Beiträge von LeoLoewe

    N'Abend Lorenzbro,


    ich habe ebenfalls mit langer vorhergehenden Recherche & Planung Anfang des Jahres mein ETF-Portfolio (MSCI World + MSCI EM IMI) gestartet (Aktien habe ich schon seit vielen Jahren, Streng genommen gibt es noch andere Werte aber die übersteigen das jetzige Thema.) daher kann ich dir meine Meinung mitteilen. Ich bin ein Freund von einem natürlichen Verlauf - krabbeln, laufen, rennen - kleines Portfolio, mittleres Portfolio und eventuell großes Portfolio - so wie es einem eben gefällt, keiner muss!


    Also, aus eigener Erfahrung - Lasse dich nicht verrückt machen. "Es gibt viele Wege, welche nach Rom führen" - so das Sprichwort. Warte 3 Jahre ab, lass die Zahlen sprechen. Wenn es gut läuft und du deinem Ziel näher kommst, belasse es so. Rebalancen kannst du später immer noch. Betrachte nach den 3Jahren auch die jetzige Alternative und schaue, ob diese besser gelaufen wäre (nur so kannst du eine Aussage über die bisherigen Erfolge treffen). Beachte auch immer, dass beim Rebalancing Orderkosten und Steuern anfallen können - bei Wertigkeiten von 15k€ sicherlich. Schaue zudem, dass du kein zusätzliches Risiko durch eventuelle Überschneidungen der Werte hast.

    Hallo Kater.Ka,


    so ein Depotübertrag von ETF-Anteilen aus einem Sparplan scheint mühsam zu sein. Scheinbar übertragen die Depotbanken die ganzen Meta-Daten (Kaufdatum, Kurswert, etc.) nicht mit und man muss unzählige Klärungen starten. Aber daran denke ich jetzt noch nicht!

    Sicher kommt einem da auch die gute Buchführung von der Kater.Ka und Altsachse sprachen, zugute.


    Ich bleibe aktuell dabei - 1,75% vom Kurswert finde ich okay (für den Fall, dass man nichts kostenloses findet). Ich würde nämlich die Qualität über den Kosten stellen. Ob ich am Ende 5,5% oder 5,4% Rendite im Depot fahre, ist irrelevant. Sind wir doch mal ehrlich - würde man es nicht ausrechnen und die Suchscheinwerfer einschalten, würde es niemandem von uns auffallen!


    Ich fange erstmal simpel und transparent an.

    1 ETF MSCI World (ACC) und 1 ETF MSCI EM (ACC). Sparrate wie beschrieben. Versuche kostenlos (oder möglichst angemessen) zu besparen, so oder so wird kein ETF jahrelang kostenlos besparbar sein. Sollte der Zeitpunkt gekommen sein, kann man umschichten, vielleicht komme ich auch irgendwann an den Punkt, wo ich jährliche Optimierungen div. Punkte mache. Passiv und Buy&Hold heißt aber die Grund-Devise!


    Zu MichaG´s Punkt: Zinzeszins-Effekt ist natürlich wichtiger als pot. umständlich sämtlichen Kosten aus dem Weg zu gehen. Für meinen "Fall" kann ich aber sagen, dass ich erstmal alles verstehen möchte, bevor ich mich an etwas heranbegebe...So sind einige von uns Ing. eben - glaub mir es gab genug vermeidbare Unfälle wo Leute ohne Plan in die laufende Maschine gegriffen haben und sich ganz lässig Lebenspunkte haben abnehmen lassen...Außerdem geht es bei mir um den Vorsorge-Effekt - da sollte man schon keine halben Sachen machen. Angefangen wird direkt im Januar damit ich einen sauberen "Cut" habe. Der Verweis von dir auf den Finanzwesir hat mir noch einige Äuglein geöffnet.

    Zitat

    Ich gehe stark davon aus, dass der kostenlose ETF auf den empfohlenen Index gemeint war. Es gab hier schon Anfragen weil es eine andere Anteilsklasse eines empfohlenen ETF kostenlos gab.

    Nur zum Verständnis - das bezieht sich auf welchen Teil meiner Antwort?


    Ich hätte kein Problem jedes Jahr einen anderen ETF auf den gewünschten Index zu besparen. Wie anderswo schon erwähnt hat das auch Vorteile bei einem potenziellen Verkauf.

    Ich las mal, dass man frühestens nach 5Jahren und eher nach 10Jahren von ETF zu ETF springen soll, da sonst die Orderkosten, Steuern etc. den Zinzeszins-Effekt zerstören bzw. stark reduzieren. Siehst du das also nicht so, Kater.Ka ?

    Welche Vorteile hast du im Sinn?




    chris2702 : Vielen Dank - Bin bei den Kommentaren angelangt. ChrisS - bist du es? :D

    "...daher ists gut mal wieder so einen eindeutigen Meta-Artikel dazu zu haben, auf den man zukünftig einfach als Link verweisen kann :-D" Name passt anteilig, Aktion passt ;-)


    Ich verstehe den Teil des verlinkten Beitragsso, dass es scheinbar "fast" egal ist, welchen ETF auf einen Index man wählt (und die Psyche einem einen Streich spielt, wenn man denkt, man hätte DEN ETF gefunden) - so oder so kann man leider generell aus der Vergangenheit nicht auf die Zukunft schließen (das versuche Fondsmanager ja auch) - lediglich mutmaßen/vermuten. Kennzahlen wie Renditeperformance, Volatilität, Tracking Difference gehören damit eigentlich in das Fass der Ungewissen...Auch das Thema Steuern ist so eine Sache für die Zukunft. Was ich aber interessant fand, war der Kommentar: "Der ETF von iShares hat nämlich eine Mindestaktienquote von 0% (dank Wertpapierleihe) und wird damit (siehe iShares-Seite) nicht als Aktienfonds nach dem Investmentsteuergesetz klassifiziert. Damit erhält er auch keine Teilfreistellung von 30%."


    Stimmt das so, dass ETFs mit einer Wertpapierleihe keine Teilfreistellung von 30% erhalten? Führt diese Wertpapierleihe dann nicht zu einem kleinen "Swapping-Geschmack"?

    EDIT: Ich habe gerade noch weiter in den Kommentaren gelesen - scheinbar hat es sich damit erledigt, siehe Anhang.



    "Eine Performancerangliste wäre also im ständigen Wechsel begriffen (und was dann, soll man als Anleger also deswegen jedesmal seine ETFs mitwechseln? Eben nicht!), und überhaupt soll man bei aller Erbsenzählerei auch niemals die Dimensionen aus den Augen verlieren, von denen wir hier überhaupt reden - hier geht es im Endeffekt immer nur um Renditeunterschiede im Nullkommairgendwas-Bereich anstatt existentieller Leben-oder-Tod Entscheidungen"

    Für mich nachvollziehbar nur könnt ihr so bestätigen? (basierend dass sich die ETFs von der Performance nicht zu stark unterscheiden. Ab einer gewissen Differenz ist es sicher sinnvoll den ETF zu wechseln...)




    Frage zum Portfolio: Was haltet ihr von sog. Allwetter-Portfolio (Ray Dalio) rein von der Struktur und Aufteilung?


    Ich habe nämlich auch schon überlegt, wie mein Portfolio ausschauen könnte - in ein paar Jahren eventuell. Für den Anfang mache ich ruhig - erst krabbeln und dann laufen...Ich las, dass es bei ca. dem halben Rendite/Risiko-Verhältnis und Volatilität die gleiche Performance bringt, wie ein Kommer-Portfolio (die beiden wurden verglichen).

    Hallo zusammen,

    Ich würde einfach die aktuelle Empfehlung von Finanztip nehmen. Oder den kostenlosen meines Brokers😜

    Also mit der Finanztip-Empfehlung gehe ich noch d'accord aber ich habe kein gutes Gefühl dabei, wenn ich nur, weil aktuell eine Marketing-Aktion meiner Depotbank läuft, einen qualitativ schlechteren ETF wähle (Stichwort ich sollte möglichst lange mit ihm auskommen). Immerhin sagt es der Beitrag des Finanzwesirs: "Mein Tipp: Achten Sie lieber auf die Produktqualität des ETFs (niedrige Kosten) und sparen Sie dann. Lieber viermal im Jahr den richtigen ETF kaufen, als einen mittelguten ETF zu besparen, nur weil die Bank einem die Gebühren erlässt."


    Wenn du prozentuale Kosten hast, ist es egal, ob du monatlich 100 oder allr zwei Monate 200 Euro sparst. Die Kosten sind immer die selben.

    Korrekt! :)

    Kurze Frage noch dazu:

    Wenn in dem Preis-Leistungsverzeichnisses meiner Depotbank unter dem Punkt "Aktien-, ETF- und Zertifikate-Sparpläne über Börse/Direkthandel" bei Kauf steht "1,75% Provision vom Kurswert" dann kann ich doch folgende Rechnung für die Orderkosten ansetzten:

    Beispiel, Sparplan ohne Marketing-Kostenlos-Aktion, Kurswert 60€ / Anteil --> 60€ x 1,75% = 1,05€

    korrekt?


    Als nächstes gäbe es nur die Möglichkeit "Fonds/Fonds-Sparpläne über die Fondsgesellschaft" aber da meint man aktiv gemanagte Fonds, richtig?


    Danke vorab.

    Der Inhalt des Links nehmen mir etwas den Druck. Wieso den Druck? Durch meine intensive Recherche habe ich viel gelesen und gesehen, habe oft gestaunt und dachte, dass ich massiv hinterherhänge. Mehr und mehr komme ich zum Schluss, dass ich es nicht tue und dass man nur über Erfahrung wirklich besser wird. Vieles aus dem Inhalt hat sich bis heute sicherlich nicht geändert.


    Der Satz: "Mein Tipp: Achten Sie lieber auf die Produktqualität des ETFs (niedrige Kosten) und sparen Sie dann. Lieber viermal im Jahr den richtigen ETF kaufen, als einen mittelguten ETF zu besparen, nur weil die Bank einem die Gebühren erlässt." gefällt. Genau die Frage hatte ich mir nämlich gestellt. Die Direktbank mit dem Löwen ist vielleicht nicht die günstigste aber oft ist ja auch in anderen Bereichen so, dass günstig nicht immer gut ist bzw. wenn man berücksichtigt, dass es noch andere Services gibt, dann finde ich, sollte man auch entsprechend Anerkennung zeigen. Sparpläne mit einer Wertigkeit von 1,75% des Kurswertes zu beaufschlagen, klingt jetzt im ersten Moment nicht allzu viel. Man muss ja nicht monatlich besparen.


    Ich denke, ich fange mit einem kleinen Depot an: Ich könnte 500€ im Monat einsparen.

    MSCI WORLD, thesaurierer, Irland, >100Mio.Fondsvolumen, physisch (opt.Samp.) replizierend, möglichst geringer TER, möglichst geringe TD

    Dann, wenn ich etwas mehr Sicherheit in der Praxis habe, gehe ich auf etwas breiteres Portfolio - Vielleicht noch ein EM oder ein nachhaltiger ETF und auf jeden Fall etwas weniger risikoreiches (Staatsanleihen bspl.).


    Lange Rede kurzer Sinn: Schreibe auf, was Du voraussichtlich handeln möchtest, und rechne dann die Entgelte bei den verschiedenen Anbietern durch.

    Also ich müsste bei ETF-Sparplänen mit 1,75% vom Kurswert rechnen. Nehme ich den iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc) IE00B4L5Y983 als Beispiel:


    12 x (59,25€ x 1,75%) = 12 x 1,036875€ = 12,44€


    Das finde ich total in Ordnung.:thumbup:

    Würde ich jetzt auf das billigste Depot wechseln, hätte ich im Monat ca. 0,5€ gespart. Mit einem Endkapitalrechner würde ich zarte 450€ als Differenz nach 39Jahren Laufzeit ausrechnen können. :/

    Vorabpauschale beim unterjährigem Erwerb anteilig 1/!2 pro angefangenem Monat,

    Ich vermute, damit meinst du, dass, wenn man bspl. im April Anteile kauft, welche bis zum 1.1. des Folgejahres entsprechend an Wert gestiegen sind, diese dann zu jeden Monat zu 1/12 berücksichtigt würden - in diesem Fall also 9/12 (die aus Mai dann 8/12, usw.). Sollte meine These stimmen, gehe ich außerdem von einem Schreibfehler bzgl. des "!" aus.

    Anteile 62-100 -> 39-100

    Hier musst du bitte einen Zusatz geben - ich komme nicht drauf...

    Zitat

    Die Bank macht das so. Abhilfe ist alle paar Jahre weiteren ETF und/oder weiteres Unterdepot und/oder weitere Depotbank dazunehmen, dann kann man das besser steuern.

    Den Prozess samt der entsprechend ältesten zu verkaufenden Anteile dahinter macht die Bank aber die Verkaufsorder muss ich ja abgeben. Ich habe auch überlegt, mein Portfolio mit einem Ausschütter zu füllen. Wenn ich bspl. eine Ausschüttungsrendite von 3% p.a. habe, dann bleibe ich bis zu einem Anlagebetrag in Höhe von 26.700€ völlig steuerfrei. Natürlich immer vorausgesetzt, ich habe sonst keine Wertentwicklungen im Depot, welche einen Steuerabgabe erzwingen würden. Kurzum: Bis dahin ist es noch was oder ich mache eine größere Einmalinvestition.


    Was denkt ihr über das Thema "Ausschütter ETF" im Depot zu haben um den Pauschbetrag auszuschöpfen? Lieber Ausschütter oder Thesaurierer abverkaufen und dann nachkaufen?

    (Ich könnte mir vorstellen, dass der Ausschütter die günstigere Lösung ist) Vielleicht mache ich auch gar nix mit dem Pauschbetrag und lebe mich erstmal ein.


    Anderes Thema:

    - Was meint ihr, wie wichtig der Tracking Error (nicht Tracking Difference) bei der Bewertung einzelner ETFs ist? Wichtig oder unwichtig?


    - Wie wichtig schätzt ihr den Faktor Orderkosten von der Depotbank ein?

    Gibt es da irgendeine Faustformel, wie viel Prozent diese "Verarbeitungsgebühren" ausmachen "dürfen" damit es noch in Ordnung ist?


    - Durch die Investitionsabstände kann man die Orderkosten entsprechend geringer halten. Gibt es Nachteile, wenn man bspl. quartalsweise oder halbjährig entsprechende Anteile kauft, außer dass man das Risiko teuer und die Chance günstig zu kaufen, etwas verändert?

    Erstaunlich, wie schnell er das kapiert hat.

    Schön zu hören:) - gebe mir weiterhin Mühe!

    Hallo zusammen - bei mir hat einiges "Klick" gemacht. Ich habe mir alles nochmal in Ruhe angeschaut und durchgelesen - ich denke ich habe es, auch dank euch Kater.Ka & Altsachse geschafft, urteilt selbst:


    Also:

    Vorabpauschale: Sie dient als Grundlage zur Besteuerung und wird nicht direkt an das Finanzamt abgeführt. Für die Berechnung der Vorabpauschale benötigt man den Basisertrag - Dieser errechnet sich wie folgt:

    Wert der Fondsanteile zum 1.Januar 2020 x Basiszins x 0,7

    oder was identisch wäre:

    Wert der Fondsanteile zum 1.Januar 2020 x (70% des Basiszins)

    Dieser Basisertrag wird bis zum 1.Januar 2021 zurückgehalten und gesichert.

    Am 1.Januar 2021 (wenn der Wertzuwachs der Fondsanteile für 2020 definiert ist), wird eine Abfrage gestartet:


    A: Wenn Wertsteigerung aus 2020 am 01.Januar 2021 > Basisertrag, dann Basisertrag = Vorabpauschale

    oder

    B: Wenn Wertsteigerung aus 2020 am 01.Januar 2021 < Basisertrag, dann Wertsteigerung = Vorabpauschale


    Für reine Aktienfonds gibt es eine Teilfreistellung zur Steuerlast. Diese Beträgt aktuell 30%

    Außerdem gilt, dass Anleger 26,375% (Kapitalertragssteuer + Solidaritätszuschlag) auf 70% der Vorabpauschale potentiell Steuern zahlen müssen. Potentiell deswegen, denn wenn der Sparerpauschbetrag (für Unverheiratete 801€) nicht ausgeschöpft ist, der Wert unter den 801€ liegt und man eine Freistellungsauftrag bei seiner Depotbank eingerichtet hat, muss man keine Kapitalertragssteuer zahlen.


    So weit so gut, nun:


    Es ist sinnvoll, diesen Sparerpauschbetrag möglichst vollständig auszunutzen. Hat man bspl. ein einfaches Portfolio mit einem thesaurierendem ETF, müsste man dazu die entsprechenden Werte (Wertigkeit = max. 1144€) verkaufen. Die 1144€ kommen zustande, indem man die restlichen 70% (100%-30% Teilfreistellung) auf die 801€ Sparerpauschbetrag umrechnet:

    801€ = 70% x X = 0,7 x X

    801€ / 0,7 = X = 1144€


    Wie viele Anteile es sind, hängt von dem Wertzuwachs des vergangenen Jahres ab. Siehe Rechnung von Kater.Ka:

    Angenommen Du investierst 10T€, 100 Anteile zu 100 €, hast aber nur 1€ Wertzuwachs. Dann musst Du den gesamten Bestand verkaufen um diesen einen Euro steuerfrei zu bekommen. Hast Du dagegen 20% Wertzuwachs hat jeder Anteil 20€ davon. Dann verkauft Du 1.144 / 20 = 57 Anteile, um den Gewinn anteilig (1.140 von 2.000 €) steuerfrei zu bekommen.

    Szenario:

    Wenn wir beispielsweise stabile 30% Wertzuwachs gehabt hätten, dann gilt folgendes:

    von 100€ zu 130€ - demnach also 30€ zu versteuernden Wertzuwachs pro Anteil


    1144€ / 30€ = 38,133 Anteile oder 38 Anteile á 30€ Wertzuwachs = 1140€


    Gut - bleiben wir also bei den 30% Gewinn dann würden wir 1140€ von dem 3000€ Gewinn abverkaufen und müssten so gerade eben keine Steuern abführen (bzw. die Depotbank für uns). Anteile 1-38 sind verkauft - Anteile 62-100, welche für einen Wertzuwachs in Höhe von 1860 (62 x 30€) verantwortlich sind, verbleiben im Depot.

    Das Folgejahr läuft schlecht und wir haben Wertzuwachs von 0% verzeichnet.

    Wir müssten also, um die 801€ ausnutzen zu wollen, wieder die Anzahl der Anteile errechnen. In dem Fall einfach weil identisch zum Vorjahr. Hat sich was geändert, wird es schon tricky - Stichwort saubere Buchführung und Verfolgung der Werte, dass man bloß den Überblick behält. Man muss also immer, gemäß FIFO, die ältesten Anteile verkaufen, sodass man den Wertzuwachs seit Kaufdatum zugrunde legt und darüber errechnet, wie viele Anteile ich von 20XX und wie viele Anteile ich von 20XX+1 verkaufen muss. Die alten Anteile haben immer einen höheren Wertzuwachs gemacht, da sie ja auch länger im Depot "gearbeitet" haben. Um es zu verbildlichen kann ich sagen, ein Ausnutzung des Pauschbetrags kann wie Kochrezept ablaufen: Ein bisschen hiervon (3Jahre alte Anteile), ein bisschen davon (2Jahre alte Anteile) und vielleicht noch etwas von dem hier (1Jahr alte Anteile) - so lange bis die Wertigkeit 1144€ erreicht hat.


    Frage: Man kann doch auch angebrochene Anteile verkaufen - bspl. 38,133 oder?


    Ein bisschen Bammel habe ich, wenn sich div. Jahre vermischen und ich einen Pauschbetrag aus mehreren Jahren füttern muss. Ich denke aber, wenn man die Werte sauber & jahresbezogen auseinander hält, dann sollte das mit Excel schaffbar sein. Dazu kommt, dass ich am Anfang vermutlich weit weg vom Pauschbetrag bin, selbst wenn ich alle Werte verkaufen würde (Thema weiter oben mit den 25T und den 5%).


    Viel Theorie - Praxis sollte Einzug gewinnen. ;)


    Altsachse

    Ich werde mal versuchen eine ähnliche Struktur wie bei dir aufzubauen und diese dann auf meine Struktur anpassen und Erfahrung sammeln. Ich denke, bei einem Thema wie diesem zahlt man auch einen Preis und zwar die Zeit und die Aufwände die zumindest am Anfang da reinfließen...

    Ok, danke für Deine Geduld!

    Zitat

    Die Bank hat jeden Kauf einzeln gespeichert und verkauft immer die ältesten Anteile von Dir (FIFO first in first out)

    Verstehe! und wofür wäre dann meine Buchführung wichtig? Oder meinst du an dieser Stelle die genaue Berechnung der zu verkaufenden Anteile, damit ich möglichst genau auf die 801€ komme?!

    Zitat

    Nein, Du musst so viele Anteile verkaufen, dass deren Wertzuwachs in Summe ungefähr der 801/0,7 = 1.144 € entspricht.

    Kurze Beispielrechnung, das hilft mir immer Worte zu verstehen. Um es zu vereinfachen, tätige ich eine Einzahlung im Jahr:

    01.01.2019 - 10 Fondsanteile - Depotwert 10.000€

    15.05.2019 - Zukauf von 5 Fondsanteilen - Depotwert 12.000€

    31.01.2019 - 15 Fondsanteile - Depotwert 15.000€ (2 Halbjahre á 2.000€ + 1 Halbjahr á 1.000€)

    Wertzuwachs: 5.000€

    Jeder Anteil hat also eine Wert in Höhe von 1.000€ (5.000€ Wertzuwachs / 5Anteile) (Ab hier fühlt es sich falsch an)

    Müsste dann also 1,144 Anteile verkaufen?!

    Ich glaube ich denke wieder viel zu kompliziert / unnötig weit.


    Frage: Wenn mein Depot mehrere Jahre hintereinander unter den 1.144€ Wertzuwachs liegt und ich immer im Wert von ca. 1.144€ verkaufe, dann habe ich ja einen Fondsanteilrückgang, korrekt? Oder ich verkaufe nur die Anteile, welche es für den bisherigen Wertzuwachs gebraucht hat. Dann habe ich eine Stagnation bezogen auf die Fondsanteile.

    Zitat

    ...multipliziert mit 0,7*Basiszins*0,7 (die zweite 0,7 ist die Teilfreistellung). Für 2021 liegt sie nahe null (0,07%) und daher würde...

    Müsste es dann nicht 0,7*Basiszins*0,07 heißen? Du schreibst, dass die zweite 0,7 die Teilfreistellung ist (welche 2021 bei nahe Null (0,07%) liegt).


    Ich bin leider nicht so tief im Thema, ich werde mich sicherheitshalber noch weiter da schlau lesen. Denkt ihr, ich denke zu tief oder muss nicht die hintersten Zusammenhänge verstehen?

    Zitat

    Nein, wenn die 25T€ ohne weitere Einzahlung mit 5% steigen (weil durch die Ausschüttung 2% weggehen) bist Du nach 10 Jahren bei rund 62% und nach rund 14 Jahren beim Doppelten.

    Das Thema muss ich mir morgen mit einem frischen Kopf anschauen - Danke trotzdem an dieser Stelle für die Erklärung!:sleeping:

    Hallo zusammen - erst einmal vielen Dank für eure Stellungnahme! Kater.Ka & Altsachse

    Zitat

    Sparplan machen und wenn er kostenpflichtig wird neu entscheiden - anderer ETF bei gleicher Bank oder andere Bank oder Einzelkauf.

    Ok - klingt logisch.

    Szenario "anderer ETF bei gleicher Bank" - die bisherigen Anteile von ETF1 liegen lassen oder Anteile des ETF1 verkaufen und davon wieder in ETF2 via Sparplan reingehen?

    Ich könnte mir vorstellen, dass es immer auf die Situation ankommt. Sollte der Scheidepunkt bspl. in einer Krise sein, würde ich nicht verkaufen wollen um für das verhältnismäßig geringe Geld dann vielleicht "neu" anzufangen...

    Zitat

    Geht besser mit Thesaurierer und gezieltem Verkauf und Neukauf. Bedingt genaue Buchführung der Käufe wegen FIFO.

    Kann ich überhaupt nach dem Kauf die einzelnen Anteile im Depot noch auseinander halten?

    Würde ich also Anteile in Höhe von ca. 800€ abverkaufen und dann wieder eine kleine Menge des gleichen ETFs neu kaufen - ich glaube ich verstehe das falsch?!


    Die Berechnung der Vorabpauschale ist am 1.Januar des Steuerjahres, basierend auf dem Wertzuwachs der letzten 12Monate. Demnach müsste ich (um der Idee zu folgen) spätestens am Ende des Vorjahres entsprechende Anteile verkauft haben, korrekt?

    Zitat

    Ansonsten mit 2,x% rechnen aus Vorjahresergebnis. Führt inkl. TFS zu Beträgen bis 50T€ (801 / 0,7 / 0.023).

    Ok, dann habe ich noch Zeit (bis der Fondsanteilswert bei 50.000€ angekommen ist). :D


    Du hast im Grunde "rückwärts" gerechnet:

    Basisertrag = Wert der Fondsanteile zum 1. Januar 2019 x Basiszins x 0,7

    wurde zu

    Basisertrag / 0,7 / Basiszins = Wert der Fondsanteile zum 1. Januar 2019

    Frage: Der aktuelle Basiszinssatz liegt aber bei -0,88% und nicht mehr bei 2,3% oder übersehe ich etwas?

    Zitat

    Da das Kapital wächst bei ca. der Hälfte aufhöre, dann reicht das für ca. 10 Jahre.

    Demnach also ca. 25.T€ aufhören um dann die nächsten 10 Jahre bei Aufrechthaltung der Sparraten auf 50t€ zu kommen um sich langsam und kontrolliert an die 801€ zu nähern?


    Hallo Altsachse -

    Zitat

    Und weil viele glauben, noch einen Zahn mehr verdienen zu können, gibt es zum MSCI- World noch ein buntes Angebot an weiteren ETFs. Da Du es aber eher einfach haben möchtest, ist das zumindest erstmal, nichts für Dich. Das bedeudet aber auch nicht, dass die 1 ETF-Lösung schlechter ist.

    Danke - das könnte einer der Gründe sein, warum viele noch in andere ETFs investieren.

    Nur kurz zur Erklärung meiner Gedanken. Mir geht es nicht den maximalen Profit irgendwo herauszuschlagen. Mir reicht es eine verhältnismäßig renditestarke Anlageform zu fairen und angemessenen Konditionen einzugehen. Wer leistet, soll auch belohnt werden. Ich bin weder Steuerberater, noch Anlageberater - Als Ingenieur kann ich aber gut mit Zahlen umgehen. Ich denke, um die ersten Schritte zu gehen und Erfahrung zu sammeln, komme ich mit bspl. dem "Welt" Index gut klar. Man wächst schließlich mit seinen Aufgaben.;)

    Hallo zusammen,


    meine Gedanken bzgl. priv. Altersvorsorge über ETF´s nehmen zunehmend Form an. Vielleicht könnt ihr mir hier weiterhelfen?

    Worum geht es:

    - private Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen!

    - regelmäßige Sparbeträge in einen thesaurierenden ETF investieren, Zeitraum 35+ Jahre

    - passiv, keinerlei aktive Aktionen - dafür fehlt mir die Zeit und Lust mich in div. Themen aktuell zu halten um dann am Ende pot. doch falsch zu liegen...nun aber meine Fragen:


    Sparplan oder einzeln kaufen?

    - Sparplan ist günstiger / kostenfrei, läuft aber eben keine 35+ Jahre so kostenfrei

    - einzeln kaufen, eventuell bessere Kontrolle?!

    - Golde Mitte? Sparplan bis es kostenpflichtig wird und dann einfach weitermachen?

    -----> Problem: Was, wenn es meinen "Wunsch-ETF" aktuell nicht in der Sparplanauswahl gibt? Einen teureren oder weniger performanten ETF wählen, nur um im Sparplan zu sein?!


    Sparerpauschbetrag versuchen bestmöglich auszunutzen?

    - bspl. mit einem ausschüttendem ETF (wobei der nicht mit dem thesaurierendem ETF in gleiche Unternehmen investiert sein sollte um Klumpenrisiko zu vermeiden)

    - Gibt es einen Trick, grob hochzurechnen, wie viel man an Dividenden erhält um von vorne rein eine grobe und korrekte Anzahl an Anteilen zu haben?

    - Die Steuern des Thesaurierers klärt ja die Direktbank.


    Mit einem ETF anfangen?

    - Ist es sinnvoll, mit einem thesaurierendem ETF anzufangen um dann bei einem Depotwert von bspl. 10k€ in einen weiteren ETF zu investieren und so langsam ein stabiles Portfolio aufzubauen oder direkt mit mehreren starten? (mal abgesehen von dem potentiellen Ausschütter, siehe zweite Frage von oben)


    MSCI World - wo ist der Haken?

    - Im Grunde kann man doch einfach, wie viele es auch empfehlen, in den MSCI World investieren? Nur wo ist der Haken?

    Mir kommt das alles irgendwie zu "einfach" vor...Ich werde da irgendwie etwas misstrauisch. Klar, Nachteile sind bspl. die Breite (was bezogen auf die Diversifikation ein Vorteil ist). Je breiter, desto mehr Durchschnitt ist es. Damit nimmst du nicht diesen einen "Boom" vom neuen Megakonzern XYZ mit...Fluch und Segen mag manch einer sagen.

    Anders gefragt - die Anzahl an unterschiedlichen ETFs gibt es ja nicht umsonst...Wieso gehen nicht alle in den MSCI World? (Abgesehen davon, dass sie vielleicht andere Anlageziele verfolgen)


    Angenehmen Abend!;)

    Ich habe mir nochmals die Kommentare unter meinem obig verlinkten Video durchgelesen. Dort gibt es einen Kommentar mit folgendem Inhalt:


    Dirk S.:

    Finanztip ist kein Heiliger Gral sondern gut für Leute die nicht professionell betreut werden. Es werden total costs of ownership vergessen. Zusätzlich bringen Fondswechsel im freien Depot ab Ausschöpfung des Pauschbetrages deutliche Rücksetzer im Zinseszinseffekt mit sich. Vorausgesetzt man hat vorher immer die Erträge jährlich unterhalb der 801 Euro realisiert ( Vorsicht Handelskosten). Rechnet man nun noch den Zeitaufwand dazu. Depotwechsel wenn Flatex, comdirect Finanztips Lieblingssparpläne nicht mehr kostenfrei anbieten. Darüber hinaus sind die ganzen Opportunitätskosten mit dem Zeitaufwand der administrativen Verwaltung zu betrachten. Bei Menschen mit einem Jahresbrutto >50 K kommt da ganz schön was zusammen. Wer jetzt noch weiß wie Kickbacks rückvergütet werden, FRV richtig ausgestaltet und wie Ablaufmanagement funktioniert. Der typische Finanztipanleger verwaltet natürlich von 55 - 85 seinen Auszahlplan und kennt die Risiken einen negativen Cost-Average-Effekt. Darüber hinaus sollte man jetzt noch steuerliche Prognosen in Bezug auf unsere politische Landschaft einbeziehen. Menschen die pro Monat > 300 € langfristig weglegen können und einen Zeitraum >30 Jahre haben sollten mal über Depot/FRV/??? nachdenken - jeweils mit ETFs versteht sich. In Depot nach Bedarf n guten Multi Asset rein oder in weniger gut strukturierten Märkten einen aktiven (wartet mal die sind gar nicht böse? Aber finanztip sagt doch etwas anderes) Natürlich nur sofern BU/Haftpflicht/Liquiditätsreserve vorhanden sind.


    Auf die Frage eines anderen Zuschauers, was "FRV" sei, kam folgendes: Fondsgebundene Rentenversicherung, aber Vorsicht bei der Auswahl. Es gibt nur wenig gute Tarife am Markt. Und nein mypension, der Makler von MyLive gehört nicht dazu, obwohl das Konzept an sich sehr gut ist.


    Was meint ihr zu seinen Punkten, was haltet ihr davon?

    Ich habe so meine Gedanken, warte aber erst einmal eure Punkte gespannt ab :)







    Hallo zusammen, ich war ein paar Tage im Urlaub daher nun meine Rückmeldung zum Thema:


    monstermania & JDS

    Ja, meine Rechnung war viel zu kurz gedacht. Ihr stimmt mir sicher zu, dass solche Rechnungen gerne mal sehr komplex und umfangreich werden können, daher ja auch "fertige" Rechner im Netz wie im Link von monstermania.


    Ich habe die vor eingestellten Werte bis auf die Laufzeit, welche ich auf 40 Jahre hochgesetzt habe, im Grunde übernommen und mal mit einer Verwaltungsgebühr von 0,5% p.a. und einmal mit 1,2% p.a. gerechnet. Ergebnisse findet ihr im Anhang.


    47.400€ finde ich schon heftig - damit kann man (zumindest aktuell) ein paar Jahre von Leben. Selbst wenn ich den Steuersatz eines Singles dazuschalte, kommt immer noch eine Differenz von ca. 35k€ zugunsten des eigenen Investments (Sparplan) zustande. Ob alles so kommt, weiß wie immer keiner...


    Hier habe ich auch noch ein interessantes Video von Saidi gefunden: Rentenversicherung durchgerechnet: Warum sie sich (nicht) lohnt

    Ich muss sagen, der Fall (Fondspolice) passt genau auf meine aktuelle Fragestellung. Danke nochmals an Saidi und seine Crew für die Videos!


    Ich werde noch die Themen (weiter oben, JDS ) mit Abschlusskosten etc. noch erfragen aber sollte da keine Kehrtwende entstehen, dann steht mein Entschluss:

    Ich bin generell kein großer Freund von Versicherungen, kein Freund von der Inflexibilität (40 Jahre im Vertrag) und den Kosten. Ich muss sagen, ich bin mir noch leicht unsicher, was das KnowHow für ein eigenes Portfolio angeht aber wenn man einmal drin ist und Erfahrung gesammelt hat, geht das schon irgendwie. Ich denke, der Wissensaufbau über Wertpapierhandel und Co. in der Bundesrepublik wird stetig steigen...

    Vielen Dank an die rege Anzahl an Feedbacks und Erfahrungen!


    Okay - dann wendet sich das Blatt wohl vorerst.

    Der Punkt, dass man 40 Jahre an einen fest vertrag gebunden ist, gefällt mir ehrlich gesagt auch nicht. Speziell bei solchen Themen...Ich finde es total schwierig das richtige zu finden.

    Bei den Kosten darfst du die Abschlusskosten nicht vergessen und ebensowenig die laufenden Kosten für den Versicherungsmantel.

    Die Abschlusskosten werde ich nochmal nachfragen - die sind mir noch unbekannt (ist aber auch ein frisches Thema). Bei den laufenden Kosten dachte ich bisher, dass die 1,14% p.A. dadurch abgebildet werden...dem ist also nicht so?! Es steht, dass dieser Wert die Renditeminderung durch Versicherungs- und Fondskosten ist.


    Ein eigenes ETF-Portfolio kannst Du jederzeit umschichten/verkaufen.

    Rechne mal allein die von Dir genannten Kosten von 1,14% p.a. im Vergleich zu einem ETF von 0,5% p.a. auf eine Laufzeit von 40 Jahren hoch.

    Korrekt - mit einem Portfolio ist man flexibler und bezogen auf die Kosten günstiger. Thema umschichten - die Wahrscheinlichkeit, dass man bis zur Rente umschichten muss, ist sicher nicht gering...der Aufwand dahinter entsprechend. Ich persönlich glaube nicht, dass das Umschichten wirklich kostenfrei ist. vielleicht nach außen hin (in Verkaufsbroschüren) aber irgendwo müssen die Kosten ja anfallen...Ich glaube nicht, dass Versicherer mit den ETF-Anbietern einen Deal abgemacht haben...


    Wenn ich einfach mal rechne, ich investiere in pro Jahr 2000€

    Versicherung

    1,14% p.A. (22,8€)

    Bei 40 Jahren 912€


    Sparplan:

    0,5% p.A. (10,0€)

    Bei 40 Jahren 400€


    Sollte meine Rechnung korrekt sein, spare ich über 40 Jahre 512€ - der Wert kommt mir falsch vor.

    Kostenquote - ich glaube es sind die 1,14% p.A. - was meint ihr?

    Fonds-LV - ich nehme an "LV" steht für Lebensversicherung. Ist denn eine Fondspolice (private Rentenvorsorge) das gleiche wie eine Lebensversicherung?


    Mit Nettopolicen kenne ich mich leider nicht so gut aus. Da muss ich erst recherchieren...


    Was ich gut an der Fondspolice finde sind die Steuerthemen wobei die sich leider auch schnell ändern können... :(

    Hallo zusammen,


    ich bin immer noch 28 Jahre jung und möchte was in Richtung Altersvorsorge tun. Vor ein paar Wochen stand ich kurz vor meiner Portfolio-Eröffnung (langfristig, passive Anlage). Zudem müsst ihr wissen, dass ich eigentlich kein Freund von Versicherern bin aber man um manches eben nicht herumkommt...


    Nun hatte ich aber ein Gespräch mit meinem Versicherungsberater. Es ging um Altersvorsorge und was wir da machen können. Was ich bisher sagen kann ist, dass er (bezogen auf die Versicherungsbranche) recht modern denkt und an neue Produkte glaubt. Ich teilte ihm auch mit, dass ich im Grunde (aufgrund der Kosten) gerne ein eigenes selbst geführtes Portfolio eröffnen wollte.


    Nach, für mich bekanntem Basic-Wissen wie "aktive Fonds performen sehr oft schlechter", "Diversifikation" usw., stellte er mir eine Fondspolice vor.


    monatlicher Sparbetrag, aktuell: 100€-150€

    Laufzeit, langfristig: ca. 40 Jahre.


    Kurz zu den genannten Vorteilen einer Fondspolice:

    - Garantierte Leistungen möglich (Garantien kosten, ich weiß, wir haben auch erst einmal ohne Garantie gerechnet)

    - automatisches Risikomanagement (Rebalancing, An- und Ablaufmanagement), das Umschichten würde im Gegensatz zum eigenen Portfolio nichts kosten

    - Steuerfreie Ansparphase (Fondserträge sind Abgeltungssteuerfrei, auch bei Umschichtung)

    - Auf Wunsch lebenslange Rentenzahlung

    - Rentenzahlung ist steuerbegünstigt (bei Renteneintritt mit Alter 65 und Spitzensteuersatz 45% nur 8,1% abzuführende Steuern)

    - Kapitalzahlung ist doppelt steuerbegünstigt durch Teilfreistellung von 15% und Halbeinkünfteverfahren (bei Auszahlung frühestens nach 12 Jahren und nicht vor dem 62. Lebensjahr): nur 42,5% (50% von 85%) der Erträge sind mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz zu versteuern.

    - Keine Ausgabeaufschläge

    - Keine Mindestanlage je Fonds

    - Kostenlose Fondswechsel jährlich mehrfach möglich

    - Einschluss von Zusatzversicherungen möglich (z.B. Beitragsbefreiung und/oder Rente bei Berufsunfähigkeit oder garantierte Mindesttodesfallleistung; teils auch ohne oder mit vereinfachter Gesundheitsprüfung)


    Die Police, welche wir uns dazu angeschaut hatten, kann folgendes:

    Fonds, von mir am Ende aber frei wählbar, sieh auch hier:

    - iShares Core MSCI World UCITS ETF (45%)

    - iShares Core S&P 500 UCITS ETF (45%)

    - DWS Akkumula (10%) (aktiver Fonds)

    Beitragsrendite ohne Kosten: 6,06%


    In einem Vergleich div. Anbieter hatte ich gesehen, dass Versicherungs- und Fondskosten sich auf ca. 1,14% belaufen können (demnach also 4,92% Beitragsrendite nach Kosten). Bei der Berechnung wurden Dynamikerhöhungen nicht berücksichtigt. Nur zum Verständnis folgende Rechnung an obigem Beispiel: Wenn ich alle drei Kostenwerte der Fonds aufsummiere, dann erhalte ich 0,2% + 0,07 % + 1,45% = 1,72% p.A. - wie kann der Anbieter dann 1,14% haben? oder sind damit andere Kosten gemeint?!


    Einzelheiten aus Kleingedrucktem könnte ich nachreichen.


    kurz zu den genannten Vorteilen eines Fondssparplans:

    - Unbegrenzte Fondsauswahl

    - Gleichmäßige Kostenaufschläge und Depotführungskosten

    - keine Mindestlaufzeiten

    - Bei Aktienfonds besondere Steuervorteile durch Teilfreistellung von 30%



    Fazit, mMn:

    Vorab - ich möchte für meinen Fall die richtige Entscheidung treffen, daher gehe ich neutral ran.

    Stichwort Kosten:

    Kosten sind so eine Sache - die können sich bei beiden Optionen erhöhen oder senken wobei die Fondspolice stabil bleibt, da man ja einen Vertrag eingeht. Ich könnte mir vorstellen, dass die Fondsgesellschaften zunehmend Preisdruck bekommen, da die Menschen an ETFs sehen, dass es günstig und trotzdem performant zugehen kann. An der Phase möchte die Branche sicher zumindest etwas anstatt nichts verdienen...zudem kann ich mir vorstellen, dass speziell in Deutschland nicht jeder Lust hat, sich so intensiv (wie wir es tun) mit den Geldthemen auseinander zu setzten und wer weiß ob ich in 10 Jahren immer noch Freude daran habe...

    Stichwort Steuern:

    Ja, wir wissen alle, dass unsere Bundesregierung auch rückwirkend noch Steuergesetzte ändern kann (und hat) und sich die Welt so macht wie sie ihr "gefällt". Das Problem kann überall wo man Steuerpflichtig ist, auftreten. Trotz alle dem muss man ja mit dem Arbeiten, was aktuell bekannt ist, irgendwo muss man ja anfangen...

    Stichwort Umschichtung:

    Diese Komponente, dass man scheinbar kostenfrei umschichten kann, gefällt mir. Ja, irgendwo entstehen Kosten aber wenn diese clever umgelegt oder ausgehandelt wurden, dann ist das doch ok, oder? Wer weiß was die nächsten Jahre weltwirtschaftlich bringen und ob man umschichten müsste...Im klassischen Portfolio müsste ich verkaufen, einen Haufen Steuern zahlen (wenn es eventuell gerade gar nicht passt), neu einkaufen, Gebühren etc.. Damit möchte ich das Portfolio gar nicht schlecht machen sondern versuche ich vielmehr die Realität abzubilden, damit ich eine logische und gute Entscheidung treffe.


    Ich bin zu wenig Fachmann als dass ich sagen könnte, was ein guter Weg ist. Da würde ich mich über eure vielseitigen Meinungen und Erfahrungen freuen. Was meint ihr zu Fondspolicen und den genannten Aspekten?


    LeoLoewe

    Danke für die Info - gibt es denn Seiten, welche, wenn man einen ETF bewerten / finden möchte, man eher wählen sollte? Ich dachte bisher, justETF sei eine gute, solide Adresse.

    Zitat

    Grundsätzlich würde ich bei gleicher langfristiger Rendite die Anlage bevorzugen, die weniger stark schwankt.

    Was heißt denn "weniger schwankt" ? Wo geht das "wenige schwanken" in "starkes Schwanken" über, ab welchen Werten?

    Zitat

    Irland hat hinsichtlich der Quellensteuer bei US-Dividenden eine bessere Regelung, die beim MSCI World ca. 0,2% p.a. bessere Rendite bringen kann.

    Wenn es mehr nicht ausmacht, dann kann ich Luxemburg und Irland diesbezüglich (steuerlich) gleich bewerten, oder? Ich finde 0,2% jetzt nicht so wichtig, als dass ich deswegen vielleicht einen ETF wähle, welcher mir weniger zusagt - was meint ihr?



    Danke vorab für eure Antworten!

    Hallo zusammen / Kater.Ka,

    Zitat

    Wenn Du > 100k sicher liegen hast stellt sich mir die Frage, ob Du beim Aufbau einer Geldanlage mit 10k einmalig und 2.400 p.a. unbedingt einen Sicherheitsbaustein haben musst. Wenn der 35% beträgt und nicht verzinst wird beträgt den nach 5 Jahren ohne Rebalancing 0,35*(10T + 5*2,4T) = 7.700 €. Bringt das wirklich mehr Sicherheit?

    Für mich sind meine >100k auf zwei Konten nicht wirklich sicher. Als was man hat, hat man aber die Inflation stört mich einfach ungemein und die Tatsache, dass uns Sparern mit Leichtigkeit Geld entwendet wird, ohne dass wir nur das geringste mitentscheiden können. Daher meine Gedanken, das Geld möglichst schnell aber eben nicht unüberlegt in eine Immobilie zu stecken...Festgeld/Tagesgeld bringt mich nicht weg vom Euro und kann die Inflation nur geringfügig mildern. Wenn ich die volle Inflation umgehen wollen würde, müsste ich vermutlich alles in Wertpapiere investieren um es dann im Fall der Fälle einer Immobilie wieder in Bares umzuwandeln.


    In der Tat bringen diese 7,7k auf das Ganze nicht viel mehr Sicherheit. Was soll ich machen? Ich kenne keinen in meinem Alter den ich fragen kann, der diese Menge verfügbar hat und ebenfalls investieren möchte. Wenn ich mich bei ähnlich-alten Kollegen bspw. umhöre - die haben 10k auf der hohen Kante...und machen nix...Da frage ich mich, bin ich einfach dumm oder übersehe ich etwas?


    Kater.Ka - Danke für den Link fondsweb - die Seite kannte ich noch nicht. Sehr hilfreich beim ETF finden!:)


    Fragen an euch:


    Was würdet ihr als akzeptable Volatilität einschätzen? ca. 25%? ca.10%? Oder kann man das so pauschal nicht sagen? Wenn nein, wann lohnt es sich eine hohe Volatilität einzugehen? Rendite kann es ja nicht sein, die gibt es schon bei ruhigeren ETFs.

    Auf "justETF" sah ich, dass günstige ETFs (Durchschnittswert TER = 0,12% p.a.) eine recht hohe Volatilität haben (Durchschnittswerte: 1J=33,42% & 3J=23,4%). Kann man sagen, dass teure ETFs ruhiger und hochwertiger (und wenn ja, woran misst man die Wertigkeit?) sind oder ist das reiner "Zufall"?

    Macht es einen steuerlichen Unterschied, ob ein Fonds in Irland oder in Luxemburg aufgelegt ist? (Außer dass der ETF aus Luxemburg recht wahrscheinlich EUR als Fondswährung hat, was wiederum kein steuerliches Thema wäre...)


    Zu meinen bisherigen Fortschritten - ich habe mir eine Rangliste an ETF-Bewertungsaspekten gemacht, was denkt ihr vom Inhalt und der Wichtigkeit, wenn 1 wichtig und 10 "unwichtig", ist?:


    1. Rendite (3J) / Tracking-Differenz
    2. TER in % p.a.
    3. Fondsgröße (>100Mio. um zu verhindern, dass er geschlossen oder mit einem anderen zusammengelegt wird)
    4. Volatilität (1J & 3J)
    5. Fondsdomizil (steuerliche Gedanken)
    6. Auflagedatum (ähnlicher Grund wie bei 3.)
    7. Fondswährung



    Was haltet ihr vom dem ETF:
    BNP Paribas Easy MSCI World SRI S-Series 5% Capped UCITS ETF EUR Acc

    und hier: Vergleich

    Ich mag seine Nachhaltigkeit. Seine Performance von 10,4% über 3Jahre ist solide, kein Highrunner aber das wird man aktuell bei einem nachhaltigen ETF noch nicht sehen, denke ich.

    - Sah ich richtig, dass er "nur" in 374 Unternehmen investiert?#

    - Seine SRRI-Einstufung steht auf 6 von 7 - sollte man die Finger von sowas lassen, wenn man ein 70R/30S-Portfolio aufbauen möchte, zu heiß?


    Ich liebäugle auch mit dem iShares Core S&P 500 UCITS ETF (Acc) aber der ist quasi nur in der USA investiert...


    Schönen Abend!:sleeping:

    Hallo Kater.Ka,


    danke für deine Einschätzung und deinen Rat.

    Zitat

    Ist mMn OK. Angesichts des hohen übrigen Vermögens würde ich mir überlegen, ob ich gedanklich den Sicherheitsanteil dort zumindest in Teilen realisiere.

    Den zweiten Teil des Satzes verstehe ich nicht ganz - was genau meinst du mit "dort" und in Teilen? Meinst du, dass ich von der höheren Summe etwas für die 35% Sicherheitsbehafteten Teil nutzen sollte?

    Zitat

    das sind dann 80 / 20 und nicht 65/35.

    Vollkommen korrekt - dein Einwand hat mir auch zu denken gegeben bzgl. der Einzelaktien. Ich denke, ich mache nur noch eine Kleinigkeit (einmalig ein paar hundert Euro) mit Einzelaktien. Für größere Summen fehlt mir dann doch die Erfahrung und die Gelassenheit.

    Zitat
    Staatsanleihen, egal ob als Einzelanleihe oder ETF braucht mMn der Privatanleger nicht, solange es Tages- bzw. Festgeld ohne Negativzins gibt. Die üblichen Renten-ETF mit kurzer bis mittlerer Laufzeit haben negative Renditen, alle haben ein Kursrisiko, je länger die Laufzeit desto höher. Einen gedankliche Ausnahme würde ich für Linker machen, also inflationsgeschützte Anleihen, aber auch die sind von der Rendite nicht attraktiv.

    Gut - Also bleibt eigentlich d.M.n. nur Tages- / Festgeld oder sog. Linker - das lese ich zum ersten Mal aber es gefällt, denn mit Sicherheit meinte ich auch eher Inflationsgeschützt und nicht Verlustgeschützt wobei natürlich "nur" eine Inflation am Ende besser ist als ein Totalverlust aber ich denke, man versteht, was ich meine. Daher würde ich auch gerne weg von der Währung weil ich fürchte, dass die Inflation auf kurz oder lang auf jeden Fall >5% steigen könnte. Die Rendite ist mir bei Sicherheit weniger wichtig. Ich bin noch jung - da habe ich keinen großen Renditedruck, der kommt über die Jahre "von alleine" - ich glaube an die Weltwirtschaft. Stichwort Absicherung - würdet ihr für meinen unteren 6stelligen Betrag in € eine Umbuchung in Sachwerte als Inflationsschutz vorschlagen? Als Beispiel wären 5% Inflation bei bspl. 150k schon schnell 7,5k€ - haben oder nicht haben.


    Zitat

    Das Wort heißt wahrscheinlich Diversifikation...

    Mir fiel es wieder ein: Klumpenrisiko


    Zitat

    Wo hast Du denn den Wert her?

    Hier her: Link zum iShares Core S&P 500 UCITS ETF (Acc)

    Wie gesagt - ich habe leider keine Werkzeuge bis dato gehabt woran man gute ETFs misst und erkennt. Ohne gute Werkzeuge, da keine gute Arbeit beim ETF finden:saint:


    Sprichst du von einem öffentlichen Portfolio mit einer 70/30-Risiko/Sicherheits-Strategie? Wo kann man das finden?


    Und nein - ich meine schon die Volatilität, nicht das Risikomaß (VaR).

    Hallo liebe Community,


    erst einmal - finanztip Ich finde das neue Design cool! Muss mich aber noch dran gewöhnen und zurecht finden.


    Ich melde mich da ich eure geschätzte Meinung hören möchte. Ich denke, dass ich vom Kopf her bereit bin (bin 28Jahre alt), mein Portfolio in die nächste Stufe zu heben. Damit meine ich, die Samen zu streuen um hoffentlich in 30+ Jahren saftige Früchte ernten zu können (bildlich umschreiben konnte ich immer schon gut ;)).


    Hier zum Plan:

    - Generell gilt, möglichst breit anlegen aber dabei nicht zu viel Rendite verlieren - eigene Risk-Einschätzung: 65R/35S - Ziel: Neben meinen VWL mit 150€ auch noch was renditestärkeres für, wir alle kennen es, die private Rentenvorsorge im Rennen zu haben.

    - Anfangsinvest: 10k€ (ich hätte auch eine "untere" 6stellige Summe zur Verfügung aber damit warte ich auf eine passende Immobilie, Stichwort Eigenkapitalquote)

    - monatliche Werte für ETFs: ca. 200€

    - 70%ETFs, 10% Einzelaktien und 20% was ganz sicheres (bspl. Staatsanleihen, wobei ich mich ehrlich gesagt noch nicht mit dieser Form beschäftigt habe und nur las, dass sie recht sicher seien - gerne eure Meinung dazu oder andere Vorschläge).

    - Einzelaktien kaufe ich einmalig und halte sie, beobachte sie und sammle langsam Erfahrung damit.

    - Staatsanleihen, wie gesagt, halte ich uns investiere eventuell einmalig im Jahr nach um mein Portfolio im Gesamten auszugleichen.

    - ETFs:

    - Ich würde ungerne mehr als 2-3 ETFs halten (Stichwort Portfoliokomplexität) - folgendes hatte ich mir vorgestellt:

    65% breit, günstig und als erfahrenes, performantes Zugpferd agierend, sparplanfähig

    35% mein Technologie-Boost-ETF, renditestark, sparplanfähig

    Vielleicht zwacke ich noch ein paar Prozent den beiden ab, um einen Ausschütter (Stichwort Sparerpauschbetrag) zu haben 50/25/25 oder ich mache den Technologie-ETF zum Ausschütter.

    - Ich versuche das Risiko zu vermeiden, wenn ich in eine Firma in zwei unterschiedlichen ETFs investiere (mir entfiel der Fachbegriff)


    Obiges nur "kurz" zu meinen aktuellen Gedanken und zum Hintergrund, nun meine eigentlichen Fragen - Worauf muss man bei der ETF Auswahl achten?

    Ich habe leider von Finanztip keine passendes Videos oder Informationsquellen finden können, auch nichts bis "nur unglaubwürdiges" von anderen Anbietern. Finanztip hatte vor ca. einem Jahr die Frage in einem Video behandelt, ob die TER wirklich alle ETF-Kosten widerspiegeln? - das war m.M.n. das einzige Material in der Richtung. Saidi Vielleicht wäre das noch eine Idee für ein Video?


    Worauf ich bisher achte:

    - Ausschüttungsart: Je nachdem, welche Strategie man verfolgen möchte.

    - Replikationsmethode: Physisch

    - TER (da stelle ich mir aber immer wieder die Frage, wann ist eine höhere TER von bspl. >=0,3% p.A. gerechtfertigt, woran erkenne ich das? und ist die TER auf lange Sicht wirklich wichtig?)

    - Fondsdomizil (Doppelbesteuerungsabkommen von 2018, dass anstatt 30% nur 13% oder 15%?! besteuert werden)

    - Fondsvolumen & Alter, bspl. >100Mio. & >3Jahre - was meint ihr?

    - Fondswährung (ich habe im Video vom 14.08.2020 gelernt, dass diese auf lange Sicht zu vernachlässigen ist)


    Ich könnte doch eigentlich meinen "eigenen" Sparplan aufbauen indem ich monatlich manuell Anteile kaufe. Der Unterschied zu einem, vom Depotanbieter angebotenen kostenfreien Sparplan wären nur die Kosten, oder? Den minimalen Aufwand, es manuell zu tun anstelle das System machen zu lassen, ignoriere ich mal dezent.


    Welche Volatilität ist eigentlich maximal zu empfehlen, wenn man bspl. ein 65/35er Typ ist (65er Risiko und 35er Sicherheit)?

    Ist eine Volatilität von 33% p.A. viel?


    So - nun erstmal genug geschrieben. Vorab danke.

    Vorab: Ich habe eine Arbeitskollegin, welche bei meinem Arbeitgeber im Management ist und daher auch Personenverantwortung hat (knapp 10 Personen). Sie sagte mir, dass sie bei der alten Leipziger einen Tarif hat, wo sie ca. 50€/Monat zahlt. Ich muss dazu sagen, dass sie vor ihrem jetzigen 100%Bürojob den Beruf der Ergotherapie ausgeübt hat. Für mich scheint das alles sehr unglaubwürdig. Ich hatte mehrere Vergleichsrechner für meinen Stand angeworfen und kamm immer mindestens bei 80€ / Monat aus (bei einer BU-Rente von 2k€) Ich kann schlecht sagen wie risikoreich der Beruf der Ergotherapeuten ist aber mir scheint der Monatsbeitrag sehr gering - Ergotherapeut oder Führungskraft. Was meint ihr?


    @Oliver Mest- Guten Tag Herr Mest, vielen Dank für Ihre Antwort. Sie haben es transparent und verständlich erklärt - Ich werde mich auf ihrer Homepage weiter informieren und ggf. auf Sie zukommen.



    @chris2702 - Nein, die Entscheidung soll mir auch keiner abnehmen. Mein Beitrag zielte nur darauf ab, etwas mehr Sicherheit und Routine in dem Thema zu erhalten, indem ich eure Meinung und Gedanken lese.



    @Dr. Schlemann - auch Ihnen danke ich für die Antwort.
    Sie schreiben, die Beratung sei i.d.R. kostenfrei. Sprechen Sie im Falle eines Abschlusses oder auch ohne?


    Stichwort "Neutral" - wissen Sie, ich habe so meine Erfahrungen mit Maklern aller Art gemacht, habe trotz dessen keine Vorurteile. Ich ertappe mich aber immer mal wieder, dass es mir schwer fällt dieser Berufsgruppe zu vertrauen - es gibt halt überall "schwarze Schafe".


    Sie schreiben: "Da wir außerdem überwiegend intelligente Kunden beraten, würden die irgendwann auch merken, wenn wir Unsinn erzählen..." Da bin ich anderer Meinung, nicht dass sie intelligente Kunden haben (schließlich kann ich es nicht beurteilen), sondern vielmehr, dass intelligente Kunden merken würden, wenn einem gerade Schwachsinn erzählt wird. Keiner kann alles wissen. Deswegen gibt es Fachleute wie Sie und ihre Kollegen im Markt. Ich bin Ingenieur - gehen Sie mal durch die Straßen und schauen ob jemand erkennt, wann ich Schwachsinn erzähle. Im Grunde möchte ich damit sagen, dass es sicher Fälle gibt, wo auch intelligente Personen jemandem vertraut haben und ihm daher entsprechend viel geglaubt haben und sich nicht in Versicherungsbereichen allzu gut auskennen.


    Auch sie nehme ich in den engeren Kreis und werde ggf. wieder auf Sie zukommen.