Beiträge von rexlouis

    @Kater.Ka


    Super, nochmals vielen Dank für die Antworten! :-)


    Zwei kurze Nachfragen noch:


    1.
    Wenn ich bei Smartbroker über Gettex kostenlos handeln kann, ist es ja sinnvoll, das zu tun, wenn der Kurs stimmt?
    Oder gibt es Gebühren, die dann zusätzlich dazukommen?


    2.
    Gibt es eigentlich einen Kosten-Nutzen durch einen Sparplan?
    Wenn ich jeden Monat nicht automatisch, sondern "analog" ETFs zukaufe - und das auch noch bestenfalls über Smartbroker/Gettex - bezahle ich ja keine Gebühren und bin flexibler, was und wie viel ich kaufe?
    Abgesehen von der Bequemlichkeit, dass der Zukauf automatisch für mich erledigt wird, habe ich doch nix von einen Sparplan? Oder?



    Danke!

    @ Kater.Ka


    https://community.finanztip.de/benutzer/2312?DANKE DIR! :-)


    Scheinbar habe ich wirklich nur die Spreads abseits der Handelszeiten gesehen.
    Mein ursprünglicher Favorit, der thesaurierende iShares ETF A0RPWH, hat tatsächlich gerade folgende Spreads bei den erwähnten Börsen:


    Gettex: Geld 53,27 --> Brief 53,27
    L&S: Geld 53,26 --> Brief 53,28
    Tradegate: Geld 53,25 --> Brief 53,26


    :-)


    Wobei es bei L&S "nur" ein paar hundert ETFs zu kaufen gibt, bei den anderen Börsen ein paar Tausend.


    Folglich wäre es doch total sinnvoll, bei einem solchen Spread thesaurierend zu investieren und in Dezemberwoche so zu verkaufen und wieder zu kaufen, dass die 801€ optimal verwertet werden...


    Wenn ich dich richtig verstehe, kann ich ETFs über Gettex kaufen und die selben über Tradegate verkaufen? Dann ist der Spread doch egal?


    In meinem Beispiel oben würde ich - wenn man mal die Brokergebühr beiseite lässt - bei Tradegate kaufen, weil hier der Briefkurs am billigsten ist. Und wenn ich anschließend und nach meinem Beispiel wieder verkaufe, verkaufe ich bei Gettex, weil hier der Geldkurs als höchsten ist?


    Wenn ich allerdings bedenke, dass ich bei Trade Republik "nur" iShares über L&S handeln kann, ist Smartbroker ja deutlich besser?
    Und wenn ich auch noch bei Smartbroker über Gettex handeln würde, kostet mich das ja auch keine zusätzlichen Gebühren? Gerade zumindest?


    Danke nochmals!


    P.S. Habe ich mich schon für meine naiven Fragen entschuldigt? ;-)

    Guten Morgen @Kater.Ka und Florian36.




    Erst einmal:


    VIELEN DANK für diese ausführlichen Antworten und Meinungen. Ich habe gar nicht erwartet, so tiefe Ansichten zu bekommen und – als mittlerweile doch Mitt-30er-Grünschnabel – so nett aufgenommen zu werden. Das spricht für euch und die Community.




    Ich habe mir alle Antworten durchgelesen – auch jene, die ich nur mühsam verstanden habe, weil – wie gesagt – ich völlig neu in der Thematik drin bin und manche für andere selbstverständliche Themen für mich komplettes Neuland sind.




    Mit ein paar Nachfragen muss ich euch doch noch belästigen, vor allem zu den steuerlichen Aspekten von entweder den einen oder den anderen ETF.




    Zuallererst:


    Wenn man die Psychologie mal beiseitelässt und die Meinung vertritt, besser jetzt ETFs zu kaufen als später – natürlich immer mit dem Hintergedanken einer Langfristigkeit – war ich bisher überzeugt, auf einen Schlag zirka 30.000€ zu ETFs zu machen. Diese doch für mich hohe Summe lässt mich vorsichtig sein beziehungsweise euch solche Grundlagen-Fragen stellen.


    Ich habe vernommen, dass neben dem thesaurierenden iShares Core (A0RPWH) auch der thesaurierende FTSE all-World (A2PKXG) spannend ist.


    Und, dass ich eher einen thesaurierenden statt einen ausschüttenden ETF nehmen soll und am Ende des Jahres den Freibetrag durch einen Gewinnverkauf ausreizen soll.




    Dazu nun noch ein paar Nachfragen:




    1.


    Der Spread interessiert mich, allerdings weiß ich nicht, weshalb dieser beim Kauf so entscheidend ist. Nehmen wir mal das Beispiel A2PKXG; hier ist der Spread wie folgt:


    Tradegate: Geld 72,21 à Brief 72,83


    L&S: Geld 72,19 à Brief 73,42


    Gettex: Geld 72,12 à Brief 72,50


    Muss mich der Spread bereits beim Kauf interessieren? Oder ist hier nicht viel wichtiger, wie hoch der Briefwert ist?


    Klar – wenn ich bei Gettex kaufe und gleich wieder verkaufe, mache ich es besser mit dem geringeren Spread als wenn meine bei Tradegate gekauften ETFs dann schlagartig alle im Verhältnis weniger wert sind. Oder?


    Aber ist dieser Spread fest? Also wenn ich meine ETFs 15 Jahre behalten wollen würde, ist dann in 15 Jahren der Spread immer noch proportional gleich hoch oder ist es in dem Fall egal?




    2.


    Warum ist ein thesaurierender ETF in steuerlicher Hinsicht besser als einer, der ausschüttet?


    Wenn ich das überschlage und (grob) annehme, dass ich am 01.07.2020 für 30.000€ schätzungsweise 400 thesaurierende ETFs kaufe und diese zum Jahresende eine Wertsteigerung von – sagen wir mal – 2,5% gemacht haben. Heißt also, dass meine ETFs im Dezember 30.750€ Wert sind, ich einen noch nicht ausgeschütteten Gewinn von 750€ gemacht habe. Möchte ich die kompletten 750€ mit meinem Freibetrag für 2020 verrechnen, müsste ich in diesem Fall in der letzten Dezemberwoche alle 400 ETFs wieder verkaufen, mir den Gewinn von 750€ ausschütten, darauf den bei SB definierten Freibetrag in Anspruch nehmen und schließlich für 30.750€ (, was dann bereits versteuertes Vermögen ist) wieder die ETFs zurückkaufen. Gibt das Sinn?


    Beispielsweise bei SB und Tradegate ist der Spread des A2PKXG gerade 62 Cent. Heißt doch mehr oder weniger, dass ich – wenn ich verkaufe und gleich wieder kaufe – einen „Verlust“ von 62 Cent pro ETF mache – was bei angenommenen 400 ETFs ja 248€ wäre…?


    Das lohnt sich dann doch nicht, wenn ich „nur“ den Freibetrag von 750€ x 25% erhalten möchte?
    Oder habe ich da was falsch verstanden?




    3.


    Dazu eine Alternative:


    Ich könnte doch auch den ausschüttenden ETF A1JX52 (also das ausschüttende Pendant zum A2PKXG) nehmen? Dann muss ich die 400 ETFs am Jahresende nicht mit Spreadverlust verkaufen, sondern kann einfach den ausgeschütteten Gewinn – dann durch Freibetrag bereits versteuert – wieder in ETFs anlegen?


    Wenn ich dies dann über SB und Gettex laufen lasse, bezahle ich sogar gar keine Gebühren?


    Zusätzlich dazu einen Sparplan auf den A1JX52 machen, so dass der Gewinn immer versteuert wird. Es ist ja schwer vorauszusehen, wie der jährliche Kursgewinn ausfallen wird, aber wenn ich irgendwann bemerken sollte, dass auch – sagen wir mal – 200 ETFs auf den A1JX52 ausreichen, zumindest den Freibetrag auszuschöpfen, kann man dann ja immer noch mit dem ganzen Rest in einen zweiten thesaurierenden ETF gehen, der ja insgesamt interessanter ist, weil der Gewinn erst bei Verkauf versteuert werden muss und somit den Zinsenszins-Effekt besser ausnutzt?


    Oder irre ich mich da?


    Vielleicht gibt es auch sonstige Gründe, die einen thesaurierenden ETF wesentlich besser als einen ausschüttenden machen?




    4.


    Es beschäftigt mich auch noch, über welche Börse ich handeln soll.


    Wenn ich mich auf den A2PKXG oder den A1JX52 konzentriere, kann ich ja nicht über TR gehen, sondern muss SB bemühen, weil es bei TR gar nicht beide ETFs zu kaufen gibt.


    Und bei SB wäre Gettex für 0€ natürlich am besten, obgleich ich mein Investment auch nicht auf den letzten Euro runterbrechen möchte (4€ statt 0€ bringen mich ja nicht um)…


    Aber generell ist es egal, ob Tradegate oder Gettex? Oder sind bei Gettex andere Nachteile?


    Bei Gettex sehe ich gerade, dass 300 Stück zur Verfügung stehen. Könnte ich dann überhaupt 400 Stück kaufen? (Eventuell wieder so eine dumme Frage, sorry dafür)…


    Wenn ich beispielsweise 300 Stück bei Gettex kaufe und die restlichen 100 Stück bei Tradegate, bezahle ich ja dennoch insgesamt 4€ für den Trade bei Tradegate. Dann habe ich auch zwei ETF-Portfolios, weil ich meine bei Tradegate gekauften ETFs ja nicht über Gettex verkaufen könnte? Sonst wäre ja auch ein Spread egal, sondern ich nehme einfach immer den niedrigsten oder höchsten Brief- oder Geldwert…




    5.


    „Ein Limit einstellen“


    Naiv wie ich bin war ich der Ansicht, wenn ich 400 ETFs unter den Handelszeiten zum Briefwert von 77,13€ kaufe, dann kaufe ich für 77,13€ pro ETF 400 ETFs…


    Warum ist ein Limit notwendig?






    Ich möchte nur noch einmal sagen, wie sehr ich es schätze und euch danke, dass ihr mir bei meinen Fragen so kompetent zur Seite steht!


    :-)

    Guten Morgen, ich möchte mich erst einmal für meine "Grün-hinter-den-Ohren"-Fragen entschuldigen beziehungsweise, wenn manche dieser Fragen bereits irgendwo sonst beantwortet wurden.


    Ich habe mir in den letzten Wochen viel über ETFs angelesen, bei manchen Fragen aber noch keine Antwort gefunden. Eventuell sind diese Fragen auch so naiv, dass niemand sie bisher beantwortet hatte... :-)


    Ich habe noch nie irgendetwas an der Börse gemacht. Bisher liegt mein ganzes Geld auf einem Tagesgeldkonto. Nun möchte ich aufgrund verschiedener Gründe (sicherer Job, Inflation...) mein Geld vernünftiger anlegen und bin auf ETFs, genauer gesagt auf verschiedene ETFs des MSCI World gekommen. Ich möchte gar nicht viel handeln, sondern mein Geld solide und langfristig anlegen und habe auch gar nichts dagegen, nur einen ETF im Portfolio zu haben - gerne auch über die kommenden Jahre. Ich habe als Einstieg gedacht, zumindest die Hälfte meines Vermögens als ETF zu besparen, die andere Hälfte auf einem Tagesgeldkonto zu belassen. Das würde bedeuten, etwa 30.000€ zu Beginn in einen ETF zu stecken. Außerdem plane ich einen Sparplan von zirka 600€ monatlich. Soweit zu den Grundlagen.


    Nun habe ich an verschiedenen Stellen Fragen, allein aufgrund des Respekts davor, doch so viel Geld anzulegen, ohne jemals wirklich Erfahrungen darin gesammelt zu haben.


    Frage 1:
    Ich habe mir zwei Broker genauer angeguckt -> Smartbroker und Trade Republik. Für meine Bedürfnisse - wirklich nur den einen schlichten ETF - sollte Trade Republik ja "billiger" und passender sein als Smartbroker, allerdings "nur" iShares anbieten?


    Bei Smartbroker kosten die Ausführungen ja 4€, bei Trade Republik 1€. Sparpläne kosten bei Smartbroker 0,2%, sind bei Trade Republik kostenlos. (Abgesehen von manchen temporären Angeboten).



    Frage 2:
    Allerdings habe ich noch nicht richtig gecheckt, was es bedeutet, statt über "Tradegate" beispielsweise über "Lang&Schwarz" zu handeln - sowohl gebührenmäßig als auch strategisch. Smartbroker bietet ja bsw. auch Tradegate an. Trade Republik lässt alles über Lang&Schwarz laufen. Ist es prinzipiell und von den Gebühren egal, über welche Börse das läuft oder gibt es echt Vorteile bei Tradegate?



    Frage 3:
    Wie ist es beispielsweise beim Volumen bei Lang&Schwarz? Kann ich ohne Probleme für 30.000€ dort beispielsweise den Core MSCI World (IE00B4L5Y983) kaufen oder muss ich solch eine Summer besser über Tradegate abwickeln? Ich weiß natürlich, dass für viele 30TEU nicht viel sind und vermutlich ist das eine der naiven Fragen...wenn ich in manchen Apps (bsw. Finanzen100) gucke, wie viel "Stück" zum Verkauf stehen, sehe ich bsw. bei Tradegate "1.000 Stück" (aktuell gehandelt: 82.693 Stück), bei Lang&Schwarz nur "132 Stück" (aktuell gehandelt: "31 Stück"). Könnte dies zu einem Problem werden? Wenn tatsächlich nur so wenig ETFs zur Verfügung stehen, funktionieren ja auch keine Sparpläne über höhere Summen? Oder wie ist das?



    Frage 4:
    In einem anderen Forum hat jemand geschrieben, dass ich besser auf einen ausschüttenden ETF gehen soll statt einem thesaurierenden, weil ich dadurch besser meinen Freibetrag von 801€ ausnutze.


    Könnte ihr mir hinsichtlich dessen einen ausschüttenden ETF empfehlen?


    Wenn ich tatsächlich bei Trade Republik mein Depot haben sollte - die momentan ja "nur" iShares anbieten, müsste ich wohl oder über auf den MSCI World (IE00B0M62Q58) gehen; dieser hat allerdings eine TER von 0,5 (statt bsw. der thesaurierende ETF Core MSCI World (IE00B4L5Y983) von 0,2).


    Wenn ich bei Smartbrokers mein Depot führe und hier einen ausschüttenden alternativen ETF kaufe (bsw. den ComStage MSCI (LU0392494562), ist der TER zwar ebenfalls 0,2, ich muss allerdings eine höhere Provison an Smartbroker zahlen.


    Alternative Idee, die in einem Video von Finanztip erklärt wird: Ich könnte auch ganz schlicht meinen thesaurierenden ETF Core MSCI World (IE00B4L5Y983) besparen und kurz vor dem Jahresende genau so viele ETFs kurzfristig ver- und gleich wieder ankaufen, dass der Broker automatisch den Freibetrag ausreizt.
    Wäre das eine Idee?
    Oder strategisch dümmer, weil dadurch ja wiederum Gebühren und ein schlechterer Kurs entstehen kann?
    Müsste ich in diesem Fall spätestens am letzten Handelstag des Jahres 2020 verkaufen?
    Würde der Broker dann der Freibetrag automatisch verrechnen oder muss ich in meiner Steuererklärung nochmals darauf hinweisen oder überprüfen, ob das Finanzamt dies korrekt ausgeführt hat?



    Frage 5:
    Schlicht die einfache Frage, was ihr genau in meiner Situation machen würdet? Ich weiß ja, dass ich wirklich noch keine Ahnung habe und eine Antwort auf diese Frage auch ganz leicht "Wenn du keine Ahnung hast, lass es auf dem Tagesgeldkonto" sein könnte; allerdings hoffe ich, ihr nehmt mir meine dummen Fragen nicht übel. :-)



    Danke euch!