Beiträge von zf100

    Bei den folgenden Gedanken geht es mir nicht um eine moralische Bewertung, sonder vielmehr darum, zu hinterfragen, um die Thematik besser zu verstehen.


    Mich interessiert eure Meinung dazu, ob es für euch dabei einen Unterscheid macht, ob ihr dadurch Gewinne oder Verluste realisiert?


    Es gibt mindestens zwei Gründe (ohne das höchstwahrscheinlich ein Gestaltungsmissbrauch vorliegt), warum man Anteile verkauft und anschließend wieder zurück kauft, um


    1. Gewinne zu realisieren
    um evtl. Steuerfreibeträge – die staatlich angeboten werden – maximal auszunutzen zu können
    z. B. via Sparer-Pauschbetrag oder Grundfreibetrag
    Auch wenn der Vorgang unnötig erscheint, ist dieser unter Umständen nötig, um die Freibeträge zu erreichen


    2. Verluste zu realisieren
    um diese mit bestehenden Gewinnen verrechnen zu können – die Steuerschuld in diesem Jahr verringern zu können.
    Alternative wäre dazu:
    a) Verlust ohne anschließenden Rückkauf und in diesem Jahr verrechnen oder
    b) darüber hinausgehend ein Verlustvortrag** – was staatlich angeboten wird – zeitlich unbefristeter Vortrag
    ** Gilt analog z. B. auch für Verluste aus Selbständiger Arbeit oder Vermietung und Verpachtung)


    Wenn ich das richtig verstehe, ist genau das – zumindest in den USA – unter Umständen untersagt => Thema „Wash Sale“*


    –––
    * Ein Verkauf von Aktien oder anderen Wertpapieren wird als sogenannter „Wash Sale“ (Scheintransaktion) eingestuft, wenn ein Trader Aktien oder andere Wertpapiere zu einem Verlust verkauft und die gleichen oder äquivalente Aktien/Wertpapiere binnen einer Wash-Sale-Frist von 61 Tagen wieder erwirbt.
    Quelle

    Habe das bisher so verstanden, dass es sich nur auf Verlustverrechnungen bezieht:

    1. Bezieht sich das nur darauf, wenn man Verluste mit Gewinnen verrechnen möchte, um jährlich Steuern zu sparen und/oder


    Wo konnte man was lesen, was sich auf meine 2. Frage bezieht (Gewinnmaximierung)?



    Wie im anderen Thread geschrieben nimm im Zweifelsfall eine andere ISIN.

    Klar, allgemein ginge das.


    Ich habe mich für nur max. 3 spezielle aktive Aktienfonds entschieden, in die ich investieren möchte, die ich nicht ohne weiteres tauschen/ersetzen kann/möchte und mich interessiert die Thematik im Allgemeinen.

    Ja, den Pauschbetrag habe ich versehentlich vergessen.


    – K O R R E K T U R –

    1. NV


    Grundfreibetrag: 9.408 € / 0,7 = 13.440 €
    + Pauschbetrag: 801 € / 0,7 = 1.144 €
    + Sonderausgaben (nur Basis)**
    -------------------------------------------------
    = Steuerfreibetrag (max. steuerfreies Einkommen)
    ==================================================



    2. Steuererklärung


    Grundfreibetrag: 9.408 € / 0,7 = 13.440 €
    + Pauschbetrag: 801 € / 0,7 = 1.144 €

    + Sonderausgaben (nur Basis)**

    Unterschied zu NV
    + Sonderausgaben (Sonstige)**
    -------------------------------------------------
    = Steuerfreibetrag (max. steuerfreies Einkommen)
    =================================================


    ___
    * Erhöhung des Freibetrags durch TFS-Anrechnung bei Gewinnen ausschließlich aus Aktienfonds
    ** Siehe Grafik: Verkauf und Rückkauf Aktien/Fondsanteile - Geldanlage - Finanztip Community

    MMn ja bezogen auf den Grundfreibetrag.

    Meinst du damit, dass das nicht bei einer NV möglich ist, sondern nur über die Steuererklärung:


    1. NV
    Grundfreibetrag
    + Sonderausgaben (nur Basis, s. u.)
    = max. steuerfreies Einkommen


    2. Steuererklärung
    Grundfreibetrag
    + Erhöhung durch TFS-Anrechnung
    + Sonderausgaben (Basis + Sonstige, s. u.)
    = max. steuerfreies Einkommen


    Durch Pauschbetrag und Sonderausgaben höher.

    [Blockierte Grafik: https://i.imgur.com/YqBRHp0.png]

    Aktien/Fonds: Verkauf und Rückkauf am selben Tag – Gestaltungsmissbrauch ja oder nein?


    Fragen:
    1. Bezieht sich das nur darauf, wenn man Verluste mit Gewinnen verrechnen möchte, um jährlich Steuern zu sparen und/oder
    2. Auf die maximale Ausnutzung des a) Pauschbetrags, der b) NV bzw. des c) Grundfreibetrags, um maximale Gewinne jährlich steuerfrei zu realisieren
    3. Oder auf beides?
    4. Gibt es dazu eine verbindliche praktische Handhabe bzw. ein eindeutige und aktuelle Rechtssprechung?


    Quelle / Urteile:
    https://www.haufe.de/personal/…sk_PI42323_HI2239102.html
    https://www.steuer-schutzbrief…estaltungsmissbrauch.html
    https://www.wertpapier-forum.d…ieren-am-ende-des-jahres/

    Das bedeutet dann, dass ich jedes Jahr einen Gewinn von 1.144 € (statt 801 €) steuerfrei realisieren kann:
    1.144 € x 0,7 (TFS)
    = 800,80 € Steuerschuld < 801 Pauschbetrag

    > 1.440 € Gewinn steuerfrei, jedes Jahr


    – O D E R –


    Gewinn durch Verkauf/Rückkauf mit NV bzw. unterhalb des Grundfreibetrags von 9.408 € (2020):
    70% (TFS) => 9.408 €
    100% => x €


    9.408 € / 0,7
    = 13.440 € Gewinn max. steuerfrei, jedes Jahr

    R I C H T I G ?

    Danke, hat mir geholfen, es besser zu verstehen



    1. Jahr / AUSGANG
    10.000 Anfangswert
    +801 +WST
    10.801
    -801 V
    10.000
    +801 K


    2. Jahr
    10.801
    -801 V
    10.000
    +801 K
    10.801
    +801 +WST


    3. Jahr
    11.602
    -801 V
    10.801
    +801 K
    11.602
    +801 +WST


    4. Jahr
    12.403
    - 801 V
    11.602
    + 801 K
    12.403
    +801 +WST


    5. Jahr
    13.204
    -801 V
    12.403
    + 801 K
    13.204
    +801 +WST


    6. Jahr
    14.005
    -801 V
    13.204
    + 801 K
    14.005
    +801 +WST


    7. Jahr
    14.806
    -801 V
    14.005
    + 801 K
    14.806
    +801 +WST


    8. Jahr
    15.607
    -801 V
    14.806
    + 801 K
    15.607
    +801 +WST


    9. Jahr
    16.408
    -801 V
    15.607
    + 801 K
    16.408
    +801 +WST


    10. Jahr
    17.209
    -801 V
    16.408
    + 801 K
    17.209


    20.000 Schlusswert (bei endgültigem Verkauf; 100% Wertsteigerung über 10 Jahre)
    - 17.209 Anschaffungswert (nach 10 Jahren)
    = 2.791 Differenz


    - 801 Pauschbetrag
    = 1.990 Gewinn vor Steuer


    - 516 AbgSt. 26,375 % x 0,7 (TLS)
    = 2.275 AUSZAHLUNG


    Alternativ
    [Blockierte Grafik: https://i.imgur.com/eaK5qrq.png]

    Wie gesagt bestehen diese Möglichkeiten.

    Versuche hier die sinnvollste/realistische für mich herauszufinden, was wäre deine Wahl? Habe noch einer 4. Möglichkeit angefügt, s.u.


    Besitze keine NV und wollte auch keine NV beantragen. Mein (noch) StB hat mir davon abgeraten, weil meine Einkünfte eher schwanken könnten auch wenn sie noch im steuerfreien Bereich lägen, wäre eher für Studenten und Rentner gedacht, ganz verstanden habe ich dieses Argument nicht wirklich.


    Unabhängig davon denke ich, dass ich ohne NV zusätzlich mehr steuerlich geltend machen kann, wie z.B. sonstige Vorsorgeaufwendungen (s. Post #01), um den Grundfreibetrag dadurch noch zusätzlich zu erhöhen. Außerdem kann ich weiterhin Aktien Quellensteuer mit Aktiengewinnen verrechnen lassen und Verlustvorträge realisieren, falls nötig. Dem gegenüber könnten die Kosten für den StB stehen, werde meine ESt.-Erklärung dafür selber machen.


    Oben ist ein Rechenfehler mit den Tranchen.

    Danke, á 50 T€


    Wenn keine NV fehlt die Liquidität vom Termin Ausschüttung bzw. Kauf / Rückkauf bis zur Steuerrückzahlung, was ja mehr als 18 Monate sein kann.

    Daran habe ich bisher nicht gedacht, gut, dass du es sagst – vielen Dank!


    Wenn ich es richtig verstehe, könnte dies wie folgt funktionieren:


    Dividenden:
    In meiner Rechnungen waren das max. 1.000 € Steuern


    Kauf/Rückkauf: Aufs Jahresende zu verlegen dürfte eher schwierig werden, um die gewünschten Gewinne zu realisieren
    In meiner Rechnung waren das max. 7.500 € Gewinn, die zu versteuern wären:
    7.500 x 26,375 % x 0,7 (TLS)
    = 1.385 € Steuern


    Diesen Betrag könnte und müsste ich noch aus meinem Privatvermögen vorschießen/überbrücken



    Denkbar wäre noch
    Möglichkeit #04: nur (b) + Kauf/Rückkauf


    Wertsteigerung (b):
    200 T€ (10 % p.a.)


    Kauf/Rückkauf (einmal oder mehrmals):
    10.000 € Grundfreibetrag
    -10.000 € Kauf/Rückkauf z. B. Fondsanteile im Wert von 200 T€ mit 5% Gewinn
    - 135 € ca., Vorabpauschale bei 10.000 € Wertsteigerung*
    = - 135 € -> über ESt.-Erstattung der Pos.*
    = 0 € / bis Grundfreibetrag steuerfrei (nach ESt.-Erklärung)


    Hierbei müsste ich aus meinem Privatvermögen vorschießen/überbrücken:
    135 € Vorabpauschale
    + 1.847 € auf Gewinn Kauf/Verkauf: 10.000 x 26,375 % x 0,7 (TLS)
    = 1.982 € Steuern

    Aus dem Post wird mir nicht klar worum es bei der Anlageidee geht. Ich lese es so, dass nicht die Entnahme aus dem Kapitalvermögen das Thema ist sondern die Maximierung der Steuerersparnis.

    Ja, richtig – von meinem bereits versteuertem Privatvermögen kann ich eine Zeit lang ausschließlich leben.


    Meine konkrete Überlegung ist folgende:
    Gesamtanlage von 200 T€
    - verteilt auf 4 Tranchen á 25 T€
    - über ca. 6 Monate verteilt


    Fonds-Art:
    (a) Ausschütter und/oder**
    (b) Thesaurier
    mit TLS: jeweils 30%


    ** Flexibler: Je nach Wertsteigerung (bzgl. Kauf/Rückkauf) können dennoch minimale Dividenden steuerfrei bezogen werden
    - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


    Alle Werte ungefähr



    Möglichkeit #01: nur (a)
    - 200 T€ (2 - 3% Dividenden)
    - Dividendenzahlung: 4.000 - 6.000 € steuerfrei
    Grundfreibetrag nicht ausgenutzt:
    ca. 4.000 - 6.000 € (Grundfreibetrag - Dividendenzahlung)



    Möglichkeit #02: nur (a) + Kauf/Rückkauf
    Dividende (a):
    - 200 T€ (2 -3 % Dividenden)
    - Dividendenzahlung: 5.000 € steuerfrei
    - Grundfreibetrag nicht ausgenutzt: 5.000 € (Grundfreibetrag - Dividendenzahlung)


    Kauf/Rückkauf (einmal oder mehrmals):
    10.000 € Grundfreibetrag
    - 5.000 € Dividendenzahlung
    - 5.000 € Kauf/Rückkauf z. B. Fondsanteile im Wert von 100 T€ mit 5% Gewinn
    - 1.000 € ca., Steuer auf Ausschüttung bei 5.000 € Dividende*
    = - 1.000 € -> über ESt.-Erstattung der Pos.*
    = 0 € / bis Grundfreibetrag steuerfrei (nach ESt.-Erklärung)



    Möglichkeit #03: (a) und (b) + Kauf/Rückkauf
    Dividende (a):
    - 100 T€ (2 -3 % Dividenden)
    - Dividendenzahlung: 2.500 € steuerfrei
    - Grundfreibetrag nicht ausgenutzt: 7.500 € (Grundfreibetrag - Dividendenzahlung)


    Wertsteigerung (b):
    - 100 T€ (7 - 8 % p.a.)


    Kauf/Rückkauf (einmal oder mehrmals):
    10.000 € Grundfreibetrag
    - 2.500 € Dividendenzahlung
    - 7.500 € Kauf/Rückkauf z. B. Fondsanteile im Wert von 100 T€ mit 7,5% Gewinn
    - 200 € ca., Vorabpauschale bei 7.500 € Wertsteigerung*
    = - 200 € -> über ESt.-Erstattung der Pos.*
    = 0 € / bis Grundfreibetrag steuerfrei (nach ESt.-Erklärung)



    Alle Dividendenzahlungen könnten dem Fonds/den Fonds wieder zufließen


    1. Als reguläre Wiederanlage oder
    2. Im Rahmen der Käufe/Rückkäufe als zusätzliches finanzielles Mittel

    @Kater.Ka

    Mir war nicht klar, dass man bei mehrmaligem Kauf/Rückkauf einer Aktie oder eines Fonds die dadurch bereits entstandene Steuerlast auf die Gesamtsteuerlast angerechnet wird. Die Steuerzahlungen werden sozusagen „gesammelt“ und zum Schluss verrechnet. D. h., dass wenn ich auch eine Aktienposition mehrfach Kaufe/Rückkaufe (unterstellt werden max. jeweils mit 801 € Gewinn) kann dies meine Gesamtsteuerschuld bis auf 0 € reduzieren?

    Was ich bei der Art der Steuersparung nicht wirklich verstehe, ist, dass einerseits die jeweiligen Teilverkäufe/Teilrückkäufe zusammen jeweils einen neuen Anschaffungsvorgang (mit Anschaffungskosten und -wert) darstellen und andererseits aber beim endgültigen Gesamtverkauf aller Fondsanteile trotzdem angerechnet werden können, so dass die vorher gezahlten/abgegoltenen Steuern verrechnet werden können und nicht die volle KAPST auf den Gewinn fällig wird.


    Hätte gedacht, dass die vorherigen Anschaffungsvorgänge keinen zusätzlichen mehr Einfluss hätten, sprich steuerfreier Pauschbetrag + zusätzlich noch am Ende deren Anrechnung auf die Versteuerung des Gesamtgewinns.


    Bezieht sich auf die Rechnung von obern, Pos. 7: Verkauf und Rückkauf Aktien/Fondsanteile - Geldanlage - Finanztip Community

    Ich hatte Dich soweit schon verstanden, wollte Deine Blick dahingehend schärfen, dass dieses "nichts Neues" zwar Deine Sicht ist, steuerlich aber etwas Neues ist, nämlich eben ein neuer Anschaffungsvorgang. Aus dem kann wieder Gewinn aber auch Verlust werden.

    Stimme dir zu. Werde nur stutzig, wenn man relativ einfach Steuern sparen kann, in dem sie erst gar nicht anfallen.


    Ich werde ab nächstem Jahr ausschließlich Kapitalerträge beziehen, deswegen meine Gedanken, wie ich dass steuerlich bestmöglich planen kann. Dazu habe ich hier meine Ideen verfasst – würde mich über deine Einschätzung (auch dazu) freuen:


    Bitte um Feedback zur Anlageidee - Geldanlage - Finanztip Community

    Auf die Anschaffungskosten bin ich erst durch dich zum Thema „Kauf/Rückkauf“ gekommen, also wie das im Depot funktioniert. Es muss ja hinterlegt sein, dass man für einen Teil des Fonds bereits steuern gezahlt hat bzw. abgegolten wurden. Steuerlich fürs FA relevant bleibt die Steuerbescheinigung. Die Käufe und Verkäufe sind ja zusätzlich im Depot dokumentiert.


    Mir war nicht klar, dass man bei mehrmaligem Kauf/Rückkauf einer Aktie oder eines Fonds die dadurch bereits entstandene Steuerlast auf die Gesamtsteuerlast angerechnet wird. Die Steuerzahlungen werden sozusagen „gesammelt“ und zum Schluss verrechnet. D. h., dass wenn ich auch eine Aktienposition mehrfach Kauf/eRückkaufe (jeweils mit 801 € Gewinn) mindert dies meine Gesamtsteuerschuld bis theoretisch auf 0 €?


    Um bei deinem Beispiel zu bleiben, es macht ja einen Unterschied, Anschaffungen, die an erst im neuen Jahr braucht, doch noch aus steuerlichen Gründen im alten Jahr zu kaufen – es kommt ja was reell Neues hinzu, unabhängig ob jetzt im alten oder im neuen Jahr.


    Bei Fonds Kauf/Rückkauf kommt streng genommen reell nichts Neues dazu, es wird eher etwas ersetzt, deswegen meinte ich „Bauerntrick“. Ich habe damit bisher keine praktische Erfahrung gesammelt, es klingt halt fast schon zu einfach, um steuern zu sparen.

    Bitte um euer Feedback, Anregungen und Erfahrungen zu meinen bisherigen Überlegungen – vielen Dank.


    Ab 2020 beziehe ich (vorerst) nur noch Einkünfte aus Kapitalvermögen.


    Ist werde unter dem Grundfreibetrag bleiben und weitere Sonderausgaben geltend machen können, um den Steuerfreibetrag zu erweitern, falls dem gegenüber genügend verrechenbare Einkünfte stehen werden.
    [Blockierte Grafik: https://i.imgur.com/YqBRHp0.png]



    Meine Idee
    Passive Anlage in Fonds – eine Mischung aus:
    (a) Ausschüttend
    (b) Thesaurierend


    (a) Erwartete Dividende/Jahr: Ø 2 - 3 % Ausschüttungsquote
    Um selbst in Jahren in denen der Fonds keine Gewinne macht, wenn auch nur gering Dividendenzahlungen steuerfrei zu erhalten – dieser könnte direkt wieder im selben Fonds angelegt werden. Falls wider erwartend die Dividenden aufgrund des Fondswert den Grundfreibetrag übersteigen sollten, könnte die Wiederanlage der Dividendenzahlungen statt dessen in (b) investiert werden, damit der Fonds nicht weiter künstlich wächst. Ggfs. wären auch steuerfreie Teilverkäufe möglich, diese könnten ebenfalls in (b) fließen.


    (b) Erwartete Wertsteigerung/Jahr: Ø 7 - 8 %


    (a) und/oder (b) Gewinn durch Verkauf und Rückkauf:
    Um nicht ausschließlich auf den Dividendenzufluss angewiesen zu sein, können Teile oder der gesamte Fonds verkauft und anschließend wieder gekauft werden, in Höhe der Differenz der Dividendenzahlung und des Grundfreibetrags, um den steuerfreien Betrag bestmöglich nutzen zu können.


    Beispiel (fiktive Werte)*
    ~ 10.000 € Grundfreibetrag (+ ggfs. Sonderausgaben)
    - 3.000 € Dividendenzahlungen/Jahr
    ---------------------------------------------------
    = 7.000 € Gewinn durch Verkauf und Rückkauf/Jahr
    ====================================================

    * Zahlung von Vorabpauschalen müssen noch berücksichtigt werden

    – Vorherige Antwort bitte ignorieren
    bereits um Löschung gebeten


    Das Beispiel ist sehr theoretisch, b soweit erkennbar korrekt, bei a ist der zu versteuernde Gewinn am Ende mMn die rund 2.800 €, was zu rund 700 € Steuern führt. Gesamt wäre die (Gewinn-)Auszahlung 10.000 - 700 = 9.300 €.

    Ja, wollte erst einmal sehen, ob ich das Prinzip des Steuervorteils verstanden habe.


    BTW: Warum ist das eigentlich legal? Klingt mit meinem Wissenstand wie eine Art Bauerntrick: Verkauf und direkter Rückkauf, zumindest ohne weitere Einschränkungen seitens des FA, wie Zeit dazwischen, Umfang etc.?


    Habe meine Rechnung korrigiert:
    [Blockierte Grafik: https://i.imgur.com/00GvbMN.png]



    Was genau ist jetzt wichtig an den Anschaffungsdaten
    a) Bei einem Depotübertrag kann nur so der korrekte Anschaffungswert an das neue Depot übertragen werden. Spielt der Anschaffungswert auch eine direkte Rolle ohne einen Depotübertrag bzw. übertragene Einzelpositionen?

    Bei der Bank ist jeder Vorgang gespeichert, also wann wieviele Stücke zu welchem Preis mit welchen Transaktionskosten gekauft wurden. Nach Verkauf der Stücke eines Vorgangs wird dieser Vorgang wieder gelöscht und der Neukauf ist ein neuer Vorgang. Deswegen ist ja bei Depotwechsel der Übertrag der Anschaffungsdaten so wichtig.

    b) Damit die die Bank/Depot die Kursgewinn genau berechnen kann (inkl. TAK und Spesen) – dies geschieht im Hintergrund oder ist das in erste Linie wichtig, um zu wissen, wann und wieviel Steuer bereits auf einen Fonds gezahlt wurde, um den unten beschrieben Steuervorteil nachzuvollziehen?


    c) D. h. dann, der Anschaffungswert bleibt für immer gespeichert – Kurwerte hingegen werden nach einer angeschlossen Vorgang (Kauf + Verkauf) gelöscht?

    Wenn ich das richtig verstehe, steht der Anschaffungswert (der aus den Anschaffungsdaten hervorgeht) dem Kurswert gegenüber?


    Kurswert
    = Wert des Wertpapiers zum Zeitpunkt des Kaufs/Verkaufs


    Anschaffungswert
    = Kurswert s.o. + Transaktionskosten & sonstigen Spesen
    Dieser wird beim Depotübertrag ausgewiesen und je nach Depot-Anbieter auch bei regulärem Handel dem Kunden angezeigt


    Bekomme da nicht dem Zusammenhang zwischen Anschaffungsdaten und dass ich bei Verkauf und wieder Rückkauf:


    Beispiel:
    - Anlagedauer: 10 Jahre
    - Jedes Jahr verkaufe ich 1x einen bestimmten Teil meines Fonds (der max. 801 € Gewinn einbringt) und schließend kaufe ich den gleichen Teil zu einem leicht unterschiedlichen Kurs zurück
    - 9 x 801 € = 7.209 € (steuerfrei)
    - im 10. Jahr verkaufe ich den gesamten Fonds endgültig, aufgrund der guten Entwicklung mit 100% Kurssteigerung


    Sind die Beispiele korrekt?


    a) Mit Verkauf/Rückkauf
    Anfangswert 10.000 €
    Schlusswert 20.000 €
    = Gewinn 10.000 €
    - KAPST 2.500 € (zzgl. Soli/Ki)
    ./. Steuer 7.209 € maximal (hier: 2.500 €)
    _____________________
    = Auszahlung 10.000
    =====================


    b) Ohne Verkauf/Rückkauf
    Anfangswert 10.000 €
    Schlusswert 20.000 €
    = Gewinn 10.000 €
    - KAPST 2.500 € (zzgl. Soli/Ki)
    ./. Steuer 0 € maximal
    _____________________
    = Auszahlung 7.500
    =====================

    @BSHKunde & @Kater.Ka Stimmt natürlich, danke für den Hinweis.


    Stimmt natürlich, danke für den Hinweis.


    – KORRIGIERTES BEISPIEL –
    mit Gewinnerzielung



    – FiFo Beispiel –

    A) KAUF
    #01 1.1.2015 | Kurs 10 € | 100 Anteile | Wert: 1.000 €
    #02 1.1.2016 | Kurs 8 € | 100 Anteile | Wert: 800 €
    #03 1.1.2017 | Kurs 12 € | 100 Anteile | Wert: 1.200 €
    #04 1.1.2018 | Kurs 10 € | 100 Anteile | Wert: 1.000 €
    #05 1.1.2019 | Kur 8 € | 100
    Anteile | Wert: 800 €
    ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
    GESAMT Wert: 4.800 €
    ======================================================


    B) TEILVERKAUF
    #01 1.1.2020 | Kurs 12 € | 250 Anteile | Wert: 3.000 €


    Berücksichtigung
    #01 1.1.2015 | Kurs 10 € | 100 Anteile | Wert: 1.000 €
    #02 1.1.2016 | Kurs 8 € | 100 Anteile | Wert: 600 €
    #03 1.1.2017 | Kurs 12 € | 50 Anteile | Wert: 600 € (anteilig)
    ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––
    GESAMT Wert: 2.400 €
    ======================================================


    C) GEWINNBERECHNUNG
    Verkaufswert 3.000 €
    - Kaufwert 2.400 €
    –––––––––––––––––––––––

    = GEWINN 600 € zu versteuern bzw. Pauschbetrag)
    =======================

    Meinst du damit die jeweilige Wertpapierabrechnung (Kauf und Verkauf) in der Postbox?


    Was mir dabei noch nicht ganz klar ist, wieso beim endgültigen bzw. erneuten Verkauf mit Gewinn nicht erneut KAP-Steuer anfällt?


    Außerdem müsste das auch für FiFo berücksichtigt werden, richtig?