Beiträge von wawi

    Richtig "flat" ist Flatex auch in D nicht. Es kommen ja immer noch s.g. "Börsengebühren" hinzu, die von Broker zu Broker durchaus unterschiedlich sind, beim Vergleich also nicht vernachlässigt werden dürfen.


    Richtig "flat" war einst die Citibank in D (heute Targobank). Die Order kostete 9,99€ und da war alles drin. Bei großen Orders hat die Citibank draufgezahlt. Ich konnte das kaum glauben und habe bei einer Börse angerufen: Ja, das sei so, man betreibe bei der Citibank eben Mischkalkulation. Große Orders (50.000 und mehr) seien ja nicht so häufig.


    Als Flatex mit 5€+Börsengebühr in den Markt kam, konnte ich nur schmunzeln. Aber die richtig guten Angebote sind wenig später weggefallen, so dass Flatex ein paar Jahre lang günstigster Anbieter war. Die Null-Kosten-Broker sind leider kein Ersatz für die einstigen Citibank-Konditionen, denn Null gilt nur für den außerbörslichen Handel, bei dem man über den Spread unbemerkt draufzahlt.

    Gut, dann warst du in der Zentrale. Die zwei mal oder drei mal, die ich anfangs dort angerufen habe, war ich sehr zufrieden. Sowohl mit der Erreichbarkeit wie auch mit der Qualität der Antwort. Bei der dämlichen Auskunft, die du erhalten hast, kann ich deinen Frust verstehen.


    Über den persönlichen Ansprechpartner bin ich mit einer Begrüßungsmail informiert worden. Den ignoriere ich längst. Vielleicht gibt es den inzwischen nicht mehr.

    Smartbroker und Paribas bekommt man quasi keine Antwort auf Mails und der Telefonsupport bei Smartbroker ist vielfach unprofessionell/unwissend.

    Diese Erfahrungen habe ich nur einmal beim "persönlichen Berater" gemacht, der einem zugewiesen wird. Dass sind anscheinend Leute, die Fonds verkaufen wollen. Man kann aber auch die Zentrale von Smartbroker kontaktieren und dort sind die Leute kompetent. Mir wurde bestätigt, dass man auch gern die Zentrale anrufen/anmailen kann.


    Mit Paribas hat der Endkunde normalerweise nichts zu tun. Du wendest dich ja auch nicht an den Großhändler, wenn du beim Einzelhändler gekauft hast.

    Danke für die Info. Es ist unglaublich schlecht gelöst, wenn man für jede Bankverbindung separate Hardware braucht - und diese jeweils doppelt, wenn man gegen Hardware-Ausfälle gewappnet sein will.


    So bleibt momentan nur die Wahl des denkbar unsichersten Gerätes, nämlich des Smartphones, mit den entsprechenden Apps. (Bzw. zwei Smartphones, wenn man gegen Hardware-Ausfälle gewappnet sein will.)

    Auch ich würde gern von der grundsätzlich unsicheren Umgebung eines Smartphones wegkommen. Leider existieren noch zu viele unterschiedliche Systeme externer TAN-Generatoren, so dass ich da noch zögere. Wenn es soweit ist, kaufe ich zwei Geräte (eins in Reserve) und erwarte, dass die mit allen Banken funktionieren. Am besten mit der elektronischen Funktion des Personalausweises. Dann muss man auch nicht immer die Karte wechseln.


    Sollte die gleiche Sicherheit durch Smartphone+el. Personalausweis technisch erreichbar sein, wäre das auch OK. Aber da habe ich Zweifel. Bei einem Universalgerät gibt es einfach zu viele Angriffsmöglichkeiten.

    Für eine genauere Betrachtung müsste man die Steigerung bei Flatex-Degiro in Relation zum Wachstum des Marktes setzten und vor allem Flatex gegen Degiro vergleichen, die wohl (noch?) keine Dopotgebühr verlangen. Bankintern wird das mit Sicherheit verglichen.


    Ich kann nur hoffen, dass möglichst viele Anleger die Konsequenzen aus der Depotgebühr ziehen, sonst wird sich das nämlich am Markt durchsetzen. Der Depotgebühr stehen keine Kosten beim Anbieter gegenüber und der Anleger muss sie aus seinem Einkommen nach Abgeltungssteuer bezahlen, während die Transaktionskosten vor Steuern abgehen. Allein das ist schon selten dämlich.

    Der Bundesrat will demnach die Verlusteverrechnung bei Totalverlusten in unbegrenzter Höhe zulassen, was nicht mehr ist, als ein Gebot der Logik und der Gerechtigkeit. Hoffen wir für die Betroffenen, dass es so kommt.


    Ein kleiner Seitenhieb ist in dem Papier auch enthalten:

    Zitat

    Aus Sicht des Bundesrates verhindert bereits die Grundkonzeption der Abgeltungssteuer Steuergestaltungen. Sie schließt aus, dass Verluste aus Kapitaleinkünften mit anderen Einkunftsarten verrechnet werden können. Eine solch gravierende Restriktion ist den anderen Einkunftsarten fremd.

    Das klingt, als ob auch der Bundesrat keinen vernünftigen Grund sieht, dass Verluste nicht mit anderen Einkunftsarten verrechnet werden können.

    Pantoffelheld, wenn du sagen willst, dass Neid und Unkenntnis zu solchen Steuergesetzen führen, stimme ich dir zu. In D kann niemand seine Einkommen klein rechnen, wenn es nicht klein ist. Es mag hier und da eine Lücke geben, aber dann muss genau diese geschlossen werden. Wobei ein kleines Einkommen natürlich nicht bedeuten muss, dass man arm ist.


    Wenn der Fiskus alle positiven Einkommensarten unterschiedslos addiert, müsste er mit Verlusten ebenso verfahren. Statt dessen werden diverse Verlusttöpfe gebildet. Teils aus den von dir geschilderten ideologischen Gründen, teils aber auch einfach zur Steuermaximierung.

    Ah, ja, danke! Wiedereinmal musste ein Gericht dem Gesetzgeber Beine machen. Wobei die Begrenzung auf 10 k€ weder steuersystematisch noch mit Gerechtigkeitserwägungen begründet werden kann. So wenig wie es steuersystematisch zu rechtfertigen ist, dass Kapitalverluste nicht mit anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden dürfen. Stattdessen verkompliziert der Gesetzgeber die Regelung allein mit dem Ziel, Mindereinnahmen zu verringern oder wenigstens in die Zukunft zu verschieben.


    Die Folge dürfte sein, dass die Banken die Steuergutschrift nicht an der Quelle vornehmen dürfen, weil die ja nicht wissen können, ob noch bei anderen Banken Totalverluste angefallen sind.


    Das gleiche haben wir ja bereits bei den steuerfreien Erträgen aus Altbeständen, die nachträglich auf 100 k€ gedeckelt wurden. So wird die einst als großer Wurf verkaufte Abgeltungssteuer, mit der die Besteuerung der Kapitalerträge vereinfacht wurde, schrittweise wieder komplizierter.

    Die Kritik ist berechtigt, geht aber an die falsche Adresse. Dass der Totalverlust steuerlich nicht anerkannt wird, hat der Gesetzgeber zu verantworten, faktisch also die etablierten Parteien. Du kannst das bei nächsten Wahl berücksichtigen.


    Inzwischen kann man nur raten, die Papiere vor dem Totalverlust zu verkaufen, wenn dieser zu befürchten ist. Wer auf Erholung setzt, kann auch verkaufen und am nächsten Tag wieder kaufen. Am besten nicht genau die gleiche Stückzahl, damit nicht noch Missbrauch unterstellt wird.

    Dieses Forum hier folgt dem von Microsoft vorgegebenen Trend: Neues Design um des neuen Designs willen, die Ergonomie bleibt auf der Strecke.


    Z.B. sind neue Beiträge zwar nach wie vor mit fetter Schrift hervorgehoben, aber nur noch sehr schwach. Auch wer zuletzt in einem Thread geantwortet hat, scheint nicht mehr sichtbar zu sein. Tiefere Analyse spare ich mir, dazu müsste man das alte Design zum Vergleich haben. Und zurückgedreht wird sicherlich nichts.


    Foren sind sowieso ein Rückschritt im Vergleich zum https://de.wikipedia.org/wiki/Usenet bei dem jeder User für sich voll und ganz die Darstellung bestimmt und bei dem ein einziger Account zu allen Diskussionsgruppen weltweit genügt.


    Warum steigt trotzdem die Zahl der Forenbenutzer im Vergleich zum Usenet?

    • Aus Usersicht: Weil es bunt und mit Bildern ist und weil sie es nicht besser kennen.
    • Aus Anbietersicht: Weil sie moderieren und zensieren können.

    Was allgemein für Versicherungen gilt, gilt auch hier:


    Eine Versicherung schließt man nur ab, wenn man die Höhe eines möglichen Schadens nicht selbst tragen kann oder wenn das persönliche Risiko deutlich höher ist, als der Durchschnitt, mit dem die Beiträge kalkuliert sind.


    Versetze dich die Lage des Anbieters der Reparaturversicherung: Die Beiträge müssen die durchschnittlichen Reparaturkosten plus Verwaltungskosten plus Versicherungssteuer übersteigen, um Gewinn zu machen!

    Hallo Daniel_Nitschke,


    es gibt keinen Grund für dich, zurückzurudern. Mit 3 % liegst du ganz gut. In der Pressemitteilung von März 2020 heißt es:


    Das verbleibende Viertel des Verdienstunterschieds entspricht dem bereinigten Gender Pay Gap. Demnach verdienten Arbeitnehmerinnen im Durchschnitt auch unter der Voraussetzung vergleichbarer Tätigkeit und äquivalenter Qualifikation im
    Jahr 2014 pro Stunde 6 % weniger als Männer. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Unterschiede geringer ausfielen, wenn weitere Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung stünden, vor allem Angaben zu Erwerbsunterbrechungen.

    Quelle: https://www.destatis.de/DE/Pre…2020/03/PD20_097_621.html


    Welche weiteren lohnrelevanten Einflussfaktoren nicht erfasst werden, behandelt dieser ältere Artikel:


    https://manndat.de/feministisc…t-nun-auch-offiziell.html


    Am Ende löst sich der Gender Pay Gap vermutlich ganz auf oder kehrt sich sogar um. Frauen verdienen bei Google bei gleicher Tätigkeit mehr als Männer:


    https://manndat.de/feministisc…-gap-maerchen-herein.html

    Korrekt, Kater.Ka, die Leistung des Kapitalanlegers besteht darin, auf Konsum zu verzichten und sein Kapital der Produktion zur Verfügung zu stellen.


    Und um zu klären, wer Transaktionssteuer bezahlen soll, muss man schauen, wer von ihr befreit wird:


    "ausgerechnet eine Gruppe planten Deutschland und Frankreich von der Steuer zu verschonen: die Hochfrequenzhändler. [...] Bei dem vorgeschlagenen deutsch-französischen Modell, würden 99 Prozent aller Finanztransaktionen von der Steuer ausgenommen." Quelle:https://boerse.ard.de/anlagest…ransaktionssteuer100.html


    Dabei ging es ursprünglich um die Gefahren, die angeblich oder tatsächlich vom Hochfrequenzhandel ausgehen, ein Geschäftsmodell, bei dem kein Privatanleger mitmischt. Was übrig bleibt ist wieder einmal die nackte Abzocke durch den Fiskus.


    Ich erinnere daran, dass es vor ein paar Jahren noch keinerlei Steuern auf Kursgewinne von Aktien gab, dafür ein Bankgeheimnis, das ohne bestehenden Anfangsverdacht natürlich auch gegen das Finanzamt galt, während dem ehrlichen Anleger, der seine Dividenden deklarierte, sogar noch 3/7 der Dividendensumme als bereits vom Unternehmen gezahlte Körperschaftssteuer von seiner individuell zu zahlenden (Einkommens-)Steuer abgezogen wurde.


    Wie schön für den Staat, dass junge Anleger von der Körperschaftssteuer, die ihre Aktiengesellschaft für sie zahlt, nichts wissen. So freuen sie sich über "nur" 26% Abzug durch der Bank auf Dividenden und Kursgewinne und schlucken bereitwillig neue Steuererhöhungen im Namen einer angeblichen "sozialen Gerechtigkeit", zu der die "starken Schultern" beizutragen hätten.

    Die Rechenaufgabe ist überschlägig sehr einfach. Mehr als überschlägig hat sowieso keinen Sinn, weil weder der durchschnittliche Ertrag noch die Geldentwertung genau bekannt sind.


    8 % Durchschnittsgewinn aus Aktien
    davon 1/4 an den Fiskus (ohne Berücksichtigung von Freibeträgen, Soli, Kirchensteuer)
    = 6 %
    minus
    2 % Geldentwertung
    1 % gewünschte reale Ertragssteigerung
    = 3 %


    Von anfänglich 100.000 € darfst du also 3.000 € entnehmen. Diese Entnahme darf jedes Jahr um 3 % nominal steigen weil das Vermögen um 3 % nominal ansteigt, real sind das aber nur 1 % mehr.


    Oder in Kurzfassung: Wenn du jährlich 3 % des Nominalwertes abschöpfst, hast du eine ewige Rente mit mindestens gleichbleibender Kaufkraft. Nach Kursanstieg etwas mehr und nach Kursverlust weniger abzuschöpfen, also immer 3 % vom aktuellen Wert, ist sinnvoll, denn gerade nach einem Kursrückgang sollte man eher weniger verkaufen, um das Erholungspotential nicht zu schmälern.

    Die Frage ist schon alt, aber egal: Vor vielen Jahren habe ich von der DKB einen Kontoauszug erhalten, auf dem falsch addiert war. Die DKB hat das (von mir) unaufgefordert nach ein paar Tagen korrigiert.


    So etwas glaubt man kaum, aber vor Jahren wurden ja auch schon ein Rechenfehler in einem Intel-Mikroprozessor, also in Hardware, entdeckt.

    @Nordnordlicht


    >> einheitliche Geräte für alle Banken


    > das widerspricht eigentlich der Sicherheitsarchitektur, das dürfte so nie kommen. Für jede Bank braucht man einen eigenen TAN-Generator


    Das mag für die Mini-Geräte, wie sie Consors einst oder immer noch anbietet gelten, die ohne Bankkarte arbeiten. Geräte wie Rainer arbeiten mit der jeweiligen Bankkarte zusammen, in der dann wohl die Kryptografie läuft. Das Gerät stellt mehr oder weniger nur eine gesicherte Anzeige und eine gesicherte Tatstatur bereit, was natürlich essentiell ist, denn die Anzeige und die Tastatur von Universalrechnern mit Internetverbindung wie PCs und Smartphones ist prinzipiell angreifbar.


    >> Beim Einschalten braucht man eine PIN


    > Ich kenne leider viele Fälle, in denen die Menschen aus Bequemlichkeit keine PIN vergeben (wollen)


    Das kann man dann aber nicht der Technik vorwerfen. Außerdem hast du oben genau umgekehrt argumentiert: Die biometrische Authentifizierung könnte im Falle einer Verletzung nicht funktionieren.


    >> Um die Gefahr der Handlungsunfähigkeit zu vermeiden ist eine Vollmacht auch für den Fall des Todes am sichersten.


    > Selbst mit einer Vollmacht über den Tod hinaus wurde im Falle meiner Mutter erst mal das Konto wochenlang dicht gemacht.


    Das ist übel, war bei mir aber nicht so. Also sollte man das Konto vorsichtshalber leer räumen, bevor die Bank vom Tod erfährt.