Beiträge von monstermania

    Hohe Inflation!?

    Mir als 'Boomer' sind da noch ganz andere Inflationsraten in Erinnerung.;)


    Ich habe auch erst vor 2 Jahren den Sprung von Zinsprodukten in den Aktienmarkt 'geschafft'. Mir war wichtig, dass ich mir überhaupt erst mal ein Ziel gesetzt hab, dass ich mit meiner Investition erreichen wollte.

    Bei Dir lese ich zwischen den Zeilen, dass Du noch kein rechtes Ziel hast. Ein reiner Inflationsausgleich ist m.E. kein wirkliches Anlageziel. Wie reagierst Du, wenn in 1-2 Jahren die Inflation wieder auf 2% sinkt oder die Zinsen steigen!? Dann wieder raus auf Aktien und das Geld wieder auf das Konto?

    Eine Investition in Aktien sollte langfristig gesehen werden. Finanztip empfiehlt min. 10, besser 15 Jahre einzuplanen.


    Hier mein kurzer Fahrplan, wenn einem bewusst geworden ist, dass man langfristig ein Vermögen aufbauen will.

    1. Informieren über Aktien bzw. ETF (z.B. bei Finanztip oder Finanzfluss)
    2. Eigene Risikobereitschaft festlegen (Wie viel Cash brauche ich, damit ich gut schlafen kann)
    3. Depot eröffnen
    4. breit diversifizierten weltweiten Indexfonds (ETF) kaufen (z.B. MSCI ACWI / FTSE All World) kaufen
    5. Sparplan auf den ETF einrichten
    6. 20-40 Jahre warten ;)  

    In den 20 - 40 Jahren, wird sich noch eine Menge in Deinem Leben ändern.

    Daher solltest Du immer mal alle paar Jahre prüfen, ob die Investition noch zu Deinem Ziel passt.

    Der Inflationsausgleich kommt dann ganz von allein. ;)

    Ich würde einen ETF auf einen MSCI World EM SRI als Beimischung empfehlen. Damit würdest Du Dein Portfolio um die Emerging Markets erweitern und breiter diversifiziert investieren (z.B. IE00BYVJRP78).

    Die Höhe der Beimischung wäre dann natürlich die Frage. Hier geht das Spektrum von 10% (nach Marktkapitalisierung) bis 40% (nach Bruttoinlandsprodukt). Gern genommen wird die Aufteilung 70/30, da dies in der Vergangenheit der optimale Renditemix war (langfristig).

    MSCI World & MSCI Emerging Markets – was ist der optimale Mix? - Finanzen? Erklärt! (finanzen-erklaert.de)


    Zu den 8 Jahren bis zur Rente ist ja in dem anderen Thread schon viel geschrieben worden. Du wirst ja kaum zu Rentenbeginn Dein ganzes Geld benötigen, so dass ich auf jedem Fall eher mit 20 Jahren als Anlagehorizont rechnen würde.

    Hallo MrSpeedy und Herzlich Willkommen im FT-Forum,

    zu dem Thema hat Finanztip schon mal ein entsprechendes Video gemacht.

    Rentenversicherung durchgerechnet: Warum sie sich (nicht) lohnt - YouTube


    Im großen und Ganzen stimme ich JDS zu.

    Es gibt aber auch Möglichkeiten die RV zu optimieren.

    Die Abschlusskosten der Versicherung werden i.d.R. auf die ersten 5 Jahre verteilt (gezilmert), so dass man in den ersten Jahren eigentlich mit fast jedem Vertrag im Minus steht!

    Welche Fonds werden in Eurer RV denn bespart? Häufig werden gerade die Fonds bespart, die der Versicherung hohe Gebühreneinnahmen versprechen! Gibt es auch die Möglichkeit im Rahmen Euerer Versicherung auf kostengünstige ETF (Indexfonds) zu wechseln?

    Eine Versicherung hat den (kleinen) Vorteil, dass es bei einem evtl. Bezug von Sozialleistungen im Gegensatz zu einem ETF-Depot nicht gepfändet/angerechnet wird.


    Ein Widerspruch dürfte bei Euch wohl kaum in Betracht kommen (Vertrag nach 2015). Bliebe dann nur die Kündigung. Da verliert Ihr dann natürlich die Abschlusskosten. Aber das Geld ist eh weg! Das kann man dann nur unter Lehrgeld abbuchen.


    Ach ja, das Thema 'Langlebigkeitsrisiko' ist das neue KO-Wort der Versicherungen. Ihre werdet doch wohl auch in die GRV einzahlen. Da habt Ihr ja schon eine 'Grundsicherung'.

    Ich kann Deinen Frust verstehen, aber so wie Du es schilderst, bist Du ja seinerzeit nicht dazu gezwungen worden eine PKV abzuschließen.

    Geschweige denn dazu jetzt zu verschweigen, dass sich Deine Tochter offenbar in einer Behandlung befindet, die Du der neuen PKV hättest anzeigen müssen. Aber schon klar, 'böse' sind immer nur die Anderen...

    Aber auch das hat System: wenn du erst einmal in Not geraten bist (wie z.B. 12 Monate Arbeitslosigkeit einen Menschen egal welchen Bildungsstandes zum Hartz-IV-Empfänger machen), dann bleibst du dort. Es ist eh nicht genug Platz für alle auf der anderen Seite.

    1. Ab dem 50 Lebensjahr steigt die Bezugsdauer von ALG1 bis auf max. 24 Monate an.
    2. Was bitteschön sollte denn Deines Erachtens der Bildungsstand einen Menschen damit zu tun, nach welcher (Bezugs)Zeit er ALG2 erhält? :/

    Hallo Emre und Herzlich Willkommen im FT-Forum,

    grundsätzlich spielt es keine große Rolle, ob ein ausschüttender oder thesaurierender ETF gewählt wird.

    Viele nutzen zunächst einen ausschüttenden ETF um den Steuerfreibetrag von 801€ p.a. auszunutzen. Das kann man aber auch mit einem thesaurierenden ETF noch optimaler machen:

    Thesaurierende ETFs: Sparerpauschbetrag nutzen und Steuern sparen - YouTube


    Alles Andere ist ein 'sich in die Tasche Lügen'. Sprich die Ausschüttungen des ETF kommen ja nicht aus dem nichts, sondern es handelt sich um die Dividenden, die von den im ETF enthaltenen Unternehmen ausgeschüttet wurden. Wenn es also einen Crash gibt sinken die Kurse und es ist auch gut möglich, dass die Unternehmen dann die Dividende kürzen oder dar streichen. Das war z.B. während der Corona-Crashs der Fall. Demzufolge sinken dann auch die Ausschüttungen!

    Ein Ausschütter ist aber häufig auch eine Motivation. Manche Menschen fühlen sich dann besonders motiviert, wenn regelmäßig Geld aus der Anlage auf das Konto kommt. Wenn man die Ausschüttungen dann wieder anlegt, kann man auch gleich zum Thesaurierer greifen.;)


    Falls Deine Mutter wieder zurück in die alte Heimat geht, sollte man klären, wie es sich dann mit Ihrem Depot verhält. Die meisten Depotanbieter benötigen einen Wohnsitz in D! Evtl. macht es dann Sinn sich schon jetzt einen Depotanbieter zu suchen, der auch mit einem Wohnsitz/Verrechnungskonto in der Türkei??? arbeitet

    Hmm,

    Warum FTSE All World + FTSE EM im ausschüttenden Teil? Die EM sind im All-World bereits enthalten (ca. 10%) . Mit der aktuellen 60/40-Aufteilung gewichtest Du damit 50% Industrieländer und 50% Schwellenländer.

    Klar, kann man so machen, wenn es Deine bewusste Entscheidung ist! Mir wäre der Anteil der EM zu hoch.

    In der Vergangenheit war langfristig die Aufteilung 70/30 optimal.

    MSCI World & MSCI Emerging Markets – was ist der optimale Mix? - Finanzen? Erklärt! (finanzen-erklaert.de)

    Ob das auch zukünftig gilt, wissen wir dann in 20 oder 30 Jahren. ;)


    Ich habe mir auch die Frage gestellt, Ob ich Small Caps dazu nehme. Ich bespare auch den iShares Core MSCI World und den iShares Core MSCI EM IMI. Halt in 70/30 Aufteilung. Da wäre dann ein MSCI World Small Caps noch breiter diversifiziert.

    Letztlich habe ich mich nach diversen Backtests dagegen entschieden und bleibe meinem Motto Treu: KISS = Keep it Simple, Stupid

    Wie der Zufall es will, kürzlich hat sich der Finanzwesir auf Seinem Blog ebenfalls des Themas angenommen:

    Was ist für die Depot-Rendite verantworlich? | Finanzwesir


    Ja, die Small Caps können für ein Renditeplus sorgen, aber eben nicht bei nur 10% Beimischung.

    Letztlich ist es ziemlich egal, wie die konkrete Depotaufteilung aussieht. Sofern man weltweit diversifiziert anlegt sind die konkreten prozentualen Anteile nicht so wichtig, wenn man nur lang genug stur seiner Linie treu bleibt.

    Ich habe mal die 'Renditen' Deiner BAV-Verträge durchgerechnet.

    Annahme Beitragsfreistellung zum 01.12.2020. Auszahlung beider BAV dann jeweils 2048

    Vertrag 1:

    Eingezahlt: 57,5€ * 11 Jahre = 7590€

    Auszahlung 2048: 10691€

    Rendite: 1,23 % p.a.


    Vertrag 2:

    Eingezahlt: 226,5 € * 8 Jahre = 21744€

    Auszahlung 2048: 27568

    Rendite: 0,85% p.a.


    Das mit den 0,9% Kostenquote scheint einigermaßen hin zu kommen. Aber wenn man die Inflation berücksichtigt wir einem einfach nur <X!

    Bin mal gespant, was Dein Versicherungsvertreter Dir so für Zahlen an die Hand gibt. ;)


    PS: Viel komplizierter als die Besteuerung von ETF sind die Kostenstrukturen bei den Versicherungen. :)


    Hier mal die Zahlen aus meiner 2013 stillgelegten BAV:

    87,40€ Rente

    20.995€ Garantiekapital

    Rendite: 1,65% p.a.

    Hmm,

    gab es denn noch keine aktuellen Standmeldungen zu den BAV!?

    Den Garantiezins gibt es ja 'nur' auf den Sparanteil. Die reinen Kosten der Versicherung werden zuvor ja noch abgezogen. Angeblich sind das ja nach Deinem ersten Post 0,9% p.a. Das kannst du also von Deiner 'Rendite' schon mal abziehen. Blieben dann noch 1,35% und 0,85% Rendite je nach Vertrag. Ob das stimmt? :/

    Versicherungen sind Meister im verstecken von Kosten! Von daher würde ich das lieber Anhand der Standmeldungen mal nachrechnen, wie es mit Deiner Rendite bis dato so aussieht.


    Eine ETF-Rendite kannst Du recht einfach berechnen. Ich Schnitt hat ein weltweiter ETF rund 7% Rendite p.a. gebracht (vor Steuern/Kosten/Inflation).

    Ich nutze für solche Rechnungen immer den Fondsrechner von zinsen-berechnen.de

    Fondsrechner zum Fondssparen (zinsen-berechnen.de)

    Da kann man dann herumspielen.

    Man darf halt nie vergessen, dass die Rendite bzw. die Höhe nicht garantiert ist. Bisher hat zwar jeder mit einem weltweiten Aktien ETF nach längstens 15 Jahren eine positive Rendite erwirtschaftet, aber eine Garantie gibt es halt nicht! Bei 27 Jahren sinkt das Risiko dann nochmals erheblich! Und daran denken, dass es bei einem Sparplan noch mal anders aussieht.

    Wenn die letzte Sparplanrate 2048 in das Depot fließt, sollte dieses Geld mindestens bis 2063 im Depot verbleiben (können)! Insgesamt 'läuft' der Sparplan also bis zu 42 Jahre... ;)


    Deine Annahmen zu den Steuern bei ETF sind falsch! Aktuell zahlst Du 25% + Soli +ggf. Kirchensteuer (mind. also 26,375%) auf die Gewinne.

    In Deinem obigen Beispiel: 42 K€ Einzahlungen in das Depot -> Keine Steuern, da aus Deinem Netto!

    33K€ Rendite -> 30% Teilfreistellung bei Aktien-ETF = 23,1K€ müssen versteuert werden mit mind. 26,375% = 17K€ (6,1K€ Kapitalertragssteuer)

    42K€+17K€ = 59K€


    Das ist Alles Milchmädchen, da niemand weiß, wie sich die Besteuerung bis zum Jahre 2048ff ändert! Außerdem habt Ihr aktuell als Ehepaar 1602€ p.a. aus Kapitalerträgen steuerfrei. Das kann man auch noch nutzen!

    Genau diese Konstruktion würde ich für alte Leute aber nicht empfehlen. Falsch geklickt oder einem Telefonanruf geglaubt und schon räumen Betrüger Girokonto und Depot ab.

    Menno,

    hier stand was von 45 Jahren! ;)

    Wenn das schon 'alte' Leute sind, was soll ich dann machen! Mein Kontodaten in Steintafeln kratzen? :/

    BTW: Meine Mutter ist 81 und finden Online-Banking super, da Ihr das den leidigen Weg zum nächsten SB-Automat erspart. Geht auch ohne Smartphone! Wichtig ist halt, dass man die älteren Leute genau über die Risiken aufklärt!

    Meine Mutter geht mit Ihrem Computer verantwortungsvoller um, als die ganzen jungen Leute, die Alles übers Smartphone machen! Überweisung + TAN auf einem Gerät ist ein absolutes NoGo.

    Wo haben die Eltern Ihre Konten!?

    So bieten auch diverse Direktbanken (z.B. DKB, ING) auch ein kostenloses Girokonto inkl. Depot an. Ich stehe auf das Motto KISS (Keep It Stupid Simple) und habe Girokonto als auch Depot bei der DKB. Erleichtert die Übersicht und die Verwaltung (z.B. Freistellungsauftrag). Möglicherweise lassen sich so auch noch Kosten für das Girokonto einsparen.

    M.W. nach kann man Trade Republic nur per App nutzen. Von daher würde ich immer einen Broker nutzen, auf den ich auch per Internetbrowser aus zugreifen kann!


    Ansonsten: EIN weltweiter ETF auf den MSCI ACWI oder den FTSE All World reicht aus!

    Hallo Platom und Herzlich Willkommen im FT-Forum,

    wie Referat Janders bereits geschrieben hat, kann man das so pauschal nicht sagen. Da spielen sehr viele Faktoren eine Rolle (Höhe Garantiezins, Restlaufzeit des Vertrags , Dein Alter, usw.).


    Ich habe mich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen meine alte KLV von 1990 weiter zu führen. Die Restlaufzeit der meiner KLV ist jetzt keine 10 Jahre mehr.

    Allerdings habe ich den Vertrag kostenoptimiert (Keine Beitragsdynamik und Umstellung auf jährliche Zahlung der Beiträge).

    Ein ETF Depot habe ich zusätzlich auch noch, aber frei nach dem Motto 'Lege nicht alle Eier in einen Korb' ist meine KLV sozusagen der 'sichere' Anteil meiner Altersvorsorge. Die aktuelle erwartete Rendite meiner KLV liegt bei 2,8% p.a.

    Wenn ich noch 20 Jahre Restlaufzeit haben würde, hätte ich die KLV gekündigt und das Geld auch in mein Depot investiert! ;)

    Es ist kompliziert!

    1. Du musst auch die gesamten steuerlichen Aspekte berücksichtigen. Sprich, Du erhältst durch den Staat eine Steuerstundung für die Beiträge zur BAV, zahlst dann aber später volle Steuern und ggf. KV/PV-Beiträge auf Deine BAV-Renten!
    2. Wie wird Deine BAV später ausgezahlt? Kapitalabfindung?, Pflicht zur Verrentung?, Rentenfaktor?, Mindestrentenzeit für Angehörige?, usw.
      Das Problem ist halt, dass sich eine Verrentung häufig erst rechnet, wenn man ein sehr hohes Alter erreicht (>95). Stirbt man schon mit 85 freut sich die Versicherung.
    3. Beim ETF Sparplan zahlst Du nach aktuellem Stand nur die Kapitalertragsteuer auf die Gewinne.
    4. Dein Anspruch an die GRV sinkt durch die BAV, da auch den Beitrag zur GRV geringer wird.
    5. Die BAV 'bleibt' Dir auch bei einem evtl. Bezug von Sozialleistungen (z.B. ALG2/Hartz4)

    Allgemein geht man davon aus, dass sich eine BAV ab ca. 40% AG-Anteil lohnt. Sprich die Nachteile werden von dem AG-Anteilsgeschenk aufgefangen. 15% sind einfach viel zu wenig, damit es sich finanziell 'lohnt'.


    Bei Deinen Berechnungen hast Du m.E. die Abschlusskosten der Versicherung vergessen. Normalerweise sollte man bei einer BAV doch auch regelmäßig eine Übersicht über die zu erwartenden Rentenhöhe/Einmalzahlung erhalten.

    War zumindest bei meiner BAV so (UFBA). Hier habe ich jedes Jahr eine Standmeldung erhalten (BAV inzwischen stillgelegt). Damit kannst Du dann ja mal rechnen, was unterm Strich für eine Verzinsung bliebt Besteuerung nicht vergessen!).

    BTW: Niemand weiß, wie sich die Zinsen in den nächsten Jahren entwickeln. Aber hohe Zinsen gehen i.d.R. auch mit hoher Inflation einher. Wichtig bei jeder Geldanlage ist die Realrendite. Also das was unterm Strich nach Zinsen und Inflation an Kaufkraft übrig bleibt!


    Mit 500€ Monat in ein ETF-Depot bist Du gar nicht so schlecht dabei. In 25 Jahren kommt da wahrscheinlich auch ein hübsches Sümmchen zusammen.

    Die Frage ist halt, ob man nicht die BAV ruhend stellt und den ETF-Sparplan entsprechend erhöht. :/

    Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe mich mit 48 entschieden meine Kapitallebenslebensversicherung weiter laufen zu lassen. Mit 38 und den gleichen Eckdaten hätte ich die KLV gekündigt!

    Ja, 15% gelten häufiger als Richtschnur.

    Aber wie bereits geschrieben, ist hängt das auch extrem von den jeweiligen Lebensumständen ab. Ich investiere mit knapp 50 inzwischen min. 25% meines Nettos für die AV. Das ist halt Geld, dass jenseits von Konsum, Hobbys, Urlauben usw. 'über' ist. Sprich ich muss mich bzw. mein Leben für diese Sparquote in keiner Weise spürbar für mich einschränken.

    Das geht aber auch nur, weil ich in einer Partnerschaft lebe und Kinder auch nicht mehr 'mitversorgt' werden. Mehr will ich nicht für die AV tun, da ich im 'Hier und Jetzt' lebe!

    Leider habe ich mind. 10 Jahre zu spät angefangen mit dem Investieren. X/

    Gespart habe ich eigentlich schon immer (z.B. Bausparvertrag). Halt immer das was so übrig war, aber nur verhältnismäßig wenig zielgerichtet direkt in die AV.

    Was mir zu denken gibt, ist dass eine ETF-Anlage ja letztlich kapitalbasiert ist. Angenommen ich würde sehr alt werden, dann wäre das Kapital irgendwann aufgebraucht. Wenn ich es richtig verstehe, will eine Rentenversicherung ja gerade dieses Langlebigkeitsrisiko absichern. Und sie ist wohl steuerlich begünstigt.

    Bei einer privaten (Garantie) RV verlässt Du dich auf die Zusage der Versicherung! Auch nicht gerade prickelnd, wie ich selbst gerade bei meiner alten KLV erleben darf. Da haben sich die Versicherungsmathematiker aber heftig 'verrechnet'. Die ursprüngliche Berechnung meines Vertrags von 1990 ist nicht mal mehr das Papier wert, auf dem er gedruckt wurde!

    Schön, dass ich dafür im Laufe der Jahre dann noch ohne Ende Gebühren an die Versicherung zahlen durfte.

    Und in der Auffanggesellschaft der Versicherungen 'Protektor' sind jetzt schon Vorkehrungen getroffen im Falle einer großen Versicherungspleite die garantierten Leistungen der Versicherung kürzen zu können. :/

    Bleibt Dir also auch nur eine Fondsbasierte Versicherung. Warum aber sollte die Versicherung in Sachen Geldanlage erfolgreicher sein als Du? :/

    Im Übrigen hindert Dich doch niemand daran, später im Alter Dein selbst angespartes Vermögen auch bei einer Versicherung zu verrenten (wenn Du es denn unbedingt willst).

    Ich stehe inzwischen auf dem Standpunkt: Kümmer Dich selbst um Deinen Vermögensaufbau. Und kurz vor der Rente kannst Du dann immer noch entscheiden, was Du mit Deinem Vermögen machst!


    PS: Ich denke mal, dass die gRV auch noch eine Rolle für Dich spielt. Die Zahlt auf jedem Fall bis an Dein Lebensende.


    Hier mal etwas zum nachdenken:

    (1) Rentenversicherung durchgerechnet: Warum sie sich (nicht) lohnt - YouTube


    Garantie-reduziert abgezockt - Prof. Dr. Hartmut Walz

    Nichts wie weg? – Die düstere Zukunft von Lebens- und Rentenversicherungs-Verträgen - Prof. Dr. Hartmut Walz

    In Deutschland - die taz in Berlin gehört keinem Medienkonzern und keinem Investor und ist unabhängig vom Anzeigengeschäft. Sie gehört fast 21.000 Genossinnen und Genossen. Das ist sogar vor einigen Jahren Michael Moore in den USA aufgefallen... ;-)

    Hossa. :S

    Dann halte ich mal dagegen. Kaufen wir alle Aktien der News Corp. des Herrn Murdoch. Dann können wir auch die Nachrichten bestimmen (z.B. Fox News)! :/

    Nur weil etwas vielen gehört, wird es dadurch noch lange nicht neutral oder gar faktenbasiert! Allein die Chefredaktionen haben einen einen extremen Einfluss auf die Ausrichtung einer Zeitung. Und allein schon durch das Weglassen von Fakten, kann ich ohne lügen zu müssen, die Ausrichtung einer Zeitung beeinflussen.

    Ich finde die Medienlandschaft in D gar nicht mal so übel. Ich kann so ziemlich Alles lesen und mir daraus meine eigene Meinung zu Themen bilden. Wichtig ist halt, dass man auch gewillt ist auch andere Standpunkte zu akzeptieren und auch die eigene Meinung regelmäßig hinterfragt.

    Ich kann die Webseite https://backtest.curvo.eu/ empfehlen. Dort kann man sogar bis 1994 'zurückrechnen' wie sich eine bestimme ETF Kombination in der Vergangenheit so geschlagen hat.

    Leider habe ich noch keine Webseite gefunden, die aufzeigt wie die optimale Kombination für die kommenden 20 Jahre aussieht. ;)

    Ich persönlich komme damiti auf das Ergebnis, dass man sich nicht so sehr den Kopf zerbrechen sollte und einfach besparen sollte, und zwar so wie man es am einfachsten hat. :)

    Ja, leider ist die Wahrheit so einfach!

    Auch der Finanzwesir hat mal wieder eine Rückschau gemacht und kommt zum Ergebnis, dass eine Zeile im Depot prinzipiell vollkommen ausreicht (1 ETF auf den MSCI World ACWI oder FTSE All World).

    Was ist für die Depot-Rendite verantworlich? | Finanzwesir

    Mann muss einfach nur lang genug investierst sein, dann läuft es doch wieder auf die Marktrendite raus.

    Trotzdem bleibe ich bei meinem 70/30 Portfolio. Allein schon, weil ich dann ja auch einmal im Jahre rebalancen kann. Ein alter weißer Mann braucht ja auch Aufgaben. :D