Beiträge von JDS

    Weshalb plädierst du nur für ein Bankkonto ;)?

    Ich sage nur, dass mehrere Konten nicht zwangsweise die Übersicht über die Finanzen verbessern. Wenn denn eine Übersicht durch Planung (Budgets...) gegeben ist, ist die Anzahl der Konten irrelevant. Im Prinzip würde dann auch ein einziges Bankkonto ausreichen.

    Auf ein einziges Bank-/Girokonto würde ich mich allerdings nicht verlassen wollen; die aber nicht wegen der Übersicht, sondern als 'Sicherheit', falls Bank A gerade mal ein Update auf ihren veralteten Systemen fährt während ich meinen Einkauf mit der Karte zahlen will... oder so ähnlich. Gebraucht habe ich diese Back Ups bislang eigentlich noch nie-nicht...

    Und noch einmal... weder verschiedenen Konten, noch irgendwelche Apps oder Tools, welcher Art auch immer, ersetzen eine vernünftige Finanzplanung oder nehmen dir das Denken ab.

    Planung und eine gewisse Portion Disziplin bringen dich zu einer besseren Übersicht über deine Finanzen.

    ...die mit mehreren Konten verbunden sind sind gut, um eine bessere Übersicht über die Finanzen zu haben?

    Ich habe die Pünktchen am Anfang einmal durch 'Bratkartoffeln' ersetzt... und der Satz ergibt noch immer keinen Sinn.

    Wenn ich eine gute Übersicht über meine finanzen haben will, spielt die Anzahl der Konten eine extremst untergeordnete Rolle. Statt diverser Konten für dit un dat habe ich ein Jahresbudget, Monatsbudgets und Liquiditätspläne für jeden Monat. Die verschiedenen 'Konten' (Wohnen, Energie, Telekommunikation, Lebensmittel, Kleidung, Klopapier... bis Taschengeld) sind auf Papier gehalten; ein Bankkonto (Giro für den Zahlungsverkehr) reicht dabei völlig.

    Moin,


    als ich vor über 30 Jahren die ersten Aktien in mein Depot packte, lag mein Fokus nicht auf Dividendentiteln. Ausschüttungen wurden, wenn es welche gab, einfach wieder investiert... und dies nicht zwangsläufig in die gleichen Aktien, die Dividenden versprachen.

    Inzwischen wirft mein bescheidenes Depot eine 'persönliche Dividende' ab, die mir ein Grinsegesicht beschert. Die jährlichen Ausschüttungen, auch wenn sie schwanken, sind deutlich höher als die ursprünglich angelegten Summen... will sagen, die persönliche Dividendenrendite liegt bei über 100%...

    Falls ja, meine Frage: Setzt Ihr auch auf Aktien-Einzeltitel? Oder statt dessen auf Dividenden-ETFs? Und jeweils: Wenn ja, warum; wenn nein, warum nicht?

    Fonds hatte ich dunnemals nicht auf dem Schirm, und es ist dabei geblieben.

    Es wird mit aller Wahrscheinlichkeit darauf hinauslaufen, dass ich den schmerzvollen Schritt gehen werde und die Verträge kündigen werde.

    Den 'schmerzvollen Schritt' zu gehen... ??? Sei froh, dass du frühzeitig den Hebel umlegst; jetzt kannst du von 'kleinem' Lehrgeld und einem kleinen Autsch sprechen. Diejenigen, die an solchen Schrottverträgen Jahrzehnte lang festhalten und einige Zehntausende, wenn nicht mehr, im Vergleich zu ordentlichen DIY-Geldanlagen in den Sand setzen, die dürfen später einmal richtig weinen...

    Demnach hätte deine Aussage etwa so lauten sollen:

    "Es wird mit aller Wahrscheinlichkeit darauf hinauslaufen, dass ich den freudigen Schritt gehen werde und die Verträge kündigen werde."

    Auch wenn 150 Euro pro Monat erst einmal wenig klingen: Auch diese würde ich gerne pro Monat geeignet investieren.

    Den Betrag darf man ruhig in Relation zu den Einkünften setzen... für manch einen unserer Mitmenschen sind 150 Öcken viel Geld, für andere hingegen sehr wenig...


    Vernünfting investiert können aus 150 Öcken im Monat aber durchaus auch deren 450.000 werden. Vor Steuern und - leider nur - nominal.

    Nicht vergessen sollte man bei allen Überlegungen auch, dass die 'letzten 150 Öcken', die in einen 'Sparplan' laufen werden, vielleicht die Kaufkraft von 50 Öcken von heute haben werden.

    Hey Malte ,


    ich find's klasse, dass du dich als Twen mit dieser Thematik befasst. Vergleiche anzustellen ist völlig richtig. Dabei betrachtet man aber nur den 'Moment'. Künftige 'Werte' bzw. Faktoren bleiben dabei außen vor. Mit Finanzprodukten, die - egal ob auf den Brutto-Zahlbeitrag, oder den (derzeitigen) Netto-Beitragsaufwand bezogen - eine negative Realrendite 'erwirtschaften', würde ich mich nicht allzulange befassen. Schön, dass man mal drüber nachgedacht hat.


    Wenn ich mal so eben über die letzten 4 Dekaden nachdenke, und insbesondere an die Zeiten vor rund 40 Jahren... dann habe ich damals auch nicht wirklich küftige Entwicklungen in meine Überlegungen einbezogen. Damals hatten wir in Schland die Deutsche Mark, ordentliche Inflationsraten (und diese nicht auf dem Schirm), hohe Sparzinsen (ohne echten positiven Realzins), Kapitalbildende Versicherungen, die 6- bis 8%ige Verzinsungen versprachen, etc. pp.


    Keine/r kann erahnen, was wir und du in den nächsten 40 Jahren erleben werden. Vermutlich wirst du von dem Kapital aus den monatlich 150 Öcken im Rentenalter mal gerade so viel kaufen können, wie heute von einem Drittel bis gar nur einem Fünftel dessen.

    Steuern bzw. vermeintliche Steuervorteile hin oder her... privat bespeiste und nicht durch Zuschüsse 'geförderte' Lebens- oder Rentenversicherungen sind seit Jahren tot.

    Wie macht ihr das ?

    Also, ich habe Einkünfte und Vermögenswerte immer getrennt betrachtet. Heißt, derzeitige Einkünfte, geschätze Entwicklung... und Alterseinkünfte (geschätzt). Bei den Alterseinkünften zählen vermutete Renten aus iwelchen Versicherungen mit.


    Beim Vermögen habe ich immer das aktuelle Netto-Vermögen (z.B. Immo: Marktwert minus Hypothek/Restschuld) betrachtet... und dies unter Annahme von Entwicklungen hochgerechnet.

    Und dat Janze (Planwerte, Schätzungen) habe ich Jahr für Jahr mit den Ist-Werten verglichen und ggfs. darauf reagiert.

    Sie gibt einige Denkanstöße, die bedenkenswert sind. Es ist aber definitiv eine Strategie, die merklich risikoreicher ist.

    Moin Hornie,


    man wird ja wohl auch mal ein kleines bisschen provozieren dürfen, oder? Ich neige dazu, mir beide Seiten der Medaille anzusehen und die unterschiedlichen Varianten wenigstens mal kurz mit Bleistift auf Butterbrotpapier (oder mit Excel) zu berechnen. Dabei betrachte ich Nominalwerte und alternativ eine inflationsbereinigte Variante. Investieren auf Kredit, und das wäre es zweifelsohne auch in diesem Fall, ist in Schland verpönt... aber - egal woauf dem Blauen Planeten - 'goil'. Steckt dahinter nicht auch das Erfolgsprinzip der Banken?

    Wenn Du die Zahlungen für die Finanzierung als Mietzahlung betrachtest, muss Dir bewusst sein, dass sich Deine Miete in 5 Jahren plötzlich weit mehr als verdoppeln kann/wird.

    Sagt das der 'deutsche Michel', oder hast du das ausgerechnet?

    Übrigens ist Zocken nicht generell negativ gemeint. Es kann ja auch sehr ertragreich sein. Es kann aber auch sehr verlustreich sein.

    Im dritten Satz spricht ja schon wieder der 'Michel' ;-)... und zwar der 'Michel', der noch nienicht von Möglichkeiten gehört hat, wie und dass man Verluste begrenzen kann.

    Evtl. habt ihr noch eine ganz andere Idee? Ich freue mich auf Rückmeldungen.

    Wie schon weiter oben zitiert, lautet die konservative Empfehlung, zuerst Schulden abzubauen und dann erst an den Vermögensaufbau zu denken. MMn sollte dies für Konsumschulden gelten; bei Hypotheken darf man ruhig etwas anders ticken ;-)


    Ich sehe diese Sequenz (primär zu tilgen, danach Vermögen aufzubauen) nicht, also auch kein Entweder-Oder, sondern ein Und. Wenn ich eine Immo (sebst genutzt) an der Backe habe, dann habe ich mich - alternativ zum Miete Zahlen - auf einen Betrag zur Finanzierung eingelassen. Und eben diesen Betrag, auch wenn er nach Ablauf einer Zinsbindungsphase ansteigen mag, muss ich mir leisten können. Beim Vermögensaufbau ist der Faktor Zeit (Anlage- und Anspardauer) wesentlich; früh damit zu beginnen ist besser gut ;-)


    Auch wenn man Finanzentscheidungen besser unter Berücksichtigung der sog. Gesamtsituation treffen sollte, und/oder seriöse Empfehlungen nicht ohne Kenntnis der 'Lage' aussprechen sollte, will ich mich doch ein wenig aus dem Fenster lehnen. Mir erscheint ein Cash Polster (Liquiditätsreserve) von 75k relativ zu hoch... es sei denn, ihr hättet - ohne Immos - Sachwerte von wenigstens einer halben Mio. und seht eine Notwenigkeit dafür, die Reserve auf diesem Niveau zu belassen. Daraus lässt sich ableiten, möglichst viel in Sachwerte (Aktien, Aktienfonds, Aktien-ETF) zu investieren und die angeschnittene 'Zockerei' mal schnell zu vergessen. Ich meine damit nicht, nicht zu investieren, sondern das Investieren nicht als Zocken anzusehen. Zocken tun die Doofen, die Unbedarften... Wer vernünftig investiert, der sucht sich seine Anlagevehikel mit Bedacht aus, beobachtet deren Entwicklung und Umfeld, und reagiert. Punkt. In diesem Zusammenhang solltet ihr mal über die Bedeutung von 'langfristig' nachdenken. Langristig in Aktien, Aktienfonds und/oder Aktien-ETF zu investieren bedeutet nicht, und hat noch nie bedeutet, Titel zu kaufen und diese quasi ewig zu halten. Langristig zu investieren bedeutet mMn, langfristig generell in solche Sachwerte zu investieren, wobei durchaus auch ab und an Gewinne mitgenommen werden können (ja, ich weiß... die Steuern und der verschenkte Steuerstundungseffekt...) und/oder Verluste vermieden werden sollten... durch Verkäufe der betroffenen Titel. Natürlich wissen 4 alle, dass das sog. Market Timing nicht wirklich funct, jedenfalls nicht ohne zuverlässige Kristallkugeln. Aber, man kann sich guten Zeitpunkten von Käufen und Verkäufen durchaus annähnern. Sollte eure Investition in 5 Jahren gerade nicht so prickeld im Kurs stehen und euch Buy & Hold besser zu Gesicht steht, und sollten Anzeichen vorliegen, dass ein Verkauf (von Teilen) gerade etwas ungünstig sein würde, dann lasst das Zeug laufen. Die Anschlussfinanzierung, auch wenn sie etwas teurer ausfallen könnte, wird wohl mit einem monatlichen Überschuss (2k?) auch zu stemmen sein, ohne dass das Kreditvolumen merklich reduziert werden wird.

    ... wir sollten versuchen uns von den Prinzipienreitern zu unterscheiden ;-)


    Jeder sieht den 'Notgroschen' anders. Jeder betrachtet auch unvorhergesehene bzw. unvorhersehbare und geplante bis wahrscheinliche Ausgaben etwas anders. Für Tante Meier, zum Bleistift, ist es ein 'Notfall', für den der Notgroschen herhalten müsste, wenn die 8 Jahre alte Waschmaschine am 23. Dezember den Geist aufgibt. Tante Müller geht von einer begrenzten Lebensdauer der Machine aus und hat jedes Jahr ein paar Öcken auf ihr 'Waschmaschinenkonte' eingezahlt ;-)


    Nennt die Klamotte doch einfach Liquiditätsreserve, ob sie nun für Notfälle gebraucht werden könnte, oder für wahrscheinliche Ausgaben zum unpassenden Moment.

    Und eben diese Liquiditätsreserve sollte liquide sein und nicht - wie auch immer - riskiert werden.

    Einem mittellosen Penner leihe ich kein Geld. Und einer Zinsbude, die extremst mager mit Eigenkapital ausgestattet ist, leihe ich ebenfalls kein Geld. Punkt!

    Sind diese durch den Einlagensicherungsfonds der Länder bis zu den Höchstbeträgen nicht auch "sicher" oder welches höhere Risiko geht man ein?

    Höhere Zinsen (Zinserträge) bezahlt man immer mit einem höheren Risiko. Wären jene Institute so gut aufgestellt, wie sie sich nach außen darstellen, könnten sie sich zu viel niedrigeren, besseren Konditionen Kapital beschaffen. Ergo müssen sie Doofe suchen, die ihnen Geld leihen ;-)

    Schau dir einfach mal deren Bilanzen und Gesellschafter sowie deren Geschäftsmodelle an, und du endest mit Kopf auf Tischplatte.

    Im Zweifel darfst du mal rechnen, was dir 10 Promille mehr an Zinsen bei dem angedachten Anlagebetrag pro Jahr nach Steuern einbringen. Pfandflaschen und -dosen sammeln dürfte lukrativer sein ;-)

    Wenn nach Abschluss 12 Jahre vergangen sind und das 62. Lebensjahr vollendet ist, sind bei Kapitalauszahlung nur die Hälfte der Erträge zu versteuern.

    Oben in dem Beispiel erzielt der TE bei einem Prozentpunkt Renditeunterschied (zwischen RV und ETF) voraussichtich einen um rund 140.000 Öcken höheren Gewinn und somit vermutlich einen Vorteil gegenüber der RV und - trotz der ach so tollen Steuervorteile der RV - ein Plus von rund 110.000 Öcken. Also... man gebe einen Sch... auf das Versicherer-Geschwafel... und rechne 8)

    ... auch wenn es mir schwerfällt abzuschätzen wieviel man später tatsächlich braucht.

    Der Vorteil von 'Geld' ist, dass es sich in Zahlen ausdrücken lässt... und mit Zahlen kann man rechnen.

    Was hältst du davon, einmal deine aktuelle Situation (Einkünfte, Ausgaben, Vermögenswerte) bis zum Rentenbeginn hochzurechnen, und zwar nominal und inflationsbereinigt. Natürlich bleibt es dennoch bei Annahmen, da wir künftige Werte und Faktoren nicht kennen. Von diesen Annahmen kannst du aber eine Lücke ableiten, die es zu schließen gilt.

    Der aufgeschlossene Sparer/Investor wird dann wohl von Jahr zu Jahr einen Soll-Ist-Vergleich machen und ggfs. zuvor getroffene Entscheidungen den Gegebenheiten anpassen...