Beiträge von Kater.Ka

    Dort wird der Basisertrag aber zumindest mal monatlich angepasst. Ich verstehe aber nicht warum man an dieser Stelle nicht gleich mit einer tagesgenauen Zinsformel ab Kaufdatum rechnet.

    ... weil das mit dem aufgerundeten Monat im Gesetz steht. Und zwar bezogen auf den Wert am Jahresanfang, egal wie der Wert zum Kauf sich entwickelt hat. In der Formel musst Du beim Monat deswegen eine "+1" spendieren.

    Der einzelne Bürger hätte dann direkt ein Konto bei der EZB, damit werden Banken und Zahlungsdienstleister unnötig. Die EZB kann das Helikoptergeld dann direkt zur Verfügung stellen. Interessant ist der chinesische Ansatz das digitale Geld mit einem Verfallsdatum zu versehen; damit stellt man sicher, dass die Bürgen nicht sparen sondern die Konjunktur ankurbeln.

    Diesen Satz habe ich leider nicht ganz genau verstanden Kater.Ka , wie meinst du das genau?

    Wenn Du in die Steckbriefe rein schaust ist die Marktkapitalisierung des ex ca. 4,6 mal so hoch wie des Europe, d.h. Du muss 1/4,6 = 21,7 % des derzeitigen Bestandes dazu kaufen um in Summe auf einen World zu kommen. Das wäre dann ein Aufstocken ohne Verkauf und damit ohne Steuerabzug.

    oder aber ich bespare einfach neu auf einen MSCI World und verkaufe den ex Europe?

    Habe ich das richtig verstanden?

    Kann man sagen was davon sinnvoller ist?

    Das würde ich wegen der Steuer nicht tun.


    Meine weitere Überlegung war folgende: Wenn Du von Deiner gesamten geplanten Anlage von Beginn an bis in weite Zukunft heute 10% angelegt hast, d.h. über Deinen Sparplan noch weitere 90% anlegen wirst und würdest nur in den World neu anlegen fehlen Dir am Ende gerade mal 0,1 * 21,7 = 2,17% im Depot für Europa. Du hättest also ein leicht stärker nach USA und Asien ausgerichtetes Depot als bei einem reinen World. Im Gegenzug hast Du mehr Rendite in der Vergangenheit gemacht. Das würde mich nicht stören und ich würde mir überlegen eben nicht den Europe dazu zu kaufen sondern nur den World. [Die Rechnung ist mathematisch nicht sauber, da die späteren Einzahlungen sich weniger auswirken als die früheren. Es geht nur um die Illustration der Idee].

    Hallo Laura280 , willkommen im Finanztip-Forum.


    Die Logik ist MSCI World = MSCI World ex Europe + MSCI Europe.


    Hier die Factsheets, falls Dich die Details interessieren

    https://www.msci.com/documents…7b-4e85-ad07-1be63cb1d075

    https://www.msci.com/documents…8c-4e21-9fac-60eb6a47faf0


    Für den MSCI Europe gibt es eine Reihe ETF z.B. hier https://www.justetf.com/de/fin…index&index=MSCI%2BEurope


    Zur Frage was tun: Die Vergangenheit kann man nicht ändern. Falls Dein Ziel weitgehend einen MSCI World zu haben müsstest Du - um Steuern durch einen Verkauf zu vermeiden - rund 20% des aktuellen Volumen des MSCI ex zusätzlich in den MSCI Europe investieren. Das kann man über einen Sparplan machen. Je nachdem wie groß die Postion heute ist und wie hoch Deine Sparplanraten sind könnte ich mir auch vorstellen zukünftig nur in den World zu investieren. Damit verringert sich Zug um Zug das Untergewicht von Europe, was sich aber über sehr lange Zeit nicht auswirken wird, wenn die Sparplanraten hoch genug sind und lang genug gezahlt werden.

    Meine Fragen:

    -Macht es Sinn die Gewinne zu realisieren und das erhaltene Geld wieder über die Sparpläne anzulegen?

    Einmal ja, einmal so nicht ;-)

    Es macht auf jeden Fall Sinn zu verkaufen um das Depot bis jetzt steuerfrei zu bekommen. Dann aber ein paar Minuten später wieder über Einzelkauf zurückkaufen. Kostet bei der DKB rund 2*25€. Kauf/Verkauf nur über Limit bzw. falls das bei der DKB geht über Preisabfrage.

    -Muss ich noch etwas bedenken? Gibt es Nachteile?

    Meine PPV hat geschrieben, dass bei Überschreiten der Sozialversicherungsgrenze der Kinder diese aus der kostenlosen Mitversicherung fallen. Da seid ihr bei Berücksichtigung der Teilfreistellung drunter.

    Klärung mit der Redaktion läuft.

    -Verschenke ich damit zu viel Zinseszinseffekt?

    Bei sofortigem Neukauf und keinem Steuerabzug durch die NV läuft der Zinseszins (besser Rendite auf Rendite) bis auf die rund 50€ Transaktionskosten ungestört weiter. Manche ich bei meinen Kindern seit Jahren so.

    Praktisches Beispiel einer derartigen Aktion hier, da wird auch die Komplexität deutlich. Thesaurierender ETFs und die perfekte Ausnutzung des Steuerfreibetrags


    Wo liegt das Depot? Bei Comdirect gibt es ein komfortables Tool namens Steuersimulation. Bei anderen Depotbanken kann man sich die Umsätze und damit die Kaufwerte als Excel herunterziehen (u.a. DAB, Flatex)


    Genau berechnen würde ich null Energie darauf verwenden und mich auf Summe Gewinn bis 2017 + (Gewinn ab 2018*(1-TFS)) beschränken und die Themen ausschüttungsgleiche Erträge und VAP ignorieren.

    Also was sind die Kriterien nach denen wir auswählen müssten.

    Um es noch mal explizit zu sagen: es geht darum, welche Einschätzung Ihr für die einzelne Position habt. Die Einschätzung beim Kauf muss ja positiv gewesen sein, sonst hättet Ihr nicht gekauft. Wenn die Entwicklung nach längerer Zeit negativ und negativ zum Gesamtmarkt war sollte über die Postion nachgedacht werden. Das gleiche gilt übrigens auch für Positionen im Gewinn, wenn es längere Zeit nicht weiter aufwärts geht, speziell auch im Vergleich zum Gesamtmarkt.


    Bei einem Verkauf einer negativen Position entsteht ein Verlust, der steuerlich mit Gewinnen (Aktienverluste nur mit Aktiengewinnen) ausgeglichen werden kann. Wenn Richtung Jahresende andere Positionen im Plus sind kann man überlegen zu rollen, d.h. so viel von der Gewinnpostion verkaufen, damit der Verlust und der noch bestehende Pauschbetrag 801/1.602 € verbraucht wird, und dann umgehend wieder kaufen.

    Hallo Fido , willkommen im Finanztip-Forum.


    Soweit ich Deinen Beitrag verstehe wirfst Du zwei Dinge durcheinander (und der Rechner nicht ;-) )


    Im Steuerjahr fallen Steuern nur auf Ausschüttungen und die Vorabpauschale an. Davon wären die Freibeträge abzuziehen und dann die Steuer zu berechnen. Beide Sachverhalte sind genullt, daher gehe ich von einem Thesaurierer aus (keine Ausschüttung, keine Vorabpauschale wegen Negativzins). Damit auch keine Nutzung der Freibeträge.


    Davon zu unterscheiden sind Steuern, die erst durch den Verkauf getriggert werden. Die stehen richtig im untersten Block. Würde man den ETF zum Jahresende verkaufen würde man auf die 15 T€ * 0,7 die Steuer bezahlen, das sind die 2.769 €. Hier wären dann die Freibeträge anzuwenden, aber nur bei tatsächlichem Verkauf.


    Ich vermute Du verkaufst nicht(?), dann wäre das quasi ins neue Jahr zu übertragen und bei einem Verkauf dann mit aufzuschlagen. Je nach gedachtem Zweck könntest Du - ggf. in einer zweiten Spalte - auch die Summe aller historischen Kaufwerte statt des Wertes am Jahresanfang gegen den aktuellen Wert stellen. Dann würdest Du erkennen, wann Du rollen musst (verkaufen und sofort wieder kaufen), um den Bestand dem Kind zum 18. steuerfrei übergeben zu können. So ähnlich mache ich das mit meinen.

    Meine Fragen an Euch:

    - Was haltet Ihr grundsätzlich von dieser Form der Anlage?

    - Ist eine Risikostreuung damit ergänzend zum World ETF sinvoll?


    Ich bin gespannt auf Eure Erfahrung mit Mischfonds?

    Der Vorschlag ist vom Grundsatz dann richtig wenn beim Gespräch herausgekommen ist, dass der Aktienanteil zu hoch ist. Das kann man dann selbst steuern über Tages-/Festgeld wie von chris2702 empfohlen oder man lässt es eben durch einen Mischfonds machen. Der Vorteil ist dass das Rebalancing automatisch und steuerfrei im Fonds gemacht wird, der Nachteil sind die höheren Kosten.


    Der Kritik von JDS schließe ich mich an. Beide empfohlenen Produkte haben eine Aktienquote um 65%, d.h. sie führen "nur" Deine selbst gemanagte Allokation fort. Daher würde ich ebenfalls auf weiter selber machen argumentieren.


    Je nach Lebensalter finde ich die 35% Sicherheitsbaustein recht hoch.

    Der Vergleich unterstellt, dass ein Anleger ein 100%-Portfolio halten würde. Das entspricht keiner allgemeinen Empfehlung, z.B. auch nicht bei Finanztip.


    Das Ergebnis lautet, dass der Beck´sche Algorithmus über lange Zeit schlechter performt als reines buy-and-hold bei 100% Aktienquote. Das ist aber nicht besonders verwunderlich, da der Gewinn aus dem Regimewechsel relativ schnell realisiert wird und die 20% Anleihen / Cash im Vergleich dann wenig beitragen.

    Hallo AktienAnfaenger , willkommen im Finanztip-Forum.


    Im Grundsatz ist eine Aufteilung nicht erforderlich. Für einen späteren Verkauf kann es hilfreich sein, alle paar Jahre zu wechseln, also in einen anderen ETF auf den gleichen Index / in einem anderen Depot auf den gleichen ETF bzw. die Kombination aus beiden. Hintergrund ist das FIFO (First In First Out)-Prinzip, nachdem die Steuer beim Teil-Verkauf auf die zuerst gekauften Anteile berechnet wird, die i.d.R. den größten Gewinn tragen. Wenn man jetzt z.B. alle fünf Jahre einen neuen Bestand beginnt hat man nach 35 Jahren 7 Bestände und dann kann man mit dem jüngsten Bestand mit den geringsten Gewinnen den Verkauf beginnen und bei den übrigen läuft der Zinseszins auf den hohen Gewinn weiter.