Beiträge von Galileo

    @Acxiss2014 , das Konto bei der Degussa kann man ignorieren. Und bei den ETF-Sparplänen verstehe ich das Argument nicht ganz. Bei finvesto und comdirect kosten das Depot 10 bzw 12 Euro im Jahr, und die Käufe 0.2%. Bei 12x40 Euro sind das 96 ct pro Jahr für die Käufe und 10 Euro fürs Depot. Im ersten Jahr also knapp 2% Kosten, im nächsten knapp 1%, und ab dem dritten deutlich weniger als 1% der angesparten Summe. Das ist deutlich weniger als die zu erwartende Aktien-ETF-Rendite. Und wenn man daran nicht glaubt, dann muss man eben einen Banksparplan ohne Kosten (und ohne Rendite) nehmen. Einen Tod muss man sterben...

    Nr. 1 ist eine Option.

    Nr. 2 klingt recht kompliziert, wenn man bedenkt, dass es um maximal 40 Euro x 12 Monate x 3 Jahre = 1440 Euro geht.

    Alternativ Nr. 3: Einen simplen verzinsten VL-Sparplan (z.B. der Degussa-Bank). Bringt natürlich so gut wie keine Zinsen, sorgt aber dafür, dass der Betrag in drei Jahren nach Kündigung des Sparplans für Eigenkapital zur Verfügung steht.

    Nah dran. Der FSA sagt: Du darfst max 801 Euro steuerfreie Erträge (zB Ausschüttungen oder Vorabpauschalen, beides nach Teilfreistellung, erhalten) beziehen.


    Dein FSA wurde nun mit 7ct belastet (sprich verringert, ohne dass Du etwas zahlen musstest). Ohne FSA hättest Du 7ct x 26.xx% = 2 ct Steuern zahlen müssen. Klar?

    Danke, Kater.Ka, für die Einschätzung. Bei wesentlich mehr Handel sieht die Betrachtung natürlich anders aus.


    Zu Stefano : Ich nehme an, dass der Sparerpauschbetrag bereits mit mind 801 Euro jährlichen Kapitalerträgen (1602 Euro bei Zusammenveranlagung) ausgeschöpft ist oder geplant ist, mit dem Acc-ETF einmal im Jahr durch Verkauf und Kauf Erträge zu erzeugen?


    Denn falls nicht, würdest Du damit wesentlich mehr rausholen (801x (25% Kapitalertragssteuer + Soli) = ca 211 Euro pro Jahr), als durch Optimierung der kleinen Kosten von in Deinem Fall 12x ( 1.5 Euro vs 80ct vs 0ct) + 10 Euro vs 4 Euro vs 1 Euro

    Gute Wahl, was den ETF angeht!


    Zum Broker: Weder noch. Lies mal die Erfahrungsberichte zu beiden und dann siehst Du, dass der Blick auf Gebühren nicht alles ist. Schau Dir mal die DKB an. Zuverlässige Bank, 1.50 Euro pro Sparplanausführung und 10 Euro flat pro Einmalkauf. Klar ist der Smartbroker etwas billiger, aber eben auch offensichtlich überfordert. https://www.finanztip.de/erfahrungen/smartbroker/

    Hängt von Deiner Leidensfähigkeit ab.

    Als Beamter wirst Du dienstunfähig, nicht notwendigerweise berufsunfähig. Wenn Du Dich absichern möchtest, brauchst Du daher eine BU mit Dienstunfähigkeitsklausel (DU statt BU). Ist das der Fall? Falls nein, bringt Dir die BU-Komponente nichts. siehe

    https://www.finanztip.de/beruf…tsversicherung/bu-beamte/


    Ansonsten hast Du Dein Problem ja treffend erkannt und beschrieben.


    Was die Rentenversicherung angeht: Es wird von finanztip empfohlen und schlüssig nachgerechnet, weshalb das Sparen außerhalb einer Versicherung meist der wesentlich bessere Weg ist. https://www.finanztip.de/alter…/flexible-altersvorsorge/


    Da der Vertrag noch recht jung ist, hält sich das Lehrgeld ja wie von Dir gerechnet in Grenzen.


    Ich würde zunächst den DU/BU-Stand abklären, dann entweder herauslösen oder kündigen und bei kundigem Makler neuabschließen (sofern DU-Schutz gewünscht ist). Bei der Rentenversicherung wäre ich für einen klaren Schnitt (sprich Kündigung und eigene Anlage mit ETF-Sparplan).

    Hallo David,


    ohne Angabe zu Kosten, Vertragsname, Anlageoptionen, ggfs Deinen Arbeitgeber-Wechsel-Optionen in den kommenden Jahren kann Dir nur schwer guter Rat gegeben werden. (Kosten für die gesamte Laufzeit von zB 40 Jahren werden regelmäßig gezillmert, sprich in die ersten 5 Jahre verdichtet, und sind dann umsonst gezahlt bei Job-Wechsel).


    Lies mal hier:

    https://hartmutwalz.de/betrueb…eine-herbe-enttaeuschung/


    Manchmal kann das Ausschlagen der bAV die passendere Option sein.

    Da kann ich Dir ohne die für Deinen Vertrag maßgeblichen Bedingungen nicht verlässlich weiterhelfen. Man findet im Netz allerdings die Bedingungen für den gleichen Tarif mit Vertragsabschluss ab dem 1.1.2012. Google mal nach "BHW Vertrag D maXX 225 Allgemeine Bausparbedingungen". Dort steht unter §15. Kündigung des Bausparvertrages.


    (2) Die Bausparkasse kann den Bausparvertrag in den folgenden Fällen

    kündigen:

    a) Hat der Bausparer mehr als sechs Regelsparbeiträge (unter Anrechnung

    von Sonderzahlungen) nicht geleistet und ist er der schriftlichen Aufforderung

    der Bausparkasse zur Nachzahlung länger als zwei Monate nicht

    nachgekommen, kann die Bausparkasse den Bausparvertrag mit einer Frist

    von drei Monaten kündigen.

    b) Hat das Bausparguthaben die Bausparsumme erreicht, kann die Bausparkasse

    den Bausparvertrag mit einer Frist von drei Monaten kündigen.


    Punkt b) deckt das oben gesagte ab. Punkt a) heißt, Du wird eine Änderung der Sparbeträge abstimmen müssen.


    Allerdings gibt es auch §1 Abs. 5

    (5) Wenn der Bausparvertrag 15 Jahre nach Vertragsbeginn nicht

    zu geteilt oder gekündigt ist und der Tarif nicht mehr im Angebot ist,

    kann die Bausparkasse den Vertrag in einen anderen, dann angebotenen

    Tarif wechseln. Die Bausparkasse hat den Bausparer mindestens 6

    Monate vor dem beabsichtigten Tarifwechsel hierüber zu informieren.


    Alles unter der Annahme, dass die Bedingungen bei Dir auch so lauten.


    Wenn Du weit weg von der Bausparsumme bist und mit den gezahlten Zinsen zufrieden bist, dann lass es so laufen. Sollte die BHW etwas ändern, müsste sie sich vorher melden.


    Es gibt noch einen anderen sehr umfangreichen Thread hier im Forum, in dem von zahlreichen rechtswidrigen Klagen der BHW die Rede ist, insofern ist die Idee mit dem "keine schlafenden Hund wecken" sicher nicht schlecht.

    Ich kenne die Bedingungen Deines Vertrags nicht, aber typischerweise gibt es Probleme, sobald das Vertragsguthaben die Bausparsumme erreicht/überschreitet. Das scheint ja hier nicht der Fall zu sein. Ggfs irgendwann die Sparraten aussetzen, so dass der Vertrag inkl Zinsen unterhalb der 50k liegt. Aber vielleicht fragst Du erst mal bei der BHW nach oder wirfst einen Blick in die Vertragsbedingungen. Wenn es dann Probleme gibt, kannst Du Dich ja nochmal melden.

    Dieses BFH-Urteil regelt, dass es bei zwei Alleinerziehenden nicht automatisch der mit dem Kindergeld sein muss, sondern man sich unter den geannten Bedingungen einigen kann.

    https://www.bundesfinanzhof.de…il-geltend-gemacht-werden


    Das wäre die „einfachste“ Lösung, scheidet aber ggfs aus, je nach Verhältnis.


    Ansonsten ist das Gesetz hier sehr verständlich:

    https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__24b.html

    Satz 3 sagt „die Voraussetzungen erfüllt“ (die Voraussetzung ist, dass das Kind in den eigenen Haushalt aufgenommen wurde, das ist ja der Fall). Die Zuordnung nach „wer das Kindergeld bekommt“ trifft somit nur als letzte Lösung zu, wenn es bei zwei Alleinerziehenden keine Absprache gibt.


    Ich würde raten, erst mal beim Sachbearbeiter anzurufen, manchmal gehen Korrekturen unproblematisch per Telefon - und wenn nicht, weiß man ggfs schon, auf was man schriftlich abstellen sollte und welche Nachweise nötig wären.

    Zur Frage Rürup oder DRV: Wenn man nahe am Rentenalter ist, ist die DRV wie im anderen Thread beschrieben oft unschlagbar, weil man annehmen kann, dass der Staat die aus den Einzahlungen resultierenden Rentenansprüche in den kommenden Jahren inflationsmäßig erhöht. Wenn man allerdings wie Du noch 30 Jahre Zeit zur Rente hat, wäre ich mich DRV-Nachzahlungen vorsichtiger. Ist halt beides eine Wette, nur unterschiedlich.


    Bei der DRV wettest Du darauf, dass Dein Rentenanspruch 30 Jahre lang mind. inflationsmäßig erhöht werden wird (was mir bei unserer überalternden Gesellschaft nicht 100% sicher scheint). Bei Rürup (ETF-Rürup, weil 30 Jahre) wettest Du darauf, dass Du auf 25-30 Jahre gute Aktienrenditen einfährst (die Wette würde ich eingehen), aber dass Du dann während der Auszahlung von einer privaten Versicherungsgesellschaft zuverlässig verrentet wirst. Während der Ansparphase kann Dir nichts passieren, da die ETFs Sondervermögen sind. Während der Auszahlphase bist Du von der Bonität der Versicherung abhängig, die man sicherlich nicht auf 30 Jahre voraussagen kann.


    Ich würde daher eher zu einem Rürup neigen (auch um neben der gesetzlichen Rente zweigleisig zu fahren), weil die Aktien-Rendite bei 30 Jahren sehr wahrscheinlich über der Rendite der gesetzlichen Rente liegt. Allerdings würde ich sicherstellen, dass Du einen Rürup-Vertrag hast, der es Dir gestattet, zu wechseln. Der sonst recht gut C79H von Condor zum Beispiel erlaubt das leider nicht, und als ich mich letztens umgesehen hatte, blieb was dieses Kriterium angeht neben dem fair-Rürup (jetzt raisin ETF Rürup) nicht viel übrig. Die haben zwar ihren Riester in den Sand gesetzt, aber der Rürup ist in meinen Augen ein sehr solides Produkt. Die Rentenfaktoren sind mit die besten am Markt, die ETF-Auswahl ist gut, man kann beliebig wegwechseln (wenn man z.B. in 25 Jahren doch nicht von der mylife verrenten lassen will) und die Kosten sind transparent darstellt (die liegen auch je nach Einzahlung bei 0.6-0.8% pa, aber Du kannst sie auch dem Vertrag entnehmen - was bei Deinen Angeboten ja offensichtlich nicht geht, wenn Du Dich mit diesen Info-Blättern herumschlägst).


    Was die Kosten angeht: Ich würde die Person löchern, von der Du die Angebot hast, die wird es hoffentlich wissen.

    Bei den privat gehaltenen ETFs halte ich es ähnlich wie von Altsachse beschrieben, beim Rürup geht das nicht, da mit Rentenbeginn verrentet werden muss.


    1. Ich würde ein Rentendatum wählen, dass passt und es möglichst nicht verschieben, da dadurch sich auch der Rentenfaktor (sprich wie viel Rente pro Vermögen Dir gezahlt werden) ändert und der sich später in der Regel zu Deinem Nachteil ändert. Das ist einer der Vorteile des fair.pension-Produkts, dass Dein Rentenfaktor schon zu Beginn garantiert ist, den sollte man aufheben.


    2. Was den Übergang angeht: Du kannst innerhalb des Rürup-Mantels ja frei entscheiden wie Du anlegst und steuerfrei umschichten. Das heißt, Du kannst Dir selbt einen gleitenden Übergang umsetzen, weg von z.B. 100% Aktien-ETF z.B. 5 oder 2 Jahre vor dem Datum der Verrentung in eine weniger schwankende Anlageklasse (z.B. dann in kurzlaufende AAA-Euro-Staatsanleihen, sollte sowas in 18 Jahren noch existieren). Als Markettiming würde ich das nicht bezeichnen, weil es ja unabhängig vom Kurssstand und nur abhängig vom zeitlich Abstand zum Renteneintritt erfolgt. Und eine Rendite müssen die Anleihen auch nicht bringen, es geht ja nur darum 2-5 Jahre vor Verrentung das Risiko zu reduzieren, dass genau zum Datum der Verrentung ein Crash kommt, und man die Erholung nicht mitmachen kann, weil dann die Rente startet.

    Ein Brutto von 36000 in Steuerklasse V macht Sozialversicherungsbeiträge von ca. 7000 Euro und unterjährig abgeführte Lohnsteuer von ca. 1900 Euro.


    Das gemeinsam zu versteuerende Einkommen beträgt pi mal Daumen 36000 Brutto + 15000 Rente - 3700 Rentenfreibetrag - 1000 Werbungskostenpauschale - ca. 7000 Sozialversicherungsbeiträge - ca. 1000 Krankenkasse für Rentner und andere kleinere Sachen = ca. 38000.


    Und für ein zu versteuerendes Einkommen von 38000 Euro werden bei Zusammenveranlagung ca. 4000 Euro Einkommensteuer fällig. Da unterjährig nur 1900 Euro gezahlt wurden, ist die Nachzahlung ca. 2100 Euro. Insofern passt das wohl schon. Ist bei III/V, wo die III unterjährig nichts abführt, auch zu erwarten wie oben schon geschrieben.

    Ich verstehe die Motivation hinter Deiner Idee und die "Frustration/Ungeduld", die Du beim Blick auf den übervorsichtigen und vielleicht auch nicht ganz kundigen oder rational agierenden Vater verspürst - solche Konstellationen kenne ich aus dem Freundeskreis. Dennoch würde ich von Deinem Modell (in der beschriebenen Ausgestaltung) eindeutig abraten. Im besten Falle agierst Du naiv, realistischerweise ist das ein sehr großes Risiko sowohl für Deine eigenen Finanzen als auch für das bisher tolle Verhältnis mit Deinem Vater.


    Für das Risiko der eigenen Finanzen: Das Modell ist mathematisch identisch mit: Du leihst Dir bei der Bank 200 000 Euro mit einem Zinssatz von 6% p.a., und investierst diese zu 100% in einen Aktien-ETF. Würdest Du das machen? Falls nein (was ich hoffe), solltest Du es auch nicht mit Deinem Vater machen.


    Und für das Risiko für das Verhältnis: Was passiert denn, wenn der Vater z.B. in 7 Jahren einen Platz im Pflegeheim kaufen muss oder nach dem älter Werden es sich anders überlegt, aber genau ein halbes Jahr vorher die Kurse in den Keller gegangen sind? Bei 6% Auszahlung pro Jahr (nach Steuern!, spricht Du brauchst illusorische 8-9% Rendite dafür) bleibt ja keine Luft für ein Wachsen des Geldes übrig.


    Chance ohne Risiko gibt es nicht, und Du würdest das Risiko für Deinen Vater ja nicht eliminieren, sondern nur verstecken, und dafür sogar Dein eigenes Geld gefährden. Er muss für ein solches Modell die Risiken verstehen (z.B. dass er nicht jederzeit an sein Geld kann, ohne Dein eigenes Geld zu gefährden, quasi als 10 Jahres-Festgeld, wo man mind. 2 Jahre vorher eine Auszahlung anmeldet).


    Ich kenne viele, die helfen ihren Eltern bei der Anlage, aber eher beratend - entscheiden müssen sie selbst, denn es ist ihr Geld und damit auch ihr Risiko. Was helfen könnte, ist zu verstehen, dass man mit Festgeld (etwas anderes bleibt ja neben vielleicht offenen Immofonds, aber nicht in der Corona-Zeit, für den Berater bei der Risikoscheu auch nicht übrig) keine Inflation ausgleicht, sprich den Wert des Geldes nicht erhalten kann. Das geht aktuell nur über einen Aktienanteil, und es gäbe ja Wege, wie ihm das zum Einstieg schmackhaft gemacht werden könnte, z.B. über einen breiten Divididenden-Fonds, der viel ausschüttet und mit dem Value-Tilt ein klein wenig weniger schwankt (auch wenn der natürlich hinter einem marktbreiten Fonds von der Rendite zurückfallen würde). Damit käme man auf ca. 3% p.a. vor Steuern, wenn Deinem Vater regelmäßige Ausschüttungen wichtig sind (ist natürlich unlogisch, weil die Kursentwicklung ignoriert wird, aber vielleicht hilft es für eine Denke alter Schule).

    Hallo Sparfuchs,


    dass der Debeka-Verkäufer jetzt auf Dich zukommt, liegt daran, dass die Debeka noch recht viele dieser vergleichsweise gut verzinsten (und für sie teuren) Verträge hat, für die sie aber die Rendite nicht mehr erwirtschaften kann - Du findest im Netz einiges zur Schieflage, in der sich die Debeka befindet. Das "umwandeln" in Deinem Text bedeutet für die Debeka, die Pflicht 2.75% zu erwirtschaften loszuwerden, und zugleich sämtliches Risiko auf Dich übergehen zu lassen. Denn im neu angebotenen Produkt (für das wieder Abschlusskosten entstünden) würdest Du die Chancen und Risiken des Investments tragen. Dass ein Aktieninvestment höhere Rendite verspricht als eine klassische Rentenversicherung, ist keine Überraschung, aber es gibt auch ein ganz anderes Risiko. Daher musst Du für Dich entscheiden, was Du willst.


    Ohne jetzt Zahlen zu kennen, würde ich tippen, dass es sinnvoll ist, den alten Vertrag zu behalten, zumindest als Teil Deines von Finanztip empfholenen Sicherheitsbausteins (der zudem noch steuerfrei in der Auszahlung ist!). Ob Du weiter einzahlst, oder einen eigenen ETF-Sparplan aufsetzt, musst Du davon abhängig machen, welches Rendite/Risiko-Verhältnis zu möchtest.


    Das was Du "Teileinkünfteverfahren" nennst, heißt Halbeinkünfteverfahren, und bewirkt (bei mehr als 12 Jahren Lauftzeit und einem Alter von mind. 62 Jahren), dass der Gewinn nur zur Hälfte mit Deinem persönlichen Einkommmensteuersatz (!, nicht mit der Kapitalertragssteuer!) besteuert wird. Es geht also um die Hälfte von z.B. 30-42% (je nach Verdienst im Jahr der Auszahlung), sprich 15-21% anstelle von 25% KapESt. Der Unterschied ist nicht riesig, aber die Kosten so einer privaten Versicherung machen in der Regel den Vorteile zunichte.


    Finanztip hat das auch ausgerechnet:

    https://www.finanztip.de/alter…/flexible-altersvorsorge/


    und in einem Video verarbeitet:

    https://youtu.be/rkWq17_oIG8


    Und wir hatten hier kürzlich einen Fall, in dem so eine Versicherung schon abgeschlossen war, mit haarsträubenden Kosten:

    RE: Hilfe! Altersvorsorge bei Maklerin abgeschlossen


    Mein Rat wäre daher: Den alten Vertrag erhalten, den werden Dir einige neiden (erst recht, wenn Du, Jahrgang 89 wärst und Du damit ja noch viele Jahre die sicheren 2.75% einstreichen kannst). Und für weitere Einzahlung je nach Gesamtsituation entweder weiterzahlen und/oder privat per kostengünstigem, und breiten ETF-Sparplan ohne Versicherungsmantel vorsorgen.

    Unabhängig von wie hoch die Summe über die gesamte Laufzeit ist, schau Dir die ersten 5 Jahre an: Da zahlst Du pro Jahr 12x200=2400 Euro ein, und bekommst 1142+60=1202 Euro pro Jahr an Abschluss+Verwaltungskosten berechnet (zusätzlich kommen noch die fondsabhängigen Verwaltungskosten und die TER dazu). In den ersten fünf Jahren bleibt also weniger als die Hälfte Deines Geld im Vertrag. Und diese Hälfte muss sich dann verdoppeln, um überhaupt auf plus minus 0 rauszukommen. Da ist noch kein Inflationsausgleich passiert und erst dann kämst Du in einen Bereich, in dem Gewinne entstünden (und ein Versicherungsmantel bei sehr langen Anlagedauern minimale Vorteile hat, siehe Artikel oben).


    Das ist Abzocke. Gut, dass Du es sehr früh gemerkt hast. Normalerweise schlagen Leute erst nach 5-10 Jahren auf und fragen sich, warum ihre Versicherung so im minus ist. Oder kommen nach 30 Jahren ohne Gewinn raus, haben dann zwar lange Gebühren bezahlt, aber keinen Vorteil genossen.


    Mein Rat wäre: Kündige, schreib den Verlust als Lehrgeld ab, und plane danach einen eigenen ETF-Sparplan (nach Risikovorsorge/Notgroschen), den Du für Dich als Altersvorsorge bestimmst.


    Zum Riester: Ja, lies Dich ein, und melde Dich, wenn Du weitere Fragen hast.

    Die comdirect sagt im Preis- und Leistungsverzeichnis zu "Grenzüberschreitende Überweisungen (außer SEPA-Überweisung): Gutschrift einer Überweisung: 0.15% (mind. 1,50 Euro, max. 10 EUR)"


    Ansonsten wäre transferwise vielleicht eine Option, da Du dort eine "virtuelle" deutsche oder auch englische Bankverbindung bekommst, auf die der Arbeitgeber überweisen kann. Das Geld kommt dann per Auszahlung gegen kleine Gebühr (und beim englischen Konto: mit fairem Wechselkurs) bei Dir aufs Girokonto.

    @Trike32, was Du suchst, gibt es nicht, und wegen der aktuell gesetzlich vorgeschriebenen Beitragsgarantie kann es die gesuchte Alternative auch nicht geben.


    Die anderen Riester-Fondssparpläne (Union Invest, DWS) haben auch viele Anleger in den Cash-Lock (in Anleihen) geschickt (es sei denn, der Vertrag war sehr im Plus, was gerade bei jüngeren Verträgen oft nicht der Fall war). Fairr hat nur alle getäuscht mit der Aussage, angeblich anders zu sein.


    Und bei einer fondsgebundenen Riester-Rentenversicherung kannst Du zwar Fonds frei wählen, aber nur für einen häufig eher kleinen Teil des Vertragsguthabens (nämlich den Teil, den die Versicherung nicht braucht, um die Beitragsgarantie zu erfüllen).


    Reformen sind geplant (mal schauen ob die Beitragsgarantie fällt oder abgesenkt wird, und ob man mit einem Altvertrag wechseln darf). In zwei Jahren soll auch die Europa-Rente kommen, mit einer Option vollkommen ohne Beitragsgarantie. Ob man mit einem bisherigen Riester-Vertrag dorhin wechseln kann und wie die überhaupt in Deutschland steuerlich ausgestaltet sein wird, steht noch in den Sternen.

    Ich habe bei versicherungenmitkopf.de einen Altersvorsorge-Vertrag prüfen lassen und war von der Leistung angetan. Alles lief digital, schnell, unkompliziert und ohne Verkaufsdruck ab ab. Der Mitarbeiter war kompetent, und bei den Dingen, bei denen er zunächst nicht weiter wusste, hat er das offen kommuniziert und dann beim zweiten Gespräch die eingeholten Infos geteilt - alles top.


    Die arbeiten zwar ausschließlich als Makler (sprich Honor-Tarife bieten sie leider anders als fiseba.de nicht an), aber ich war sehr zufrieden. Die Empfehlung bei mir war übrigens, den Vertrag nicht zu ändern, insofern kann ich zumindest mit einem Fall bezeugen, dass man dort nicht automatisch zu Neuverträgen gedrängt wird.