Beiträge von JDS

    Also, Jürgen, meines Erachtens sind solche "Regeln" schon seit Anno Dickmilch überholt. Eine vernünftige Empfehlung kann mMn auch nicht ohne wenigstens Pi-mal-Daumen-Übersicht des "finanziellen Gesamtbildes" ausgesprochen werden.


    Ich würde mich mit Entnahmeplänen befassen und dann entscheiden, mit welcher Quote von Geld- und Sachwerten ich wahrscheinlich gut über die Runden käme.

    Aus 200k und den bereits vorhandenen Fetzgeldern - angenommen 250k insgesamt und nur mal so als Rechenmodell - kann man bequem eine "Rente" von anfangs 10k (brutto p.a.) generieren, ohne das Kapital vollständig aufzubrauchen... wenn der fettere Anteil intelligent investiert ist... und die Kurse (bei ETF und oder Aktien) nicht ausgerechnet vor und/oder während der Entnahmephase deutlich einbrechen.


    Bei den angenommenen 10k als Jahresrente würde ich 3 bis 5 Jahresrenten cash (Festgeld, Festgeldtreppe... ) vorhalten und den Rest in einen gescheiten ETF packen.

    Woher die Schärfe?

    Keine Schärfe! Meine Ausdrucksweise ist der Tatsache geschuldet, dass ich mich nicht altersgerecht verhalte ;-) Sorry, wenn's in den falschen Hals gerutscht ist.

    Wollte nur zum Ausdruck bringen, dass das Langlebigkeitsrisiko alle, nicht nur Freiberufler*innen, betrifft... und... dass die Argumentationen der Versicherer hierzu voll für die Tonne und kräftigst "auf die Backe gemalt" sind.

    Das alleine wird niemals für eine ausreichende Rente reichen.

    Das ist eh klar und gilt auch für die abhängig Beschäftigten.


    Da ich selbstständig bin, muss ich mir außerdem um Pfändungssicherheit Gedanken machen.

    Auch klar. Riester und/oder Rürup würden aber auch im Falle einer Insolvenz bei weitem nicht ausreichen, um im Alter nicht in den Zwangsfrugalismus verfallen zu müssen.


    In der Corona Krise durfte ich erstmal schön meine Ersparnisse aufbrauchen und meine Altersvorsorge anknabbern. Das interessiert dann in gewissen Situationen niemanden, für was der ETF eigentlich gedacht ist.

    Davon waren/sind viele Menschen betroffen. Rürup statt ETF hätte dich aber auch nicht weiter gebracht.

    Wenn ich z.B. Dinosaurierjäger bin und keine Dinos mehr da sind, muss ich mich auf anderes Getier verlagern ;-)

    Während Corona haben viele "umgesattelt" und mehr gescheffelt, als je zuvor.


    Desweiteren lohnen sich für mich sehr wahrscheinlich die Steuerersparnisse über Einmalzahlungen am Jahresende.

    Auch klar. Da muss der spitze Rechenstif ran, aber auch in der Frage der nachgelagerten Versteuerung.


    Ich sehe Rürup nicht als einzigen Baustein, sondern als einen von mehreren und bin daher hier auf der Suche nach Empfehlungen für eine gute Netto Police/ einen guten Anbieter und nicht nach der Beantwortung aus der Ferne ob ein Rürup für mich sinnvoll ist.

    Comprende

    Genau dieses Langlebigkeitsrisiko möchte ich gerne absichern. Vor allem vor dem Hinblick, dass ich Freiberufler bin.

    Die Kombi der beiden Sätze hört sich etwas an wie: "Nach München ist es weiter als mit dem Fahrrad!"

    Freiberufler oder nicht spielt keine Geige...


    Jeder halbwegs vernünftige "Entnahmeplan" schlägt jegliche Versicherungslösung um Welten. Denke mal an eine steigende Rente, einen höheren "Rentenfaktor", absolute Flexibilität...

    Einfach einmal damit beschäftigen!

    MMn spricht fast nix für einen Riester oder Rürup; als renditeschädlich Variante des Vermögensaufbaus zusätzlich zu einer vernünftig dimensionierten, selbst gemanagten Variante kamm man durchaus auch über solche schrottigen Vertragskonstrukte nachdenken.

    Im letzten Jahr haben wir über Maxler X bei der Wika AG einen Vertrag abgeschlossen...

    Diese Bude ist zwar faktisch ein Makler... scheint aber mehr in die Kategorie einer Vertriebsbude zu fallen...

    Vermutlich hatte der Vertriebler aber eine Krawatte ;-)

    Ein "richtiger" Versicherungsmakler ist Sachwalter seiner Kunden und vertritt das (wirtschaftliche) Interesse seiner Kunden. Mich würde wirklich einmal das Beratungsprotokoll interesieren ;-) und vielleicht auch ein kurzes Statement eines hier und mir bekannten Maklers ( Dr. Schlemann ) zu diesem oben genannten Finanzprodukt und dessen Sinnhaftigkeit.

    Wenn du einmal NUSI mit MSCI World vergleichst, wirst du dich auf den Hintern setzen. NUSI ist zwar wenig volatil gewesen, hat aber im Kurs nur (sehr) wenig zugelegt und im Jahreszeitraum bis laufend nicht ganz 8% an Dividendenrendite gezahlt. Siehst du dir die Entwicklung des MSCI World im Vergleich dazu an, wirst du keine Gedanken mehr an die Income ETFs verschwenden.

    Mit einem ETF bist du flexibler und kannst die Höhe der Entnahmen selbst regeln, bei günstigen Kursen vorziehen und bei ungünstigen Kursen verzögern.

    Mich würde nur interessieren, ob auch Schäden BEIM Hundesitter versichert sind?
    Z.B. wenn der kleine Racker die Polstergarnitur anknabbert oder auf den Perserteppich uriniert oder ähnliches.

    Das ist in der "Dumm-gelaufen-Klausel" geregelt, ersatzweise in der "Selbst-dran-dumm-Klausel".


    Eine Funktion deiner Tierhalterhaftpflichtversicherung ist die Abwehr unberechtigter Ansprüche. Hier ist zu prüfen, ob der evtl. Anspruchsteller vorübergehend deine "Eigenschaft" als Tierhalter übernimmt...

    Kuckt du am besten in die Bedingungen (Was ist versichert? - Was ist nicht versichert?)

    Warum glaubst du auf Basis der beschränkten Informationen darüber urteilen zu können was jemand für seine lebenslange Arbeitsleistung verdient?

    Du, ich kann und mag die Leistungen deiner Eltern gar nicht bewerten. Aber "mit ohne" Renten und einer halben Mio würde ich nicht an den Ruhestand denken wollen...

    Aber das und der Fakt, dass meine Eltern seit über 40 Jahren einer Handvoll Mitarbeitern einen sicheren Arbeitsplatz bieten finde ich sehr bewundernswert.

    Ja, absolut! Hut ab! Aber von der "Ehre" kannst du dir nix zum Naschen kaufen...

    Wie bewertest du das Währungsrisiko Euro/USD gegen das Klumpenrisiko einer 25 Jahre alten Immobilie?

    Darum geht's doch gar nicht, jedenfalls nicht primär. Die halbwegs selbstgenutze Immo hat nix mit einer Investition zu tun. Die Frage muss doch vielmehr darauf hinauslaufen, wie überhaupt und wie "sicher" die Lebenshaltungskosten gedeckt werden können.


    Deine Frage ist dann evtl. relevant, wenn jemand mit einem Vielfachen der besagten Investition entweder mit Währungsrisiko oder in Immo-Projekten investiert ist. Ab einem "oberfetten" Volumen machen diese Risiken wiederum überhaupt keine Angst.

    Mit einer Investition in einen weltweit streuenden Fonds oder ETF haben wir es ja indirekt auch mit dem Währungsrisiko?

    Die Immobilie ist derzeit vom eigenen Betrieb genutzt und es kann eventuell kein Nachfolger gefunden werden. Die erfolgreiche Vermietung steht also noch in den Sternen.

    ... was sich vermutlich auch im Verkaufspreis niederschlägt, oder? Wie sieht's mit einem "Umbau" zum Vermietobjekt zu Wohnszwecken aus?

    Die Frage, die mir auf der Zunge liegt, wäre auch, ob denn der Betrieb fortgeführt werden kann.

    Es gibt gute Gründe warum diese Produkte auf dem europäischen Markt nicht zugelassen sind. Allerdings sind Produkte mit 5.2 Billionen USD AuM auch kein Ramsch.

    Wenn's denn tatsächlich zum Verkauf der Immo kommt, solltet ihr euch gemeinsam Gedanken und einen vernünftigen Entnahmeplan machen. In Kurzform: Rente für 3 bis 5 Jahre cash vorhalten (ggfs. Tagesgeld gestaffelt für 1, 2, 3... Jahre), den größeren Rest in einen breit steuenden ETF (MSCI World...) packen...

    Was meint ihr?

    Ist nicht dein Ernst, oder?

    Zu bedenken sind das Wechselkursrisiko und die steuerliche Behandlung der "Ausschüttungen"... und darüber hinaus gehört die Idee in die Tonne, alles auf ein Pferd zu setzen.

    Wir können es ja mal anders angehen; du zählst die Vorteile der amerikanischen Finanzprodukte auf, angefangen mit dem NUSI...


    Nun steht der wohlverdiente Ruhestand vor der Tür und die beiden können sich vorstellen aus dem teuren Umland einer Großstadt eher in eine kleine Wohnung auf das Land zu ziehen.

    Verdient der gewerblich genutzte Teil der Immo denn eine Miete? Und wenn ja, würde diese Miete ausreichen, um das Überleben zu sichern?


    Wenn die "Alten" aufs Land und in eine Mietwohnung ziehen würden und die ganze Bude vermieten würden, würden dann die Mieteinnahmen reichen, um die Land-Leben-Lebenshaltungskosten zu decken?


    Mit knapp einer halben Mio in Beton und rund 50k cash und quasi ohne echte Rente kann man kaum von einem "wohlverdienten Ruhestand" reden... ohne irgendjemandem zu nahe treten zu wollen... denn mit dem Bisserle ist mMn Spätfrugalismus angesagt.


    Eine halbe Mio bringt, vernünftig investiert, eine Privatrente von 1200 bis 1300 € netto... mit einer moderaten Rentensteigerung zum Inflationsausgleich bis übers Ableben hinaus. Reicht das für 2 Nasen?


    Ich würde eher über einen späteren Beginn der Ruhestandsphase nachdenken und darüber, wie ich in ein paar Jahren meine Rücklagen erhöhe... oder wie es mit "Arbeiten bis zum Tod" aussieht. Letzteres hängt ja auch von dem Beruf oder Gewerbe ab...


    Und die Idee mit den US-Finanzprodukten würde ich rasch vergessen...

    ... und wozu gibbet Steuerberater?

    Jetzt mal quasi unter "Brüdern"... Rechte Tasche zahlt Miete an linke Tasche. Rechte Tssche "spart" Steuern, linke Tasche zahlt Steuern...

    Jetzt kommt's drauf an wessen Steuersatz "günstiger" ist, ob evtl. Gewerbesteuer anfällt und was weiß ich noch.

    Vielleicht macht's ja sogar Sinn 'ne kleine Hypothek aufzunehmen, auch wenn die Asche nicht gebraucht wird, damit bei rechter oder linker Tasche "Kosten" anfallen... who knows?

    Und was die "Auszeichnungen" deiner Firma angeht: so ziemlich jeder in der Branche wirbt mit Auszeichnungen noch und nöcher, das ist heutzutage keine Qualitätsmerkmal mehr... wenn man weiß wie die Auszeichnungen zu Stande kommen, sogar eher das Gegenteil.


    Und noch etwas: wenn du schon als seriös wahrgenommen werden willst, solltest du sorgfältiger auf deine Rechtschreibung achten.

    Jou... statt bronzener, silberner oder goldener Gummistiefel sollten doch eher Duden oder Rechtscheibkurse geboten werden ;-)

    Aber... nicht jede/r, die/der wegen eines Dialekts und/oder miserabler Rechtschreibung unseriös bis leicht "doof" wirkt, muss zwangsläufig auch "doof" sein.

    Statt auf die "seriöse Wirkung" sollte man aber doch eher auf die Qualtäten/Qualifikationen hinsichtlich der "Finanzbildung" (intelligenter Umgang mit Geld...) von Beratern und Beraterinnen achten... und diese wird leider meist nur mit mehr oder minder tiefen "Produktwissen" gleichgesetzt.

    Anläßlich der Kritiken über Finanzprodukt-Verkäufer und -Verkäuferinnen, den sog. Beratern und Beraterinnen, insbesondere den Vermögensverbratern und -verbraterinnen, muss man der Fairness halber sagen, dass auch zu einem "schlechten Geschäft" immer zwei Leute gehören, nicht nur die Verkäufer*innen, sondern auch diejenigen, die sich vehement gegen einschlägige Informationen wehren und gutgläubig ihre Unterschriften unter Anträge und/oder Verträge setzen.

    Die "Deppendichte" in Deutschland weicht, nebenbei bemerkt, nicht wesentlich von der anderer Ländern ab ;-)

    Mein Plan war eigentlich, gemäß Finanztip-Empfehlung nach Eröffnung vom monatlichen Gehalt einen kleinen Teil regelmäßig aufs Tagesgeldkonto zu überweisen, bis gut 3 Netto-Monatsgehälter aufgefüllt sind.

    Also, bei einem "Norgroschen" läufst du ja kaum Gefahr mit Negativzinsen belastet zu werden. Und nennenswerte Guthabenzinsen gibt's auf einem Tagesgeldkonto auch nicht.

    Deshalb schiebe doch einfach deine Sparraten auf ein separtes Girokonto... und gut ist's.

    Ich meine 8 Jahre ist doch zuwenig, und die Voraussetzung fast wie bei Autor dieses Thema. Nur die monatliche sparrate wird um die100€ sein Vielen Dank

    Das Kinderdepot kann durchaus auch 80 Jahre lang laufen, wenn bei den Eltern und dem Kind zwischen den Ohren alles in Ordnung ist.

    Aus den 100 Öcken im Monat dürften in 8 Jahren zwischen 12.000 und 13.000 Öcken zusammen kommen... und falls das Kind nach dem 18. Geburtstag weiter die Schule besucht, eine Ausbildung macht, oder an der Unität oxidiert, kann ja weiterhin etwas Geld vom Kindergeld abgezweigt werden und über das Depot investiert werden. In 15 Jahren könnten dann über 30.000 Öcken zur Verfügung stehen.

    Bleiben diese etwa 30k ohne weitere Sparraten im Depot, könnte das "Kind" bis zur Rente auf fast eine halbe Mio kömmen.


    Natürlich wird ja für den Nachwuchs gespart, damit der junge Erwachsene etwas an "Kapital" zur Verfügung hat... für den Führerschein und oder für die Ausbildung...

    Wichtig ist mMn, dass der Nachwuchs Einblick gewinnt und kapiert, wie sich aus Geld und Zeit Kapital bildet. Für den Führerschein kann das Kind auch aktiv sparen... Geldgeschenke zum Geburtstag, zu Ostern und Weihnachten kann man für Konsum verballern, aber auch tatsächlich zur Seite legen. Im Endeffekt wird's der kluge Mix zwischen Konsum und Vermögensaufbau machen...

    Solche Fragen kann man eigentlich nur dann seriös beantworten, wenn die Gesamtsituation bekannt ist.


    Aber aus dem Hut würde ich vorschlagen, für ca. 36 Monate 400€ bar auf die Seite zu packen bzw. 4.800 aufs Giro, 5.040 auf ein 1jähriges und weitere 5.292 auf ein zweijähriges Festgeldkonto zu packen. Damit hast du eine Rente, die von Jahr zu Jahr um 5% steigt.

    Den Rest, also 159.858 Öcken schiebst du in einen ETF (MSCI World o.ä.).


    Im nächsten Jahr füllst du dein Cash-Depot wieder um eine "Jahresrente" auf, oder wartest noch etwa ein Jahr mit dem Auffüllen, falls die Kurse nicht si prickelnd waren...

    Wie tief sollte er denn dann sein ?

    Die Italiener würden sagen: "It depends!"


    Es kommt auf die "persönliche Schmerzgrenze", die Volatilität der jeweiligen Aktie... bis hin zur Abhängigkeit des Kurses vom Gelaber der Experten ab.

    "Tief" war bei mir bislang meist15 bis 20% unter dem aktuellen Kurs, wobei ich diesen Satz bei steigenden Kursen manuell angepasst hatte/habe.


    Hinweis für die Kritiker: Jaaaa, ich weiß, dabei ist man fast immer weit vom Optimum entfernt geblieben :huh: