Beiträge von madize

    Warum sollte die GKV Dich jetzt wieder aufnehmen, wo Du doch jahrelang, als Du noch in der günstigeren Risikoklasse warst, auf die günstigen Tarife und höheren Leistungen der PKV vertrautest und jetzt, da es wohl für Dich teurer wird, in die Solidaritätsgemeinschaft der GKV flüchten möchtest? Das würde wohl den Begriff "Solidarität" etwas überstrapazieren. Ich hoffe, es klappt nicht.

    Also, wird die Debitkarte für das Einzelkonto schneller versendet als die Karten fürs Gemeinschaftskonto? In der Mail ist schließlich auch die Rede von Ihrem Girokonto und einer Karte...

    Ich habe bei der DKB ein eigenes Konto und ein gemeinsames (Haushaltskonto) mit meiner Frau. Alle Karten, die für das eigene Konto, und die beiden für das Gemeinschaftskonto kamen am gleichen Tag bei uns an.

    Äh, nur um ganz klar zu sein: Du kannst Deinen Scheck vermutlich nicht bei der deutschen Post einlösen, aber Direktbanken bieten üblicherweise die Möglichkeit an, einen Scheck per Post zu ihnen zu schicken, dieser wird dann innerhalb von wenigen Tagen eingelöst und gutgeschrieben. Habe ich selbst schon so vor einigen Jahren bei der DKB praktiziert.

    Das kommt auf den Ansatz an. Für meine Einzelaktien betreibe ich ebenfalls (begrenzt) Rebalancing. Der Grund ist, dass ich auch bei den Einzelaktien eine möglichst breite Streuung für wichtig halte (in Bezug auf Industrien, Länder, Value/Growth, Dividenden/keine Dividenden etc., aber eben auch in Bezug auf das Volumen). Wenn nun einer der Werte exorbitant performt hat, dann ist das zwar schön, vermindert aber meine Diversifizierung und beeinflusst - sowohl in steigender wie auch fallender Tendenz - den Wert meines Depot über alle Maßen. Daher verkaufe ich dann meist einen Teil dieser Aktie (wonach ich dann wieder halbwegs "flat" über alle Werte hinweg bin) und gebe den Ertrag in meinen globalen ETF (der sich ja selber balanced).

    So geschehen im März diesen Jahres als die NVidia bei mir im Depot um die 13 % ausgemacht hat, was bei jeder Bewegung der Aktie nach oben oder unten im Gesamtwert des Depots gut zu spüren war. Ich habe bei ca. 250 € etwa zwei Drittel meines Bestandes dieser Aktie verkauft und den (versteuerten) Gewinn in den MSCI World gesteckt. Inzwischen ist die Aktie auf zeitweise unter 180 € gefallen, bin sehr froh, diesen Gewinn realisiert zu haben.

    Bei mir sind's eigentlich nur 3 Töpfe:

    • Girokonto: hier trifft das Gehalt ein, von dort aus gehen die Raten für die diversen Sparpläne zu Beginn des Monats ab (das ist in meinen Augen der Hauptunterschied zwischen arm und reich - man sollte sparen, wenn noch was da ist, nicht wenn man hofft, dass vielleicht noch was da sein könnte). Dies führt auch zur doppelten Bekämpfung der Rentenlücke: einerseits setzt man die Erwartungshaltung für später niedriger (nicht Nettogehalt, sondern Nettogehalt minus der Sparsumme), andererseits hat man dann definitiv auch Geld für das Ansparen eines Alterssicherungsbetrags.
    • Tagesgeldkonto: hier kommt ein Betrag hin, der einige Monatsnettogehälter ausmachen sollte (bei mir so 4-6 MNG). Damit bleibt man flexibel, wenn mal was kaputt geht, wenn etwas teureres angeschafft werden soll etc. Dieser Topf sollte in der Höhe halbwegs stabil sein, wenn man was wegkommt (wg. Anschaffungen etc.), dann sollte das zeitnah wieder aufgefüllt werden. Dieser Topf kann auch mal dazu dienen, bei starkem Abfall des Markts einzelne Wertpapiere zu günstigem Kurs nachzukaufen (Liquidität).
    • Depot: hier liegen dann die Investments, bei mir vorrangig ETFs, aktive Fonds und/oder Einzelaktien. Als unkorrelierte Komponenten kann man auch noch Gold oder Kryptos hinzunehmen.

    Mit dieser Konstellation fahre ich jetzt seit gut 10 Jahren recht ordentlich, man ist liquide und flexibel in den finanziellen Entscheidungen.

    Genau so wie den Klimawandel? Den Krieg in der Ukraine? usw.

    Auf meiner persönlichen Prio-Liste ist §314 VAG jedenfalls nicht zu finden. Wenn die großen Versicherer in D nicht mehr auszahlen (können), haben wir ganz andere Probleme.

    Von der Wahrscheinlichkeit her ist ein Schaden des auszuzahlenden Geldes aus Versicherungen durch eine hohe Inflation vermutlich höher als der Komplett- oder Teilausfahl großer Versicherer.

    Am eigenen Beispiel weiß ich, dass wenn man damals vor 30 Jahren aus dem hart ersparten Studentengroschen eine Versicherung bestückt hat, die einem um die 200.000 DM bei Auszahlung in Aussicht gestellt hat, nun aber in vielleicht 6-7 Jahren bei der Auszahlung vermutlich so um die 75.000 € erwarten, dann ist das schon eine Änderung der Perspektive. Und diese ist real, nicht hypothetisch...


    Gott sei Dank steht man nicht nur auf einem Bein und die Eier liegen auch nicht nur in einem Korb... ;-)


    Viele Grüße,


    Markus.

    Schade, dass man sich für einen Anbieter entscheiden muss. Mein Depot ist in zwei ungefähr gleich große Teile aufgeteilt, einer liegt bei der DKB, der andere bei der Consorsbank. Ich habe jetzt mal (willkürlich) die DKB "angekreuzt"...

    Bist Du denn krank? Falls ja, kannst Du tatsächlich jetzt schon absehen, dass Du nach 6 Wochen dies immer noch sein wirst? Ich wäre da sehr vorsichtig, Du schuldest nach Vertrag eine Arbeitsleistung. Wenn Du vorgibst krank zu sein, sich dies aber im Nachhinein als falsch herausstellt, winken Betrugs- und Schadensersatzanzeige, die potentielle Sperre beim Arbeitsamt ist dann Dein kleinstes Problem.


    Ansonsten gibt's hier eine recht anschauliche Darstellung, wie das mit dem Krankengeld läuft: https://www.test.de/krankengeld-5149352-0/.

    Warum sollte Dir der Arbeitgeber eine Abfindung bezahlen, wenn Du kurzfristig einseitig den Arbeitsvertrag aufheben möchtest?


    Hast Du nach einer für Dich ungerechtigten Abfindung das Gespräch mit dem Arbeitgeber gesucht? Laut Deiner Schilderung scheint kommunikativ zwischen Dir und Deinem Arbeitgeber einiges im Argen zu liegen. Und Kommunikation ist in den seltensten Fällen eine Sache, die nur von einer Seite aus schief läuft.

    Wie so oft: es kommt darauf an.


    Früher hatte ich 6 Aktiensparpläne bei der Consors laufen, jeweils mit 100 € pro Monat. Da ging das Abbuchen von einem externen Konto problemlos. Als ich dann aber Step by Step die Anzahl der Sparpläne verdoppelt habe auf 12 war irgendwann eine Grenze erreicht, wo die Consors nicht mehr von einem externen Konto einziehen wollte. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass dies ab einer gewissen Summe (ich glaube, es waren damals 800 € pro Monat) für die Bank ein zu hohes Risiko darstellt (was passiert, wenn der Einzug platzt?).


    Daher mache ich es nun so, dass ich einmal im Monat den anzusparenden Betrag auf das Konto der Consorsbank überweise und dann von dort die Sparpläne bestücken lasse.

    Du willst doch Buy&Hold, was soll da dynamisch sein? Für Fonds/ETFs sehe ich da nichts Störendes. Habe dort selbst meine Langläufer in diesem Bereich liegen und bin zufrieden.

    Die letzten Jahre der BU sind die teuersten, weil das Risiko am höchsten ist. Ich habe meine zwei BUs ein paar Jahre vor Ende des Renteneintrittsalters auslaufen lassen, einfach weil ich das persönliche Risiko tragen möchte (und aufgrund von Ersparnissen auch kann).


    Solltest Du ein Anhänger der Vollkasko-Mentalität sein, dann könnte es für Dich natürlich passender sein, die BU bis zum letzten Tag laufen zu lassen (musst dann natürlich den finanziellen Aufwand hierfür treiben).

    Auch meine Familie hatte schon einmal über einen Besuch von St. Petersburg und den baltischen Staaten im Rahmen unseres Sommerurlaubs nachgedacht, das hat sich nun definitiv erledigt.


    Allerdings stimme ich ebenfalls zu, dass man Putin und seine Politik anders als den Rest des Landes bewerten muss. Es gibt so viele Russen, die sich im Westen aufhalten, die sich ihrer Regierung schämen und deren Politik nicht gutheißen.


    So hat z. B. der russische Honorarkonsul in Baden-Württemberg Klaus Mangold nun veröffentlicht "Ich bin erschüttert über den Einsatz des russischen Militärs in der Ukraine. Dies ist ein Angriff auf einen souveränen Staat und den Frieden in Europa und der Welt".


    Dem ist so nichts mehr hinzuzufügen.

    Warum sollte ich irgendwas am Depot ändern? Die darin enthaltenen Aktien und Fonds/ETFs haben nichts von ihrer Substanz und ihrer Strategie verloren. Dass sie jetzt kurz abgesackt sind, wird in kurzer Zeit nur noch ein kleiner Schwenk im Kurschart sein. Die bestehenden Sparpläne laufen einfach weiter, aktuell gibt's eben ein paar Anteile mehr fürs Geld.


    Da ich jährlich etwas Gold nachkaufe, bin ich froh, dass dies noch vor dem Überfall auf die Ukraine stattgefunden hat...

    Der Königsweg für Ihre Absicherung wäre sicherlich die Heirat, auch wenn das heute ziemlich spießig klingt. Das Zivilrecht ist aber immer noch so.

    So spießig ist das gar nicht, finde ich. Unabhängig von den kulturellen Gepflogenheiten ist eine Ehe immer noch ein Vertrag, wo zwei beurkunden, dass sie füreinander aufkommen wollen, sowohl im praktischen Leben wie auch in finanzieller Hinsicht.

    Beispiel: wenn eine Notlage bei einem der Partner eintritt (Pflegebedürftigkeit, Arbeitslosisgkeit etc.), dann greift man zwangsläufig unterhaltstechnisch immer zunächst auf den Partner zu, bevor hier irgendein Staat in die Bresche springt. Dafür hat man dann auch einige Vorteile wie ein Splittingtarif in der Steuer oder auch großzügige Freibeträge bei Schenkungen, Erbe etc.


    So ist es z. B. auch so, dass das zusammengenommene Familieneinkommen als gemeinsames Einkommen gewertet wird, ebenso natürlich auch die Altersvorsorgung, die klassischerweise zwar dem zugeordnet wird, der sie erwirtschaftet hat, leben müssen aber beide davon. Auch im Fall einer Trennung werden neben dem Zugewinnausgleich auch die Altersbezüge geteilt - aber halt nur, wenn man verheiratet ist und damit den Vertrag der gegenseitigen Versorgung geschlossen hat.


    Es steht inzwischen jedem Paar offen, sich für oder gegen diesen Vertrag zu entscheiden. In ersteren Fall kommt man in den Genuss der schon erwähnten Regelung, in letzterem eben nicht. Was man moralisch daraus macht, bleibt jedem selbst überlassen.


    Viele Grüße,


    Markus.