Beiträge von JDS

    Darf ich die als Zocker bezeichnen?

    Meinetwegen gerne. U.U. sind da sogar auch Zockerinnen dabei ;-)

    In diesem Zusammenhang sollte man diesem Marktteilnehmern und -teilnehmerinnen dankbar sein, denn sie bescheren den Börsen Umsätze und Erträge und kaufen den Tradern letztlich ja auch Coins ab...

    Wenn Du Zocken willst, gibt es Casino, Lotto, Bitcoin, Klassenlotterie und andere Glücksspiele.

    Hornie, ich erlaube mir dir in diesem Punkt zu widersprechen, in erster Linie, um einmal mehr dem Irrglauben etwas entgegen zu setzen, der Handel mit Bitcoin (als Syno für Crypto...) sei Zockerei.

    Bei Casinobesuchen mit Geldeinsatz und der aktiven Teilnahme an den Spielen, bei Lotterien und anderen Glücksspielen, sind die Verlustquoten (überwiegend 100%) wohl deutlich höher als die Gewinnaussichten.

    Bei Kryptowährungen hingegen, wenn wir es bei den wenigen 'maßgeblichen' CCs belassen, sind Totalverluste eher unwahrscheinlich. Selbstverfreilich dürfen wir hier nicht an die hirnlosen Kleingeldartisten denken, sondern sollten uns eher an den aufgeschlossenen Tradern orientieren, die auch mit dieser Thematik vertraut sind, die die Handelswerkzeuge bedienen können und fern ab von Buy-and-Hold-Traumtänzern unterwegens sind. Angesichts der relativ hohen Vola sind im Day-Trading mit CCs durchaus pro Tag um die 1% nach Handelskosten realisierbar. Wir reden also von einer über 100%iger Rendite p.a. nach Kosten und Steuern. Voraussetzungen sind, erzielte Gewinne nicht zu reinvestieren und mit ihnen ggfs. (seltene) Tagesverluste zu kompensieren, und am Ende des 'persönlichen' Handestags keinen einzigen Coin mehr zu besitzen. Ferner benötigt man, wenn der Zeiteinsatz in einem gesunder Verhältnis zum Gewinn stehen soll, mal wenigstens ein 6-stelliges Spielgeld und darüber hinaus einen 3- bis 4fachen liquiden Betrag in Relation zum maximalen Kapitaleinsatz. Ich schreibe dies übrigens nicht, weil's der Schwippschwager vom Schwiegerbruder einer früheren Arbeitskollegin mal beiläufig erzählt hatte... sonder weil ich es - vornehmlich aus Neugierde - mal selbst für eine gewisse Zeit praktiziert hatte.

    die Steuern sind unterschiedlich, weil die Einkommen auch unterschiedlich sind.

    Ich persönlich erwarte für das vergangene Jahr 0 Einkommensteuern.

    Übersetzt bedeutet das doch, k(l)eine Gewinne und geringe Einkünfte führen zu einer geringen Steuerschuld, richtig?

    tassedethe wird angesichts von Sparraten im Bereich von 550 Öcken pro Monat und vermutlich nich einigen vielen Jahren bis zum Ende der aktiven Erwerbsphase vermutlich nicht in diese (un)komfortable Situation gelangen, mit Null Steuern aus dieser Nummer zu kommen. Hier wird das Wunschziel eher sein, wegen hoher Kursgewinne möglichst hohe Steuerschulden auszulösen, jedoch niemals zuviel Steuern zu zahlen, jedenfalls nicht mehr als unbedingt nötig.

    Das mit den Steuern verstehe ich hier schon nicht, es sollten doch überall die gleichen Steuern anfallen (?)

    Beim Verkauf von Anteilen werden Gewinne, im ungünstigen Fall auch Verluste, realisiert. Bei realisierten Gewinnen fallen Steuern an. Wenn du verschiedene Fonds bzw. ETFs (selbst auf den gleichen Index) im Depot hast, kannst du dir aussuchen, ob du Anteile verkaufen willst, die (aufgrund der langen/längeren Haltedauer) hohe Kursgewinne aufweisen, oder eben Anteile von Fonds/ETFs, die zufällig noch keine so hohen Gewinne eingefahren haben. Du profitierst im letzten Fall von der 'aufgeschobenen Versteuerung', sprich der 'Steueranteil' im Gewinnanteil in den 'fetteren' Fonds darf weiterhin 'Junge machen'...

    gibt es irgendwo so ein schlaues Video oder so zur Entnahmephase?

    Da gibt's bestimmt Videos und alle möglichen und unmöglichen Anleitungen. Wesentlich effizienter dürfte sein, dass du dir ein leeres Blatt Papier schnappst und ein paar Zahlen darauf kritzelst...


    Die Theorie dahinter ist... dass du dir einige Jahre vor Beginn der Entnahmephase einen Cash-Anteil auf die Seite packst, der den 'Privatrenten' (aus deinem Depot) für 3 bis 5 Jahre (aus heutiger Sicht) entspricht.

    Angenommen, dein Depot würde einen Wert (Kurswert) von rund 1 Mio. zum Rentenbeginn darstellen, dann kannst du dir eine Jahresrente von 4% (brutto) gönnen, bzw. rund 3% (netto), also 30.000 pro Jahr oder 2.500 pro Monat.

    Gehen wir von einem sicheren Anteil von 5 Jahresrenten aus, dann brauchst du 150.000 Öcken (plus Anteil für die Anpassung der Renten an die Teuerungsraten), also möglicherweise rund 170.000. Diese kannst du aus deinem bis dahin aufgebauten sichern Anteil und den Sparraten darstellen, wenn die Sparraten in den letzten Jahren nicht mehr in den ETF laufen, sondern auf Termingelder. Reicht das nicht, dann verkaufst du einige Anteile zu günstigen Zeitpunkten.

    Ab Rentenbeginn verkaufst du, wiederum zu günstigen Zeitpunkten und nicht zwangsweise Jahr für Jahr, Anteile, um die 'verbrauchte Rente aus dem Cash-Anteil aufzufüllen. Sollten die Fonds/ETF auch dann weiter 7 bis 8% 'Junge' (im Schnitt) machen, kannst du auch 150 Jahre alt werden, ohne das das Depot aufgezehrt wird ;-)

    Nur 1 ein einziger Etf ist wenig für mein Bauchgefühl, wohl auch da ich zuvor 3 verschiedene Fonds bei der Bank hatte (Union).

    Ein einziger Fonds (oder ETF) reicht völlig aus, vorausgesetzt du bist mit jenem 'breit gestreut'. Bei den 'World-ETFs' ist dies sicherlich der Fall. Dennoch darfst du gerne über mehrere Fonds resp.ETF nachdenken. Ich schlage vor, dich einmal mit dem Szenario zu befassen, im Abstand von einigen Jahren mit dem Besparen des einen EFT aufzuhören und stattdessen einen 'neuen' zu nehmen, einen nach dem gleichen Strickmuster (auf einen vergleichbaren Index), aber von einem anderen Anbieter. Damit hast du eine saubere Trennung im Depot... und du kannst später einmal, wenn es in die Entnahmephase geht, Anteile der Fonds (ETFs) verticken, die die geringsten Steuerzahlungen verursachen.

    Ich habe ein bisschen « zuviel » Geld auf dem Tagesgeld bei der ING rumliegen.

    Was 'zuviel' an Termingeldern ist, hängt mMn von der Gesamtsituation und dem 'Bedarf' an sog. sicherer Geldanlage ab.

    Bei der Recherche bin ich auf die pbb gestoßen. Die bietet Festgeld (12 Monate) zu 2%, oder in USD zu 3,5%

    Wo ist da der Haken?

    Willst du mit dem 'sicher angelegten' Teil deines Vermögens wirklich spekulieren?

    Angenommen, das Währungsrisiko wäre vernachläßigbar, dann würden dir 3,5% auch nicht dazu gereichen, um auf eine positive Realverzinsung zu kommen. Reden wir von Beträgen, statt von Prozenten, dann landen wir möchlicherweise bei einem Plus von 20 bis 25 Euronen pro Jahr und vor Steuern, wenn wir an einen Anlagebetrag von 1.000 Euronen denken. Pfandflaschen und -dosen zu sammeln, erscheint mir da lukrativer.

    Da das Wechselkursrisiko aber besteht, enfällt die Eigenschaft einer sicheren Geldanlage. Somit hast du 2 gute Gründe auf dem Tisch, dich von der Idee zu verabschieden.


    Per se finde ich solche Angebote (Fetzgeld in anderen Währungen), die nicht wirklich neu sind, richtig gut... denn damit werden weiterhin auch die Deppen bedient, die einen großen Teil der Bevölkerung representieren ;-)


    Falls du weniger an Zinsen, sondern mehr an Wechselkursgeschichten (Arbitragen etc.) interessiert bis, kannst du dir ja mal ein Buch (Am Dollar verdienen) gönnen, mit dessen Inhalt du die 'weiche Masse zwischen den Ohren' so richtig masieren kannst.

    Weshalb plädierst du nur für ein Bankkonto ;)?

    Ich sage nur, dass mehrere Konten nicht zwangsweise die Übersicht über die Finanzen verbessern. Wenn denn eine Übersicht durch Planung (Budgets...) gegeben ist, ist die Anzahl der Konten irrelevant. Im Prinzip würde dann auch ein einziges Bankkonto ausreichen.

    Auf ein einziges Bank-/Girokonto würde ich mich allerdings nicht verlassen wollen; die aber nicht wegen der Übersicht, sondern als 'Sicherheit', falls Bank A gerade mal ein Update auf ihren veralteten Systemen fährt während ich meinen Einkauf mit der Karte zahlen will... oder so ähnlich. Gebraucht habe ich diese Back Ups bislang eigentlich noch nie-nicht...

    Und noch einmal... weder verschiedenen Konten, noch irgendwelche Apps oder Tools, welcher Art auch immer, ersetzen eine vernünftige Finanzplanung oder nehmen dir das Denken ab.

    Planung und eine gewisse Portion Disziplin bringen dich zu einer besseren Übersicht über deine Finanzen.

    ...die mit mehreren Konten verbunden sind sind gut, um eine bessere Übersicht über die Finanzen zu haben?

    Ich habe die Pünktchen am Anfang einmal durch 'Bratkartoffeln' ersetzt... und der Satz ergibt noch immer keinen Sinn.

    Wenn ich eine gute Übersicht über meine finanzen haben will, spielt die Anzahl der Konten eine extremst untergeordnete Rolle. Statt diverser Konten für dit un dat habe ich ein Jahresbudget, Monatsbudgets und Liquiditätspläne für jeden Monat. Die verschiedenen 'Konten' (Wohnen, Energie, Telekommunikation, Lebensmittel, Kleidung, Klopapier... bis Taschengeld) sind auf Papier gehalten; ein Bankkonto (Giro für den Zahlungsverkehr) reicht dabei völlig.

    Moin,


    als ich vor über 30 Jahren die ersten Aktien in mein Depot packte, lag mein Fokus nicht auf Dividendentiteln. Ausschüttungen wurden, wenn es welche gab, einfach wieder investiert... und dies nicht zwangsläufig in die gleichen Aktien, die Dividenden versprachen.

    Inzwischen wirft mein bescheidenes Depot eine 'persönliche Dividende' ab, die mir ein Grinsegesicht beschert. Die jährlichen Ausschüttungen, auch wenn sie schwanken, sind deutlich höher als die ursprünglich angelegten Summen... will sagen, die persönliche Dividendenrendite liegt bei über 100%...

    Falls ja, meine Frage: Setzt Ihr auch auf Aktien-Einzeltitel? Oder statt dessen auf Dividenden-ETFs? Und jeweils: Wenn ja, warum; wenn nein, warum nicht?

    Fonds hatte ich dunnemals nicht auf dem Schirm, und es ist dabei geblieben.

    Es wird mit aller Wahrscheinlichkeit darauf hinauslaufen, dass ich den schmerzvollen Schritt gehen werde und die Verträge kündigen werde.

    Den 'schmerzvollen Schritt' zu gehen... ??? Sei froh, dass du frühzeitig den Hebel umlegst; jetzt kannst du von 'kleinem' Lehrgeld und einem kleinen Autsch sprechen. Diejenigen, die an solchen Schrottverträgen Jahrzehnte lang festhalten und einige Zehntausende, wenn nicht mehr, im Vergleich zu ordentlichen DIY-Geldanlagen in den Sand setzen, die dürfen später einmal richtig weinen...

    Demnach hätte deine Aussage etwa so lauten sollen:

    "Es wird mit aller Wahrscheinlichkeit darauf hinauslaufen, dass ich den freudigen Schritt gehen werde und die Verträge kündigen werde."

    Auch wenn 150 Euro pro Monat erst einmal wenig klingen: Auch diese würde ich gerne pro Monat geeignet investieren.

    Den Betrag darf man ruhig in Relation zu den Einkünften setzen... für manch einen unserer Mitmenschen sind 150 Öcken viel Geld, für andere hingegen sehr wenig...


    Vernünfting investiert können aus 150 Öcken im Monat aber durchaus auch deren 450.000 werden. Vor Steuern und - leider nur - nominal.

    Nicht vergessen sollte man bei allen Überlegungen auch, dass die 'letzten 150 Öcken', die in einen 'Sparplan' laufen werden, vielleicht die Kaufkraft von 50 Öcken von heute haben werden.

    Hey Malte ,


    ich find's klasse, dass du dich als Twen mit dieser Thematik befasst. Vergleiche anzustellen ist völlig richtig. Dabei betrachtet man aber nur den 'Moment'. Künftige 'Werte' bzw. Faktoren bleiben dabei außen vor. Mit Finanzprodukten, die - egal ob auf den Brutto-Zahlbeitrag, oder den (derzeitigen) Netto-Beitragsaufwand bezogen - eine negative Realrendite 'erwirtschaften', würde ich mich nicht allzulange befassen. Schön, dass man mal drüber nachgedacht hat.


    Wenn ich mal so eben über die letzten 4 Dekaden nachdenke, und insbesondere an die Zeiten vor rund 40 Jahren... dann habe ich damals auch nicht wirklich küftige Entwicklungen in meine Überlegungen einbezogen. Damals hatten wir in Schland die Deutsche Mark, ordentliche Inflationsraten (und diese nicht auf dem Schirm), hohe Sparzinsen (ohne echten positiven Realzins), Kapitalbildende Versicherungen, die 6- bis 8%ige Verzinsungen versprachen, etc. pp.


    Keine/r kann erahnen, was wir und du in den nächsten 40 Jahren erleben werden. Vermutlich wirst du von dem Kapital aus den monatlich 150 Öcken im Rentenalter mal gerade so viel kaufen können, wie heute von einem Drittel bis gar nur einem Fünftel dessen.

    Steuern bzw. vermeintliche Steuervorteile hin oder her... privat bespeiste und nicht durch Zuschüsse 'geförderte' Lebens- oder Rentenversicherungen sind seit Jahren tot.

    Wie macht ihr das ?

    Also, ich habe Einkünfte und Vermögenswerte immer getrennt betrachtet. Heißt, derzeitige Einkünfte, geschätze Entwicklung... und Alterseinkünfte (geschätzt). Bei den Alterseinkünften zählen vermutete Renten aus iwelchen Versicherungen mit.


    Beim Vermögen habe ich immer das aktuelle Netto-Vermögen (z.B. Immo: Marktwert minus Hypothek/Restschuld) betrachtet... und dies unter Annahme von Entwicklungen hochgerechnet.

    Und dat Janze (Planwerte, Schätzungen) habe ich Jahr für Jahr mit den Ist-Werten verglichen und ggfs. darauf reagiert.