Beiträge von Kater.Ka

    Die sog. Teilfreistellung (TFS) ist eine spezielle Regelung aus dem Investmentsteuergesetz. Diese gilt in unterschiedlichem Maße je nachdem um was für einen Fonds / ETF es geht. Üblicherweise gilt sie bei Aktien-ETF mit 70%.


    Grundlagenartikel https://www.finanztip.de/index…teuerreformgesetz/#c66947

    Hinweis: es ist nicht ganz so einfach wie bei Finanztip beschrieben. Wenn eine Fondsgesellschaft bestimmte regulatorische Vorschriften nicht dokumentiert gilt dann die TFS nicht.


    Zur konkreten Frage: wenn es ein entsprechender ETF ist / war hat in Deinem Beispiel die Depotbank nur für 700 T€ Abgeltungssteuer einbehalten.

    Mit dem Freistellungsauftrag kann für zusammen veranlagte Steuerzahler der Pauschbetrag 1.602 € frei verteilt werden, unabhängig wer von beiden Kontoinhaber ist. Bei der Einkommensteuererklärung wird analog vorgegangen, d.h. der Pauschbetrag wird unabhängig von der Inhaberschaft des Kontos für beide angewandt.

    Ich hatte mich ja schon öfters dahingehend kritisch geäußert, dass auch die ETF-Anbieter Finanzindustrie sind und daher nicht primär das Wohl ihrer Kunden sondern die Umsätze im Blick haben. Die Diskussion physisch vs. synthetisch wurde dem Vernehmen nach auch von einem Anbieter gepusht um die anderen schlecht zu machen, obwohl der Anbieter selbst in den Bedingungen Swap-Techniken und Wertpapierleihe anwendet. Ähnliches gilt für die TER-Diskussion und eben auch bei der Frage welches denn jetzt der final beste Index ist.

    Wieder sehr streng heute morgen :-)


    Selbstverständlich hast Du mit Deiner Kritik recht. Selbst mit den Zahlen ist es schwierig, weil man dann genau schauen muss was man vergleicht, Unterstellt man einen einmaligen Verkauf am Ende oder macht Zug um Zug Entnahmen oder nimmt man nur die Ausschüttungen raus.Hat ganz praktische Auswirkungen auf die Rendite. Ein ETF-Sparplan hat keine Risiko-Absicherungen wie Hinterbliebenenschutz etc. dabei. Muss man also schauen was im Produkt des FInanzverkäufers drin ist und entscheiden ob man das will und braucht und wie die Alternativen sind.


    Insofern würde ich mir wünschen, dass es viele niedrigschwellige Beratungsangebote für alle gäbe, die so etwas abschließen möchten. Gibt es mMn aber nicht. Wir sind hier ein Tropfen im Ozean, trotzdem freue ich mich über jeden, der hier fragen kommt, auch wenn wir nur die Grundzüge erklären können.

    Werden durch das Sampling nicht genau die zusätzlichen 6000 Small Caps weggesampelt, wegen der ich mich für den IMI entschieden habe?

    Klar, der ETF hat sie nicht im Bestand, allerdings bekommst Du die Wertentwicklung, das ist das gleiche Prinzip wie Swap mit Trägerportfolio. Habe mal in den Bericht reingeschaut. So viele kleine deutsche Unternehmen kommen z.B. nicht dazu. Habe K&S OHB Südzucker Washtec als physischen Bestand entdeckt (nicht abschließend). Wer selber schauen möchte um die Seite 500 in diesem Dokument, ACWI und IMI stehen hintereinander. https://www.justetf.com/servle…ype=AR&country=DE&lang=de

    Klar kann sich die ändern. Ich weiß, dass der IMI in verschiedenen Foren / von verschiedenen Youtubern als die optimale Streuung propagiert wird. Das ist rein von der Aktienanzahl richtig, sonst sagt es aber nichts aus, speziell nicht, ob man damit eine Verbesserung hinsichtlich Rendite und Risiko bekommt. Zumindest letzteres ist nicht so, weil dazu die Werte weniger korreliert sein müssten.


    Damit kommen wir zurück zur Frage von chris2702 welchen Vorteil Du persönlich von genau diesem Index erwartest. Wenn er in etwa genauso gut wie ein All World oder World ist gibt es ja keinen Grund den zu kaufen. Dann käme die Option "bei Comdirect bleiben und einen mit kostenlosem Sparplan nehmen" in Betracht. Spart halt 180 € im Jahr / 1.800 € in 10 Jahren. Ich komme aus Südwest, ich bin geizig ...

    Es geht bei der Diskussion darum, dass man es so und so sehen kann. Verglichen mit langfristig 6-7% Rendite pro Jahr sind einmalige Kosten von 1,5% gering, aber sie sind natürlich da..


    Mit Deinen Zahlen 25T€ einmalig, 1000 € p.m., 10 Jahre kommst Du bei 6% auf rund 208 T€. Reduziere ich die Zahlen um 60 € bei der Einmalanlage (tatsächliches Entgelt lt. PLV) und je um 1,5% bei den Monatsraten, also 985 €, um auf einen Nettobetrag der Anlage zu kommen komme ich auf 205,5 T€. Zum selber spielen hier https://www.zinsen-berechnen.d…er.php?paramid=frzbaazj4h


    Die Differenz liegt am Ende der Laufzeit bei ca. 1,2%, der Unterschied in der jährlichen Rendite im Zehntel-Prozent-Bereich.


    Soweit die Fakten, jetzt die entscheidende Frage: Bleibst Du lieber bei der Comdirect, weil Du Dich dort auskennst, die Prozesse bis jetzt funktioniert haben, ... oder ist die geringe Rendite-Differenz, die aufgrund Deiner Anlagesumme dann doch hoch ist, ein Grund zum wechseln.

    Da müsstest Du mal die ISINs verraten. Soweit erkennbar ist der eine auf 5% gecappt, also im engen Sinne unterschiedlicher Index. Der Amundi wurde erst Anfang 2019 aufgelegt, da vermute ich zusätzlich einen Datenfehler.


    Wenn Du es selbst herausfinden möchtest geh auf die Webseiten der jeweiligen KVG und schau Dir im Detail die Factsheets und Prospekte an.

    Hallo Juju88, willkommen im Finanztip-Forum.

    Nehmen die Anbieter, bei denen ich die ETFs gekauft habe, die einfach wieder zurück? Oder besteht sogar die Möglichkeit, dass es gar keinen Käufer gibt und ich die ETFs im schlimmsten Fall gar nicht mehr los werde? Oder werde ich sie immer los, im schlechtesten Fall eben nur mit finanziellen Einbußen?

    Die ETF, von denen bei Finanztip gesprochen wird, enthalten echte Aktien, die einen Wert haben und der Wert des ETF bestimmt sich aus dem Wert der darin anteilig enthaltenen Aktien. Daher ist zu erwarten, dass Du den ETF am Markt los wirst. Sofern das nicht klappt gibt es einen Mechanismus, dass die Fondsgesellschaft den ETF zurück nimmt. Das steht in den Verkaufsprospekten, die Du mit dem Kauf akzeptierst. Wenn Du sagst was Du genau kaufen möchtest poste ich Dir den Link zum Dokument samt Lesehilfe.

    Kann mir jemand mal bitte sagen warum Scalable so beliebt ist?

    Ich würde mal sagen wegen Werbung. Das Konzept mir VaR klingt ja im ersten Schritt gut. Ich hatte hier immer wieder mal die realen Ergebnisse kommentiert, die waren letztes Jahr schon sagen wir mal schwierig, Die aktuellen Ergebnisse bis September 20 sind erschütternd, speziell dass der Durchschnitt der verpönten Mischfonds locker den Robo geschlagen hat. https://de.scalable.capital/erzielte-rendite Laut diese Aufstellung hatten wir das schon mal wenn auch nicht so ausgeprägt in 2017/18, da war es im Frühjahr 2019 schon mal ruckelig. Anscheinend kommt der Algorithmus damit nicht so gut zurecht und bleibt zulange draußen.

    Wo kommt die Theorie zu Nummer 2 her? Letztlich ist es das was man früher geraten hat, da die Aktien gefallen sind wenn die Anleihen gestiegen sind, alles mit einer Hysterese aufgrund der Anleihenlaufzeit. Leider steigt jetzt aber nichts mehr weil sonst die Wirtschaft und die Staaten kollabieren würden.


    Die aktuelle Empfehlung seitens Finanztip zu 2 ist Tages- / Festgeld, das stabilisiert und mit Rebalancing wird langfristig geglättet weil bei niedrigen Kursen gekauft und bei hohen Kursen verkauft wird. Gibt auch ETF, die das intern machen wie Arero (25% Anleihen) oder der Portfolio-ETF (derzeit 35% Anleihen inkl. Linker) von Beck. https://www.fondsweb.com/de/ve…LU0397221945,LU0360863863


    Ansonsten einen ETF / Fonds mit Absicherung beimischen, da kenne ich allerdings im ETF-Bereich keinen guten. Den ETF750 / 751 würde ich mal als gescheitert ansehen. https://www.fondsweb.com/de/ve…LU0392494562,LU0397221945