Beiträge von Steffo78

    Ich stehe vor exakt der gleichen Entscheidung wie uGerd . Ich werde wohl ca. 1/3 des Betrages sofort in MSCI World, EM und Europa (60/30/10) investieren und danach dann mit relativ hohen monatlichen Sparraten weitermachen. Es ist genau die psychologische Blockade zwischen empirisch optimiert (alles sofort rein) vs. Standardabweichung (mein Fall könnte die unglückliche Ausnahme vom statistischen Erwartungswert sein)...also versuche ich einen Kompromiss.

    Die Überlegung ist im Grunde richtig, wenn die zwei Giro eh da sind/ kostenlos sind. Perspektivisch (i.S. nicht heute oder morgen) würde ich versuchen von der Grenze der Einlagensicherung deutlich weg zu bleiben, da ich mit weiteren Bankenpleiten rechne. Ferner auf mehrere Sicherungssysteme aufteilen, Du hast schon zwei, das ist gut.

    Der Punkt ist sicher richtig. Vielleicht denke ich dann lieber doch über eine dritte Bankverbindung nach.

    Ich meinte natürlich: Im Haben wird beides nicht verzinst;)

    Hallo zusammen!


    Durch einen Hausverkauf steht demnächst ein größerer Geldeingang an. Natürlich werde ich einen großen Teil davon wieder investieren, im aktuellen Umfeld aber auch bei weitem nicht 100% (werde in Tranchen über die Zeit dann immer weiter investieren). Ich brauche dann mit der zusätzlichen Liquidität aber auf jeden Fall noch eine weitere Bankverbindung, um nicht über die Einlagensicherungsgrenze bei einem Institut zu kommen. Ich dachte dabei immer an ein weiteres Tagesgeldkonto, aber inzwischen frage ich mich, was aktuell noch der Vorteil eines Tagesgeldkontos gegenüber einem im Plus stehenden Girokonto ist. Verzinst werden im Soll beide nicht oder in Einzelfällen so minimal, dass wir von 30-50 EUR Unterschied im Jahr reden.

    Wenn keine klaren Vorteile für das TG sprechen, dann käme ich mit meinen 2 Bankverbindungen, die ich schon habe, auch in Zukunft aus und ich verteile die Liquidität zwischen der DKB auf dem dortigen Giro und auf meinem TG bei Consors, wo ich auch mein Depot betreibe.

    Bin kein Freund von vielen Bankverbindungen, wenn es nicht nötig ist.

    Wie ist Eure Meinung, geschätztes Forum? ;)

    Hallo GoldGaleone!


    Sparst Du denn weiterhin ETFs an oder hältst Du das bestehende Portfolio "nur" noch?

    Ich steuere mein Rebalancing in der Regel über Nachkäufe bzw. Umschichten der Sparraten, um am Ende wieder auf die gewünschte prozentuale Verteilung zu kommen. Dann muss man nicht verkaufen mit all den unschönen steuerlichen und kostentechnischen Nachteilen, die Du benannt hast.

    Wenn also z.B. mein gewünschter Anteil Emerging Markets um 5% unter dem Zielanteil liegt, kann ich meinen Sparplan auf den MSCI World für ein paar Monate pausieren und stattdessen die Rate für den EM entsprechend erhöhen. Genauso geht es ja auch, wenn mein Anteil am nicht-risikobehafteten Kapital gegenüber den ETFs zu stark gesunken ist.

    Falls keine Not besteht, kann man so m.E. Verkäufe immer umgehen, solange man noch im Aufbau des Vermögens ist.


    Viele Grüße

    Also erstmal vielen Dank für den differenzierten und hilfreichen Input!!

    Da ich gern den RLV-Bestandteil der Versicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung (bin 20 Jahre älter...) weiterführen würde, ist die wahrscheinlichste Option, dass ich mir den Rückkaufwert auszahlen lasse und anderweitig anlege. Dabei hatte ich zwecks weiterer Diversifikation an Gold gedacht. Über 20-25 Jahre sicherlich auch 'fast risikolos', jedenfalls nicht als Spekulationsmasse.

    Alternativ könnte man einige Sanierungen vornehmen, die ja auch werterhaltend/-erhöhend wirken. Durch die Immobilien muss ich ohnehin immer eine vergleichsweise hohe Cash-Quote (Tagesgeld) halten, die meinen 'sicheren' Teil meiner Anlagen abdeckt. Insofern muss ich das nicht über eine KLV darstellen, zumal ich ja noch eine BAV habe, die ähnlich wirkt.

    Werde aber auch nochmal prüfen, ob ich nicht vielleicht doch eine neue RLV bekomme, um dann evtl. Die KLV Beitragseinnahmen zu stellen, die monatliche Ersparnis dann zusätzlich in ETFs. Dieser Vorschlag von Pumphut klingt auch recht attraktiv.

    Hallo liebes Forum!


    Ich quäle mich mit dem Gedanken, meine seit 1999 laufende Kapitallebensversicherung zu kündigen/verkaufen. Sie hat noch einen Garantiezins von 4%, was natürlich ein Traum wäre, wenn diese Zusage durch den Versicherer wirklich für den Auszahlungszeitpunkt in über 20 Jahren aufrechtzuerhalten wäre. Allerdings setzen die Niedrigzinsphase sowie die Vorgaben zum Anlageuniversum (hauptsächlich Rentenpapiere) meinen Versicherer sowie die gesamten Branche dermaßen unter Druck, dass ich daran zweifle, ob die Unternehmen nicht vielleicht sogar insolvent werden könnten.

    Meine finanzielle Situation ist ansonsten recht angenehm, ich habe einige Immobilien und bespare seit einigen Jahren intensiv ETFs, habe zudem (leider) noch einen Rürup und eine betriebliche Altersversorge, also auch noch konservative (und suboptimale) Investments. Ich "benötige" den Erlös aus dem Verkauf der LV eigentlich nicht akut.

    Eine Risiko-LV würde ich bei Verkauf der Kapital-LV separat abschließen, weil man die Themen eh trennen hätte müssen.

    Ich will nur vermeiden, über 40 Jahre in ein Vermögensaufbau-Vehikel einzuzahlen, aus dem ich vielleicht nie etwas zurückbekomme. Sollten viele Versicherer bankrott gehen, könnte das auch für den Staat ein zu schweres Gewicht sein, als dass er dann selbst jeden Vertrag statt der Versicherer erfüllt.


    Wie seht Ihr die Sache? Bin ich zu pessimistisch?


    Bin sehr gespannt und dankbar für Eure Meinungen und Einschätzungen.


    Viele Grüße

    Steffo

    Super Antworten, vielen Dank! :)

    Denke auch, dass man im Wesentlichen mit halbwegs regelmäßigen Ausdrucken einen Großteil der Nachweispflicht erbracht hat. 100% Sicherheit ist vermutlich nicht zu erreichen.

    Hallo zusammen!


    Wie kann ich im Falle eines Falles rechtssicher nachweisen, dass ich wirklich diese und jene Fondsanteile zum Zeitpunkt X besessen habe? Cyber-Attacken oder IT-Crashes sind m.E jederzeit möglich und nicht unrealistisch (keine Seltenheit und Anzahl stark steigend). Onlinebroker sind ja genauso als Ziel möglich wie andere Unternehmen. Wie kann ich dahingehend einen rechtssichere Nachweis über meinen Depotstatus unabhängig von der Verfügbarkeit der Systeme meines Brokers führen? Ich könnte ja alle Transaktionen physisch dokumentieren, aber jedes Blatt Papier ist ja im Moment des Drucken schon veraltet im Internetzeitalter.

    Oder ist das alles doch ein unrealistischen Szenario? Wie seht ihr das und wie macht ihr das?


    Vielen Dank und viele Grüße

    Steffo