Beiträge von Galileo

    Ist es dann ähnlich wie oben, dass die Uni meine erste Tätigkeitsstätte ist und die Tätigkeit als Werkstudent meiner zweite Tätigkeitsstätte darstellt und somit hier die vollen Km abgesetzt werden können?

    Nein, ist es leider nicht, da Uni und Werkstudententätigkeit ja als zwei unabängige Tätigkeiten aufgefasst werden. Ist auch logisch: Sonst würden ja Leute mit zwei 50% Tätigkeiten besser gestellt sind als Leute mit einer 100% Tätigkeit.

    Ich hatte außerdem pro Arbeitstag 9 Stunden gearbeitet. Wäre hier dann auch eine Verpflegungspauschale anzusetzen?

    Nein, in aller Regel nicht, da es sich ja nicht um "auswärtige Tätigkeiten" handelt.

    Hallo,

    ich war länger beurlaubt und wurde zum 14. November krank geschrieben. Am 15. November wurde die Beurlaubung beendet und ich wieder angestellt. Die Arbeit konnte ich allerdings wegen Krankheit nicht beginnen. Nach 6 Wochen Krankheit habe ich bei meiner Krankenkasse nun um Krankengeld gebeten. Die Kasse wehrt sich nun gegen das Krankengeld, weil ich am Tag der ärztlichen Feststellung (14. November) noch ohne Anspruch auf Krankengeld gewesen sei. Gibt es einen Tipp, was ich jetzt tun kann?

    Freundliche Grüße

    Was genau bedeutet das "wieder angestellt"? Geht es um ein durchgehendes Beschäftigungsverhältnis und gab es Arbeitgeberwechsel etc? Und bestand beim neuen Arbeitgeber 6 Wochen durchgehen Arbeitsunfähigkeit (= durchgängig krank geschrieben)? Ggfs nochmal bei der Kasse telefonisch nachfragen, was an Belegen noch beizubringen ist.

    Ich hoffe, ich habe das verständlich formuliert.


    Kann mir da jemand helfen?


    VIELEN DANK!

    Ja, verständlich ist das schon, aber das Problem ist viel kleiner als es hier erscheint. Die Vorabpauschale 2023 (für die 2.55% Basiszins genutzt werden) wird im Janaur 2024 erhoben, vorausgesetzt der Fonds hat im Jahr 2023 einen positiven Kursverlauf. Dir wird also im Januar 2024 die Vorabpauschale auf den Freistellungsauftrag angerechnet und Du siehst, wie viel Ertrag Du noch generieren musst. Das geht ja ohnehin nur so pi*Daumen, wenn man nicht wie z.B. bei der comdirekt einen Steuersimulator hat, der die einzelnen Einstiegskurse kennt (und dennoch nicht immer fehlerfrei arbeitet).

    3. Die Rentenversicherung war für meine Frau gedacht. Aktuell kümmert sie sich um die Kinder und hat dementsprechend nicht so viel einkommen/Rentenaussichten.

    Wenn das das Ziel ist, dann wäre mein Rat, ggfs über freiwillige Einzahlungen bei der DRV nachdenken (für eine Grundabsicherung, auch wenn das in eurem Alter eher weniger attraktiv ist) und vor allem konsequent eigenes Vermögen aufbauen über den ETF-Sparplan.


    Wenn die Frau 95er Jahrgang ist, dann ist ja noch sehr viel Zeit bis zur Rente und Ansparen in Aktien alternativlos. Nur zu, und nicht von den vielen Provisions-getriebenen Versicherungsverkäufern abbringen lassen. Die haben immer tolle Argument auf Lager, aber es rechnet sich so gut wie nie. Der oben verlinkte Blog von Harmut Walz hat viele Schauergeschichten dazu.

    Sparerpauschbetrag wurde nicht voll ausgeschöpft (300€ haben gefehlt), ca. 1000€ Kapitalertragssteuer wurden gezahlt. Die 300€ Erstattung hätte ich ja noch verstanden aber die vollen 1000€, verstehe ich nicht.


    Kann mir jemand helfen und aufklären?

    Bist Du sicher, dass 1000 Euro Kapitalertragssteuer gezahlt wurden und der Betrag nicht Kapitalerträge sind? Wenn der Freitstellungsauftrag um 300 Euro nicht ausgeschöpft wurde, dann werden ja auch nicht 300 Euro erstattet.

    Du darfst dies gerne so handhaben... und damit in die Fußstapfen der 'Armen, die immer arm bleiben werden' treten. Verstehe dies bitte nicht als Affront... Wer sich am Finanzgebaren der ärmeren Bevölkerung orientiert, der hat von vorne herein schon verloren. Willst du möglichst effizient mit deinen Öcken jonglieren, dann musst du dich an Vorbildern orientieren, die das alles schon über viele Jahre hinweg erfolgreich praktiziert haben.


    Wer Ziele definiert, wie unser TE, der braucht (temporär) feste Sparziele. Diese Sparziele ermittelst du nicht an dem, was zufällig übrig bleibt, sondern anhand eines Jahres- und Monatsbudgets und ggfs. noch unter Berücksichtigung einer Liquiditätsvorschau.

    Da gibt es eigentlich nicht viel hinzuzufügen.

    Was sind eure Empfehlungen bezüglich der Depotwahl? Und wie sollte man mit den anderen Depots bzw. Beständen in den Depots umgehen: Umziehen, kündigen, verkaufen, liegen lassen oder was ganz anderes? :/

    Das ist Jacke wie Hose. Wähl einfach ein Depot aus, das Dir gefällt und habwegs günstig ist (ob Neobroker oder günstige Direktbank ist egal), ziehe alles dort zusammen durch Depotübertrag, ggfs durch Verkauf und Neukauf (bei den Summen geht das ja noch gut), Sparplan regelmäßig ausführen, und gut ist. Ich würde hier nicht den letzten Cents hinterherlaufen, sondern das Wesentliche im Blick behalten. Kosten für Einzelorders z.B. sind egal, wenn es eh vor allem um Sparplan geht. Man gleitet hier leicht ins "Überoptimieren" ab. Ich hoffe, das hilft als gut gemeinter und ehrlicher Ratschlag.

    Das ganze ist bei uns sauber geordnet, wurde aber durch verschiedene Makler betreut / abgeschlossen.
    Macht es aus euerer Sicht Sinn, das alles gebündelt von einem Makler betreuen zu lassen?

    Den ersten Satz mit dem "sauber geordnet" kenne ich aus dem familärem Umfeld: Da ist alles fein säuberlich abgeheftet, Zahlen mit Marker hervorgehoben, mit ordentlichen Beschriftungen versehen - die Verträge waren aber dennoch weitestgehend Murks und verstanden waren sie nicht. Wenn das bei euch anders ist - gut, aber ich wollte nur angemerkt haben, dass man sich vorn sauber abgehefteten Verträgen im Alter kein Eis kaufen kann.


    Bzgl. der eigentlichen Frage: Eine Beratung durch einen unabhängigen (und damit kostenpflichtigen) Berater kann sinnvoll sein. Vom Bündeln bei einem Marker würde ich mir wenig versprechen. Wenn die Verträge alt sind, werden kaum noch Provisionen fließen - Beratung zu den Verträgen wird kaum notwendig sein und die Gefahr, zu Neuabschlüssen gedrängt zu werden, ist groß. Daher würde ich sagen: Nein, macht keinen Sinn.

    Mama hat lt. Risikoermittlung der Hausbank Stufe 2, Papa die Stufe 4. ;-) Wobei Papa der Mama zuliebe auch zu Stufe 2 tendieren würde.

    kleineskarlchen erstmal Willkommen und top, dass ihr euch über die Altersvorsorge Gedanken macht. Nicht von dem etwas rauen Ton abschrecken lassen - da steckt viel Wahrheit dahinter.


    Den wichtigsten Punkt, nämlich, dass Bankenberater in Wahrheit Verkäufer sind und nicht euer Wohl im Sinn haben, habt ihr oben schon gehört. Und wenn ihr in dem Forum etwas umherlest werden ihr zahlreiche Fälle lesen, die das unterstreichen. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber sich selbst zu beschäftigen, ist nicht zu schwer.


    Das wären ein paar Links zum Einlesen:

    https://www.finanztip.de/geldanlage/

    https://www.finanztip.de/geldanlage/risikoprofil/


    Ich verlinke das mit dem Risikoprofil, auch wenn ich persönlich nicht viel davon halte. Natürlich muss man ruhig schlafen können, aber wenn es um die langfristige Altersvorsorge geht (bei "Mama" > 30 Jahr) kommen eigentlich nur Aktien in Frage. Bei 2-3% Festgeldrendite (vor Steuern) und einer Inflation von ca. 8 % würdet ihr -5% sicheren Verlust pro Jahr machen. Wenn also oben sowohl Mama und Papa (vermutlich weil sie in der Hinsicht einfach noch nicht richtig informiert sind) eine niedrige Risikostufe und hohe Sicherheit wollen, dann bekommen sie mit Sicherheit nur eines: 5% Verlust pro Jahr. Da bringt es dem Papa wenig, wenn er im Rentenalter mit nur wenig Geld dasteht, weil der dem Familienfrieden wegen unpassend angelegt hat und sich Mama und Papa auch nicht schlau gemacht haben. Daher der Rat wie oben (und wie es bei Monopoly heißt: Zurück auf Start).


    Bitte macht euch klar, dass es bei solchen langen Zeiträumen nur um den Erhalt und ggfs den Ausbau der Kaufkraft geht (ihr also nach Steuern mindestens die Inflationsrate erwirtschaften müsst) - der nominelle Erhalt des Geldes (also 100 Euro heute bleiben 100 Euro in 30 Jahren), der über diese Stufen abgedeckt wird, ist irrelevant. Denn in 30 Jahren wird man für 100 Euro deutlich weniger im Supermarkt etc bekommen als heute. Garantie/Sicherheit bedeutet damit automatisch kaum Rendite.


    Also, durchforstet euer Budget, räumt mind. 10% des Nettos frei, lest euch ein, baut einen Notgroschen auf und dann bietet sich ein kostengünstiger ETF-Sparplan auf einen weltweiten Aktienfonds an. "Fire and Forget". Viel Erfolg.

    Das dürften sowohl Nr. 3 als auch Nr.4 des Links sein. Daher gehe ich von einer Einheit aus.

    Genau, und damit ist auch klar, dass das gesamte Einkommen von allen drei Haushaltsmitgliedern (also den beiden Rentnereltern und des erwachsenen Kindes) anzugeben ist. Dann macht es auch Sinn, dass der Betrag der Untervermietung irrelevant ist. Das Ergebnis deckt sich dann auch mit meinem Gerechtigkeitsempfinden.

    Jetzt ist es sogar ein Problem, dass die Versicherung "steuerfrei" in der Auszahlungsphase wäre, weil damit bei eventueller Kündigung noch nicht mal der Verlust mit anderen Kapitaleinkünften verrechnet werden kann, sondern einfach verpufft.


    Eigentlich ist so ein Produkt schon kriminell: Wenn hier keine Investmentkomponente dabei ist, dann müsste das Produkt komplett berechenbar sein. Sprich mit Wissen um Kosten und garantierten Zinsen sollte der Versicherungsgesellschaft schon vor 20 Jahren klar gewesen sein, dass bei normaler Einzahlung und Nutzung der Dynamik nach 20 Jahren ein Verlust von -10% entsteht. Wie so ein Produkt überhaupt geeignet sein kann?! Vielleicht wurden mit "Überschüssen" gerechnet, um die Prognose zu schönen, aber wenn man ohne Überschüsse bei -10% landet, dann kann das aus meiner Sicht kein geeignetes Produkt sein...

    Die Regelungen zur doppelten Haushaltsführung sind in einem BMF-Schreiben mit dem Titel "Steuerliche Behandlung der Reisekosten von Arbeitnehmern" ausgeführt, ab Randziffer 100. Das Kriterium der 50 km ist dort recht fix definiert (und ob man nach Hause fahren kann, oder wie häufig man übernachtet, ist in diesem Zusammenhang irrelevant).


    Ich würde das Problem anders angehen, nämlich nicht über das Finanzamt, sondern den Arbeitgeber: Wenn diese möchte, dass man in der Nähe des Beschäftigungsorts einige Nächte verbringt, dann soll er die nötige Miete+Nebenkosten zahlen oder zumindest erstatten. Mit Blick auf die fehlende Anerkennung als doppelten Haushalt wird eine professionelle Heimleitung dafür sicherlich Verständnis zeigen und entgegenkommend sein.

    Generell gilt, dass Reiseversicherungen von Kreditkarten häufig nur eine Art "Grundschutz" darstellen - sieht man, wenn man in die AGB schaut. Beispielsweise mit Blick auf welche Gründe abgedeckt sind (das sind hier einige wichtige, aber nicht besonders viele), ob das auch gilt, wenn nichtmitreisende Familienmitglieder betroffen sind und welcher Schaden ersetzt wird (hier: bis 3000 Euro). Wenn man eine teure Reise plant oder aus welchen Gründen auch immer mit einer erhöhten Rücktrittswahrscheinlichkeit rechnet, würde ich mir eine extra Versicherung dafür suchen. Allerdings gilt auch: Das einzige Mal, dass ich eine Kreditkarten-Reiseversicherung (wegen gestohlenem Pass) benötigt hatte, hat die anstandslos gezahlt. Ich hoffe, das hilft weiter.

    Möglicherweise wundert es auch die Bank, dass trotz Mieteinnahmen seit 2004 und Verkehrswert von > 2 Mio Euro dennoch offensichtlich keine Instandhaltungsrücklage gebildet wurde, aus der die benötigten Aufwendungen finanziert werden können. 20 000 Euro sind zwar häufig viel Geld, aber in diesem Kontext auch wieder nicht. Ich würde daher raten, die Immobilien hinsichtlich Mietrendite und Rücklagenbildung neu durchzurechnen - ggfs kann man damit die Bank von der Rentabilität der Investition und einer Neubewertung überzeugen.