Beiträge von Giskard

    Notgroschen und Anlage in ETF schließen sich vernünftigerweise gegenseitig aus. Zurzeit ist der Notgroschen trotz Inflation am sinnvollsten auf einem Tagesgeldkonto o. ä. aufgehoben. Je nachdem, ob wirklich 30.000 Euro ständig verfügbar sein müssen, könnte man eine Festgeldtreppe erwägen, um der Inflation ein wenig entgegenzuwirken.

    Cloud-basiert. Mir ist keine native lokale Lösung bekannt. Alternative wäre Gefrickel mit WINE. Deshalb nehme ich den "Nachteil" Cloud insofern gerne in Kauf um weiterhin windowsfrei zu bleiben.

    Hm. Ich finde es halt sehr schwer, mir da eine fundierte Meinung zu bilden. Ich lese zur Abwechslung von SPON, zeit.de und SZonline gerne mal die Nachdenkseiten, auf denen Blackrock als "Spinne im Netz" portraitiert wird, welche ihre Macht mehr oder weniger rücksichtslos und umfassend einsetze.


    Ich verstehe, dass das Thema Stimmrechtsgebrauch/Vermögensverwaltung mit der Beratung verschuldeter Staaten nicht zwingend zusammenhängt. Ich halte die Argumente der BR-Kritiker jedoch auch nicht für völlig aus der Luft gegriffen oder komplett abwegig/unplausibel. Das sorgt zumindest für ein ungutes Bauchgefühl bei mir, welches sich nicht durch die genannten BR-eigenen Publikationen auflösen lässt.


    Für meine persönlichen Anlageentscheidungen in ETF hat das zur Konsequenz, dass ich iShares-ETF vermeide, wenn ein annähernd ähnlich zusammengesetzter ETF von einem anderen Anbieter verfügbar ist.

    (...)

    Das mit der Marktmacht von Blackrock ist mMn eine Verschwörungserzählung einer Journalistin, die darüber sowohl ein Buch wie auch einen Fernsehbeitrag gemacht hat. Es wird dabei vermischt, dass Blackrock als Vermögensverwalter die Stimmrechte seiner Anleger bündelt und damit Einfluss ausüben könnte mit der Beratungstätigkeit, die Blackrock auch macht / gemacht hat, u.a. in der Staatsschuldenkrise.

    (...)

    Kater.Ka Das interessiert mich. Kannst Du etwas detaillierter ausführen, warum BR den aus den verwalteten Stimmrechten der Anleger resultierenden Einfluss im Rahmen seiner Beratungstätigkeiten nicht tatsächlich geltend macht?

    Ich kann nicht ganz folgen bei der Aussage, dass es ein Verlustgeschäft wird. Meine Rechnung geht so:

    Nutzen/Jahr: 6,65 Euro x 12 Monate x grob 0,5 Nettoquote = 39,90 Euro

    Kosten/Jahr: 10,- Euro Vertragsentgelt + 40,- Euro x 12 Monate x 0,2 % Kaufkosten = 10,96 Euro

    Nutzen über Kosten/Jahr: knapp 30,- Euro. Plus ggf. Arbeitnehmersparzulage i. H. v. 80,- Euro.


    Ist jetzt nicht viel, aber ich sehe nicht, dass der Aufstockungsbetrag im freien ETF-Sparen viel besser aufgehoben wäre.

    Hallo, liebe Community,


    ich hoffe, dass mir jemand hier sagen kann, wohin die Reise bei folgendem Sachverhalt geht:


    Das Auto meiner besseren Hälfte läuft bis dato auf meinen Schwiegervater (Halter und Versicherungsnehmer). Gleiches galt für verschiedene vorherige Autos meiner Frau seit 2004. Den Führerschein hat sie seit 2001.


    Nun planen wir die künftige Versicherung über nebst Übertragung der SF-Klasse auf meine Frau. Der Versicherungsverlauf der letzten Jahren schaut wie folgt aus:

    Versicherungsjahr SF-Klasse SF-Beitrag Versicherer
    2018 32 22% Versicherer A
    2019 16 29% Versicherer B
    2020 17 28% Versicherer B
    2021 18 28% Versicherer B


    Wie unschwer zu erkennen ist, gab es im Jahr 2018 einen regulierten Schaden (in der Haftpflicht), der zu einer Rückstufung führte.


    Gehe ich recht in der Annahme, dass meine Frau bei Übernahme der SF-Klasse von meinem Schwiegervater im Ergebnis tendenziell in SF-Klasse 6 oder 7 landen würde? Dem liegt folgende Annahme zu Grunde: Wäre die Übertragung zum Versicherungsjahr 2018 bereits durchgeführt gewesen, hätte sie von der SF32 meines Schwiegervaters SF14 übernommen und wäre durch den regulierten Schaden, je nach damals gültiger Rückstufungstabelle, z. B. in SF5 zurückgestuft worden und hätte seitdem von 2019-2021 ein-zwei SF-Klassen wieder gutgemacht.


    Ist das vom Gedankengang her grundsätzlich richtig und zu erwarten oder läuft das ggf. anders?

    https://www.gerd-kommer-invest…eaktien-hoehere-renditen/


    Hier ein toller Artikel zu deiner Fragestellung wenn du es noch etwas ausführlicher möchtest;)

    Vielen Dank für den Link! Ich hänge mich mal hier dran, weil es thematisch ganz gut passt.


    Das Thema Sektorwetten brennt auch mir auf der Seele.


    Zur Motivation: Den Einstieg ins Thema "Rentenlücke schließen" habe ich erst vor wenigen Jahren, erleichtert durch Finanztip, geschafft. Bald mache ich die 40 Lebensjahre voll und habe damit gefühlt nur noch wenig Zeit, um die erste Vermögensmillion noch bis zum Renteneintritt zu schaffen... ;) Zumal es mir als Tarifbeschäftigtem im öffentlichen Dienst mit vergleichsweise leicht unterdurchschnittlichem Einkommen (das aber immerhin auf Dauer eher mehr als weniger sicher) und mit familiärem Anhang zurzeit noch nicht möglich ist, 1.000,- Euro oder mehr monatlich für den Vermögensaufbau abzustellen. Hier erfährt man, auf welchem Stand ich gedanklich und organisatorisch dabei vor knapp einem Jahr war.


    Trotz der damaligen freundlichen Empfehlungen aus der Community steckt das bisschen Geld inzwischen hauptsächlich im Tech-Sektor, weil ich es vor dem Hintergrund meiner genannten Motivationslage einfach zu verführerisch finde, am Boom teilzuhaben.


    Ich habe jedoch jetzt erst verstanden, dass die Anlage in Sektor-ETFs im Grunde schon nicht mehr in den Bereich des passiven Investierens gehört. Insofern hat kürzlich ein Video von Finanzfluss zum Thema Core-Satellite bei mir ein Aha-Erlebnis bewirkt. Das ist aber vom Gefühl her okay für mich, weil es mir grundsätzlich Spaß macht, mich und mein Portfolio in dieser Hinsicht weiterzuentwickeln.


    Vor diesem Hintergrund meine Frage an Euch und Eure Glaskugeln: Auf welche Signale achtet Ihr hauptsächlich, um das irgendwann kommende Ende des gefühlt ewigen Tech-Booms zu erkennen?