Beiträge von RealTobi

    Zwei weitere Ergänzungen dazu:

    1. Die Steuerklassenänderung muss rechtzeitig passieren, d.h. im Berechnungsjahr müssen mehr als die Hälfte der Monate die neue Steuerklasse haben (>=7 Monate), das heißt grob gesagt spätestens mit Beginn der Schwangerschaft muss das schleunigst passieren.

    Und ich weiß gerade nicht wie es ist wenn da ein paar Monate aus irgendwelchen Gründen nicht als Berechnungsgrundlage verwendet werden sondern frühere Monate (z.B. weil in dem Jahr direkt vor der Geburt noch Elternzeitmonate von Kind 1 drin sind, gilt aber nur bis zu den ersten 12 oder 14 Lebensmonaten)

    --> langer Rede kurzer Sinn: wenn man das nicht ganz exakt ausrechnen möchte, lieber etwas früher anpassen.

    2. Man muss natürlich gegenrechnen dass der Partner mit Steuerklasse 5 dadurch vielleicht weniger Elterngeld bekommt, ebenso würde eventuelles Arbeitslosengeld oder Krankengeld vielleicht geringer. Ich habe vielleicht eingefügt, weil das z.B. oberhalb von bestimmten Bemessungsgrenzen egal wird...


    VG RealTobi

    Hi Frank,


    eine Nachfrage dazu:

    Scheinbar hat dir deine Bank schon mitgeteilt, dass sie keinen negativen Referenzzins "möchte".
    In welcher Form haben sie dir das mitgeteilt? War das eine Vertragsänderung oder einfach eine Feststellung von der Bank. Und haben sie dir das freiwillig mitgeteilt oder musstest du in irgendeiner Form nachfragen?


    Ich kenne jetzt deine restliche Situation nicht, aber bei der Summe um die es bei dir geht macht da nicht ein Wechsel zu einer anderen Bank mit aktuellen Konditionen noch mehr Sinn als bei uns?
    Ich sträube mich noch etwas dagegen, weil es bei uns um einen "überschaubaren" Kredit (und somit überschaubaren Schaden) geht, der noch dazu Teil einer umfangreicheren Finanzierung ist, und wir vermutlich wenn die 10 Jahre Bindungsfrist des restlichen Kredits rum sind mal intensiv nach einer größeren Umschichtung schauen müssen, spätestens da sollte sich das Problem lösen.
    Auf der anderen Seite kenn ich mich - ich find die Argumentation der Bank so falsch, dass ich sie damit auf keinen Fall durchkommen lassen möchte. Dann werde ich mich halt ggf. noch nach Alternativen umschauen müssen...


    Als Zwischenstand zu unserem Anliegen: Wir haben der Bank unsere Gegenposition mal schriftlich klar gemacht und warten drauf was da jetzt zurückkommt, bisher können wir nur sagen, dass die Bank das nicht innerhalb von wenigen Tagen schafft ;-)


    VG RealTobi

    Danke schon mal für euere Rückmeldungen.

    Insbesondere Pantoffelheld du hast dir echt Zeit genommen.

    Aber genauso an die anderen!


    Um das ganze nochmal kurz zu kommentieren:

    - Mir war klar, dass das in Deutschland nicht jeder macht (und auch bei uns ist es ein eher kleiner Teil der Finanzierung) aber das erklärt teilweise wieso es in Österreich dazu schon höchstrichterliche Urteile gibt, bei uns konnte ich nichts dazu ergooglen

    - den Darlehensgeber möchte ich noch nicht nennen, da nach wie vor kein direktes Gespräch stattgefunden hat - vielleicht verwandelt sich das ja noch in was konstruktives, das möchte ich nicht vorab belasten. Die Zinsgleitklausel sieht verkürzt dargestellt so aus:

    x Zum Abschluss des Dahrlehens wurde der Zins auf ca. 2,5% festgesetzt und die Anpassung orientiert sich am 3-Monatsdurchschnitts-Euribor

    x jeweils zum Monatsende prüft die Bank die Referenzzinsänderung und wenn die Änderung 0,25% übersteigt erfolgt eine Anpassung, der Abstand zwischen Sollzins und Referenzzins bleibt somit gleich.

    x mit kurzer Recherche bei der Bundesbank kann man dann rausfinden dass der Referenzzins zum Abschlusszeitpunkt bei ca. 0.4% lag --> Sollzins = Referenzzins + 2,1% allerdings nur in Sprüngen, nicht jeden Monat angepasst.


    Unseren direkten Plan haben wir mittlerweile etwas angepasst:

    Wir schreiben der Bank das nochmal schriftlich, dass wir das Vorgehen aus den diversesten Gründen ablehnen (siehe oben). Und für die Vergangenheit als nicht zutreffend ansehen, mindestens da Vertragsänderungen der Schriftform bedürfen.

    Für die Zukunft sollen sie uns - auch mal in einem persönlichen Gespräch - ein aktualisiertes Angebot machen, in der Hoffnung wieder ein marktübliches Angebot zu bekommen und nicht bei dem einseitig verschlechterten Altvertrag zu bleiben.

    Das wäre dann die einfachste und vermutlich in beidseitigem Interesse sauberste Lösung.


    Parallel müssen wir uns dann halt noch einen konkreten Marktüberblick verschaffen, ob die Bank tatsächlich was konkurrenzfähiges anbietet...


    Sollten sie sich dabei zu störrisch anstellen, dann greifen halt wieder die Punkte 4-6 oben. Da muss man natürlich auch noch berücksichtigen, dass es bisher eigentlich nur um ein paar hundert Euro geht. Die ich aber aus Prinzip nicht so stehen lassen will und für die die Bank gleichzeitig unverhältnismässig viel Verwaltungsaufwand haben wird wenn sie das auf biegen und brechen verteidigen will...


    Ich halte euch auf dem Laufenden - auch weil ich vermute, dass bald die Nächsten mit ähnlichen Fragen kommen und es wie gesagt aus meiner Erfahrung heraus schwer ist konkrete Tipps zu bekommen.

    Ich bin mir nicht sicher ob ich deine Frage korrekt verstehe:

    - Du hast mehrere Angebote über mehrere Banken/Vermittler/... angefragt

    - du gehst davon aus, das mindestens 2 Stück es Wert sind in die engere Auswahl genommen zu werden


    Dann solltest du nach meinem Verständnis beide weiterverfolgen können bis der Vertrag fertig ausgehandelt ist und du einen davon unterschreibst. Die andere Partei kommt dann halt leider nicht zum Zug.

    Freundlicher und meist auch ausreichend dürfte es sein, wenn du die Konditionen vergleichst und dann beim besseren den konkreten Vertrag prüfst. Wenn der nicht deinen Anforderungen entspricht kannst du den anderen immer noch nach dem konkreten Vertrag fragen (die Bindungsfrist des Angebots sollte irgendwo stehen).


    Wegen der Interhyp brauchst du dir meines Erachtens keine Gedanken machen, weil, wenn sie nicht das beste Angebot liefern schließen sie halt auch nicht ab.


    Ein Spezialfall ist VIELLEICHT wenn du von der Interhyp ein Angebot hast und das GLEICHE dann nochmal bei der anbietenden Bank anfragst und dann dort abschließt. Vgl. das Problem bei Immobilienmaklern. Aber ich glaub das kriegst du nur im Kleingedruckten der Interhyp raus.

    Hallo zusammen,


    ich habe folgendes Problem:

    Wir haben im Rahmen von unserem Hausbau u.a. einen kleinen Teil als variables Darlehen abgeschlossen, bei dem sich der Sollzinssatz durch einen Referenzzinsatz + festem Zinsaufschlag definiert. Der Referenzzinsatz ist der 3-Monats-Euribor. So weit so gewöhnlich (nach meinem Verständnis).


    Jetzt ist es aber so das der Euribor seit langem im negativen Bereich liegt (Abschluss des Vertrags war ca. 1,5 Jahre vor Durchbruch der 0-Linie). Ich habe jetzt durch Zufall und leider sehr viel zu spät festgestellt (mea culpa), dass die Bank, seit dem der Referenzzins negativ ist, keine Sollzinssatzanpassung mehr nach unten durchgeführt hat.

    Auf den Hinweis an die Bank, dass sie das bitte korrigieren soll kam die Rückmeldung mit folgender Argumentation:

    - nach BGB §§ 133 & 157 muss ein Vertrag nicht wörtlich sondern sinngemäß ausgelegt werden - ok, korrekt soweit

    - die Bank konnte die negative Zinsentwicklung nicht vorhersehen allerdings ist (nach ihrer "sinngemäßen Auslegung") bei einem Darlehensvertrag eindeutig davon auszugehen, dass der Darlehensnehmer Zinsen zahlen muss. Sie betrachten daher einen negativen Referenzzins wie 0 (also ein "Floor"), somit bleibt der Sollzins deutlich im Plus.


    Ich kann die Argumentation ja ansatzweise nachvollziehen. Wobei selbst ein negativer Zins uns gegenüber für die Bank weit besser sein dürfte als ein noch viel negativerer Zins gegenüber anderen Banken oder die Bundesbank/EZB. Und wir sind noch weit davon entfernt, dass unser Sollzinssatz negativ wird. Allerdings finde ich die Auslegung nach BGB133/157 schon SEEEHR einseitig zu Gunsten der Bank.


    Mich beschäftigen gerade folgende Fragen:

    1. Soll ich das einfach so akzeptieren? ich glaube nicht!

    2. Gibt es dazu schon Urteile oder eine gefestigte Meinung in der Rechtssprechung? Das Ganze lässt sich erstaunlich schwer googlen aber ich geh nicht davon aus, das wir die einzigen Betroffenen sind...

    3. Als nächstes folgt eine Beschwerde bei der Bank direkt - vermutlich besser schriftlich

    4. Wenn das nicht reicht - Beschwerde über Ombudsmann

    5. Wenn das nicht reicht - Beschwerde über Bafin

    6. Wenn das nicht reicht - Rechtsanwalt/Gericht. Fände ich nicht schön, könnte aber nach meiner laienhaften Ersteinschätzung angebracht sein.


    Ab 3. muss ich parallel auch darüber nachdenken ob ich nicht mit dem Kredit die Bank wechsle - heißt aber etwas Aufwand und ich weiß nicht ob ich für den kleinen Anteil der Finanzierung brauchbare Konditionen bekomme und ich hätte eigentlich gerne eine rückwirkende Korrektur, weil ich es so einfach falsch finde. Auch weil es sich die Bank arg einfach gemacht hat, über so eine "Vertragsänderung" hätte man auch mal einen Brief zur Info schreiben können...


    Mir ist klar, das hier keiner eine Rechtsberatung geben kann. Aber hat jemand Erfahrung mit vergleichbarem? Oder einen Link Tip? Irgendwas was ich noch berücksichtigen soll? Sonstirgendwas Hilfreiches? Hab ich bei den geplanten Schritten was ausgelassen?


    Danke fürs Lesen ;)

    RealTobi

    Hallo Limuc,


    aus meiner Sicht kommt es darauf an, ob erbrechtlich/steuerlich nur diese eine Wohnung zur Debatte steht oder geplant/ungeplant in wenigen Jahren auch größere sonstige Wertgegenstände folgen. Z.B. durch "Kettenvererbung" von deiner Frau/Mann, Eltern, Geschwister... über dich an deine Tochter


    Wenn es nur um die Wohnung geht (und die wirklich mit Sicherheit unter den Freibeträgen liegt) würde ICH MIR das zutrauen ohne weitere Beratung. Das was du möchtest hört sich für mich wie ein Standard-Nießbrauch an und der Notar sollte dazu ausreichend beraten können.


    Wenn da noch weitere Vermögenswerte im Spiel sind, kann es schnell unübersichtlich werden, aus erbschaftssteuerlicher Sicht. Dann halte ich einen Steuerberater für empfehlenswert.


    Ein weiterer Anwalt (sofern es nicht um die Steuerfragen geht) ist irgendwie redundant zum Notar, der auch verpflichtet ist euer beider Willen so gut wie möglich umzusetzen, bzw. dazu zu beraten. Das geht natürlich leichter wenn ihr beide euch einig seid!


    Soviel zu meiner laienhaften Meinung (das ist logischweise keine Rechtsberatung!)

    Hallo Allerseits,


    Nehmen wir mal folgenden Fall an:
    Eine Bank bietet im Onlinebanking ein "Nachrichten-Tool" an um verschlüsselt mit der Bank zu kommunizieren (wie EMail im Onlinebankingportal). Mittlerweile wird dort keine einzige Nachricht mehr angezeigt. Kopien exisiteren leider auch nicht. Aufgrund einer automatischen Email-Benachrichtigung weiß ich allerdings, dass da mal was drin war!
    Ich gehe aber davon aus, dass die Bank die Kommunikation für einige Zeit (10Jahre?) aufbewahren muss.


    1. Besteht die Möglichkeit die Bank zur Herausgabe der Nachrichten zu zwingen ?
    2. Wie lange müss eine Bank sowas speichern? Wenn dort z.B. die Kündigung einer Versicherung eingeht?
    3. Besteht allgemein die Möglichkeit die Bank zur Herausgabe sämtlicher Dokumentation zu zwingen? Wenn ja mit welcher Begründung? (Das wird an anderer Stelle empfohlen bevor man einen "Widerrufsjoker für Immobilienkredit" versucht - was hier nicht relevant ist. Allerdings würde ich verstehen wenn das eine Bank verweigert mit der Begründung "Ich bin doch nicht doof!" - sofern sie nicht dazu verpflichtet ist).
    4. Eine Möglichkeit wäre eventuell eine Datenabfrage nach DSGVO. Aber ist das umfassend genug? Oder sind die "personenbezogenen Daten" nur ein kleiner Teil der gesamten Daten? Hat das schon mal jemand versucht?


    Ist leider eine blöde Situation. Ich denke (sehr sehr wahrscheinlich) die Versicherung bucht aktuell zu viel Beiträge ab und die Bank ist der Versicherungsvermittler. Wegen eigener Schlamperei kann ich das Ganze leider nicht mehr 100%ig nachvollziehen. Wenn ich das Ganze irgendwie schwarz auf weiß herkrieg wäre das sehr viel leichter zu diskutieren oder eindeutig ein Irrtum meinerseits.


    Kann mir jemand einen hilfreichen Tipp dazu geben?


    Danke und schöne Grüße,
    RealTobi

    Danke für die Anwort. Damit erschließt sich für mich endlich die Warnung die in einem Stiftung Warentest Artikel drinsteht, dass man in so einem Fall besser einen Steuerberater o.ä. fragt.


    Wenn ich das weiter durchdenke, dann werden nämlich auch die Zulagen auf die gesamte Steuerersparnis angerechnet. Insofern dürfte das also - wenn überhaupt - nur eine unwesentliche Änderung der Förderquote zur Folge haben.


    Am Beispiel:
    Heute habe bloß ich einen Riestervertrag mit sagen wir 2100 € Beitrag, dieser wird in der Steuererklärung angesetzt und vermindert die Steuerlast um 30% von 2100€ (bei angenommenen 30% relevantem Steuersatz) also 700€.
    Jetzt erfolgt die Günstigerprüfung ob die Zulagen von 175+2*300€ = 775€ oder die Steuerermäßigung von 700€ günstiger sind. In diesem Fall gewinnt knapp die Zulage. Die Steuererstattung ist irrelevant.


    Würde meine Frau jetzt auch einen Riester mit 60€ besparen und die Kinderzulagen einstreichen, dann sieht die Rechnung so aus:
    Gesamtbeitrag bei 2160€ und 175€ + 175€+2*300€ Zulagen = 950€. Und ggf. eine Steuerermäßigung von 30%*2160€ = 720€. Also gewinnt auch in diesem Fall die Zulage.


    Mit anderen Worten bringen die 60€ mehr im zusätzllichen Vertrag insgesamt etwas mehr Zulage und somit insgesamt 60€+175€ mehr Sparrate. Aber wenn zusätzlich die Kinderzulagen im neuen Vertrag berücksichtigt werden, dann verändert sich das Verhältnis gewaltig und ich müsste in meinem Vertrag deutlich mehr einzahlen um die Mindestsparrate von 2100€ einzuhalten.

    Ich bin gerade auf der Suche nach einer Antwort zu einer sehr verwandten Frage, drum schließe ich mich hier mal an:


    Ich vermute die ursprüngliche Empfehlung kommt daher, dass derjenige mit dem geringeren Einkommen einen niedrigeren Grenzsteuersatz hat. D.h. wenn er die Kinderzulage bekommt hat er x*300€ an fixen Zulagen. Wenn dann der Partner mit dem höheren Einkommen die Förderung über den Sonderausgabenabzug bei der Steuer bekommt wirkt sich sein höherer Grenzsteuersatz deutlicher aus. Wenn sein Einkommen hoch genug ist würde die Kinderzulage komplett durch die Steuerermäißigung überdeckt.


    1. Das ist allerdings bisher nur eine Vermutung, kann das jemand bestätigen?
    2. Ist das bei gemeinsamer Veranlagung überhaupt relevant? Oder wird da nicht eh nur der gemeinsame Grenzsteuersatz betrachtet?


    Meine ursprüngliche Frage wäre gewesen ob auf diese Weise meine Frau (sehr vergleichbare Situation wie ursprünglich beschrieben) mit einem Minibeitrag von 60€ die volle Zulage von 175€+x*300€ bekommen kann. Und ich weiterhin über die Steuererstattung eine unveränderte Förderquote habe.


    In dem Fall würde das die "Familien-Riester-Rendite" nämlich massiv steigern ;-)