Beiträge von bers

    Kurzes Update von Yippie:

    Scheint, als habe sich mein alter Versorger quergestellt. Davon haben die im Gespräch letzte Woche natürlich nichts gesagt :)

    TradeAttack guter Punkt, vielen Dank. Ich bin zwar immer noch überzeugt, dass Yippie mit ihrer Kenntnis des Gasmarkts ohne Probleme das Sonderkündigungsrecht hätte in Anspruch nehmen können, aber Deine Antwort eröffnet zumindest die Möglichkeit, dass sie auch das verbockt haben :thumbsup:

    soweit mir bekannt, kann nur der Vertragspartner das Sonderkündigungsrecht ausüben.

    Hast Du dafür eine Quelle? Wikipedia erwähnt so eine Bedingung nicht, und im BGB finde ich dazu auch nichts. Zumal ganz grundsätzlich ein Kündigungsrecht nur von Vertragsteilen ausgeübt werden kann, solange niemand anders dafür bevollmächtigt worden ist - das habe ich im Antrag bei Yippie/Verivox aber garantiert irgendwo getan. Ich wüsste nicht, dass so etwas auf normale Kündigungsrechte beschränkt wäre.

    Wusste Yippie denn von der Preiserhöhung und konnte sich somit auf das Recht der Kündigung ohne Kündigungsfrist beziehen?

    Von mir nicht - es war bei der Beantragung aber auch keine Möglichkeit vorgesehen, das mitzuteilen. Und wenn die versprochenen 3 Wochen geklappt hätten, wäre ja auch dicke Zeit gewesen selbst noch mal zu kündigen.


    Ansonsten werden die ja nur eine ordentliche Kündigung eingereicht haben unter Einhaltung der Kündigungsfrist.

    Das fände ich einigermaßen amateurhaft. Wenn die massenhaft ihre automatisierten Kündigungen rausschicken, dann würde ich schon erwarten, dass da Dinge drinstehen wie "zum frühestmöglichen Zeitpunkt" oder "unter Berücksichtigung von Fristen eventueller Sonderkündigungsrechte" etc. Zumal die Preiserhöhungen zum Jahreswechsel durch den CO2-Preis begründet waren und halb Deutschland ein Sonderkündigungsrecht zum 01.01.2021 gehabt haben dürfte.

    (Vorab, ich vermute "ja".)


    Timeline:

    - 27.11.2020: Preiserhöhung der Stadtwerke zum 01.01.2021

    Zitat

    Sollten Sie mit den neuen Konditionen nicht einverstanden sein, haben das Recht Ihren bestehenden Gasliefervertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen zu kündigen.

    - 28.11.2020: Verivox GmbH – Ihr neuer Gasvertrag

    Zitat

    Im Anschluss kündigt Ihr neuer Gaslieferant Ihren bestehenden Vertrag bei Ihrem derzeitigen Lieferanten. Sie können sicher sein, dass Ihr Anbieterwechsel zügig und zuverlässig über die Bühne geht.

    - 01.12.2020: Yippie! Es hat geklappt! - Deine Auftragseingangsbestätigung

    Zitat

    Wir kümmern uns nun um den Wechsel und melden uns bei Dir, sobald wir den genauen Lieferbeginn bestätigt bekommen haben. Nicht wundern, das kann bis zu 3 Wochen dauern.

    - 22.02.2021: Yippie Yippie Yeah ! Der Wechsel ist geschafft. - Deine Vertragsbestätigung

    Zitat

    Ab dem 01.01.2022 versorgen wir Dich zu den vereinbarten Konditionen.


    Meine Schuld, oder? Hätte ich Yippie vor Jahreswechsel auf die Füße treten sollen? Oder selbst kündigen? Was kann ich sonst wohl machen?

    Eine entfernungsbedingte und verspätungsabhängige Ausgleichszahlung wegender Flugannullierung für die Strecke Madrid-Frankfurt (EUR 250,-) gem. Art. 5 in Verbindung mit Art 7 der Verordnung könnte es nur geben, wenn der gebuchte Flug innerhalb von 14 Tagen vor dem gebuchten Flugdatum geändert wurde. - Und selbst wenn der Flug innerhalb der gebuchten 14 Tage-Frist geändert wurde, könnte sich die Airline vermutlich erfolgreich auf 'außerordentliche Umstände' (='höhere Gewalt') im Zuge der Corona-Pandemie berufen, die sie dann leistungsfrei macht.

    Danke für die Einschätzung! Die Stornierung war tatsächlich innerhalb von 14 Tagen (die Buchung war 3 Tage vor Abflug, ebenfalls Coronabedingt).


    Interessant und lehrreich für mich ist, dass Sie nicht darauf abstellen, dass die Stornierung von Segment 3 (innerhalb der EU) durch die Stornierung von Segment 1 (außerhalb der EU, also nicht von der VO gedeckt) irrelevant geworden ist - weil ich Segment 3 aus nicht von der VO abgedeckten Gründen niemals erreicht hätte. Das sagt mir, dass es den Aufwand einer ordentlich formulierten Email immerhin wert ist.


    Ob sich die Airline auf außerordentliche Umstände berufen wird, werde ich dann sehen ;)


    Viele Grüße

    Hallo zusammen,
    wer weiß denn, ob die EU-Fluggastrechte gelten, wenn ich eine One-Way-Buchung mit folgenden drei Segmenten (als ein Ticket ohne besondere Aufenthalte gebucht bei LATAM, alles durchgeführt von einer der LATAM-Airlines) habe


    > Salvador Bahia - Sao Paolo - Madrid - Frankfurt


    und das erste (komplett außerhalb der EU) und das dritte Segment (komplett innerhalb der EU) ausfallen? Angeboten werden konnten nur Ersatzverbindungen Tage später.


    Der Ticketpreis ist schon erstattet worden, geflogen wurde dann mit zwei anderen Airlines in Eigenregie.


    Meine Frage ist: Ist hier eine Entschädigung fällig?

    Hallo zusammen,
    ich hab dann noch mal die CosmosDirekt-Hotline bemüht (das hatte ich vorher schon mal - damals aber verstanden, dass Tagesgeld Plus und VorsorgePlan/Konto gleich behandelt werden). Das ist anscheinend nicht der Fall, wie wir hier schon erarbeitet haben. CosmosDirekt hat bestätigt, dass beim Tagesgeld Plus jährlich (quartärlich, aber sollte gleich sein) versteuert wird, bei den anderen aber erst bei Auszahlung. Auszahlungen kann man splitten (im Extremfall Dezember/Januar), um von Pauschbeträgen mehrerer Jahre zu profitieren. Falls das überhaupt relevant zum Auszahlungszeitpunkt. Ab 12 Jahren Laufzeit (oder ab 62 Jahren Alter) kann man die Auszahlung steuerlich als eine Rente behandeln lassen (hälftig und persönlicher Einkommensteuersatz).


    Steuerbescheinigungen gibt es tatsächlich noch, die kommen "noch im Januar".

    Guter Fund, danke sehr! Dieser Text findet sich im Übrigen wortgleich auf mehreren Seiten, u.a. auch beim Tagesgeld, jeweils unter "Häufige Fragen", "Wie kann ich einen Frei­stel­lungs­auf­trag einrichten oder ändern?":
    https://www.cosmosdirekt.de/tagesgeld/#haeufige-fragen
    https://www.cosmosdirekt.de/vorsorgeplan/#haeufige-fragen


    Deswegen vermute ich, es geht hier nicht um Spitzfindigkeiten seitens CosmosDirekts, sondern eher um eine möglichst allgemeine Formulierung; ich vermute daher (leider) nicht, dass sich daraus schließen lässt, dass die Erträge jährlich versteuert werden. (Zinseszinsen kann es ja trotzdem geben, denn es gibt definitiv eine jährliche Zinsgutschrift - nur eben vielleicht nicht in Form einer Barauszahlung.) Das lasse ich mir noch mal bestätigen und gebe Bescheid.


    Danke bis hierher!

    @bers, im o.g. Beispiel wird bei Entnahme keine Steuer fällig, weil kein neuer Ertrag entsteht. Du hebst ja nur Geld ab, das Dir eh schon gehört und das in den Vorjahren steuerlich berücksichtigt wurde.

    Hallo und danke sehr - wie sicher bist Du Dir, dass das auch für Rentenversicherungen gilt?


    ich glaube nämlich, dass, wenn die Zinsen nicht in Form von einer "Barauszahlung" (Rz 14) entnommen werden, sie eher als "Verzinsliche bzw. rentierliche Ansammlung" (Rz 17) angesehen werden, und dann gilt:


    Beim Bonussystem (vgl. Rz. 16), bei der verzinslichen bzw. rentierlichen Ansammlung (vgl. Rz. 17) und bei der Schlussüberschussbeteiligung (vgl. Rz. 18) liegt ein Zufluss von Erträgen in der Regel erst bei Ablauf der Versicherungslaufzeit vor.

    https://www.bmf-lsth.de/esth/2…/Anhang-22a/I/inhalt.html, Rz 47

    Die zum 31.12. gutgeschriebenen Zinsen lassen den Freistellungsauftrag für 2020 unangerührt, weil sie noch 2019 zuzuordnen sind.


    Logisch. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ich die Inanspruchnahme des 2019er Freistellungsauftrags nicht mehr sehen kann, weil einen Tag später der 2020er eingetragen wurde.


    Zitat

    Entweder hattest du noch Freistellungsbetrag übrig [...].


    Hatte ich.


    Zitat

    Und ja, eine Steuerbescheinigung bekommt man. Meine vom letzten Jahr ist auf den 15.01.2019 datiert.


    Perfekt, dann schaue ich da mal und lerne immerhin etwas über das Tagesgeld Plus. Danke sehr!


    Edit: Im Übrigen habe ich gesehen, dass das Tagesgeld Plus ein "Kapitalisierungsprodukt" ist, während die anderen beiden "klassische Rentenversicherung[en]" sind. Da kann es also durchaus anders sein.

    Ich habe dort ein Tagesgeld Plus. [...]
    Es wird bei jeder quartalsweisen Zinszahlung auch entsprechend AbgSt, Soli und ggf. KiSt abgeführt.


    Man kann dort auch einen Freistellungsauftrag erteilen.

    Danke, das ist interessant. Ich habe auch ein Tagesgeld Plus, aber erst seit Q4 2019. Die zum 31.12. gutgeschriebenen Zinsen kann ich zwar sehen, nicht aber ihren Einfluss auf den Freistellungsauftrag - dort sehe ich nur, dass mein Freistellungsauftrag für 2020 noch unangerührt ist. Bekommt man bei denen eine Steuerbescheinigung?

    Hallo zusammen,
    verstehe ich es richtig, dass man bei allen CosmosDirekt-Produkten (insb. TagesGeld Plus, Flexibles VorsorgeKonto, und Flexibler VorsorgePlan aka besseres Sparbuch) keine Kapitalertragssteuer zahlt, bis man sich die Verträge auszahlen lässt? Ist folgende Beispielrechnung bei einem Zinssatz von 0,7%
    und einer Einlage von 100.000€ plausibel?


    Auf einem Bankkonto erhalte ich
    - nach einem Jahr 100.000€ * 0,7% = 700€ Zinsen pro Jahr. Freistellungsauftrag --> ich zahle keine Steuern.
    - nach einem weiteren Jahr 100.700€ * 0,7% = 704,90€ Zinsen pro Jahr. Freistellungsauftrag --> ich zahle keine Steuern.
    - etc, bis ich irgendwann über 800€ Zinsen bin. Erst dann zahle ich Zinsen, nach geschätzten 15 Jahren und nur auf den Teil der Zinsen, der 801€ übersteigt.


    Bei CosmosDirekt erhalte ich
    - nach einem Jahr 700€ Zinsen; da ich aber kein Guthaben entnehme, zahle ich auch keine Steuern.
    - nach einem weiteren Jahr 704,90€ Zinsen und zahle wieder keine Steuern.
    Im dritten Jahr entnehme ich all 11404,90€. Jetzt muss ich Kapitalertragssteuer zahlen, und zwar
    25% * (11404,90€ - 10.000€ - 801€) = 25% * 603,90€ = 150,98€


    Richtig verstanden?