Beiträge von steuern-werner

    Die Steuerklassenwahl bringt für die finale Einkommensteuererklärung ja keinen Unterschied. Das sind also steuerlich nur Zinseszinseffekt.


    Die getrennte Veranlagung wird vermutlich von Vorteil sein bei der geschilderten Einkommenssituation. Man muss hier aber ja auch schauen, inwieweit es beim Ehemann ungünstiger wird. Die üblichen Steuertools (WISO etc.) prüfen meines Wissens, ob eine getrennte Veranlagung günstiger ist und geben einen entsprechenden Hinweis. Aber da sollte man ein kritisches Auge drauf haben.


    Außerdem muss man sich überlegen, wie man die Vorsorgeaufwendungen verteilt. Da gibt es unterschiedliche Varianten (50:50 / jeder seine) und das kann die Steuern in der Kombination auch beeinflussen.

    Bevor man sich da mit dem Arbeitgeber zofft, sollte man über eine freiwillige Rentenausgleichszahlung nachdenken oder notfalls über eine Rüruprente. Steuerlich hat das in den meisten Fällen eine höhere Auswirkung, als die Umwandlung eines Teils der Abfindung in betriebliche Altersversorgung.


    Der Anspruch auf Umwandlung ist übrigens in §1a BetrAVG geregelt. Verlangen kann man danach nur 4%.


    Weitere Gestaltungsmöglichkeiten hab ich in einem meiner Blogbeiträge zusammengefasst:

    https://www.lohnsteuer-newslet…g-bei-abfindungen-teil-3/

    Hallo, sog. Rürup-Rentenversicherungsbeiträge oder normale Rentensversicherungsbeiträge (wie sie der Arbeitgeber vom laufenden Lohn abführt) und Rentenausgleichszahlungen sind steuerlich dieselben Vorsorgeaufwendungen. D.h. aber auch, dass sie sich bezüglich des steuerlichen Höchstbetrages substituieren. Bei einer Rentenausgleichzahlung (höherer Rürupzahlung) ist daher immer zu schauen, wieviel in dem Jahr schon z.B. über den Arbeitgeber in die Rentenversicherung eingezahlt wurde.

    In meiner steuerlichen Abfindungsberatung prüfe ich zudem immer was die steuergünstigste Variante ist: a) Rentenausgleichszahlung/Rürupzahlung in Eigenregie oder b) Rentenausgleichszahlung mit hälftiger Steuerfreiheit (aus der Abfindung) oder c) welche steuerliche Auswirkungen die gleiche Zahlung in eine Betriebsrente (über die Vervielfältigungsregelung) hätte. Das ist immer vom Einzelfall abhängig. Aber bei Rürup ist natürlich voraussetzung, dass man auch ein gutes (günstiges) Produkt findet, möglichst ohne Abschlusskosten. Einfach ist es, wenn der Abfindungsempfänger so etwas schon hat und regelmäßig bespart. Dann kann er hier einfach bis zum maximal geförderten Wert die Zahlungen der Folgejahre vorziehen.

    Das kann man wirklich nicht pauschal beantworten. Die monatliche Zahlweise ist jedenfalls nicht fünftelungsschädlich, sondern dass die Zahlungen über eine Dauer von mehr als 12 Monaten erfolgen.

    Für solche Fälle frage ich immer alle weiteren Einkünfte und geplante EInkünfte ab. Dann kann man rechnen, ob eine Einmalzahlung günstig ist oder eine ratierliche. Außerdem kann man dann erst sagen, für welches Jahr eine solche Einmalzahlung den steueroptimiertesten Effekt hat. Weitere Beiträge zu diesem Thema hab ich auf meiner Website in diversen Blogbeiträgen verfasst (http://steuern-werner.de/).