Beiträge von JDS

    Darf man fragen woher die Informationen zu den Renditen bei der Investition in Einzelaktien stammen?

    Ja, Alburnus, man darf fragen!


    Die Renditen habe ich mir aus den Fingern gesogen.



    Nein, im Ernst... ich habe mir nicht die Mühe gemacht, um statistische Mittelwerte aus irgendwelchen Quellen zu ziehen (ich weiß nicht einmal, ob es dazu geeignete Datensammlungen gibt), sondern aus Fonds-Kursentwicklungen einiger breit gestreuter (gemanagter) Fonds, einschließlich einiger „privater Nicht-Buy-And-Hold“ Depotentwicklungen“, die ich kenne, einen groben Durchschnitt gebildet. Und Hey, es handelt sich um Werte aus der Vergangenheit, die man nicht „verlässlich“ auf künftige Entwicklungen projizieren kann... was jedem hier klar sein dürfte. Daher kam es mir nicht auf Nachkommastellen an.

    Was meint ihr?

    Ja, es gibt, wie so oft, mehrere Varianten.

    Ich würde auch eher zu einem Langläufer-Annuitätendarlehen neigen und dieses wie einen „Sparplan“ betrachten. 80k sind bereits im Topf, knapp 540k werden (für Zinsen und Tilgung) angespart“ und die Immo dürfte in 30 Jahren einen Wert von 750 bis 800k darstellen.


    Aus den150k im Anlagetopf könnten, ohne weitere Investitionen, bei Aktien/ETF-Mix durchaus in 30 Jahren zwischen 750k und 1,5m werden. Ob das als private Altersversorgung reichen wird, weiß ich nicht... und weiß auch nicht, ob sich die Erfahrungen aus der Vergangenheit auf Sicht in die Zukunft übertragen lassen. Da offensichtlich nur die Veränderungen sicher sind, muss halt jeder von uns irgendwie auf dem Laufenden bleiben und, wenn erforderlich und möglich, entsprechend reagieren!

    Ich verfolge aktuell einige Trader, die auch Ausbildungen anbieten.

    Eine Ausbildung kostet hier bei einem Trader 8.888 € plus MwSt.,

    Hmmm... wenn diese „Jungs“ gut sind, verdienen sie ihr Geld durch Trades... und sind nicht auf Einkünfte durch „Ausbildung“ angewiesen 😜

    @all...


    Beim Frühstück sind mir noch ein paar Fragen bzw. Überlegungen durch das Köpfchen gegangen...


    1) Lasse, was empfiehlt denn dein „alter Herr“? Wenn er dir 100k schenken konnte, muss er wohl einiges im Leben richtig gemacht haben und folglich auch über Erfahrungen im Umgang mit Geld verfügen.


    2) Die stereotypen Empfehlungen im Hinblick auf eine (vermeintliche) Sicherheit bei der Geldanlage sind geradezu ideal, um das Volk klein, dumm und arm (im Sinn von „nicht reich“) zu halten. Dgl. gilt imho bei dem recht heftigen Fokus auf „canned solutions“... sprich Anlageprodukte.


    3) Angenommen (@Lasse99), du hättest die 100k nicht... Wenn du nach dem Studium einen gescheiten Job bekommst, kannst du dir Eigenkapital ansparen und gute Voraussetzungen für den Erwerb eine Immobilie schaffen. Ob der Erwerb einer Immobilie in einigen Jahren wirklich sinnvoll sein wird, wird auch von deinem Job abhängen... und von deinen Planungen zum Lebensstil, von den Anforderung an Mobilität...


    4) Brutal pragmatische Ausgestaltung der Altersversorgung... bei über 40 Jahren Zeit zum Rentenalter:


    Angenommen du setzt „alles auf eine Karte“... und dein Fonds geht in 10 Jahren total in die Hose... dann ist aber angesichts der sehr breiten Streuung alles um uns herum den Bach herunter gegangen... einschließlich der „sicheren Anlagen“ derjenigen, die „diversifiziert“ haben. Mit einem ordentlichen Job im Hintergrund wirst du auch Anfang 30 bei Null beginnen können und bis zur Rente wieder etwas solides gegen die Altersarmut unternehmen können.


    In den vergangenen 44 Jahren hat man aus 100.000 $ (DM und Euro wähle ich nicht wegen der blöden Umrechnungen) bei einer Investition in Aktienfonds ein Kapital von 1.300.000 bis 1.900.000 Bucks aufgebaut.

    Bei Investitionen in Einzelaktien sind zwischen 7.000.000 und 14.000.000 herausgesprungen. Ich rede hier nicht von den Ergebnissen und Erfahrungen der Leute, die sich mal kurz vor dem „neuen Markt“ oder kurz vor „Lehmann“ - ohne Hirn - verzockt hatten, sondern von Leuten, die mit bewusst begrenzter Gier investiert hatten und ihre Aktien auch als „Handelsware“ betrachtet hatten.

    In diesem Licht ist meines Erachtens die Überlegung gerechtfertigt, einmal mehr die „vermeintlich“ riskante Investition in Einzeltitel zu betrachten. Klar ist dabei auch zu berücksichtigen, dass ein solches Portfolio ein bisschen Arbeit macht und dessen Pflege neben Wissen auch Zeit erfordert.


    Ich hoffe, Lasse, meine provokativen Denkanstöße helfen dir mehr, als sie dich verwirren!

    Hallo Lasse,


    Jetzt bist du in die bedauerliche Lage geraten, so gut wie keine Sozialleistungen mehr beanspruchen zu können 😏


    Was in ca. 10 Jahren sein wird, habe mal versucht zu recherchieren; aus bislang immer sehr zuverlässigen Quellen war zu erfahren, dass wir in 10 Jahren 2030 haben werden. Genaueres war leider nicht in Erfahrung zu bringen.


    Jetzt aber mal im Ernst... wenn du außer den 100k keine weiteren Reserven hast, würde ich mal 5 oder 6k „unters Kopfkissen“ packen (Tagesgeld oder Keksdose) und den Rest sinnig anlegen.


    Wirst du BAföG während der Studienzeit beziehen wollen? Hier wäre zu prüfen, inwiefern du überhaupt anspruchsberechtigt bist.

    Falls du während des Studiums voraussichtlich nicht „vom Eingemachten“ leben musst, wäre zu überlegen, dein Barvermögen in einen breit streuenden ETF zu investieren. Im Zeitraum von 44 Jahren, also bis etwa zu deinem Rentenalter (falls du dann nicht bis zum Ableben arbeiten müsstest), dürfte sich dein Fondsvermögen auf etwa 1,3 Mio vermehren und vermutlich eine Kaufkraft wie etwa 830.000 € haben. Nur mal so als Idee. Eigentlich sollte damit deine private Altersversorgung in trockenen Tüchern sein. Und ob das so sein wird, weiß niemand. Wir kennen weder die Zins- oder Renditeentwicklung, auch nicht die Entwicklung der Märkte und wissen auch nicht mit welcher Währung wir bzw. deine Generation es künftig zu tun haben werden. Aber... das war auch in der Vergangenheit so. Wer nicht doof war, hat sich Jahr für Jahr Änderungen in seinem Plan offen gehalten und - wenn voraussichtlich sinnvoll - auch Änderungen oder Anpassungen in Angriff genommen.

    In etwa 10 Jahren dürften aus knapp 100k um die 175k werden (um die 150k kaufkraftbereinigt), wenn sich ETF wie etwa „MSCI world“ so weiter entwickeln wie in der Vergangenheit. Natürlich könnte auch gerade in 2030 der Markt desolat und der Kurs deiner Fondsanteile im Keller sein. Entweder musst du dann warten, bis die Durststrecke überwunden ist... oder du hast vorher und rechtzeitig die Gewinne mitgenommen... so denn eine „bearishe“ Entwicklung der Aktienmärkte antizipiert werden konnte.


    Du kannst, nein du musst, wegen der Entwicklung deines Vermögens auf dem Laufenden bleiben. Solltest du wirklich an den Erwerb einer Immobilie denken, so wirst du dies auch Jahr für Jahr auf dem Schirm haben und eher nicht in 10 Jahren eines Morgens mit dem Gedanken aufwachen „Huch, shyth, plötzlich und völlig unvorhersehbar sind jetzt 10 Jahre wie im Flug verstrichen... und ich wollte ja eigentlich in diesem Jahr ne Immo kaufen/bauen!“


    Wenn, darauf wollte ich hinaus, in etwa 10 Jahren die Kurse stimmen und du tatsächlich Eigenkapital einsetzen willst, kannst du Fondsanteile verkaufen. Das kannst du übrigens immer... außer an Wochenenden und gesetzlichen Feiertagen 😏 Stehen die Kurse auf „ungünstig“ und du bist noch investiert, heißt es „Abwarten“.


    So weit erst mal meine bescheidenen Überlegungen und Anregungen.


    Schönes WE

    Dass das hier ein Forum ist und keine Steuerberatung, ist mir schon klar. Aber der Sinn eines Forum ist es ja, sich mit Leuten auszutauschen, die vielleicht schon mal ähnliche oder gleiche Probleme hatten.


    Hallo logiman,


    natürlich ist das Forum zum Austausch von Erfahrung und Ansichten da; dies wollte ich mit meiner pragmatischen Empfehlung auch gar nicht in Frage stellen!


    Dann drücke ich dir mal beide Daumen, dass du weitere, konkrete und verwertbare Informationen bekommst.


    Schönes Wochenende

    John

    Wenn ich keine Ahnung vom Frikadellenbacken habe, aber gerne welche backen möchte, frage ich einen Koch nach Rat... nicht den Friseur 😏


    Hier (private Vorsorge und Steuern) geht‘s ja nicht um Centbeträge; da wäre es doch angebracht, einen qualifizierten Steuerberater zu fragen. Auch wenn dessen Rat etwas kosten wird, dürfte sich der Aufwand lohnen.

    Moin Oliver,

    mach‘s nicht komplizierter als es ist. Wenn du dich - selbstverständlich unfreiwillig - mit deinem MTB auf den Apfel legst und du dadurch eine Gesundheitsschädigung erleidest, tritt der Versicherungsfall ein. Punkt. Wird dann ein Krankenhausaufenthalt nötig und ist ein Krankenhaus-Tagegeld versichert, zahlt das VU Tagegeld und ggfs. auch Genesungsgeld.

    Wirst du durch den Unfall Invalide, zahlt das VU entsprechend dem Invaliditätsgrad eine Versicherungsleistung... also einen Prozentsatz der Versicherungssumme für den Invaliditätsfall.


    Mit dem umstürzende Baum hat das nix zu tun... und auch nicht mit Fremdverschulden. Angenommen der Baum schlägt dir einen Arm oder ein Bein kaputt... auch dann zählt dies als Unfall gemäß der Definition.

    Auch bei einem etwaigen Fremdverschulden muss dein VU leisten... allerdings bestehen dann ggfs. Möglichkeiten, den Verursacher in Regress zu nehmen.


    Ich bin kein Jurist! Das Geschriebene ist lediglich meine Interpretation deines Anliegens. Für die Richtigkeit schließe ich jegliche Haftung aus.


    Bleib gesund!

    ... da würde ich erst einmal prüfen, welche EU- oder ggfs. auch BU-Leistungen und in welcher Höhe abgesichert sind, ob die Absicherung sinnvoll ist, und ob diese Leistung/en anderweitig und vielleicht vorteilhaften separat abgesichert werden können. Darüber hinaus würde ich der AZ ein bisschen Arbeit machen und die garantierten Leistungen zum Ablauf (ohne und ggfs. mit Dynamik), sowie die Abfindung bei Kündigung zum 01.22.2020 abfragen.

    Dann... kann man überlegen wie weiter verfahren werden soll.

    Die anderen LVs von der Condor und Gothaer sollte ich wahrscheinlich verkaufen.

    Warum verkaufen? Ich würde mit ganz pragmatischen und emotionslos die garantierten und prognostizierten Leistungen zum Ablauf, bei unveränderter und alternativ gestoppter Beitragszahlung mitteilen lassen, sowie die Kapitalabfindung/den Rückkaufswert per 01.12.2020.

    Wenn diese Zahlen vorliegen, kann man ganz ruhig und sachlich entscheiden.

    Generell haben wir uns nur gefragt wie groß die Auswirkung eines Autokredits auf die Immobilienfinanzierung ist und was der Bankmitarbeiter lieber sieht bzw. unsere Chancen auf einen guten Kredit steigert.

    ... es ist ohne Kenntnis der Konditionen des Autokredits nicht so einfach zu beurteilen, was letztlich zinsgünstiger ist.

    Allerdings fallen die Raten weg, wenn ihr den Kredit ablöst. Und somit steht ihr wegen des höheren „freien Einkommens“ besser da.

    Ich würde eure Überlegungen beim Vorgespräch in der Bank erwähnen und anschließend entscheiden.

    Lest mal zur Unterhaltung testimonials von den Hohlbratzen, die ihre ganzen Ersparnisse - in drei- bis niedrigen vierstelligen Summen - bei Stellar Fund „investiert“ haben und sich über „tolle Renditen“ (auf dem Papier bzw. Screen) freuen.

    Es ist zwar unumstritten, dass man mit Robo-Technik (high speed trading, Algorithms...) bei hoch-volatilen „Anlagen“ (crypto...) zwischen 1 bis 3% pro Tag erzocken kann, fraglich ist aber, ob die „Macher“ von Stellar Fund das tatsächlich tun. Und wenn sie es wirklich tun, dann sind sie ganz schön dreist, den „Lieferanten“ des Spielgelds nur einen Bruchteil der „Beute“ abzugeben. Über den Ausgang dieses „Spiels“ kann man nur spekulieren...


    Unterhaltsam ist auch die Lektüre über IOS und die Leute um Onkel Cornfield. Die haben das Pyramide Scheme uraufgeführt... und unzähligen Anderen das Konzept zur Abzocke geliefert.


    Irgend ein schlauer Kopf hat mal konstatiert, dass nicht das Universum unendlich ist, sondern die Dummheit der Menschen 😜

    Hallo Grafini ,


    da die Sollzinsen für den noch laufenden Autokredit vermutlich höher sind, als für eine Hypothek, wäre es sinnvoll, den Autokredit abzulösen. Wurde das Auto mit einer Null-Prozent-Finanzierung gekauft und fällt eine Vorfälligkeitsentschädigung an, spart ihr, wenn nicht abgelöst wird.


    Aber von Eigenkapital kann man eigentlich nicht sprechen, egal ob mit 15k oder 8,5k auf dem Konto... es sei denn, die Hütte kostet nur 75k respektive 42,5k 😏


    Ohne euch zu nahe treten zu wollen... habt ihr schon mal mit eurem Bankmenschen vorab über die Finanzierung der Wunschimmobilie gesprochen?

    "Prognosen sind äußerst schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen"

    Dieses schöne Zitat wird immer mal wieder jemandem anderen zugeschrieben, mal Mark Twain, mal Winston Churchill, und mal Kurt Tucholsky...„


    (zitiert von freitag.de)


    Laut Wikipedia soll auch ein Däne Urheber sein. Na ja. Dänen lügen nicht 😏