Beiträge von salty

    Mach genau die Rechnung, die Iglufant dir vorgerechnet hat und entscheide dann, was du machst. Wenn die Laufzeit lange genug ist, dann lohnt es trotz der herben Verluste jetzt zu kündigen und das Verbliebene selbst in einen ETF zu investieren. Zumindest rein finanziell.

    Die anderen Aspekte muss jeder für sich beurteilen.

    Danke für den Link.

    Finde der Herr kommt sehr arrogant rüber. Nach dem Motto, dass das alles vorhersehbar war, aber schuld sind natürlich die anderen (Sutor und Staat). Aber, wenn er vorher schon so schlau war, hat er dann wissentlich Kunden getäuscht?

    Er sagt, dass man auf Grund des Zinsumfelds in den letzten Jahren keine hohe Quote Risikokaptial mehr fahren konnte. Warum wurden denn dann noch bis zum Crash Verträge mit dem festen Lebenszyklusmodell und 100% Aktienquote verkauft?


    Echt ein Wahnsinn, dieses Produkt und diese Firma...

    Also wie man den Anbieter jetzt noch in Betracht ziehen kann ist und bleibt mir ein Rätsel...

    schädliche Kündigung ist der selbstgewählte schlechteste Auweg.

    Klassischer Fehler, dass man Verluste nicht realisieren will bzw. die Erwartungshaltung hat, dass diese Verluste wieder über das verlustreiche Vehikel auch ausgeglichen werden müssen. Letztlich geht's einfach nur darum: wo ist das verbleibende Kapital zum jetzigen Zeitpunkt erwartungsgemäß am besten investiert. Das kann man nicht so verallgemeinern, wie im zitierten Post dargestellt wird.

    In meinem Fall sind es noch 27 Jahre bis zum frühesten Renteneintritt. Bräuchte mit dem Restkapital nach steuer- und förderschädlicher Kündigung eine Rendite von 2,35% p.a., um nach 27 Jahren den Verlust rein geholt zu haben. Mit einer erwarteten Rendite von 5% wäre es nach "nur" 12 Jahren schon so weit. Einfach mal einen Fondsrechner bemühen!

    Abgesehen davon gibt's natürlich noch ein paar andere Für und Wider. Diese muss natürlich jeder für sich abwägen. Aber was rein die Performance betrifft, wird die Kündigung trotz Steuer- und Förderrückzahlung für die meisten vermutlich die bessere Lösung sein - je nach entstandenem Verlust und verbleibender Restlaufzeit.

    Meine Frau ist derzeit in Elternzeit. Für sie läuft der Vertrag natürlich mit 60 €/p.a. weiter. Gerade in der Elternzeit mit zwei Kindern sind alleine die Zulagen, die sie erhält, ein gigantischer Wertzuwachs. Ich kenne keine andere Anlage, die so sicher das investierte Kapital verzehnfacht.

    Wie genau verzehnfacht sich denn das Kapital? Habt ihr fünfeinhalb Kinder? ;) Anders komm ich nicht auf eine Verzehnfachung.

    Da fehlen einem die Worte. Wenn's nicht so traurig wäre, könnte man nur noch drüber lachen. Selbst die Aufstockung von zwei auf vier ETFs wurde zumindest mir nicht kommuniziert. Nun also noch ein fünfter?!
    Wofür dann der große Aufriss der Information am 13.06.? Wohlgemerkt einen Tag NACH Beginn der Wiederanlage...
    Das Ganze wird immer lächerlicher...

    Du hegst also immensen Groll und deine Reaktion ist einfach beitragsfrei stellen und liegen lassen?!


    Wie sieht's mit anderen Alternativen aus? Ombudsmann, BaFin, Anwalt? Wenn ich mich ungerecht behandelt fühle, dann versuche ich das per Mediator zu klären, aber gebe nicht einfach klein bei.

    Denke das ist ein Trugschluss. Genau dann werden sie NICHT wieder mehr Risiko fahren, denn für die aktuelle Differenz müssen die Rücklagen ja schon da sein - deswegen kam es ja zum Verkauf! Wenn man nun wieder mehr Risiko fahren würde, weil keiner mehr was einzahlt, dann bestünde auch die Gefahr, dass das Delta größer würde, als die Rücklagen...

    Aber dort gibt es keine 175 € Zulage und das sind ja alleine bei (2100 - 175 = 1925 € Eingeneinzahlungen) => 175 / 1925 * 100 = 9,09 % Förderung nur durch die Zulage.

    Was bringt dir die tolle Förderung, wenn dank miesem Rentenfaktor der erste Euro, den du nicht selbst investiert hast, mit Ende 80, Anfang 90 bei dir ankommt?

    Genau so ist das. Wie gesagt, Milchmädchenrechnung. Die Chance ist nicht gering, dass der Schuss völlig nach hinten los geht.


    @tom70794
    Ich sehe auch den Kern des Problems woanders: und zwar bei der Art und Weise, wie das Produkt angeboten wurde. Die Rahmenbedingungen standen vorab fest. Dann muss man das Produkt dementsprechend aufstellen, dass es die Versprechungen hält. Dass dann aber nach dem Verkauf im März auch noch kommuniziert wird, es sei kein Verlust realisiert worden - damit hält man seine Kunden schon für ganz schön doof.

    Die Mindestaktienquote beträgt doch seit der letzten Veröffentlichung 3%?!
    Ist aber auch egal.


    @tom70794
    Ich hatte es schon mal geschrieben. Das mit dem Rentenalter nach hinten schieben, das ist ein fauler Kompromiss, um die Aktienquote nach oben zu treiben. Keine Sorge, dass das funktioniert verstehen die etwas kritischeren Leute hier schon auch. Allerdings kann das nicht die Lösung sein. Damit kannst du dir nämlich selbst ein Problem schaffen, an dem dann nicht Fairr/Sutor schuld sind. Die Umschichtung in (vermeintlich) sicherere Anlagen verfolgt ja das Ziel, dass man bei einem Crash kurz vor der Rente nicht mehr den ganzen Weg nach unten mitnimmt. Wenn du nun aber in deinem Fall das Alter hoch gesetzt hast, in einem halben Jahr aber eigentlich das Kapital beziehen möchtest, dann würdest du einen Crash halt voll mitnehmen. Im Prinzip ist das einfach nur Bauernschläue. Es wird nur der (ach so tolle) Vorteil gesehen, dass man eine hohe Aktienquote hat. Dass damit aber auch mehr Risiko einher geht, das wird ausgeblendet. Im Prinzip ist das ziemliche Bauernschläue.
    Übrigens kann ich deine Gelassenheit über das Vorgehen im März nicht verstehen. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass du den Kern des Problems noch nicht realisiert hast.


    Grüße,
    salty