Beiträge von budd1

    budd1 dann hatte ich Dich falsch verstanden. - Ich glaube auch nicht, dass eine Petition an Fairr/Sutor viel bringt, denn deren Handlungsspielraum in die von uns gewünschte Richtung ist eng und die Botschaft, dass die Kundschaft unzufrieden ist, dürfte dort auch schon jetzt angekommen sein.


    Noch nicht beantwortet wurde Deine Frage "sind förderschädliche Entnahmen auch stufenweise möglich oder muss man den Vertrag dazu komplett kündigen?" -> Du kannst den Vertrag nur komplett kündigen.

    Kein Problem und Danke für deine Info. :-)


    Kennst du dich oder kennt sich jemand anderes hier noch bezüglich meiner Fragen bezüglich der Rentenkonditionen aus? Welcher Rentenfaktor ist nach Überschussbeteiligung erwartbar? Also macht es überhaupt Sinn einen relativ hohen Garantiefaktor haben zu wollen oder ist der eh viel zu konservativ und wird erwartbar (deutlich) geschlagen?


    Zudem: Kündigt man förderschädlich, so fällt auf die Erträge (Endwert-Einzahlungen) c. p. im Kündigungsjahr vermutlich die volle KeST. an?

    Pantoffelheld


    Ich habe mich lediglich auf die Produktkonstruktion und die Sinnhaftigkeit einer Petition direkt in Richtung Sutor bezogen. Ich kann die Probleme in der Konstruktion verstehen und eine Petition macht nur Sinn hinsichtlich der Regulatorik.


    Dass die ganze Geschichte ein Kommunikationsdisaster war und dass kritische Diskussion in der heutigen Gesellschaft immer schwieriger wird - u.a. weil sich schnell jemand persönlich angegriffen fühlt oder jemand anderes Angst hat von einer kritischen Kommunikation Nachteile zu erwarten - habe ich als offensichtlich erachtet.

    Ich habe 3 Erkenntnisse für mich aus dem Podcast vom Finanzwesir mitgenommen:

    1. Herr Dr. Kihm kann sich gut verkaufen und hat alle kritischen Fragen elegant weggelächelt.
    2. Das wurde ihm massiv erleichtert durch zwei Interviewpartner, die den Zettel mit den kritischen Fragen wohl zuhause liegen gelassen hatten. Schade um die verpasste Chance für einen echten Erkenntnisgewinn.
    3. Podcasts sind nichts für mich.

    Ich muss sagen, dass ich den Podcast doch recht erhellend fand und glaube verstanden zu haben, warum die Sutor so agieren muss, wie sie es derzeit tut. Selbst die tägliche Umschichtung scheint wohl von der Regulatorik vorgegeben zu sein. Die langen Laufzeiten bei Bonds und das below AAA-Rating werden wohl gewählt, um die Garantieverpflichtungen höherverzinst diskontieren zu können. Crashed es allerdings wird dies vorhersehbar problematisch. Für mich bleibt da die Erkenntnis, dass es doch der bessere Ansatz ist, als mündiger und vorausschauender Verbraucher auf die schlechte Regulatorik hinzuweisen.


    Anderes Thema:

    Kennt jemand die vollumfänglichen Konsequenzen, wenn man als junger Riestersparer sein Rentenalter tief in die achtziger verschiebt und es wieder rücksetzen möchte, sobald der Vertrag (ordentlich) im Plus ist?


    Ich weiß, dass dann die Rentenkonditionen nicht mehr zwingend garantiert sind. Aber sind diese nicht ohnehin sehr niedrig und ist nicht von mehr auszugehen (im Rahmen der Überschussbeteiligung)?

    Vermutlich nicht ohne dass eine größere Schar der Kunden Druck macht. Ich meine der Worst-Case für die Sutor ist doch, dass jeder seinen Vertrag beitragsfrei stellt und dieser Vertrag die restlichen Jahre vor sich hindümpelt und gegen Ende eine Negativrendite aufweist. Genau auf dieses Worst-Case-Szenario könnte man ja ggf. mit mehreren hundert Unterschriften freundlich aber bestimmend hinweisen. Und wenn man damit nur eine bessere Anleihen-ETF-Wahl und eine seltenere Umschichtung erwirken würde, wäre das schon ein großer Erfolg.


    In meinem Fairriester hat sich seit der Reinvestition des Cashs nahezu gar nichts getan - Aufteilung 40% Aktien und 60% Anleihen. Und das obwohl der Markt in dem Zeitraum die der Riester wieder investiert ist ungefähr um 5% gestiegen ist. Der Grund ist die "Wertsicherungsstrategie" die gefahren wird und zum buy high and sell low führt. Dieses CPPI wird auch im finanzwissenschaftlichen Bereich als strittig angesehen.


    Ob und wie engagiert Herr Tenhagen bezüglich dieses Themas ist, kann ich leider nicht einschätzen, wenngleich ich das Angebot von Finanztip sehr schätze.

    Danke für den Link und ja eine Reform mit geringen Garantien ist richtig und wichtig.


    Mir geht es aber mehr um eine gesammelte Meldung direkt an die Sutor, damit die ihr Vorgehen zeitnah im derzeitigen Rechtsrahmen ändern. Selbst wenn es nur 20:80 als Buy&Hold mit obigen Vehikeln als obiges Ergebnis wäre, wäre dass besser als derzeitiges Buy high and sell low mit zweifelhaften Vehikeln.

    Kann man bezüglich des schlechten Assetmanagements nicht mal über Finanztip eine Petition mit konstruktiven Vorschlägen starten?


    Die Kombination von ETF-lastiger Anlage und Riester ist doch einfach sehr gut. Sie müssen nur die Vehikel ein wenig anpassen und die Aktienquote buy&hold nicht ganz so progressiv (90 bis 100%) fahren wie vor Corona und ein wenig am Marktwert im Verhältnis zum Einstandswert anpassen und alle sind happy.


    Wir haben eine gute Förderung und nach Kosten eine gute Rendite.

    Und Sutor wird sehr selten bis niemals eine Garantie zahlen müssen trotz gegenwärtiger Regulatorik.

    Jetzt fängt fairriester an die Duration im Anleihe ETF auf über 20 Jahre zu erhöhen. Vom Assetmanagement sind die schon ein wenig auf dem Stand der 1990er Jahre?!


    Wenn Sie schon eine Wertsicherungsstrategie fahren wollen, warum nicht in Abhängigkeit der tatsächlichen Kursverluste anstatt in Abhängigkeit des VIX der negative UND positive Schwankungen berücksichtigt. Aber besser gefragt - warum annehmen, dass der Aktienmarkt im Schnitt negativ rentiert? Fahrt doch bitte eine Contrarian Strategie um eine fixierte (niedrigere) Aktienquote sobald das Produkt gesamthaft im negativen Bereich unterwegs ist.


    Warum als "sichere" Strategie EU Gov-Bonds mit schlechterem als AAA Rating? Warum Smart-beta ETFs?


    Können die nicht mal den Kommer lesen für ihr Salär?


    An deren Stelle würde ich es wie folgt machen.


    FTSE all-World - ISIN: IE00B3RBWM25 x%

    US-Treasuries 0-1 Jahre €-hedged (ISIN: IE00BGR7L912 ) und/oder Bundesanleihen gleicher RLZ 1-x%


    Es mag ja sein, dass sie aufgrund von rechtlicher Rahmenbedingungen das Risiko reduzieren müssen, sobald der Vertrag im negativen Bereich ist. Doch durch Durationsverlängerung von Bonds mit schlechtem Rating auf der Anleiheseite nehmen sie sich doch nur nahezu renditelose zusätzliche Risiken in's Portfolio. Ja, diese Risiken sind weniger volatil aber werden sich in einem Crash realisieren (Stichworte: Flight to Quality and to Liquidity).


    Zudem bitte die Restlaufzeit des Vertrages unter Annahme einer Risikoprämie berücksichtigen. Die Restlaufzeit ist für die Garantie deterministisch und die Risikoprämie ist POSITIV und sehr konservativ mindestens bei 2% p. a. . Und die Aktienquote lediglich vom prozentualen negativen Abstand des aktuellen Portfoliowertes zum Einstandswert abhängig machen. Und diese Evaluation einmal pro Woche (freitags) und nicht täglich fahren und ggf. anpassen.


    Absolut einfach. Macht halt bei einem Portfolio, das 20% im minus ist 40% FTSE ALL-World und 60% AAA-Staatsanleihe auf € (hedged) und passt es für ein geringeres (höheres) Minus aktienlastiger/(-ärmer) an. Und diese Anpassung dann noch unter Restlaufzeitgesichtspunkten des Vertrages ein wenig variieren.