Beiträge von Heima

    Nein Steve, das ist mit Sicherheit nicht ok. In Deinem Fall hätte ich wohl auch geklagt (!), um auf der sicheren Seite zu sein.
    Ich kenne das so, dass automatisch vom System ein Antwortschreiben generiert wird, sinngemäß dass die Rückforderung fristgerecht eingegangen und in Bearbeitung ist und im übrigen auf die Einrede der Verjährung verzichtet wird. Das gehört auch zu den unzähligen "Vorsorgemaßnahmen". Es gibt aber sehr viele Leute, die können oder wollen nicht warten, schreiben weitere Briefe und klagen trotzdem. Sie verursachen damit nicht nur (unnötige) Anwaltskosten. Genau das verstehe ich nicht. Die "Wut über Banken", die manchmal zu Tage tritt, berücksichtigt eben nicht, dass dort Menschen beschäftigt sind. Menschen wie Du und ich, Menschen, die teilweise über ihre Belastungsgrenze hinaus beansprucht werden. Menschen, die eigentlich nur ihre Arbeit machen wollen - und dazu gehört auch die Rückerstattung der BG. Vielleicht rede ich ja auch nur von einer "Ausnahmebank" :-) Mit den anderen habe ich leider keine Erfahrung.
    Aber eines habe ich hier gelernt. Man bekommt hier ein Dislike und damit eine rote -1, wenn man einfach nur versucht, gegen den allgemeinen Strom eine Situation zu beschreiben.
    Dabei dachte ich immer, das hier wäre ein Forum mit "seriösem" Austausch und kein Abklatsch aus Facebook und co.

    Mel74F
    Ich glaube hier darf Jede/r seine Meinung schreiben - oder ist das ein Forum, in dem nur in eine Richtung (nämlich die der "grundsätzlich gegen die Banken") argumentiert werden darf?
    Zu Deiner Vermutung: Ja, stimmt. Ich arbeite bei einer Bank :-) Ist das jetzt ein Verbrechen?
    Ich habe hier übrigens auch Null Verständnis für einiges .... so hat nun mal jeder seine Meinung und seine persönliche Erfahrung. Und manchmal eben auch anderes Wissen.
    Mein Anliegen war es lediglich, auch mal die andere Seite, nämlich die Post-Flut, zu durchleuchten. Und je mehr Schreiben und nette Mails und Anrufe eingehen, desto weniger können die Rückforderungen abgeschlossen werden. Ist das so weit logisch? Warum beziehst du das "Zusammen falten" denn auf Dich ?
    Zu der Einstellung von zusätzlichen Kräften: Ich weiß ja nicht, mit welcher Bank Du gesprochen hast, die Aussage der Sachbearbeiterin gibt mir jedenfalls sehr zu denken. Geh einfach mal davon aus, dass die Banken vorgesorgt haben (zu naiv, wer denkt, das ist nur mit zusätzlichen Kräften getan!) - warum das dann aber nicht reichte, habe ich oben zur Genüge ausgeführt.
    Damit will ich natürlich nicht ausschließen und finde es nicht ok, dass es auch Banken gibt, die sich dem ganzen widersetzen wollen.
    Bei uns sind wegen dieser Thematik im Dezember (in der Adventszeit) 80-90 Mitarbeiter/innen freiwillig Samstags gekommen und haben Mehrarbeit geleistet - Vielleicht gehen die ja auch irgendwann mal auf dem "Zahnfleisch"?
    Aber ich merke schon, hier wird lieber erst mal drauf gehauen statt anständig zu lesen oder ggf. mal nachzufragen.

    CreditPlus nur Bearbeitungsgeld
    CommerzFinanz (ehemals Dresdner Bank) Bearebitungsgeld + Minizinsen mit der Begründung:
    "Die zu erstattenden Zinsen stellen steuerpflichtige Einkommen dar. Wir sind daher gesetzlich verpflichtet, die auf die Zinsen anfallende Kapitalertragssteuer nebst Solidaritätszuschlag einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Gleiches gilt für die auf sie Zinsen anfallende Kirchensteuer..."


    Vielen Dank für Tipps


    Bergfex - das ist korrekt so. Den Rest machst Du über die Steuererklärung. Gerade wegen der abzuführenden Kirchensteuer (ist aber nun mal Gesetz) dauert das ja jetzt auch alles noch länger :-(

    Ihr müsst auch einfach mal (ab)warten können. Kann sich jemand vorstellen, wie ein Unternehmen (in diesem Fall die Bank) in Bearbeitungsrückstand gerät, wenn plötzlich 200.000 Kundenscheiben mehr abzuwickeln sind? Ihr seid doch nicht die einzigen, die die Gebühr zurückverlangt haben. Durch zusätzliche Anrufe und "Sachbearbeiter zusammen falten" wird das auch nicht besser. Die Angestellten können nichts dafür und das "normale" Geschäft läuft schließlich auch noch weiter. Mit dem Urteil, dass für die Verjährung nicht der Zeitpunkt der Darlehensaufnahme, sondern das Darlehensende gilt und damit sogar bis zu 10 Jahren rückwirkend die Erstattung verlangt werden kann, konnte auch niemand rechnen, sodass selbst zusätzliches Personal die Postberge nicht mehr bewältigen kann. Selbst die Post war doch zeitweise schon überfordert, die Flut zum Jahresende logistisch zu bewältigen und die Briefe alle zuzustellen. Was die Zinsen angeht: Sind erstens Kleinstbeträge (warum dann Sorgen machen?) und müssen zweitens (Kapitalerträge des Kunden) versteuert werden. Das stellt die Kreditinstitute vor weitere Herausforderungen. Zumal neuerdings sogar die Kirchensteuer abgeführt werden muss. Welche Bank hat auf Anhieb alle erforderlichen Informationen (Kirchensteuer ja/nein) von ihren Kunden vorliegen? So was braucht nun mal seine Zeit... Ich behaupte mal, mit Klagen dauert die Bearbeitung noch länger, weil viel aufwendiger. Wenn die Bank den fristgerechten Eingang des Anliegens bestätigt hat, ist doch erst mal alles gut.

    aufgrund Ihres Tipps im Finanztip, unter Verweis auf ein Urteil
    des EuGH, haben wir Ende Dezember 2014 bei unserem Energieversorger BS-Energy
    unter Anwendung Ihres Musterschreibens die unzulässige Preisanpassung ab 2011
    angemahnt und mehr als 2.000,00 Euro zu viel gezahlte Verbrauchskosten
    zurückgefordert.
    BS-Energie schreibt nun zurück: “Das ...Urteil des EuGH entfaltet in
    Deutschland keine unmittelbare Wirkung, sondern ist vom BGH in seiner nationalen
    Rechtsprechung umzusetzen.”
    Diese Umsetzung stehe aber aus und völlig offen sei, ob der BGH Ansprüche
    für die Vergangenheit anerkennen werde. Gerade deshalb könne aus dem Urteil des
    EuGH auch nicht geschlussfolgert werden. Man könne daher keine Verbrauchskosten
    erstatten.
    Dem spricht der Tenor Ihres Tipps entgegen. Soll man die Sache nun
    auf sich beruhen lassen? Gibt es bereits Klagen deswegen?
    Und außerdem: Sollte der BGH hier auch noch entscheiden (in 2015?), gilt dann fristgerecht unser Schreiben aus Ende Dezember 2014 oder ist die Forderung bzgl. 2011 dann verjährt und die Forderung ab 2012 muss dann neu geltend gemacht werden?