Beiträge von gambler247

    stefan77 Ich habe tatsächlich auch ein Produkt mit optimiertem Smapling als Replikationsmethode gewählt. Allerdings haben wir doch in diversen Videos gelernt, dass auch die Swap-Basierten ETF's durch die tägliche Besicherung und den Handel bei spätestens 10% Differenz, als sehr sicher gelten. Von daher bin ich schon etwas irritiert bei deiner Aussage.

    Alles ok, aber was ich doch sagen will, ist:

    Wir kaufen Aktien mit einer gewissen Gewinnerwartung. Wir wollen mit unseren gekauften Unternehmensanteilen am Gewinn teilhaben. Ich meine deswegen machen wir das ganze ja überhaupt. Gewinne ergeben sich aber naturgemäß nur dann, wenn XYZ rentabel wirtschaftet. Wenn doch aber der Aktienkurs auf dem Sekundärmarkt überhaupt gar keinen Einfluss auf die fundamentalen Werte eines Unternehmens hat, dann hab ich doch irgendwo einen Denkfehler. Der Aktienkurs multipliziert mit seinen im Markt umlaufenden Anteilen ergibt doch nur den Börsenwert bzw. die Marktkapitalisierung.


    Fazit:

    Wir kaufen anderen Investoren doch einfach nur Ihre Anteile ab, weil wir XYZ zutrauen, dass es Gewinne erwirtschaften wird, an denen wir dann als Anteilseigner beteiligt sind. Aber ob diese Gewinne hoch oder niedrig ausfallen, hat doch im Grund genommen überhaupt nichts mit einem höheren oder niedrigeren Aktienkurs zu tun. Meinem Verständnis nach entsteht eine Rallye daher eher, weil viele potenzielle Anleger am Gewinn beteiligt sein wollen. Mehr Nachfrage als Angebot = Steigende Kurse. Ob der potenzielle Gewinn je Aktie im Verhältnis zum gezahlten Preis allerdings dann noch lohnt, ist sicherlich eine andere Frage.

    Weiterhin angenommen:

    Die Firma XYZ erzielt 10Mio Euro Umsatz und 1Mio Euro Gewinn. Nun werden 50% des Gewinns bzw. 500k Euro an die Anteilseigner ausgeschüttet (Dividende). Die anderen 50% werden anderweitig reinvestiert. Das bedeutet doch dann, dass jene Aktionäre, die das zusätzliche Eigenkapital von 3Mio aufgebracht haben, jetzt 37.5% vom Gewinn ausgeschüttet bekommen. Insofern macht ja ein Investment Sinn.


    Aber:

    Ich kaufe doch so gesehen eine Aktie nur, damit ich die Option der zukünftigen Gewinnbeteiligung habe. Und der wiederum ist irgendwie im Aktienkurs enthalten.

    Ich meine aber immer noch etwas anders.


    Angenommen:

    Firma XYZ hat ein Eigenkapital von 5Mio Euro. Für die oben genannte Geschäftsausweitung werden jetzt weitere 3Mio Euro Kapital benötigt. Maschinen, Rohstoffe etc. Dazu werden jetzt 300.000 Aktien zu je 10,00 Euro ausgegeben. In genau diesem Moment beträgt das Eigenkapital der Firma XYZ ja 8Mio EUR. Natürlich sind jetzt 37.5% diese Eigenkapitals in den Händen der Aktionäre.


    Fazit:

    Firma XYZ hat jetzt 3Mio Euro zusätzliches Kapital erhalten. Und hat dieses Geld auch entsprechend investiert. Wenn doch aber jetzt der Aktienkurs am Markt um bspw. 100% steigt, hat doch die Firma nicht plötzlich zusätzliche 3Mio Eigenkapital im Bestand. Das sind doch nur Buchwerte.

    chris2702 Ich denke ich akzeptiere die 1.5% per sofort. Wir haben uns für eine monatliche Sparrate in Höhe von 150,00 Euro entschieden. Ich habe mir persönlich zwar immer eine max 1.0% Regel auf die Fahne geschrieben, aber ich denke das macht den Kohl jetzt auch nicht mehr fett. Des weiteren haben wir uns vorerst für den iShare MSCI World als Ausschütter entschieden, da wir hier vorerst noch den vollen Freibetrag nutzen können. Unterm Strich spricht meiner Meinung nach auch die gute Tracking-Differenz für dieses Produkt. Wechseln geht zur Not ja immer noch.

    Vielen Dank für eure Antworten, aber ich glaube ich muss nochmal anders anfangen.


    Mit dem Kauf von Aktien verfolgen wir das Ziel einer gewissen Rendite. Wir investieren ja mit dem Grundgedanken eines zukünftigen Gewinns. Das geht bekanntermaßen über zwei Wege: 1) Dividenden-Rendite 2) Kurs-Rendite. Beides zusammen ergibt entsprechend die Gesamt-Rendite.


    Zurück auf Null:

    Die Firma XYZ benötigt für seine zukünftige Geschäftsausweitung entsprechendes Kapital. Dazu geht es an die Börse und bietet potentiellen Investoren entsprechende Unternehmensanteile (Aktien) gegen deren Kapital. Mir ist klar, dass dieser Punkt hier sehr vereinfacht dargestellt ist.


    Wir kaufen also bspw. 10 Aktien zu einem Preis von jeweils 100,00 Euro. Somit sind wir mit insgesamt 1.000,00 Euro investiert.


    Der Preis der Aktie variiert natürlich und wird durch Angebot und Nachfrage reguliert. Aber woraus ergibt sich bspw. eine höhere Nachfrage und ein damit verbundener Kursanstieg.


    Mit dem Kauf und Verkauf von Aktien auf dem Sekundärmarkt (der Börse), wird doch das Eigenkapital der Firma XYZ überhaupt nicht berührt. Das sind doch nur Buchwerte.


    Warum steigt der Aktienkurs, wenn die Firma XYZ bspw. ein sehr vielversprechendes Umsatzwachstum oder Gewinnwachstum voraussagt.


    Ich bin mir nicht sicher, ob ihr mir gedanklich folgen könnt.

    Kater.Ka  chris2702 Wie recht ihr doch habt. Schluss mit dem rumeiern. Wir haben heute kurzer Hand ein JuniorDepot bei der comdirect mit ETF-Sparplan abgeschlossen. Wie bereits von euch erwähnt: Kostenloses Depot und lediglich 1.5% Ordervolumens pro Transaktion.

    Ich bin ebenfalls auf der Suche nach einem Kinderdepot zwecks ETF-Sparplan. Habe vor kurzem erst selbst mit einem eigenen ETF-Sparplan über Trade Republic begonnen. Neben der quasi Null-Kosten finde ich auch die App als solches einfach genial. Schade, dass die keine Kinder-Depots anbieten. Ich bin hier nach all dem Input weiterhin völlig ratlose, was die beste Option ist.

    Hallo Finanztip Team!


    Zunächst einmal ein großes Lob für den tollen neuen Podcast.

    Vor allem die Folge #9 mit dem Thema "Warum steigen Aktien eigentlich?" hat mir sehr geholfen.


    Ich habe dazu eine Verständnisfrage, die ich aus aktuellem Anlass gerne am Beispiel von SAP stellen würde.

    Die Aktie ist bekanntermaßen vor kurzem um 22% gefallen. Und das an nur einem Tag. Hier wurden die Aktionäre wie es heißt aufgrund der Gewinnwarnungen verschreckt.


    Meine Frage:

    Warum verkaufen so viele Aktionäre aufgrund solcher Informationen plötzlich Ihre Anteile?


    Der Börsenwert (also die Marktkapitalisierung) einer Firma ABC ermittelt sich ja anhand der im Umlauf befindlichen Anteile x dem aktuellen Aktienkurs. Hat die Firma ABC bspw. 10.000 Anteile im Umlauf und steht der aktuelle Kurs bei 100,- Euro, so ergibt sich ein Börsenwert von 1.000.000,- Euro.


    Wenn es jetzt zu einer Gewinnwarnung für die Zukunft kommt, führt das doch aber nicht unweigerlich zu einem geringeren Börsenwert in der Gegenwart oder nahen Zukunft?


    Mir ist schon klar, dass eine solvente und solide Firma mit zukünftigen Gewinnen eben weitere Investitionen tätigen und somit zusätzliche/neue Umsätze/Gewinne erwirtschaften kann. Verluste hingegen bringen diese Möglichkeit natürlich nicht und können sogar zu Umsatzverlusten führen. Aber diese Entwicklungen hängen doch nicht 1 zu 1 am Aktienkurs?!


    Vielleicht ist das eine total banale Frage, aber ich bekomme das nicht verdrahtet. Vielleicht könnt ihr mich aufklären.


    Gruß

    gambler247