Beiträge von Julian1803

    Guten Morgen zusammen und danke für die erhellenden Rückmeldungen!


    Lieber Referat Janders, könntest du mir den folgenden Auszug noch einmal erläutern?

    den Sicherheitspuffer Richtung Ruhestand etwas großzügiger zu bemessen.


    Und stimmt, Kater.Ka, an die Regel "Aktionquote = Lebenslater" erinnere ich mich. Die nehmen wir plus einen kleinen Aufschlag als Richtwert. Könntest du mir nur noch kurz erklären, welche Rechnung hinter "x Monate * Einkünfte" steckt?


    Ich danke euch!

    Liebe Community,


    keine Sorge, das hier ist nicht die etwas andere Kontaktanzeige ;) Ich würde nur gerne für meine Schwiegermutter einen Rat bei euch einholen.


    Kurz zu ihr:

    • Sie ist 55 Jahre alt,
    • lebt zur Miete,
    • bekommt eine Erwerbsunfähigkeitsrente von etwa 1.300 Euro,
    • arbeitet zusätzlich als Beraterin/Coach, womit sie sich die Rente aufbessert und
    • hat etwa 60.000 Euro an Rücklagen zur Verfügung.
    • Mit dem Geld aus ihrer Rente und der Nebentätigkeit kommt sie gut hin.
    • Sie möchte ihrer Nebentätigkeit so lange wie möglich nachgehen.

    Da sich ihr Traum einer eigenen Immobilie in ihrer Region wohl nicht mehr realisieren lässt, möchten wir ihr Geld nun gerne anderweitig für die Rente anlegen. Dafür habe ich ihr empfohlen, einen möglichst großen Teil ihres Ersparten in ETF anzulegen, den sie dann - sobald nötig - als Rentenaufbesserung per Entnahmesparplan "abschöpft". Den Rahmen dieser Empfehlung würde ich gerne von euch "absegnen" lassen.


    Würdet ihr die 60.000 Euro (bis auf den Notgroschen) komplett in ETF investieren? Ich bin selbst im Vanguard FTSE All Word (A1JX52) investiert und würde den auch meiner Schwiegermutter empfehlen. Ich frage mich nur:

    • Ist "alles bis auf den Notgroschen" die richtige Menge? Oder vergesse ich etwas, wofür noch mehr Geld zurückgehalten werden sollte?
    • Wie viel würdet ihr zunächst als Einmalanlage tätigen? Direkt "alles, bis auf den Notgroschen"?
    • Ich stelle mir vor, dass ein Sparplan in dem Alter nur noch bedingt Sinn macht. Sehe ich das richtig?

    Über eure Meinungen zur "Rentenvorsorge" meiner Schwiegermutter würde ich mich sehr freuen :)


    Danke und beste Grüße!

    Ich häng mich hier einfach mal dran, um meinen "Frust" runterzuschreiben :-)


    Meine Frau und ich planen auch, in 1-3 Jahren eine Immobilie zu kaufen. Bis dahin transferieren wir jeden übrigen Euro auf unser Tagesgeldkonto, um möglichst viel Eigenkapital zu sammeln. "Blöd" ist, dass wir bei einem voraussichtlichen Kaufpreis von gut und gerne 400.000 Euro "erst" etwa 12,5 % beisammen haben - was in NRW immerhin schon die Nebenkosten sind. Trotzdem noch ein weiter Weg bis zu den empfohlenen 20 %.


    Dazu brenne ich darauf, endlich mit der Altersvorsorge mit ETFs zu beginnen, "darf" aber nicht, weil ich ja das Eigenkapital aufstocken muss. Echt ein Zwiespalt, der mich kirre macht!


    Und dann nach dem Hauskauf: Wie viel Geld wird neben Kredittilgung, Nebenkosten und Instandhaltungskosten überhaupt noch für eine lohnenswerte Altersvorsorge mit ETF übrig bleiben? Das ist die spannende Frage. Kann ich mich ausruhen auf der Annahme, dass wir auch zukünftig gut 6k Haushalts-Nettoeinkommen pro Monat haben, und sagen: Wird schon was über bleiben? Auch riskant, v. a. weil ich Freiberufler bin (immerhin ist meine Frau verbeamtet) und meine Glaskugel irgendwie verlegt habe.


    Natürlich schwelt im Hinterkopf immer die berechtigte Frage: doch mieten statt kaufen? Wobei ich da so "geprimed" bin, dass ich es glaube ich nicht überleben würde, wenn ich später keine Immobilie hätte :D Total bekloppt, bekomme ich aber nicht aus meinem Kopf heraus. Ist auch schon fast abgehakt unter "Lifestyle-Entscheidung pro Haus".

    Sicherlich eine Möglichkeit, so einfach ist das aber leider nicht. Viel Bürokratie, die man selbst nur schwer verrichten kann, hohe Kosten allein für die "exit fee" und und und. Und von heute auf morgen ist man damit auch nicht von seiner "Steuerlast" befreit.


    Höre mir aber gerne die vollendete Story deines Kumpels an, wenn sie soweit ist!

    So, es gibt ein Update:


    Nachdem ich für meine Tochter ein u18-Konto bei der DKB eröffnet habe, wollte ich direkt ein Depot eröffnen. Aber Pustekuchen!

    Was ich nämlich noch nicht erwähnt hatte: Ich habe neben der deutschen blöderweise auch eine amerikanische Staatsbürgerschaft - und bin damit dort steuerpflichtig.

    Das mag die DKB überhaupt nicht - und verbietet mir pauschal den Wertpapierhandel. An dieser Stelle gehen grüße an meine Mama, meinen Papa und natürlich meine Eltern raus: Danke, dass ihr mich in den USA geboren habt! War ne super Idee!


    So, nun dachte ich mir: Meine Frau, die ist (ausschließlich) deutsche Staatsbürgerin. Macht sie einfach ein Konto/Depot für unsere Tochter auf. Aber halt , so einfach ist das nicht, denn: Überall muss ich mich mit als gesetzlicher Vertreter eintragen. Und dazu natürlich auch immer, dass ich in einem anderen Land steuerpflichtig bin.

    Zwar habe ich es testweise schon mal soweit geschafft, dass ich bei consors und comdirect "Junior-Depot eröffnen" klicken konnte. Doch bin ich mir sicher, wie es damals schon bei der Eröffnung eines Tagesgeldkontos bei cosmosdirekt war, noch bevor der erste Trade gemacht wird, heißt es: Nee, Herr amerikanischer Julian1803, sie nicht! Tut uns Leid.


    Echt frustrierend.


    Aber klar, auf einen Versuch lass ich es angekommen. Stand jetzt bei comdirect. Alles für die Tochter!


    Und wenn wir dann später das eigene ETF-Sparen beginnen, nehmen wir TradeRepublic. Denen hat die ID meiner Frau gereicht.

    Liebe Community,


    noch einmal lieben Dank für all den Input. Ich arbeite mich z. Z. durch all die Informationen durch, schaue weitere Videos und lese im Netz. Aktuell hat sich daraus ergeben, dass ich wohl doch auf einen ausschüttenden Vanguard All World gehen werde. So viel habe ich beim Thema "Steuern optimieren" schon mal verstanden :-)


    Vielleicht muss ich aber auch einfach mal loslegen, damit das alles nicht mehr so abstrakt ist. Nach ein paar Jahren habe ich schon mehr gelernt. Und in 10 -13 Jahren mache ich mir dann Gedanken um die Themen Nebenjobs, Familienversicherung etc.

    Nachtrag:

    Aufgrund des geplanten Immobilienkaufs könntet Ihr auch taktisch entscheiden. Wenn Ihr heute keine Kapitalertragssteuer zahlt bzw. mit dem Sparplan keine in absehbarer Zeit zahlen werdet könntet Ihr erst mal auf Euch anlegen, den Betrag in die Finanzierung einfließen lassen und später dann an die Tochter übertragen wenn es steuerlich interessant wird.

    Klingt auch nicht uninteressagt. Aber wenn das Geld in einem Depot liegt - interessiert das die Bank dann überhaupt? Sind ja quasi keine liquiden Mittel. Oder meintest du das anders?

    Hallo zusammen!


    Wow und danke für die schnellen Rückmeldungen! Auch meine Tochter grüßt quietschend aus dem Hintergrund und freut sich, dass Papa für sie Geld anlegen möchte :)


    Referat Janders: Klar, in die Zukunft schauen wird schwer. Aber eines steht fest: Investieren werde ich auf jeden Fall! :)


    chris2702: danke, dir auch einen Glückwunsch nachträglich! Was für eine wunderbare Zeit wir (und du schon zum dritten Mal) gerade erleben dürfen!! :-) Schlafen geht sogar ;)

    Zu deinen Punkten

    1) Nein, wie gesagt, sparen werde ich definitiv.

    2) Da mache ich mir keine Gedanken, im Gegenteil :) Ich werde sie sogar dazu ermutigen, das Geld noch länger liegen zu lassen, um ggf. eine Immobilie damit anzahlen zu können! #fingerscrossed ;)

    3 & 4) Aus reichen Verhältnissen sind wir nicht. Meine Frau und ich verdienen (wenn nicht gerade Elternzeit ist ;)) aber wohl sowieso zu viel, wenn es mal Zeit für Bafög ist (sie Lehrerin, ich selbstständig). Mehr als die 50 Euro/Monat wird es wohl erstmal nicht geben, höchstens hin und wieder mal eine kleine Einmaleinzahlung.

    Wie machst du es denn in dieser Hinsicht, chris? Du hast doch auch für alle deine Kids ein Depot auf ihren Namen angelegt, wenn ich das richtig verfolgt habe. Machst du dir bzgl. Bafög und Familienversicherung keine Sorgen? Vielleicht weil ihr nicht familienversichert seid? :)


    Kater.Ka: Wenn du (und die Vorredner) Verfechter der Anlage auf Kind bist, reicht mir das schonfast als Argumentation :) So viel vorab.

    Den anderen Punkte mit Vorabpauschale, der Rechnung (wieso 25.000 nach 18 Jahren? Bei mir kommen etwas über 21.000 heraus) und "Rollen der Anteile" kann ich nicht ganz folgen. Ich schätze, hier muss ich mich noch weiter einlesen.

    Den Punkt zu den Erträgen habe ich hier her. Unter dem Punkt "Nachteile für das Sparen im Kinderdepot".


    Vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken und lege einfach erstmal los. Dann schaue ich in 15 Jahren noch mal, wie sich meine Tochter und das Depot entwickelt hat :)

    Liebe Community,


    mithilfe von Finanztip und dieser hervorragenden Community (der ich bisher nur als Lurker gefolgt bin) fange ich nun endlich an, die Finanzen und Altersvorsorge von mir und meiner Familie selbst in die Hand zu nehmen. Dazu passend möchte ich in Kürze gerne einen ETF-Sparplan für meine Tochter (7 Wochen alt) aufsetzen.


    Bis vor Kurzem dachte ich, ich wäre soweit. Ich hatte schon ein Depot bei Trade Republic eröffnet und die erste Geldsumme überwiesen, bis ich las: Besser wäre es vielleicht, ein Depot auf den Namen der Tochter einzurichten! Klang für mich vernünftig. Allerdings scheine ich mich nun in den "Details" zu verrennen und sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Da ich aber von nun an aber wirklich verstehen will, was ich da eigentlich mit meinem/unserem Geld mache, brauche ich eure Hilfe.


    Noch vorab: Ich möchte für meine Tochter den Vanguard FTSE All-World (thesaurierend) mit einer initialen Einmalanlage von 2.000 Euro + Sparplan über 50/Monat bei der DKB besparen. Nachdem meine Frau und ich in den nächsten 2-5 Jahren eine Immobilie gekauft haben, richte ich uns auch einen Sparplan bis zum Rentenalter ein.


    Jetzt geht es mir v. a. um das Thema Familienversicherung, ich habe nämlich Sorge, dass sie dort irgendwann rausfällt.

    Folgendes habe ich gelesen:

    Zitat

    Übersteigen die monatlichen Einnahmen aus dem ETF-Sparplan 445 Euro pro Monat oder 5.340 Euro im Jahr, entfällt die kostenlose Familienversicherung.

    Bzgl. Familienversicherung las ich dann bei Finanztip:

    Zitat

    Das Gesamteinkommen ergibt sich nicht nur aus Lohn- und Gehaltszahlungen. [...] Ebenfalls eingerechnet werden Kapitalerträge, etwa Zinsen und Renditen auf Sparbücher und Aktienfonds.

    Wenn ich mir nun lediglich die prognostizierte Wertentwicklung des ETF anschaue (Annahme 6 % p. a. und stets 50 Euro/Monat Sparplan), käme meine Tochter wohl erst nach vielen Jahren auf diese 5.340 Euro pro Jahr.

    Was passiert aber, wenn sie irgendwann einen Nebenjob über 450 Euro annimmt? Dann würde sie ja alleine damit schon die 5.345 Euro überschreiten. Ist das der Punkt, an dem die Familienversicherung spätestens perdu ist? Oder reißen es die 801 Euro Freibetrag dann schon irgendwie raus (Freistellungsauftrag habe ich bei der DKB schon hinterlegt)?


    Wahrscheinlich liegt der Denkfehler hier irgendwo ganz offensichtlich rum ... ich finde ihn aber nicht ;(


    Darüber hinaus:

    - Das Thema Bafög müsste ja auch recht früh durch sein, oder? Laut Sparplanrechner sollte/müsste/könnte sie schon im Jahr 7 einen Depotwert von über 7.500 Euro haben.

    - Und was bedeutet konkret "Erträge", wenn es heißt, dass bei Erträgen größer 9.997 Euro der Kindergeldanspruch entfällt? Sobald ich mir das Geld auszahle? Oder ist damit der jährliche Wertzuwachs gemeint?


    Oh man, ich dachte, ich hätte schon so viel zum Thema gelesen und verstanden - jetzt merke ich: Pustekuchen!


    Vielleicht erbarmt sich hier ja jemand und kann mir helfen - vielleicht sogar mit ein paar exemplarischen Rechenbeispielen? Ich durchforste solange weiter die Seiten von Finanztip und Co.


    Euch vielen Dank und eine schöne Woche!

    Julian