Beiträge von wawi

    Heute wurden die ETFs aus dem Depot bei FlatEx ausgebucht.
    1 Woche Bearbeitungszeit, das nenn ich mal schnell, liegt vermutlich aber daran, das ich wie viele ein Kunde bin, der gekündigt wurde (zum 7.7.), mir wurde telefonisch bestätigt das die Depotüberträge dieser Kunden bevorzugt behandelt wird.

    Das wird so sein. Reguläre Depotüberträge von Flatex zu Smartbroker dauern zur Zeit 14 Wochen, wie ich von Smartbroker hörte.


    Hier auch nochmal der Hinweis: Auslandsaktien handeln kostet bei Smartbroker ein mehrfaches, verglichen mit Flatex. Meine US-Aktien gehen nun zurück an Flatex, auch wenn es unbequem ist, mit mehreren Brokern zu handeln.

    Ich habe hier ja schon einmal geschrieben, dass es nicht sinnvoll ist, eine eng limitierte Order auf Direkthandelsplätze zu stellen. Der Umsatz könnte dann an der eigenen Order vorbei auf der Referenzbörse laufen.


    Nachdem Smartbroker bei GETEX keine Provision mehr vom Kunden nimmt (Kickback aber natürlich schon), habe ich dort eine große Order (60TEUR) eingestellt - großzügig limitiert, damit sie umgehend ausgeführt wird. Meine Erwartung war, dass die Order letztlich bei XETRA landet und zu den dortigen Kursen ausgeführt wird - nur eben ohne die Provision und die Handelsplatzgebühr.


    Tatsächlich findet sich meine Order zum gleichen Zeitpunkt in der XETRA-Tickliste wieder, so dass ich exakt errechnen konnte, was mich meine Kauf-Order bei XETRA gekostet hätte:


    XETRA

    Kurswert 59551,80
    Smartbroker-Provision

    4,00

    Handelsplatzentgelt

    3,91

    Summe

    59559,71

    GETEX

    Kurswert = Summe

    59634,00

    Mehrkosten absolut

    74,29

    Mehrkosten %

    0,12 %


    Auch große Orders lohnen sich also nicht bei GETEX oder vergleichbaren Anbietern! Nur bei kleinen Orders könnten sich vielleicht 5 € einsparen lassen.


    Die eingsparte Provision wird meist durch einen schlechteren Kurs aufgefressen und überkompensiert. Generell ist die Zersplitterung des Umsatzes auf viele Börsen anlegerfeindlich, denn damit vergrößert sich der Spread und die erzieltbaren Kurse verschlechtern sich.
    Es bleibt bei der Regel: Ordere dort, wo der größte Umsatz ist.

    Die Uroma will etwas sicheres und kennt vielleicht noch die Inflation der 20er Jahre - zumindest aus Erzählungen ihrer Eltern. Daran anknüpfen und vorschlagen, das Geld in Gold-Anlegermünzen nicht zu kleiner Stückelung anzulegen.


    Gold bringt keinen Ertrag, gleicht aber zumindest die Geldentwertung zu 100% aus. Angebot u.a. bei der Reisebank auf jedem großen Bahnhof.


    Weiteres Argument: Die Hemmung beim Nachwuchs, ein Goldstück zu "versilbern" ist höher, als ein Sparbuch zu plündern.

    Wenn man große Pakete an ETFs an die Fondgesellschaft verkaufen möchte, dann schau dir mal das Orderbuch an, wie da Kurse gestellt werden.

    Verwechselst du hier etwas? Ich kenne kein einsehbares Orderbuch bei Fondsgesellschaften.

    Viele kleine Häppchen verkaufen geht wesentlich besser. Da fliegt man unter dem Radar.

    Warum nicht statt dessen ein Limit setzen? Obwohl, ich habe schon den Eindruck, dass die Platzierung einer großen Order die Kurse verdirbt. Kleine Einzelorders kosten dafür meist Brokergebühren.

    Falls Betrug im Spiel ist und die Wertpapiere veruntreut werden: Sicherung nur bis 20.000€!


    Für Kontoguthaben gilt 100.000€. Manche Banken (früher so ziemlich alle) sind darüber hinaus noch an ein freiwilliges Sicherungssystem angeschlossen, das wesentlich mehr abdeckt, auf dessen Zahlung aber interessanter Weise kein Rechtsanspruch besteht.


    All diese Systeme sind aber konstruiert für die Insolvenz einzelner Banken. Die anderen Banken legen dann zusammen und tragen den Schaden. Wenn alle gleichzeitig hopps gehen, kann das nicht funktionieren.


    Wie man aktuell bei Wirecard sieht: Die Bafin hat ihre Augen auch nicht überall.

    STAGE-STORES hat kürzlich Insolvenz angemeldet und wird seit dem nicht mehr an der NASDAQ gehandelt. In so einem Fall muss man die Aktien für die 2 oder 3 Cent verkaufen, die man dann pro Aktie bekommt, um wenigstens den Verlustverrechnungstopf zu füllen. Wertlos ausbuchen zählt steuerrechtlich nicht. (Bitte beschweren Sie sich bei Ihrem Bundestagsabgeordneten - formlos - fristlos - fruchtlos.)


    Der Lagerort nach Kauf in USA unterscheidet sich von dem bei einem Kauf in D. Die "international" lagernden Aktien kann man in D nicht verkaufen, nur in den USA.


    Folge bei Smartbroker: Man verkauft in USA völlig problemlos NASDAQ OTC (=over the counter/außerbörslich).


    Folge bei Flatex: OTC wird nicht angeboten. Entweder zeitraubender Lagerstellenwechsel für 65€ und Verkauf in D oder (theoretisch, weil derzeit zu lang dauernd) Aktienübertrag zu Smartbroker.


    Zur Wahrheit gehört, dass Smartbroker beim USA-Handel sehr viel teurer ist, als Flatex.

    Was hat es eigentlich mit der "Kostendarstellung" auf sich, die man neben der Abrechnung ins Smartbroker-Postfach bekommt? Transparenz ist prima, aber ich bekomme hier zu einer Order, die in einem Zug ausgeführt wurde, drei verschiedene Kostendarstellungen mit jeweils ganz unterschiedlichen Kurswerten und damit leicht unterschiedlichen Kosten. Aber keine dieser Kostendarstellungen trifft die abgerechneten Kosten genau. Es wird auch nicht genauer, wenn man den unterstellten (und nicht den tatsächlich abgerechneten Kurswert) nimmt.

    Genau, heute Mittag gleich bei einer Limitkauforder von Tradegate auf Gettex umgestellt. Hat dann auch gut geklappt.Irgendwie ist mir das auch etwas „unheimlich“. Die müssen doch auch Geld verdienen.

    Keine Sorge, die verdienen am Spread, sie fungieren oft als Zwischenhändler.


    Von Finanztip hört man, es sei egal, ob man bei den Nebenbörsen kauft, weil sich diese am Referenzmarkt orientieren. Das stimmt aber nur, wenn man gar nicht oder so limitiert, das die Order sofort ausgeführt wird. Anders sieht die Sache aus, wenn man eng limitiert. Ein Beispiel:

    • Geldkurs/Briefkurs bei XETRA: 100/110
    • Kaufauftrag zu 105

    Auf einer Nebenbörse wartet die Order so lange, bis vielleicht(!) der Briefkurs auf 105 sinkt.


    Wenn man die Order auf XETRA einstellt, verschiebt man dort den Geldkurs auf 105 und hat die Chance, dass da jemand zuschlägt. Die Order auf der Nebenbörse wird eher nicht beachtet, falls sie überhaupt veröffentlicht wird.


    Wenn man größere Volumina eng limitiert handeln will, sollte man zu der Börse gehen, wo der meiste Umsatz stattfindet, auch wenn es mehr Provision kostet.


    Während Konkurrenz unter den Börsen gut ist, damit deren Provision im Rahmen bleibt, ist die Zersplitterung der Liquidität schlecht.

    Wer, wie "wwsio" nicht bereit ist, die klar und deutlich gegebenen Infos von Smartbroker zu lesen, sollte tatsächlich zu einem anderen Anbieter gehen. Die telefonische Auskunft war völlig in Ordnung.


    Smartbroker gehört zu WallstreetOnline und verkauft die Leistungen der DAB zu besseren Konditionen, als die DAB. Daher wird Smartbroker als "Bevollmächtigter Finanzberater" bezeichnet, weil fast alles über den läuft.

    Hohes Ordervolumen, ja! Man merkt es daran, dass die Flatex-Website sehr langsam reagiert. Das System ist am Anschlag. Die sinkenden Corona-Zahlen veranlassen die einen zum Einstieg und andere zu Verkauf, die der Sache noch nicht trauen und den Absprung bisher verpasst haben.


    Man hört oft, auch von Journalisten, "die Leute verkaufen". Dabei wird immer vergessen, dass ebenso viele Papiere zur gleichen Zeit gekauft werden.

    Wunderbar, das funktioniert alles, wie es soll. Bei manuellem Reload der Seite wird der Zeitzähler zurückgesetzt und das Script läuft auch, wenn der Tab im Hintergrund liegt.


    Wg. fehlendem BEEP habe ich den Zähler um eine zweistellige Stundenzahl erweitert und 4 Stunden voreingestellt. (Anhang) Aber das kann ja jeder leicht ändern.


    Damit die Kommentare ausgerichtet sind, muss die Tab-Breite auf 4 gestellt werden. (Das hatte ich anfangs übersehen.)

    "Fein raus bist du, wenn du insgesamt so viel Aktienvermögen angespart hast, dass dich Wertschwankungen nicht daran hindern, deine Ziele zu verwirklichen. Andernfalls würde ich die Ziele notfalls zurückstellen, als in einer galoppierenden Geldentwertung meine Barmittel dauerhaft zu verlieren."


    @wawi Wie meinst du das genau?


    Aktien und Goldmünzen momentan am sichersten?

    Ich meine, wer genug Aktienvermögen hat, kann sich mit einem Teil davon auch dann noch ein Haus kaufen, wenn sich dessen Wert halbiert hat. Der muss sich um temporäre Wertschwankungen keine Sorgen machen. Anders als jemand, der zu einem bestimmten Zeitpunkt sein gesamtes Vermögen benötigt.


    Gold(münzen) sind die sicherste Anlageform, die es gibt. Gold ist DIE langfristige Wertreferenz. Eine 20 Mark Goldmünze des Deutschen Reiches hat heute noch ungefähr die gleiche Kaufkraft, wie damals. (Wir reden hier nicht über +/-20 %, die spielen auf 100 Jahre gerechnet keine Rolle.) Gold gleicht die Geldentwertung vollständig aus, bringt darüber hinaus aber keine Rendite. Das Kontoguthaben und das Papiergeld aus dieser Zeit hat heute nur noch dekorativen Wert.


    In der Sicherheit folgen Sachwerte wie Immobilien, die den Nachteil haben, dass sie im Krieg zerstört werden, mit hohen Abgaben belastet oder mit politisch festgesetzten Mieten unwirtschaftlich gemacht werden können. (DDR 2.0 - Mietendeckel.)


    An dritter Stelle, mit deutlich höherer Rendite, wenn man es richtig macht, folgen dann schon Aktien/ETFs, die Eigentum an Sachwerten verbriefen. Solange der Rechtsstaat existiert, können diese extrem schwanken (gern auf auf 5% ihres gegenwärtigen Wertes), eine breite Streuung über Regionen hinweg sollte sich aber wieder erholen.


    Die DM-Zeit, in der Cash und Staatsanleihen relativ sicher waren, ist vorbei. Die Politiker tun alles, um das Ende des Euro zu verhindern. Ob das gelingt, wird man sehen, denn Haushaltsdisziplin und Einhaltung der Regeln, die mit der gemeinsamen Währung beschlossen wurden, ist nicht ihre Stärke. Man schaue sich nur an, was aus "Kein Staat haftet für die Schulden eines anderes" geworden ist.

    Richtig, ich war Programmierender. Allerdings finde ich, dass dieser Begriff im Gegensatz zum Programmierer(m,w,d) nicht impliziert ob man dazu ausgebildet wurde oder nicht.

    Selbstverständlich ist ein Programmierender etwas anderes als ein Programmierer. So wie auch ein Studierender nicht unbedingt immatrikuliert sein muss, ein Student aber schon.


    Nur deinen Zusatz (m,w,d) nach Programmierer finde ich weniger schön, auch wenn er in Stellenanzeigen gesetzlich geboten sein mag: Durch diesen Zusatz wird etwas selbstverständliches schleichend zu etwas deklarationsbedürftigem. Wir benötigen aber generische, auf die Funktion bezogene Begriffe. Der Begriff "Programmierer" bezeichnet die Funktion und kein biologisches Geschlecht. Er bezeichnet nicht einmal ein biologisches Subjekt, denn wenn einst Maschinen programmieren, kann man auch diese Maschinen Programmierer nennen. Beim "Rechner" sehen wir das schon heute. Ein Begriff, der auf Maschinen ebenso passt, wie auf Menschen. "Rechner" waren einst Leute wie Adam Ries, die für Kaufleute rechneten, die das nicht konnten. Kaufleute konnten damals tatsächlich nicht addieren sondern haben die Summen in ihren Büchern geschätzt. Übrigens mit hoher Meisterschaft und geringen Abweichungen wie man an alten Schriften sehen kann.



    Die Hüter der PC mögen die Abschweifungen verzeihen, zurück zum Thema: Dank deiner ausführlichen Kommentare in "Einfacher Sprache" :-) habe nun sogar ich dein Script verstanden. Zur besseren Lesbarkeit habe ich lediglich die Kommentare in der gleichen Spalte beginnen lassen, siehe Anhang, den du so weiter verwenden kannst, wenn du willst.


    RefreshScript.txt


    Ich schlage vor, dass du am Ende nach dem else noch ein beep (wenn möglich mit markanter Frequenz) einfügst (ich weiß nicht, wie das geht). Dazu kann man dann cdLimitMin auf 60s setzen, damit man noch Zeit hat, einen Logout zu verhindern.


    Am Ende deines Scripts ist mir ein einsames ')' aufgefallen. Absicht? Danach '()'. Wozu?

    Mathematisch kommt die gleiche Rendite heraus, egal ob man 10% billiger einkauft (und daher entsprechend mehr Papiere für sein Geld bekommt) oder am Ende 10% teurer verkauft. Der Einkaufszeitpunkt ist also ebenso wichtig, wie der Verkaufszeitpunkt. Für die persönliche Renditeberechnung nehme ich daher zur Vermeidung dieses Basiseffekts keinen rollierenden Zeitraum sondern beziehe mich immer auf das Einstiegsdatum. Wenn es den wegen kontinuierlicher Anlagen nicht gibt, einfach das Datum, an dem man sich für eine bestimmte Anlagestrategie entschieden hat. Die hat doch hoffentlich jeder!?


    Der monatliche Wert des Vermögens über den wachsenden Zeitraum wird um die Sparleistungen und ggf. die Entnahmen korrigiert und auf die Jahresrendite umgerechnet. LibreOffice:

    V5 Vermögen in Monats-Zeile 5 (Beispielzeile)
    V$2 Vermögen am Anfang der Betrachtung
    A$2 Datum am Anfang der Betrachtung
    A5 Datum in Monats-Zeile 5
    =POTENZ(V5/V$2;12/MONATE(A$2;A5;1))-1


    Das Ergebnis dieser Berechnung ist die ZEITgewichtete Rendite, bei der der Zeitpunkt der Ein/Auszahlungen NICHT berücksichtigt wird und die weniger die persönlich erzielte Rendite und statt dessen die Rendite der gewählten Anlagestrategie ermittelt. Das ist die richtige Kennziffer zum Vergleich mit einem Benchmark.


    Ich berechne auch noch die KAPITALgewichtete Rendite. Dazu braucht man aber ein Makro, wenn man das fortlaufend in einer Tabelle haben will. "Einmalig" geht es auch mit einer Funktion in der Tabellenkalkuation.


    (Achtung, obige Formel rechnet nicht nur die Wertentwicklung über mehrere Jahre auf ein Jahr herunter sondern auch die unterjährige Entwicklungen auf ein Jahr hoch.)

    Wenn du die Aktienquote begrenzt, weil du deren Volatilität fürchtest, brauchst du eine Alternative. Cash und Festverzinsliches sind keine gute Alternative, weil die Stabilität des Euro fraglich ist. Aktienverluste werden im Gegensatz zu Währungsverlusten normalerweise wieder aufgeholt. Sachwerte wie physisches Gold kämen eher in Frage, aber auch hierbei hast du eine hohe Volatilität.


    Fein raus bist du, wenn du insgesamt so viel Aktienvermögen angespart hast, dass dich Wertschwankungen nicht daran hindern, deine Ziele zu verwirklichen. Andernfalls würde ich die Ziele notfalls zurückstellen, als in einer galoppierenden Geldentwertung meine Barmittel dauerhaft zu verlieren.


    Corona könnte Auslöser (nicht Ursache) einer wirklich großen Krise werden - muss aber natürlich nicht. Die Zukunft ist ungewiss, man sollte aber auf alles gefasst sein.

    Hervorragend! Danke!


    Du bist zu zwar keine Programmierer, aber die gibt's political correct ja nicht mehr, ebenso wenig wie Studenten, warst aber Programmierender, während du programmiert hast. Kannst du vielleicht jetzt noch Erklärender werden, der einem Lernenden das Script erklärt oder im Programm etwas ausführlicher kommentiert, damit es - gerade weil es sicherheitsrelevant ist - kein Unwissender einsetzt?


    Unklar ist mir z.B. wozu eine random-Funktion benötigt wird und weshalb das Script überhaupt so lang sein muss, wenn man doch lediglich alle 4 min einen Click setzen muss. (Ich habe noch nie JavaScript programmiert.)


    Nicht so wichtig, aber: Warum klappt es nicht, wenn das Tab neu geladen wird?

    Ergänzung zu meinem Initialbeitrag: Die so genannte Börsengebühr darf man beim Kostenvergleich nicht vernachlässigen. Bei US-Börsen ist sie bei Smartbroker sehr viel höher als bei Flatex.