Beiträge von JDS

    Kommt auf die Strategie an...


    ...und auf die Einstellung, was das Handeln angeht (aktiv oder B&H).


    Bei der Sammlung von Hype-Titeln direkt aus WSB ist das sicherlich sinnvoll.

    WSB steht doch für Wetterbeobachtungsschiff, oder?

    Bei einer langfristigen Anlage riskiert ein Stop-Kurs eher, dass man unbeabsichtigt ausgestoppt wird und dann der Aktie beim Steigen zuschaut.

    Auch hierzu gibt's verschiedene Ansichten. Z.B. meine... 'Langfristig' bedeutet, dass man langfristig in Aktien investiert, aber nicht, dass man eine einmal gekaufte Aktie 'langfristig', beispielsweise ewig, behält. In bestimmten Situationen kann schon ein Tag 'langfristig' sein ;-)

    Für die Buy & Hold - Fraktion können zu hoch angesetzte SL durchaus den Verkauf bedeuten... und danach kann es wieder bergauf gehen... Und bei zu tief angesetzten SL kann es passieren, dass sich in der Abwärtsphase keine Käufer mehr finden.

    In der Praxis kümmert man sich um Informationen und beobachtet die Kurse und setzt eine Verkaufskurse manuell... day by day.

    Daher bietet eine Kurzfassung immer einen Angriffspunkt für Korrektur oder Verbesserung.

    Lieber McProfit,


    die Kommentare waren/sind nicht als Korrektur oder Verbesserung gedacht, und schon mal gar nicht als Kritik, sondern als Ergänzung... weil deine Beiträge eben nicht nur von 'uns beiden' gelesen werden. Würden wir uns live und auf der Erde unterhalten, bräuchten wir dank ähnlich gelagerter Erfahrungen und Erkenntnissen kaum ins Detail gehen, und dies obwohl wir durch unterschiedliche Brillen kucken. Hier jedoch, wo auch viele 'Anfänger' lesen, fragen und schreiben, sind mMn ab und an einige erklärenden Ergänzungen durchaus angebracht.


    Dir auch eine schöne Woche


    JD

    Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass sich die Rendite einer Aktieninvestition immer aus 2 Komponenten zusammen setzt, den Dividenden und den Kurssteigerungen. Mich interessiert diese Gesamtrendite.

    Nüchtern betrachtet gehört noch eine dritte Komponente dazu, nämlich... du ahnst es schon... die Kaufkraft resp. der Kaufkraftverlust. Heute braucht's USD 4.80 um das zu kaufen, was dunnemals USD .40 kaufen konnten.

    Bei der Berachtung der Geamtrendite ist u.a. auch relevant, ob du die ausgeschütteten Dividenden verbraucht, oder reinvestiert hast.


    Die Höhe der einzelnen Teile ist mir egal.

    Das sehe ich auch so. Viele ältere Germanen und *Innen verfolgen allerdings mit der Steuer-Angst im Hinterkopf die Strategie, ihre Aktien nienicht zu verkaufen. Dann ist die nominale und auch persönliche Rendite schon entscheidend... wobei... das Volumen des Depots noch wichtiger ist.

    OK, Klaus, das passt!


    Allerdings sind diese Varianten nicht unbedingt massenkompatibel, oder?


    Für gewöhnlich versteht man in Schland unter 'Arbeit' eine abhängige Beschäftigung mit einer linearen Vergütung (Zeit für Geld oder umgekehrt). Reich/er wird man eigentlich durch die Arbeit anderer ;-)... wenn also, wie dies bei Unternehmern überwiegend der Fall ist, ein non-lineares, duplizierbares Einkommen erzielt wird.

    Aber selbst dann wird man nicht wirklich reich im Sinne von 'finanziell unabhängig'. Dies passiert erst dann, wenn weniger ausgegeben als eingenommen und das Ersparte sinnig investiert wird. Für Arbeitnehmer mit Arbeits-Einkünften deutlich unterhalb der von dir genannten 100k bedeutet dies, sich an erfolgreichen Unternehmen zu beteiligen ;-)


    Wenn du versuchst, mehr Gewinn damit zu machen als 10 % nominal pro Jahr, wirst du abgezockt werden und hast in 5 Jahren nur noch 30 000 Euro.

    Ich würde mit solchen pauschalen Aussagen eher vorsichtiger sein...

    Abgezockt kannst du nur dann werden, wenn du 'doof' bleibst und es zuläßt, dass dich jemand abzockt.

    Reich wird man durch Arbeit, Erben oder die Lotterie. Durch investieren bleibt man im besten Fall reich. Wer das nicht akzeptiert, wird auf die Dauer viel Geld verlieren.

    Ei, diese Theorie ist mir jetzt aber neu. Das 'Samenbingo' (Erben) kann man im Nachhinein kaum beeinflussen, und Lotteriegewinne setzten das Kaufen von Losen und eine irre hohe Quote an Glück voraus. Aber dass oder wie man durch Arbeit reich werden kann, das würde ich doch allzugerne mal erfahren.

    Seitdem habe ich nichts mehr unternommen, außer zunehmend frustriert dem Verfall meines einzigen Erbes zugeschaut....wusste nicht, wie ich reagieren soll.

    In der Rolle des 'hilflosen Zuschauers' zu verfallen oder zu verbleiben, ist nicht die optimalste Lösung!

    Man könnte jetzt in Verbindung mit einem großen Ätschibätsch erklären, was du hättest machen (unternehmen) sollen... aber das ändert nix am Ergebnis.


    An deiner Stelle würde ich erst einmal den kleinen Finanzführerschein machen, mich also unter anderem auch mit dem Handel von volatilen Anlageinstrumenten befassen (Wie funct das?) und dann eine Systematik entwickeln, mit der du weiter vorgehen kannst.

    Falls du dich weiterhin auch mit Aktien befassen willst, dann solltest du auch an den Zeitbedarf denken, der zur 'Pflege' deines Aktiendepots nötig sein wird. Angesichts der noch relativ kurzen Zeit bis zum Rentenbeginn sehe ich mit Einzelaktien bessere Chancen (auf Gewinne), als dies mit ETF der Fall wäre. Hierzu gehört aber - ganz besonders für Nebenerwerbs-Hobby-Investoren - ein System, eine Strategie und vor allen Dingen die 'Arbeit' mit dem Möglichkeiten der Begrenzung von Verlusten.

    Aktien, die jetzt 'im Keller' sind, kannst du verkaufen und damit Verluste realisieren... Sollten reelle Aussichten auf baldige Erholung der Kurse bestehen, behältst du jene Aktien oder verkaufst und wartest auf den Beginn der Kurserholung...

    Bei den CCs würde ich reinen Tisch machen. CCs sind mMn nix für Langfristanleger*innen, und ebensowenig für Kurzfrist-Zocker*innen, die die Mechanismen nicht kennen. BTW, ich habe nichts gegen Kryptowährungen...


    Ansonsten wäre noch zu sehen, dass die Anlage/Investition immer im Zusammenhang mit der Gesamtsituation und dazu passend erfolgen sollte.

    Dazu kannst du dir auch einmal die Szenarien von Entnahmeplänen anschauen. Damit werden auch die Zeiträume (8 Jahre bis zur Rente...) zu vernachlässigen sein.

    Man kann hier anonym über seine Finanzen sprechen. Mein Bekanntenkreis geht das nichts an.

    Dann rechne doch einmal die verschiedenen Varianten durch und stelle Vergleiche an. Bei Immobilien, die (auch später) zu Eigennutzung vorgesehen sind, spielt in den meisten Fällen die Rendite nicht die größte Rolle. Nicht umsonst spricht man ja dabei auch von 'Life Style - Investitionen'...

    Wenn dieser Sinn aber nun in z.B. 14 oder 26 Monaten erst umgesetzt werden kann, dann kann Tagesgeld durchaus interessant sein.

    Aber freilich! Mir geht's nicht um Termingelder an sich, sondern um 'Zinsbuden' mit teils abenteuerlicher Boni ;-)

    Meiner Meinung nach sollte man bei Geldangelegenheiten rechnen! Zum Beispiel bekomme ich bei einer Anlage von 1.000 Euronen und einem um 6 Promille-Punkte (0,6%-Punkte) höheren Zinssatz im Monat (umgerechnet) schlappe 50 Eurocent mehr (vor Steuern). Und dafür, also für 'Kleingeld', gehe ich doch keine vermeidbaren Risiken ein...

    Darüber hinaus... wenn ich nicht bonibel bin, gewährt mir 'die Bank' keinen Kredit... und einer Bank, die nicht bonibel ist, leihe ich mein Geld nicht. Period!

    Also auf die Gahr hin, dass ich mit Wurstkordel gesteinigt werden könnte... will ich einmal mehr meinen Senf beisteuer.


    Zunächst einmal ergibt die isolierte Betrachtung einer - wie auch immer gearteten - 'Geldanlage' wenig Sinn, wenn die Gesamtsituation nicht klar ist.

    Isoliert betrachtet fallen mir aber dennoch ein paar Dinge auf...


    Geld - wozu auch immer - anzusparen ist nur in ganz wenigen Fällen sinnvoll und/oder angeraten. Für einen Immobilienerwerb in x Jahren den Kaufpreis bei hoch negativer Realrendite anzusparen, währenddessen die Immobilienpreise möglichweise ansteigen werden, ist Quark; jedenfalls wenn die Immo dazu erworben werden soll, um eine ordentliche Mietrendite zu erhalten. Meiner Ansicht nach sollte man die mögliche Mietrendite immer auf den Einsatz von Eigenkapital beziehen. Bei 100% Eigenkapital für den Kauf inklusive der Kaufnebenkosten läge die Mietrendite brutto bei um die 4%. Das Netto kannst du gerne selbst ermitteln und immer auch daran denken, dass Rücklagen für die Instandhaltung gebildet werden müssen.

    würdest du die Immo bei dem Einsatz von 100k an Eigenkapital finanzieren, wäre die Mietrendite (auf das Eigenkapital bezogen) während der Dauer der Finanzierung quasi Null.

    Entweder findest du einen Weg, die 'Bude' intelligent so zu finanzieren, dass die Mieteinkünfte die Annuität und einen 'Zins' auf das EK abdecken, oder du läßt die Finger von dieser 'wunderbaren Art der Geldvernichtung'.


    Was man ansonsten mit 100k cash und einer Sparrate von 2k im Monat so anstellen kann, kannst du dir ja einmal in Ruhe ausmalen und ggfs. auch dazu weitere Infos und Meinungen 'anfordern'.

    Gibt es konkrete Anhaltspunkte für diese Frage?

    Na klar! Nur... da dies hier ein öffentlich zugängliches Forum ist und konkrete Äußerungen u.U.negative, unerwünschte Konsequenzen für Finanztip (als Betreiber dieses Internetauftritts) im Sinne von Abmahnungen auslösen könnten, halte ich den Schnabel.

    Jeder Mensch, der sich um seine 'sauer verdienten' Öcken kümmert, kann rasch eruieren/erkennen, wie (un-)sinnig es sein kann, Gelder für negative Realzinsen bei irgendwelchen 'Zinsbuden' anzulegen, ob direkt oder über Vermittler.

    Nun ja. Es ist schon ein Unterschied, ob ich die Tätigkeiten im Angestelltenverhältnis ausübe oder selbständig.

    Abgesehen davon, dass diese Äußerung mit dem Schelm im Nacken getätigt wurde, solltest du als Angestellter in diesem Bereich ausreichend Einblicke erhalten haben, nach denen du die Fragen nach Akquisechancen und der wenigstens mittelfristigen 'Karrierechancen' zumindest ansatzweise selbst beantworten kannst.

    Inwiefern wäre denn dein Service besser, als der der Mitbewerber inkl. deines jetzigen Arbeitgebers? Davon hängen mMn auch Chancen ab...


    Dass du parallel mit Bestandskunden arbeiten möchtest, ist doch so zu verstehen, dass dies weiterhin im Angestelltenverhältnis geschehen soll, oder? Wenn's so ist, spielt denn dein Arbeitgeber mit, wenn du quasi als Mitbewerber nebenbei auf den gleichen Feldern ackern willst?