder verheiratet, kinderlos oder Kind oder Kinder, zu erwartende nachgelagerte Besteuerung im Leistungsbezug"
    dann muss die komplette Rechnung aktualisiert und neu entschieden werden.

    Hallo zusammen,


    ich finde das Thema sehr interessant, obwohl es bei mir noch Jahre dauern wird, bis ich in diese Lage komme.


    Aber soweit ich das mit dem Splitting verstanden habe, zahlt man auf das Jahr gesehen immer denselben Betrag an Steuern - egal welche Steuerklassenkombination man wählt. Lediglich auf den Monat gesehen macht es Unterschiede und dieser wird mit der Steuererklärung wieder auf Null gezogen.
    Bitte korrigiert mich, wenn ich da falsch liege.


    Wenn man etwas weiter spinnt und in ETFs sein Kapital anlegt, dann kann man drüber nachdenken, ob man jeden Monat etwas vom "Mehr"-Netto über einen Sparplan anlegt & und den Faktor Zeit mitnimmt oder nur einmalig nach der - falls gegebenen - Steuerrückerstattung. Das muss man dann aber selber abwägen und kommt auch auf die Höhe der Steuerrückerstattung an. Muss man sich auch erstmal ausrechnen und dann entscheiden. Jedenfalls denke ich mir persönlich das so und stellt kein Expertenwissen dar. ;)



    Aus meiner persönlichen Laiensicht(!) würde ich eher zu 5/3, sprich mehr Elterngeld, tendieren.

    Habe leider noch keine Erfahrungen damit, aber mir ist bisher nur "simplr" bekannt.
    Als WebApp habe ich gerade einen ersten Versuch mit "Versicherung mit Kopf" gestartet. Aber leider dauert es (von Seite der Versicherer aus), bis die Verträge alle dort mit vollständigen Informationen hinterlegt sind. Sobald das abgeschlossen ist, werde ich berichten.

    Hallo chris2702,


    zufällig bin ich an genau in der gleichen Lage wie du und überlege einen kleinen Kredit über 20.000€ für ein Auto aufzunehmen.
    Dazu habe ich über MLP eine Anfrage gestartet, aber auch meine Hausbank (Raiffeisenbank) angesprochen. MLP konnte mir über die ING Diba einen Zinssatz von 2,95% bzw. effektiv 2,99% anbieten. Meine Bank lag bei 2,75% (effektiv weiß ich gerade nicht). Ob es Möglichkeiten zur Sondertilgung gibt, kann ich gerade auswendig nicht sagen - muss ich selber auch nochmal nachgucken. Tilgungszeitraum ist 60 Monate.


    Wegen 0,1% würde ich an deiner Stelle nicht nicht meine Hausbank wählen.



    Scheue mich auch noch davor, Vergleichsportale für sowas zu nutzen. Strom, Gas & Internet ist eine Sache...

    Hallo Herr Gamper,


    die alte/kleine BUZ ist von 2008 mit einer Absicherung von 300€ (+5% jährliche Dynamik) und war anfangs eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung und wurde dann 2015 in eine BU umgewandelt. Die Anfrage bzw. das Angebot dazu kam von der Allianz und das wurde dann auch so wahrgenommen. Der Teil der Altersvorsorge in dieser besteht in Schicht 1.


    Die neue/große BUZ ist von 2018 mit einer Absicherung von 2000€ (+5% jährliche Dynamik). Der Teil der Altersvorsorge besteht in Schicht 3. Also noch nicht mal steuerliche Vorteile, die ich daraus ziehen könnte.


    Das habe ich bisher raus gefunden. Ich gebe auch zu, mich vor Abschluss der 2018er BUZ nicht informiert zu haben und habe blind dem Versicherungsvertreter getraut - meine Eltern leider auch, die waren dabei. 2008 habe ich sogar einfach nur unterschrieben.... :S



    Ebenso habe ich mich in der Zwischenzeit dazu entschieden eine neue SBU abzuschließen (zum Glück bin ich kerngesund und bin "nur" älter geworden) und die Altersvorsorge anderweitig abzuschließen & auszubauen.


    Gruß
    Saur

    Hallo zusammen.


    Seit knapp einem Jahr verfolge ich den Blog, die Community und die Ratgeber inkl. Videos von finanztip.de. Ich finde es super, dass es eine solche Anlaufstelle für alle möglichen Finanzangelegenheiten gibt und auch kostenfrei zur Verfügung steht. Vielen Dank dafür !



    Nun zu meinem Anliegen:


    - Jahrgang 1990, 29Jahre alt
    - Abitur mit Ausbildung 2007-2011
    - Studium BA(dual) & MA 2011-2019
    - unbefristet angestellt seit 7/2018



    Im Januar 2019 habe ich mich mit meinem "Standard"-Versicherer (Allianz) zusammen gesetzt und zum Berufseinstieg nach meinem Studium eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Dabei habe ich einen Kombivertrag, sprich BU mit Altersvorsorge, abgeschlossen.
    Über die Vor- und Nachteile weiß ich nun nach einigen Ratgebern Bescheid und einzig die Punkte der abhängigen Dynamikerhöhung sowie der Passivdynamik lassen mich immer hin und herschwanken. Na gut, abgeschlossen ist es nun und daran kann ich erstmal nichts ändern.


    Während meines letzten Urlaubs habe ich mich auch in all meine anderen Verträge eingearbeitet (bisher hat tatsächlich meine Mutter weitestgehend alles für mich geregelt bzw. bis vor kurzem wir gemeinsam :whistling: ), ist mir aufgefallen, dass ich bereits einen solchen Kombivertrag von 2008 besitze. Dies war zuerst für eine Erwerbsunfähigkeit und wurde im Wechsel 2017/2018 in eine BU umgeschrieben. Nennt sich StartPolice laut Unterlagen.



    Mir stellt sich jetzt die Frage, warum ich zwei solcher Kombiverträge brauche ?
    Ich habe bereits meinem Versicherer kontaktiert und einen Termin für nächste Woche vereinbart, um das zu besprechen.
    Am Telefon wurde mir gesagt, dass der alte Vertrag nicht mein jetziges Nettoeinkommen zu 60-70% im Fall der Fälle "abdeckt". Außerdem soll wohl der alter Vertrag nicht aufstockbar sein (was ja sowieso meist Kosten bedeutet und allgemein nicht empfohlen wird) und es 2015 einige grundlegende Änderungen gab (genaueres weiß ich dazu nicht - ich werde nachhören).


    Ich persönlich bin hin- und hergerissen, ob ich da in einer guten/schlechten/passablen Situation stecke und was/wie ich etwas ändern könnte/sollte ?



    Was sind eure Meinungen und Ratschläge ?
    Falls ihr mehr Eckdaten braucht, lasst es mich wissen.


    Gruß
    Dennis