Beiträge von Kater.Ka

    Hallo Fuelletoepferin , willkommen im Finanztip-Forum.


    Finanztip empfiehlt Mischportfolios aus breit gestreuten Aktien-ETF und Tages-/Festgeld. Das entspricht einem Mischfonds-Ansatz, allerdings zu geringeren Kosten mit ebenfalls täglicher Verfügbarkeit (Ausnahme Festgeld). Das Verhältnis zwischen ETF und Bankeinlagen sollte dabei der Risikobereitschaft entsprechen. Theorie hier https://www.finanztip.de/geldanlage/


    Generell sollte bei einer Aktien-ETF-Anlage ein Zeitraum von 10-15 Jahren vorgesehen sein, da in diesem Zeitraum sich die Kurse auch von starken Rücksetzern in der Vergangenheit erholt haben. Insofern sind 5-7 Jahre kurz, gilt aber analog für einen konventionellen Mischfonds.


    Das war jetzt sehr kurz, gerne weiter fragen.

    monstermania

    Der Einwand ist richtig und auch berechtigt. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Mechanik dauerhaft zuschlägt, begrenzt.

    Im konkreten Beispiel müsste die Anlage bei 50.000 € weniger als 1.144 / 50.000 =2,3% p.a. kumuliert (!) steigen. Nicht durchführbar ist es dann, wenn nach dem Kauf die Kurse einbrechen und die Erholung lange dauert bzw. vorher nur wenig Gewinn aufgelaufen ist. Ob der Anstieg stark oder durchschnittlich spielt keine Rolle, man muss halt auf die 801 bzw. mit TFS auf die 1.144 € optimieren.


    Unterm Strich bleibt es immer eine individuelle Entscheidung, wie viel Aufwand man für die 211 € p.a. treiben möchte.

    Soweit ich die Tabelle verstehe fehlen in der Berechnung die jeweils nicht verkauften Stücke, also in der ersten Zeile die Differenz 1000 zu 971 usw.


    Von dem Gesamtgewinn 31.400 € können in den neun Jahren nur 10*1.144 steuerfrei werden, ohne Optimierung 1*1.144 im letzten Jahr = Verkaufsjahr.


    Also ohne Optmierung

    (31.400 -1.144)*0,7*0,26375 = 5.586 € Steuern

    mit Optimierung

    (31.400 -11.440)*0,7*0,26375 =3.685 € Steuern


    Differenz 1.901 €, dividiert durch 9 Jahre sind wieder die 211 € von oben.

    Also das heist, das in der Nacht einer die Unternehmen kontrolliert und wer den ETF zu sehr schadet wird rausgeschmissen und ein neues Unternehmen kommt rein?

    Wenn es um die hier bei Finanztip behandelten ETF geht sind diese an der Marktkapitalisierung orientiert. Diese Gewichtung wird über Nacht aktualisiert. Das führt automatisch dazu, dass (relativ zum Durchschnitt) steigende Aktien mehr gekauft werden und fallende Aktien abgebaut werden.

    Also läuft so ein ETF ewig?

    Auch wieder bezogen auf die hier behandelten ETF: Sie haben zumindest mal keine von vornherein festgelegte Laufzeit. Allerdings können die Anbieter ETF auch schließen, dann bekommt man den aktuellen Wert ausgezahlt. Da Finanztip auf eine gewisse Größe und Alter der ETF Wert legt ist der Fall recht unwahrscheinlich aber schon mal vorgekommen.

    Noch mal kurz systematisch:

    - ein Umstieg ist steuerschädlich, d.h. die bis dahin aufgelaufenen Gewinnen werden um den dann geltenden Steuersatz reduziert, derzeit 26,275%. Auf das dann reduzierte Kapital wirkt dann die Ausschüttung nach Einzahlung in einen Ausschütter / Dividendenfonds.

    - jetzt in einen Ausschütter anlegen bewirkt, dass die Ausschüttungen schon jetzt jeweils besteuert werden. Das ist einen ganze Zeit lang günstiger als die Umstiegsvariante

    - die dritte Möglichkeit ist in einen Thesaurierer zu gehen und dann nach den 15 Jahren immer mal wieder einen Betrag zu entnehmen und zu versteuern. Damit hätte man von der Steuerstundung mit Zinseszinseffekt profitiert. Bei 6% / 15 Jahre läuft das Kapital auf ca. 240 % hoch, also 100% aus der Einzahlung und 140% Rendite. Der Renditeanteil wäre dann zu versteuern, aktuell mit 30% Teilfreistellung und 26,375% Steuer. Bezogen auf die 140% wären das 140*0,7*0,26375 = 26%, d.h. von den 240 gehen 26 weg. Also bei einer Auszahlung von 240€ kommen anfänglich rund 214 € bei Dir an. Der Steueranteil wächst dann mit dem gestiegenen Renditeanteil.

    Welcher ist aktuell der Beste ETF?

    Einmalanlage , Laufzeit: ca. 12 Jahre, Strategie: geringes Risiko?

    Mir scheint bei dieser Frage ein Missverständnis vorzuliegen und zwar hinsichtlich des Begriffs Risiko.


    Finanztip empfiehlt entsprechend der Risikoneigung ein Mischportfolio aus breit gestreuten Aktien-ETF und Tages-/Festgeld. s. https://www.finanztip.de/geldanlage/ Diese Mischung mit sicheren aber schlecht verzinsten Anlagen reduziert das Risiko der Aktien-ETF z.B. aus einer lang andauernden Krise mit Verfall des Werts des Dollars. Der Anlagezeitraum von 12 Jahren ist an der Grenze der Empfehlungen von Finanztip.


    Erster Schritt zur Begrenzung des Risikos ist also die Wahl der Aktienquote. Das kann man auch durch einen Misch-ETF erreichen (keine Empfehlung von Finanztip aufgrund der Kosten für den Anleiheanteil). Wenn man den von FInanztip empfohlenen Misch-Ansatz erfolgt wäre für den Risikoanteil eine breite Streuung zu bevorzugen. Die empfohlenen Produkte findet man hier. https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/fondssparplan/

    Meinst du mit Ausgangskonstellation die 50:50 von Elgob? Das heißt, wenn ich 500k ETF erreichen will, brauche ich genau so 500k Tagesgeld?

    Ja. zumindest kenne ich keine anderen Aussagen und auch die Videos verstehe ich so.


    Ich bin anderes aufgestellt und bei Antworten hier im Forum argumentiere ich in die Richtung speziell bei älteren nicht "100-Lebensalter % in Aktien" zu nehmen sondern dort ordentlich was drauf zu satteln aufgrund der Niedrig-/Negativzins-Situation.


    Nachtrag: Im Detailartikel werden beide Wege optional dargestellt https://www.finanztip.de/geldanlage/rebalancing/

    Dein Rat finde ich ist sehr gefahrlich für einem altern Knacker wie ich.

    Ich bin ein älterer Knacker und habe eine viel höhere Aktienquote.


    Schau mal in den heutigen Thread Später Einstieg in ETF . Da haben wir das unter mehreren Gesichtspunkten durchbetrachtet. Wie hoch Dein angemessener Risikoanteil sein soll musst Du selbst entscheiden, speziell hängt es auch von der weiteren Einkommenssituation, dem erwarteten Renteneintritt und dann zu deckenden Bedarf ab.

    Die Bezeichungen Unterdepot und Zweitdepot kannichhinsichtlich DKB nicht zuordnen.


    Ich habe solche Konstellationen mehrfach (Flatex, ebase, Comdirect mehrere Depots, Smartbroker Unterdepot), dort erhalte ich jährlich eine Steuerbescheinigung, bei der die Verluste übergreifend verrechnet wurden. Dabei bin ich jeweils mit gleichem Namen und eTIN hinterlegt.


    Im Zweifelsfall den Support von DKB befragen.


    Deinen Ansatz würde ich freundlich als suboptimal bezeichnen. Wenn verkaufen dann vor dem Crash.

    Ich gestatte mir noch eine systematische Anmerkung, wobei JDS bereits in diesem Sinne geantwortet hat.


    Finanztip empfiehlt einen Bedarf von bis zu 15 Jahren sicher vorzuhalten - wieder aufgrund der schon vonvon Referat Janders zitierten Annahme , dass in 10-15 Jahren Verluste an der Börse ausgeglichen werden. Deswegen ist die Frage von chris2702 nach dem monatlichen Bedarf wichtig. https://www.finanztip.de/altersvorsorge/auszahlplan/#c75017


    Wenn die von Dir genannten 10 T€ p.a. der Bedarf sind dann wäre in der Logik von Finanztip der sichere Anteil zu gering. Wir reden hier im Forum eher vom 5-Jahres-Bedarf, das würde dann von der Höhe ungefähr passen.


    Test hat hierzu einen Simulator, der bei den vorhandenen Daten (50T€ Tagesgeld, 150T€ ETF 30 Jahre) eine aktuelle monatliche Rente von 527 € auswirft. https://www.test.de/ETF-Einmal…ortfolio-5179990-5505798/