Beiträge von andiii_98

    Das würde ich auch so sehen, ja. Für die RV-Beiträge zählt das, was der AG bescheinigt, abzüglich Beträge aus dem brutto und bis zur Beitragsbemessungsgrenze.


    Das was du über die Steuererklärung absetzt, ändert die Beiträge zur RV nicht.


    Edit: ist zumindest mein Kenntnisstand für abhängig Beschäftigte. Mag sein, dass das bei Selbstständigen anders ist.

    Schau mal hier:
    https://hartmutwalz.de/betrueb…eine-herbe-enttaeuschung/


    Da gibt es ein paar Berechnungsbeispiele und ein paar weitere Aspekte.


    Wenn du per Gehaltsumwandlung in die bAV zahlst, zahlst du weniger in die GRV und erhältst dementsprechend auch weniger Rente.

    Ich habe für mich aus diesem Artikel mitgenommen, dass bAV sich meist nur dann lohnt, wenn es gut verzinste (Ur)Altverträge sind oder der Arbeitgeber einen sehr großen Anteil zuzahlt, den du sonst nicht bekommen würdest (im Beispiel rechnet sich AG/AN 1:1 nicht).

    Aber wenn ich andiii_98 richtig verstehe kann man diese Differenz über die Steuererklärung "zurückholen".

    Genau.
    Am Ende, also nach der Steuererklärung, steht in allen Fällen derselbe Betrag.
    Die Frage ist letztlich nur, wann man das Geld bekommt - im laufenden Monat oder erst nach der Steuererklärung.


    Bei 3/5 muss man übrigens eine Steuererklärung machen, also Abgabepflicht bis Mitte des Folgejahres.


    Ich interpretiere die Tabelle so, dass ihr in der Kombination 3/5 eine Nachzahlung von knapp 3000 € zu erwarten hättet.

    Wenn ihr die Steuererklärung macht, setzt ihr sicher 2 Wege zur Arbeit, 2 private Altersvorsorgen und anderes ab, so dass diese 3000 € schmelzen.

    Dementsprechend würdet ihr über diesen Weg bei 4/4 wahrscheinlich eine Rückerstattung erhalten.

    Angesichts der Zahlen in der Tabelle würde ich annehmen, dass ihr mit jeder dieser Kombinationen finanziell gut durch das Jahr kommt und z.B. einfach eine Kombination ausprobieren könnt.



    Wenn schon Elterngeld im Raum steht, dann ist es zu den Kindern nicht mehr weit:
    Wenn ihr 1 Kind habt und 4/4 wählt, hat jeder 0,5 Kinderfreibeträge. Bei 3/5 hat der mit Stkl 3 einen Kinderfreibetrag und der mit Steuerklasse 5 keinen. D.h. der mit Steuerklasse 3 zahlt nochmal ein bisschen wenige Steuern als in 3 ohne Kind(er).
    Aber auch hier gilt: Wenn die Steuererklärung gemacht ist, kommt immer dasselbe raus und es ist wie oben nur die Frage, wann man das Geld hat.

    Ja, ob man nach der Hochzeit 4/4 hat oder 3/5 oder 5/3 macht ganz am Ende, also nach der Steuererklärung keinen Unterschied.


    Es kann aber im laufenden Monat einen Unterschied machen. Bei großen Einkommensdifferenzen kann 3/5 sinnvoll sein. Man hat dann im laufenden Monat mehr Geld. Bei 4/4 würde die Rückerstattung über die Steuererklärung größer ausfallen.


    Eine andere Situation ist es, wenn man Leistungen wie ALG, Krankengeld, Elterngeld bezieht oder anstrebt. Ein hohes Netto (also im Idealfall Steuerklasse 3) führt zu höheren Leistungen. Die Leistung selbst muss am Ende nicht versteuert werden, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. D.h. sie wird dem Einkommen des Paares rechnerisch zugeschlagen und für den Gesamtbetrag (Gehalt des Mannes + Elterngeld der Frau) der Steuersatz berechnet. Dieser Steuersatz wird aber nicht auf das gesamte Einkommen (Gehalt des Mannes + Elterngeld der Frau) angewandt, sondern nur auf das Gehalt des Mannes.

    Hm, wenn eine Plattform Existenzgründungen auf diese Weise ermöglicht und fördert, würde ich erwarten, dass die auch zu solchen Fragen Auskunft geben können.


    Aber vermutlich bin ich dazu optimistisch , weil die Plattform ja als Ziel nennt: "removing lengthy paperwork, legal complexity, and numerous fees".

    Jetzt wird es doch ein wenig mehr Aufwand als gedacht, weil ich leider gar nicht weiß, zu welchen Konditionen ich mein Konto eröffnet habe und ich einfach kein Preisverzeichnis finde. Und Unterlagen verwahre ich leider erst seit etwa 2 Jahren anständig. Davor wollte ich damit immer nichts zu tun haben.

    Ich würde meinen Zweizeiler schicken und schauen was zurückkommt.

    Ich sehe das rein aus meiner persönlichen Kosten-Nutzen-Perspektive. Der Zweizeiler kostet 2 Minuten. Im Idealfall rechnen sie was aus und du bekommst für 3 Jahre 117,58 (wegen Zinsen usw) zurück. Finde ich ok für 2 Minuten Aufwand und würde es dann auch nicht nachrechnen.

    (Mache ich bei der Steuererklärung genauso. Klar, vermutlich kann ich irgendwo noch 3 Euro rausholen, wenn ich noch 3 Wochenenden darüber brüte. Aber ist es das wert?)

    Hallo Benno, IMO ist das Rückfordern der Gebühren nicht allzu aufwändig, zumindest im ersten Schritt.


    Nachricht im Online-Banking "Sehr geehrte Bank, mit Verweis auf das Ihnen bekannte BGH-Urteil fordere ich hiermit die ohne meine Zustimmung erhobenen Kontoführungsgebühren zurück".

    Wenn die Bank rumzickt, kann man immer noch förmlicher werden. Wenn es mich betreffen würde, würde ich die 2 Zeilen für einen wahrscheinlich hohen 2stelligen, wenn nicht 3stelligen Betrag schon schreiben.

    Ich nehme auch heute noch an, dass die BBG nicht betriebswirtschaftlich kostendeckend festgelegt wird, sondern es auch eine soziale Komponente gibt nach dem Motto "was ist einem Beitragszahler mit 58.050 Euro Jahreseinkommen zumutbar".


    Es gibt doch immer mal wieder Bestrebungen, die BBG abzuschaffen oder deutlich anzuheben. Wenn ich die Urteile richtig interpretiere, war die Kernaussage, dass bei einer höheren BBG ein sehr deutliches Missverhältnis zwischen Beitrag und Leistung bestehen würde.

    Mir persönlich ist der Artikel zu pauschal und ich wäre mit einem vorschnellen Wechsel vorsichtig.

    Ja, die Bestände/Gewinne werden dann gesichert. Aber neue Beiträge werden vermutlich sehr konservativ angelegt werden, da auch hierfür die Beitragsgarantie greifen muss.

    Das Hauptproblem bei Riester bleibt am Ende immer die Beitragsgarantie.

    Da ist es auch egal welchen Fondsanbieter man auswählt.

    Danke MichaG.


    Das waren auch etwa meine Bedenken. Sowas könnte sinnvoll sein, wenn man aus einem Aktienfonds-Riester kommt und die gute Entwicklung der Aktienfonds kurz von Renteneintritt fixieren will.

    Hallo zusammen, ich würde mich mit einer verwandten Frage hier anhängen:
    Im aktuellen Finanztip-Newsletter wird empfohlen, in Uniprofi select zu wechseln, weil man sich auf diese Weise das bisher ersparte Kapital sichert und v.a. bei kurzen Restlaufzeiten dieses Kapital sicher hat und von möglichen steigenden Aktienkursen profitieren könnte.


    Aber würde das nicht so auch für andere Riester-Angebote, die auf Aktienfonds setzen gelten?

    Hallo Lisa21


    Beides ist nicht sehr flexibel. Bei diesem einen Konto hast du schon gesagt, dass du erst in 11 Jahren an das Geld kommst.
    An den Bausparvertrag kommst du auch erst, wenn eine bestimmte Zeit abgelaufen ist und ein bestimmter Betrag eingezahlt ist. Manchmal kann man sehr große Verträge teilen und so einen kleineren Teil zur Zuteilungsreife bringen. Aber auch das ist zeitlich nicht flexibel.

    Bin ich naiv?

    Ich würde soweit nicht gehen. Das ist nur die Frage, ob man ein Problem mit der Datenweitergabe hat und ob man glaubt, dass der Datenempfänger damit irgendwas macht, was man nicht möchte.


    Bei payback gibts immer wieder Coupons, z.B. für Rewe und DM, die für bestimmte Marken oder Produktkategorien Zusatzpunkte liefern. In diesen Fällen muss also zwangsläufig ein Austausch über Details des Einkaufs erfolgen. Ich wüsste aber nicht, wie payback mir schaden könnte, wenn die wissen, dass ich ab und zu mal einen Coupon bei DM für Zahnpflegeprodukte einsetze. Sie könnten auf die Idee kommen, dass ich das zu selten mache (weil ich solche Produkte nicht konsequent payback-relevant und auch nicht konsequent bei DM kaufe)...

    Gibt die LBB Daten an Amazon weiter?

    Ja. Da gibts Aktionen, die zu Zusatzpunkten führen. Z.B. 3mal Lebensmittel einkaufen zu je min. 10 € gibt 500 Punkte. Oder eine aktivierte Teilzahlungsoption von Tag A bis Tag B gibt auch 500 Punkte.

    Wäre es dann aber ned sinnvoller sein Tagesgeld als Gehalstkonto anzugeben und VOM Tageselgeld alle Fixkostenbeträge aufs Giro zu überweisen ode direkt das Tagesgeld als Referenzkonto für Miete, Strom, Wasser und Co anzugeben? Somit ist am Tagesgeld immer das maximum an Geld und auf dem Giro nur das nötigste

    Geht vermutlich nicht, weil man von und zum TG nur eingeschränkt überweisen kann.

    Aber ein 2. Girokonto würde den Zweck auch erfüllen, ja.

    drug2


    Bei mir kommt direkt nach Gehaltseingang ein Bertrag aufs Tagesgeld. Vom Rest zahle ich alles alltägliche, wozu auch Versicherungen und zB der ETF-Sparplan gehören.

    Vom Tagesgeld zahle ich größere Ausgaben für Klamotten, größere Anschaffungen, Autoreparaturen... Übers Jahr bleibt noch was übrig, was in den Sparplan geht. Im laufenden Monat hilft es mir, den Überblick zu behalten. Manche machen das zB, indem sie Bargeld abheben und davon laufende Ausgaben zahlen.

    Es gibt ein paar Krümel an Zinsen.


    Und es ist eine Möglichkeit, das Geld, was man nicht ausgeben möchte von dem, was man ausgeben möchte (Girokonto) getrennt zu halten.

    Im Interesse der "Waffengleichheit" empfiehlt sich daher immer ein eigener Anwalt. Das steht einer einvernehmlichen friedlichen Regelung überhaupt nicht entgegen. Im Gegenteil - es einigt sich i.d.R. leichter und fairer, wenn alle Beteiligten ihre Rechte und Möglichkeiten nach entsprechender Beratung kennen.

    Ja, mit 2 Anwälten kennen beide ihre Rechte. Es gibt aber genügend Fälle, in denen die Anwälte eine Eskalation herbei geführt haben.


    Es gibt inzwischen Anwälte, die auf einvernehmliche Lösung setzen. Dazu setzen sich die beiden Ex-Partner und beide Anwälte sich zusammen und erarbeiten Lösungen. Sollte doch ein Gerichtsverfahren nötig sein, beteiligen sich diese beiden Anwälte nicht daran.


    Das halte ich für einen sehr guten Ansatz