Beiträge von Galileo

    Meinungen oder Fakten? :-)


    Meine Meinung ist, das mir persönlich der Wohnriester zu kompliziert und unflexibel ist - auch weil ein Umzug ins Ausland nicht ausgeschlossen ist (hat also mit dem Wohn-Aspekt wenig zu tun).


    Was die Fakten angeht, ist ja oben schon viel korrekt herausgearbeitet worden, insbesondere wie man sich des Wohnförderkontos mit Rentenbeginn entledigt, um frei über die Immobilien verfügen zu können. Probleme sehe ich eher vor Rentenbeginn, wenn man eben doch nicht im Objekt wohnen bleiben will. Allerdings gibt es dann verschiedene Optionen, manche leichter andere schwerer, um das ohne förderschädliche Auflösung zu lösen (z.B. Reinvestition des Betrags in einen anderen Riestervertrag - vorausgesetzt man findet einen, der das Geld aufnimmt, oder der Partner/Partnerin bleibt drin wohnen, oder das Geld wird innerhalb von vier Jahren in ein neues Wohnobjekt investiert, etc).


    Mein Rat wäre (sofern Riester an sich für Dich passt von der Förderquote her) die Frage dann zu stellen, wenn die Immobilienfinanzierung ansteht, denn eine Riester-Reform steht an und dann wird sich gesetzgeberisch auf dem Feld in den kommenden Jahren einiges tun.

    Hallo de30 ,


    erstmal top, dass ihr eure Infos habt, einen Notgroschen habt, Geld monatlich sparen wollt und Aktien-ETFs im Visier habt. Soweit alles richtig gut.


    Sieh mal hier: https://www.finanztip.de/geldanlage/.


    Aufgrund der Schwankungen solltet ihr mind. 10 oder mehr Jahre Abstand bis zur Rente haben, ist das gegeben? Falls ja, macht es wie beschrieben (sprich einen monatlichen Sparplan, und Einzelinvestments nach Möglichkeit). Finanztip empfiehlt einen ETF auf den MSCI World. Eine Alternative ist der ETF mit der WKN A1JX52, da wären auch noch Schwellenländer mit drin (All-World), mehr als einen ETF braucht ihr erstmal nicht. Den Punkt verkomplizieren "Anfänger" häufig unnötig. Mein Tipp wäre einen ausschüttenden ETF zu wählen, damit ihr ein paar Ausschüttungen pro Jahr habt und euren Freistellungsauftrag ausnutzt. An diesem Punkt solltest du nochmal etwas nachlesen: Die Versteuerung der Wertpapier verläuft bei einer deutschen Bank vollkommen automatisch, und ist (sehr häufig, von Spezialfällen abgesehen) unabhängig von einer Einkommensteuererklärung. (Ach ja, und lasst euch von kostenlos zu besparenden ETFs der Banken nicht ködern. Die ETFs wechseln häufig jedes Jahr und sollen dazu animieren, häufig zu wechseln und dann mehr für das Verkaufen und Kaufen auszugeben. Fangt erstmal mit einem gewünschten ETF an und ignoriert die Kaufkosten - mach ich immer noch so, da sie bei langer Laufzeit so gut wie nicht ins Gewicht fallen).


    An eurer Stelle würde ich unbeding Freistellungsaufträge bei den Banken einreichen, bei denen Kapitalerträge entstehen (über maximal 1602 Euro für ein zusammen veranlagtes Ehepaar). Das bedeutet, dass die Bank(en) für die ersten 1602 Euro keine Kapitalertragssteuer+Soli+Kirchensteuer abführen. Bedeutet das Einreichen eines Freistellungsauftrags bringt euch 1602*(25%+5.5% davon) = mind. 422 Euro pro Jahr an gespaarter Steuer (vorausgesetzt, ihr habt pro Jahr mind. 1602 Euro realisierte Kapitalerträge, z.B. Zinsen oder ETF-Ausschüttungen).


    Das hilft euch hoffentlich erstmal weiter.


    (Falls ihr Kinder habt, wäre noch über einen günstigen Riester nachzudenken, aber mit einem ETF-Sparplan wie von Finanztip besprochen macht ihr erstmal nichts falsch).

    Zur Frage, was der Brexit ausmacht: Die Gesellschaft hat die Verträge von Schottland nach Irland verlagert, der Vertrag ist also weiterhin innerhalb der EU. Aus dieser Sicht (und vermutlich auch sonst nicht) kein Handlungsbedarf. https://www.standardlife.de/ueber-uns/brexit/


    Der aktuelle Wert ist der aktuelle Vertragswert, der durch die Aktienbeteiligung steigen oder sinken kann. Zur Auszahlung im Jahr 2035 ist aber der genannte Wert als Minimum garantiert.


    Der Vertrag macht ja ordentlich Rendite (weniger als der Index ist normal bei einem von MLP-vertriebenen Vertrag :-), aber da gibt es aus meiner Sicht nichts zu meckern.


    Ich würde den Vertrag einfach laufen lassen (habe ich mit meiner Auslands-bAV auch so gemacht).

    Selbst verstehen ist nie verkehrt! Allerdings: Die beschriebenen Interessenskonflikte treten bei „kostenlosen“ Beratungs(also ->Verkaufs)-Gespräche auf (z.B. bei der Sparkasse oder unabhängigen Versicherungsmaklern). Die sind hinfällig, sobald Du für die Beratung bezahlst (wie z.B. bei der Verbraucherzentrale oder noch besser, und etwas teurer, bei einem VersicherungsBERATER, also nicht Versicherungs-Vertreter und nicht -Makler). Allerdings bieten auch manche Makler eine kostenlose Überprüfung bestehender Verträge an, das kann auch eine gute Möglichkeit sein, um zu einer Einschätzung zu kommen.


    Vor der Prüfung eines spezifischen Vertrags stellt sich bei Riester auch stets die Frage, ob das das Konstrukt an sich auf Deine Lebenssituation passt. Das würde dann dort mitgeprüft.

    noch zur Frage, ob Festgeld ggfs anders in der Rechnung ersetzt werden kann: Rürup kann ja nur verrentet werden, insofern kann das als erwartete Einnahme, aber nicht als Festgeldersatz, einbezogen werden. Bei Riester können ja 30% des geförderten Guthabens mit Beginn der Rente ausgezahlt werden (insofern eignen sich diese 30% abzüglich der Steuer als Festgeldersatz, da planbar und durch die Garantie auch sicher, mal einer der wenigen Vorteile davon). Sofern die bAV als Einmalzahlung auszahlbar ist, spricht aus meiner Sicht aus nichts gegen das Berücksichtigen dieses als Festgeldersatz.


    Die Vorgehensweise klingt für mich auch sinnig, da dadurch die Aktienquote nur so wenig wie eben nötig abgesenkt wird.

    Besteht denn Mitgliedschaft in der Krankenversicherung der Renter (KVdR) oder besteht eine freiwillige Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse (auch als Renter, aber das wäre egal)?


    In der KVdR zählen Einkommen aus Kapitalerträgen nicht, in der freiwilligen schon. Für die freiwillige Mitgliedschaft gilt: Werden Kapitalerträge oberhalb der 51 Euro Pauschale (die 801 Euro greifen dort nicht) erhalten, müssen diese bei der jährlichen Einnahmenabfrage der Krankenkasse angegeben werden. Es geht immer nur um die 12-Monats-Rhythmen (die aber nicht notwendigerweise dem Kalenderjahr entsprechen). Insofern erhöhen hohe Einnahmen nur einmal die KV-Beiträge. Eine Verrechnung mit Verlusten innerhalb der gleichen 12 Monate ist möglich, eine Verrechnung mit Verlusten aus dem Jahr zuvor nicht. Das ist auch logisch, denn die Verluste im Jahr zuvor hätten ja angegeben werden können und hätten das nicht-Kapitalertrags-Einkommen absenken können.


    Mehr zu den Details weiß die Krankenkasse.

    Ehrlich ist nie verkehrt, aber "menschliche" Umstände können bei der Steuerberechnung (ohne spezifische gesetzliche Grundlage) keine Rollen spielen, schon allein der Fairness für alle Bürger wegen. Im konkreten Fall sieht das aus der Ferne betrachtet eher schlecht aus, wenn es keine spezifischen (sprich auf das Objekt bezogenen Gründe) gibt.


    Hier gibt es noch etwas mehr Kontext:

    https://www.steuernetz.de/lexikon/miet-und-pachteinkuenfte

    (ab "Verteilen die Miteigentümer die Einnahmen bzw. die Aufwendungen abweichend von den Miteigentumsanteilen,...")


    Es steht euch dreien natürlich frei, individuell je zu ein Drittel zu versteuern und dann jährlich im Rahmen der Schenkungssteuerfreibeträge den jüngeren Bruder zu bedenken. Es geht ja nur darum, dass die Besteuerung auf die drei aufgeteilt wird (so dass man bei geteiltem Eigentum nicht frei den "günstigsten" Weg wählen kann), und nicht darum, dass der eine partout nicht (nach Steuern) die Erträge haben darf.

    Ich würde bei dem Steuerberater nachfragen, der das so umgesetzt hat. Grundsätzlich muss der Gewinn gemäß den Besitzanteilen aufgeteilt werden (also so wie es das Finanzamt nun möchte), es sei denn, es gibt spezifische wirtschaftliche Gründe. Das kann nur ein Fachmann mit Kenntnis der Details beurteilen. Die Aussicht auf Erfolg des Widerspruchs hängt an diesen Argumenten, also "einfach so" wird sehr Wahrscheinlich nicht funktionieren.

    Die erste Frage, die ich stellen würde, ist, ob das Konstrukt Riester überhaupt auf Deine Umstände passt (hohes Einkommen oder viele Kinder?) und ob die damit verbundenen Nachteile (Wechsel ins Ausland geplant?, Garantie<->Renditebremse, ...) durch die Vorteile aufgewogen werden. Das kann nur ein (Honorar)versicherungsberater machen, da der von Dir bezahlt wird und damit kein Interesse wie ein Makler oder gar Vertreter hat, Dir einen Vetrag zu verkaufen.


    Sollte Riester für Dich passen oder gewünscht sein, kannst Du dann in einem zweiten Schritt das Produkt auswählen (hat das Video tatsächlich einen konkreten Vertrag, oder überhaupt ein Riester-Format, empfohlen?!). Dabei hast Du auch die Möglichkeit, das Guthaben des bisherigen Vertrags zu übertragen (auch dabei beraten lassen, da Du dabei den Garantiebetrag änderst). Es gibt Online-Makler, die mit kostenlosen Riester-Checks werben - so lange man sich keinen Verkaufsdruck machen lässt, entspannt zuhört und die Fakten selbst abwägt, ist das auch eine Option.

    Naja, Verlust ist entstanden, das siehst Du schon daran, dass Dein eigener Beitrag 1800 Euro beträgt (+ vielleicht ein AG-Beitrag), Du aber nur ca. 1700 Euro versteuern musst. Nur 100 Euro Verlust nach einer derart schnell gekündigten bAV wäre erstaunlich wenig.


    Mein Rat wäre, sich über die paar 100 Euro Verlust nicht aufzuregen, sondern froh zu sein, dass Du die Kurve gekriegt hast. Viel Spaß und Erfolg bei der eigenständigen Anlage!

    Ich sehe, dass in Deinem Fall (weil Du unter dem Grundfreibetrag liegst) die Regel wenig logisch erscheint, aber das Finanzamt fordert mWn die NV grundsätzlich beim Einreichen einer Steuererklärung zurück, weil das Finanzamt nicht weiß, wie viele Kapitalerträge Du hattest (diese werden nicht zentral gemeldet) und damit sonst nicht ohne weiteren Aufwand nachvollziehen kann, ob Du mit der NV-Bescheinigung nicht vielleicht doch 6000 Euro an Kapitalerträgen hast freistellen lassen und damit insgesamt doch über dem Grundfreibetrag liegst (ist nicht ganz logisch, weil die Rückforderung ja die Nutzung in 2020 nicht rückgängig macht, aber Du siehst hoffentlich, warum hier auf Nummer sicher gegangen wird).

    OK, super, dann steht ja alles da. Du wirst also ca. 1700 Euro als sonstige Einkünfte versteuern, sprich in 2020 auf 1700 Euro extra Einkommensteuer zahlen. Das ist weniger als Brutto von Dir und vom Arbeitgeber für die bAV aufgewendet wurden, weil ja Kosten für den Vertrag abgezogen wurden. (Das mit dem Verlust in meinem obigen Post würde nur bei Riester-geförderten Verträgen zutreffen, also bitte hier ignorieren). Und ist ja auch logisch, dass Du nun Steurn nachzahlst, weil dieses Geld ja im Jahr der Einzahlung in die bAV nicht versteuert wurde.

    Dito was die Rentenfonds (noch dazu aktive) angeht. Der Finanztip-Link zum Auszahlungsplan im obigen Post ist ein guter Einstieg.


    Mein Gedankenanstoß wäre, sich zu überlegen, welche Summe denn pro Monat (z.B. in den nächsten 5 Jahren) benötigt wird, und daran entweder die Auszahlung direkt aus den Fonds (oder im Festgeld zwischenzuparkende Summe) festzumachen, anstatt mit Bauchgefühl zu arbeiten (mag sein, dass dann auch z.B. 20% bei herauskommen).


    Zudem würde ich mich komplett vom Gedanken verabschieden, dass Anlagen außerhalb von Aktien (oder Immobilien) in der aktuellen Zeit Rendite bringen oder die Inflation ausgleichen. Beim Festgeld käme mir es dann auch nicht auf das letzte .1% Rendite an, sondern eher nur wie hier gewünscht auf die Sicherheit. (Und diese Sicherheit ist bei den Rentenfonds eben nicht so gegeben wie benötigt). Aus dem Grund sollen ja wohl ca. 50% Aktien verbleiben, und die erwirtschaften dann den Inflationsausgleich für das gesamte 100% Vermögen, so dass man guten Gewissens Geld im Tagesgeldkonto oder auf dem Festgeldkonto halten kann.

    Die Rechnung ist zwar nachvollziehbar, aber unzulässig. Mit Kapitalertragssteuer werden nur Erträge von bereits versteuertem Einkommen (z.B. aus privaten Depots, Sparanlagen, oder bisweilen privaten Rentenversicherungen) besteuert.


    Hier geht es um Erträge aus "unversteuertem" Geld, insofern wird gänzlich anders gerechnet. Die Versicherung kann hier aufklären, da das ohne Kenntnis der Zahlen und des Modells schwer möglich ist. Die Versicherung wird auch eine Bescheinigung senden, auf der drauf steht, wo der Ertrag in der Steuererklärung einzutragen ist.


    Es ist gut möglich, dass hier kein zu versteuernder Gewinn, sondern ein steuerlicher Verlust entstanden ist (sprich dass im nächsten Jahr der Verlust ähnlich wie Werbungskosten das zu versteuernde Einkommen senkt). Genaueres steht auf der Bescheinigung.


    (PS: https://hartmutwalz.de/betrueb…eine-herbe-enttaeuschung/)

    Die Versicherungen rechnen häufig die Kosten auf die Laufzeit (zB 40 Jahre) hoch, ziehen diese jedoch komplett innerhalb der ersten zB 5 Jahre ab. Daher gehen erste Einzahlungen in hohem Maß (im 1. Jahr zB > 30%) an die Versicherung/Bank.


    Deine Schlussfolgerung ist allerdings ein häufiger Irrglaube. Google mal „versunkene Kosten“ oder „sunk cost fallacy“.


    Das soll nicht heißen, dass Du kündigen sollst, denn die (teure) Versicherung kann dennoch die beste Lösung für Deine Altersvorsorge sein (das findet man nur in einer Beratung oder mit viel Einlesen raus, und nicht in einem Verkaufsgespräch bei der Sparkasse). Und weil MichaG es nicht glauben konnte, was sind denn die Gesamtkosten?

    In Bezug auf welche Aspekte siehst Du die Versicherung denn als sinnvolle Ergänzung an (spricht welche Dinge möchtest Du haben, das der Sparplan nicht darstellen kann?).


    Finanztip hat diesen Artikel hier:

    https://www.finanztip.de/alter…/flexible-altersvorsorge/

    (gibt es auch als youtube-Video)


    Dort lautet die Empfehlung einen Nettotatrif vom kostenpflichtigen (als unabhängigen) Berater zu wählen.


    Die Autoren des Podcasts vertreiben ja hauptberuflich Versicherungen. Die erstellen bestimmt auch gerne ein Angebot :-), allerdings vermutlich keine Netto-Tarife. Wenn es Dir wirklich auf Aspekte ankommt, die nur eine Versicherung darstellen kann, dann ist das vielleicht sogar ein gangbarer Weg. Erwarte nur keine unvoreingenommene Beratung zur Frage ob es eine Versicherung sein muss/soll (selbst wenn das von dort beteuert wird).

    Wie sieht denn die dritte Seite aus, und was steht da bei Gesamtkosten "Wenn Sie nach 40 Jahren einlösen"?


    Außerdem hast Du vergessen, zwei weitere mögliche Zahlen rot zu umkringeln :-). Aber ok, gut! Wenn Du die Zahlen zu Deinem Vertrag hast und die durchschnittliche Rendite und Schwankung der weltweiten Aktien-ETFs kennst, dann wirst Du ja entscheiden können.

    Geh mal auf den obigen Sparkassenversicherung-Link, klicke ganz unten auf "Wo finde ich gesetzliche Basisinformationen". Dann dort "hier" klicken, und danach den Tarif auswählen (also ARTI - SV IndexGarant, dann z.B. 30 Jahre, laufender Betrag, und die Gewinnverwendung (ist aber ziemlich egal was, ich klicke auf Kapitalzuwachs oder Eurostoxx).


    Dann im pdf auf Seite 2 die Hochrechnung anschauen. Im mittleren Szenario: Nach einem Jahr -30% (sprich die Sparkasse bedient sich kräftig mit Gebühren), nach 15 Jahren 0.09% (also nichts!) und nach 30 Jahren 1.01% (sprich keine Inflationsabsicherung, und weniger als mit Festgeld aktuell erreichbar ist, und dafür muss man 30 Jahre Einzahlen, und die Sparkasse berechnet dafür wie auf der dritten Seite steht 12*50Euro/1000Euro * 6595 Euro = ca. 4000 Euro Kosten. Mit den Zahlen kann jeder selbst entscheiden, was man tun würde.


    Und die Antwort auf die Kasino-Frage ist leider nicht "viel spielen", sondern: Wenn sichergestellt ist, dass ich keinen Verlust mache, dann werde ich auch so gut wie keine Rendite machen (denn risikolose Rendite gibt es nicht), auch wenn das Prospekt von angeglichen Chancen spricht.



    Zocken und ETF ist wie Rasen und VW Golf. Das geht, aber er zocken (rasen) will sollte ein anderes Auto wählen.


    Auf der Seite und im Forum gibt es viel passende Information. Z.B. im Podcast oder hier https://www.finanztip.de/geldanlage/.

    Gut gemeinter Ratschlag: In Ruhe ausführlich einlesen und dann kundig entscheiden.

    Beim Blick auf die Webseite und das dortige kontext-lose "Testurteil: Sehr gut" fällt mir spontan ein: "Wählen Sie die Partei, denn sie ist sehr gut" ;-), aber Spaß beiseite:


    "Attraktive Renditechancen durch Indexbeteiligung – ohne Verlust Ihres vorhandenen Kapitals"

    -> Wenn Du ins Kasino gehst und der Kasinobetreiber sagt: Willkommen, freier Eintritt, bitte spielen Sie hier mit möglichst viel Geld, denn Sie können nur gewinnen und nicht verlieren. Was würdest Du tun?

    Nein, Du kannst nicht einfach umschichten, das ginge nur nach Kündigung. Da gäbe es keine Zulagen mehr, und alle bisher erhaltenen müssen zurückgezahlt werden. Es gibt zwar Riester-Anbieter, die in ETFs oder Fonds anlegen und zu denen bestehende Verträge gewechselt werden können (Fondssparpläne und Fonds-gebundene Versicherungen), aber die sind wegen der Garantie nicht mit einem ETF-Sparplan zu vergleichen. Gibt dazu auch genug Info hier im Forum (schau mal nach fairriester). Egal was Du machst: Lass Dich über alle Kosten aufklären, und nicht von irgendwelchen Hochrechnungen blenden.