Beiträge von TsarPeter

    Hallo, wir sind verheiratet, gemeinsam veranlagt. A verdient ca. 40.000 € brutto im Jahr, B hat nur Kapitaleinkünfte von ca. 2.000 € im Jahr. Der Sparerpauschbetrag in Höhe von 1.601 € wird also bereits überschritten. Gebe ich beim BMF-Rechner unsere Daten ein, komme ich bereits auf einen Grenzsteuersatz von 26,16%.


    Daher die Frage: Würde sich bei uns ein Antrag auf NV-Bescheinigung lohnen?

    Ich bin sehr froh, dass JDS seine Erfahrungen in diesem Finanzforum teilt. Auch weil er nicht die derzeit vorherrschende 0815-Meinung zu ETFs hat.

    ... und das sind Äpfel und Birnen 80/20 zu 100/0.

    Sehe ich nicht so. Beck suggeriert ja, dass der Global One einer "normalen" Buy-and-Hold-Strategie überlegen ist. Da muss er sich den Vergleich schon gefallen lassen. Auch kann es dem Global One ja passieren, dass er für mehrere Jahre zu 100 % in Aktien investiert ist.


    Davon unabhängig höre und lese ich dem Beck sehr gerne zu. Man muss sich aber darüber bewusst sein, dass auch er etwas zu verkaufen hat.

    Hi mcie ,


    mit den einschlägigen StB würde ich bei solch großen Geschäften in jedem Fall Rücksprache halten. In den Verkaufsjahren habe ich auch immer meinen StB die Steuerklärung abgeben lassen, da es für mich jeweils ein großer Klumpen meines Vermögens war. Ob es was geholfen hat, weiß ich retrospektiv nicht, es hat wohl zumindest nicht groß geschadet.


    Ich war mal in einem Immobilienforum unterwegs. Die Immocracks dort (+100 Wohnungen, jahrzehntelange Erfahrung und Nettoimmobilienmillionäre) haben als ersten Richtwert zur Immobewertung meist den Maklerfaktor zu Rate gezogen. Gutachter machen das im Ertragswertverfahren mit dem Vervielfältiger auch. Der Faktor hat mit dem Verschuldungsgrad nichts zu tun, sondern gibt nur Aufschluß darüber, wie renditeträchtig eine Immobilie ist. Bei Faktor 50 wäre die Rendite also 2%. Die (persönliche) Darlehenshöhe beeinträchtigt den Faktor nicht.

    Ungefähr das gleiche könnte man bei einer Aktie bei einem KGV von 50 sagen: Inwieweit Du die persönlich noch hebelst, beieinflusst das KGV nicht.


    So erstmal nur ganz grob gesprochen. Wenn Du willst, kann ich Dir ein Kalkulationstool für Immobilien schicken. Dort kann man dann noch weitere Parameter wie Abschreibung, Tilgung, Zinsen, Instandhaltungskosten, pers. Steuersatz usw. eingeben. Und am Ende kommt ein Cash-Flow raus. Ganz grob geschätzt, und ohne das Objekt oder die genaue Höhe des Kapitaldienstes zu kennen, würde ich den monatlich auf +/- 0 tippen. Dazu kämen aber noch die weiter oben schon erwähnten Klumpenrisiken.


    Im Grunde hättest Du also 800.000 € (versenktes EK in der Immobilie) investiert und eine Nullrendite, voll aus der Ferne analysiert ;-)

    Hallo,


    ich war 2x in ähnlicher Situation und habe 2 DHH verkauft und den Erlös hauptsächlich in ETFs investiert.


    Ich gehe davon aus, dass ein Verkauf in Deiner Situation steuerfrei wäre (Fußstapfenprinzip, +10 Jahre Haltedauer).

    Für mich und in meiner persönlichen Rechnung müssen pro 100.000 investiertem Kapital in Immobilien 630 monatlich übrig bleiben. So schaue ich auch weiterhin nach Immoinvests, derzeit sind sie als Anlageklasse (im Vergleich zu Aktien) mMn überbewertet (Maklerfaktor in meiner Gegend 35, KGV Aktien max. 25, FTSE All World). Neben Steuern und Renovierungen (wie von Dir bereits angemerkt) hat man bei einer Immo tendenziell eher ein Klumpenrisiko (Deutschland, Region, Stadt, Stadtviertel, eine Immobilie), Risiken des Mietausfalls und allem was dazu gehört, und einen höheren Zeitaufwand. Auch sind Immos weniger flexibel (immobiler) als Aktien, falls man auch mal einen Teil des Geldes für andere Dinge benötigt.


    Also kurz und knapp, ein vermietetes Reihenhaus mit einem Maklerfaktor von 50 wäre für mich sowas von schnell verkauft und dafür in ETFs investiert.

    Moin,


    bin auch seit Jahren mit Depot und Konten bei der DKB.


    Es sind 700€ Geldeingang, nicht Gehaltseingang, monatlich nötig, um (derzeit) alles kostenlos nutzen zu können.

    Während der Finanz-Coronakrise vor ca. 13 Monaten konnte ich bei der DKB (meine) ETFs nicht nachkaufen, bei Consors funktionierte das. Ich weiß aber nicht, ob es wirklich der DKB anzukreiden ist.

    Ich nutze dort nur die Kreditkarte, also keine EC-Karte, und kann deshalb aus eigener Erfahrung sagen, dass es in D doch noch einige Geschäfte gibt, wo ich dann nur bar zahlen kann. Z.B. bei meinem Weinhändler, wo ich gerade war :-)

    Auch telefonisch ist die DKB nicht immer einfach zu erreichen, das ist auch z.B. bei Consors besser.

    Trotzdem ist die DKB meine Lieblingsbank (bin bei 4en), vielleicht auch, weil dort mit dem Laptop alles schön einfach und übersichtlich ist.

    Die Commerzbank ist aber doch noch eine Filialbank? Auch das wäre mir u.U. noch die 5€-Gebühr wert, zumindest eine Filialbank würde ich immer ansteuern können wollen.

    Danke Kater! Bislang habe ich Depots bei der DKB und Consorsbank, Kunde bin ich noch bei einer VR-Bank und einer OLB. Neobroker kommen für mich (ü40 ;)) nicht soo gerne in Frage. TR und Scalable haben mich durch einige Skandälchen erstmal abgeschreckt, eine reine Smartphone-Bedienmöglichkeit wie bei Smartbroker ohne tel.Hotline, soweit ich weiß, kommt auch nicht in Frage.

    Ich frage mal meine Banken, was es für Möglichkeiten in dieser Richtung gibt.

    Nichts für mich persönlich. Aber ein (Un)Rechtsbewusstsein für die Situation schaffen.

    Neulich habe ich mich z.B. ca.30 Minuten mit einer zuständigen Mitarbeiterin meiner Heimatstadt über die Mietpreisbremse unterhalten, wobei der Impuls zu diesem doch längeren Austausch von ihr ausging. Solch ein Austausch kann mMn einfach zur Meinungsbildung in einer Demokratie beitragen.

    Hallo Mandolin,


    ich war 2x in einer emotional ähnlichen Situation, bin also 2x zu einer für mich großen Menge Geld gekommen. Das wäre dann schon der 1. Punkt: Hast Du noch irgendwo z.B. 1 Mio investiert oder bewohnst Du Dein eigenes Haus/Wohnung oder/oder bist Du Gutverdiener mit mehr als 100k im Jahr? Das würde die nun 100k € zusätlich relativieren.


    Ich gehe mal davon aus, dass Du kein Gutverdiener bist und auch nicht vermögend in der o.g. Größenordnung bist. In ähnlicher Situation war ich eben auch 2 Mal. Für mich war es sehr wichtig, mich dann noch ausgiebiger mit Geldanlagen zu beschäftigen. Es ist das eine, etwas theoretisch über Immobilieninvestments oder Aktienstrategien gelesen oder gehört zu haben, es ist aber etwas ganz anderes, dass dann persönlich mit allen Konsequenzen in die Tat umzusetzen. Für mich hilfreich war es dann eben, mir noch mehr Bücher bzw. Internetquellen wie o.g. Gerd Kommer, Finanztip, Finanzfluss usw. zu zu Gemüte zu führen. Am Ende musst Du mit Deiner Entscheidung leben und gut schlafen können.


    Konkret zu den 100k: Ich habe es bei meinem ersten Geldeingang in dieser Größe so gehalten, dass ich ca. 1/3 sofort investiert habe, ca. ein weiteres Drittel in den nächsten 2 Jahren investiert haben werde und ein letztes Drittel für eine eventuelle größere Einmalinvestition trocken halte. Am besten wäre es aber gewesen, alles sofort in ETFs investiert zu haben ;)

    Hallo devin3000,


    kann Dich zu Deiner Entscheidung in Deinen "sehr jungen" Jahren nur beglückwünschen. Meine Aufteilung ist beinahe gleich (60/30/10) und von daher finde ich Deine natürlich sehr gut ;)

    Die Anzahl Deiner ETFs werden keine Rolle spielen, da Du ja wahrscheinlich prozentuale Ausgabeaufschläge zahlen wirst. Also wenn Du Dich mit 3 laufenden ETFs wohl fühlst, dann manch es so. Und +100€ in jungen Jahren in ETFs zu zahlen finde ich schon sehr ordentich. Ich glaube , ich habe so mit 50€ angefangen, dann 300€, jetzt ein paar Tausend. Aber die Erfahrungen, die ich am Anfang gemacht habe, sind für mich noch heute wichtig. Während des Crashes im letzten März konnte ich so ganz locker durchschlafen.


    Viel Erfolg!

    Ich finde dieses Thema auch sehr interessant. Ich habe bis jetzt konsequent auf ETFs gesetzt, da die Strategie ETFs als Basis plus Einzelaktien sich mMn widerspricht. Nun kann ich mir aber auch gut vorstellen, mir meinen eigenen ETF zu bauen, da ich auch die Kosten von 0,2 im Blick habe, zum anderen kommen mir Einzelaktien gefühlt doch sicherer vor als Fonds, beispielsweise in Bezug auf mögliche staatl. Eingriffe oder Handelbarkeit in stürmischen Zeiten.


    Nun aber die Gretchenfrage: Wie sucht Ihr Euch Eure Aktien aus? Obwohl ich schon seit über 20 Jahren an der Börse aktiv bin, traue ich mir (noch) nicht zu, hier eine Auswahl zu treffen. Denn es reicht ja nicht, einfach 40 verschieden Aktien zu kaufen und sie laufen zu lassen. Wo könnte man sich in dieser Richtung weiter informieren?