Beiträge von Tan

    Der allergrößte und seltsam oft übersehene Nachteil einer KLV ist das vom Versicherungsnehmer getragene Bonitätsrisiko in Bezug auf die Versicherungsgesellschaft. Sollte diese in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, ist es gut möglich, dass der Versicherungsnehmer daraus drastische finanzielle Einbußen erleidet, z. B. eine erhebliche Kürzung seines Auszahlungsanspruches. Die Gelder, die die Versicherungsnehmer in eine KLV einzahlen, bilden nämlich kein Sondervermögen in dem Sinne, wie das bei Investmentfonds, einschließlich ETFs, der Fall ist.


    Aus einem kritischen und lesenswerten Blogartikel von Gerd Kommer zu der Thematik inkl. der Verweise auf die entsprechenden Gesetzestexte.

    Ich kann da den meisten Usern, die der Versicherungslösung kritisch gegenüber stehen, auch nur zustimmen.


    Die Argumente Versuchung, Rentenhöhe und Steuervorteile sowie das absurde Japan-Beispiel habe ich alle auch schon einmal von einem Makler gehört. Dann fehlen noch ein paar fiktive teure Fondswechsel alle paar Jahre und schon sieht es auch in der Vergleichsrechnung so aus, als würde die Versicherung besser performen. Aber so etwas ist halt erstens an der Realität vorbei gerechnet und zweitens endet die Rechnung dann auch zu Beginn der Auszahlphase. Aber das haben ja die anderen schon gut erläutert.


    Zudem sehe ich es auch äußerst kritisch, dass die "Versicherungs-ETFs" bei Insolvenz der Versicherung kein Sondervermögen darstellen. Dabei geht ein richtig großer Sicherheitsaspekt verloren. Und Sicherheit ist ja eigentlich das Hauptargument einer solchen Versicherung.

    Ich finde die ETF Auswahl von Belesarius sehr gut! Vor allem weil ich genau die selben ETFs im Portfolio habe 🤪

    Bis auf Micro-Caps alles abgedeckt und es überschneidet sich nichts.

    Allerdings liegt meine Gewichtung näher an der Marktkapitalisierung. Aber das ist denke ich Geschmackssache. In 20 Jahren können wir ja nochmal schauen, was besser gelaufen ist 😉

    Hallo Franzi F. , willkommen im Forum.


    Beim einem Broker kannst du nicht den selben ETF zwei mal getrennt voneinander besparen. Es sei denn, der Broker bietet Unterdepots an. Das ist bei Scalable Capital, soweit ich weiß, allerdings nicht der Fall.


    Eine andere Lösung wäre, einen anderen zweiten ETF auf dem selben Index zu besparen oder einen zusätzlichen Sparplan bei einem anderen Broker zu starten.

    stammt von mir persönlich bekannten Fachärzten

    Selbst wenn das für den Ursprung ihrer Aussagen zutrifft, haben Sie die Geschichten zumindest so verdreht, dass am Ende Quatsch dabei rausgekommen ist. Immerhin so geschickt, dass man erst einmal meinen möchte, dass nur die PKV die Menschen vor jeglichem Elend bewahren kann.

    Auch wenn das Wort "Quatsch" schon unter ihrer Gürtellinie ist, finde ich doch leider kein charmanteres Wort dafür. Und wer von uns beiden hier das Forum für was missbraucht, ist sicherlich auch klar geworden.


    Ich habe allerdings auch kein Interesse daran, mich unaufhörlich mit Ihnen zu streiten. Es gibt zudem nichts, was ich persönlich mit Ihnen klären muss oder möchte.


    Ich denke, dass nun jedem hier klar ist, warum wir uns gegenseitig für problematisch halten.


    Wenn wir hier jetzt also mal einen Punkt machen sollen, bin ich gerne dabei.

    Richtige Ärzte äußern sich normalerweise nur dann unter Inanspruchnahme ihres beruflichen Nimbus "als Arzt", wenn sie bei dem konkreten Thema, um das es geht, qua Beruf und Fachgebiet besonders kompetent sind.

    Nur als Makler hat man also die Kompetenz über alle medizinischen Fachgebiete hinweg Sachverhalte bewerten zu können. Nach einem Medizinstudium, in dem jedes Fachgebiet Teil des Lehrplan ist, eher weniger. Das leuchtet natürlich sofort ein.


    Mal im Ernst:

    Man muss kein Facharzt auf allen Gebieten sein, um ihren medizinischen Quatsch bewerten zu können. Manchmal reicht ein Medizinstudium und viele Jahre Berufserfahrung in einem interdisziplinären Fachgebiet. Oder tatsächlich einfach gesunder Menschenverstand. Denn ehrlicherweise ist ihr medizinisches Wissen als Jurist leider nicht so ubiquitär wie sie denken. Dafür können Sie aber sicher ganz toll Versicherungen verkaufen, auch wenn sie mit ihren medizinischen Schreckensgeschichten hier und da mal auffliegen und dann mit Verleumdungen versuchen aus der Sache herauszukommen. Aber machen Sie sich nichts draus. Ich bin sicher ihr Geschäft läuft trotzdem.

    "Selbstverteiligung"

    Entschuldigen Sie bitte vielmals, dass mein Smartphone aus Selbstbeteiligung "Selbstverteiligung" gemacht hat. Spannend, wie so etwas ausgeschlachtet wird.


    Fazit

    Und schon wieder verpuffen Scheinargumente contra PKV. Ein richtiger Arzt sollte das eigentlich wissen ...

    Das ist wirklich peinlich. Wenn jetzt gefühlt jeder zweite Satz "Ein richtiger Arzt..." beinhaltet, wird es aber auch langsam lächerlich. Natürlich kenne ich mich als GKV-versicherter Arzt nicht so detailliert mit privaten Krankenversicherungen aus wie ein Makler, der damit sein Geld verdient. Wenn das aber ein Anspruch an einen "richtigen Arzt" ist, tut mir das eher Leid.


    Ich habe hier medizinische Sachverhalte eingeordnet, die von Dr. Schlemann wohl bewusst im Bildzeitungsstil verdreht dargestellt worden sind, um Angst vor der GKV zu machen. Dafür werde ich natürlich jetzt bei jedem kleinen Schreibfehler angefeindet und mein Beruf wird pausenlos in Frage gestellt. Damit habe ich zwar schon gerechnet, Seriosität sieht aber leider anders aus.

    Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich in einem Buch von Gerd Kommer gelesen, dass man durch das Weglassen von EM und Small Caps in seinem Portfolio gegen Schwellenländer und kleine Unternehmen (im Sinne von Small Caps) wettet, da man so ja nicht den kompletten Markt abdeckt. Was das natürlich am Ende für Rediteunterschiede macht, ist eine andere Geschichte.

    Selbst wenn es so wäre, dass nur diese eine Praxis mit einem niedrigeren als dem 2,3-fachen Satz abrechnet (was allerdings nicht so ist), werden die meisten Männer maximal einmal im Leben darüber nachdenken, ob sich diese Untersuchung lohnen könnte. Und wenn man das möchte, kann man diese dann natürlich auch als GKV-Patient als Selbstzahler in Anspruch nehmen (wenn die GKV nach Antrag die Kosten nicht übernimmt).


    Allerdings zahlt man auch in der PKV entweder über die Selbstverteiligung direkt oder über die höheren Beiträge indirekt für diese Untersuchung.

    Wie man in meinem Beispiel sieht, gibt es das durchaus und das ist auch keine Seltenheit. Das kann auch jeder leicht selbst herausfinden. Die Kosten für eine solche Untersuchung geben viele Radiologie-Praxen auf ihrer Homepage an (teilweise sogar mit Vordruck für einen Antrag auf Kostenübernahme) und sind kein Geheimnis.


    Wenn man allerdings darauf steht, möglichst viel Geld auszugeben, findet man natürlich auch Praxen, die den 2,3-fachen Satz berechnen. Sollte man als Versicherungsmakler aber wissen...

    Der Regelsatz ist aber nicht der einfache, sondern der 2,3-fache. Sollte man als Arzt aber wissen...

    In der Regel darf eine Gebühr nur zwischen dem Einfachen und dem 2,3fachen des Gebührensatzes bemessen werden; ein Überschreiten des 2,3fachen des Gebührensatzes ist nur zulässig, wenn Besonderheiten der in Satz 1 genannten Bemessungskriterien dies rechtfertigen.

    Es kann durchaus "nur" der einfache Satz abgerechnet werden, was die verlinkte Praxis für diese Untersuchung z.B. auch macht.