Beiträge von Segensreich

    Hallo zusammen,


    ich habe versucht mir die folgende Frage durch das Studieren des entsprechenden Gesetzes selber zu beantworten, aber das Einkommenssteuergesetzt ist wirklich nicht ganz einfach zu durchschauen. Vielleicht gibt es ja hier einen Experten der mir weiterhelfen kann.


    Sind Zahlungen, die ich im Rentenalter aus Riester- und Rürup-Vertragen erhalte, Einkünfte im Sinne des §2 Absatz 3 des Einkommenssteuergesetzes? Oder anders: wenn ich heute fleißig (und steuergefördert) in diese Altersvorsorgeprodukte investiere, verliere ich dann im Alter möglicherweise meine Beihilfeberechtigung als Ehepartner eines Beamten, wenn die Zahlungen aus diesen Verträgen die entsprechende Einkommensgrenze übersteigen?

    gilt das auch für beliebig viele Reisen im Jahr und egal wie lange der Aufenthalt ist??

    Für beliebig viele Reisen in der Regel schon aber häufig sind Auslandskrankenversicherungen auf einen relativ kurzen Zeitraum begrenzt (oft zwischen vier und acht Wochen) in denen du "am Stück" im Ausland sein darfst.

    Wenn du wirklich ein ganzes Jahr versichert sein möchtest, kannst du z.B. beim ADAC genau auswählen wie viele Tage die Versicherung "ununterbrochen" im Ausland gültig sein soll. Dann wird es aber erheblich teurer als bei den klassischen "Urlaubs-Auslandskrankenversicherungen".

    Und das gesparte Geld einfach für das Studium aufzuwenden und nicht auf staatliche Förderungen für einkommensschwache Studenten zurückzugreifen ist keine Option?


    Sobald du hinreichend viel von deinem Ersparten aufgebraucht hast, ist der Bafög-Antrag ja kein Problem mehr.


    Was man ansonsten noch prüfen könnte: zählen Vermögen in Basis-Renten ebenfalls zum zu berücksichtigen Vermögen? Die sind ja Hartz 4-sicher. Vielleicht kannst du Bafög beantragen wenn dein Vermögen nachweislich und ausschließlich der Altersvorsorge dient.

    Schau dir an welchen Betrag du aktuell ausgezahlt bekommen würdest (Depotstand minus Zulagen und Steuerermäßigungen). Jetzt prüfst du, ob dieser Betrag - würde er heute in ETFs angelegt werden - zum Ende der Laufzeit deines Riester-Vertrages voraussichtlich mehr oder weniger wert sein wird, als der Betrag den die Sutor-Bank dir garantieren muss (deine bisherigen Einzahlungen plus alle bisherigen Zulagen).


    Ist der ETF-Betrag größer als der garantierte Betrag macht eher eine Kündigung Sinn, ist er kleiner scheint eher ein Stilllegen des Vertrages sinnvoll.


    Natürlich kann dir keiner sagen mit welcher Rendite du für deine ETF-Anlage rechnen solltest - befrage dazu deine persönliche Glaskugel. Ein wenig solltest du zusätzlich noch die Gefahr berücksichtigen, dass die Sutor-Bank unterwegs irgendwann mal insolvent wird und dir dann niemand mehr deine Einzahlungen plus Zulagen garantiert. Wie groß dieses Risiko ist und wie du es monetär bewerten willst ist wiederum deiner Phantasie überlassen. Ebenfalls auf der Positivseite für die ETFs sollte noch die größere Flexibilität des Geldes stehen. Deinen fairr-Riester wirst du als Leibrente ausgezahlt bekommen und gegenüber einer ETF-Anlage nur bei hohem Lebensalter renditemäßig besser dastehen.


    Ich persönlich würde auch dann kündigen, wenn eine mit 6% jährlicher Rendite gerechnete ETF-Anlage aus dem Auszahlbetrag deines fairr-Riesters nur etwa 80% der Kapitalgarantie ausmacht. Aber das ist natürlich alles Geschmackssache.

    Kann mir mal einer erklären warum Fairr inzwischen praktisch jeden einzelnen Handelstag meine Aktienquote irgendwo zwischen 80 und 100% neu berechnet und zwischen Aktien und Anleihen hin und her schichtet?


    Ich hab die Sache mit der individuellen Quote und dem VIX schon verstanden - aber wie kommt man von einem strikten Buy-and-Hold Ansatz zu einem ich-kaufe-und-verkaufe-jeden-Tag-ein-paar-Aktien Ansatz. Ich will gar nicht wissen was da an Transaktionskosten drauf geht.


    Wirklich faszinierend...

    Die Einrichtung des Sparplans erfolgt so wie man es erwartet. Da muss nichts besonderes beachtet werden.


    Für eine Einmalanlage musst du ausrechnen wieviele Anteile du für dein Geld kaufen kannst und dann diese Summe angeben. Anders als beim Sparplan werden hier also keine Bruchstücke gekauft.


    Wenn dir der genaue Zeitpunkt der Einmalanlage egal ist, kannst du auch einfach deinen Sparplan einen Monat lang auf 5000€ erhöhen und nach der Ausführung wieder auf die reguläre Rate zurück stellen. Kostet dich dann nur 1,50€ statt 10€.

    Ich fürchte die Chancen stehen nicht besonders gut, dass du eine Erstattung der Hotelkosten erhalten kannst. Die EU-Fluggastrechte kommen hier nicht zur Anwendung da Turkish weder eine EU Airline ist noch der Abflugort in der EU liegt.


    Was du aber machen kannst:


    1. Turkish anschreiben und die Erstattung der Hotelkosten (mit Beleg) einfordern (hier)
    2. Dich an die türkische Luftaufsichtsbehörde wenden, falls Turkish nicht oder negativ antworten sollte (hier)


    Die Türkei hat ein eigenes Fluggastrecht (hier), das auch Hotelaufenthalte bei Nichttransport einschließen sollte.


    Stell dich jeweils auf ziemlich lange Bearbeitungszeiten ein. Wenn beides nichts bringt wirst du wohl ohne (türkischen) Anwalt nicht weiter kommen. Da wären mir persönlich aber der Aufwand und die Kosten zu hoch (und die Chance, dass dies positiv für einen ausgeht zu gering).

    Genau diesen Absatz meine ich. Könnte @Saidi mal dazu Stellung beziehen? Unterliegt das Geld auf dem Konto von Sutor NICHT der gesetzlichen Einlagensicherung?

    Naja, das ist vielleicht etwas reißerisch formuliert, aber man muss schon sehen, dass dies unter der Überschrift "Beitragsgarantie" steht. Und dafür stimmt die Aussage. Für den Erhalt aller Beiträge plus Zulagen garantiert nur die Sutor Bank. Diese Garantie ist nicht von der Einlagensicherung geschützt. Ist die Sutor Bank insolvent, gibt es auch keine Beitragsgarantie mehr. Das steht auch unmissverständlich im Infoblatt zum Vertrag.


    Wie gesagt ist das Guthaben auf dem Verrechnungskonto und das Depot davon nicht betroffen. Diese Gelder sind natürlich garantiert und auch abgesichert. Aber aufgrund der Kursentwicklung und der Produktkosten könnte dein Depot plus der Betrag auf deinem Verrechnungskonto zum Zeitpunkt der Verrentung ja niedriger sein als deine Einzahlungen + Zulagen. Für diese Differenz steht niemand außer der Sutor Bank gerade. Kann sie dies nicht, dann realisierst du die entsprechenden Kursverluste.

    Kann sich das mal jemand anschauen? Hier steht, dass das Geld dort, wo es gegenwärtig lagert, eben nicht durch die Einlagensicherung save ist und auch kein Sondevermögen ist.


    https://www.finanzberatung-bie…ter-ging-nach-hinten-los/

    Könntest du zitieren wo genau du das im Text findest? Ich finde nur einen Absatz über die Beitragsgarantie. Die ist in der Tat an den Fortbestand der Sutor Bank gebunden. Ist diese insolvent, garantiert auch niemand mehr dafür, dass zu Rentenbeginn mindestens alle Einzahlungen plus Zulagen vorhanden sind. Die ETFs im Depot und das Geld auf dem Verrechnungskonto sind natürlich weiterhin abgesichert. Aber wenn die Kurse gerade im Minus sind steht nur die Sutor Bank dafür gerade, dies zu Rentenbeginn auszugleichen.

    Magst Du noch mehr zu den Hintergründen sagen? Wer zwingt Dich zu dieser Wahl?

    Ist eine Vorgabe des Arbeitgebers. Es wird ein Zuschlag zur Altersvorsorge gezahlt. Dieser ist aber an die Einzahlung in eine Rürup-Rente oder in einen Riester-Vertrag gebunden. Wenn man das nicht macht, verzichtet man insgesamt auf den Zuschlag.

    Welches Ziel möchtest du denn verfolgen?

    Leider kann ich die Beiträge nur entweder in eine Rürup-Rente oder in einen Riester-Vertrag einzahlen.


    Rürup-Renten würden wahrscheinlich die besseren Renditen versprechen aber ich möchte nicht in eine Leibrente investieren. Mit dem Riestervertrag bleibe ich zumindest etwas flexibler, weil ich mir das Geld dort zur Not auszahlen lassen kann. Zulagen erhalte ich auf den Vertrag nicht - ich bin gar nicht zulagenberechtigt.


    Mir ist schon klar, dass das alles andere als eine optimale Geldanlage ist. Andere Optionen gibt es aber leider nicht. Ich dachte mit dem Fairr Riester einen ganz guten Kompromiss gefunden zu haben, weil die Kosten dort sehr erträglich waren. Wenn das Geld dort aber einfach auf dem Verrechnungskonto liegt, kann ich mir gut vorstellen, dass es doch noch sinnvollere Riester Alternativen geben könnte.

    Hallo zusammen,


    ich bin auf der Suche nach einem Riester-Vertrag, den ich nach Belieben übersparen kann. Außerdem sollte der Beitrag jederzeit flexibel anpassbar sein. Bisher kenne ich nur den Riestervertrag von Fairr der dies ermöglicht. Nachdem dort aber die angekündigte Buy-and-Hold Strategie nicht umgesetzt werden konnte, bin ich auf der Suche nach Alternativen. Kennt da jemand entsprechende Anbieter?

    Hallo zusammen,


    ich habe demnächst ca. 900€ im Monat zur Verfügung, die entweder in die freiwillige GRV bzw. in eine Basis-Rente eingezahlt werden können oder aber verfallen. Es steht für mich daher fest, dass ich das Geld entsprechend verwenden werde. Die Ansparphase wird noch ca. 30 Jahre betragen.


    Meine Idee ist es, das Geld zur Risikostreuung 50/50 auf GRV und Basis-Rente aufzuteilen. Als Basis-Rente habe ich den hier empfohlenen fairrürup von fairr im Auge und würde dort einfach das vorgeschlagene fairr-Portfolio mit 100% Aktien-ETFs besparen (20% iShares Core MSCI Emerging Markets (Acc), 20% Lyxor Core Stoxx Europe 600 (DR) (Acc), 60% Lyxor Core MSCI World (DR) (Acc)).



    Meine Fragen nun: ist es generell eine gute Idee 50/50 auf GRV und Basis-Rente aufzuteilen? Ist die vorgeschlagene ETF-Mischung von fairr ok, oder sollte man lieber nur auf einen MSCI World oder etwas ganz anderes setzen? Gibt es neben fairr noch andere Anbieter die ETF-Sparpläne als Basis-Renten-Produkt anbieten?


    Wie Du richtig schreibst, werden von vielen Anbietern die ETFs auch mit synthetischen Produkten gebaut.
    Da hast Du natürlich KEINE Sachwerte. Ein Swap ist ein Tauschgeschäft. Das funktioniert nur so lange, wie der Tauschpartner solvent ist. Wenn der pleite geht, kann sich der ETF-Herausgeber den Swap ins Klo hängen.


    Ok, verstanden. Wenn ich nun einen ETF kaufe, der den Kurs durch physische Nachbildung des Indexes nachbaut - habe ich dann einen Anspruch auf die im Fonds befindlichen Aktien? Oder kann es auch hier passieren, dass ich nur Ansprüche gegen den Fonds habe und dieser die Aktien nach seinem Gutdünken verwertet und mich dann (so das möglich ist) auszahlt?

    Hallo zusammen,


    ich habe noch eine Frage im Zusammenhang mit ETFs:


    Ein Grund für mich am Aktienmarkt zu investieren ist, dass man mit einem Firmenanteil in Form einer Aktie ja quasi in einen Sachwert investiert. Auch wenn das Finanzsystem in arge Schwierigkeiten gerät, sollte der Aktie ja noch immer ein Wert in Form von firmeneigenen Grundstücken, Maschinen und Patenten etc. entgegenstehen (oder liege ich schon hier falsch?).


    Wenn ich nun einen Indexfonds kaufe, der mit Swaps arbeitet, besitze ich dann auch irgendwelche Sachwerte? Oder habe ich nur ein "Versprechen" gekauft, das wertlos wird, wenn das Finanzsystem instabil wird? Und wie verhält es sich bei physisch nachgebildeten Indexfonds? Erwerbe ich hier selber (direkt) einen "Anteil" der im Fonds gehalteten Aktien, die mir sozusagen zustehen, oder gehören die Aktien dem Fonds und ich kann keine direkten Ansprüche darauf erheben?


    Oder kurz: Ist eine Investition in Indexfonds sinnvoll, wenn man in Sachwerte investieren will.