Beiträge von mathis91

    Wow, vielen Dank nochmal für die vielen Antworten und die Diskussion! Finde es immer super, wenn Problem aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden (Versicherungsberater/-makler, Betroffener, ...).


    Dass eine BU sinnvoll ist steht denke ich außer Frage.


    Meine jetzige werde ich natürlich bis auf Weiteres behalten und die Aufstockungsoptionen prüfen.


    In ca. 4 Jahren habe ich dann evtl. die Chance, einen neuen, guten SBU-Vertrag abzuschließen. Von den dann verfügbaren Konditionen würde ich abhängig machen, ob ich den dann den alten und einen neuen Vertrag behalten werde, oder den alten kündige.

    Auch über die Höhe werde ich mir dann Gedanken machen. Dann ist meine Lebenssituation vermutlich auch eine andere.


    Der Baustein mit der Altersvorsorge sowie der Beitragsübernahme und der "Silent Power" ist dann vielleicht doch nicht ganz zu verachten, jetzt, wo ich ihn sowieso habe.

    Wie ist denn Ihre allgemeine Empfehlung zur Höhe einer Absicherung? 100 % vom Netto? Ich kenne die Beiträge nicht, halte das aber für ausgesprochen viel bei Nettoeinkünften oberhalb von 3000 €, perspektivisch 4000 €... solange man keinen Hauskredit von 2500 € alleine trägt.

    Der AV-Problematik sowie den Abgaben (Steuern/KV) bin ich mir aber durchaus bewusst. Inflation bereitet mir allerdings genauso viel "Sorge".


    Die PT hat anfangs zweiwöchentlich stattgefunden, dann recht bald monatlich und lief deshalb aber auch etwa drei Jahre. Medikation gab es nicht und stand auch nie im Raum. Arbeitsfähigkeit war auch nie beeinträchtigt. Es wurden auch nicht alle bewilligten Stunden aufgebraucht und die letzte fand Ende letzten Jahre statt.

    Vielen Dank für die ganzen Antworten! Insbesondere auch an Sie, Dr. Schlemann.


    Als Ingenieur nur 1.000 bis 1.500 EUR BU-Rente absichern zu wollen, noch dazu mit anstehender Familienplanung, ist - mit Verlaub - absurd!


    Das stimmt, war vielleicht auch unglücklich ausgedrückt. 2.000 EUR wäre mein aktueller Betrag der Wahl; ich habe gering Fixkosten, einen noch eher studentischen Lebensstil und eine hohe Sparquote. Mit Familie und ggf. Immobilienkredit sowie Inflation dann sicherlich nochmal deutlich mehr, irgendwann..


    Aufgrund der PT würde ich aktuell aber sehr sicher keinen, oder - wenn überhaupt - nur einen sehr unvorteilhaften Vertrag bekommen, wie mir von einem Makler erklärt wurde. Wie zu erwarten.


    Nun heißt es vermutlich also:

    - In vier Jahren hoffentlich mit mehr oder weniger "weißer Weste" einen neuen Anlauf starten

    - Bis dahin "toi, toi, toi"; Familienplanung findet aber vermutlich vorher sowieso noch nicht großartig statt (immerhin)

    - Nachversicherung: Für meinen Berufseinstieg habe ich die Frist verpasst, nächste Ereignisse wären dann ggf. Hochzeit oder Nachwuchs - werde aber nochmal ganz genau bei meiner BU nachfragen:

    - Schreibe gerade eine Mail, um mal die genauen Kostenstrukturen sowie Optionen (Nachversicherungsoptionen inkl. Ereignissen, Auswirkungen auf den Beitrag etc.) zu erfahren. Auch die Aufteilung des Beitrags auf BU und AV wird mir dann mitgeteilt, wie mir am Telefon gesagt wurde.



    Szenario A:

    - In vier Jahren mit hoffentlich besseren Chancen neue BU abschließen

    - Zumindest psychisch schätze ich mich mittlerweile tatsächlich deutlich resilienter ein als der Großteil meiner Altersgenossen ohne entsprechende "Therapieerfahrung". Körperlich wird es sich zeigen, aber scheint auch nichts schlimmes zu sein (keine Bandscheibenproblematik, kein Nervenschaden, keine MS)

    - Alte BU ggf. kündigen bzw. beitragsfrei stellen


    Szenario B:

    - Gesundheitssituation ist in vier Jahren weiterhin/erneut suboptimal

    - Erhöhung der aktuellen AV+BU-Kombi auf 1500 bei Hochzeit, 2000 beim ersten Kind und 2500 beim zweiten Kind wird vermutlich kein Problem sein -> Immerhin besser als keine Absicherung, falls einigermaßen bezahlbar

    - Je nach Konditionen (Preis) evtl. vorteilhafter als eine neue SBU, falls eine zukünftige Voranfrage für eine neue SBU nicht erfolgreich/unvorteilhaft ausfallen sollte


    Wenn noch jemand hilfreiche Anmerkungen zu meinen Überlegungen hat wäre ich natürlich sehr erfreut. Ansonsten würde ich das Thema ggf. nochmal bei einem anderen Makler platzieren - evtl. gibt es ja doch Optionen: Ich habe aktuell weder Diagnosen noch Einschränkungen, nur "Weh-weh'chen", und die Gründe für die PT (gute Entscheidung, leider ohne vorher einen guten BU-Schutz zu sichern) waren auch eher harmloser Natur.

    Wahrscheinlich werde ich aber einfach einen Versicherungsberater auf Honorarbasis in Anspruch nehmen und das Ganze nochmal diskutieren.


    Viele Grüße und ein schönes Wochenende

    Matt

    Entweder Beitragszuschlag oder Ausschluss, das sind die Optionen. Oder es ist eine Sache, die definitiv vorbei ist und nie nicht mehr etwas mit einer BU zu tun haben könnte. Es wird auf jeden Fall empfohlen, den Fragebogen vollständig auszufüllen und nicht zu tricksen. Außer von denen, die tricksen ;-) Ein legaler Trick ist jedenfalls, abzuwarten bis Deine Krankheiten "verjährt" sind: Ambulante Behandlungen musst du nur 5 Jahre rückwirkend angeben, stationäre 10.

    Die Frage hatte ich befürchtet...

    Tricksen hatte ich nicht vor! Die einzige Option wäre halt warten, wobei ich eben nicht weiß, wie meine "Rückenproblematik" aktuell zu bewerten ist und die Frage ist, wann das Ganze als abgeschlossen gilt.


    Versicherungsberater gibt es ohnehin nur gut 300 in Deutschland und von denen berät auch nur ein Teil zu BU. Unter https://www.bvvb.de/ gibt es eine Suche, aber nicht alle sind dort Mitglied. Makler gibt es viel mehr, aber da stellt sich verschärft die Frage, wie man den passenden findet. Du könntest mit einer Beratung bei der Verbraucherzentrale anfangen (z.B. in NRW https://www.verbraucherzentral…tig-und-sinnvoll-ist-1445).

    Versicherungsberater konnte ich hier in der Nähe keinen finden, aber die Verbraucherzentrale klingt gar nicht verkehrt und gleichzeitig bezahlbar für ein erstes Beratungsgespräch... danke!

    Sieht aus wie eine Art Nachfolgerprodukt, ja.


    Der BDV klingt auch interessant, danke!

    Wow, danke schonmal für die schnellen Antworten!

    Bei der Tragweite der zu treffenden Entscheidungen kann ich nur dringendst empfehlen sich für diese Sache kompetente und unabhängige Hilfe zu suchen, auch wenn diese nicht kostenlos zu bekommen ist.


    Viel Erfolg! :thumbup:

    Danke! Ich spiele auch schon mit dem Gedanken, mir eine Honorarberater zu suchen...


    Ist den aktuell Deine BU -Bedarf mit der jetzigen RV + BU abgedeckt?

    Wenn nein kannst Du den Bedarf mit neuer SBU decken, und später

    ! eventuell!

    die Alt-BU mit Standard Life abwerfen.

    Naja, eigentlich würde ich aktuell auf jeden Fall mindestens 1.500 € absichern wollen. Du meinst, zu den 1000 € der aktuellen BU eine neue Bu zusätzlich, mit dann z. B. 500 €? Eher, die alte komplett ersetzen, oder?


    Vorerkrankungen: Ich habe in der letzten Woche zu meiner Überraschung erlebt, wie Interessenten mit (nicht akuter) Epilepsie mit dem entsprechenden Ausschluss durch die Risikovoranfrage gegangen sind.

    D. h., dort wurde ausgeschlossen, dass die BUV greift, wenn die eingetretene BU durch die Epilepsie hervorgerufen wird? Wenn bei mir dann z. B. Rückenleiden ausgeschlossen werden, weil ich bisher schon was mit dem Rücken habe, kann ich mir das Ganze ja fast schon sparen...


    Nein, die Dynamik bezieht sich offenbar nicht auf Steigerungen der BU-Summe... verstehe das gesamte Konstrukt wie gesagt nicht so ganz.

    Die BU geht aber auf jeden Fall bis bis 67.


    Hast Du Empfehlungen, wie/wo ich einen solchen (guten & seriösen) Berater/Makler recherchieren kann, ohne wieder an den Falschen zu geraten?


    Danke und VG!

    Matt

    Guten Abend liebe Community!


    Schon länger lese ich Finanztip, bin nun aber zum ersten Mal auf die Community gestoßen und habe direkt ein "heikles" Anliegen:


    Ich bin 27 und habe mir 2013 (mit 20 Jahren) am Anfang meines Studiums ein AV+BU-Kombi - wie so viele andere wohl auch - andrehen lassen.


    Ich habe erst vor etwa einem Jahr mein Studium beendet und bin in das Berufsleben gestartet. Bin studierter Ingenieur und normaler Angestellter in einem größeren Konzern - habe also einen soliden (Büro)Job, aber derzeit noch befristet.


    Das Produkt: Standard Life FREELAX - aufgeschobene Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht (inkl. Berufsunfähigkeitsversicherung).


    Rahmendaten des Vertrags:


    Beitragshöhe (monatl.): Jahr 1-4 25 €, danach 50 € mit 5 % Dynamik pro Jahr (aktuell knapp 58 €).

    Laufzeit: Bis Rentenbeginn (Alter: 67).


    Bis zum letzten Periodenbeginn (März 2020) insgesamt eingezahlt: 3.092 € (3.786 € bis März 2021).


    Rückkaufswert März 2020: 691 €

    Garantierte Kapitalabfindung Rentenbeginn: 6.273 €
    Garantierte Jahresrente Rentenbeginn: 193 €

    Beispieljahresrente (4 % Netto-Rendite bis Rentenbeginn: 432 €)

    Berufsunfähigkeitsrente (monatl.): 1.000 €


    - im Falle des Eintritts der BU werden die Beiträge von der Versicherung übernommen

    - außerdem greift "silent power" -> 10 % jährl. Erhöhung der dann von der V zu leistenden Beiträge



    Man muss glaube ich kein Finanzmathematiker sein, um zu erkennen, dass nur ein "Bruchteil" des Beitrages in die RV geht. Wenn ich das richtig sehe, habe ich hier eine intransparente und sehr teure BU abgeschlossen.


    Zur Schadensbegrenzung stehe ich nun vor der Frage, was meine Optionen sind.


    Randbedingungen: Ich hatte in den letzten Jahren einige Arztbesuche wegen diverser Problematiken (vermutlich chron. EBV-Infektion, darüber hinaus eine Rückenproblematik resultiert aus früherem Krafttraining - aber alles bisher ohne konkrete Diagnose, habe lediglich seit Jahren ab und an "Weh-Weh"chen und so einige Arztbesuche, MRT, Bluttests, Physio/Krankengymnastik). Außerdem eine Psychotherapie, nichts wildes, ist auch abgeschlossen, aber eben erst ein Jahr her.


    Mich beschäftigen nun folgende Fragen:


    1. Erstmal jährliche Dynamik stoppen (geht das überhaupt?)?

    2. Kündigen oder Beiträge freistellen erst, sobald eine neue BUV abgeschlossen wurde?

    3. Kann man abschätzen, ob ich mit meinem Hintergrund (Alter, Job, Gesundheitshistorie) überhaupt eine bezahlbare, neue BUV erhalten würde?


    Mich würde freuen, wenn jemand das entsprechende Produkt kennt (bin etwas überfordert) und/oder mir seine Gedanken zur besten Strategie mitteilen kann.


    Auf jeden Fall wäre ein BU-Schutz von aktuell 1.000 - 1.500 €, in ein paar Jahren (Familienplanung und C.o) vermutlich auch mehr, wünschenswert.


    Falls ich was wichtiges vergessen habe (bestimmt) - bitte unbedingt Rückfragen stellen!



    Beste Grüße

    Matti