Beiträge von Ozymandias

    Natürlich ist es ein Allgemeinplätzchen. Ärzte mit Versorgungswerk können sich die PKV aber auch leisten. Ein Taxifahrer oder jemand der nur Rente von der DRV bekommt, bei dem sieht es anders aus.


    Mein Vater hatte fast immer an oder über der BBG verdient. Musste aber gesundheitlich früher aufhören. 2000 Euro Rente von der DRV (incl. Zuschuss) und rund 700 Euro monatliche Kosten für die PKV war der Status. Zwar hatte er das Glück noch eine Betriebsrente zu haben die etwa 1700 Euro mtl. betragen hätte, die hat er sich aber am Stück auszahlen lassen.


    Die Kosten der PKV steigen mit hoher Wahrscheinlichkeit stärker als die Rente. Die steigt z.B. dieses Jahr im Westen nämlich überhaupt nicht. Als ehemaliger Gutverdiener knapp 50% des Einkommens für eine Krankenversicherung auszugeben - so haben sich viele ihren Ruhestand nicht vorgestellt.


    Und hier kommt jetzt auch ein Trick warum der sich die Betriebsrente kapitalisieren lassen hat. Dadurch bekommt er nämlich Ehegattenbeihilfe in Höhe von 70%. Von den 24.000 Euro Rente zählen für den Anspruch nämlich nur 16.000 Euro, die Grenze für diese Beihilfe ist in jedem Bundesland anders, hier sind es 20.000 Euro. Mit Gewerkschaftsbeiträgen die als Werbungskosten anerkannt werden, kann man mühelos ein lebenlang diese Beihilfe genießen. Es gibt aber auch Verschärferungen in diversen Bundesländern, dass in Zukunft der Jahresbetrag der Rente gilt und nicht mehr der Gesamtbetrag der Einkünfte aus dem Steuerbescheid.


    Monatliche Kosten derzeit 180 Euro im Monat für die PKV.


    Daher sollten Sie vielleicht noch "eine Beamtin im richtigen Bundesland heiraten" in ihre Liste aufnehmen.

    Im Zusammenhang mit einer Schwerbehinderung gibt es eine Möglichkeit, wird auch so von Finanztip beschrieben.


    Ansonsten gibt es auch noch eine Möglichkeit durch das Ausland. Wird hier von Clark beschrieben: https://www.clark.de/private-k…rsicherung/rueckkehr-gkv/


    Vllt. gibt es auch noch andere Möglichkeiten durch Auslandsaufenthalte die PKV zu beenden. Ist halt ein Abenteuer und nicht für jeden geeignet. Aber kann durchaus besser sein als in teuren Verträgen gefangen zu sein. Die PKV wird in Zukunft auch nicht billiger.

    Und die Kanzlei Knut Pilz in Berlin kann nicht richtig klagen, oder wie soll ich das verstehen?!

    Das Gericht kann nicht über etwas entscheiden was nicht Teil der Klage ist.

    Knut und Pilz oder wer auch immer kann nicht einfach Sachen in die Klage schreiben, die nicht auf ihren Mandaten zutreffen oder von den Mandaten nicht gewünscht werden.


    Sie behaupten immer einen sehr starken Mist mit ihrer Ahnunglosigkeit.


    Die Verjährungsfristen sind Teil anderer Klagen, in denen Mandaten für weiter zurückreichende Zeiträume ihr Geld zurückfordern.

    Die AXA hat aber trotzdem vor dem BGH in beiden Verfahren quasi verloren.


    Bei einem bekannten von mir benutzt die Versicherung Leistungsentwicklung/Sterblichkeit. Im Gesetz stehen aber nur Versicherungsleistungen/Sterbewahrscheinlichkeit als maßgebliche Gründe.


    Ist am Ende alles sehr spitzfindig. Aber es ist auch falsch wenn deine Versicherung einfach beide Gründe aufführt. Es kann nur einer der beiden zutreffend sein, wegen den verschiedenen Schwellenwerten.

    Wenn Ihr doch keine Ahnung habt, dann lasst es doch einfach - Danke!

    Schreib dir das bitte mal auf die Stirn.


    Vorsorgevollmacht oder gerichtlich eingesetzter Betreuer hat die Vollmacht, da braucht es keine Willensfähigkeit. Leute wenn ihr schon an so einfachen Sachen scheitert, dann lasst es halt.


    Der Kernpunkt ist, jeder absehbare und schon eingetretene Pflegefall kann sich noch versichern. Die einzige Bedingung ist, dass noch kein Pflegeantrag gestellt wurde.


    Und genau das ist der Grund, warum die Versicherung ein absolutes Minusgeschäft ist. Jeder abgeschlossene Pflegebahr ist quasi eine Dummensteuer der Pflegefällen zu Gute kommt.

    Das heißt, es ist mit einer Beitragsexplosion zu rechnen?

    Ja, weil es keine Gesundheitsprüfung gibt, sondern nur die 5 Jahre Wartezeit bevor Leistungen erbracht werden.


    Eine Pflegeversicherung mit Gesundheitsprüfung wäre u.U. besser, da gibt es die 5 Euro vom Staat nicht, dafür umgeht man den "Moral Hazard" des Pflegebahrs.

    Pflege-Bahr ist leider ein sehr schlechtes Produkt.

    Es wäre besser zu kündigen und das Geld selber zu investieren.


    Das Problem ist nämlich die Kontrahierungspflicht. z.B. kann ein verunglückter Motorradfahrer im Koma sich noch über den Pflege-Bahr versichern lassen, wenn er noch keinen Pflegeantrag gestellt hat. Nach 5 Jahren erhält er dann Leistungen.


    Leute können also ihr brennendes Haus versichern und deshalb lohnt sich die Geschichte nicht für Normalbürger.

    Tariftreue und notwendige Gesundheitsprüfung ist eine Märchengeschichte.

    Man kann den Tarif wechseln. In welchen und ob es sich lohnt ist eine andere Frage.

    Das Geschlecht spielt dabei übrigens auch eine Rolle, da man nur noch in Unisex-Tarife wechseln kann.