Beiträge von monstermania

    Hallo Kigama und Herzlich Willkommen im FT-Forum,

    nun so einfach ist die Frage nicht zu beantworten. Im Zweifel sage ich mir immer, meine Frau hat Recht und ich habe meine Ruhe! ;)

    Es gilt an der Börse der Satz "Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen"

    Aber dann kommt es halt darauf an, wie Ihr die Zukunftsaussichten des verkauften Unternehmens (Aktie) bzw. der Branche (ETF) bewertet.

    Nehmen wir z.B. mal die Aktie der Firma Apple. Wer diese in den 90'ern gekauft hatte, brauchte schon starke Nerven bzw. einen langen Atem. Letztlich hätte sich das halten der Aktien aber richtig gelohnt!

    Im Gegensatz dazu Nokia. In den 90'ern absoluter Marktführer ging es nach dem DOTCOM-Crash eigentlich nur noch Abwärts. Hier hätte ein Verkauf absolut Sinn gemacht um den Schaden zu begrenzen.


    Fazit: Wer nun Recht behält, werdet Ihr in der Zukunft wissen! :D

    Das ist auch der Grund, warum ich keine Einzelaktien/Sektor-ETF kaufe, sondern nur marktbreite ETF. Da brauche ich mich im nachhinein nicht zu ärgern, dass ich den nächsten Trend verpasst habe!

    Stimme voll zu. Eher schwer erzeugbare Assets sind in den Gelddruckzeiten einen genaueren Blick wert.

    Die Sache ist doch eigentlich ganz einfach. :)

    Entweder Du hast ein gewisses Grundvertrauen in (FIAT)Geld, oder Du musst Dich auf Sachwerte verlassen (z.B. Aktien, Immobilen und Gold).

    Warum sollte man dann überhaupt in Richtung Crypto-Währungen schauen? Dahinter steckt doch auch bloß die blanke Gier bzw. der Wunsch schnell reich zu werden, oder (Spekulation)? ;)


    Und komme mir keiner mit dem Argument, die 'Kryptowährungen' könnten ja nicht von irgendeinem Staat kontrolliert werden. Der Besitz von Gold kann auch nicht vom Staat kontrolliert werden, sofern ich das Gold anonym gekauft habe (Tafelgeschäft).

    Und die grundsätzliche Wertstabilität von Gold wird auch von niemandem ernsthaft angezweifelt. Dass sich jemand Crypto-Währungen quasi als Werterhalt des Vermögens bzw. als Notfallreserve kauft, habe ich bisher noch nie gehört.:/

    Danke schon mal.:thumbup:

    Geht mir erstmal nur um die grobe Übersicht, wie es überhaupt aktuell aussehen würde.

    Bis 2037 kann und wird ohnehin noch viel passieren.

    Derzeit tendiere ich ganz klar zur Kapitalabfindung. Ich werde 2037 hoffentlich schon meine Rente genießen und dann sollte das Steuerthema nicht mehr so heftig ins Kontor schlagen (5-tel Regel wäre natürlich richtig cool gewesen ;)).

    Aber schon mal gut zu wissen, dass zumindest wohl keine Beiträge zur GKV und PV anfallen (nach akt. Gesetzeslage ;)).

    Ich hab dann ja noch einige Jahre Zeit bevor ich mich entscheiden muss.

    Ich habe da mal eine paar Fragen,

    ich habe über einen meiner vorherigen AG seinerzeit mal eine BAV (ufba) abgeschlossen (Abschlussnach 2005). Die BAV lief als reine Nettolohnwandlung ohne Zuschuss seitens des AG. Die BAV ist inzwischen seit rund 10 Jahren ruhend gestellt.


    Lt. letzter Standmeldung ergibt sich zum 01.03.2037 ein Rentenanspruch von 87,60€ pro Monat (Brutto). Alternativ könnte ich mich auch mit einer Einmalzahlung in Höhe von 20.995€ abfinden lassen (Brutto).

    Die Rentenzahlung erfolgt bis zu meinem Lebensende und enthält die Sicherheit, dass die Rentenzahlung auch im Falle meines Todes an eine begünstigte Person geleistet wird (20 Jahre Rentengarantie).


    Jetzt meine Fragen.

    1. Ist es richtig, dass auf diese Rente keine Beiträge zur GKV und Pflegeversicherung anfallen, da diese Rente unter der seit 2020 geltenden monatl. 'Kleinstrentengrenze' von knapp 160€ liegt?

    2. Würden bei Inanspruchnahme der Kapitalabfindung Beiträge zur GKV/Pflegeversicherung anfallen?

    3. Kann man bei der einmaligen Kapitalabfindung die 5-tel Regelung anwenden?

    Hallo Fido,

    nein eine sichere Lösung kann ich Dir auch nicht anbieten.:(

    Fakt ist, dass Du mit einer 10%igen Entnahme ein extremes Risiko auf Dich nimmst zu scheitern (auch bei nur 10 Jahren)!

    Schau Dir mal folgenden Blog an:

    Entnahmestrategien Archive - Finanzen? Erklärt! (finanzen-erklaert.de)

    Der Georg hat diverse Entnahmestrategien durchgerechnet. Selbst mit einer Entnahme von 'nur' 4% besteht schon ein nicht unerhebliches Risiko, dass das Vermögen nicht bis zum Lebensende reicht (30 Jahre Entnahmephase).


    Nun planst Du ganz bewusst einen Vermögensverbrauch über 10 Jahre ein. Da wäre wohl am ehesten diese Strategie überlegenswert:

    Entnahmestrategien optimieren – mit dem C(r)ash Puffer ist die 4%-Regel bombensicher! - Finanzen? Erklärt! (finanzen-erklaert.de)

    Gemäß der Grafik könntest Du ca. 8% im Jahr entnehmen, wenn das Geld nur für 10 Jahre reichen soll.


    Das größte Risiko für Dich dürfte aber das 'Sequence of Return Risk' sein. Sequence of Return Risk – die ersten 5 Jahre sind entscheidend - Finanzen? Erklärt! (finanzen-erklaert.de)


    Wie Du es drehst und wendest. Es besteht auf jedem Fall ein erhebliches Risiko, dass Dir unterwegs das Geld ausgeht. Andererseits ist nicht das das ganze Leben ein einziges Risiko!?;)

    Achtung, ab hier kommt meine persönliche Ansicht!

    Wenn Die sonstigen Bezüge (z.B. Rente) die grundsätzlichen Ausgaben zum Leben decken, und man einfach nur noch ein paar Jahre gut bzw. besser Leben will, warum das Risiko nicht eingehen!? Wenn das Geld nachher nur für 8 Jahre des Plans reicht, wäre das schlussendlich auch egal, oder?

    Lieber 8 Jahre gut gelebt, als nach 12 Jahren mit einem kleinen Vermögen auf dem Friedhof zu enden. Da letzte Hemd hat halt keine Taschen,

    Es kann ja genau so gut passieren, dass nach 5 Jahren eh Schluss ist, mit der 3 Monatigen Auszeit weil die Gesundheit einfach nicht mehr mitmacht.

    Wobei der verlinkte Vergleich falsch ist. Die Referenz müsste ein 80:20-Portfolio sein = Normalzustand nach Beck.

    Jein,;)

    Georg vergleicht ja das Portfolio von Global One. Wenn Du dort z.B. 10K€ anlegst sind die 10K€ halt auch investiert, da Du selbst keinen Einfluss drauf nehmen kannst, dass 20% Deiner Anlage nicht in Aktien investiert sind (zeitweise).

    Georg führt das ja selbst in den Kommentaren aus, dass auch das Global One Portfolio 2000-2003 und 2007-2009 auch zu 100% in Aktien investiert gewesen wäre.

    Die Tendenz ist aber doch eindeutig erkennbar. Langfristig schlägt simples Buy-and-hold Marktiming (zumindest in der Vergangenheit).

    Cashflow64

    Für mich liest sich das Ganze ziemlich planlos.

    Grundsätzlich solltest Du mal durchrechnen, wie groß Deine 'Rentenlücke' konkret überhaupt ist bzw. sein wird. Sprich, wie viel Geld/Monat brauchst Du ab 63 (Renteneintritt) noch zusätzlich aus Deinem Vermögen um Deinen Lebensstandard halten zu können.

    Diesen Betrag multiplizierst Du mit 12 = Jahresbedarf

    Davon dass 25 Fache und Du hast in etwa Deinen notwendigen Vermögensbedarf für das (Renten)Alter ermittelt. Klar, dass ist erst mal nur die grobe Richtung, aber immerhin hast Du dann schon mal eine Hausnummer.

    Zum Thema Entnahmestrategien empfehle ich Die mal den Blog von Georg, der diverse verschiede Entnahmestrategien durchgerechnet hat. Da dürfte sich auch eine optimale Strategie für Dich finden lassen.

    Entnahmestrategien Archive - Finanzen? Erklärt! (finanzen-erklaert.de)


    Das nächste wäre dann mal die ehrliche Aufarbeitung Deiner Anlagestrategie. Mach doch mal die Rückrechnung wie erfolgreich Dein Einzelaktiendepot im Vergleich zu einer simplen Buy-and-Hold-Investition in einen weltweiten Index-Fonds gewesen wäre (z.B. MCSI ACWI / FTSE All World). Wenn Du gleich/besser abgeschnitten hast, wie der Markt, dann herzlichen Glückwunsch.

    Wenn Du schlechter abgeschnitten hast, wäre das dann der Zeitpunkt mal über einen Strategiewechsel nachzudenken. ;)


    Ich arbeite auch auf die Rente mit 63 hin. Da ich Gegensatz zu Dir noch einige Jahre mehr vor mir habe, warte ich mal ab, welche Geschenke die nächste Regierung noch so für den vorzeitigen Renteneintritt bereit hält. :/

    Grundsätzlich verfolge ich ebenfalls die Idee, mit Renteneintritt die Welt zu bereisen. Von daher plane ich den Finanzbedarf in den ersten 10 Jahren meiner Rentenzeit höher ein, als ab 70. Die Erfahrungen aus meinem Verwandten- und Bekanntenkreis haben mir gezeigt, dass es mit steigendem Alter irgendwann vorbei ist mit den tollen Reiseplänen. ;)

    19bennny87

    Hier mal ein Link, der die Vor- und Nachteile eines gemeinsamen Depots beleuchtet.

    Gemeinschaftsdepot: Vorteile, Risiken und Tipps | comdirect magazin


    Kostenlose Depotanbieter gibt es Einige (z.B. TradeRepublic, Scalable Capital). Aber ich weiß nicht, ob auch bei Jedem ein Partnerdepot möglich ist.

    Finanztip hat hier einen einen Depotvergleich: Depot Vergleich: Die besten Online Broker & Aktiendepots im Test - Finanztip


    M.E. sollte man im Zuge der Depoteröffnung auf jedem Fall auch mal sein Girokonto checken. Es gibt weiterhin Anbieter, die aktuell kostenlose Girokonten incl. Depot anbieten (z.B. ING, DKB). Dort hat man dann Alles in einer Hand. Das kommt dann dem KISS-Ansatz zu gute (Keep it simple stupid).

    Also sollte ich lieber den NASDAQ verkaufen, um den MSCI World auf 70% zu gewichten?

    LG :)

    Was Du tun solltest, kannst nur Du selbst entscheiden!

    Wir können Dir auch nur unsere Sicht der Dinge mitteilen. Wichtig ist, dass Du hinter Deiner Entscheidung stehts (und damit gut schlafen kannst). Letztlich werden wir alle erst in 10 oder 20 Jahren wissen, welche Portfolioaufteilung für die zurückliegenden Dekade(n) optimal gewesen wäre.

    Die Tech-Rally der letzten Jahre kann durchaus noch einige Jahre so weiter gehen. Und 10% Beimischung bringen Dich ja auch nicht um.

    Hallo 19bennny87 und Herzlich Willkommen im FT-Forum,

    grundsätzlich reicht ein ETF aus. ETF auf den Index MSCI ACWI oder den FTSE All World behinhalten jeweils rund 85% der Marktkapitalisierung von Aktienunternehmen in rund 50 Industrie- und Schwellenländern (>3000 Firmen). Mehr braucht es nicht.


    Natürlich muss man den ETF beobachten. Es besteht immer die Möglichkeit, dass ETF eingestellt oder verschmolzen werden oder sich irgendwelche steuerlichen Aspekte ändern. Bei den 08/15 ETF-Dickschiffen ist das zwar unwahrscheinlich, aber natürlich trotzdem möglich. Vor Allem, wenn man von einem Anlagehorizont von 20 oder 30 Jahren ausgegangen wird (Altersvorsorge).

    Außerdem gilt es den Freibetrag auf die Kapitalertragsteuer optimal auszunutzen. Als Ehepaar steht Euch ein Freibetrag von 1602€ pro Jahr zu.

    Also entweder erstmal einen ausschüttenden ETF besparen, bis Ihr mit den Ausschüttungen in die Nähe des Freibetrags kommt (Ausschüttungen wieder Anlegen), oder beim thesaurierenden ETF jedes Jahr so viele Anteile verkaufen/Neu kaufen, dass Ihr Euren Freibetrag optimal nutzt.

    Macht aber auf jedem Fall etwas Arbeit. ;)


    Nun ja, es gibt auch Ehepaare, die lieber 2 getrennte ETF-Depot besparen. Im Falle einer späteren Trennung gibt es dann keine Probleme mit der Aufteilung des Depots. Bei einem ETF für Beide, müsste im Trennungsfall das Depot aufgelöst werden und der Ertrag dann auf beide Partner aufgeteilt werden. Dabei fallen dann ggf. Steuern an bzw. ist der Zeitpunkt für den Verkauf des Depots gerade extrem ungünstig (Kurscrash). Ja, mag man nicht gern drüber reden, sollte man aber auch berücksichtigen.

    Hallo ExileOnWallStreet ,

    ich habe noch 18 Jahre bis zum (derzeitigen gesetzl.) Rentenbeginn. Derzeit überlege Ich eine Mischung aus zusätzlicher Einzahlung in die GRV und ETF-Depot.

    Da ich gern mit 63 vorzeitig in Rente gehen möchte, ist meine Idee, die aktuell mind. die 14,4% Abzüge durch den vorzeitigen Rentenbeginn mit 63 durch Einzahlung in die GRV auszugleichen (Ja, mir ist klar, dass durch die 4 Jahre früherer Rentenbeginn ohnehin schon Rentenpunkte fehlen).


    Ich werde dazu in 1-2 Jahren einen Beratungstermin bei der DRV machen um mich diesbezüglich beraten zu lassen. Die Beiträge zur GRV können ja auch steuerlich geltend gemacht werden.

    Mein Problem ist halt, dass Niemand weiß, wie die Börse/Märkte bis 2035 laufen. Ich habe meine grobe ETF-Renditeplanung zwar mit moderten 6% p.a. vor Steuern kalkuliert, aber es gab eben immer auch Dekaden, wo es quasi eine Nullrendite gab (zuletzt 2000-2010).

    Von daher möchte ich ungern Alles auf die Depot-Karte setzen.

    Ich wollte Apple, Microsoft usw. etwas übergewichten. Deswegen die 10% im NASDAQ.

    Kein Problem. Ist ja Dein Depot. ;)

    Dir muss eben klar sein, das die IT-Branche in den letzten Jahren extrem gut gelaufen ist und dann durch Corona nochmals einen Schub bekommen hat.

    Das kann auch noch eine ganz Weile so weitergehen, aber irgendwann werden auch die Techwerte wieder auf den Boden geholt.

    Hallo Heenko und Herzlich Willkommen im FT-Forum,

    wenn Du damit gut schlafen kannst, ist Alles in Ordnung! :)


    Als Anmerkung. Der MSCI ist mit rund 30% Anteil bereits sehr Tech-Lastig (20% IT-Branche, 10 % Telekommunikation). Durch die Beimischung des Nasdaq 100 erhöhst du den Technikanteil in Deinem Depot dann noch mehr.

    Die Auszahlung der ehemals eingezahlten Beträge ist ja steuerfrei. Aber von den zusätzlichen Gewinnen (= Einkommen) will der Staat halt einen Teil abhaben. Ist von der Systematik her in Ordnung.


    Was das Erbe abgeht: Hierbei handelt es sich um kein Einkommen im steuerlichen Sinne. Die Erbschaftsteuer/Schenkungssteuer ist eine knallharte Enteignung. Dient einzig dazu, die besitzlosen Massen ruhig zu stellen und das Staatssäckel zu füllen.

    Ob es sich um eine Enteignung handelt, sei man dahingestellt.:/ Schließlich wird dem "Erschaffer" bzw. dem Besitzer des Vermögens ja nichts weggenommen, so lang das Vermögen nicht vererbt/verschenkt wird.

    Fakt ist doch, dass der Erbende i.d.R. nichts zum Vermögen beigetragen hat. Es wird einfach so vererbt, weil man halt Erbe ist (Familie).

    Wenn ich jetzt mal aus der Sicht als Teil der "besitzlosen Masse" ;) spreche, empfinde ich es als unfair, dass der Vater seiner Tochter 400K€ steuerfrei schenken darf, während ich auf evtl. Gewinne aus meinen versteuerten Ersparnissen Kapitalertragssteuer abdrücken darf. Mit dem Risiko im schlimmsten Fall sogar noch mit Verlusten dazustehen und noch dazu ohne nennenswerte Freibeträge!

    Und mal ehrlich, was wäre so schlimm daran, wenn die Tochter von den geschenkten 400K€ nur 200K€ behalten dürfte und der Rest an den Staatssäckel ginge!? Man könnte ja keine Steuer einführen, sondern eine "Rentenabgabe", die dann direkt in die Rentenkasse fließt.

    Damit hätten wir das Rentensystem gleich etwas stabilisiert. :)

    Erbe: Reich? Ich doch nicht! - Gesellschaft - SZ.de (sueddeutsche.de)


    Und eine Besteuerung nach Wertzuwachs wäre extrem kompliziert. Welchen Wert willst Du z.B. für klassische Autos oder einen Kunstgegenstand ansetzten?

    Da vererbt Dir Opa seinen ollen 300SL den er 1960 für 20.000 Mark gebraucht gekauft hat und plötzlich sollst Du für einen Wert von 1 Mio.€ steuern zahlen oder wie!? :/

    Der Schenkende oder Erblasser hat doch den Wert der Schenkung bzw. des Erbes bereits mindestens einmal versteuert. Reicht das nicht?

    Nö,

    der Beschenkte oder Erbe hat i.d.R. nichts zur Schaffung dieses Vermögens beigetragen (leistungsloses Einkommen).

    Im Übrigen habe ich die Einzahlungen in meinem Depot auch bereits komplett versteuert. Trotzdem hält der Staat die Hand auf, wenn ich meine Gewinne irgendwann realisiere. ;)

    Pablo

    Ja, das Leben ist eben ungerecht. Der Eine bekommt bereits als Baby den "goldenen Löffel" in Form einer 400K€-Schenkung von Opa/Oma in den Mund gesteckt, der Andere geht evtl. komplett leer aus und darf sein ganzes Leben lang für den Aufbau sein eigenen Vermögens arbeiten.

    M.E. sollte das Verhältnis zum Schenkenden bei der Betrachtung überhaupt keine Rolle spielen und die Höhe des schenkenden Betrags grundsätzlich auf die gesamte gesamte Lebenszeit des Empfängers gedeckelt werden. Alles darüber hinaus gehende sollte dann heftig besteuert werden. Das sehe ich beim Thema Vererben übrigens ziemlich ähnlich.


    Aber ist ohnehin egal. Die wirklich großen Vermögen werden nicht verschenkt oder vererbt, sondern in Form einer Familienstiftung in 'Sicherheit' gebracht. Und damit meine ich auch in 'Sicherheit' vor dem eigenen Nachwuchs, der sonst wohl so manches Vermögen schnell durchgebracht hätte. ;)

    Ach ja, ich habe vor über 30 Jahren auch etwas Geld vom meinem Opa geschenkt bekommen. Damit konnte ich problemlos mein Studium finanzieren.

    Kann ich durch die eigene und selbständige Aufstellung der ETFs im Riester nicht eine ganz ordentliche Rendite einfahren?

    Riester ist ein Garantieprodukt.

    D.h. der jeweilige Anbieter muss Dir zum Rentenbeginn Deine Einzahlungen + die staatl. Zulagen garantieren.

    Der Anbieter fairr-Riester hat versucht Riester mit ETF zu kombinieren. Das ist dann im Corona-Crash im März 2020 gescheitert, als fairr bzw. die dahinter stehende Depotbank quasi zum Tiefststand alle Kunden-ETF in Cash umgeschichtet hat (= max. Buchverlust realisiert).

    Das hat teils zu massiven Verlusten bei den Kunden geführt. Seiter dümpeln die Riester-Konten vor sich hin, da fairr/Depotbank offenbar versucht sicherzustellen, dass zum Vertragsende der Kunden die Garantien erfüllt werden.

    Dazu gibt es einen längeren Beitrag hier im Forum: Fairr Riester verkauft alle Depotwerte - Altersvorsorge - Finanztip Forum


    PS: 2021 überhaupt noch einen Riester-Anbieter zu finden wird nicht leicht, da sich diverse Anbieter vom Markt zurück gezogen haben, da Sie sich nicht mehr Imstande sehen die Beitragsgarantie zu übernehmen und noch Nennenswert daran verdienen zu können.