Beiträge von Kater.Ka

    Das ist insoweit richtig wie es die enthaltenen Industrieländer sowie die Gewichtung nach Marktkapitalisierung betrifft. Ob der MSCI World auf Dauer der beste Index sein wird weiß man heute nicht mit Sicherheit, ist aber wahrscheinlich. Es ist die Empfehlung von Finanztip, daher ist es sicher ein guter Ansatz.

    Hier ist die Tesla dabei. Berkshire fehlt bei beiben.

    Richtig. Mein Ablesefehler.

    Laut einem Video von Saidi, tragen aber auch gerade die "Wertpapierleihe" zu einer geringeren "Tracking Differenz" bei.

    Wertpapierleihe und optimiertes Sampling sind zwei unterschiedliche Dinge.

    Denkt ihr, das macht sich mit dem Zinseszins wirklich so gravierend bemerbar nach so kurzer Zeit?

    Ja und nein. Die Steuern fallen irgendwann eh an. Insofern würde ich deswegen tauschen, wenn ich nicht mehr überzeugt bin. Besser ist es allerdings von Anfang an das Richtige zu tun, das ist aber immer schwierig zu finden.

    Eben, ich hätte gerne einen Sparplan, da ich keine größese Geldsumme liquide habe. Aber ich könnte monatlich einen Teil investieren.

    Einen Sparplan kann man durch eine Reihe von EInmalkäufen ersetzen. Wenn die Monatsbeträge klein sind eben nur alle paar Monate.

    1. Was wird ausgeschüttet? Nur Dividenden oder auch Kursgewinne? Und wie oft?

    Üblicherweise die Dividenden. Gibt es bei ETF 1,2,4 mal im Jahr, einzelne sogar monatlich, zumindest bei gemanagten Fonds.

    Was passiert dann bei negativer Entwicklung? Muss ich in den Monaten was reinzahlen statt etwas rauszubekommen?

    Nein

    Wenn ich etwas anlegen möchte, um davon monatlich etwas zu haben (ohne den Anlagewert unbedingt zu steigern), muss ich doch den gesamten Gewinn dafür nutzen.

    Kann man so und so sehen. Bei steigendem Wert und gleicher prozentualer Ausschüttung steigt die absolute Ausschüttung über Zeit und man erhält einen gewissen Inflationsausgleich.


    Für die Kundschaft mit dem Wunsch nach hohen Ausschüttungen gibt es high dividend / high yield - Produkte. Im gemanagten Bereich auch spezielle Produkte, die feste Ausschüttungen unabhängig vom tatsächlichen Ertrag des Fonds ausschütten. Als Beispiel schüttet dieser vier mal im Jahr 15 € = ca.1% aus https://www.fondsweb.com/de/DE000A1T73W9

    Gibt es vielleicht noch steuerliche Unterschiede? Oder werden Dividenden und Kursgewinne gleichermaßen als Kapitalertrag besteuert?

    Aktuell kein Unterschied, war früher anders, da war der Kursgewinn nach einem Jahr steuerfrei. Zu beachten ist, dass beim Thesaurierer die Steuerzahlung erst beim Verkauf und damit später erfolgt und deswegen normalerweise zu bevorzugen ist.

    Mir würde dann nur noch einfallen, dass bei regelmäßiger Ausschüttung der jährliche Freibetrag anders genutzt wird. Aber das ist dann auch egal, wenn ich einen thesaurierenden ETF wähle (ist übersichtlicher) und bei Bedarf regelmäßig kleine Anteile davon verkaufe, um so die Wertsteigerung in verfügbares Kapital umzuwandeln (Gewinn vorausgesetzt). Dafür empfiehlt sich sicherlich ein Broker mit minimaler Transaktionsgebühr.

    Diese Meinung vertrete ich hier auch. Die Gegenposition ist, dass 1. dies Aufwand mit Transaktionskosten bedeutet und 2. aufgrund des FIFO-Prinzips eine eigene Nebenbuchhaltung geführt werden muss, um die "richtige" zu verkaufende Menge zu ermitteln (außer man ist bei Comdirect, deren Steuersimulation das kann).

    Hallo Dissi, willkommen im Finnztip-Forum.


    Das Thema mit dem Depot dürfte mit der steuerlichen Ansässigkeit zu tun haben.


    Ich habe mal kurz die Suchmaschine bemüht und gesehen, dass Degiro auch in Italien aktiv ist. https://www.degiro.it/ Ein Cannabis-ETF und mehrere MSCI World-ETf finden sich im Programm. Nachteil ist wohl kein Sparplan, die Transaktion kostet so wie ich es verstehe 2€ + 0,3 Promille. s. https://www.degiro.it/data/pdf/it/NIB_Tariffario.pdf

    Hauptsache, wenig Aufwand, wenig Risiko und mindestens 10% p. a., da würde ich mich sehr wohl fühlen 👍🏼 Weiß da wer was?

    Langfristig und ohne Aufwand sehe ich nichts was diese Rendite bringt. Bei MSCI World-ETF sind wir inzwischen bei der 10-Jahres-Rendite deutlich über der 10, das ist allerdings den letzten drei Jahren geschuldet, vorher waren wir seit der Finanzkrise bei rund 8%. Zusammen mit einem Sicherheitsanteil dann noch niedriger.


    Wenn man den Screener von Morningstar bei Aktien Global Blend laufen lässt kommt man bei 10 Jahren knapp über 10%, also nicht besser als MSCI World. Bei aggressiven Mischfonds ähnliches Bild.


    Einen Renditevorteil oberhalb der genannten Anlagen würde ich bei Trendfolgesystemen sehen. Dies Ist allerdings dann mit Marktbeobachtung und Umschichtung verbunden. Wenn der Markt nicht trendig ist versagen die meisten Systeme.

    Zur Steuerfreiheit: Sofern der normale Pauschbetrag (801 €) ausgeschöpft ist sind mMn Altbestände dann nicht vorteilhaft, wenn die neuen Fonds dauerhaft mehr als 1/3 mehr Rendite bringen, da dann der Steuervorteil durch die Rendite übertroffen wird.


    Zum Generellen: Vorrangig ist die Frage, wie die Struktur des Portfolios aussehen soll. Wenn also die Einfachheit des Portfolios im Vordergrund steht dann ist ein Mischportfolio à la Finanztip mit MSCI World oder ACWI sowie Tages-/Festgeld völlig ausreichend


    Wenn man sagt, dass auch EM mit im Portfolio sein soll müsste man die Fonds mit einem EM-ETF vergleichen z.B. so https://www.fondsweb.com/de/ve…LU0115904467,IE00BTJRMP35

    Da sieht der Fernost tatsächlich nicht so gut aus, die beiden anderen laufen nahe am Index, könnte man als erst mal behalten wenn sie Altbestände sind.


    Ähnliche, aber etwas eingeschränkte Aussage zum Deutschland-Fonds: Wenn man das als deutscher Anleger haben möchte ist der Unifonds nicht so schlecht. https://www.fondsweb.com/de/ve…DE0008491002,DE000ETFL011 Wenn Altbestand und keine besonders große Position könnte man den ebenfalls als Beimischung behalten.


    Zu den anderen hast Du Deine Entscheidung ja schon getroffen.

    Hier die Beschreibungen von MSCI

    https://www.msci.com/documents…73-c26e-804a-b69c106a6925

    https://www.msci.com/documents…04-7d2c-791c-cdbbffc5465f

    https://www.msci.com/documents…c3-c11f-2ddb-7772c275f000

    https://www.msci.com/documents…6a-8f05-99dd-d13d145e2e75


    Da Du einen Ausschütter suchst gäbe es vom untersten einen https://www.ishares.com/de/pro…leger/de/produkte/291392/. Soweit ich gesehen habe ist Nestle nicht drin und den gibt es bei der ING https://wertpapiere.ing.de/Investieren/Fonds/IE00BDZZTM54


    Keine Empfehlung meinerseits, da ich eh nicht beraten darf sowie 1. die Anzahl der Unternehmen gering ist (auch bei der FT-Empfehlung) und 2. ich der ESG- und LowCarbon-Klassifizierung kritisch gegenüber stehe.

    Vorbemerkung zur Steuerfreiheit: Diese gilt für den Wertzuwachs bis zum 31.12.2017 bei Anschaffung vor dem 01.01.2009. Für diese Anteile gilt dann der Freibetrag 100T€ für Wertzuwachs ab 01.01.2018. In der Liste sehe ich Fonds, die erst danach aufgelegt wurden. Für diese kann die Steuerfreiheit / der Freibetrag nicht gelten. Ferner gilt die Steuerfreiheit nicht für Anteile, die nach 2008 als Wiederanlage von Ausschüttungen angeschafft wurden.


    Vergleiche der Fonds (ohne Geldmarkt)

    https://www.fondsweb.com/de/ve…LU0115904467,DE0008477076

    https://www.fondsweb.com/de/ve…LU0100937670,IE00B4L5Y983

    Den UniPasific

    werde ich wohl verkaufen, der er schlecht läuft und die Steuerfreiheit es m.E. nicht aufwiegt.

    Falls der Uni AsiaPacific gemeint ist läuft er zumindest in den letzten 5 Jahren ganz gut.

    Hallo 90sETF , willkommen im Finanztip-Forum.


    Es wird Dich niemand abhalten, diese ETF zu kaufen. Trotz der scheinbar niedrigen TER sind sie nicht unbedingt besser als andere wenn man auf die Rendite schaut.

    https://www.fondsweb.com/de/ve…LU1737652237,IE00BK1PV551

    https://www.fondsweb.com/de/ve…LU0480132876,LU1737652583


    Zum Thema Sparerpauschbetrag und Ausschütter gibt es hier unterschiedliche Meinungen. Unstrittig ist: Je nach Anlagebetrag nutzt man ihn lange nicht aus, da das Kapital und die Ausschüttung niedrig sind, oder man zahlt unnötig Steuern, da der Anlagebetrag hoch ist und durch den Wertzuwachs dann der Pauschbetrag überschritten wird.


    Ab hier jetzt persönliche Meinung: Wenn man Steuern optimieren will fährt man besser mit Thesaurierer und gezieltem Verkauf, macht aber Arbeit.

    Du kannst es ja nennen wie Du willst, aber auch Herr Beck hält eben einen Teil (20%) des Kapitals 'zurück' um im Falle eines Kursrutsches nach seiner Logik in Aktien zu investieren.

    Bedeutet das im Umkehrschluss, dass Du 100% im Risikoanteil hast?

    Hallo RDB , willkommen im Finanztip-Forum.

    gibt es auf der Finanztip-Seite Artikel oder Informationen zu inflationsgebundenen Anleihen

    MMn nein. Ich hatte im Forum hier mich schon mal kritisch geäußert hinsichtlich des tatsächlich zu erzielenden Zinses. Infaltionsindexierte Anleihen als ETF


    Bitte mal selber recherchieren und rechnen, ob diese wirklich attraktiv sind.


    Im amerikanischen Markt wird die Breakeven-Inflationsrate beachtet, d.h. die erwartete Inflationsrate, bei der die indexierten Anleihen besser rentieren als die normalen. Kann man hier bei der St. Louis Fed ansehen. https://fred.stlouisfed.org/series/T10YIE Ich würde empfehlen eine ähnliche Betrachtung mit der von Dir erwarteten Inflationsrate anzustellen.


    Ferner ist zu bedenken, dass die genannten Renditen im Vergleich zu Risikoanlagen wie Aktien-ETF trotzdem schlecht sind.

    Wäre es da nicht besser gewesen, man hätte das gesammelte Geld bereits seit Jahren im Markt gehabt und vom stetigen Aufschwung der letzten Jahre partizipiert (Stichwort Opportunitätskosten)?

    Kommt immer drauf an. Wenn es zurückgehaltenes Geld ist stimme ich zu, da der Dip - bezogen auf die letzten Jahre im MSCI World - den Anstieg einer relativ kurzen Zeitspanne vorher kompensiert hat. Wenn man es als außerplanmäßiges Rebalancing sieht dann nicht, und das ist der Ansatz von Beck, der sein 80/20-Portfolio auf 90/10 bzw. 100/0 ändert.

    Hallo stefanostam , willkommen im Finanztip-Forum.


    Die rein mathematische Überlegung ist richtig, da anzunehmen ist, dass wie in der Vergangenheit ein breit gestreuter ETF eine höhere Rendite bringt als eine Kapitalbildende Lebensversicherung. Allerdings sind das zwei komplett unterschiedliche Produkte. Am ehesten würde ich die LV mit einer Kombi aus einer Risiko-LV mit einem konservativen Mischportfolio aus wenig Aktien-ETF und viel Sicherheitsbaustein vergleichen.


    Quintessenz: Du musst für Dich klären welche Art Produkt zu Deinem Leben am ehesten passt.