Beiträge von Lady62

    Mein Exmann war 2005 1. Darlehensnehmer, ich 2.
    Die Forderung auf BG und Zinsen habe ich alleine geschrieben und unterschrieben (Kredit war auch für mich, alleine abbezahlt). Ich hoffe, dass ich damit durchkomme. Wenn ich jetzt noch einen Freistellungsauftrag alleine nachschiebe, mache ich vielleicht "schlafende Hunde" wach?


    Was meint Ihr ?[/quote]


    och bloß keine schlafenden Hunde wecken, ich hab das gleiche ....bin Nummer 2 und alles alleine Angefordert....habe mich aber im Vorwege schlau gemacht ob der Ex was beantragt hat, er hatte aber keine Unterlagen und somit auch nicht möglich für ihn was zu machen.[/quote]


    Mit "schlafende Hunde" meinte ich eigentlich die Bank, nicht den EX. Er hat mir nach der Trennung netterweise mit seiner Unterschrift (weil er mehr Einkommen hatte als ich) meinen Kredit ermöglicht. Er weiss von der Forderung der BG, meinte nur, dass das meine Baustelle ist und er nichts damit zu tun haben möchte.


    Deshalb meine Skepsis, ob die Bank auf meine Forderung als 2. Darlehensnehmer eingeht ?

    Im Volksmund auch "Schmerzensgeld" genannt ;)


    In der Zwischenzeit habe ich leider eine andere Auffasung gefunden, hier ein paar wichtige Auszüge aus einem sehr
    langem Text :


    Auszahlung der sog. Nutzungen i. S. v. § 818 Abs. 1 BGB bei Rückerstattung der unwirksam vereinbarten Bearbeitungsentgelte für Verbraucherkreditverträge unterliegt der KapESt.
    In den Steuerabteilungen betroffener Banken wird derzeit darüber nachgedacht, ob die – über die zurück zu erstattenden Bearbeitungsgebühren hinaus – von den Banken herauszugebenden Nutzungsvorteile der Kapitalertragsteuer (KapESt) unterliegen. Zur ertragsteuerlichen Einordnung nach § 818 Abs. 1 BGB herausgegebener Nutzungen liegen zwar soweit ersichtlich bisher keine veröffentlichten Verwaltungsverlautbarungen vor. Aus Urteilen zu ähnlichen Konstellationen wird man jedoch ableiten müssen, dass auch hier Kapitalertragsteuer abzuführen ist. So hatte der BFH schon im Jahr 1981 Verzugszinsen als Einnahmen aus Kapitalvermögen klassifiziert.


    Auch im Falle einer verzinsten Enteignungsentschädigung stellen die zugehörigen Zinsen nach der Rechtsprechung zu versteuernde Kapitalerträge – nicht aber steuerfreier Schadensersatz – dar. Auch sind nach § 233a AO an zunächst Steuerüberzahlungen leistende Steuerpflichtige gezahlte Erstattungszinsen seit jeher als Einkünfte aus Kapitalvermögen klassifiziert worden, obwohl dem Steuerpflichtigen bei Tätigung der zu hohen Steuerzahlungen unter Umständen nicht bewusst ist, dass er den gezahlten Steuerbetrag (ggf. zum Teil) zurück erhalten wird, d. h. dem FA nur vorübergehend zur Nutzung überlässt.


    Gem. § 43 Abs. 1 Nr. 7 Buchst. b EStG haben Banken KapESt i. H. v. 25 % zzgl. SolZ und ggf. Kirchensteuer von Kapitalerträgen i.S.v. § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG einzubehalten. Als solche Kapitalerträge gelten u. a. „Erträge aus sonstigen Kapitalforderungen jeder Art, wenn ein Entgelt für die Überlassung des Kapitalvermögens zur Nutzung geleistet worden ist“. Dazu gehören alle Vermögensmehrungen, die bei wirtschaftlicher Betrachtung Entgelt für eine Kapitalnutzung sind. Unerheblich ist es, obder Überlassung von Kapital ein Darlehensvertrag oder ein anderer
    Rechtsgrund zugrunde liegt. Auch die vom Schuldner erzwungene Kapitalüberlassung und die Vorenthaltung von Kapital können zu Einnahmen aus Kapitalvermögen führen. Unerheblich ist auch, ob die Auszahlung des
    Kapitals – hier: die Rückzahlung der Bearbeitungsentgelte – selbst steuerpflichtig ist. Denn die fehlende Steuerbarkeit der Hauptleistung erstreckt sich nach der Rechtsprechung des BFH nicht zugleich auf die
    Zinsen (vgl. z. B. BFH, 13.11.2007 – VIII R 36/05, BStBl. II 2008, 292).


    Selbst wenn die betroffene Bank Zweifel an der Übertragbarkeit dieser Grundsätze auf den Fall der Nutzungsherausgabe nach § 818 Abs. 1 BGB haben sollte, wird sie zur Vermeidung von Haftungsrisiken vom Abzug der KapESt nur nach entsprechender vorheriger Abstimmung mit dem zuständigen
    FA absehen können.

    @lanAnderson2


    Ich gebe deinen Überlegungen 100% Recht.


    Der Kapitalertrag ist der Ertrag, der sich aus dem Gewinn einer Kapitalanlage ergibt.
    In unserem Fall sind es Verzugszinsen !


    Also noch ein Grund morgen Targo zu schreiben mit der Aufforderung es zu unterlassen, Verzugszinsen mit
    Kapitalertragssteuer zu verwechseln und die 25% ans Fiskus weiterzuleiten.

    Ob es Sinn macht wegen der Kapitalertragssteuer noch einen Freistellungsauftrag nachzuschieben, hatte ich schon
    auf Seite 540 gestellt aber damals keine Antwort bekommen :)


    Ich bin mir immer noch nicht sicher. Mein Exmann war 2005 1. Darlehensnehmer, ich 2.
    Die Forderung auf BG und Zinsen habe ich alleine geschrieben und unterschrieben (Kredit war auch für mich, alleine abbezahlt). Ich hoffe, dass ich damit durchkomme. Wenn ich jetzt noch einen Freistellungsauftrag alleine nachschiebe, mache ich vielleicht "schlafende Hunde" wach?


    Was meint Ihr ?


    Hallo Sascha,
    bevor du dein MB losschickst, solltest du vielleicht deine Berechnung von 2160 € überdenken. Soweit ich aus deinem Text verstanden habe, hast du die BG's bereits erhalten. In deinen Raten hast du die BG's wahrscheinlich mit 25,34 € mitfinanziert. In diesem Betrag ist die BG enthalten, die du schon zurückbekommen hast.
    Du kannst nur noch die Verzinsung deiner BG nachfordern und das dürfte nicht 2160 € betragen.


    Blättere zurück, du findest bildliche Informationen darüber, in Form von Berechnungstabellen !


    Auch wenn wir alle sehr ungeduldig und genervt sind kann ich die Vorgehensweise vom OM ein wenig nachvollziehen.
    Sie haben mehr Insiderwissen als wir, wissen was im Hintergrund passiert und haben bestimmt auch regen Kontakt
    zu den Banken. Sie lassen die Banken erst "arbeiten" und kümmern sich dann später um den Rest oder wirkliche Problemfälle. GEDULD kann ich nur sagen, aber nicht bei den Banken !


    Was machen wir eigentlich, wenn wir alle durch sind. Mir wird die tägliche Lektüre fehlen !

    "uschimaus" hat mit ihrer Frage zur Berechnung BG und Zinsen (Seite 557) eine Lawine ausgelöst, Köpfe rauchten,
    es wurde gerechnet.
    Aus den Kommentaren habe ich entnommen , dass jetzt einige zu den bereits geforderten BG und
    Zinsen nochmal Horrorsummen (Differenz der monatlichen Rate zwischen mit und ohne BG X Anzahl der Raten) fordern wollen. Ihr könnt doch nicht die ganze Differenz als Basis nehmen ! In dieser Differenz steckt die BG ja
    bereits drin. Was man tatsächlich nachfordern könnte, wäre die Verzinsung der BG während der Laufzeit.


    Das sind bei 306,- € BG über drei Jahre finanziert ca. 40 € Unterschied.
    Ich persönlich mit NICHTS in den Krieg gezogen und bin glücklich, wenn mir die BG und Zinsen erstattet werden !
    Man sollte die Kirche auch mal im Dorf lassen können !

    gerade zum ersten Mal mit Targo-Beschwerdemanagment telefoniert um 6 Wochen nach
    Forderungseingang nach dem Bearbeitungsstatus zu fragen und freundlich mit Anwalt gedroht.
    Die " freundliche Dame" hat dann festgestellt, dass ihr "lieber Kollege" einen Zahlenverdreher bei meinen Bankdaten
    gemacht hat und deshalb das System nicht weiterarbeiten konnte.


    WIE BILLIG IST DENN DIESE AUSSAGE ?


    Ich bin mir sicher, dass jeder Sachbearbeiter eine Liste mit solchen billigen Ausreden auf dem Schreibtisch hat,
    so können sie dann jeden noch ein paar Wochen hinhalten. Ich würde in den nächsten Tagen Post bekommen, wer's glaubt !


    Fazit des Tages : Keine Geduld mehr ! Ab jetzt wird jede mir bekannte Stelle mit anrufen und e-mails
    bombardiert !!!

    @uschimaus


    1.) Wer kann mir bitte den mir zustehenden Zinsbetrag ausrechnen?
    Bitte keinen Link zu einem Zinsrechner, weil ich da einfach nicht durchblicke, sondern den €-Betrag nennen.


    ich muss "immer mit der Ruhe" nachträglich Recht geben. Erst rechnen, dann ahnungslos tun ist nicht die feine
    englische Art. Das führt irgendwann dazu, dass wirklich "ahnunglosen" nicht mehr geholfen wird.


    Und jetzt viel Spass beim Suchen nach dem Musterbrief (Forderung Zinsen). Ich hatte das irgendwo gesehen, sind ja nur 557 Seiten !!!


    Dazu kommen noch 344,16€ an zuviel gezahlten Reten durch den eff. Zins von 9,99% in dem die Bearbeitungsgebühr versteckt war[/quote


    Schon wieder dazugelernt !! Ich kannte diese Berechnung nicht und habe sie natürlich nicht mit angefordert, sondern nur die BG, die im Vertrag ausgewiesen ist + 5% über dem Basissatz.


    30.12.2004 - 02.02.2015: 3687 Tage Zinsen: 161,5982 €


    Ausgangsforderung: + 269,8800 €


    Gesamtforderung: = 431,4782 €


    Jeder Tag ab 03.02.2015: 4.17 % = 0,0308 €

    :D wow, bin ja echt überrascht, wieviele neue Namen hier die letzten Tage aufgetaucht sind.


    So wirds dann auch für die Zukunft nicht langweilig werden.


    Ich drück euch allen die Daumen :thumbup:


    Hast recht "Immer mit der Ruhe",


    langweilig wird es hier in den nächsten Monaten mit Sicherheit nicht. Dieses Forum ist spannender als mancher
    Krimi.
    Von mir werdet ihr wahrscheinlich öfters hören, habe mich schon seelisch auf einen endlosen Kampf eingestellt
    in meiner Sache gegen Targo. 2005 waren mein Exmann und ich Darlehensnehmer. Ich habe die BG allerdings alleine gefordert ( Exmänner sind nicht immer greifbar und willig ). Wäre ein Wunder wenn Targo ohne wenn und aber
    überweist. Die suchen doch nur nach einem Grund es NICHT zu tun !!!


    Oder ??

    hallo
    auch ich muss wie viele Andere von der "Totenstille" berichten. Zwei Fristen hat Targo bis jetzt verstreichen lassen.
    Ausser eine e-Mail am 09.01 ( Bearbeitung erfolgt in Kürze, blabla..) nichts gehört, kein Geld, keine Nachricht.
    Am Anfang herrschte bei mir Euphorie, langsam mache ich mir Sorgen.
    Die Beschwerde hatte ich am 26.12. samt Unterlagen per e-Mail an den Ombudsmann geschickt. Ausser eine
    automatische Bestätigung habe ich von denen auch nichts gehört.
    Ich habe den Glauben nicht verloren aber meint ihr, die arbeiten daran oder warten die, dass sich die Sache von alleine erledigt ?

    Hallo,
    als stille Leserin habe ich hier viel gelernt und erfahren, danke dafür! Jetzt bin ich reif über meinen Werdegang zu berichten und vielleicht die eine oder andere Frage stellen :


    23.12.14 BG bei der Targobank gefordert ( in der Filiale mit Eingangsstempel )
    26.12.14 Mail an den Ombudsmann ( automatische Eingangsbestätigung )
    08.01.15 Mail an Targo mit Zinsberechnung
    09.01.15 Mail-Antwort " ....die Bearbeitung erfolgt in Kürze, bitte Geduld.. blablabla "


    Soweit sogut, ich denke ich bin auf der sicheren Seite, weil die Verjährung durch den Ombudsmann gehemmt ist.


    Meine Frage bezieht sich auf die viel zitierte Kapitalertragssteuer. Ziehen alle Banken automatisch diese Steuer von der
    Rückerstattung ab oder sind es nur einige Banken? Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich mit der Targo?
    Macht es nach eurer Meinung in diesem Stadium Sinn noch einen Freistellungsauftrag nachzuschieben?


    Danke !