Beiträge von Galileo

    Wenn nur eine Person das Arbeitszimmer nutzt, dann kann auch nur eine Person dieses angeben, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt werden (reines Arbeitszimmer, kein geeigneter Arbeitsplatz auf beim AG, ...). Wenn die andere Person auch von zu Hause arbeitete, dann spricht aus meiner Laienmeinung nichts dagegen, für die entsprechenden Tagen die Homeoffice-Pauschale anzugeben.

    Sofern beide Personen im Arbeitszimmer arbeiteten, und auf das Arbeitszimmer >2500 Euro Miete/Kosten entfallen würden, dann könnte jeder Person je bis zu 1250 Euro angeben, das hat sich kürzlich geändert:

    https://www.steuergo.de/texte/…show=true&titel=Impressum

    Ich hatte das Glück meine Privat Rente bei der Allianz noch mit einer 100% Garantie abzuschließen. ....

    Ich würde mich freuen, wenn ich bei diesem Thema endlich mal Gewissheit habe und den monatlichen Betrag in die privat Rente mit einem guten Gefühl überweisen kann. Nicht, dass ich in ein paar Monaten wieder vor den gleichen Überlegungen stehe.

    Also "Glück" ist eine 100% Garantie eher nicht, sondern eher ein Zeichen, dass Du Opfer des Verkaufsversprechens der Versicherung geworden ist. 100% Garantie bedeutet nämlich, dass renditebringende Anlagemöglichkeiten so gut wie ausgeschlossen sind. Für 100% Garantie kannst Du das Geld auch auf ein Sparkonto überweisen, das hat auch 100% Garantie, und den genau gleichen Inflationsverlust (das wiederum bringt der Versicherung nur keine Provisionen). Um es klar zu machen 100% Garantie des Nennwerts (z.B. 60 000 Euro) auf 20 Jahre bei durchschnittlicher Inflation von z.B. 3% (aktuell sind wir bei 7%!) hieße, dass Dir nach 20 Jahren 1 / (1.03^20) = 55% Kaufkraft übrig bleiben, das wären 33 000 Euro. Gebühren gehen davon noch ab, und bei längerer Laufzeit wäre es noch weniger. An Sachwerten (Aktien, Immobilien, etc) führt bei einer langfristigen Lösung kein Weg vorbei.


    Und zum zweiten Punkt: Wer mal verstanden hat, dass solche Versicherungen eigentlich nur für die Versicherung gut sind (wegen hoher Gebühren etc) und dass bei 100% eine gute Rendite oder sei es nur der Inflationausgleich ausgeschlossen sind, der kann so eine Versicherung nicht mit "gutem Gefühl" behalten, sondern muss den Vermögensaufbau selbst in die Hand nehmen.

    Mit meinem eingetretenem Fall meine ich, dass Darlehenshingabe und Konkurs vor Einführung der Abgeltungssteuer liegen. Offenbar gab es vor 2009 eine Trennung zwischen Vermögens- und Ertragsebene, die durch Einführung der Abgeltungssteuer aufgehoben wurde. Daraus schließe ich, dass vor 2009 Konkursverluste als Vermögensverluste galten, die steuerlich nicht relevant waren (?:(?).

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie viel klarer ich es schreiben soll: Dass Darlehenshingabe und Konkurs (was auch immer das rechtlich ist, z.B. Insolvenzantrag) vor 2009 stattfanden, ist vollkommen unbeachtlich. Für die steuerliche Berücksichtigung zählt das Datum, an dem der Verlust endgültig feststeht. Das ist typischerweise erst mit Abschluss des Insolvenzverfahrens der Fall, daher zählt der Verlust steuerlich typischerweise auch erst zu diesem Datum. Selbst der zweite Leitsatz des im Titel genannten Urteils zielt darauf ab:

    "2. Von einem Forderungsausfall ist erst dann auszugehen, wenn endgültig feststeht, dass keine weiteren Rückzahlungen mehr erfolgen werden. Die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Schuldners reicht hierfür in der Regel nicht aus."

    Dann würde ich tippen, dass der Verlust als in 2022 (oder eben mit Abschluss des Insolvenzverfahrens) eingetreten gilt. Wann genau, wird jeder Sachbearbeiter und je nach vorgebrachter Argumentation leicht anders festlegen. Ich habe einen solchen Verlust mit der Steuererklärung für 2021 ohne formelle Bescheinigung des Insolvenzverwalters, aber mit offiziellem Nachweis (Vorfall war von der Struktur anders) ohne Probleme berücksichtigt bekommen. Genaueres wird Dir an dieser Stelle nur Dein jeweiliger Sachbearbeiter mitteilen können. Die entsprechenden Regelungen kennst Du ja.

    Maßgeblich dürften zunächst andere Fragen sein:


    1. Wann ist der Verlust eingetreten, z.B. wann wurde das Insolvenzverfahren abgeschlossen? (Es sei denn, es wäre bereits zu Beginn des Verfahrens offensichtlich, dass ein Komplettverlust vorliegt, dann könnte argumentiert werden, dass der Verlust in 2006 angefallen ist).


    2. Ist denn der Steuerbescheid für 2006 (oder ggfs bei späterem Abschluss des Verfahrens von dem Jahr, in dem der Verlust eingetreten ist) noch offen? Denn rückwirkende Berücksichtigung bei rechtsgültig erteiltem Steuerbescheid geht nur in sehr wenigen Ausnahmefällen (z.B. wenn man nachweisbar keine Kenntnis vom Verlust hatte etc...)

    Woher diese Einkünfte (5000 EURO) kommen ist uns etwas "schleierhaft". Wir können uns das nur so erklären dass meine Frau in Kurzarbeit war mit 70 %. Ihr Arbeitgeber hat dieses "aufgewertet" auf 90 %. Wie ich das verstehe sind diese "fiktiven" - nicht direkt sondern über den Umweg Arbeitgeber- erhaltenen Einnahmen steuerlich auf die eigene Einkommenssteuerschuld wirksam.

    Verstehe ich das richtig?

    nicht ganz. Es geht nicht um

    die Aufstockung, sondern die ca 5000 Euro sind das eigentliche Kurzarbeitergeld. Insofern alles geklärt

    Mir wird aus der Schilderung nicht ganz klar, was genau die Situation ist, aber: Das FA wird wohl kaum das mögliche Ergebnis eines Einspruchs umsetzen über den noch nicht entschieden ist. Nur weil der Antragssteller vom Erfolg überzeugt ist, überweisen die ja vorab kein Geld - schön wär‘s, dann würde ich dauernd Einsprüch erheben. Nach Entscheidung über den Einspruch wird idR zurückgerechnet und korrigiert.

    Auf Seite 4 steht unter Erläuterungen, dass ein Träger der Sozialversicherungen Daten zu Leistungen (an die Ehefrau) überliefert hat, die berücksichtigt wurden und die dem Progressionsvorbehalt unterliegen (die also selbst nicht besteuert werden, aber die Besteuerung des restlichen Einkommens erhöhen). Weiter unten steht auch, dass es sich um 5285 Euro handelt. Das könnten gewesen sein: Arbeitslosengeld, Elterngeld, Kurzarbeitergeld, Krankengeld, ...


    Passt das zu einem Zufluss in 2020?

    Ich glaube, Du bringst hier einiges durcheinander. Die 200qm-Regel (§13 Abs. 1 Nr. 4c ErbStG) gilt nur für den Erwerb wegen Todes. Natürlich gelten die Freibeträge bei Schenkungen (spricht Haus für 800k, das zu gleichen Teilen den Eltern gehört, kann steuerfrei auf das Kind übertragen werden. Bei Nießbrauch verringert sich sogar der Betrag). Das sind allerdings so wichtige Dinge, dass die unbedingt ein spezialisierter Anwalt und dann Notar begleiten sollte, da wird mit solchem Halbwissen ein Forum wenig helfen können.

    Die ärztliche Bescheinigung, dass keine Reisefähigkeit vorliegt, klingt sinnig. Hilfreich wird auch sein, dann, wenn es wieder geht, regelmäßige Heimfahrten dokumentieren zu können. Der 2. Haushalt wird erfahrungsgemäß vor allem im

    1. Jahr sehr intensiv geprüft, daher: Je mehr Nachweise, desto besser. Genau wirst Du es erst in einem Jahr wissen. Gute Besserung!

    Ich kann den Vorrednern nur beipflichten: Entweder es fehlen ein paar wichtige Informationen oder es wurde etwas falsch in der Erklärung eingetragen. Dass das Finanzamt bei der obigen Darstellung selbst nach Prüfung daneben liegt, ist äußerst unwahrscheinlich. Ggfs mal den anonymisierten Steuerbescheid einstellen, dann klärt sich das Rätsel vielleicht.

    In Anbetracht der Kosten (fast 1,6% - Wahnsinn wenn man ETF Online Broker gewohnt ist) schaufle das Geld wohl vom Staat zur Bank um, die sich dann erstmal bedient und den Rest in Anleihen anlegt (eigentlich ohne Worte <X ).

    Selten eine so zutreffende Zusammenfassung von Riester gelesen.


    Nein, ich erkenne keinen Denkfehler. Die Beitragsgarantie bringt einem allerdings in Zeiten hoher Inflation recht wenig. 20 Jahre bei 5% heißt ca 35% verbleibende Kaufkraft.

    Mit garantiert meinte ich „garantiert keine Mitgliedsbeiträge / normale Spenden“.


    In dem zweiten Link

    https://www.vereinswelt.de/fehler-vereinsvermoegen


    steht doch:

    „Gemeinnützige Vereine dürfen Ihre Finanzmittel nicht einfach so anlegen. Denn sie sind ja selbstlos tätig und im Vereinsrecht nach §55 Abs. 1 Nr. 5 der Abgabenordnungauch dazu verpflichtet, ihre Mittel zeitnah wieder auszugeben – das nennt man gemeinhin den Grundsatz der Mittelverwendung. Die meisten Gerichte sehen eine Frist von zwei Jahren hier als angemessen an.

    Es gilt also: Mitgliedsbeiträge und Spenden dürfen grundsätzlich nicht in Aktien angelegt werden, sondern sind zum Zwecke der satzungsgemäßen Vereinsarbeit zu verwenden.“


    Das steht auch in dem juristischen pdf, nur wesentlich mehr verklausuliert im 2. Teil.

    Da bin ich mir nicht sicher. Reine Aktien-ETFs sind risikoreicher und Renten-ETFs bringen nichts. Deshalb wurden ein aktiver Mischfonds gewählt.

    Naja, das ist das Verkaufsmärchen der Bank. Der Mischfonds wird doch zu z.B. 60% Aktien und 40% Renten bestehen, zaubern können die nicht. Damit hat man 60% Risiko und 40% "Null-Rendite" (wenn man von Fremdwährung, Schwellenländern, Junkbonds, etc absieht). Genauso gut (also für gleiches Ertrags/Schwankungsverhältnis, mit weniger Kosten) könnte man also auch 60% in einen Aktien-ETF anlegen und 40% auf dem Girokonto lassen. Und aktives Management bringt statistisch gesehen keinen Mehrwert (eher das Gegenteil), aber die Bank verdient daran und der Kunde fühlt sich gut.


    Ich bin nur der Kassenprüfer und prüfe die Kasse für die Mitgliederversammlung.

    Egal, wenn Du Kassenprüfer bist, ist das relevant für den Vorstand. Aus Deiner Sicht wäre wichtig: Sind die angelegten Gelder garantiert und mit lückenloser Dokumentation weder Mitgliedsbeiträge noch Spenden?

    - Falls ja, siehe die genannten und von Kiefer2 bestätigten Bilanzierungsregeln. Was zählt sind rechtlich korrekte Regelungen, nicht "Gedankengänge" oder Meinungen in einem Online-Forum.

    - Falls doch (oder falls nicht klar dokumentiert) ist die Aberkennung der Gemeinnützigkeit vorprogrammiert, sobald jemand genauer hinsieht (das muss nicht das Finanzamt sein, so ein Mitglied hat jeder Verein, spätestens wenn es mal Zank gibt). Da hängt dann der Vorstand genauso drin wie Du als Kassenprüfer, der die Unbedenklichkeit bescheinigt.