Beiträge von Florian36

    Entschuldigt bitte meine Mehrfacheinträge. Aber jedes mal beim Absenden kam jedes mal eine Fehlermeldung und dann war es mit einem Mal auf einmal 4x gepostet. Die Löschfunktion finde ich nicht. Falls jemand der das hier liest, Moderatorenrechte hat: BITTE LÖSCHEN!

    War das Weggehen aus der Sutor 2.0 Produkt auf jedenfall möglich und kostenlos?

    Ja, so stand es in dem Riester Informations PDF. Ich wollte es gerade mal zitieren, aber wenn ich es suche kommt nur ein Stockfoto von Amish People, die ein Haus bauen.


    In den Vertragsbedingungen, die ja jetzt dankenswerterweise als Mustervertrag auf der Wiederanlage Informationsseite steht, sind Wechselgebühren nicht aufgeführt, also können sie auch keine berechnen...

    Ich kann twar nichts zu deiner Anbieterauswahl beitragen, aber falls gestattet würde ich gerne anmerken das es in meinen Augen gür dich weniger wichtig ist einen Riester-Vertrag zu hanen als für amdere. Ich gehe mal davon aus das du im öffentlichen Dienst Angestellter bist (sonst hättest du vml. Beamter geschrieben). Dennoch kann ich aus eigener Erfahrung/Rechnerei (Bruder und Freundin) guten gewissens sagen das die Zusatzversorgungskassen im öffentlichen Dienst, zu einer ordentlichen Rente beitragen die zusammen mit der gesetzlichen Rente ein sicheres monatliches Einkommen bringen. Wenn man sich es zutraut ist dann meiner Meinung als ein drittes Produkt eine Riesterrente für eine monatliche Rente nur noch dann erforderlich wenn man unbedingt mehr sicheres monatliches Einkommen erwünscht oder wenn die Förderung wirklich atraktiv ist...
    Wie schon oben erwähnt wurde ist dein Grenzsteuersatz nicht so hoch das du besonders viel Steuerrückerstattung abgreifst und ohne Kinder auch keine Förderung bekommst die größer als deine Steuerrückerstattung ist.
    Also wäre meine Tendenz eher zu sagen Riester Geld stehen lassen und in Zukunft "frei" sparen...


    Aber wissen und entscheiden musst natürlich du!

    Wenn noch einer das letzte Portfolio hat was auf der Fair Seite Abgebildet war, der möge es bitte hier hochladen. Das könnte ich gut gebrauchen. Ich weiß nicht zu 100 ob meins das letzte war

    Das hier ist das letzte Depot von der Seite von Fairr im April 2020 runtergeladen nachdem bereits Sutor alles in Cash gesteckt hatte...


    Ich habe davor aber auch nicht alle, wer also welche hat, will mal sammeln und bin dankbar...

    Das ist alles gut und schön, mir geht es darum das man ja genau dieses Produkt damit beworben hat, das man nicht im Cash oder in Anleihen landet, wenn der Markt mal ein wenig mehr nach unten geht. Oder das man in Anleihen investiert. Das ist einfach eine Täuschung am Kunden der dieses Produkt abgeschlossen hat. Im Vertrag ist kein Cash vorgesehen. Da steht keine Silbe von Cash. Oder das 30 Jahre vor der Rente in Anleihen investiert wird. Für mich ist das ganz klar eine Verbraucher Täuschung! Selbst Finanz Tip hat sich davon blenden lassen! Es sind ja auch ganz plötzlich die alten Unterlagen auf der Fair Seite alle verschwunden. Daran sieht man ja das Spuren verwischt werden sollten. Auf der Fair Seite war das Port Folio genau abgebildet in das Investiert werden sollte.





    Da bin ich ja absolut bei dir! Ich versuche nur nachzuvollziehen warum es Community-Mitglieder gibt die in eine andere Richtung argumentieren und ob deren Argumente stichhaltig sind...



    Ich für meinen Teil unterscheide meine Kritik inzwischen nach:
    1. dem Umschichten aus Aktien - was sie sich ja vorbehalten haben, auch wenn ich es nicht gut finde.
    2. dem kompletten Verlassen der Assetklasse Aktien - was der Aussage "Anlage in Aktien und Anleihen" zuwiederhandelt.
    3. dem Abschaffen des Lebenszyklusses, wo auf einmal alle Kunden unabhängig von der Restlaufzeit gleich behandelt werden - der Lebenszyklus stand nirgendwo unter Vorbehalt und wurde immer als integraler Bestandteil der Strategie beschrieben.
    4. das Verlassen des Anlegen in Sondervermögen, ETF und "klassischen Fonds" und dafür gehen in Cash - das wurde sich sicherlich nirgendwo vorbehalten und war auch niemals Teil der Anlagestrategie, in meinen Augen das allerstärkste Argument für einen Vertragsbruch seitens Sutor. (Hierzu würde mich ja auch gaaanz stark die Einschätzung von @finanztip interessieren, ob das aus Sicht einer rechtlich gebildeten Person so in Ordnung geht oder nicht. Bisher habe ich zumindest auch nicht gelesen das @finanztip sagt das das gehen in Cash von den Vertragsbedingungen gedeckt ist!)



    Was das Thema "zunehmende Intransparenz" angeht bin ich auch seit langem schwer enttäuscht. Ich habe bereits 2016 mal den Chat als Kontaktmöglichkeit auf der Fairr Seite genutzt und hatte vorgeschlagen vergangene Strategieänderungen auf einem Zeitstrahl nachvollziehbar aufzubereiten. Antwort: "Super Idee, geb ich so mal weiter"
    Ein Jahr später als nichts passiert ist, habe ich dann mal angerufen und mal nachgefragt, wo dann erst die Aussage kam, das die Strategie schon immer so war. Nach "Rücksprache" , wurde mir dann mitgeteilt das tatsächlich schon mal die Portfoliozusammensetzung geändert wurde - ACH, sagen sie bloß... - , aber das das mich nicht zu interessieren brauche weil ja nur die Zukunft zählt....
    Ich habe noch ein physisches DINA4 Büchlein von denen aus 2016 glaube ich, ich fotografiere das die Tage mal ab falls es jemanden interessiert. Ich für meinen Teil habe beispielsweise die Screenshots nicht mehr die dort beispielsweise die Zusammensetzung des Depots Stand: 30.06.2015 zeigen... würde mich freuen falls wir das vielleicht austauschen oder vielleicht extra öffentlich zugänglich sammeln könnten.


    Das man gerade aktuell bei Fairr als Neukunde einen Vertrag abschließen kann ohne auf die einschneidende Problematik der abgeschafften Anlagestrategie informiert wird, finde ich auch echt ein Unding!
    Und auch wenn ich vorherige Beiträge inhaltlich wiederhole: Als Bestandskunde fühle ich mich auch miserabelst informiert und total im Regen stehen gelassen!

    Nein, eben nicht.
    Der Anbieter muss zu jederzeit das Garantie-Guthaben decken können.
    So steht es zumindest in den Regularien der BaFin.


    Das ist ja das Problem: Die Verluste bzw. die Differenz aus Garantie und aktuellem Wert, musste die Sutor aus Eigenkapital oder Differenzrücklagen decken.

    Bist du dir da sicher, gibt es dafür eine Quelle?


    Ich bin nicht so im IFRS drin und wenn die Bafin da bilanzierungstechnisch ein eigenes Süppchen kochet, erst recht nicht.
    Aber ich versuche mal meinen Gedankengang dazulegen:
    nach meinem Verständnis ist doch die Garantie der Beiträge zu Laufzeitende eine Eventualverbindlichkeit (sie wird nur dann schlagend wenn der Depotwert unter dem Wert dem Garantielevel liegt) und diese muss ich doch sowohl nach HGB und auch IAS nur dann bilanziell decken wenn ich (oder mein Wirtschaftsprüfer), eine Eintrittswahrscheinlichkeit von >50% annimmt.
    Ist das nach IFRS anders oder woher kommt die Vorgabe die Verbindlichkeit (unsere Beitragsgarantie) nicht zeitlich deckend (nur zum Laufzeitende) und um eine gewisse Eintritswahrscheinlichkeit "bereinigt" garantieren zu müssen?

    Ich habe mich nach meinem Studium als ich anfing Geld zu haben und dem großen Goldhype 2012/13 ab 2014 schon einmal mit der Frage XetraGold oder physisches Gold beschäftigt und hatte mal angefangen in Xetra Gold einen Sparplan laufen zu lassen. EuwaxGold war damals noch ganz neu und nicht besparbar und EuwaxGoldII gab es noch nicht.
    Ich habe Edelmetalle (hauptsächlich Gold) in einstelligen Prozenten in meinem Depot.


    Ich kann die aus Erfahrung sagen das ich EuwaxGoldII für das beste Produkt im Goldbereich halte, das es gibt.
    Die Spreads sind manchmal zehntel Prozeltpunkte größer aber Allem in Allem sehr vergleichbar mit XetraGold, das Gold ist physisch hinterlegt, also auch da und nicht nur auf dem Papier und im Vergleich zu physischem Gold auch ohne große Verluste handelbar.
    Vergleich doch mal was es kostet dir 31Gramm Gold physisch zu kaufen und dann brauchst du plötzlich das Geld und musst verkaufen... Im besten, allerbesten Fall hast du Kosten von 5%.
    Mit einem günstigen Broker in normalen Marktsituationen kommst du bei XetraGold und den beiden Euwax Produkten auf unter 1%.


    Die Verwahrkosten und die Auslieferung (ab 100g) von EuwaxGoldII ist im Spread includiert und läuft echt reibungslos. (Wie die Börse Stuttgart damit Geld verdienen kann ist mir ein Rätsel, aber eigentlich auch egal ;) )
    Ich würde Jedem der keine bestimmte Stückelung möchte sondern einfach physisches Gold haben möchte, sogar nahelegen EuwaxGoldII zu kaufen und sich dann sofort ausliefern zu lassen. Das ist bei allen Stichproben die ich in den letzten Jahren gemacht habe, günstiger als das Gold direkt zu kaufen. (in dem Beispiel für 100g - ich weiß, das ist nichts für jeden)


    Am Ende muss es jeder selber wissen, aber ich kann gerne mitteilen wie ich es handhabe: Ich habe noch ein paar Xetra Gold, die ich 2014 und 15 gekauft habe. Ich habe physisches Gold, physisch gekauft und welches von EuwaxGoldII ausgeliefert, aber das meiste meines Goldes liegt in EuwaxGoldII und soll auch da bleiben. Da ist es am flexibelsten, kostet mich nichts und liegt sicher verwahrt. Mit wenigen Knopfdrücken ist es verkauft, was ich auch kürzlich gemacht habe um den Goldanteil nicht zu groß werden zu lassen.
    Physisch kaufen würde ich außer ich würde etwas bestimmtes haben wollen (was ich nicht will) heute gar nicht mehr. Sondern ich würde EuwaxGoldII besparen und wenn ich was physisches in der Hand halten möchte, warten bis ich die 100g voll habe. (oder halt die paar Euro für einen kleiner Barren zahlen - was immer noch die günstigste Lösung ist).


    Ich hoffe ich konnte dir mit meinen Erfahrungen helfen!

    Lasst es uns doch mal konkret machen. Hier gibt es einige (auch ich) die Argumentieren in die Richtung das Fairr/Sutor vorschnell oder nicht im Kundeninteresse oder auch einfach nur falsch gehandelt hat. Andere wiederum versuchen zu erklären das Sutor, aufgrund der gegebenen Umstände, so gehandelt hat wie sie eben handeln mussten. (Ich hoffe ich simplifiziere die Aussagen von @Saidi,@Spacefly u.a. damit nicht zu sehr.)


    Was ich mich nun Frage: Wenn ein Kunde 30 oder auch 35 Jahre Restlaufzeit in seinem Vertrag hat und er erleidet mit seinen 100% Aktiendepot in Q1/2020 einen Verlust von 50% oder meinetwegen auch 70%, wie kann dann das Risiko für Sutor nicht mehr tragfähig gewesen sein bis zu Laufzeitende wieder bei 0% anzukommen? (In meinem Fall lag das garantierte Niveau ja auch noch unter dem Niveau von wo es anfing zu fallen, sodass ein 50% Verlust ja nur 40% unter Garantieniveau bedeutet.)


    Der Garantiegeber eines "Riestervertrages" muss doch den Kapitalerhalt ausschließlich zum Laufzeitende garantieren, oder gibt es da (mir nicht bekannte) Vorgaben das auch zwischenzeitlich, gewisse Verlustschwellen nicht gerissen werden dürfen?


    Heißt es nicht regelmäßig das mit einem breit diversifizierten, marktneutralen Aktienportfolio in der Vergangenheit nie Verluste gemacht werden konnten, wenn die Zeiträume nur hinreichend groß gewählt wurden. (Sutor strebte ja sogar an noch besser zu sein als marktneutral, durch den Versuch Faktorprämien einzustecken)
    Wie kann dann die Risikomodellierung von Sutor dann davon ausgehen das eine 0-Rendite zum Laufzeitende so weit entfernt ist, das sie die Risikotragfähigkeit von Sutor übersteigt? (War das Scenario so düster oder war die Risikotragfähigkeit so gering? - Ich denke wir entlohnen ja Sutor impliziet ja auch für, ein gewisses Risiko)


    Mit welchem Szenario muss Sutor denn gerechnet haben, das sich ein Depotwert in 30+ Jahren nicht wieder auf den Ausgangswert erholt?


    Falls Manchen, diese Fragen naiv, kurzsichtig oder unüberlegt erscheinen oder Anderen die Antworten auf meine Fragen für trivial halten, bitte ich das zu entschuldigen. Ich für meinen Teil denke lange und hart nach, komme allerdings (leider) selbst zu keinen befriedigenden Antworten.
    Das Einzige was ich mir zusammenreimen kann ist das es entweder aufsichtsrechtliche Verlustschwellen gibt von denen ich nichts weiß, Sutor nicht mehr an die Wissenschaftlichkeit der Geldanlage geglaubt hat oder das deren Risikomodelle Amok gelaufen haben und Amageddon vorhergesagt haben.
    Das Sutor keine Lust mehr auf das Geschäft mit Riesterfondsparplänen hat und so jetzt einfach alle vergrault wäre auch noch denkbar, aber das halte ich für unwarscheinlich.


    Von Allen die auf meine Fragen Antworten oder auch nur ein gewisses Insight haben, freue ich mich zu hören!

    @Towo: Ja, ich rechne ganz ähnlich, wobei man einerseits bedenken muss das es Jahre gibt (bei mir Studium) wo der Grenzsteuersatz niedriger ist (bei mir 3x 0%) und aber auch andererseits rentennahe Jahre hinzukommen, bei denen es im Extremfall nur ein Jahr dauert bis aus (laut deiner Rechnung) 100€ dann 124€ werden...
    Der Mittelwert wird laut meiner Simulation (Grenzsteuersatz in Rente 30%) aber auch in der Größenordnung deiner Berechnung liegen.
    Lohnen sollte sich das ja dadurch, das durch die niedrigen Kosten von Fairr und der Förderung, die Hürden einen Gewinn zu erzielen nicht allzu hoch lagen ;)


    @Referat Janders: Ja aber genau die Antwort auf die Frage ob "die steuerliche Verwendbarkeit der Beiträge die Nachteile der nachgelagerten Besteuerung aufwiegt" wird ja durch die Rechnung von @Towo beantwortet.


    @Saidi Hallo, obwohl ich vermutlich alle deiner Videos geschaut habe, hatte ich bis soeben nicht erwartet das die Kommunikation auch in die entgegengesetzte Richtung laufen kann - freut mich!
    Aber zur Sache: auch wenn ihr nicht zu schnellen Einschätzungen kommen möchtet, muss doch nach >8 Wochen "laufender Kommunikation" etwas erwähnenswertes rauskommen. Das man auf dieser Basis keine Einschätzung vornimmt:OK , aber einen Sachstandsbericht, damit sich der selbstständigere Teil der Finanztip Leser schon mal ein paar Gedanken machen kann, ist doch erwartbar.
    Und für eine Einschätzung ob Fairr oder Sutor sich bei diesem Vorgehen rechtlich etwas vorwerfen lassen müssen, bedarf es auch gar keiner Kommunikation mit Ihnen sondern die Konsultation einer juristisch vorgebildeten Person.


    Ich bin nicht juristisch vorgebildet, sondern lese als gemeiner Verbraucher das die Portfoliosteuerung über ein Lebenszyklusmodell läuft, das ab und an etwas angepasst werden kann und das größere Änderungen nur vorgenommen werden, falls sich ein "Paradigmenwechsel" abzeichnet. Von gehen in Cash oder der kompletten Abschaffung des Lebenszyklusmodells steht nirgendwo auch nur ein Wort.


    Habt ihr nicht, oder könnt ihr nicht, den aufsichtsrechtlichen Insight besorgen, der eine Einschätzung darüber vornimmt ob die Änderungen des Portfolios aufsichtsrechtlich geboten oder nicht waren. Fairr beruft sich ja auf aufsichtsrechtliche Vorgaben.
    Meine Einschätzung als Laie der sich die letzten Wochen im Homeoffice in dieses Thema eingelesen hat, ist, das es niemals zu einem Exodus aus riskanten Anlagen kommen muss, solange der Garantiegeber (Sutor) für die Verluste mit ihrem Eigenkapital bis zum Laufzeitende einstehen kann oder auch will. Ich denke das wir Kunden Sutor in guten Zeiten für dieses Binden von Eigenkapital entlohnen und das dann in schlechten Zeiten gesagt wird: "Pustekuchen, uns ist die Sache zu heiß".
    Eine Ernste Frage an finanztip: Ist es nicht so das es aufsichtsrechtlich keine Verlustschwellen gibt bei denen verkauft werden muss, solange Sutor bereit UND in der Lage ist die Garantie weiter zu stellen?
    Und heißt das dann (falls die Antwort JA lautet) nicht das Sutor entweder nicht in der Lage war oder eben nicht Willens war diese Garantie zu stellen?


    Das ich mich von Fair und Sutor bewust getäuscht sehe, Begründe ich darauf:
    1. das ein Lebenszyklusmodell sich dadurch auszeichnet das Kunden mit verschiedenen Restlaufzeiten unterschiedlich behandelt werden. Das es kein Lebenszyklusmodell mehr geben könnte, hat weder Fairr noch Sutor jemals erwähnt.
    2. das nirgends die Rede von Cash war, in das man vielleicht reingeht, sondern immer von einem Portfolio von passiv gemanagten Fonds die Rede war.
    3. das die Wissenschaftlichkeit der Geldanlage, links wie rechts, ob schriftlich, am Telefon oder persönlich immer hervorgehoben wurde und das dennoch soetwas wie Verlustbegrenzung durch Market Timeing gemacht wird, auch wenn man es nicht so nennt und "aufsichtsrechtliche" Gründe vorschiebt.
    (Vangauard fasst hier: https://www.vanguardfrance.fr/…research-note-0718-uk.pdf, das 1x1 des wissenschaftsbasierten Investierens gut zusammen und arbeitet eindrücklich heraus wie die Rendite leidet wenn die guten Tage ausgesetzt werden - und von denen hatten wir zuletzt einige)
    4. das die Kommunikation, wie in meinem vorherigen Beitrag bereits erwähnt, in meinen Augen jeder Beschreibung spottet. Ich erwarte von einem Unternehmen das sich für Transparenz rühmt, das es zu seinen Kunden geht "mea culpa" sagt und offen mitteilt wann, welche zwingenden Gründe dazu geführt haben das man so handeln musste wie man gehandelt hat. Abstrakt auf Corona, Volatilitäten und aufsichtsrechtliche Vorgaben zu verweisen ist kein Beweis für Transparenz sondern für "wir stellen mal ein paar Schlagworte in den Raum damit ihr Ruhe gebt".


    @Saidi: wie man sich bei der Gesamtheit dieser Gründe nicht getäuscht fühlen kann entzieht sich meiner Vorstellungsfähigkeit ;)

    Hallo,
    ich habe jetzt die letzten 2 Monate mir passiv diese Konversation hier angeschaut. Seither besteht das Problem der Reaktion von Sutor auf die Marktentwicklungen zu Beginn der Pandemie. Jetzt nach über 8 Wochen hat @Hermann Tenhagen es geschafft sich hier persönlich zu äußern. Ja, es gab die Rücknahme der Empfehlung und die Zusage einer Neubewertung des fairr Produkts sobald es absehbar ist wie es weitergeht, aber insgesamt ist das seitens Finanztip meiner Meinung nach VIEL zu wenig! Das man nicht innerhalb von Tagen mehr sagen kann außer die Empfehlung zurückzunehmen, leuchtet mit ein, aber inzwischen hätte ich mehr erwartet! Selbst wenn der erwähnte "Austausch" mit fairr bisher wohl nicht erhellend war, sollte man dennoch darüber, aufgrund Brisanz und Aktualität, regelmäßig und öffentlich berichten. Finanztip hat in meinen Augen eine Verantwortung bei Problemen einer seiner Empfehlungen, im Nachgang, engmaschig seinen Lesern Hilfe anzudienen.
    Selbst wenn es inzwischen (noch) keine Informationen über die Zukunft gibt, erwarte ich von Finanztip eine Einschätzung der Situation bezüglich den Fragen ob Sutor vertragsbrüchig wurde, ob Finanztip diese Entwicklung als Gefahr gesehen hat und ob Finanztip sich von fairr getäuscht fühlt. (Ich tue es!)


    Aber genug zu Finanztip, noch ein paar Worte zu fairr selber:
    Ich habe meinen 2007 abgeschlossenen Fondssparplan, weit im Plus zu fairr gewechselt. Nachdem ich zuvor schon damit geliebäugelt hatte, tat ich es zeitnah nachdem Finanztip seine Empfehlung aussprach.
    Mich faszinierte die Transparenz und Simplizität des Produktes. Die Simplizität ist weitestgehend erhalten geblieben, aber die Transparenz hat in meinen Augen über die Jahre bereits abgenommen (beispielsweise sind Änderungen des Portfolios rückblickend nicht mehr nachvollziehbar. Das Portfolio von 2014 sah auch vor Corona anders aus als jenes von 2019). Inzwischen ist die Kommunikation in der aktuellen Situation (Entschuldigung für die Aussage) unter aller Sau. Die Informationen die Bestandskunden erhalten haben sind ja bereits außerordentlich ausweichend und nichtssagend, aber das man als Neukunde auf der fairr Internetseite sich informieren und den Vertrag abschließen kann, ohne über die aktuelle Situation unterrichtet zu werden, beweist für mich das es mit der Transparenz seitens fairr nicht mehr allzu weit her ist! Das fairr+Sutor nun für die Verwaltung von Cash oder eines einfachen Renten-ETF Portfolios die selben Gebühren verlangen, wie zuvor als noch zumindest die Chance bestand, das man die Gebühr "verdienen" konnte, zeigt das nicht das Kundeninteresse, sondern die Interessen des Anbieters im Vordergrund stehen.


    Ich habe seit meinem 18. Geburtstag (2007) jedes Jahr die 2.100€ "vollgemacht" und habe nun da ich noch im Plus bin, eine signifikante Summe in diesem Vertrag liegen. Wie ich allerdings weitermachen soll weiß ich nicht. Ich zahle weiter jeden Monat meine 150€ in den Vertrag ein (bisher jedes Jahr 1x Zuzahlung auf z.Z. 1925€). Auch weil ich nicht weiß was ich sonst mit dem Geld machen soll, aber ob der Vertrag mich die nächsten 35 Jahre begleitet, kann ich nicht sagen. Nicht nur das es Stand heute, unklar ist wie es weitergeht in der Anlagepolitik, sondern, für mich vielleicht sogar wichtiger, ist das, das Vertrauen in die Geschäftspolitik von fairr und Sutor nachhaltig gestört ist!
    Bei meinem inzwischen 42% Grenzsteuersatz wäre es zwar schon erläuterungsbedürftig die Riester Förderung nicht "mitzunehmen", aber ob fairr mich mittelfristig als Kunden weiter verdient hat, kann ich nicht prognostizieren.


    Vielleicht könnten diejenigen die näher an der Materie sind, oder vielleicht sogar @finanztip selber mir meine Frage beantworten ob es nicht eventuell sinnvoll ist eher zeitnah zu wechseln, bevor durch die Absenkung des Höchstrechnungszinses, der garantierte Rentenfaktor eines neuen Vertrages weiter absinkt?
    Vielen Dank!