Beiträge von Kater.Ka

    Warnhinweis: keine Steuerberatung


    Hall Ballistah , willkommen im Finanztip-Forum.


    Ich würde geplante Gewinne aus dem Verkauf von Aktien in Zeile 41, solche aus ETF/Fonds in Zeile 42 eintragen, letztere reduziert um die Teilfreistellung.

    Falls ja, warum wird der Punkt dann extra aufgeführt, obwohl das Finanzamt das selber berechnen könnte?

    Frage ist unklar. Das Finanzamt kann die TFS nicht berechnen, da diese je nach Klassifizierung des Fonds unterschiedlich ist.

    auch noch -801€ Freibetrag?

    der wird vom Finanzamt abgezogen, steht oberhalb von Zeile 40.

    Darf mein Bruttoeinkommen + Dividenden (Punkt a) + Veräußerungsgewinne (Punkt b) nicht die 9744€ Freibetrag überschreiten oder Bruttoeinkommen+ Investmenterträge nach Teilfreistellung (Punkt c)

    Zeilen 40, 41 und 42 sind jeweils getrennte Sachverhalte. In Summe aller Einkünfte ./. Pauschbetrag musst Du unter dem Grundfreibetrag bleiben. Für den Antrag würde ich deutlich drunter bleiben.

    Hinweis: die tatsächlich freigestellten Beträge melden die Banken an das Bundeszentralamt für Steuern, womit sie das Finanzamt kennt. https://www.bzst.de/DE/Unterne…llungsauftraege_node.html

    Wie lange dauert so ein Antrag eigentlich?

    Bei meinen Kindern ca. drei Wochen (NRW). Dann muss Du die NVB noch der Bank schicken und die sie dann hinterlegen. Könnte knapp werden.

    Fazit: einfach in Thesaurierer investieren und liegen lassen. Gebühren und die verbrauchte Lebenszeit machen eventuelle Gewinne durch Nutzung des Freibetrags in etwas wett.

    Das ist natürlich so viel zu platt. Das Video geht von bestimmten Annahmen hinsichtlich des Verlaufs des Vermögens aus und ist auch hinsichtlich der VAP nicht aktuell.


    Richtig ist die Frage, ob man dafür Aufwand betreiben will. Unter der Annahme nur Thesaurierer und sonst keine Kapitaleinkünfte geht es um 801*0,26375 = 211 €. Zeitaufwand für Verkauf und Neukauf 10 Minuten, vorher 50 Minuten um die Einstandskurse zu recherchieren für die richtige Menge an Stücken. Das ist für mich ein attraktiver Stundenlohn.

    Rollen = verkaufen und neu kaufen.


    Die Thesaurierer unterliegen seit 2018 der jährlichen Steuer durch die Vorabpauschale. Diese Vorabpauschale entspricht der Verzinsung einer risikolosen Anlage = Bundesanleihe. Da die derzeit Negativzins haben ist die VAP derzeit 0. Ansonsten wäre die VAP eben auch deutlich geringer als der jährliche durchschnittliche Gewinn eines ETF.

    Wie wird der Gewinn in einem automatisch wiederanlegenden ETF versteuert? Erst bei Auszahlung?

    Ja. Deswegen sollte man von Zeit zu Zeit im Rahmen des Freibetrags die Anteile verkaufen und neu kaufen und kann dann mit 18 ein steuerfreies Depot übergeben. Das geht im Grunde auch mit dem Ausschütter, allerdings ist die Ausschüttung üblicherweise nur ein kleiner Bruchteil des Gesamtgewinns, d.h. zur Optimierung muss man trotzdem verkaufen / neu kaufen.

    Hier der Vergleich der drei Fonds https://www.fondsweb.com/de/ve…DE0008474511,DE0009809566


    Im Grundsatz hat Dir die Sparkasse ein sehr konservatives Depot verkauft, wahrscheinlich hast Du im Beratungsgespräch gesagt, dass Du wenig Risiko eingehen möchtest. Der AriDeka ist in Europa investiert und konnte dadurch nicht an den überdurchschnittlichen Kurssteigerungen in USA profitieren. Dafür hat er sich ganz gut geschlagen.. Der Multi-Asset ist ein Mischfonds mit Schwerpunkt Anleihen, damit war eher nicht viel zu verdienen. Der Immobilienfonds spielt halt in einer ganz anderen Klasse und stellt im Grunde ein sehr solides Investment dar, das allerdings kaum Rendite bringt.


    Wie immer solltest Du erst mal überlegen, wie Deine künftige Anlage strukturiert sein soll. Konkret sollte neben der Rücklage für Notfälle auf dem Tagesgeldkonto ein Sicherheitsbaustein da sein. Dazu mal diesen Ratgeber lesen https://www.finanztip.de/geldanlage/


    Für den ETF-Anteil empfiehlt Finanztip eine Ein-ETF-Lösung auf den MSCI World oder ACWI bzw. die FTSE-Varianten.


    Die drei Fonds bei der Sparkasse würde ich nicht weiter besparen. Beim AriDeka kann man überlegen ihn als Europa-Baustein zu behalten. Den Multi-Asset würde ich verkaufen und den Erlös in ETF und Tagesgeld anlegen. Beim Immobilienfonds musst Du für Dich wissen, ob Du diese Anlageklasse behalten möchtest. Wenn Du selbst eine Immobilie hast benötigst Du sie nicht.

    Hallo kiwimef , willkommen im Finanztip-Forum.

    Woher weiss ich ob ein ETF deutsch oder auslaendisch ist?

    Grundsätzlich gibt der Beginn der ISIN eine Indikation. Allerdings kenne ich Fälle mit DE-ISIN, die ein ausländisches Domizil haben. Deswegen sicherheitshalber ins KIID schauen. In dem konkreten Fall Seite 2 ganz unten https://www.justetf.com/servle…pe=KID&country=DE&lang=de

    Oder bedeutet das USD im Namen dass es ein US ETF ist?

    Nein, das ist nur die Währung des ETF.


    Warnhinweis: keine Steuerberatung

    Und welche steuerliche Regelungen finden dann Anwendung? Und macht es einen Unterschied ob es ein deutscher oder ein EU ETF ist? Ist das steuerlich ueberhaupt von Belang?

    Für deutsche Anleger mit Depot in Deutschland ist es gleich, ob es ein deutscher oder EU-ETF ist. Der Steuerabzug wird jeweils durch die Depotbank vorgenommen. Bei US-ETF fallen zusätzlich US-Quellensteuern an, das ist mMn nicht zu empfehlen.


    Für die Konstellation mit beschränkter Steuerpflicht kann ich leider keine Aussage machen.

    kann ich später das Depot auf meinen Sohn übertragen und würde keine steuerrechtlichen Nachteile haben?!

    Jein.


    Sofern für die ganze Ansparzeit Dein Pauschbetrag nicht ausgenutzt ist fließen Ausschüttungen bzw. die Vorabpauschale steuerfrei. Wenn dann noch bis zur Übertragung das Depot unter dem dann gültigen Freibetrag für die Schenkungssteuer liegt läuft das steuerfrei. Die Gewinne muss dann das Kind beim Verkauf versteuern.


    Umgekehrt kann man eben wenn das Depot auf das Kind läuft durch Ausnutzung seines Pauschbetrags, und ggf. des Grundfreibetrags im Rahmen der Familienversicherung das Depot an sich steuerfrei halten - so mache ich das.

    Ist die Empfehlung, die in diesem Forum Common sense ist, etwa 50% in ETFs anzulegen (womit ich die Faustregel "Aktienquote = 1 - Lebensalter" nach oben korrigiert habe wegen der derzeit niedrigen Zinsen und der aktuellen Inflation,
    siehe auch den Beitrag von Kater.Ka vom 29.12.2020) und 50% in Festgeld (wobei Festgeldtreppe von drei Jahren) aktuell immer noch korrekt?

    Im Grundsatz ist der Ansatz immer noch OK um das Verlustrisiko zu begrenzen. Es gibt halt nur nichts mehr auf den Cash / Tagesgeldanteil. Die Festgeldtreppe würde ich nicht mehr machen, da die Differenz des angebotenen Zinses mMn zu gering ist.


    Wie von JDS richtig dargelegt kommt es auf den eigenen Bedarf und Anlagehorizont an. Sofern das Kapital absehbar nicht oder nur in geringem Umfang benötigt wird spricht ebenfalls nichts gegen eine höhere Aktienquote.


    Finanztip empfiehlt im Hinblick auf die Alterseinkünfte einen Betrag als Tagesgeld / Festgeld vorzuhalten, der dem Bedarf für 15 Jahre entspricht. s. Beispiel am Ende von https://www.finanztip.de/altersvorsorge/auszahlplan/#c75017 In der Community wird eher die Meinung vertreten, dass ein geringerer Betrag, z.B. für 5 Jahre, angezeigt ist.


    Hinsichtlich der 100 T€-Grenze würde ich immer versuchen mich davon fernzuhalten, d.h. auch schon deutlich unterhalb auf mehrere Anbieter zu streuen.

    sondern offensichtlich auch durch unterschiedliche Kurse ihre vermeintlich günstigen Gebühren auszugleichen versuchen.

    Das würde ich in Abrede stellen, da die Depotanbieter die Orders an einen Handelsplatz / Börse weitergeben.


    Knackpunkt ist, dass die Depotanbieter nur bestimmte Handelsplätze zulassen bzw. durch die Kosten auf bestimmte Handelsplätze lenken. Im Hintergrund gibt es dann Zahlungen der Handelsplätze an die Depotanbieter. Dies wird u.a. in den Ex-Ante-Kosteninformationen ausgewiesen. Hier kann es durchaus sein, dass die Kurse bei diesen Handelsplätzen schlechter sind als an anderen. Systembedingt erhält man bei außerbörslichem Handel durch den Spread einen schlechteren Kurs als beim Börsenhandel, da dort beide Parteien den gleichen Kurs erhalten.

    Hallo Lisa90 , willkommen im Finanztip-Forum.

    Kann ich einmalig eine größere Summe (bspw. die 10.000 Euro) in mein Depot einzahlen und zusätzlich einen Dauerauftrag (bspw. die 500 Euro pro Monat) einrichten, und dann in unterschiedliche ETFs investieren?

    Das geht so. Bei TR nach meiner Kenntnis die Einmalanlage für 1 € und der Sparplan gratis.


    Finanztip empfiehlt eine Ein-ETFLösung auf MSCI World oder ACWI oder die nachhaltigen Varianten.


    Empfohlene ETF hier, entsprechend TR als Depotbank auswählen und den Button drücken. https://www.finanztip.de/index…etf/fondssparplan/#c89249


    Das war jetzt bewusst kurz, gerne weiter fragen.

    Nach kurzer Google-Suche nach Cashyou sieht es so aus, dass es bei den 33€ um die auf 60 Monate umgelegte Abschlussprovision handelt. Das müsste in den Vertragsunterlagen zu finden sein.


    Zumindest die Dynamik sollte gekündigt werden aus der Überlegung von monstermania. In wie weit eine Kündigung des Vertrags an sich möglich ist weiß ich nicht. Dazu ebenfalls in die Vertragsbedingungen schauen und ggf. beraten lassen.

    Hallo Kroesus 86 , willkommen im Finanztip-Forum.

    Was bedeutet das also?

    Das ist ohne Blick in den Bericht schwer zu sagen. Gibt es kein Erläuterungsblatt / Glossar o.ä.?


    Ich rate mal mögliche Lösungen:

    Es könnte eine Stornobuchung sein. Ich hatte sowas bei einem in Abwicklung befindlichen Fonds, bei der in 2021 eine Zahlung aus 2020 storniert und neu abgerechnet wurde.

    Es sind Stückzinsen, die einen Ertrag schmälern.

    Es könnten Rückvergütungen des Wertpapierhändlers / des Fondsanbieters sein, die gegen Entgelte laufen, also ein Minus-Minus, was am Ende wieder Dir zugute kommt.


    Letztendlich müsste der Betrag aus den Einzelbuchungen erkennbar sein. Ggf. kann man die Steuerbuchungen einsehen / als xls bzw. csv herunterladen und den Betrag suchen. Welcher Depotanbieter?

    Den oben von mir schon verlinkten Artikel öffnen https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/fondssparplan/


    Dann auf den Button ETF-Rechner drücken. Dann den Depotanbieter wählen (soweit ich verstanden habe für Dich TR und für das Kind ING) und Einmalanlage oder Sparplan (beim Kind Sparplan soweit ich verstanden habe und bei Euch Einmalanlage (?))


    Dann soll es wohl ein Thesaurierer sein, dann muss der Haken in der ersten Spalte erscheinen. Weiter hinten aussuchen ob nachhaltig oder nicht und ob mit Schwellenländern oder nicht.


    Standard wäre der IE00B4L5Y983 von ishares oder IE00BJ0KDQ92 von Xtrackers (MSCI World thesauriererend)

    Hallo be.pe , willkommen im Finanztip-Forum.


    Die Frage geht nicht nach den ETF sondern nach den Indizes. Da muss man sich die Definitionen anschauen. Grundsätzlich sind in den breiten Indizes keine SC drin. Das gilt z.B. für MSCI, World und ACWI, dabei sind jeweils nur Large und Mid Cap drin. SC sind dann erst bei der IMI-Variante drin. Will man dann noch MicroCaps dann ist es der AllCap-Index.


    S. exemplarisch

    https://www.msci.com/documents…ea-4b5c-a709-24b1213bc3c5

    https://www.msci.com/documents…2f-4bdb-9069-d7c5aecd9d6d

    https://www.msci.com/documents…d2-4806-b873-cd9f51551701

    Finanztip empfiehlt wie oben schon angesprochen eine Ein-ETF- Lösung auf den MSCI World / FTSE oder ACWI / All World oder die entsprechenden nachhaltigen Pendants s. https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/fondssparplan/


    Vergleich des Quality mit dem World https://www.fondsweb.com/de/ve…IE00BL25JL35,LU0392494562 Wäre aus meiner Sicht als Beimischung geeignet.


    Sofern man den Sicherheitsbaustein mit Anleihen-ETF machen möchte wären Linker auch ebenfalls nur als Beimischung geeignet. Über die lange Sicht lassen sich die Emittenten die Absicherung gegen Inflation bezahlen. Normale Anleihen-ETF verlieren bei Inflation/Zinssteigerungen, die Linker verlieren bei ZInssteigerungen weniger sofern sie mit Inflation einhergeht. Da die Inflationserwartung schon gestiegen ist sind die Kurse der Linker auch schon gestiegen. Wenn man nicht an eine noch überraschend weiter steigende Inflation glaubt würde ich sie im Moment nicht kaufen.

    Da der neue Index 75 statt 40 Aktien abbildet, muss doch der ETF jetzt die 35 neuen Aktien entsprechend gewichtet hinzukaufen, oder?

    Er verkauft die 40 alten Aktien ganz - falls nicht im neuen Index - oder teilweise und füllt durch neue Aktien bzw. weitere Aktien gemäß Indexdefinition auf.

    Wenn da tolle (besonders nachhaltige oder besonders profitable) Unternehmen dabei wären, warum sind sie dann nicht im alten Index?

    Nein, das glaube ich so nicht, es könnte auch umgekehrt sein. Es gibt ja andere Indizes zu nachhaltigen Energie, dort ist z.B. Schneider nicht in diesem Maß abgebildet. Das hat mich z.B. abgehalten den ETF zu kaufen. Grundsätzlich finde ich für ein passives Investment mehr Aktien besser als wenige.

    Ich bin skeptisch, dass der Indexwechsel einen positiven Einfluss auf den ETF-Kurs hat!

    Dann musst Du Dir ein besseres Produkt suchen nach den Kriterien, warum Du den bisherigen Index ausgesucht hast. Gib mal Energy oder ein anderes Suchwort bei justetf ein und vergleiche die Factsheets. https://www.justetf.com/de/find-etf.html?query=energy