Beiträge von monstermania

    EiEiEi,

    wenn ich mir so die finanzielle 'Vita' diese Herrn so ansehe, wäre der wohl der Letzte, von dem ich mich finanziell beraten lassen würde.;)

    Zwei mal zwischendurch Pleite, hat er aber jetzt die '10 geheimen Cashflow-Regeln' entdeckt und damit 'ein riesiges Vermögen' gemacht! :/

    Und wieder einmal stelle ich mir die Frage, warum muss Jemand der 'ein riesiges Vermögen' gemacht hat, überhaupt sein Wissen gegen Bezahlung weitergeben muss!? :D

    Ja, damit hast Du 2 der entscheidenden Punkte angesprochen.

    1. Wie sichert man sich vor dem berühmten 'schwarzen' Schwan?

    2. Wie sichert man sein Langlebigkeitsrisiko?


    Der m.E. einzige echte Vorteil einer Riester/Rürup-Vorsorge besteht m.E. darin, dass diese auch bei einem Abrutschen in Leistungen des ALG2 erhalten bleibt. Gegen Berufsunfähigkeit kann man sich mit einer BU absichern. Aber was ist, wenn man tatsächlich mit 50+ vom AG aussortiert wird und keinen neuen Job mehr findet und dann in 10 Jahren bis zum Rentenbeginn sein zuvor privat angespartes Vermögen weitgehend 'verbrauchen' muss!?

    Die Beiträge zur (privaten) Rentenversicherungen können dann wohl auch nicht mehr gezahlt werden, was dann wohl zwangsläufig auch zu einer geringeren privaten Rente im Alter führt. Spricht, bringt mich die private RV süäter wirklich deutlich über das Niveau der Grundrente? :/


    Ich für meinen Teil, sehe mein Langlebigkeitsrisiko durch meine GRV abgesichert. Selbst wenn wirklich mit 85+ kein sonstiges Vermögen mehr da sein sollte, bleibt immer noch meine Rente. Ich glaube auch, dass mir die Rente in diesem Alter dann auch ausreicht. Meiner Erfahrung nach gehen die finanziellen Ansprüche ab dem Alter 80+ ohnehin rapide zurück!

    Hallo MichaelHamburg ,

    zum Thema 'Entsparen' im Alter empfehle ich Dir folgenden Blog.

    https://www.finanzen-erklaert.…egory/entnahmestrategien/

    Der Georg beschäftigt sich sehr intensiv mit dem Thema.

    Ich werde frühestens mit 60+ anfangen mir einen konkreten Plan für das Entsparen zurecht zu legen. Bis dahin heißt es erstmal: Überleben und Sparquote beibehalten! ;)


    Ich habe auch etwa in Deinem Alter angefangen mich mit der Finanzplanung für den Ruhestand zu beschäftigen. Ist wohl auch eine Form der 'Midlife'-Kriese. ;)

    Ich arbeite auf die Rente mit 63 hin. Schauen wir mal, ob es klappt...


    PS: Schönen Gruß aus HH nach HH

    Nun ja,

    ich finde es eher amüsant, dass es Kinder heute noch schaffen Ihre Eltern zu schocken! Mein Gott, wenn ich mich daran erinnere, was das Wort 'geil' in meiner Jugend bei meinen Eltern damals ausgelöst hat. :D

    Die Frage, wäre für mich doch viel mehr, wie man als Erwachsener darauf reagiert. "Fuck You Money" wäre mir z.B. total egal.

    "Fuck you, Alter" hingegen, würde wohl zu einem ernsten Gespräch zwischen mir und meinem Kind führen! Respektlosigkeit gerade innerhalb der Familie finde ich extrem schlimm. Evtl. sogar verbunden mit einer zeitweiligen Kürzung der Zuteilung an "Fuck you money". ;)

    Ich kann mich erinnern, dass mein Spruch "Mach Deinen Scheiß doch alleine" seinerzeit zu einer schallenden Ohrfeige meiner Mutter führte. Da war ich irgendwas zwischen 14-16...

    Also wenn ich es richtig verstanden habe, sollte meine Freundin die schon ewig nen Riester hat ihren weiterführen und falls Kinder kommen, dann auf jeden Fall.


    Bei mir würde es sich trotz 42% nicht so wirklich lohnen? Und ihren beenden und ich stattdessen wegen höherem Steuersatz ist vermutlich auch Quatsch, wegen neuen Vertragsgebühren

    Kann man Alles nicht so pauschal sagen. ;)

    Wenn Deine Freundin Ihren Riester noch mit einem hohen Garantiezins (z.B. 3%) und niedrigen Kosten abgeschlossen hat, kann sich das in der Tat (auf niedrigem Niveau) lohnen. D.h. eine eff. Rendite von rund 2% wäre durchaus möglich! Immerhin mehr als z.Zt. auf jedem TG-Konto.

    Aber nur nachrechnen macht schlau!


    Man sieht ja auch, dass sich in den letzten Jahren diverse Versicherungen komplett aus dem Riester-Markt verabschiedet haben, da Sie wegen der Riester-Beitragsgarantie keine Gewinne aus dem Geschäft mehr erzielen können.

    Warum nicht zur Rente einfach einen Depotübertrag zu einem Anbieter, bei dem der Entnahmeplan möglichst günstig ist? Wo du den ETF bis dahin besparst, ist doch egal.

    Warum nicht erstmal den Bären erlegen, bevor man sein Fell verteilt!? ;)

    mal im Ernst, warum macht Ihr Euch jetzt schon Gedanken um Dinge, die 10, 20 oder gar 30 Jahre in der Zukunft liegen?

    Zum Thema 'Entsparen' unterhält Georg einen sehr hilfreichen Blog. Entnahmestrategien Archive - Finanzen? Erklärt! (finanzen-erklaert.de)


    Ich werde frühestens 5 Jahre vor dem geplanten Unruhestand mal Anfangen mir konkrete Gedanken machen, wie ich mein Depot mal entsparen werde...

    Bis dahin interessiert es ich viel mehr, wie ich eine möglichst hohe Sparquote hinbekomme!;)

    Die Option "jetzt einsteigen" würde ich auch nicht als allzu glücklich einschätzen, außer man hat eben lange Zeit, einen möglichen Einbruch auszusitzen und gute Nerven, über ein paar Jahre rote Zahlen im Depot zu haben.


    Wer aber auf dem Tiefpunkt der Bankenkrise eingestiegen ist, wird auch, wenn der Crash so kommen sollte, wie du prophezeihst, immer noch im grünen Bereich liegen.

    Die Frage ist doch auch, wie man in den Markt einsteigt. Wer ohnehin nur per ETF-Sparplan investiert und einen entsprechend langen Horizont hat, den kann ein Crash ohnehin ziemlich kalt lassen.

    Ja, das mag sogar positiv sein (z.B. Corona-Crash), wo man über mehrere Monate mehr Anteile für sein Geld bekommen hat. Da braucht es keine guten Nerven, sondern einfach nur Zeit! Zumal, wo wären denn die Anlagealternativen um die (Buch)Verluste aus dem Aktiencrash ausgleichen zu können? :)

    Wer natürlich spekuliert und das schnelle Geld machen will, dem bereitet ein Crash entsprechend sorgen.;)

    Ich habe eh manchmal den Eindruck, dass sich die Leute die verhältnismäßig viel Geld haben, viel sorgenvoller auf den mögl. Verlust Ihres Geldes schauen, als Jemand der ohnehin nur vergleichsweise wenig hat.:/

    Das ist meine feste Ansicht. In den nächsten Monaten wird der Aktienmarkt aufgrund der zu erwartenden Inflation die durchaus auf bis zu 10% schnellen kann einbrechen und die zinsen werden angehoben. Geld wird eh dann vernichtet. Ich rate den Niedrigverdienern dazu Aktienbestände vorsorglich zu reduzieren und das Aktiensparen besser hinten an zu stellen, soweit (soweit!) sie sich große Verluste nicht leisten können oder wollen.


    Niedrigverdienern bleibt in meinen Augen absehbar eigentlich gar keine Alternative zur bAV und zur klassischen Garantielebensversicherung - übel aber nicht so gefährlich wie bei der gigantischen Blase an der Börse.


    Wer den Verlust von 20 - 50% seines Aktiendepotwertes locker wegstecken kann, mag das so machen. Das aber sind dann die Leute, die dann über dem liegen, was Du hier anzeigst.

    Ich zähle mich ob der hier von Dir getätigten Aussagen über Löhne/Gehälter eher zu den 'Niedrigverdienern', bin aber inzwischen trotzdem ein ganz eindeutiger Verfechter von langfristigen Investitionen in den Aktienmarkt als zusätzliche Altersvorsorge. Die Statistiken dazu sind eindeutig.

    In den letzten 120 Jahren gab es keine andere Anlageklasse, die es geschafft hat solche Renditen zu erzielen wie Aktien.

    Und klar, man darf natürlich nur das Geld investieren, was man absehbar nicht benötigt. Und wenn die Aktienkurse in den nächsten Monaten/Jahren wie von Dir prognostiziert einbrechen werden, werde ich mich darüber sogar sehr freuen! Ich bekommen dann halt mehr Anteile für mein Geld!:)

    Zu den KLV habe ich an anderer Stelle bereits einiges geschrieben. Die seinerzeit bei Vertragsabschluss zugesagten Renditeversprechen der KLV sind heutzutage nicht mal mehr das Papier wert, auf das Sie gedruckt wurden. Google mal nach 'Lebensversicherungsreformgesetz von 2014'. Damit wurde 'alten' Kunden die Beteiligung an den Überschussreserven der KLV teilweise extrem zusammen gekürzt. Alles natürlich zum Wohle der Versicherten! 8o

    Warten wir mal ab, wenn die ersten Lebensversicherer in D Ihre Garantieversprechen nicht mehr einhalten können und in die Insolvenz gehen.

    Ich hoffe zumindest, dass ich meine KLV 2031 noch ausgezahlt bekomme, rechne aber auch nur ohne Schlussüberschüsse/Anteil an den Bewertungsreserven.


    Und wie sieht es bei der bAV aus!? Nun ja die ersten Träger mussten ja bereits Ihre Rentenzahlungen kürzen (z.B. Caritas, Kölner Pensionskasse, Steuerberater Versicherung)

    Corona und Betriebsrenten - Plusminus - ARD | Das Erste

    Und das wird erst der Anfang sein. Lt. BaFin stehen schon diverse Pensionskassen unter Beobachtung.


    Was soll der der 'kleine' Sparer mit seinen paar Kröten sonst so machen!? In den letzten Jahren häufen sich die Fälle, wo Banken den kleinen Sparern reihenweise Prämiensparpläne/Bausparverträge mit attraktiven Zinsversprechen kündigten, weil die Banken sich halt verzockt haben! Da will man diese unrentablen Sparer auch noch loswerden. Und dazu dann noch Negativzinsen auf Bankguthaben.


    Was ich absolut nicht begreifen kann, warum es an den Märkten gerade diesmal so anders laufen sollte als in den letzten 120 Jahren!? :/

    Ja, die Aktienmärkte werden irgendwann mal wieder einbrechen. Und ja, es mag dann auch 5-10 Jahre dauern, bis sich die Aktienkurse dann wieder erholt haben. Ob ich nun 100K€ über 20 Jahre auf dem Tagesgeldkonto anspare, oder das Geld per ETF-Sparplan in ein weltweites Aktienportfolio investiere macht aber eben einen riesigen Unterschied. Beim Tagesgeld habe ich durch die Inflation und ggf. Negativzins 100%ig einen realen Verlust. Beim ETF-Sparplan in einen weltweiten Aktienindex habe ich in diesen 20 Jahren zumindest eine realistische Chance eine Rendite zu erzielen die deutlich oberhalb der Inflation liegt!

    Und so etwas hat m.E. auch nichts mit Spekulieren zu tun, sondern rein mit wirtschaftlicher Notwendigkeit. Wenn man heute noch z.B. 6-7% Zinsen auf Bundesschatzbriefe geben würde, wären mit Sicherheit viel weniger Privatleute überhaupt an Aktien interessiert.

    Deshalb, empfehle ich allen jungen Leuten in meinem Umfeld so schnell wie möglich einen ETF-Sparplan auf einen weltweiten Aktienindex abzuschließen! Ein junger Mensch von 20-25 Jahren hat noch 40 Jahre Zeit für die Ansparphase seines ETF-Depots.

    Hallo BsNLucky ,

    schön, dass Du noch rechtzeitig hierher gefunden hast! Rechtzeitig, weil vor Vertragsabschluss! :)

    Zum Thema "Vermögensberatung mit den 4 Buchstaben" empfehle ich das Lesen vom folgendem Blogbeitrag: https://hartmutwalz.de/rente-m…ttaeuschung-mit-der-dvag/


    Dann, lass Dich nicht vom Steuern sparen ködern! Damit sind "Vermögensberater" quasi seit Generationen unterwegs. Ich kann mich noch gut daran erinnern, das in den 90'ern viele Leute mit Ostimmobilien abgezockt wurden, die den LEO's als "Steuersparmodell" verkauft wurden! Später waren es dann Schiffsbeteiligungen mit denen sich steuern sparen ließen. ;)

    Frage mal heute die abgezockten Kunden, wie viel Steuern denn gespart wurden.


    Zum Thema Rentenversicherungen per Fonds- oder ETF-Policen hat FT bereits ein Video gemacht:

    Rentenversicherung durchgerechnet: Warum sie sich (nicht) lohnt - YouTube

    Der von mir sehr geschätzte Finanzwesir hat sich dieses Themas ebenfalls in seinem Blog angenommen: https://www.finanzwesir.com/blog/etf-versicherungsmantel

    Unbedingt auch den Kommentar von Fabian Müller dazu lesen, der sich mal die Mühe gemacht hat die Rendite der Ihm angebotenen Verträge mal durchzurechnen.


    Und immer daran denken. Der überwiegende Teil der "Berater" will nur Euer Bestes! Und das war und ist immer Euer Geld!;)

    Ich würde empfehlen zunächst mal einen ETF auf den MSCI World/MSCI ACWI/FTSE All World zu besparen. In solchen ETF ist Alles enthalten was es für den langfristigen Vermögensaufbau braucht (Brot-und-Butter-ETF)!

    Wenn Du dann etwas Erfahrungen gesammelt hast, kannst Du später immer noch anfangen 10-20% Deines Portfolios mit Sektor- bzw. Branchenwetten aufzupimpen!


    Beide von Dir genannten ETF sind halt 'typische' Sektor bzw. Branchen ETF. Niemand kann vorhersagen, ob diese Branchen zukünftig wirklich dauerhaft performen (besser als der gesamte Markt). Und immer daran denken, wenn ein Unternehmen dauerhaft wirklich erfolgreich ist, landet es häufig dann auch irgendwann in den obigen 'Brot-und-Butter'-ETF, wenn es nicht ohnehin schon enthalten ist.


    Rein Statistisch gesehen ist eine Einmalinvestition renditestärker als eine verteilte Investition. Aber rein vom emotionalen Faktor kommen viele Menschen mit einem verteilten Einstieg besser klar.

    Nehmen wir an, Du investierst heute 10.000€ und übermorgen kommt ein Börsencrash und Dein Depot ist nur noch 5.000€ Wert. Wenn Du damit absolut kein Problem hast, kannst Du auch Dein gesamtes Geld sofort investieren.

    Ich kann/konnte das nicht und habe meine Investitionssumme verteilt investiert (z.B. über 6-12 Monate). Da hat man dann etwas Zeit sich an das Auf und ab der Märkte zu gewöhnen!

    Mit dem Stift und Papier (oder Excel;)) hat es bei mir auch angefangen. Irgendwann 2018/2019 kam so mit Ende 40 der Gedanke auf, dass man es ja möglicherweise doch bis ins Rentenalter schaffen könnte.:)

    Also Zeit mal (Zwischen)Bilanz zu ziehen und zu überlegen, was an Vermögensaufbau bis zum Rentenbeginn in rund 20 Jahren noch so möglich ist.

    Das Ergebnis war dann doch ziemlich ernüchternd. Klar, ich werde auch mit der Rente und meinem ersparten Geld gut weiter leben können, aber reicht mir das!?

    Mal rauf und runter gerechnet. Mit 63 in Rente zu gehen wäre schon schön, aber dann kommen ja auch noch die Abschläge dazu...:/ Wie Viel Kapital bzw. Rendite bräuchte ich eigentlich um mit 63 in Rente gehen zu können...:/


    Dann begann die Recherche, was es an Möglichkeiten gibt und ich bin schnell auf die Börse und die ETF aufmerksam geworden.

    Und ja, wenn die Märkte in den nächsten 15-20 Jahren nur halbwegs Normal laufen (5% .p.a) kann ich es problemlos schaffen genug Vermögen aufzubauen um auch mit 63 in Rente gehen zu können.

    Nach lesen von diversen Blogs/Büchern und Konsum von den YT Kanälen von FT und Finanzfluss bin ich dann Ende 2019 endlich aktiv geworden und habe mein Depot eröffnet. Dann zunächst eine Einmalinvestition in meine beiden ETF (MSCI World/EM) und die Einrichtung des Sparplans.

    Dann Corona und die erste Bewährungsprobe meines Mindsets. Der Sparplan lief durch (leider habe ich mich nicht getraut nochmal größer Nachzuschießen). Dieses Jahr kam nochmal ein alter Bausparer zur Auszahlung (hatte ich gekündigt). Das Geld wird zusammen mit der monatl. Sparrate jetzt bis Ende des Jahres voll investiert.

    Wenn Alles normal so weiter läuft, werde ich bis zum meinem geplanten Renteneintritt min. 150K€ in mein Depot investiert haben. Dazu dann noch meine alte KLV von 1990.

    Und Nein, ich spare ganz bewusst nicht auf Teufel komm raus, sondern lebe im Hier und Jetzt. Das Leben kann schneller vorbei sein, als man denkt!


    Das Risiko meine 150K€ komplett zu verlieren sehe ich als äußerst gering an. Im schlimmsten Fall hätte ich halt wohl weniger Rendite als 6% p.a. Aber doch wohl immer noch mehr als wenn das Geld auf einem Fest- oder Tagesgeldkonto verschimmelt!;)

    Ich versuche nicht immer das Risiko zu sehen, sondern sehe die realistische Chance und das Ziel meinen Weg in den Ruhestand anders zu gestalten.

    Also, denkt positiv und nicht so häufig ins Depot schauen! Ist immer nur ein Zwischenstand und abgerechnet wird eh erst am Schluss. Erst dann zählt es!

    ika

    Wie ich bereits schrieb: Excel ist dein Freund. Man muss halt nur alle Daten richtig eingeben.:)

    Kater.Ka hat das Problem bzw. den Fehler Deiner Excel-Berechnung ja bereits angesprochen.


    Jetzt komm ich mal mit der bitteren Realität. Du hast halt nicht jedes Jahr konstant 5% Wertsteigerung im Depot. ;)

    Unter Umständen bist Du sogar einige Jahre mit Deinem Depot im Minus und kannst bzw. willst daher gar keine Anteile verkaufen. Dafür hast Du dann auch Jahre dabei in denen 10-15% Wertsteigerungen drin sind. Leider bleibt es dann trotzdem nur bei den 801€ Freibetrag p.a..

    Ich plane, in ein paar Jahrzehnten ein paar Hunderttausend Euro im Depot zu haben, dann mache ich halbjährliche eine Analyse.

    - Wieviel Rendite haben die letzten 6 Monate gebracht?

    - Welche finanziellen Wünsche habe ich für die nächsten 6 Monate.


    Sagen wir, die letzten 6 Monate haben 5000 Euro Rendite gebracht. Ich will eine Reise machen, die ich mir aus meiner Rente nicht leisten kann. Also würde ein Zuschuss von 5000 Euro zur Reise aus meinem ETF Depot mein Vermögen konstant halten. Vielleicht sag ich auch, "ach komm, ich bin 75 und fit, wer weiß wie lange noch, jetzt nochmal eine "Reise meines Lebens" " und entnehme 20.000 Euro.

    Oder man holt sich schon rechtzeitig vor der Entsparphase den Geldbedarf für einige Jahre aus dem Depot auf sein Tagesgeldkonto. Hat den Vorteil, dass ich vollkommen unabhängig von der aktuellen Marktentwicklung für diesen Zeitraum meine Finanzen klar habe. I.d.R. ist man mit 60+ ja auch in der glücklichen Lage seinen Finanzbedarf für die nächsten Jahre realistisch einschätzen zu können.;)

    Hier mal die rechnerische Erläuterung dazu:

    https://www.finanzen-erklaert.…gien-cash-puffer-4-regel/

    Also das heist, das in der Nacht einer die Unternehmen kontrolliert und wer den ETF zu sehr schadet wird rausgeschmissen und ein neues Unternehmen kommt rein?

    Also läuft so ein ETF ewig?

    Danke für eure Gedult.:rolleyes:

    ???

    Ein ETF ist eigentlich immer ein Index-Fonds. Der jeweilige Index-Anbieter hat in seinen Index-Regeln aufgeführt welche Kriterien von den Unternehmen erfüllt werden müssen, damit Sie im jeweiligen Index gelistet (enthalten) sind.

    Erfüllt ein Unternehmen nicht mehr die jeweiligen Index-Kriterien fliegt es aus dem Index. Und nein, dass passiert nicht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, sondern wird vorher offiziell bekannt gegeben. Zumeist wird für die Kriterien (z.B. Marktkapitalisierung) auch ein gewisser Zeitraum betrachtet. Damit vermeidet man, das kurzfristige Kursschwankungen Einfluss auf den Index haben.

    Man weiß also vorher welches Unternehmen zum Tag X aus dem Index fliegt und welches Unternehmen Y dafür in den Index aufgenommen wird.

    Gutes Beispiel dafür ist der DAX (Deutsche Aktien Index). Dort flog Wirecard nach der Pleite nicht sofort aus dem Index, sondern erst zum nächsten Stichtag.


    Ewig!?

    Das ist lang! :D

    Der Index MSCI World z.B. existiert seit 1970. Das sind jetzt 50 Jahre. Ganz schön lang oder ganz schön kurz. ;)

    ETF gibt es m.W. nach in Deutschland seit 2000. Also auch erst 20 Jahre...

    Grundsätzlich kann ein ETF auf einen Index jederzeit 'geschlossen' oder 'verschmolzen' werden. In dem Fall bekommst Du dann entweder entsprechende Anteile von einem anderen ETF oder wirst ausbezahlt. Aber ETF sind auf jedem Fall Sondervermögen. Also selbst wenn der ETF-Anbieter pleite geht, gehören die weiterhin die Anteile und damit auch die enthaltenen Aktien.

    Grundsätzlich ist die Auswahl Thesaurierer/Ausschütter m.E. erstmal zweitrangig. Man kann auch mit nur 1 thesaurierenden ETF sein ganzes Leben durchhalten. Ich würde auch erst einmal die Frage stellen wohin die Reise denn gehen soll!?

    Willst Du jetzt in den nächsten 20 Jahren die max. Rendite erwirtschaften oder willst Du auch zwischenzeitlich schon mal Geld entnehmen!?


    Zum Thema 'Entnahmestrategien' empfehle ich Den folgende Blog:

    Entnahmestrategien Archive - Finanzen? Erklärt! (finanzen-erklaert.de)

    Der Georg hat diverse Strategien für die Entnahmephase durchgerechnet (mit und ohne Kapitalverzehr). Da sollte auch etwas passendes für Dich dabei sein.

    Tja,

    gefangen im Algorithmus! ;)

    Da musst Du jetzt einfach abwarten. Der Schufa-Score geht automatisch wieder hoch (langsam), wenn keine weiteren, für den Algorithmus, 'negativen' Punkte dazu kommen.

    Die Schufa will ja Ihre (zahlenden) Kunden schützen!

    Allzu häufig beginnen offenbar typische 'Schuldnerkarrieren' damit, dass sich eigentlich zahlungsunfähige Menschen Konten/Disporahmen bei anderen Banken holen.


    PS: Warum haben Menschen die in einem sozial schwächeren Umfeld/Stadtteil leben automatisch einen schlechteren Schufa-Score als Jemand der in einem Nobel-Umfeld lebt!?

    ika

    Ganz so einfach ist es nicht. ;)

    Wenn Du einen thesaurierenden ETF besitzt, entrichtest Du abgesehen von der Vorabpauschale erstmal gar keine Kapitalertragssteuern. Die Vorabpauschale ist aktuell durch den niedrigen Leitzins zu vernachlässigen.

    Es geht nun darum, dass Du durch den optimierten Verkauf und anschließenden Kauf den jährlichen Steuerfreibetrag auf Kapitalerträge von 801€ optimal ausnutzen kannst.


    Nehmen wir mal an, Du hast Dir 2020 für 10K€ 200 ETF-Anteile (=50€ pro Anteil) auf einen thesaurierenden ETF gekauft. Durch Kursgewinne/Dividenden sind Deine 200 Anteile jetzt nach 1 Jahr 12K€ Wert.

    Steuern zahlst Du wie geschrieben aktuell so gut wie keine (Vorabpauschale). Daher kannst Du so auch nicht vom Steuerfreibetrag profitieren.


    Die Idee ist nun, jedes Jahr so Viele Anteile an Deinem ETF zu verkaufen, dass Du mit dem Gewinn möglichst nahe an die 801€ heran kommst und dann gleich wieder neue Anteile zu kaufen.

    Du hast ja 200 Anteile an Deinem ETF, die aktuell 12K€ Wert sind (60€ pro Anteil). Wenn Du jetzt Anteile für 10.801€ verkaufst, musst Du darauf keine Steuern zahlen.

    Also verkaufst Du jetzt 180 Deiner ETF-Anteile = 10.800€ und kaufst diese 180 Anteile sofort wieder. Damit hättest Du jetzt 800€ 'gewonnen' die Du zukünftig nicht mehr versteuern mußt.

    Dabei muss man natürlich beachten, dass i.d.R. durch den Verkauf/Kauf Kosten bei Deinem Depotanbieter anfallen. Auch musst Du berücksichtigen, dass der Kauf/Verkauf der Anteile nach dem FiFo-Prinzip läuft. Also es werden immer die zuerst gekauften Anteile auch zuerst verkauft.

    Im folgenden Jahr, müsstest Du also beachten, dass Du noch 20 Anteile im Depot hast, die Du für 50€ gekauft hast und 180 Anteile, die Du für 60€ erworben hast (usw.).

    Das Ganze wird damit jedes Jahr komplexer (Excel ist Dein Freund!? :)). Auch ist zu beachten, dass es für unterschiedliche ETF sog. Teilfreistellungen gibt.

    Bei einem Aktien ETF gibt es 30% Teilfreistellung, so dass Du bei einem Aktien ETF damit sogar 1140€ pro Jahr steuerfrei erzielen kannst.


    Fazit: Bei einem thesaurierenden Aktien ETF könnte man so etwa 200€ pro Jahr an steuern sparen (wenn es keine anderen Zinseinkünfte mehr gibt!). Aber man muss halt alle Käufe/Verkäufe und die jeweiligen Kaufkurse in Excel tracken und nachrechnen. 8o

    Alabama  Elgob

    Keine Angst, mit Euren Sorgen seid Ihr nicht allein! ;)

    Aber irgendwann muss man auch mal ins kalte Wasser springen und es einfach tun. Nach einigen Monaten 'lernt' man dann besser mit den Kurschwankungen umzugehen bzw. nicht bei jedem kleinen 'Verlust' gleich an seinem Plan zu zweifeln.

    Wie sehe denn eine realistische Alternative für den Vermögensaufbau aus!? :/