Beiträge von Gunni1983

    Das ist natürlich mal richtig, richtig sch**** gelaufen. In deiner Haut möchte ich nicht stecken.

    0,6% Gebühren jährlich auf den Depotwert bedeutet, dass Sutor direkt an meinem Depotwert partizipieren. Erfolgreiche Arbeit würde sich demnach unmittelbar auf die Bilanz der Sutor Bank auswirken.


    Angenommen die Beitragsfreistellung meines Vertrages würde bis zum Renteneintritt beibehalten und das Depot in Cash gehalten. In diesem Fall müsste die Sutor sämtliche Gebühren, die sie in den Jahren erhoben haben, am Ende wieder drauf packen.


    Das kann ich mir nicht vorstellen.

    Was ich eben bis dato nicht verstehe, ist die Tatsache, dass ich bis zum Crash quasi nicht investiert war, da mein Depotwert noch "in der Übertragung hing". Warum ist dann die Sutor in meinem Fall nicht eingestiegen? Es standen doch keine Verluste im Buche? Oder gleiche ich, ähnlich einer Solidargemeinschaft, andere (gefallene) Werte mit meinem Guthaben aus?


    Und wie verhält es sich mit Neuverträgen? Wird da eingezahltes Geld auch ab dem 1. Tag erstmal in Cash gehalten?

    Ich habe meine Riester nun erst einmal beitragsfrei gestellt und warte ab, was die Sutor Bank nun vorhat. Lustigerweise hat man mir gleich mitgeteilt, dass ich bei einer Beitragsfreistellung doch bedenken solle, dass ich u.U. Zulagen oder Steuervorteile über Hunderte Euro verschenken würde. Lustig, wenn man bedenkt, dass ich Stand jetzt bei einem Nichtverkauf meines Portfolios über 2.000€ im Plus stehen würde. Verschenkt. Schade!

    @Spacefly


    Genau das war mein Ansatz, als ich sagte, dass keiner von uns weiß, wie es der Sutor geht.


    Wer weiß schon, wann und wieviele Kunden mit welcher Liquidität gleichzeitig versorgt werden mussten.


    Bei dieser Dynamik bis Mitte März sprechen wir sicher von Dimensionen, die für eine Privatbank mindestens schwierig gewesen sein dürften. Besonders, wenn man bedenkt, dass viele Kunden der Sutor ohnehin Investmentgroßkunden sind.


    Hinzu kommt der Fakt, dass die Sutor sicher auch selbst erheblich am Kapitalmarkt investiert ist bzw. war und demzufolge auch selbst Verluste gemacht haben dürfte.


    Und am Ende kommen wir, mit Vermögen, dass grundsätzlich noch lange investiert ist, aber kurzfristig zur Liquiditätsdeckung herhalten kann. Dazu erst frühestens im September fällig werden würde.

    @Gunni1983


    Wenn du ein Riestervermögen von 10000 Euro hast und nach Kündigung 6500 Euro ausbezahlt bekommst, müsstest du diese 6500 Euro mit 1% verzinsen, um nach 40 Jahren wieder bei 10.000 Euro zu sein. Annahme: im Riester gibt es null Zinsen.


    Wenn du 6500 Euro mit 5% über 40 Jahre verzinst, hast du 45000 Euro. Das schafft Fairr nie. Hier wiederrum Annahme, dass der Riester stillgelegt wird und nur das eingezahlte Kapital bei Fairr bleibt.

    Nun ja, Steuervorteile und Zulagen in den kommenden (30) Jahren bis zur Rente sind aber auch nicht ohne. Das allein sind schon >15.000€ und müsste mit einer Einmalanlage des übrigen Riesterdepots auch erstmal erwirtschaftet werden. Steuernachteile in der Rentenphase lasse ich jetzt mal außen vor, wenngleich sie natürlich dann beträchtlich sind.


    Völlig außer Acht lasse ich dabei, dass ich bereits der Allianz bei einem früheren Riester-Abenteuer gut 2.500€ an Abschluss-/Vertriebskosten in den Rachen geworfen habe.


    Aktuell sehe ich natürlich wenig Perspektive bei Fairr in der derzeitigen Situation, aber auch genauso wenig Sinn jetzt kurzfristig alles über den Haufen zu werfen. Vielleicht bewegt sich ja demnächst wieder etwas im Portfolio. Zumal ich, wie bereits geschrieben, aktuell nur bei -1% stehe und Glück im Unglück hatte. Dennoch hätte ich natürlich gerade jetzt die günstigen Einstiegspreisen genutzt und zusätzlich Rendite erwirtschaftet. Ich hoffe einfach, dass lars263‘s Anwältin Recht behält und die Sutor in einigen Wochen wieder investiert und die Kurse sich weiter erholen,

    Ich stelle mir nur vor, welche Unkosten auf mich bei einer Kündigung zukommen? Zulagen über die Jahre. Steuervorteile über die Jahre. Da geht dann ein ganz dicker Batzen vom Ersparten weg. Vielleicht fast ein Drittel. Ob es mir das wert ist? Ich weiß nicht :-(

    Nun ja, aktuell haben sich die Kurse im Vergleich zum 12.03. etwa 15% erholt. Aktuell wurde also 15% Erholung verschenkt. Ärgerlich.


    Ich glaube allerdings nicht, dass es in den kommenden Wochen bei einer Erholung, besonders in diesem Tempo, bleibt. Spätestens wenn sich zeigt, dass die Lockerungen der Maßnahmen einzelner Regierungen in der Corona-Krisez.T. zu früh kommen bzw. kamen oder der Arbeitsmarktbericht der USA für April schlimmer als erwartet ausfällt, wird nochmal Panik ausbrechen. Das Sutor davor schon zukauft und weitere Verluste riskiert, glaube ich nicht.

    Guten Morgen,


    auch ich besitze seit November letzten Jahres ein Fairriester Depot, welches ich monatlich maximal bespare. Jetzt hatte ich das Glück, dass sich der Wechsel meiner alten Riester Verträge von der Allianz zu Fairr etwas gezogen hat und ich so nur vergleichsweise geringe Verluste auf meine Sparraten bei Fairr seit November hinnehmen musste. Das Vermögen aus den alten Verträgen war bei Fairr nie in Aktien und daher völlig verlustfrei.


    Nun zu meiner Frage. Sitzt denn bei Sutor Bank nur ein Mensch, oder gar keiner, der entscheidet, wann der Schleudersitz ausgelöst wird? Es muss doch eine differenzierte Betrachtung für jedes einzelne Depot erfolgen und nicht für alle gleichzeitig die Reißleine gezogen werden? Jedes Depot hat doch andere Vorzeichen und muss differenziert gemanaged werden? Meine Verluste, bezogen auf meinen Depotwert liegen bei ~1%. Warum wird, oder wurde, dann nicht längst auf den Tiefstständen wieder angelegt? Bis zur Rente sind es noch 30 Jahre?


    Mich beschleicht das Gefühl, dass aufgrund der Börsenlage die Sutor ein kurzfristiges Liquiditätsproblem hat/hatte und die Riesterguthaben dafür herhalten mussten. Ist das möglich?