Beiträge von muc

    Einen Anwalt wollen wir eigentlich nicht einschalten wegen der Kosten.

    Diese Denke ist falsch. Schließlich sind Sie offensichtlich Eigentümer der Wohnung. Da sollten Sie sich einen Anwalt leisten können. Sonst machen Sie was falsch.


    Einen Mieter schnell aus einer Wohnung herauszukriegen bedarf juristischer Fachkenntnisse. Vor allem müssen Sie die Rechtsprechung des BGH zum Thema Eigenbedarfskündigung kennen. Nehmen Sie sich einen auf Vermieterrechte spezialisierten Anwalt. Das rechnet sich jeden Fall. Sonst "zahlen" Sie mit vielen Monaten Verzögerung bis Sie die Mieterin mit Bordmitteln rauskriegen. Insbesondere gilt dies, da die Mieterin sich bereits einen Anwalt genommen hat. Die ist deshalb juristisch viel besser gerüstet als Sie ohne Anwalt.

    Meine private Versicherung habe ich heute nicht mehr erreicht, aber ich bin mir recht sicher, dass unsere Kinder dort nicht versichert bleiben können, wenn ich dort nicht mehr versichert bin.

    Da unterliegen Sie einem Irrtum! Selbstverständlich können (und sollten!) Ihre Kinder dort versichert bleiben.
    Bei einer PKV hat jeder (Mit-)Versicherte ein eigenes Rechtsverhältnis zum Versicherer. Insoweit haben Ihre Kinder eigene Ansprüche und vor allem müssen sie nicht eine neue Gesundheitsprüfung bei einem anderen Versicherer durchlaufen.


    Lassen Sie Ihre Kinder auf jeden Fall in Ihrer bestehenden Versicherung! Sie selbst bleiben Versicherungsnehmer und Prämienschuldner. Ihre Kinder bleiben die versicherten Personen und haben die Rechte aus dem Versicherungsvertrag.


    No problem.

    Eine Bank hat kein Interesse daran Immobilienbesitzer zu werden? Also ehrlich noch nie gehört. Deshalb werden vermutlich Immoblienkredite an Familien mit 2k Netto vergeben...



    Die Leute zahlen fleißig ein (1-2, vlt auch 5-10 jahre), dann können sie nicht mehr zahlen. Der Kredit platzt, Immobilie gehört der Bank und die Bank kann diese für teuer Geld weiterverkaufen. Und du meinst tatsächlich, dass Banken darauf verzichten? Vor allem in Ballungszentren?

    So stellt sich der kleine Moritz das vor...


    In der Realität ist es für Banken extrem unangenehm, wenn sie bei geplatzten Immobilienfinanzierungen die Grundschuld verwerten müssen.


    Sie unterliegen ferner einem Irrtum, wenn sie schreiben, "die Immobilie gehört der Bank und diese kann sie für teuer Geld weiterverkaufen". So ist es gerade nicht!


    Die Immobilie gehört weiterhin dem Eigentümer, auch wenn er die Finanzierung nicht mehr aufbringen kann. Die Bank hat in diesem Fall nur das Recht, die Zwangsversteigerung zu betreiben und der Immobilieneigentümer muss diese dulden.


    Ein solches Zwangsversteigerungsverfahren ist sehr langwierig, arbeits- und kostenintensiv. Ob am Ende der Zwangsversteigerung überhaupt die offene Restforderung erreicht wird, steht auch noch auf einem anderen Blatt.


    Deswegen versuchen Banken erst einmal alles andere, bevor sie die Zwangsversteigerung angehen. Banken verdienen an reibungslos laufenden Darlehen. Nicht an geplatzten Finanzierungen!

    Kann ich meinen Anteil, von meinen Brüdern fordern, wenn sie es nicht freiwillig machen? Wenn nicht, was kann ich erreichen? Wie muss ich vorgehen? Wie läuft eine Zwangsversteigerung ab?

    Sollten Sie mit Ihren Brüdern in einer Erbengemeinschaft sein, können Sie versuchen, Ihren Erbteil zu verkaufen.
    Das ist in den §§ 2371ff BGB geregelt. Es gibt auch im Internet Anbieter, die Erbteile kaufen, wenn Immobilien involviert sind.


    Dies Erbteilkäufer setzen dann die Teilungsversteigerung durch. Diese könnten Sie auch selbst durchsetzen. Jeder, der Miteigentum zusammen mit anderen hat, kann die Teilung durch Verkauf jederzeit verlangen. Lesen Sie § 753 BGB.
    Dort wird auf die Zwangsversteigerung verwiesen. Das ist jedoch ein Verfahren, das Zeit braucht. Rechnen Sie mit mindestens 1 Jahr Verfahrensdauer - wenn Ihre Brüder alle Hebel betätigen, die zur Verzögerung führen, kann das Verfahren auch locker drei Jahre dauern.


    Viel Erfolg!

    Offenbar wissen Sie nicht, dass eine Erstberatung beim Anwalt kostenmäßig auf 240 EUR gedeckelt ist. Sie müssen also keine 2.000 Euro bezahlen.


    Im Übrigen machen Sie etwas falsch, wenn Sie zwei schuldenfreie Immobilien haben, aber keine liquiden Mittel. Nehmen Sie einfach eine Immobilienfinanzierung auf die Vermietimmobilie auf! Die Zinsen mindern die Einkünfte aus V+V und bringen Sie damit auch unter die GKV-Einkommensgrenze.


    Und mit der frei gewordenen Liquidität können Sie entspannt leben und müssen nicht Ihren Frust in diesem Forum auskotzen. Denken Sie mal darüber nach!

    Bei Provisionen bin ich mir nicht ganz sicher, ob da Umsatzsteuer drauf entfällt

    Provisionen sind als sonstige Leistung umsatzsteuerpflichtig.


    Sollte der Leistungsempfänger, also derjenige, der die Provision bezahlt, ein Unternehmer im EU-Ausland oder in der Schweiz sein, gilt das reverse-charge-Verfahren. Spätestens hier dürfte @blacky_258 überfordert sein. Denn bei sonstigen Leistungen innerhalb der EU muss auch monatlich eine Zusammenfassende Meldung beim Bundesamt für Steuern in Saarlouis abgegeben werden. Das wird ohne Unterstützung durch einen Steuerberater nur dann funktionieren, wenn man sich wirklich gut auskennt in diesen Dingen.


    Sollte der Leistungsempfänger ausserhalb der EU domizilieren, ist die Leistung von der Umsatzsteuer befreit.


    Sollten die Leistungsempfänger jedoch Privatkunden sein, gilt etwas anderes: Vermittlungsleistungen an private Kunden sind im Inland umsatzsteuerpflichtig - auch wenn der Kunde im Ausland wohnt.

    Sie müssen ein Gewerbe bei Ihrer Wohnsitzgemeinde anmelden. Dann werden Sie vom Finanzamt einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung erhalten. Den füllen Sie aus - notfalls mit Unterstützung eines Steuerberaters.


    Dann geben Sie im kommenden Jahr eine Steuererklärung ab und erklären Ihre Einkünfte aus Vermittlungstätigkeit.
    Sie werden dann einen Steuerbescheid erhalten und zahlen Ihre Einkommensteuer ganz normal - wie jeder Unternehmer.
    Alles kein Problem.


    Eine andere Frage ist die Meldepflicht von Geldeingängen aus dem Ausland nach der Außenwirtschaftsverordnung. Danach müssen Sie Zahlungseingänge von einem Schuldner, die den Betrag von 12.500,00 EUR überschreiten, melden.
    Das hat aber nichts mit Steuern zu tun, sondern ist für die Erfassung in der Handelsbilanz der Bundesrepublik Deutschland wichtig. Formulare dazu gibt es im Internet.

    Die bisherige selbstgenutzte Eigentumswohnung soll vermietet werden,da ein altes Haus zur Renovierung gekauft wurde
    und bald bezogen werden soll.Monatliche Einnahmen ca 900€ kalt.Davon gehen noch Steuern und NK ab.

    Wer zwei Immobilien besitzt, sollte sich eine anwaltliche Beratung zu dem Thema der Familienversicherung leisten können und nicht auf dieses Forum vertrauen.

    Habe ich Anspruch darauf, für die bereits geleistete und in Kürze noch zu leistende Vorauszahlung eine Bankbürgschaft zu verlangen? Besteht ggf. ein Rücktrittsrecht, falls eine Bankbürgschaft abgelehnt wird?


    Einen Anspruch haben Sie nicht. Sie haben den Vertrag ohne Forderung einer Besicherung der Vorauszahlung abgeschlossen. Sie können deshalb nicht im Nachhinein Sicherungen verlangen, die Sie vor Vertragsschluss nicht verlangt haben.


    Ein Rücktrittsrecht könnten Sie auf § 323 BGB stützen. Dazu müsste jedoch die Leistungsfrist wesentlicher Vertragsbestandteil geworden sein. Das sollten Sie rechtlich prüfen lassen.

    Treten Sie von dem Vertrag zurück aufgrund § 323 BGB.


    Erklären Sie diesen Rücktritt gegenüber beiden Vertragspartnern - also gegenüber Groupon und gegenüber dem Hotel.
    Zurückzahlen muss derjenige Vertragspartner, der das Geld von Ihnen hat. Das wissen Sie aber nicht.
    Hat Groupon Ihre Zahlung schon an das Hotel weitergeleitet? Wahrscheinlich nicht. Das müssen Sie herausfinden.
    Notfalls mit Auskunftsklage.
    Viel Erfolg!

    Das mit dem Coronavirus, und den Auswirkungen, konnte keiner vorhersehen. Also brauche ich mich auch nicht ärgern, dass ich irgend etwas falsch gemacht habe.

    So isses!


    Un die Welt wird wegen Coronavirus NICHT untergehen. Die Reaktionen an den Börsen sind völlig übertrieben. Selbst wenn wir heuer eine Rezession erleben, wird deswegen nicht alles zusammenbrechen. Schwächere Marktteilnehmer werden vom Markt verschwinden und die stärkeren Wettbewerber werden gestärkt aus der Krise hervorgehen.

    Eine interessante Frage... - Ohne Hauptversammlung gibt es keinen Beschluss über die Ausschüttung der Dividende, keine Wahl eines Aufsichtsrats (muss nicht jedes Jahr stattfinden!) und keine Beschlüsse über Satzungsänderungen, Kapitalerhöhungen und andere grundlegende Fragen.


    Ich weiß nicht, ob es zulässig ist, eine Hauptversammlung vollständig ins Internet zu verlegen. Teilnahme an HV via Internet ist heute bereits vielfach möglich. Aber eine ausschließlich per Videostream durchgeführte HV hatten wir zumindest in Deutschland nach meiner Kenntnis noch nicht.


    Wir dürfen gespannt sein.

    Kann ich diese Kosten zumindest steuerlich absetzen?


    Ja, das sind entweder Werbungskosten oder Betriebsausgaben. Je nachdem, ob Sie angestellt oder selbstständig sind.


    Bei Einkünften von Angestellten ist § 9 EStG maßgeblich, der Werbungskosten als Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen definiert.


    Bei Selbstständigen ist § 4 Abs. 4 EStG einschlägig. Danach sind Betriebsausgaben Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind.


    Beide Definitionen werden durch Ihre Hotelkosten erfüllt, denn Sie haben das Hotel nicht aus privatem Anlass sondern wegen einer beruflichen Fortbildung gebucht. Ob die Fortbildung abgesagt wurde, ist für die Abzugsfähigkeit der Aufwendungen nicht relevant.

    Wenn sich die Darlehensnehmer nicht einmal Quittungen für die geleisteten Zahlungen geben ließen, haben sie sehr wenig Chancen, die Forderung abzwehren. Sollte die Gläubigerin klagen - und danach sieht es ja aus, wenn jetzt ein Mahnbescheid zugestellt worden ist - dann steht Aussage gegen Aussage.


    Da wird es darauf ankommen, welche Partei dem Richter als glaubwürdiger erscheint. Für die Gläubigerin spricht jedenfalls der unterschriebene Darlehensvertrag und die letzte Zahlung. Dadurch ist schon erst einmal bewiesen, dass die Schuld existiert.


    Weshalb die Rückzahlungen in bar und ohne Quittung vorgenommen wurden, müssen die Schuldner schon extrem gut begründen. Denn ein solches Verhalten widerspricht der allgemeinen Lebenserfahrung. Wenn eine "größere Summe" privat verliehen wird, lässt man sich die Rückzahlungen auch schriflich quittieren. Es muss deshalb schon sehr durchschlagende Argumente geben, weshalb es in diesem Fall anders gewesen sein soll.


    Wenn diese Argumentation nicht gelingt, wird das Ehepaar die Schuld wohl zum zweiten Mal zurückzahlen müssen.

    Die Grundsteuer trifft den Eigentümer. Schuldrechtlich kann vereinbart werden, dass der Nießbraucher die Grundsteuer übernimmt. Aber wenn der Nießbraucher nicht zahlen will oder kann, ist der Eigentümer derjenige, gegen den das Finanzamt vollstrecken wird.


    AfA für Gebäude können Sie nur nutzen, wenn Sie entweder ein Gebäude im Betriebsvermögen haben oder wenn Sie das Grundstück im Privatvermögen haben und Mieteinkünfte erzielen. Sollte das bei Ihnen nicht vorliegen, können nur Sie als Nießbraucher die AfA nutzen. Ihre Tochter als Eigentümerin kann das nicht, da sie keine Einnahmen erzielt.


    Im Übrigen ist das, was Sie vorhaben, ein absoluter Standardvertrag. Nichts besonders wird jedes Jahr tausendfach in vielen Notariaten so beurkundet.

    Welche Geldanlage bietet sich dieser Generation noch vor Rentenantritt an? (Rentenantritt vorraussichtlich mit 67 Jahren)
    Tage-, Festgeld bieten mittlerweile so gut wie keine Zinsen und für ein ETF Portfolio wäre der von Finanztip empfohlene Anlagehorizont von 15 Jahren nicht gegeben.


    Ein Denkfehler, der scheinbar nicht auszurotten ist! Und der auch den sog. "Finanzberatern" von ihren Ausbildern unermüdlich eingehämmert wird...


    Wieso um alles in der Welt hat jemand mit 60 keinen Anlagehorizont von 15 Jahren mehr?
    Werden sich Ihre Eltern mit Eintritt in den Ruhestand erschießen und brauchen dann Bargeld für die Bestattungskosten???


    Die heute 60-jährigen haben eine Restlebenserwartung von mindestens 20 Jahren! Und wenn jemand vorher von der Trambahn überfahren wird, spielt das auch keine Rolle, dann wird halt ein Wertpapierdepot vererbt!


    Entscheidend ist doch die Frage: Welchen Finanzbedarf haben Ihre Eltern zusätzlich zu den zu erwartenden Renten?
    Und zwar nicht einmalig, sondern monatlich. Darauf sollten Sie Ihre Überlegungen fokussieren.


    Ich selbst bin 64 und habe deutlich über 80 % meines Vermögens in Aktien!!!
    Warum?
    Weil ich den Vermögensstock nicht brauche! Ich habe ein Vermögenseinkommen von mehr als 20.000 EUR im Jahr - und das reicht mir völlig aus, um zusammen mit meinen Renten und weiteren Einkommensquellen, die ich zusätzlich habe, meine Lebenshaltungskosten zu decken.


    Insoweit habe ich auch keine Angst vor einem Kursrückgang. Ich lebe von den Dividenden - nicht von Kursspekulation. Würde mein Aktiendepot morgen 30 % weniger wert sein, würde mich das nicht stören. Ich will ja nicht verkaufen!


    Würden ALLE Aktiengesellschaften ihre Dividenden einstellen, würden mir 20.000+ EUR pro Jahr fehlen. Das wäre blöd. Aber kein Drama.


    Im Übrigen zeigt die Erfahrung der Vergangenheit, dass ein solches Szenario völlig unrealistisch ist. Wer davor Angst hat, wechselt am besten in die "Prepper-Szene" und beginnt mit Survival-Trainings im Wald als "preparation" für den finalen und nuklearen Weltkrieg.


    Davon gehe ich bei meinen Zukunftsplanungen nicht aus.


    Also, meine Empfehlung lautet: Stellen Sie den monatlichen "Zuschussbedarf" Ihrer Eltern fest, den diese brauchen werden, wenn sie nur noch Renteneinkünfte haben. Diesen Betrag multiplizieren Sie mit 120. Dann haben Sie die Summe, die Ihre Eltern in den ersten 10 Jahren nach Eintritt in die Rente verbrauchen werden.


    Für dieses Geld wählen Sie eine sichere Anlageform. Z.B. Staatsanleihen oder Anleihen großer multinationaler Konzerne. Fächern Sie die Laufzeiten so auf, dass ab 2027 jedes Jahr eine Anleihe fällig wird, die eine Jahresausgabe abdeckt. Dann wird die letzte Anleihe 2037 fällig.


    Den Rest des Geldes investieren Sie in Aktien allererster Güte, die regelmäßige Dividenden zahlen. Hier bietet sich Nestlé, Microsoft, McDonalds, SAP oder auch Johnson & Johnson an, um nur ein paar zu nennen. Die Dividenden werden reinvestiert, damit Sie vom "Zinseszinseffekt" profitieren.


    Wenn das Jahr 2037 erreicht ist, beginnen Sie das Spiel von vorn und stellen wieder die Liquidität für 10 Jahre sicher - der Rest wandert in Qualitätsaktien.


    Ihre Eltern werden es Ihnen danken. Und Sie als Erbe werden sich über ein erhebliches Vermögen freuen können, wenn Ihre Eltern eines Tages nicht mehr da sein werden.


    Viel Erfolg!

    Mein Steuerberater ist sich bei dem Thema nicht sicher. Die Frage ist, wie viel Gehalt man beziehen muss, damit es gerechtfertigt ist, Betreuungsgehalt als Gehaltsextra zu erhalten.

    Jetzt bin ich nicht sicher, ob Sie den richtigen Steuerberater haben...


    Die Gehaltsfindung bei einem GGF gehört zu den Kernthemen der steuerlichen Gestaltungsberatung! Wichtig ist der Fremdvergleich ausgehend von der Frage: "Würde ein fremder Dritter für diese Geschäftsführungstätigkeit mit den gleichen Konditionen entlohnt werden?".


    Meist geht es jedoch darum, dass GGF-Gehalt nach oben zu begrenzen. Bei Ihnen ist es umgekehrt: Sie wollen für umsonst für Ihre Firma arbeiten. Das ist schon einmal ungewöhnlich - wenngleich auch zulässig. Steuerlich ist es eine Einlage, die Sie als Gesellschafter leisten. Eigentlich müssten Sie den Geldwert dieser Einlage sogar irgendwie erfassen und bewerten. Fragen Sie mal einen Steuerberater (vielleicht nicht gerade den Ihren...).


    Sie wollen (oder können) sich kein Gehalt zahlen, gleichzeitig wollen Sie jedoch das Privileg der Arbeitnehmer nutzen, dass der Arbeitgeber die Kinderbetreuungskosten steuerfrei erstattet. Das beißt sich. Die Gefahr, dass ein Betriebsprüfer Ihnen diese Konstruktion als Gestaltungsmißbrauch (§ 42 AO) streichen wird, sehe ich als sehr hoch an.


    Also: entweder zahlen Sie sich ein fremdübliches Gehalt und genießen die Steuervorteile der Erstattung von Kinderbetreuungskosten. Oder Sie zahlen sich kein Gehalt und zahlen die Kita-Gebühren aus der privaten Tasche.

    Die Sinnhaftigkeit des Vorhabens erschließt sich mir nicht.


    Setzen Sie doch den Neffen zum Alleinerben ein - und fertig.
    Natürlich wird er Erbschaftsteuer zahlen müssen.
    Die muss er dann halt über ein Immobiliendarlehen finanzieren.


    Wenn Sie ihm jetzt das Haus unter Wert verkaufen, dann kann das Finanzamt eine teilentgeltliche Veräußerung annehmen und für den geschenkten Teil Schenkungsteuer festsetzen.


    Außerdem haben Sie dann den Verkaufserlös im Vermögen, welches Sie später hinterlassen. Dann wird auch wieder Erbschaftsteuer fällig.


    Wie @chris2702 schon geschrieben hat, würde eine Schenkung unter Niessbrauchsbrauchsvorbehalt die Bemessungsgrundlage der Steuer senken.


    Alternativ könnten Sie Ihren Neffen adoptieren. Unter nahen Angehörigen kann ein selbstgenutztes Familienheim steuerfrei vererbt werden, wenn die Wohnfläche <200 qm beträgt.

    Klären Sie die Erbrechtsfrage. Wenn Sie Erbe geworden sind, dürfen Sie auch verfügen. Seien Sie jedoch vorsichtig, falls Sie mehr Schulden als positive Vermögenswerte geerbt haben.


    Wenn Sie über den Nachlass verfügen, könnte dies so ausgelegt werden, dass Sie die Erbschaft nicht ausschlagen, sondern Ihr Erbe annehmen. Wenn Sie nicht aufpassen, haften Sie für die Schulden Ihrer Mutter mit Ihrem Privatvermögen. Da könnte die Ausschlagung des Erbes die bessere Alternative sein.