Beiträge von nielsk

    „Kann ich selbst irgendetwas tun, um die Aktienquote zu erhöhen und damit an der Erholung der Finanzmärkte zu partizipieren? Ändert meine anstehende Jahres-Selbsteinzahlung oder die Zulagenzahlung etwas an der Aktienquote?“

    - Ja, durch die Jahres-Selbsteinzahlung und/oder die Zulagenzahlung verringert sich der (prozentuale) Abstand zwischen Einzahlungen und Depotwert. Die Aktienquote steigt dadurch etwas.


    „Was passiert, wenn ich den Rentenbeginn auf 83 erhöhe? Welche Auswirkungen ergeben sich? Komme ich dann vorher nur förderschädlich an das Geld?“

    - Der garantierte Rentenfaktor entfällt (meiner Meinung nach erstmal sowieso egal). Du kannst den Rentenbeginn später nur wieder runtersetzen, wenn dein Depot im Plus ist und Sutor zustimmt. Andere Möglichkeiten wie die Umbuchung des Riester-Vertragsguthabens zur Immobilientilgung berührt das nicht direkt, kannst du irgendwann machen, egal welches Rentenalter du wählst.

    Und: Deine Aktienquote ist natürlich durch Rentenbeginn 83 Jahre deutlich höher. Wie viel genau, kannst du hier schauen, wenn du deine Werte eingibst: https://www.raisin-pension.de/produkte/riester/investment/



    tom70794: Du würdest natürlich durch den Wechsel deine Aktienquote auch steigern können. Gib doch mal deine Werte hier im Rechner ein , dann siehst du deine künftige mögliche Aktienquote. Dafür setzt du sowohl bei "Summe Ihrer Einzahlungen", als auch bei "Aktueller Depotwert" deinen jetzigen Depotstand ein, setzt die Vertragslaufzeit auf 83 Jahre und passt dazu noch dein Alter an.

    Ich habe das Angebot ebenfalls nicht erhalten, dann den Support angeschrieben und auch die von dir gepostete Antwort von Raisin erhalten. Mein Vertrag liegt aktuell 700€ bzw. 14% im Minus und ich habe aktuell sogar 100% Aktienquote (bei Endalter 83 Jahre). Ich werde das Angebot trotzdem annehmen, da ich durch den Wechsel in den neuen Vertrag auch bei höherem VIX länger 100% Aktienquote fahren kann, bis in Anliehen umgeschichtet wird. Ich gehe sowieso davon aus, dass mein (alter) Vertrag auch mittelfristig wieder im Plus landen würde (zahle auch weiterhin ein), deswegen verzichte ich in dem Fall auch auf die Beitragsgarantie für die 700€ durch den Wechsel.

    Ich glaube, als grobe Faustregel kann man sagen:
    - Wer mit seinem Depot nur soweit im Minus liegt, dass man realistischerweise davon ausgehen kann, den Verlust so oder so durch Beibehalten des Vertrags (ob nur durch Beitragsfreistellung oder durch zusätzliches weiteres Einzahlen) wieder mind. ausgleichen zu können, für den würde ein Wechsel in einen neuen Vertrag wegen dann höherer Aktienquote Sinn machen.

    - Wer so tief im Minus ist, dass es so oder so unrealistsich ist, dass man da wieder rauskommt, für den macht ein Wechsel keinen Sinn. Das gilt insbeondere für die Älteren, die alleine schon wegen der kürzeren Restlaufzeiten nicht mehr auf hohe Aktienquoten kommen können. Da bleiben dann wie gehabt die Möglichkeiten a) förderschädlich kündigen oder b) beitragsfrei weiterlaufen lassen und den fehlenden Betrag zu Laufzeitende von Sutor ausgleichen lassen.


    Für alle, die sehr tief im Minus stehen, trotzdem prinzipiell weiter ristern wollen und nicht so sehr von Fairr/Raisin die Sschnauze voll haben, dass sie nie wieder was mit denen zu tun haben wollen, wäre evtl. folgende Variante noch möglich (weiß allerdings selber nicht, ob das tatsächlich so möglich ist): Alten Vertrag beitragsfrei stellen und Verlust am Ende von Sutor ausgleichen lassen + zusätzlich neuen Vertrag starten und da halt fortan einzahlen.


    Prinzipiell ist natürlich alles sehr schlecht gelaufen mit Fairr/Raisin im vergangenen Jahr. Der große Schaden ist im März 2020 entstanden, seitdem wird mäßig erfolgreich versucht irgendwie Schadenzbegrenzung zu betreiben. Nur muss ja jetzt jeder trotzdem für sich die beste Lösung für die Zukunft finden. Und die sieht bei jedem durch unterschiedlich hohe bisherige Verluste, Förderkonstellationen, Ausblicke in die Zukunft etc. individuell anders aus. Ich glaube ehrlich gesagt, dass viele von euch, die emotional verständlich sagen "Fairr hat mir die Scheiße eingebrockt, die sollen mir halt meine Verluste am Ende dann ausgleichen", rational gesehen sich selber auf diese Weise mind. ebenso "bestrafen" wie sie damit Fairr/Raisin was "heimzahlen". Förderschädliche Kündigung (und Wiederanlage in eigene ETF) oder aber oben genannte alternative Lösungen wären wahrscheinlich bei den meisten die bessere Läsung.

    Sind die Verträge der Kinder aktuell auch im Minus, und der Aktienanteil ist trotzdem 100%? Das wäre ja ein Licht am Ende des Tunnels. Bisher habe ich nur von Verträgen gehört, die trotz langer Restlaufzeit nicht voll investiert waren. Es könnte aber auch daran liegen, dass die Vola gerade wieder auf dem niedrigsten Niveau seit einem Jahr liegt.

    Also ich (34 Jahre, Laufzeit bis 83 Jahre) bin mit meinem Vertrag auch die meiste Zeit bei 100% Aktienquote. Einzahlungen (Beiträge plus Zulagen) insgesamt 5.050 Euro, Depotstand aktuell circa 4.300€. Bis zu einem VIX von ca. 30-35 bin ich also bei 100% Aktienquote. Hab so gesehen "Glück gehabt", dass mein Vertragsguthaben noch nicht sehr hoch war beim desaströsen Corona-Umschichten vor einem Jahr. Da der VIX aber regelmäßig auch mal über 35 steigt (und somit meine Aktienquote auch zeitweise wieder unter 100% sinkt), kommt mein Depotwert durch das dadruch ausgelöste "Buy high, sell low" auch nicht wirklich vom Fleck und ist trotz seit knapp einem Jahr steigender Börsenkurse eigentlich immer noch gleich hoch im minus. Dazu noch die überaus schlecht performenden Low Volatility ETFs und fertig ist die Grütze :-(

    FAIRR wurde doch an Weltsparen verkauft und weiterhin für Neukunden angeboten, sogar über die PSD Bank München Sitz Augsburg eG? Es wurde sogar ein Folgeprodukt aufgelegt. Ist ein Neuabschluss jetzt nicht mehr möglich? Es ist für mich die einzige sinnvolle ETF-Alternative für RiesterProdukte, die derzeit erhältlich sind...Danke für die Rückmeldung.

    Hallo, ja Fairr wurde von Raisin übernommen, die auch die Marke Weltsparen betreiben. Und ja: Ein Neuabschluss des Fair-Riesters ist natürlich auch (immer noch) möglich. Das Produkt besteht für Bestands- und Neukunden weiterhin - nur eben jetzt zu den veränderten Bedingungen, was u.a. Aktienquote und genutzte ETFs angeht.

    Viele Grüße

    Niels

    @tobiasweiss: Ja wie bzw. mit welcher Toleranz die Schwellen zur Umschichtung definiert sind, wär tatsächlich interessant zu wissen.


    Hatte wegen des kompletten Anleihen-Verkaufs in meinem Depot bei Fairr nachgefragt und der Grund ist, dass ich momentan mit 100% Aktienquote fahren soll, also das Geld aus dem Verkauf des Anleihenanteils jetzt auch sukzessive in den Aktien-ETF fließt.
    Bei meinen Parametern (Einzahlungen bisher: 4.500€, aktuelles Vertragsguthaben 3.700€) und einer Restlaufzeit von 50 Jahren (hab als Rentenbeginn 83 Jahre gewählt) bin ich auch laut des Fairr-Rechners bis zu einem VIX von 39 bei 100% Aktienquote. Das ist ja erstmal wirklich gut und wenn es gut läuft, besteht auch dauerhaft eine realistische Chance auf eine hohe Aktienquote bei meinen Parametern.
    Dass Sutor zum Wiedereinstieg bei mir (und anderen auch, wie man das hier so mitlesen konnte) erstmal genau eine 50/50 Aufteilung in Aktien und Anleihen vorgenommen hat, unabhängig von den persönlichen Parametern, macht irgendwie trotzdem keinen Sinn. Schließlich haben sich ja weder meine persönlichen Parameter noch der VIX in den letzten Wochen nennenswert geändert.
    Aber sei es drum...ich schau mir das vorerst weiter mal an und entscheide dann später (nächtes Jahr), ob ich den Vertrag wirklich fortführe und vielleicht sogarr wieder regelmäßig bespare.

    Bei mir wurden gestern alle Anleihen-Anteile (laut Sutor-Portal) verkauft und der Erlös daraus wird jetzt anscheinend wieder in Cash gehalten.
    Bin somit beim (kleinen investierten Teil) bei 100% Aktienquote. Yeah! Ironie off.
    Was das nun wieder soll, erschließt sich mir absolut nicht.

    Da es eine Staffel ist, wird die alte Struktur erst sehr viel später besser. Bei mir ist es bei ca. 40 Jahren Einzahlungen gleichwertig. Bei deutlich kürzerer Anspardauer wird die alte Struktur schlechter sein.


    Für ein dauerhaftes stilllegen des Vertrages ist die alte Struktur definitiv schlechter, da auf einen großen Teil des Geldes ein sehr viel höherer Prozentsatz Verwaltungsgebühren erhoben werden.

    Ich glaube, du hast bei deinen Berechnungen eine falsche Annahme getroffen. Zumindest liest sich deine Formulierung für mich so. Ab einem Volumen von 5.000/10.000€ gelten die Prozentsätze von 1,0/0,5% für das GESAMTE Vertragsguthaben und nicht nur für das Guthaben oberhalb von 5.000/10.000€!
    Sollte man dauerhaft bzw. sehr lange Zeit (z.B. durch Stilllegung des Vertrags) unter 10.000€ Vertragsguthaben liegen, mag die „neue“ Kostenstruktur mit dauerhaft 36€+0,6% aber evtl. tatsächlich vorteilhafter sein.

    Die Zulagen für 2019 sind bei mir übrigens mittlerweile im Vertrag gutgeschrieben worden. Das war ja hier im Thread auch mal kurz Thema, dass die Zulagen sonst üblicherweise immer Anfang Mai kamen und dieses Jahr bisher noch nicht eingegangen waren...Ist aber bei mir bis jetzt auch nur im Sutor-Portal unter "Riester-Informationen" ersichtlich und nicht unter "Umsätze" einsehbar. Im Fairr-Cockpit sind die 2019er-Zulagen bisher weder unter "Transaktionen" noch unter "Zulagen" aufgeführt.


    Im Endeffekt hat man jetzt durch die eingegangen 2019er-Zulagen nur noch ein bisschen mehr Cash auf dem Verrechnungskonto liegen (auf das Sutor/Fairr aber auch weiterhin ihre Depotgebühren erheben wollen)... juhu ;)
    Das hatte ich letztens mal bei denen nachgefragt und es wurde mir explizit bestätigt, dass sie die Depotgebühren auch jetzt auf das komplette Vertragsguthaben erheben, obwohl sich die Gebühren laut Vertrag ja nach dem Depotvolumen berechnen sollen und das Depot ja gerade leer ist (bei den allermeisten; ein paar wenige haben ja noch Anleihen im Depot).
    Deshalb möchte ich nochmals alle errmutigen, gegen den Halbjahresabschluss, der Anfang Juli vorliegen sollte, Widerspruch bei der Sutor einzulegen. Dazu würde mich auch mal interessieren, ob @finanztip dazu eine Empfehlung gibt bzw. eine rechtliche Einschätzung liefern kann.
    Viele Grüße
    Niels

    Ja was hätte die Sutor machen sollen? Mag ja gut sein, dass die Sutor in dieser Situation im März gar nicht anders handeln konnte. Die Täuschung der Kunden begann allerdings schon viel früher, indem man ihnen ein Produkt verkauft hat mit Werbeaussagen (nur passive Fonds, Buy and Hold, kein Market Timing etc.), die so ja überhaupt nicht haltbar waren. Und das wusste die Sutor zu diesem Zeitpunkt. In der Situation im März gab es starke Schwankungen am Anleihemarkt und "sichere Anleihen" hatten negative Renditen. Okay, aber was wäre denn gewesen, wenn die Anleihen keine negativen Renditen (sondern knapp positive) gehabt hätten und die Aktienmärkte dafür stärker, um sagen wir mal 50% gecrasht wären. Das ist ja durchaus alle paar Jahre eine Größenordnung, mit der man rechnen muss. Dann hätte Sutor ihr Konzept genauso über den Haufen werfen müssen - zumindest ist das jetzt im Nachhinein klar. Nur dann wäre wahrscheinlich statt in Cash in Anleihen umgeschichtet worden.
    Dass man als Kunde nicht Im Vorheinein durchblickt hat, dass das nicht gutgehen konnte mit dem Fairriester in seiner propagierten Form bei Sutor, kann sich ja meinetwegen selber ankreiden wer will. Dass aber die Sutor trotz besseren Wissens um ihre Risikotragfähigkeit den Kunden ein Produkt unter Vortäuschung von falschen Versprechen verkauft hat und vertragswidrig Geld in Cash hält statt in Fonds anlegt, ist alleine die Schuld der Bank bzw. der Unfähigkeit ihres Anlageausschusses.
    Das ganze Kosntrukt "Riester-Rente" ist im Großen und Ganzen auch großer Murks, keine Frage. Aber die Sutor in diesem konkreten Fall in Schutz zu nehmen und ihr Handeln zu rechtfertigen, finde ich unangebracht.

    nur ein paar Stichpunkte zu Euch allen:


    - Wenn Ihr Nettorenditen für Riester ausrechnet, müsst Ihr mitrechnen, wie lange im Alter die Rente gezahlt werden muss, damit man in den positiven Bereich kommt (Todeszeitpunkt). Das haben wir gemacht im Ratgeber.
    - Das Aufsichtsrecht beinhaltet auch, wieviel Kapital die Bank als Sicherheit hinterlegen muss und ob das ggf. die Bank selbst in Schwierigkeiten bringen kann.
    - Doch, auch nach 8 Wochen kann es bei einem so langfristigen Modell noch unklar sein, wie es weiter geht. Besonders wenn klar ist, dass das alte Modell (das es sehr wohl gab!) nicht mehr funktioniert und ein neues her muss
    - Täuschung verstehe ich als bewusste Täuschung. War das die Absicht von Fairr/Sutor? Nein. War das Modell "falsch" weil es solche Schwankungen bei den Anleihen (nicht den Aktien!) wie bei Corona nicht vorhergesehen hat? Ja.

    Sorry, aber diese Aussage ist echt sehr schwach!! Von einem "langfristigen Modell" reden, ist ja auch offensichtlich eher als Witz zu verstehen. Das Modell, so es denn überhaupt eins gab, hat ja gerade mal ein paar Jahre gehalten - alles andere als langfristig für ein Riester-Produkt. Und es konnte ja anscheinend so überhaupt nicht langfristig funktionieren, wie jetzt klar wird. Wenn man mit 100% Aktienquote wirbt und dann bei einem mittelschweren Crash das ganze Konstrukt implodiert, ist das Täuschung - und zwar bewusst. Die Leute, die bei der Sutor an der Risikomodelierung gearbeitet haben, mussten ja wissen, dass alles so knapp kalkuliert ist, dass schon bei relativ geringen Kusrverlusten gandenlos umgeschichtet werden muss. Anleihenschwankungen kann man ja übrigens auch mit in Risikoberecchnungen einfließen lassen.
    Und noch viel größere Täuschung ist es, wenn man den Kunden in der Produktbeschreibung zusichert, dass ihr Geld in passiven Fonds (Anleihen und Aktien) angelegt wird und dann auf einmal nur noch in Cash gehalten wird. Das ist nirgendwo in den AGB oder im Produktinformationsblatt vorgesehen uind somit ebenfalls eine Täuschung der Kunden.

    Da hast du wohl irgendwas nicht richtig gesehen, wenn du sagst, dass 400 Euro weiterhin bei dir im Depot liegen. Damit wärst du der erste, bei dem nicht alle Fonds komplett liquidiert wurden und seitdem in Cash gehalten werden, von dem man gehört hat. Und Fairr hat ja auch selber mitgeteilt, dass sie bei ALLEN so vorgegangen sind.

    Ruhend bzw. beitragsfrei stellen heißt erstmal ja nur, dass du aktuell keine Einzahlungen vornimmst. Mit deinem vorhandenen Vertragsguthaben kann die Sutor trotzdem auch wieder Anleihen oder Aktien für dein Depot erwerben, wenn sie denn will. Da spricht ja prinzipiell nichts gegen.

    In meinem Sprachgebrauch beinhaltet ein "Depot" auch Wertpapiere und Liquidität. Beim "Depotvolumen" würde ich also auch die nicht investierten Gelder mitrechnen.

    Naja ist ja eigentlich aber relativ klar. Das Depot ist leer, das Geld liegt gerade auf dem Verrechnungskonto. Deswegen ist Cash ja auch kein Sondervermögen und dementsprechend bei einer einer Pleite der Sutor besonders geschützt, sondern "nur" durch die Einlagensicherung der Bank.

    @Zitroneneich


    Also die Verwaltungskosten bekommt die Sutor, die Vertriebskosten Fairr.
    Bei einem Depotvolumen kleiner 5.000€ würden also Sutor und Fairr beide jeweils 0,75% erhalten.
    Die Kontoführungsgebühren in Höhe von 27€ pro Jahr gehen nur an Sutor.


    Die 0,6%, die du ganz unten in deinem Kommentar erwähnst, beziehen sich auf die maximalen Kosten der einzelnen verwendeten Fonds. Diese Kosten werden aber nirgendwo separat ausgewiesen, sonderrn im Fonds selber entnommen, senken also den Kurswert des Fonds. Bei den zuletzt verwendeten ETF lagen diese Kosten so bei ca. 0,1 bis 0,3%, bei den Dimensional Fonds lagen die etwas höher, bei manchen bis zu ca. 0,6%, daher kommt auch diese Zahl als Obergrenze.


    Das mit der evtl. Unterscheidung zwischen Depotvolumen und Vermögenswerten muss ich mir auch noch mal genauer anschauen. Auch ein guter Hinweis!

    Mein Vertragsguthaben im Fairriester liegt (und lag auch vor dem Verkauf aller Fonds) zum Glück nur im vierstelligen Bereich. Ich habe aber trotzdem letztens auch mal bei der Sutor Bank nachgefragt, wie eigentlich das Geld auf dem Verrechnungskonto geschützt ist.
    Die Antwort der Sutor: "Bitte beachten Sie, dass die Sutor Bank neben der gesetzlichen Einlagensicherung, gemäß §23a Abs. 1 Satz 3 des Kreditwesengesetz, Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Bank ist. Die Sicherungsgrenze beträgt derzeit pro Einleger 15 % der Eigenmittel der Bank, sodass die Sicherungsgrenze pro Kunde bei über 1 Mio EUR liegt."
    Auch noch mal hier nachzulesen: https://www.facebook.com/Sutor…otif_t=feed_comment_reply



    Fairr hat mir auf Nachfrage übrigens mitgeteilt, dass weiterhin Kontoführungsgebühren und die Verwaltungs- und Vertriebsgebühren erhoben werden.
    Zumindest in den für meinen Vertrag (von 2017) gültigen AGB, in denen die Gebühren noch prozentual abhängig vom Depotvolumen gestaffelt waren (1,5/1,0/0,5%), steht explizit, dass sich die Verwaltungs- und Vertriebsgebühren nach dem Depotvolumen berechnen. Im aktuellen Fairriester-PDF mit den pauschalen dauerhaften Gebühren von 0,6% steht zumindest jetzt, dass sich das auf das Vertragsguthaben (und halt nicht explizit auf das Depotvolumen) bezieht. Keine Ahnung, ob das von Beginn an so war oder erst kürzlich geändert wurde.
    Für meinen Verrtrag werde ich einer Erhebung von Verwaltungs- und Vertriebsgebühren nach dem 12. März auf jeden Fall widersprechen und im Zweifel auch anderweitig dagegen vorgehen. Und das rate ich auch jedem von euch, wenn die Gebühren tatsächlich für das erste Halbjahr 2020 entgegen der Vertragsbedingungen so erhoben werden sollten.


    Ich bin sehr skeptisch, dass die Sutor Bank ihr Riester-Desaster dauerhaft überllebt. Wie will sie denn im momentanen und auch zukünftig absehbaren Nullzins-Umfeld für sichere Staatsanleihen die Verluste damit wieder aufholen? Und selbst wenn irgendwann wieder in Aktien investiert wird und damit Verluste wettgemacht werden können, werden Gewinne dann ja ähnlich wie jetzt in der nächsten mittelschweren Krise wieder zunichte gemacht, wenn wieder so wie jetzt verfahren wird. Da fragt man sich wirklich, wie die bei der Sutor sich das mit dem Fairriester gedacht haben. Die haben ihren Laden damit ja sehenden Auges gegen die Wand gefahren. Dass irgendwann mal ein Kursrutsch kommen würde, muss ja jedem klar gewesen sein.
    Insofern kann die Sutor ja heilfroh sein über jeden, der seinen Vertrag jetzt förderschädlich kündigt oder zu einem anderen Anbieter überträgt und der Bank damit die von ihr produzierten Verluste abnimmt,.