Beiträge von Galileo

    Hallo zusammen,


    eine Bekannte hat 2003 eine Riester-Rentenversicherung abgeschlossen und jährlich in Unkenntnis der Regelungen den Höchstbetrag des Sonderausgabenabzugs eingezahlt (zuletzt 2100 Euro). Aufgrund der vielen Zulagen (eigene + drei Kinder) ist nun ein guter Anteil des Vertragsguthabens „ungefördert“, auch wenn das in den jährlichen Mitteilungen nicht ausgewiesen wird.


    1. Besteht ein Anspruch darauf, dass die Versicherung bei einem laufenden Vertrag das Guthaben getrennt nach gefördert und ungefördert ausweist?


    2. Ich finde an verschiedenen Stellen im Netz, dass das ungeförderte Guthaben entnommen werden könne und alle auf dieses zurückgehenden Erträge steuerfrei sein sollen (wie bei einer privaten Rentenversicherung, die vor 2005 abgeschlossen wurde). Ist dem so, und gibt es dafür (also die steuerfreie Entnahme aller ungeförderten Beträge) eine Grundlage?


    Auf Schreiben hat die Gesellschaft bisher nicht reagiert und am Telefon werden immer nur die üblichen 30% erwähnt. Im Idealfall würde sie alle ungeförderten Teile (ggfs als Teilkündigung) entnehmen, und vom verbleibenden geförderten Rest die 30%. Geht das?


    Danke schon jetzt an alle, die sich hier auskennen und weiterhelfen können! Da das Rating der Gesellschaft nicht sonderlich gut ist, geht es verständlicherweise darum, die Auszahlung zu Beginn des Ruhestands zu maximieren.

    Was meinst Du aber bitte mit dem Satz:

    "Ob dann ein zusätzliches Produkt, das die Zahlung einer lebenslangen monatlichen Leistung vorsieht, tatsächlich notwendig ist?"


    Die Frage ist doch immer was denn die Alternative ist. Mein oben geschilderter Grundgedanke ist ja, alles in einen Basis ETF zu umzuschichten.

    Das sind aber zwei unterschiedliche paar Schuhe, wie in Referat Janders und meinem Beitrag angeklungen. Möchtest Du Altersvorsorge (mit der Abdeckung des Langlebigkeitsrisikos, also mit der Option eine monatliche Rente zu erhalten) oder möchtest Du Vermögensaufbau (also Kapitalvermehrung). Natürlich kann man auch von einem ETF-Depot einen Auszahlplan anlegen, aber fundamental ist das eben doch etwas anderes, ob eine Versicherung das Risiko trägt (mit Kosten, beschränkter Einflussnahme, möglichen nachträglichen Vertragsänderungen, aber eben einem Vertrag) oder ob man es selbst macht (z.B. mit ETF, mit dem allgemeinen Marktrisiko und dem Risiko, dass man mangels Erfahrung oder Nerven oder ... es eben doch nicht gut hinbekommt). Ich habe für mich entschieden (von einem ETF-Rürup abgesehen) nur über ein ETF-Depot vorzusorgen/Kapital aufzubauen, aber ich gehe auch davon aus, dass die Renten und die Rürup-Zahlungen mehr als ausreichend sein werden für den Lebensunterhalt im Alter (spricht die Option der Verrentung über eine private RV ist nicht nötig).

    Der Sparplan begann mit 50 €/mtl. und dynamisierte sich bis heute auf ca. 86 € hoch.

    Die garantierte Rente beträgt ca. 171 € zzgl. Überschussbeteiligung.

    pro Jahr werden ca. 120 € Kosten abgezogen.

    Die Überschussbeteiligung wurde Ende 2020 auf 1,75 % gesenkt.

    Um das richtig im

    Vergleich zu rechnen, fehlen noch das aktuelle Vertragsguthaben, die Summe aller Einzahlungen, ab welchem Alter die Rente laufen würde und welchen Betrag aktuell die Überschussbeteiligung ausmachen würde.

    Gut möglich, dass die Kosten auch deshalb höher sind, weil für jede Erhöhung über die Dynamik erneut Abschlusskosten anfallen - das kann man ggfs im Vertrag prüfen.


    Der Punkt der Vorredner ist wichtig: Brauchst Du eine zusätzliche lebenslange Rente oder nutzt Du die Versicherung nur, um Vermögen aufzubauen (mit den immer beschworenen Steuervorteilen, die aber regelmäßig durch überhöhte Kosten ausgestochen werden)? Nach der Entscheidung kannst Du weiter überlegen (zahlen mit/ohne Dynamik, stilllegen, kündigen).

    Hallo, ich bin etwas überrascht über die tendenziell positive Bewertung (auch bei höherem Einkommen und 15% Mindest-Arbeitgeberzuschuss) der Entgeltumwandlung in Herrn Tenhagens neuster Kolumne auf Spiegel-Online.

    Ja, da warst Du nicht alleine. Hier eine mit Zahlen untermauerte Darstellung einer anderen Sichtweise:


    https://hartmutwalz.de/betrueb…eine-herbe-enttaeuschung/


    Es ist schade, dass in Deutschland vieles (bAV, Riester, ...) so kompliziert ist, dass man eigentlich keine einfachen Empfehlungen aussprechen kann. Das ist letztlich zum Schaden aller (sowohl derjenigen, die sich nicht kümmern (können) und derjenigen, die regelmäßig Zeit darauf zu verwenden die Produkte und Förderungen inkl steuerlichen und Renten-Auswirkungen zu verstehen).

    Es geht mir darum das meine Mutter abgesichert ist, selbständig entscheiden kann sie kaum noch etwas und meine Schwester beeinflusst sie stark.

    Das ist doch ein verständliches Ansinnen. Erbengemeinschaften (in diesem Fall Deine Mutter, Deine Schwester und Du) können am einfachsten durch Einigkeit zwischen allen aufgelöst werden. Mein Rat wäre, auf Deine Schwester zuzugehen und mit ihr das offene Gespräch zu suchen. Es wird vielleicht einige Runden benötigen, aber letztlich macht es die Sache um ein Vielfaches einfacher, wenn ihr eine gemeinsame Lösung findet.

    Natürlich kannst Du einen Rechtsanwalt hinzuziehen (und das mag je nach Konstellation auch ratsam sein), aber ich würde es erst mal mit einem offenen Gespräch versuchen. Ihr sitzt nun mal im gleichen Boot. Dann könnt ihr auch gemeinsam den Erbschein beantragen und alles weitere gemeinsam regeln.


    (Zum Viertel: Ja, ein Viertel des Besitztes des Vaters, also ein Achtel des Hauses, wenn dieses zu gleichen Teilen Mutter und Vater gehörten. Du hast zwei Jahre Zeit, ohne Kosten das Grundbuch bereinigen zu lassen, benötigst dafür allerdings den Erbschein. Und ja, die Schwester kann nicht das ganze Haus ohne Deine Zustimmung verkaufen während die Erbengemeinschaft besteht).


    Wie sich das aus der Ferne anhört, ist die Mutter nicht geschäftsfähig, kann also selbst keine größeren Rechtsgeschäfte mehr eingehen. Es mag sein, dass die Schwester viele alltägliche Dinge und auch Verträge für die Mutter regelt, aber rechtlich darf sie es ohne Vollmacht nicht (und wären bei Prüfung nichtig - das wäre ein Druckmittel, solltest die Schwester absolut nicht einsichtig sein). Und Haus/Wohnungs-Käufe und -Verkäufe müssen vor dem Notar erfolgen, der auch die Geschäftsfähigkeit der Mutter prüft (und dann möglicherweise verneinen würde, und selbst wenn nicht: Dann wäre der Verkauf möglicherweise ungültig und Du könntest Rückabwicklung verlangen). Auch hier wäre die beste Lösung das Gespräch mit der Schwester, um die Umstände zu kennen und ggfs (falls nötig) sich beim Gericht als Betreuer bestellen zu lassen (ist nicht garantiert, das Gericht kann auch eine fremde Dritte Person bestellen und es hat auch einige weitere Nachteile, z.B. Prüfvorbehalt des Gerichts, etc. bitte unbedingt fachmännisch informieren). Das wird ohne Einigkeit sonst sehr schnell sehr kompliziert, teuer und auf persönlicher Ebene unschön.

    Ja, Du hast sehr wahrscheinlich von Deinem Vater mind den Pflichtteil geerbt (vollständige Enterbung gibt es nur selten, bei Straftaten etc). Gab es ein Testament? Und welchen Güterstand hatten die Eltern? Falls ohne Testament und falls Zugewinngemeinschaft (also ohne Erklärung von Gütertrennung oder -Gemeinschaft) würde das „gemeinsame“ Vermögen von Vater und Mutter halbiert. Von der Hälfte des Vaters ging die Hälfte an die Mutter (inkl pauschalem Zugewinnausgleich) und die verbleibenden zwei Viertel an Dich und Schwester.


    Wenn Deine Mutter dement ist, ist sie nicht geschäftsfähig, kann also selbst kein Haus kaufen. Hat Deine Schwester oder wer anderes eine Vorsorgevollmacht? Oder gibt es einen gerichtlich bestellten Betreuer?


    Dem Verkauf des Hauses widersprechen geht (zB bei Teileigentümerschaft) nicht.

    Was soll ich nun tun?

    Viel mehr Lesen. Hier auf finanztip, oder auch die Artikel auf dem Gerd Kommer Blog zu Anlageprinzipien und häufigen Fehlern.


    Und denke über ein „personal investment plan“-Dokument nach, in dem Du für Dich Regeln für Deine Geldanlage aufschreibst (wann darfst Du kaufen, wann verkaufen, wie viel, verpflichtest Du Dich zB zwei Nächte drüber zu schlafen oder mit Partner/Partnerin zu sprechen um Bauchentscheidungen zu vermeiden, was ist Deine maximale Aktienquote, mit der Du ruhig schlafen kannst, ...). Mach das ruhig auf Papier - das diszipliniert und sorgt für Rationalität.


    Hier hat keiner eine Glaskugel, also arbeite an dem, was Du selbst beeinflussen kannst.


    Und solche aktivistischen privaten Strategien wie Du sie verfolgst sind gegenüber einem breiten Buy-and-hold regelmäßig zum Scheitern verurteilt (im Besten Fall nur mit Minderrendite, im schlechtesten Fall mit nominalem Geldverlust).

    Hallo *sonny*


    die magische Lösung „sicher & mit Rendite“ gibt es nicht, und wenn Banken dennoch Produkte verkaufen, die das behaupten, dann gibt es immer einen versteckten Haken.


    Ich empfehle Dir, Dich einzulesen, und zB hier anzufangen

    https://www.finanztip.de/geldanlage/#c78864


    und insbesondere zu verstehen, was Inflation ist. Wenn Du das Geld zB sicher auf einem Konto mit 0.5% Zinsen liegen lässt, bei einer Inflation von 2.0% pa (Durchschnitt der letzten 50 Jahre), dann verringert sich die Kaufkraft des Geldes um 1.5% pro Jahr, also werden aus heute 100 Euro effektiv 85 Euro bei Volljährigkeit.


    Es kommt außerdem noch maßgeblich darauf an, ob das Geld in den nächsten Jahren zur Verfügung stehen soll oder bis zum 18. geparkt werden kann.


    Das sind hoffentlich ein paar Gedankenanstöße, um weiterzukommen.

    @Vino Verde, ein paar Grundlagen wären schön, bevor Du hier versuchst, anderen zu helfen.


    Steuerlicher Wohnsitz und Wohnsitz nach Einwohnermeldeamt müssen nicht identisch sein. Hier muss muss man aufpassen, da je nach Wahl des Umzugsdatums Versicherungspflicht in einer deutschen Krankenkassen bestand.


    Zu den Beiträgen: Literatur gibt es hier (https://www.lohnsteuer-kompakt…anken-_pflegeversicherung), wie es im Fall der freiwilligen Versicherung aussieht, müsste ich nachlesen. Ich habe meine ausländische Krankenversicherung beim unterjährigen Umzug nach Deutschland natürlich steuerlich in Abzug bringen können (insofern geht das sehr wohl, wie geschrieben: Unter gewissen Umständen). Es gab gerade in den letzten 5 Jahren einige Urteile, die darauf abzielten, die Freizügigkeit in der EU hochzuhalten, und Diskriminierung abzubauen (sprich: eine freiwillige deutsche Krankenversicherung wäre ansetzbar). Ich will hier nicht spekulieren, ein Steuerberater wird das wissen/herausfinden können.

    Deine Krankenversicherung in einem anderen Land spielt meiner Meinung nach gar keine steuerliche Rolle in D, das ist Deine private Sache und sie ist - wenn Du so willst - ein allg. Lebensrisiko.

    Und genau wegen solchen falschen Aussagen, solltest Du überlegen, die Erklärung mit professioneller Hilfe durchzuführen (entweder mit Steuerberater oder mit einem Lohnsteuerhilfverein - aber prüfe bitte vorher, ob die in Deinem Fall tatsächlich helfen können).


    Die Komplettlösung Deines Falls geht vermutlich über das hinaus, was hier geleistet werden kann. Ein paar Anregungen: Fahrkosten bei Umzug, Wohnungsbesichtigung, -Auflösung: Ja. Umzug: Sofern beruflich bedingt, ja angeben (Pauschale beachten). Neuer Hausstand nein. Doppelte Miete: Ja (hier ein Monat). Krankenversicherung: Geht unter gewissen Umständen.

    siehe hier RE: PKV - wechseln in GKV für Ü55.


    Dort hat ein Autor auch angeboten, den Kontakt zu einem passenden Berater herzustellen. Ganz so pessimistisch wie mein Vorredner ("Das Unmögliche ...") würde ich es nicht sehen, aber euer Anliegen und die Prüfung aller Optionen ist in professionellen Händen in der Tat besser aufgehoben. Ihr werde für diese Beratung bezahlen müssen, und mein Rat ist, hier nicht geizig zu sein, denn die Auswirkungen von einem unpassenden PKV-Tarif im Alter wären wesentlich teurer.


    Ich vermute, Du hast beim Rendite-Vergleich den Fehler gemacht, den einen Fonds in Dollar und den anderen in Euro anzeigen lassen. Die Fonds haben exakt die gleiche Wertentwicklung (siehe Bild). Wenn Dir soziales investieren wichtig ist, sind das passende Fonds und es spricht nichts dagegen, mit ihnen eine langfristiges Investment zu verfolgen - ganz im Gegenteil. Also alles gut.

    Ja, dazu reicht ein formloser Brief an das Finanzamt, in dem Du die Situation schilderst (Aufgabe des Arbeitsverhältnisses aus gesundheitlichen Gründen zum xx.xx.xxxx) und um Beendigung der Vorauszahlungen bittest. Das Wort „Einspruch“ passt in dem Kontext nicht.

    Gute Gesundheit!

    Hast Du schon mal einen Riestervertrag gekündigt?


    Ich schon.

    Na nun warte doch meine Antwort ab :-), denn ja, habe ich. Ist aber irrelevant.


    Dein „böses Erwachen“ ist das Ergebnis von einem Äpfel-Birnen-Vergleich, denn natürlich ist das unversteuerte Vertragsguthaben immer größer als das versteuerte Geld, das nach Kündigung auf dem Konto landet (Rentenzahlungen des Riester müssten ja auch voll versteuert werden). Das Minus, von dem ich spreche, ist das verbleibende Ergebnis der Rückzahlung und geht auf die Erträge oder Verluste zurück, die mit dem Riestervermögen entstanden sind und dann in der Anlage R-AB/bAV in Zeile 21 angegeben werden. Details stehen hier https://apps.datev.de/dnlexka/document/9268574


    Die Grundfrage für den Themeneröffner bleibt, ob er lieber das Geld selbst anlegen will oder ob er es in einem stillgelegten Vertrag lässt, wobei weiter Abschlusskosten weggehen, weil sich an Riester selbst oder seiner Situation in der Zukunft etwas ändert. Nun geht es hier ja um weniger als 2 Jahre Einzahlung, da hängt der Ruhestand nicht von ab, und er kann mit spitzem Bleistift rechnen oder per Bauchgefühl entscheiden - letztlich egal.

    Hallo CaS


    3.6% ist in der Tat viel zu teuer. Den Vertrag still legen scheint mir (auch zum Informieren und Entscheiden, also um Zeit zu kaufen) eine gute Lösung. In diesem Fall kann der Anbieter natürlich weiter Gebühren entnehmen. Würdest Du den Vertrag allerdings 42 Jahre liegen lassen, muss er Dir dennoch die Beiträge+Zulagen garantieren (die natürlich dann wegen der Inflation weniger "wert" sind).


    Wenn sich Riester für Dich aktuell nicht rechnet wie Du schreibst, dann ist auch eine förderschädliche Kündigung eine Option. Du zahlst eben die erhaltenen Steuervorteile/Zulagen zurück, gehst vermutlich mit einem kleinen Minus aus der Nummer raus, bekommst die Beiträge zur freien Verfügung zurück, aber musst keinen stillgelegten Vertrag, der jährlich Gebühren kostet, mit Dir herumtragen. (Das Minus kann steuerlich angesetzt werden, reduziert sich also gemäß Deines persönlichen Steuersatzes zu Deinem Vorteil).


    Oder Du legst ihn still und hoffst, dass die Politik in der nächsten vier Jahren eine Reform auf den Weg bringt, die attraktivere Verträge ermöglicht, in die man wechseln kann (die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt :-).


    Jetzt zu wechseln, nur um den neuen Vertrag dann umgehend stillzulegen (Du musst keine 5 Jahre einzahlen), würde für mich wenig Sinn machen, wenn sich Riester für Dich aktuell nicht lohnt.

    Hallo AlmutJohanna


    das hängt vom zu versteuerenden Einkommen ab. Normalerweise werden Steuern auf Kapitalerträge separat berechnet, aber bei niedrigem „normalen“ Einkommen (zB auch wenn es durch Vermietungsverluste abgesenkt ist, Zahlen weiter unten), hast Du die Möglichkeit der Günstigerprüfung (auf Anlage KAP ankreuzen, dort müssen dann alle Kapitalerträge bei allen Banken erklärt werden). Das lohnt sich, wenn Dein persönlicher Grenzsteuersatz unter 25% liegt, da dann Dein niedrigerer persönlicher Steuersatz (und nicht mehr pauschal 25%) für Kapitalerträge fällig wird. Das Finanzamt prüft während der Veranlagung auf Antrag, was für Dich von Vorteil ist.


    „Der persönliche Grenzsteuersatz liegt unter 25%, wenn das zu versteuernde Einkommen 2020 bei einem Ledigen maximal 16.950 Euro und bei zusammenveranlagten Ehegatten nicht mehr als 33.900 Euro beträgt.“

    Fast. Sofern keine Gütergemeinschaft vereinbart wurde, gilt: Bei einem Depotübertrag von Einzel- auf Gemeinschaftsdepots oder umgekehrt zwischen Ehepartner erfolgt eine Meldung an das Finanzamt, aber wird es keine Kapitalertragssteuer abgeführt. Das Finanzamt wird die Hälfte des Betrags als Schenkung betrachten, und Schenkungssteuer berechnen sofern der Freibetrag von 500k innerhalb von 10 Jahren überschritten wird.

    Zwei Drei Fragen:


    1. Bist Du ganz sicher, dass die 212 Euro wirklich garantiert waren (und nicht nur eine unverbindliche Hochrechnung, wie sie Asstel und auch die Gothaer in ihren Bescheinigungen für alle möglichen Szenarien aufführen)? Hast Du ggfs einen Screenshot von der Stelle, an der der Betrag steht?


    2. Hast Du seit 2002 mindestens genau so eingezahlt wie damals vereinbart oder irgendwann die Beiträge gekürzt/pausiert?


    3. Was meinst Du mit "Garantiesumme gekürzt" - in welchem Zusammenhang wurde Dir das mitgeteilt und wie genau wurde gekürzt?

    Klick dich mal bei raisin-pension.de durch den ETF Riester und schaue, welcher Rentenfaktor Dir dort über die mylife Versicherung garantiert würde. Das ist KEINE Empfehlung für dieses Produkt (ehemals fairriester, siehe Forum, leider grottig), aber eine schnelle Möglichkeit, um einen Rentenfaktor zu erhalten, da die mylife mit die höchsten Faktoren am Markt garantiert.


    Für einen Wechsel würde ich einen unabhängigen (= von Dir bezahlten) Berater oder einen freien Makler empfehlen, der verschiedenen Anbieter vergleichen kann. Manche machen das auch online.


    Auch ja, zu häufig sollte man nicht wechseln, da neue Verträge typischerweise Abschlusskosten (auf die Laufzeit gerechnet, aber in den ersten z.B. 5 Jahren abgezogen) berechnen.