Beiträge von Mike86

    ETFJockey Seit deiner letzten Wortmeldung ist schon etwas Zeit vergangen, daher bin ich mir nicht sicher, ob Du deine Anlageentscheidung bereits getroffen hast.


    Ein Thema, was zuvor nur mal ganz kurz angesprochen wurde, ist das Thema ESG-Kriterien bzw. nachhaltige Geldanlagen. Finanztip hat hierüber auch eine eigene Seite: https://www.finanztip.de/index…/nachhaltige-geldanlagen/


    Das Thema rückt immer mehr in den Fokus, nicht zuletzt dadurch dass Larry Fink, der CEO des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock, dieses Jahr angekündigt hat, künftig vermehrt auf ESG-Kriterien zu achten, siehe bspw. hier: https://www.fondsprofessionell…-beim-klimaschutz-199186/


    Da Du über einen sehr langen Zeitraum anlegen möchtest, und für einen "Erstling" über doch ordentlich Startkapital verfügst, würde ich mir an deiner Stelle auch über den Impact deiner Geldanlage Gedanken machen, also was setzt dein Investment für Signale. Zu vergleichen mit einem Einkauf im Supermarkt. Jeder Kunde setzt mit jedem Einkauf ein kleines Signal (bio ja/nein, regional ja/nein, fair trade ja/nein etc.). Ähnlich verhält es sich auch hier mit Finanzanlagen. Du kannst entscheiden, was dein Kapital bewirken soll bzw. in welche Richtung es arbeiten soll.


    Was nützt Dir bspw. kfr. eine Top-Rendite, wenn die Welt die Klimakrise nicht in den Griff bekommt, und Du in 30 Jahren gar nicht mehr in der Lage bist, mit deinem Geld etwas anzufangen. Oder um es mit Sir Peter Ustinov zu sagen "Sinn des Lebens: etwas, das keiner genau weiß. Jedenfalls hat es wenig Sinn, der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein." Außerdem dürften Aussagen, wie die oben genannte von Blackrock, dazu beitragen, dass ESG-Portfolien mfr. bis lfr. die Rendite von Portfolien ohne ESG-Kriterien schlagen.


    Zum Vergleich, wenn das international anerkannte Max.-2-Grad-Erderwärmung-Ziel des Pariser Klimaabkommens von 2015 eingehalten werden soll, kann die Welt (je nach Rechnung) noch max. 5-10 Jahre so weiter machen wie bisher, jedoch muss der Umschwung dann umso drastischer erfolgen (https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbereinkommen_von_Paris# )


    D. h. auch wenn das Thema Ökologie bei Finanzentscheidungen sicher nicht die Prio 1 einnehmen muss/kann/soll, solltest Du als langfristiger Investor Dir darüber im Klaren sein, welche Megatrends existieren (der Klimawandel ist sicher einer davon) und was sie für einen Einfluss auf deine Anlage bedeuten können.


    Daher drei Tipps an dieser Stelle:


    1. Ggf. solltest Du eher ETFs mit ESG-Kriterien in die engere Wahl miteinbeziehen. Über den Link oben auf die entsprechende Finanztip-Seite, kannst Du das Wichtigste nachlesen.


    2. Wenn Du mehr über Impact-Investing lernen möchtest, kann ich Dir bspw. die Tomorrow Bank (1. nachhaltige Smartphone-Bank) empfehlen. Das ist ein Fintech aus Hamburg mit Banklizenz über die Solaris-Bank in Berlin. Das Konto ist komplett kostenlos, digital, Kontoanlage dauert mit Videoident max. 15 Minuten. Hier kannst Du über ein sog. Impact Bord die Effekte von Dir, allen Kunden, sowie der Bank als Ganzes über ihre Einlagen einsehen. Ab nächster Woche können Kunden über Crowd-Investing auch Miteigentümer werden (https://www.tomorrow.one/de-de/).


    3. Eine regelmäßige Überprüfung deiner Anlage bietet sich an. Weiter oben wurde mal min. 1x p.a. genannt. So wie ich aus deinen Kommentaren entnommen habe, wirst Du vsl. aktiver mit dabei bleiben. Wenn Du Dein Portfolio bspw. mit einem Referenzportfolio vergleichen möchtest, kann ich Dir den Robo-Advisor Quirion (https://www.quirion.de/) empfehlen, die neben einem kostenlosten ETF-Portfolio ab 1 TEUR auch ein nachhaltiges ETF-Portfolio ab 5 TEUR Anlagesumme anbieten (https://www.quirion.de/nachhaltigkeit/).


    In jedem Fall - egal wie Du dich entscheidest - bleib interessiert bei der Sache und viel Freude und Erfolg bei der (hoffentlich ökonomisch wie ökologisch nachhaltigen) Geldanlage! :-)