Beiträge von Casper

    @Chris


    Was meinst du mit "entsprechend eingerichtet".


    Bei Berufsunfähigkeit reden wir von ca. über 1 Mio. Euro, welche die eigene Arbeitskraft wert ist.


    Wüsste jetzt nicht wie man sich einrichten könnte, um diese 1 Mio. Euro irgendwie anderweitig vollkommen abzusichern. Es geht hierbei ja nicht um Altersvorsorge, sondern um eine Risikoabsicherung, die jeder Mensch benötigt. Einrichten kann ich meine Altersvorsorge, aber mal eben 1 Mio. Euro aus dem Hut zaubern geht leider nicht...


    Tut mir Leid, aber bei diesem Thema werde ich immer ein wenig emotional, weil das Argument "das Recht ist nun einmal so und wir müssen damit leben" in meinen Augen nicht ausreichend ist. Nur weil eine bestimmte Rechtsnorm existiert, bedeutet dies nicht, dass dieses Recht moralisch sakrosankt ist.


    Auch den Begriff "fair play" halte ich in diesem Zusammenhang für völlig unangebracht, da es eben keine faire chancengleiche Behandlung ist, wenn Menschen, die völlig unverschuldet zu Risikogruppen zählen, automatisch benachteiligt werden.


    LG
    Casper

    @'Casper
    jedoch, Freunde/Familienmitglieder von Insolventen/Arbeitslosen, werden, glaube ich, bei Ausgaben vorsichtiger. Dies kann man nicht irgendwie aktuell in Zahlen ausdrücken.


    Die Macht der Zentralbanken, die Kredit zur Verfügung stellen: Cantillon-Wirkung: die Schere zwischen Arm und Reich wird vergrößert. Wie lange geht so etwas gut? Wem nutzen die Börsenwerte: etwa den zahlreichen Arbeitslosen?
    Ich bis zur US-Wahl ab.

    Da stimme ich dir vollkommen zu!
    Das mit dem weniger Geld ausgeben habe ich ja auch bei mir gemerkt, da ich im Zuge von Kurzarbeit einfach weniger auf dem Konto hatte. Ich denke aber, dass es nicht zum einem crash kommen wird (rede jetzt nur vom MSCI World), sondern eher zu stagnierenden Kursen, die eben nicht innerhalb kurzer Zeit durch die Decke gehen wie beispielsweise Anfang des Jahres.


    Das mit der wachsenden Ungleichheit macht auch mir Sorge. Jedoch was dies für Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und auf die Börse hat, lässt sich schwer prognostizieren. Viele Gesellschaften haben bereits seit Jahrzehnten eine riesige Kluft zwischen Arm und Reich und gehören dennoch zu den größten Volkswirtschaften der Welt (siehe z.B. USA, China), welche dann auch die größten technischen Innovationen hervorbringen.


    LG
    Casper

    Tut mir Leid, aber ich halte diese Sicht auf die Aktienmärkte für ein wenig übertrieben.
    Man hörte in den letzten Monaten immer wieder, dass die derzeitigen Börsenkurse nicht die wirtschaftliche Realität abbilden würden. Für die einen (wie z.B. Crashpropheten wie Dirk Müller) sind daran irgendwelche Jungaktionäre schuld, die einfach ihr Geld völlig blind in irgendwelche halbkaputten Unternehmen schießen. Für die anderen sind die Staaten Schuld, da behauptet wird, dass die Rettungsgelder die Kurse künstlich in die Höhe trieben, dadurch eben dann auch eine massive Überbewertung entstehe und es dann im Herbst oder im nächsten Jahr zu einer Pleitewelle komme.


    Ich halte beide Ansichten für übertrieben. Meiner Meinung lassen sich die gegenwärtigen Kurse wie z.B. im MSCI World eigentlich ganz gut mit der derzeitigen wirtschaftlichen Situation erklären. Denn wir müssen ja bedenken, dass die Branchen, welche hauptsächlich unter der Krise leiden, eigentlich kaum börsennotiert sind. Unternehmen, die der Branche "Verkehr" zugerechnet werden können, befinden sich im MSCI World lediglich ca. 80 Stück. Und von denen haben viele Mit Tourismus gar nichts zu tun.
    Kurz gesagt: Die Börse (bzw. den MSCI World) interessiert es doch kaum, wenn die Tourismusbranche leidet. Und es interessiert den MSCI World überhaupt gar nicht, wenn irgendwelche Restaurants schließen müssen.


    Finanzdienstleister sind auch nicht mehr in dem Maße im MSCI World vertreten, wie das noch vor der großen Finanzkrise der Fall war. D.h. auch wenn ein paar Banken pleite gehen, wird es wohl nicht den großen Crash geben. Und falls doch, dann wird das nur kurze Zeit andauern, so wie es im März der Fall war, denn da haben die Börsianer auch total übertrieben, was nun aber wieder korrigiert wurde.


    Ich würde die jetzige Situation mal nicht so negativ sehen :)


    LG
    Casper

    Diese Aussage ist in meinen Augen sehr gefährlich. Wieso bleibt nur der Weg der Täuschung? Entweder man lässt sich bei vielen Vorerkrankungen fachmännisch beraten und geht z.B. den Weg einer anonymen Voranfrage oder wenn die Beiträge zu sehr ansteigen muss man Alternativen suchen. Das Risiko später eine Leistungsverweigerung zu kassieren wäre mir bei der existenziellen Absicherung über eine BU zu hoch.

    Doch welche Alternativen sind das?


    Welche Alternativen hat z.B. ein Mensch, der sowohl ein psychisches Leiden als auch ein Wirbelsäulenleiden hat?


    Der Versicherer wird vor dem Abschluss einer BU (falls derjenige überhaupt genommen wird) fordern, dass diese Risiken nicht mitversichert sind.


    Dann stellt sich jedoch die Frage, was eine solche BU dann überhaupt bringen soll, wenn die zwei größten Risikofaktoren nicht abgesichert sind. Vor allem, da diese Risikofaktoren sogar statistisch betrachtet für die meisten BU-Fälle verantwortlich sind.


    Auch eine Dread disease sichert meines Wissens nach ein derartiges Risiko nicht ab.


    Also bevor derjenige völlig ausgeliefert ist, wäre es doch ratsam in einem solchen Fall das Risiko einer Verjährung mit wahrscheinlich anschließendem Gerichtsprozess in Kauf zu nehmen anstatt gar nichts zu tun bzw. nur "sekundäre" Risiken abzusichern.


    Ich hoffe du verstehst worauf ich hinaus will. Es ist eben leider ein blinder Fleck in unserem Sozialstaat, dass die Arbeitskraft derartiger Risikogruppen keinerlei Absicherung erfährt. Wahrscheinlich da wir seit gefühlt 20 Jahren in den sozialpolitischen Diskussionen nur über angeblich arme Rentner reden und wie wir diese mit Transferleistungen am besten beglücken können. Aber das ist ein anderes Thema...


    EDIT: Bzw. eigentlich ist es sogar dasselbe Thema, denn die Berufsunfähigen ohne Absicherung von heute sind die Altersarmen von morgen.



    LG
    Casper

    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort Alabama !


    Ich habe mich nur gefragt, ob es heutzutage für Menschen mit Vorerkrankungen überhaupt Sinn macht, den Weg der arglistigen Täuschung (mit der Verjährungsfrist von 10 Jahren) zu gehen.


    Denn wenn der Versicherer theoretisch nach 9 Jahren sagt: "Zeigen Sie uns bitte mal Ihre Patientenakte" und in der Folge dann den Vertrag kündigt, dann hat der Versicherte ja vollkommen umsonst 9 Jahre lang seine Beiträge gezahlt.


    Dann würde auch die Taktik der arglistigen Täuschung gar keinen Sinn mehr machen.


    Wie gesagt, ich rede hier von Menschen, denen aufgrund ihrer Vorerkrankungen keine andere Möglichkeit bleibt, als den Weg der arglistigen Täuschung einzuschlagen.


    Liebe Grüße
    Casper

    Hallo liebe Finanztip Community,


    ich habe eine Frage, was die Schweigepflichtentbindung bei der Berufsunfähigkeitsversicherung angeht.


    Wenn ich durch Unterzeichnen des Vertrages meine Ärzte von der Schweigepflicht entbinde, wann genau ist denn dann der Versicherer dazu berechtigt Nachforschungen anzustellen?


    Kann der Versicherer theoretisch jederzeit die Patientenakte von meinem Hausarzt verlangen oder darf er diese erst dann beantragen, wenn es tatsächlich zum Leistungsfall kommt?


    Also kurz gefragt: Darf der Versicherer einfach grundlos die Patientendaten überprüfen und nachforschen, ob die Gesundheitsangaben auch stimmen?



    Liebe Grüße
    Casper

    Hiho,


    schade, dass es mit dem Video zur privaten Pflegeversicherung nicht geklappt hat, aber was ja nicht ist, kann ja noch werden :)


    Hier noch ein Vorschlag von mir:


    Wie wäre es mit einem Video über sogenannte "Themen-ETF" bzw. "Themen-Indizes".


    Ich denke da z.B. an den MSCI World health care. Dieser hat ja seit 2009 einen enormen Wertzuwachs erfahren.


    So weit ich das verstanden habe, bildet der MSCI World health care ja größtenteils die Gesundheitsdienstleister aus dem MSCI World seperat ab.


    Wie schätzt ihr das Risiko von solchen Themen-Indizes ein ? Was haltet ihr generell davon, in bestimmte Märkte aus dem MSCI World seperat zu investieren, sofern es solche Themen Indizes gibt.


    Vielleicht auch noch mit der Frage kombiniert, ob es sich bei einem "Gesundheits-Index" nicht doch um eine sehr sichere Anlage handelt, da Gesundheitsgüter ja nicht mit anderen Konsumgütern vergleichbar sind und eigentlich immer nachgefragt werden.




    LG
    Casper

    Hallo lieber Saidi und liebes Finanztip-Team,


    erstmal vielen Dank für die tollen hilfreichen Videos, die ihr immer hochladet. Gerade das Video über PKV und GKV, das vor Kurzem hochgeladen wurde, war auch wieder sehr spannend und hat mir sehr weitergeholfen, da ich zwar das System der GKV klasse finde aber auch schon lange über eine private Krankenzusatzversicherung nachdenke.


    Nun meine Frage: Könntet ihr vielleicht auch ein Video über das Thema "Private Pflegeversicherung" bzw. "Pflege im Alter" machen, in dem es dann auch darum geht von welchen Kostendimensionen wir da eigentlich reden.


    Das Thema private Pflegeversicherung scheint ja sehr komplex zu sein, so weit ich mich bisher in die Materie eingelesen habe, da es sehr unterschiedliche Finanzprodukte im Bereich der privaten Pflegeversicherung gibt.


    Es wäre echt toll, wenn ihr in dem Video einen Überblick über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten geben und auch Begriffe wie "Pflege-Bahr" erklären könntet.


    Außerdem würde mich die Frage interessieren, ob Pflege im Alter eurer Meinung nach einen Teil der Altersvorsorge darstellt oder ob man die Bereiche Pflege und Altersvorsorge eher getrennt betrachten und somit auch getrennt für beides vorsorgen sollte.


    Liebe Grüße
    Casper

    Den SPDR ACWI gibt es übrigens bei einigen Brokern im Sparplan. Wenn mein Herz an einem ETF hinge, würde ich mir einfach ein Depot eröffnen, das den Sparplan möglich macht.



    https://www.justetf.com/de/etf…tf.html?isin=IE00B44Z5B48

    Da hast du vollkommen Recht :)


    justetf.com ist da wirklich super hilfreich.


    Leider war ich so doof bei der Depoteröffnung nicht vorher zu schauen, welche Sparpläne OnVista anbietet...


    Habe aber bereits einen Antrag bei Smartbroker gestellt, da deren Sparplanangebot einfach passender für mich ist.

    Sorry, für den Doppelpost aber leider konnte ich den ersten Post nicht mehr bearbeiten.


    Ich habe mir eben nochmal die Konditionen von Onvista angeschaut. Die Raten bei Onvista betragen ja bei einem Sparplan gerade einmal 1 €.


    Wenn ich statt Sparplan eine manuelle Order ausführe, dann würde jedes Mal die Ordergebühr anfallen (bei Onvista 7 €).


    Insofern scheint es durchaus auch einen finanziellen Unterschied zu machen, falls ich mich nicht irre.

    Seit zwei Tagen stelle ich mir dieselbe Frage und wollte nun auch einen thread dazu erstellen :)


    Ich nehme mal an, dass dein Broker wahrscheinlich keinen Sparplan auf deinen ETF anbietet. Jedenfalls ist dies bei mir der Fall, da ich gerne den SPDR ACWI besparen möchte, dieser jedoch nicht als Sparplan bei Onvista angeboten wird.


    Einen Unterschied macht es sicherlich psychologisch:
    Du schaust, wenn du keinen Sparplan machst höchstwahrscheinlich öfter in dein Depot ;)


    Es wäre jedoch sehr nett, wenn jemand hier im Forum weiterhelfen könnte, ob es auch finanziell einen Unterschied macht :)