Beiträge von Casper

    Also Punkt 8 finde ich problematisch. Was ist nahezu zwangsläufig und was ist durchschnittlich vernünftig denkend? Das klingt für mich nach einem Freibrief für die Versicherung

    Ich meine mich zu erinnern, dass in meiner früheren Unfallversicherung auch eine solche Klausel enthalten war, weshalb ich die Klausel unter "Standard" verbucht habe.

    Gibt es möglicherweise schon Gerichtsurteile zu derartigen Klauseln?

    Kenne mich da aber leider nicht gut genug aus und habe eben durch Internetsuche lediglich die website eines Versicherungsmaklers (website nenne ich hier nicht) gefunden, auf der jemand folgende Frage zu der BU von Unubu gestellt hat:

    "Es gibt den Ausschluss für die bewusste Exponierung einer versichterten Person in eine außergewöhnliche Gefahr. Stellt schnelles Fahren auf der Autobahn ein solches Risiko dar?"

    Antwort des Maklers: "Nein."

    Schade, dass der Makler hier keine detailreichere Antwort verfasst hat :S

    Ich könnte mir vorstellen, dass es bei dieser Klausel vor allem um risikoreiche Freizeitaktivitäten geht, bei denen auch eine gewisse Fahrlässigkeit hinzukommt (z.B. Skifahren abseits der Piste? ;)).

    Aber vielleicht gibt es hier im Forum jemanden, der mehr zu diesem Thema weiß.


    LG
    Casper

    Hello,

    ich dachte mir es ist vielleicht noch sinnvoll, die Liste mit den Leistungsausschlüssen zu posten. Dies ist insbesondere für Menschen mit Geschlechtskrankheiten oder einer HIV-Infektion relevant, da diese Vorerkrankungen nicht mitversichert sind. Auch Flugsportaktivitäten sind ausgeschlossen (was einige andere Anbieter meines Wissens nach absichern).
    Diese zwei Punkte scheinen mir jedenfalls nicht ganz unwichtig zu sein. Der Rest ist eher "Standard".


    Hier mal ein paar Zahlen:


    Wenn ich versuche, die Zukunft vorherzusagen, schaue ich gerne in die Vergangenheit, extrapoliere das, bin dabei meistens noch etwas skeptischer / vorsichtiger und überlege, welche zusätzlichen Faktoren in Zukunft relevant werden. Dazu gehört dann z.B. das Demografieproblem der gesetzlichen Krankenversicherung.

    Ich denke in der Wissenschaft herrscht große Einigkeit darüber, dass unsere Sozialsysteme (insbesondere GKV und SPV) zum jetzigen Zeitpunkt nicht nachhaltig finanzierbar sind und die implizite Staatsverschuldung weiter steigen wird.

    Schade, dass wohl auch die kommende Regierung nicht den Mut hat dieses Problem (in welcher Form auch immer) anzugehen. Man bekommt den Eindruck, dass Politiker sich heutzutage nicht einmal trauen diese Nachhaltigkeitslücke sowohl in der GKV als auch in der sozialen Pflegeversicherung offen anzusprechen. Bei der Rente haben wir seit Jahren große Debatten, während bei der Gesundheitsversorgung ein betretenes Schweigen herrscht.

    Die jetzigen Sondierer dachten wohl, dass noch mehr als die Erhöhung der CO2 Bepreisung für die Wähler*innen nicht zumutbar sei.

    Aber auf ewig kann dieses Kaschieren mit immer höheren Steuerzuschüssen in den Gesundheitsfonds natürlich auch nicht weitergehen. Vielleicht sehen wir aber auch in dieser immer weiter steigenden Bezuschussung die langsame Transformation der GKV hin zu einer steuerfinanzierten Bürgerversicherung. Who knows....


    LG
    Casper

    Wichtig für mich ist, langfristig versichert werden zu können (BU tritt idR nicht mit 35 ein) für einen bezahlbaren Preis (und zwar fürs ganze Berufsleben) und nicht Jahrzentenlange zu zahlen, um am Ende Im Regen zu stehen.

    Das stimme ich dir 100% zu!

    Ein langfristiges Versicherungsverhältnis sollte auf jeden Fall Priorität haben, weshalb unubu in meinen Augen nur ein Notnagel ist, den man benutzen kann um die Karenzzeit von 5 Jahren bei vielen Gesundheitsfragen zu überbrücken, um dann nach 5 Jahren einen neuen Versuch mit einer richtigen BU zu starten.

    Für einen gesunden Menschen ist dieses Produkt wohl eher ungeeignet.

    EDIT: Da die Kündigungsfrist bei unubu laut Police nur einen Monat beträgt, sollte eine schnelle Auflösung des Vertrags auch kein Problem darstellen, falls man bereits vor Ablauf der 5 Jahren gesundheitlich bereit wäre eine richtige BU abzuschließen.

    LG
    Casper

    "Kauf 5, nimm 4!", denn da der Vertrag jeweils auf 5 Jahre begrenzt ist, das letzte davon du aufgrund der Gesundheitsfragen ziemlich fit bleiben musst.

    Ich bin kein Experte, aber vermute mal dass die häufigsten BU-Fälle frühzeitige Signale, dass öfters mit diesen Fragen abgedeckt werden könnten, wodurch mehr als einige mir ist fraglich, inwieweit solche Versicherung sich lohnen, eine Illusion von Schutz.

    Ich möchte jetzt hier nicht den Apologeten von unubu spielen, aber sind 5 Jahre Schutz nicht besser als 0 ?

    Vor allem wenn man bedenkt, dass die Karenzzeit von vielen kritischen Gesundheitsfragen bei "richtigen" BUs genau diese 5 Jahre beträgt (z.B. Psychotherapie). So hätte man wenigstens eine Möglichkeit für diese 5 Jahre abgesichert zu sein, falls der Versicherungsfall doch eintreten sollte. Und wenn man innerhalb dieser 5 Jahren keine großen medizinischen Behandlungen hatte, dann kann man immernoch eine "richtige" BU abschließen.

    Außerdem wenn wir uns mal die "Gefährdungsfragen" anschauen, die unubu vor Vertragsabschluss stellt, dann sind von diesen 5 Fragen eigentlich nur 4 auf die Gesundheit bezogen. Und von diesen 4 ist es eigentlich nur eine einzige, die wirklich kritisch ist. Nämlich die mit den 20 Tagen Krankschreibung. Alle anderen sind ziemlich ungenau bzw. mehr oder weniger leicht zu umgehen.

    Wenn man das mit den 20 AU-Tagen weiß, könnte man im letzten Jahr der Versicherung vielleicht ein bisschen ein Auge darauf haben und dies auch mit dem behandelnden Arzt kommunizieren, sodass die 20 AU-Tage in Folge umgangen werden. In meinem Betrieb arbeiten z.B. einige Leute, die von der Anzahl ihrer gesamten AU-Tage im Jahr auf das Krankengeld zusteuern (also an der 42 kratzen), obwohl sie nie 20 Tage am Stück krankgeschrieben waren.

    Ich finde, wir sollten dieses Produkt nicht schlechter reden als es ist und stattdessen froh sein, dass es nun diese Option gibt. Bin auch sehr gespannt, ob andere Anbieter nachziehen werden bzw. wie sich der Markt der BUs in Zukunft entwickeln wird.

    Wie Herr Schlemann schon sagte: "Zaubern kann niemand"


    LG
    Casper

    Hier noch die Analyse von Bastian Kunkel von "Versicherungen mit Kopf"

    "Wir finden, dass unubu die wichtigsten Kriterien einer Berufsunfähigkeitsversicherung erfüllt und daher eine gute Alternative für die im nächsten Abschnitt genannten Zielgruppen darstellt."

    https://www.versicherungenmitk…ng-ohne-gesundheitsfragen


    Es ist sicherlich nicht für jeden etwas, aber für manche Gruppen sicherlich sehr attraktiv.

    Er geht in seiner Analyse auch auf den BU-Begriff ein und meint, dass es sich hierbei um die internationale Definition handelt.

    Nette Analyse des Angebots. Mehr Fallstricke als gedacht. :thumbup:

    Na ja, finde jetzt ehrlich gesagt nicht, dass es so viele Fallstricke sind.
    Dafür, dass quasi die Gesundheitsfragen fast vollständig wegfallen ist das ein richtig gutes Angebot.

    Für Leute wie mich, die aufgrund zahlreicher Vorerkrankungen in 1000 Jahren keine BU bekommen werden, ist dieses Angebot quasi ein 6er im Lotto und schlägt alle Alternativen (dread disease, Erwerbsunfähigkeitsversicherung, Grundfähigkeitsversicherung) bei Weitem.

    20 € im Monat ist in meinen Augen ein überragend billiger Preis für eine BU-Rente von 2200€.

    Und ob es wirklich so sein wird, dass der Versicherer in einigen Jahren die Preise deutlich anhebt, das können wir nicht voraussagen. Ich halte dieses Produkt jedenfalls für die momentan beste Alternative für Menschen mit schweren Vorerkrankungen und die Idee des Kollektivvertrags ist ja nun auch keine Weltneuheit. Gibt es ja bei der bAV schon seit Jahren.

    LG
    Casper

    Noch eine kleine Ergänzung:

    Habe mir das Produkt nun noch etwas genauer angeschaut und ganz ohne Fragen zur Gesundheit ist es wohl nicht. Es werden zwar keine Gesundheitsfragen im engeren Sinne gestellt, aber immerhin 5 Fragen zu "gefahrerheblichen Umständen".



    Ganz ohne Fragen kommt der Versicherer also nicht aus.

    Hallo liebe community,

    seit einigen Monaten gibt es nun tatsächlich einen Anbieter, der ohne Gesundheitsfragen ein BU-Produkt anbietet.

    Der Anbieter heißt unubu und dahinter steht anscheinend die Versicherungskontor Wolf & Haase GmbH, die in Kooperation mit der IKK Innovationskasse eine Absicherung über einen Kollektivvertrag anbietet.

    Hat jemand hier schon Erfahrung mit diesem Anbieter gemacht bzw. einen Vertrag abgeschlossen?

    Es wäre toll, wenn die Experten von Finanztip das Angebot des Anbieters prüfen könnten, sodass sich vielleicht dann auch eine Empfehlung in dem Beitrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung ergibt. Immerhin gibt es viele Menschen, die aufgrund von Vorerkrankungen keine BU abschließen können. Für diese Leute wäre unubu möglicherweise eine gute Alternative.

    Bei der BU von unubu sind 75% des Bruttoeinkommens abgesichert und im Leistungsfall gibt es 10 Jahre lang eine BU-Rente + nach den 10 Jahren eine Einmalauszahlung, die weiteren 10 Jahren entspricht. Also hätte man eine Absicherung von 20 Jahren, was bei der durchschnittlichen BU-Dauer von 6 Jahren ja mehr als genug ist. Das einzige Manko scheint zu sein, dass es die ersten 6 Monate kein Geld gibt. Hier müsste man also theoretisch über eine Krankentagegeldversicherung nachdenken, falls das Krankengeld nicht ausreicht.

    Der monatliche Tarif ist mein Augen auch sehr fair. Wer 30 Jahre alt ist und einen Bürojob ausübt, der muss für eine BU-Rente von 2200 € gerade einmal ca. 20 € pro Monat in den ersten Jahren zahlen. Es steigt dann immer ein wenig von Jahr zu Jahr. Voraussetzung für den Abschluss der Versicherung ist übrigens eine Mitgliedschaft bei der IKK Innovationskasse.

    Summa summarum finde ich persönlich das Angebot von unubu (insbesondere für Menschen mit starken Vorerkrankungen) nicht schlecht. Was meint ihr dazu?

    @Chris


    Was meinst du mit "entsprechend eingerichtet".


    Bei Berufsunfähigkeit reden wir von ca. über 1 Mio. Euro, welche die eigene Arbeitskraft wert ist.


    Wüsste jetzt nicht wie man sich einrichten könnte, um diese 1 Mio. Euro irgendwie anderweitig vollkommen abzusichern. Es geht hierbei ja nicht um Altersvorsorge, sondern um eine Risikoabsicherung, die jeder Mensch benötigt. Einrichten kann ich meine Altersvorsorge, aber mal eben 1 Mio. Euro aus dem Hut zaubern geht leider nicht...


    Tut mir Leid, aber bei diesem Thema werde ich immer ein wenig emotional, weil das Argument "das Recht ist nun einmal so und wir müssen damit leben" in meinen Augen nicht ausreichend ist. Nur weil eine bestimmte Rechtsnorm existiert, bedeutet dies nicht, dass dieses Recht moralisch sakrosankt ist.


    Auch den Begriff "fair play" halte ich in diesem Zusammenhang für völlig unangebracht, da es eben keine faire chancengleiche Behandlung ist, wenn Menschen, die völlig unverschuldet zu Risikogruppen zählen, automatisch benachteiligt werden.


    LG
    Casper

    @'Casper
    jedoch, Freunde/Familienmitglieder von Insolventen/Arbeitslosen, werden, glaube ich, bei Ausgaben vorsichtiger. Dies kann man nicht irgendwie aktuell in Zahlen ausdrücken.


    Die Macht der Zentralbanken, die Kredit zur Verfügung stellen: Cantillon-Wirkung: die Schere zwischen Arm und Reich wird vergrößert. Wie lange geht so etwas gut? Wem nutzen die Börsenwerte: etwa den zahlreichen Arbeitslosen?
    Ich bis zur US-Wahl ab.

    Da stimme ich dir vollkommen zu!
    Das mit dem weniger Geld ausgeben habe ich ja auch bei mir gemerkt, da ich im Zuge von Kurzarbeit einfach weniger auf dem Konto hatte. Ich denke aber, dass es nicht zum einem crash kommen wird (rede jetzt nur vom MSCI World), sondern eher zu stagnierenden Kursen, die eben nicht innerhalb kurzer Zeit durch die Decke gehen wie beispielsweise Anfang des Jahres.


    Das mit der wachsenden Ungleichheit macht auch mir Sorge. Jedoch was dies für Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und auf die Börse hat, lässt sich schwer prognostizieren. Viele Gesellschaften haben bereits seit Jahrzehnten eine riesige Kluft zwischen Arm und Reich und gehören dennoch zu den größten Volkswirtschaften der Welt (siehe z.B. USA, China), welche dann auch die größten technischen Innovationen hervorbringen.


    LG
    Casper

    Tut mir Leid, aber ich halte diese Sicht auf die Aktienmärkte für ein wenig übertrieben.
    Man hörte in den letzten Monaten immer wieder, dass die derzeitigen Börsenkurse nicht die wirtschaftliche Realität abbilden würden. Für die einen (wie z.B. Crashpropheten wie Dirk Müller) sind daran irgendwelche Jungaktionäre schuld, die einfach ihr Geld völlig blind in irgendwelche halbkaputten Unternehmen schießen. Für die anderen sind die Staaten Schuld, da behauptet wird, dass die Rettungsgelder die Kurse künstlich in die Höhe trieben, dadurch eben dann auch eine massive Überbewertung entstehe und es dann im Herbst oder im nächsten Jahr zu einer Pleitewelle komme.


    Ich halte beide Ansichten für übertrieben. Meiner Meinung lassen sich die gegenwärtigen Kurse wie z.B. im MSCI World eigentlich ganz gut mit der derzeitigen wirtschaftlichen Situation erklären. Denn wir müssen ja bedenken, dass die Branchen, welche hauptsächlich unter der Krise leiden, eigentlich kaum börsennotiert sind. Unternehmen, die der Branche "Verkehr" zugerechnet werden können, befinden sich im MSCI World lediglich ca. 80 Stück. Und von denen haben viele Mit Tourismus gar nichts zu tun.
    Kurz gesagt: Die Börse (bzw. den MSCI World) interessiert es doch kaum, wenn die Tourismusbranche leidet. Und es interessiert den MSCI World überhaupt gar nicht, wenn irgendwelche Restaurants schließen müssen.


    Finanzdienstleister sind auch nicht mehr in dem Maße im MSCI World vertreten, wie das noch vor der großen Finanzkrise der Fall war. D.h. auch wenn ein paar Banken pleite gehen, wird es wohl nicht den großen Crash geben. Und falls doch, dann wird das nur kurze Zeit andauern, so wie es im März der Fall war, denn da haben die Börsianer auch total übertrieben, was nun aber wieder korrigiert wurde.


    Ich würde die jetzige Situation mal nicht so negativ sehen :)


    LG
    Casper

    Diese Aussage ist in meinen Augen sehr gefährlich. Wieso bleibt nur der Weg der Täuschung? Entweder man lässt sich bei vielen Vorerkrankungen fachmännisch beraten und geht z.B. den Weg einer anonymen Voranfrage oder wenn die Beiträge zu sehr ansteigen muss man Alternativen suchen. Das Risiko später eine Leistungsverweigerung zu kassieren wäre mir bei der existenziellen Absicherung über eine BU zu hoch.

    Doch welche Alternativen sind das?


    Welche Alternativen hat z.B. ein Mensch, der sowohl ein psychisches Leiden als auch ein Wirbelsäulenleiden hat?


    Der Versicherer wird vor dem Abschluss einer BU (falls derjenige überhaupt genommen wird) fordern, dass diese Risiken nicht mitversichert sind.


    Dann stellt sich jedoch die Frage, was eine solche BU dann überhaupt bringen soll, wenn die zwei größten Risikofaktoren nicht abgesichert sind. Vor allem, da diese Risikofaktoren sogar statistisch betrachtet für die meisten BU-Fälle verantwortlich sind.


    Auch eine Dread disease sichert meines Wissens nach ein derartiges Risiko nicht ab.


    Also bevor derjenige völlig ausgeliefert ist, wäre es doch ratsam in einem solchen Fall das Risiko einer Verjährung mit wahrscheinlich anschließendem Gerichtsprozess in Kauf zu nehmen anstatt gar nichts zu tun bzw. nur "sekundäre" Risiken abzusichern.


    Ich hoffe du verstehst worauf ich hinaus will. Es ist eben leider ein blinder Fleck in unserem Sozialstaat, dass die Arbeitskraft derartiger Risikogruppen keinerlei Absicherung erfährt. Wahrscheinlich da wir seit gefühlt 20 Jahren in den sozialpolitischen Diskussionen nur über angeblich arme Rentner reden und wie wir diese mit Transferleistungen am besten beglücken können. Aber das ist ein anderes Thema...


    EDIT: Bzw. eigentlich ist es sogar dasselbe Thema, denn die Berufsunfähigen ohne Absicherung von heute sind die Altersarmen von morgen.



    LG
    Casper

    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort Alabama !


    Ich habe mich nur gefragt, ob es heutzutage für Menschen mit Vorerkrankungen überhaupt Sinn macht, den Weg der arglistigen Täuschung (mit der Verjährungsfrist von 10 Jahren) zu gehen.


    Denn wenn der Versicherer theoretisch nach 9 Jahren sagt: "Zeigen Sie uns bitte mal Ihre Patientenakte" und in der Folge dann den Vertrag kündigt, dann hat der Versicherte ja vollkommen umsonst 9 Jahre lang seine Beiträge gezahlt.


    Dann würde auch die Taktik der arglistigen Täuschung gar keinen Sinn mehr machen.


    Wie gesagt, ich rede hier von Menschen, denen aufgrund ihrer Vorerkrankungen keine andere Möglichkeit bleibt, als den Weg der arglistigen Täuschung einzuschlagen.


    Liebe Grüße
    Casper

    Hallo liebe Finanztip Community,


    ich habe eine Frage, was die Schweigepflichtentbindung bei der Berufsunfähigkeitsversicherung angeht.


    Wenn ich durch Unterzeichnen des Vertrages meine Ärzte von der Schweigepflicht entbinde, wann genau ist denn dann der Versicherer dazu berechtigt Nachforschungen anzustellen?


    Kann der Versicherer theoretisch jederzeit die Patientenakte von meinem Hausarzt verlangen oder darf er diese erst dann beantragen, wenn es tatsächlich zum Leistungsfall kommt?


    Also kurz gefragt: Darf der Versicherer einfach grundlos die Patientendaten überprüfen und nachforschen, ob die Gesundheitsangaben auch stimmen?



    Liebe Grüße
    Casper

    Hiho,


    schade, dass es mit dem Video zur privaten Pflegeversicherung nicht geklappt hat, aber was ja nicht ist, kann ja noch werden :)


    Hier noch ein Vorschlag von mir:


    Wie wäre es mit einem Video über sogenannte "Themen-ETF" bzw. "Themen-Indizes".


    Ich denke da z.B. an den MSCI World health care. Dieser hat ja seit 2009 einen enormen Wertzuwachs erfahren.


    So weit ich das verstanden habe, bildet der MSCI World health care ja größtenteils die Gesundheitsdienstleister aus dem MSCI World seperat ab.


    Wie schätzt ihr das Risiko von solchen Themen-Indizes ein ? Was haltet ihr generell davon, in bestimmte Märkte aus dem MSCI World seperat zu investieren, sofern es solche Themen Indizes gibt.


    Vielleicht auch noch mit der Frage kombiniert, ob es sich bei einem "Gesundheits-Index" nicht doch um eine sehr sichere Anlage handelt, da Gesundheitsgüter ja nicht mit anderen Konsumgütern vergleichbar sind und eigentlich immer nachgefragt werden.




    LG
    Casper

    Hallo lieber Saidi und liebes Finanztip-Team,


    erstmal vielen Dank für die tollen hilfreichen Videos, die ihr immer hochladet. Gerade das Video über PKV und GKV, das vor Kurzem hochgeladen wurde, war auch wieder sehr spannend und hat mir sehr weitergeholfen, da ich zwar das System der GKV klasse finde aber auch schon lange über eine private Krankenzusatzversicherung nachdenke.


    Nun meine Frage: Könntet ihr vielleicht auch ein Video über das Thema "Private Pflegeversicherung" bzw. "Pflege im Alter" machen, in dem es dann auch darum geht von welchen Kostendimensionen wir da eigentlich reden.


    Das Thema private Pflegeversicherung scheint ja sehr komplex zu sein, so weit ich mich bisher in die Materie eingelesen habe, da es sehr unterschiedliche Finanzprodukte im Bereich der privaten Pflegeversicherung gibt.


    Es wäre echt toll, wenn ihr in dem Video einen Überblick über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten geben und auch Begriffe wie "Pflege-Bahr" erklären könntet.


    Außerdem würde mich die Frage interessieren, ob Pflege im Alter eurer Meinung nach einen Teil der Altersvorsorge darstellt oder ob man die Bereiche Pflege und Altersvorsorge eher getrennt betrachten und somit auch getrennt für beides vorsorgen sollte.


    Liebe Grüße
    Casper

    Den SPDR ACWI gibt es übrigens bei einigen Brokern im Sparplan. Wenn mein Herz an einem ETF hinge, würde ich mir einfach ein Depot eröffnen, das den Sparplan möglich macht.



    https://www.justetf.com/de/etf…tf.html?isin=IE00B44Z5B48

    Da hast du vollkommen Recht :)


    justetf.com ist da wirklich super hilfreich.


    Leider war ich so doof bei der Depoteröffnung nicht vorher zu schauen, welche Sparpläne OnVista anbietet...


    Habe aber bereits einen Antrag bei Smartbroker gestellt, da deren Sparplanangebot einfach passender für mich ist.

    Sorry, für den Doppelpost aber leider konnte ich den ersten Post nicht mehr bearbeiten.


    Ich habe mir eben nochmal die Konditionen von Onvista angeschaut. Die Raten bei Onvista betragen ja bei einem Sparplan gerade einmal 1 €.


    Wenn ich statt Sparplan eine manuelle Order ausführe, dann würde jedes Mal die Ordergebühr anfallen (bei Onvista 7 €).


    Insofern scheint es durchaus auch einen finanziellen Unterschied zu machen, falls ich mich nicht irre.