Beiträge von Philharmoniker

    Dank Euch für Eure Anregungen. Was ich vergaß zu erwähnen: Die ersten Sparraten gehen auf mich. Nichts liegt mir ferner als jemanden zu seinem Glück zu zwingen. Aber natürlich macht ein Sparplan nur Sinn, wenn man den auch durchhält. Insofern lasse ich es mir nochmal durch den Kopf gehen bzw. suche nochmal das Gespräch woran es liegt, dass sie sich mit der Anlageform so schwer tut.

    Ein gesundes 2022 Euch allen.

    Heute mal eine ganz unsexy Frage :love:: Meine bessere Hälfte fremdelt mit Geldanlagen. Da ist der Jahresbeginn ein guter Zeitpunkt ihr dabei ein wenig zur Seite zu stehen und den Grundstein für einen ETF-Sparplan zu legen (battle the inflation!). Welche ETFs würdet Ihr dazu empfehlen. Ich bespare ausschließlich einen MSCI (Core) World und finde: Der hat sich über die letzten Jahre gut entwickelt. Als Basis würde ich bei ihr in dieselbe Richtung gehen aber vielleicht habt Ihr andere Gedanken dazu.

    Die selbstgenutzte Immobilie ist ein Lifestyleaccessoire, kein Investment.

    Von Diversifikation würde ich da also nicht sprechen.


    Von selbstgenutzten Immobilien war in diesem Thread bislang nicht die Rede. Es geht eher um Immobilienanlagen als Investment. Der Tagesspiegel-Artikel bezieht natürlich schon auf die Eigennutzung war aber nur als Gegenüberstellung gedacht. Vielleicht hinkt der Vergleich ja auch und man muss Aktien nicht selbstgenutzte Immbolien gegenüberstellen. Mehr Infos (oder Links) fände ich im SInne der Diversifikation spannend.

    Anbei ein aktueller Artikel aus dem Berliner Tagesspiegel mit einer Gegenüberstellung eines Investments in Immobilie vs. Aktienfonds. Ich bin selbst am Grübeln, ob ich mein Geld weiterhin nur in einen ETF stecke oder mit einer nicht selbstgenutzten Immobilie diversifiziere. Aber wenn ich mir den Artikel und die Kommentare hier so ansehe bleibe ich wohl besser bei meiner bisherigen Strategie und bediene den ETF-Sparplan brav weiter.

    Die Debeka könnte in Ihrem Fall tatsächlich einen Versuch wert sein.

    Ganz herzlichen Dank für Ihr Angebot.

    Ich habe mich u. a. auf Ihrer Seite zur Debeka belesen und das klingt ja nicht so erbaulich im Hinblick auf Kosten / Service / Leitungsumfang. Da ich recht genaue Vorstellungen davon habe, welche Leistungen ich versichern möchte scheinen die Tarife der Debeka für mich weniger geeignet zu sein.

    Wie bereits geschrieben, haben auch einige Unternehmen im Rahmen der Risikovoranfrage erkennen lassen, dass eine Versicherung möglich wäre - eben mit Zuschlag. Darunter sind auch Unternehmen, die gute Bewertungen haben und vom Leistungsumfang u. U. und je nach Tarif über die Debeka hinaus gehen. Den Zuschlag würde ich ggf. schlucken, wenn ich damit langfristig bei einem soliden Versicherer lande. Ich würde daher den Abschluss der RiVos anwarten und dann entscheiden.

    Gerne komme ich dann ggf. auf SIe direkt zu. Nochmals vielen Dank für den Gedankenaustausch und Ihre Hilfe.

    Lieber Dr. Schlemann,

    herzlichen Dank für Ihre hilfreiche Antwort. Dazu eine kurze Rückfrage: Mein Versicherungsmakler holt, wie dargestellt, Risikovoranfragen von zahlreichen Versicherungsunternehmen ein. Leider arbeiten bestimmte Unternehmen, u. a. die Debeka und die HUK nach seiner Darstellung aufgrund ihres eigenen Vertriebssystems nicht mit Maklern zusammen. (Die Debeka ist auch eines der Unternehmen, das sich bislang an Öffnungsaktionen beteiligt hat, wobei die Inanspruchnahme eine Öffnungsaktion aus meiner Sicht erst ab Voten ab 30 % Sinn macht, da die Unternehmen im Rahmen der Aktionen max. 30 % aufschlagen dürfen, wenn ich es richtig verstanden habe.) Nun meine Frage: Gibt es eine Möglichkeit, bspw. die Debeka anonym für eine Voranfrage zu adressieren? Ich möchte natürlich eine Ablehnung vermeiden, da es diese im Rahmen der RiVo auch bereits gab.

    Ich setze mich hier mal mit meiner Frage darunter, um keinen neuen Thread zu eröffnen: Ich stehe kurz vor der Verbeamtung und lasse aktuell über eine anonyme Risikovoranfrage Angebote für die PKV einholen. Aufgrund einer ausgeheilten Krankheit sowie einer Allergie werden Risikozuschläge von 25 bis 30 % verlangt. Kann man da irgendwie gegenargumentieren? Ärztliche Attest habe ich überwiegend bereits eingeholt und eingereicht. Oder sollte man den besten Tarif nehmen und danach den Wegfall des Risikozuschlags einfordern?

    Hallo zusammen,


    ich habe mittlerweile rund 50 % meines Vermögens (die gebundene Altervorsorge spare ich hier mal aus) in einen World ETF investiert. Da ich beabsichtige, meinen Riester-Vertrag wegen mittelbarerer Zulagenberechtigung lediglich mit dem jährlichen Mindestbetrag fortzuführen wollte ich die frei werdende Summe investieren. Der Gesamtvermögenswert liegt etwas unter 100 T EUR, ca. 35 % stecken in einem Tagesgeldkonto mit einem geringen Zinsssatz.

    Ich hatte Kontakt mit der Verbraucherzentrale wo man mir geraten hat, ergänzend zum World ETF und zwecks Risikostreuung eine Anlage in einen ETF Mischfonds mit einem hohen Rating zu prüfen.


    Mir sind dabei über fondsweb.de zwei ins Auge gefallen:

    Xtrackers Portfolio UCITS ETF 1C (LU0397221945) und

    Lyxor Portfolio Strategy UCITS ETF (DE000ETF7011) ausschüttend


    Meine Fragen an Euch:

    - Was haltet Ihr grundsätzlich von dieser Form der Anlage?

    - Ist eine Risikostreuung damit ergänzend zum World ETF sinvoll?


    Ich bin gespannt auf Eure Erfahrung mit Mischfonds? Beste Sommergrüße an die Community

    Da hatte ich wohl zu viel abgeschnitten:

    DWS TOPRENTE DYNAMIK, Zertifizierungs-Nr. 000305, Anbieter-Nr. 0202000022


    Ist wegen meiner Erwerbsbiographie (Student dann selbständig) halt nur ein kleiner Betrag. Aber es ist interessant zu sehen, dass 1/3 eigene Beiträge sind, 1/3 Zulagen und 1/3 Rendite.

    Danke, ich nehme an Du hast das über einen Finanzvermittler abgeschlossen, weshalb die Kosten so niedrig sind. Soweit ich gelernt habe, ist die Problematik bei diesem Riester-Modell, dass es keinen garantierten Rentenfaktor gibt. Das Produkt ist keine Riester-Versicherung sondern wird erst mit der Verrentung in eine Rentenversicherung umgewandelt, was dann - angeblich - höhere Kosten nach sich zieht. Vielleicht kann das jemand verifizieren? Gibt ja ein paar Riester-Cracks hier. :)

    Was die Finanzwende Leute da manchmal behaupten, hat oftmals nicht mit der Realität zu tun.

    Es ist leider so, dass viele Menschen in Deutschland nicht in der Lage sind Verträge zu lesen oder zu rechnen, aber dann jammern, dass die Riester-Rente angeblich nicht rentabel ist.

    Abgesehen davon, dass schlicht nicht jeder ausgebildeter Finanzwirt ist sollte eine Alterversorgung für die breite Masse der Bevölkerung auch keine Promotion voraussetzen sondern mehr oder weniger selbst erklärend sein. Wenn ich mir als Akademiker den Vertrag ansehe, der meiner Riester-Versicherung zugrunde liegt und den vor meiner Vertragsunterschrift einmal komplett gelesen und durchdrungen hätte hätte ich a) die Finger davon gelassen (was nicht im Sinne des Gesetzgebers sein sollte) oder b) würde heute noch lesen (auch nicht zielführend).


    Es ist also nicht dienlich, auf die vermeintlich dummen Versicherten zu zeigen. Vielmehr sollten sich Politik und Versicherungswirtschaft fragen, wie sie ein solides und verständliches Produkt erstellen, dass seinen Zweck erfüllt: Weitere Teile der Bevölkerung vor Altersarmut zu schützen bzw. sie rententechnisch besser zu stellen. Ich denke, die Verbraucherschutzvereine weisen genau auf diesen Mißstand hin, der den Steuerzahler auch noch viel Geld kostet.


    So, jetzt aber eine Frage zu Deinem Anhang. Ist das eine DWS Renten? Wenn ja, welches Produkt und bei welchem Anbieter hast Du das abgeschlossen. Ich erwäge einen Wechsel zur DWS Top Rente Balance aber ich will auch meine eingezahlten Rentenbeiträge nicht bei einem Vertragswechsel zumindest teilweise verlieren.

    Ist mir auch passiert, dass über 4 Jahre hinweg keine Zulagen gezahlt wurden. Mir ist es tatsächlich auch erst später aufgefallen. Da es ein Fehler der Versicherung war, weil ich eine Einmalbeantragung zu Versicherungsbeginn gestellt hatte wurden die Zulagen rückwirkend gezahlt. Vielleicht klappt das ja hier auch.

    Ich mache das nicht und habe mich dazu auch belesen. Für mich ist mein ETF-Investment langfristig gedacht, Schwankungen sind eingepreist. Das Problem beim Stop Loss ist der Wiedereinstieg. Den richtigen Zeitpunkt dafür zu finden ist Spekulation und genau das möchte ich nicht. Über den Sparplan werden über die Zeitdauer günstige bzw. teure Kaufpreise nivelliert. Ich würde die Finger davon lassen.

    Ich finde ja Eure PV-Diskussion ganz schön würde aber gerne zum Kern meiner Frage zurück kommen: Wie investiert Ihr in Zukunftsbranchen? Klar, die eigene Energieversorgung gehört auch dazu. Gibt es Weiteres? Eigene Bio-Landwirtschaft zum Beispiel. :thumbsup:

    Muss es immer die Börse sein? Jeder kann auch anders in die Zukunft investieren. Ich habe eine durchdachte PV-Anlage mit Stromspeicher, die mir 95% meines Eigenstroms liefert, für warmes Wasser (Strom) sorgt und den Überschuss ins Netz liefert. Die Investition hat sofort einen ökologischen Nutzen. Täten dies viele, bräuchten wir keine großen Offshore-Anlagen und Stromtrassen. Die Sonne kostet nichts und bietet uns sehr viel Energie.

    Ich vermute mal, die PV-Anlage befindet sich an / auf Deinem eigenen Haus? Das muss man halt auch erstmal haben, um von so einer - zugegebenermaßen interessanten - Idee zu profitieren.

    Hallo in die Community,


    ich würde gerne wissen, wie die erfahrenen Hasen (und Häsinnen) unter Euch in Zukunftsthemen investieren? Ich spreche von Themen wie Gesundheit, Ernährung, Mobilität, Energie, Digitalierung etc.

    Wer investiert in entsprechende ETFs, aktive Fonds oder gar ausgewählte Unternehmen? Wie sind Eure Erfahrungen, wie steht´s mit den Kosten, was sollte man beachten?

    Derzeit bespare ich kreuzbrav einen World-ETF und das macht auch nicht unzufrieden. Aber vielleicht geht trotz Finanz-Ratsschlag "1 breiter ETF reicht" noch mehr - bei überschaubaren Kosten und ohne den Überblick zu verlieren?


    Grüße vom Philharmoniker

    Danke für den Post. Das ist ein spannendes Thema das mich auch beschäftigt.


    Es kommt ja stark darauf an, wo man sucht. Allerdings sind nicht mehr nur Metropolregionen teuer. Der höchste Preisanstieg passiert in den letzten Jahren in Mittelstädten bis 100T Einwohnern. In Berlin passieren Verkäufe größerer Mietwohnungsbestände immer noch an internationale Investoren, wie Fonds. Aber eine Maklerin hat mir erzählt, dass sich bspw. skandinavische Privatpersonen mittlerweile stark zurückhalten. Die haben vor 10 Jahren spottbillig gekauft und auch wenn Berlin im internationalen Vergleich angeblich immer noch ein Schnäppchen ist - für den Durchschnittsverdiener in Berlin sind die Preise astronomisch. Jedenfalls wenn man einigermaßen anständig wohnen möchte.


    Daher passiert auch viel Umzug ins brandenburgische Umland, wo die Preise explodieren. Da gibt auch eine vernüftige Infrastrukturanbindung aber die Einheimischen wollen gar nicht so viel wachsen. Dann muss die ganze soziale Infrastruktur, wie Schulen etc., nachgezogen werden und das kostet. Ob das ein nachhaltiges Wachstum ist wird sich noch zeigen. Corona verstärkt auch noch den Wunsch nach Land und Eigenheim. Man darf gespannt sein.


    Den Gedanken, einen Kredit gar nicht zwingend tilgen zu wollen bis zum Renteneintritt finde ich recht interessant. So hatte ich noch gar nicht darüber nachgedacht. ich vermute jedenfalls, dass wir mit dem Auslaufen der Corona-Unterstützungsmaßnahmen noch einige Privatinsolvenzen erleben werden und damit möglicherweise auch interessante Immobilienangebote auf den Markt kommen.


    Der Immobilienmarkt ist ja relativ träge. Wenn aber erstmal das Angebot in den nachgefragten Lagen wieder der Nachfrage nahe kommt, kann es auch zu einem Preisrutsch kommen. Zudem werden wir noch einige interessante Entwicklungen in Zusammenhang mit der Demografie erleben. Wenn ich mich hier mal so freitags am Markt umsehe und das Durchschnittsalter des Publikums sehe ...