Beiträge von wawi

    Ja, diese Herrschaften testen aus wie weit sie gehen können. Wenn die Reaktion der Kunden zu einem Umsatzrückgang führt, wissen sie, dass sie zu weit gegangen sind. Aber, so wie hier auch schon erwähnt wurde, ist es halt vielen Kunden egal, die bleiben und zahlen.

    Ja, die im seit Dezember steigenden Aktienkurs enthaltene Schwarmintelligenz spricht dafür, dass sich die Depotgebühr für Flatex geschäftlich lohnt: https://www.finanzen.net/aktien/flatex-aktie


    Ob das so bleibt, wird man sehen. Das hängt auch davon ab, ob die Mitbewerber nachziehen.

    Ich habe den Widerspruch noch nicht eingereicht. Ein paar Tage sind noch Zeit, allerdings gilt es, einen rechtzeitigen Zugang des Widerspruchs sicher zu stellen. Zugang bedeutet, dass der Empfänger die Möglichkeit haben muss, das Schreiben zu lesen. Sonn- oder Feiertag zählt also nicht, da ist ja niemand im Büro.


    Mit einer Bestätigung rechne ich nicht so bald, die sind ja derzeit überlastet mit ausgehenden Depotübergängen, die im Unterschied zu den sonstigen Abläufen manuell bearbeitet werden müssen. Die Bestätigung braucht man auch nicht, der Screenshot sollte genügen. Ich glaube aber auch nicht, dass Flatex die übermittelten Daten löscht, das wäre Betrug.


    Sollte die 1. Rate der Depotgebühr abgebucht werden, reklamiert man mit Hinweis auf den Widerspruch. Akzeptieren sie das nicht, wird sich eine Klage kaum lohnen, aber man hat es wenigstens versucht. Und dann ist man ja weg. Das dann leere Depot bei Flatex könnte man noch bestehen lassen, um die angesparten Realtime-Kurse zu nutzen, die Smartbroker nicht bietet.


    Das schlimmste, was passieren kann ist, dass Flatex den Widerspruch als Kündigung des Kunden betrachtet, die Wertpapiere ungefragt verkauft und das Geld auf das Referenzkonto überweist. Spätestens bei einer solchen Reaktion wäre eine Klage aber angezeigt, denn das ist mutwillige Schädigung des Kunden.


    Wir werden uns hier austauschen wie es läuft.

    Auch im Verlustfall hätte dein Verhalten keine steuerlichen Auswirkungen, da man die Verlustverrechnungstöpfe mit übernehmen kann. (Ankreuzen im Auftrag!)


    Ob der Spread die 5,90€ übersteigt, musst du selbst prüfen. Das hängt ja auch vom Volumen ab. Aber da die mögliche Ersparnis unter 5,90€ liegt, sollte man nicht zu viel Zeit damit verschwenden.

    Siehst du, genau das sollte hier nicht diskutiert werden! Daher gehe ich inhaltlich auch nicht darauf ein. Man sollte das Statement in der Signatur lediglich zur Kenntnis nehmen zur Abrundung des Bildes dessen, der schreibt.

    Smartbroker ist der günstigste Broker bei deutschem Handel. Handelplatzentgelte werden wohl nicht erhoben, oder?

    Doch, allerdings nicht herbei phantasierte, wie bei Flatex, sondern nur solche, die die Börsen tatsächlich erheben. Diese sind prozentual pauschalisiert im Preis-Leistungsverzeichnis angegeben. Man weiß also vorab genau, was man bezahlt.


    Da sich die elektronischen Handelsplätze (z.B. Tradegate, Lang & Schwarz, Gettex) über den Spread finanzieren, bleibt es folglich bei den 4€ pro Order. Bei kleinen Orders sind die elektronischen Handelsplätze somit manchmal etwas billiger, bei großen Orders zahlt man wahrscheinlich drauf. Das muss man bedenken, wenn man einen "kostenlosen" Broker wählt, der nur elektronische Handelsplätze anbietet.


    Die Vielfalt der Handelsplätze ist ambivalent: Sie verhindert, dass die großen Börsen träge und teuer werden, sie zersplittert jedoch die Liquidität, wodurch der Spread ansteigt.

    @johannesD politische Meinungen die natürlich jeder haben kann finde ich hier fehl am Platz

    Wenn du geschrieben hättest, "politische Diskussionen finde ich hier fehl am Platz" würde ich dir zustimmen. JohannesD hat aber lediglich ein Statement in der Signatur, das sein politisches Weltbild ein klein wenig erkennbar macht. Ich begrüße das. Es sagt ebenso viel oder so wenig aus, wie die Wahl eines bestimmten Avatars.

    Inzwischen bin ich Flatex dankbar für die Einführung der Depotgebühr, denn das hat mich veranlasst, Brokerpreise in einer Tabelle der verschiedenen Konditionen zu vergleichen, in der meine spezielle Nutzung berücksichtigt ist. Ich investiere in europäischen und amerikanischen Nebenwerte-Aktien und halte sie mindestens ein Jahr. Übrigens seit Jahren sehr erfolgreich, so dass das Depotvolumen relativ groß ist. Damit schlägt die Depotgebühr heftig zu.


    Ein bisher völlig unterschätzter Kostenblock sind die bei jeder Auslands-Transaktion anfallenden Währungsumtauschkosten. Bei Flatex wären die weitgehend vermeidbar gewesen durch Anlage von Währungskonten, was nun in einer Minute online erledigt wurde. Für mich kommt demnach nur ein Broker mit $-Konto und ohne Depotgebühr in Frage.


    Ergebnis der Kostenbetrachtung bei meiner Nutzung: Smartbroker ist bei kleinen wie auch bei großen Depotvolumen mit Abstand der billigste! Das gilt sogar dann noch, wenn man die Flatex-Depotgebühr nicht berücksichtigt! Kein Wunder, dass mir der gut erreichbare Support bei Smartbroker sagte, dass derzeit 90% aller Neukunden von Flatex kommen.



    Details zu Umtauschkosten


    Die meisten Broker geben die Tausch-Kosten als Marge in Fremdwährung an. (Smartbroker sicherlich auch, "€" steht wohl fälschlich hinter den Zahlen. Eine Support-Mitarbeiterin einer anderen Bank hat mir die Berechnung erklärt:


    1 € wird zunächst in Fremdwährung umgetauscht. Dann wird von der Fremdwährung der in der Tabelle angegebene Wert abgezogen. Ich verdeutliche das an einem Beispiel mit ungarischen Forint:


    1 € --> 330 HUF
    330 HUF - 5 = 325 HUF
    In Prozent: 5 / 330 = 1,5 %.


    Beim Tausch Fremdwährung in € zieht man den Tabellenwert vor dem Umtausch ab.



    Details zu Börsengebühren


    Inzwischen geben die meisten Broker die Fremdspesen der Börsen weiter, zusätzlich zu den Transaktionskosten, die der Broker verlangt und überlässt es dem Anleger, sich über deren Höhe zu informieren. (Daher lässt man die Börsenspesen beim Vergleich einfach weg.) Bei Smartbroker finden sich die Fremdkosten als Prozentsatz mit min-max-Grenzen im Preis-Leistungsverzeichnis. Dazu kommt dann nichts mehr, wie mir der Support versicherte. Das ist ein deutlich seriöserer Ansatz bei Smartbroker.



    Flatex verlassen und die Zwischenlösung


    Flatex ist anscheinend im Rückstand mit Depotüberträgen an andere Broker, so dass man derzeit wohl mit 6 Wochen oder länger rechnen muss. Um in der Übergangszeit die Depotgebühr zu vermeiden, werde ich diesem Rat folgen:


    "Sie können der Anpassung der Entgelte auch widersprechen. Das Konto wird dann zu den bisherigen Konditionen fortgeführt. Achtung: Wenn Sie widersprechen, kündigt die Bank Ihnen womöglich das Konto. Dann müssten Sie sich nach einem neuen Anbieter umsehen. Da die Bank aber eine Kündigungsfrist von mindestens 2 Monaten zu beachten hat, bleibt genug Zeit, sich ein neues Konto zu suchen."www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/was-tun-wenn-das-konto-teurer-wird-13252


    Flatex schreibe ich in den nächsten Tagen folgendes ins Kontaktformular und dokumentiere es durch Screenshot:


    Hiermit widerspreche ich der Einführung einer Depotgebühr. Sollten Sie die Beibehaltung der bisherigen Regelung nicht wünschen, können Sie die mit mir bestehende Geschäftsbeziehung unter Einhaltung einer angemessenen Frist kündigen.


    (Das ist ähnlich dem, was Flatex mir geschrieben hat, mit umgekehrtem Vorzeichen.)

    Im Gegensatz zu den Kaufnebenkosten sind Depotgebühren steuerlich nicht absetzbar.


    Hat da irgendeiner gedacht bei Flatex?

    An so etwas sollte ein Broker denken! Auch zu dem Namen Flatex passt eine prozentuale Gebühr nicht.


    Was waren das noch für goldene Zeiten, als die Citibank im kostenlosen Depot pro Order 9,99€ flat verlangt hat, inkl. Courtage und aller anderen Börsengebühren! Bei großen Orders hat die Citibank definitiv draufgezahlt. Ich habe damals mit einer Börse telefoniert und mir bestätigen lassen, dass die Börse mehr bekommt, als der Kunde zahlt. Mischkalkulation, sagte man mir. Großartig war auch, dass das Gegenkonto gleichzeitig gut verzinstes Girokonto war, faktisch also Wertpapier-Gegenkonto, Tagegeldkonto und Girokonto in einem.


    Zu dieser Zeit erschien Flatex am Markt, über die ich nur lächeln konnte, weil für mich teurer. Das änderte sich erst, als aus der Citibank die Targobank wurde und die guten Konditionen verschwanden. Ab da war Flatex billiger. Nun dreht sich das Rad weiter und der preisbewusste Kunde mit großem Depotvolumen verlässt Flatex wieder.

    Hallo,


    Sara Zinnecker & Co schreiben im Beitrag vom 08. Januar 2020 von Flatex' Depotgebühr 0,1% und übersahen dabei die Fußnote: "zzgl. Mehrwertsteuer". M.E. ist Flatex' Preisangabe abmahnreif, schließlich muss Verbrauchern der Preis inkl. Steuer genannt werden. Korrekt wäre "Depotgebühr 1,19 Promille", falls man den Begriff "Gebühr" bei einem privaten Anbieter akzeptiert.